26
Nov, 2014

“Kann Europa noch über seinen Tellerrand schauen?”

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Knapp drei Monate nach Erscheinen ist nun auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf unser Buch aufmerksam geworden. 3Sat sendete in seinem Magazin “Kulturzeit” ein Interview mit Mathias Bröckers und fragte im Einspieler dazu kritisch an die Adresse des Westens: “Kann Europa noch über seinen Tellerrand schauen?”.

Auszug aus dem Interview:

“Wir fordern letztlich nichts anderes, als eine Rückkehr zu der Ostpolitik, die Deutschland mal sehr erfolgreich gemacht hat. Da war das Stichwort unter Willy Brandt ‘Wandel durch Annäherung’. Damals hat man versucht, mit der Sowjetunion, obwohl die Systeme konträr gegeneinander standen, zu verhandeln. Ich verstehe nicht, warum das mit Russland jetzt nicht auch möglich sein soll.”

Zum vollständigen Interview hier.

Kommentare

5 Kommentare zu ““Kann Europa noch über seinen Tellerrand schauen?””

  1. Blaubeere am 26.11.2014 um 09:51 Uhr 

    Zitat: ” Ich verstehe nicht, warum das mit Russland jetzt nicht auch möglich sein soll.”
    Völlig richtig. Haben denn die westlichen Politiker nicht bemerkt, daß Rußland jetzt auch ein kapitalistisches Land ist? Oder können sie einfach nicht von ihrer Russophobie lassen? Oder verfahren sie, besonders die USA, nach dem Highländer-Prinzip – “es kann nur einen geben” – d.h. akzeptiert man einfach keine multipolare Welt?

     
  2. Berndchen am 26.11.2014 um 12:11 Uhr 

    Russophobie trifft es eigentlich nicht. Besser wäre “Putinophobie”. Denn d e r mit seiner Administration stört doch.
    Mit, zum Beispiel, einem Jelzin2.0 an der Täte wären wir plötzlich und unverhofft alle russophil, darauf möchte ich wetten.

    Bis dahin aber gilt: Putin ist das beste, was Russland (und uns natürlich) passieren konnte.
    Lang möge er leben!

     
  3. Blaubeere am 26.11.2014 um 14:04 Uhr 

    Ja, o.k., stimmt. Als der Westen unter Wodka-Jelzin Rußland ungehindert plündern konnte, war die Welt “in Ordnung”. Erst als Putin kam und begann, die Interessen seines Landes zu wahren, begann die Dämonisierung.
    Und in der Tat drückt man die Daumen, daß Putin noch lange dran bleibt.

     
  4. plocki am 26.11.2014 um 20:04 Uhr 

    naja, grandits fragte à la seipel eher wachsweich. broeckers, sie behaupteten im interview, putin habe in der krise summa summarum besonnen reagiert. bei aller liebe, aber wer eine räuberische landnahme als moderates verhalten schönredet, der ist meines erachtens komplett neben der spur. sie haben recht, mh17 ist mitnichten aufgeklärt, wohl aber verdichten sich nach der bellingcat-recherche die indizien in richtung russische buk.

    auf das thema doppelmoral kamen sie und gradits leider gar nicht zu sprechen. wie kann es sein, dass putin auf der einen seite vor einem erstarken des rechtsextremismus in der ukraine und anderswo warnt, auf der anderen seite alexander saldostanow, den zwielichtigen anführer der russischen bikergang “nachtwölfe” als seinen “bruder” bezeichnet? im zuge der unterstützung der biker für die russischen streitkräfte während der krimkrise hatte saldostanow in einem interview mit “time” gesagt: “wo immer wir sind, wo immer die nachtwölfe sind, das sollte als russland betrachtet werden”. frage: wie kann man vor nazis warnen und gleichzeitig einen völkischen nationalisten als bruder im geiste bezeichnen?

    ein weiteres thema würde ich gerne ansprechen. darf ich sie fragen, herr broeckers, ob sie mit mir der meinung sind, dass die usa und großbritannien streng genommen VERTRAGLICH VERPFLICHTET sind, die territoriale integrität der ukraine militärisch zu verteidigen?

    “Im Budapester Protokoll aus dem Jahr 1994 haben Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten der Ukraine, Kasachstan und Aserbaidschan weitreichende Sicherheitsgarantien eingeräumt. Dazu gehört auch die Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine.” (Quelle: FR Online)

    der umstand, dass russland per krim-annexion vertragsbrüchig wurde, entbindet die übrigen garantiemächte doch nicht von ihren zusagen, oder doch? war nicht bereits die aufkündigung des budapester memorandums durch putin der casus belli?

    mfg

     
  5. Susanne Lüscher am 27.11.2014 um 08:46 Uhr 

    Solange die Merkel Kanzlerin ist, kann Europa nicht über seinen Tellerrand sehen. Die arbeitet auf Wunsch der USA gegen die Interessen der eigenen Bürger. MH17 wird nie aufgeklärt werden, kann es nicht, da eines der 4 beteiligten Länder der Ermittler die Ukraine ist (Malaysia ist nicht dabei). Die vier Länder haben mit Untersuchungsrichte einen Vertrag, welcher den einzelnen Länder die Möglichkeit eröffnet, Fakten die dem Land schaden könnten, nicht zur Veröffentlichung zu zulassen. Die New Straits Times hat bereits am 7. August veröffentlicht, dass gemäss US-Analysten die MH17 von einem Fighter abgeschossen wurde!

     

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