27
Nov, 2014

Ein Putinversteher im taz Café

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Veranstaltungshinweis – heute abend im taz-Café:

„Wir sind die Guten – Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren” von Mathias Bröckers und Paul Schreyer ist eines der meistverkauften Sachbücher dieses Herbstes.
Seit der Westen sich im Kampf mit Putins Russland um die Ukraine wähnt, werden auch in Deutschland längst vergessene Kriegsängste wieder wach. Doch worum geht es in diesem Spiel wirklich? Und welche Rolle spielen die Medien? Irritiert spüren viele Leitartikler, wie ein wachsender Teil der Leserschaft ihnen nicht mehr länger folgt. Öffentliche und veröffentlichte Meinung gehen drastisch auseinander.
Im Gespräch mit taz-Redakteur Jan Feddersen erläutert Mathias Bröckers, wie er zum „Putinversteher” wurde, warum Verstehen nicht Verehren bedeutet und die Krise in der Ukraine nicht als Schwarz-Weiß-Film dargestellt werden sollte.

Kommentare

6 Kommentare zu “Ein Putinversteher im taz Café”

  1. stephan siedler am 28.11.2014 um 07:23 Uhr 

    Echt erschreckend IMO, was Botschafter Grinin bei Anne Will sagte:

    Der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir M. Grinin, wies jede Verantwortung seines Landes zurück. Geht es nach ihm, tritt Russland in der Krise um die Ukraine als Saubermann auf: Ursache für den Bürgerkrieg sei der “Staatsstreich”, mit dem Ex-Präsident Viktor Janukowitsch abgesetzt worden sei. Der Anschluss der Krim sei “absolut rechtlich” vorgegangen und habe ethnische Säuberungen verhindert. Erst der Westen habe mit seinen Sanktionen das Vertrauen zerstört.

    Diese Haltung ist bekannt. Interessant ist aber, mit welch fester Entschlossenheit sie vorgetragen werden. “Wir haben kein Völkerrecht gebrochen”, sagte der russische Botschafter. Punkt. Von Anne Wills Nachfragen war er schnell genervt – und ignorierte sie meistens.

    Für den ukrainischen Gesandten Vasyl Khymynets war das “Zynismus”. “Russland möchte der Ukraine helfen? Mit Krieg?”, fragte der Ukrainer. Marieluise Beck (Grüne) war ähnlicher Meinung. Die “verdeckte Kriegsführung” in der Ukraine habe einen Traum zerplatzen lassen, sagte die Sprecherin für Osteuropapolitik der Grünen-Bundestagsfraktion. Wenn sich die russische Logik durchsetze, sei “in Europa keine einzige Grenze mehr sicher”.

    “Die europäische Ordnung ist das größte Problem”

    Die Grüne liegt damit auf Linie mit der Kanzlerin: Die europäische Friedensordnung ist in Gefahr. “Nein”, sagte Wladimir M. Grinin da, ganz im Gegenteil: “Die europäische Ordnung ist das größte Problem.”

    Der eigentliche Aggressor, so der Botschafter, sei schließlich die Nato gewesen. Diese Sichtweise findet in Deutschland einige Zustimmung, auch im Studio erhielt Grinin dafür Applaus. Es gibt diese merkwürdige Bereitschaft, für die russischen Sorgen viel Verständnis zu haben, der Ukraine und anderen Staaten zwischen Deutschland und Russland aber zu sagen, sie sollten sich mal nicht so haben.

    Der russische Botschafter sieht sein Land als Opfer westlicher Aggression: Eine Nato-Erweiterung ist eine “gefährliche Situation für uns. Wir wollen, dass in Europa eine neue Architektur der Sicherheit entsteht, die garantiert, dass alle gleich behandelt werden.”

    Was genau das bedeutet, sagte er nicht. Und Marieluise Beck ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass es Russland mit der Gleichheit nicht immer so genau nehme, zum Beispiel wenn es um die Abspaltungsbestrebungen von Tschetschenien gehe.

    Ein Nato-Beitritt der Ukraine jedenfalls wäre ein “rotes Tuch” für die russische Regierung, wie Ernst-Jörg von Studnitz, früherer Deutscher Botschafter in Russland, formulierte. Ob die Ukraine denn Mitglied werde dürfte, wollte Anne Will von Grinin da wissen.

    Sie muss mehrmals fragen, bis sie eine Antwort erhält: “Als souveräner Staat darf sie beschließen. Aber dann müssen wir noch aktiver für die neue Sicherheit kämpfen.”

    Quelle: DIE WELT

     
  2. Blaubeere am 28.11.2014 um 09:47 Uhr 

    Ähem, Herr Siedler, um aus der “Welt” vorgelesen zu bekommen, gehe ich eigentlich nicht in diesen Blog. Und was die Sicherheit von Grenzen betrifft, haben wir ja Anfang der 1990er am Beispiel Jugoslawiens gesehen, wie wenig sie dem “Westen” bedeutet. Wann eigentlich beendet die Türkei die Annektion Nordzyperns?

     
  3. roc am 29.11.2014 um 23:52 Uhr 

    In 5 -10 Jahren hat sich “Alternativer Journalismus” erledigt.
    Bei uns sieht’ s dann genauso aus
    http://www.zerohedge.com/news/2014-11-29/best-slave-slave-doesnt-know-hes-slave-america-today-4-pictures

     
  4. Berndchen am 30.11.2014 um 11:52 Uhr 

    Nur mal so ganz leise und vorsichtig angedacht: Holland darf sich stante pede so mir nichts dir nichts 120 Tonnen Gold (nach meiner flüchtigen Rechnung knappe 5 Milliarden $) aus USA zurückholen? Ist der Preis für das Schnauze halten zu MH17?
    Die als Belohnung für die Wahrheit ausgelobten 37 Mio sind dagegen ja gar nix.

     
  5. perlhuhn am 01.12.2014 um 00:16 Uhr 

    > die ausgelobten 37 Mio

    berndchen: wo ist denn nun der ukrainische whistleblower?

    auf separatisten-seite wird niemand auspacken. wer will schon enden wie alexander litwinenko? der polonium-tee ist schon aufgebrüht imo.

     
  6. Berndchen am 01.12.2014 um 10:36 Uhr 

    perlhuhn am 01.12.2014 um 00:16 Uhr

    Hi, mit 37.000.000 Äppel im Koffer kann man sich schon ganz gut verdünnisieren.
    Kuck, was dem Snowden sein Ed ist, der hat g a r keinen Eintritt bezahlt.
    Da kiekste wa?

     

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