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Oct, 2014

Putinversteher im Gespräch

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Ein bißchen “Wehrkraftzersetzung” im Gespräch mit dem “Feindsender” – der “Stimme Russlands”:

 

Vorankündigung: nach dem Interview mit dem “Feindsender”, diskutiere ich morgen abend an der medialen Heimatfront (NDR) u.a. mit dem ARD-Chefredakteur Kai Gniffke über die Qualität der Ukraine-Berichterstattung

Kommentare

15 Kommentare zu “Putinversteher im Gespräch”

  1. pecas am 06.10.2014 um 20:15 Uhr 

    Ein sehr seltenes, historisch verständiges Zwiegespräch; ein sehendes, dahinrauschendes, irgendwie nonduales Auge (das das Gelbe vom Ei nicht aus dem Blick verlieren mag).

     
  2. Rheinbogen am 06.10.2014 um 22:05 Uhr 

    Spitzenklasse. In 25 Minuten – auch für Ungeduldige nicht zu lang – werden alle wesentlichen Punkte genannt. Und dem “Feindsender” – schöne Ironie – trotzdem nicht angebiedert. Glückwunsch! Das Buch zu lesen habe ich leider noch nicht geschafft, steht auf meiner To-do-Liste aber ganz oben.

     
  3. Berndchen am 07.10.2014 um 10:18 Uhr 

    Große Solidaritätsaktion!
    Ganz Deutschland lädt dies hier als Klingelton auf die Mobilfunk-Telefone:

    http://www.youtube.com/watch?v=gjzFxIBhvMk

    Mui ponimajem Wladimir Putin!!!

    🙂

     
  4. Berndchen am 07.10.2014 um 10:42 Uhr 

    Zur Vorankündigung:
    Drei “Experten” müssen schon sein gegen Broeckers…
    (“Herr Bröeckers, Sie waren doch noch nie selbst in der Ukraine und haben mit den Leuten dort gesprochen…, also bitte, was soll das ganze…” -So in etwa..)

     
  5. ai_kassel am 07.10.2014 um 19:16 Uhr 

    Lieber Herr Bröckers,

    die russischen Aktivisten Sergey Krivov, Denis Lutskevich und Stepan Zimin demonstrierten friedlich für Meinungsfreiheit und Demokratie – doch in ihrer Heimat genügt das schon, um ins Visier der Behörden zu geraten und mit Gefängnis bestraft zu werden.

    Am 6. Mai 2012 gingen die drei Männer wie Tausende andere Menschen in Moskau auf die Straße, um gegen die Amtseinführung von Präsident Wladimir Putin zu protestieren. Auf dem Bolotnaja-Platz nahmen die Sicherheitskräfte Hunderte Menschen vorläufig fest, darunter Sergey Krivov, Denis Lutskevich und Stepan Zimin und viele weitere Demonstrantinnen und Demonstranten, die ausschließlich friedlich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hatten.

    Trotzdem ermittelten die Strafverfolgungsbehörden später gegen sie wegen “Gewaltausübung gegen Polizisten“ und wegen des schwerwiegenden Delikts der “Beteiligung an Massenunruhen”. Von diesen Ermittlungen waren rund 30 Personen betroffen, von denen einige zu Haftstrafen von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren verurteilt wurden und nach wie vor inhaftiert sind. Zu den Gefangenen gehören u.a. Sergey Krivov, Denis Lutskevich und Stepan Zimin.

    Fordern Sie die Freilassung der “Bolotnaja-Gefangenen“ und unterzeichnen Sie unsere Online-Petition! Jetzt mitmachen: http://www.amnesty.de/bolotnaja

    Soweit die Gefangenen ihre Haft wegen der “Beteiligung an Massenunruhen“ verbüßen, betrachtet sie Amnesty International als gewaltlose politische Gefangene. Amnesty kritisiert die Verfahren als politisch motiviert, da sie darauf abzielen, kritische Stimmen in Russland zu unterdrücken, und ist der Auffassung, dass im Zusammenhang mit den Demonstrationen vom 6. Mai 2012 von “Massenunruhen“ keine Rede sein kann.

    Deswegen müssen die auf diesen Vorwurf gestützten Anklagen fallengelassen und bereits erfolgte Verurteilungen aufgehoben werden.

    Seit der Rückkehr Wladimir Putins in das Amt des Präsidenten im Mai 2012 haben staatliche Angriffe auf das Recht auf Versammlungsfreiheit in Russland stetig zugenommen, vor allem durch Versammlungsverbote und grundlose Versammlungsauflösungen. Nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Sotchi und dem Abklingen des Medienrummels Ende Februar dieses Jahres sind allein in Moskau über 600 friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten bei Protesten festgenommen worden.

    Am heutigen Montag haben daher weltweit Amnesty-Sektionen eine “Week of Action“ gestartet, in der sie mit Petitionen, Mahnwachen und öffentlichen Aktionen auf Menschenrechtsverletzungen in Russland aufmerksam machen wollen.

    Unterstützen Sie uns dabei! Machen Sie den russischen Behörden klar, dass Demonstrationen keine “Massenunruhen“ sind und unterzeichnen Sie unsere Online-Petition! Jetzt mitmachen: http://www.amnesty.de/bolotnaja

    Vielen Dank für Ihren Einsatz!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Kampagnen-Team von Amnesty International in Deutschland

     
  6. Blaubeere am 08.10.2014 um 09:53 Uhr 

    Schönes Interview, auch wenn der politisch Interessierte UND Belesene das meiste schon wußte. Aber vielleicht regt es einige Leute mehr zum Nachdenken an.
    Der Link auf die NDR-Homepage funktioniert im übrigen nicht!

     
  7. Berndchen am 08.10.2014 um 14:25 Uhr 

    Das von Herrn Broeckers angekündigte Gespräch im NDR ab sofort abrufbar:

    http://www.ndr.de/info/podcast4124.html

     
  8. Berndchen am 08.10.2014 um 15:33 Uhr 

    Das Gespräch eingedampft auf das letztendlich gültige Komprimat lautet:
    Wir, die ÖRR, resp. die super dooper Tagesschau, machen ihre grundehrliche, vertrauenswürdige Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen(!!).

    Die Russen lügen und sind böse.

    Also Bröckers, was soll dein doofes Buch…
    und immer frisch reingequatscht…
    🙂

     
  9. Jens am 08.10.2014 um 21:00 Uhr 

    Bei Amnesty ist es wie überall: Oben Arschlöcher, unten Dummköpfe…

    Leider sind die Dummköpfe dümmer, als die Arschlöcher Arschloch. Darum brauchen die Arschlöcher nur ein Wort fallen zu lassen, und schon tragen es die Dummköpfe mit flammendem Schwert in die Welt.

    Und bevor ich es vergesse: FREE PUSSY RIOT!

     
  10. Rheinbogen am 08.10.2014 um 21:56 Uhr 

    @ Berndchen: Danke für die Kurzfassung. Dann kann ich es mir ja schenken. Alles wie gehabt – oder passender: Im Westen nichts Neues!

     
  11. Berndchen am 09.10.2014 um 11:27 Uhr 

    @Rheinbogen am 08.10.2014 um 21:56 Uhr-

    Hör Dir’s ruhig an. Vielleicht kann unsereins das Gespräch ja mal als Script kriegen, um jeden einzelnen Satz genau zu analysieren. Zur Zeit hilft nur, runterladen und die Wiedergabe Passage für Passage abzuhören. Für gut informierte Menschen zwar sehr schwer verdauliche Kost, aber andererseits auch bilderbuchmäßiger Anschauungsunterricht! Tut schon weh.
    Im übrigen treten Verhaltensweisen der einschlägigen Herren im Gespräch auf, die man durchaus im Handbuch für CIA-PsyOps verorten kann oder die Bronsteyns Erkennungsmerkmalen von Trollen ähneln…
    Dass sich Herrn Broeckers’ Ansichten teilweise diametral von denen dieser NATO-Tröten unterscheiden hat mich ja nicht so erstaunt, aber das hinterhältige Zerquatschen und Abwürgen der Hörermeinungen hat schon was für sich.
    Und: aus dem Thema “Sind die deutschen Medien russlandfeindlich?”, welches man nur tangierte, wurde sozusagen auf “Kann die Tagesschau über alles berichten oder müssen wir gewissenhaft (sic!) auswählen?” eingedampft.

    Ich frage mich – da ich nun keine Hoffnung mehr habe, dass sich noch was ändert – was solche Leute dazu bewegt, nicht ein Fitzelchen nachdenklich zu werden, sondern trotz dieses massiven Shitstorms einfach stur so weiter zu machen.
    Vermutlich so: Söldner = Menschmaschine, angeheizt mit der dicken Kohle…

    Zuletzt möchte ich noch dringend empfehlen, die Analyse des Historikers Daniele Ganser zur psychologischen Vorbereitung von Angriffskriegen, anhand der aktuellen Brandherde, vergleichend zu Rate zu ziehen. (KenFM Gespräch von August 2014).
    Zur Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts sozusagen…:-7

     
  12. Berndchen am 09.10.2014 um 12:08 Uhr 

    Zur Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts und wohltuendem Kontrast folgendes Interview eines klasse Mediums mit einer klasse Politikerin.

    deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/09/sahra-wagenknecht-unheimliche-komplizenschaft-zwischen-deutschland-und-den-usa/

    Chapeau!!!

     
  13. urks am 09.10.2014 um 18:06 Uhr 

    “Berndchen am 08.10.2014 um 14:25 Uhr
    Das von Herrn Broeckers angekündigte Gespräch im NDR ab sofort abrufbar:” “Das Gespräch eingedampft”

    Danke. Natürlich braucht es eine Rechtfertigung für Kai Kniffke. Was zuerst auffällt ist die miserable Tonqualität der Sendung. Gibt’s keine Tonfachleute mehr bei diesem gebührenfinanzierten Sender?

     
  14. pecas am 09.10.2014 um 20:02 Uhr 

    @ Berndchen am 09.10.2014 um 12:08 Uhr

    Die sagt glatt, wie’s ist. Alle Achtung, finde ich auch.

     
  15. Doc am 10.10.2014 um 17:39 Uhr 

    Hallo Herr Bröckers,

    das NDR-Interview war dann doch noch abrufbar und ich habe mir dieses dann auch einige Minuten tatsächlich angetan (ganz im Gegesatz zum vollständigen Interview mit KenFM), die Einseitigkeit aller Mitdiskutanten gegen Ihre Position (und damit auch der meinigen) war mir nach wenigen Minuten dann doch einfach zu albern…keine Ahnung, wie Sie diese Situation offensichtlich derartig lange aushalten und überstehen konnten.

    Ganz gut werden meine Gedanken hier zusammengefasst…schön jedenfalls zu erleben, dass ich damit nicht so ganz alleine dastehe.

    http://friedensblick.de/13379/im-rosaroten-elfenbeinturm-des-dr-kai-gniffke-ard/

    Herzliche Grüße

     

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