5
Dec, 2014

Ex-Minister in der SZ: Mainstream fehlt es an Distanz und Objektivität

categories Uncategorized    

In der Süddeutschen Zeitung schrieb Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Kulturstaatsminister, am 2. Dezember einen Essay, der sich mit einigen alternativen Sichtweisen zum Ukrainekonflikt auseinandersetzt. Nida-Rümelin, nun Professor für Philosophie an der Universität München, meint:

Wer sich ein vollständiges Bild machen will, ist gut beraten, sich nicht nur auf die Mainstream-Medien zu verlassen, sondern auch andere Informationsquellen heranzuziehen

Zu unserem Buch “Wir sind die Guten” schreibt er:

In lockerer Diktion wird der „Gleichklang“ der „Leitmedien und Lobby-Netzwerke“ analysiert, werden Parallelen zur Prawda gezogen, „abonniert auf ewigen Durchblick, kaum von Zweifeln behelligt und in der Analyse stets allen anderen voraus“. Der zentrale Vorwurf lautet, dass sich die Medien in irritierender Weise von der Realität abgekoppelt hätten. Unter Verweis auf die Analyse von Uwe Krüger zum Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten („Meinungsmacht“) werden die Netzwerke der Politik-Lobbys für diese auffällige Uniformität verantwortlich gemacht.

Zu unserem und den anderen von ihm besprochenen Büchern mit abweichenden Analysen zum Ukrainekonflikt meint Nida-Rümelin abschließend, sie seien “ein wichtiges Korrektiv”, da die “Mainstream-Berichterstattung die journalistischen Gebote der Sorgfalt und Vollständigkeit, der Distanz und der Objektivität” derzeit verletze.

Zur vollständigen Rezension hier.

 

Kommentare

4 Kommentare zu “Ex-Minister in der SZ: Mainstream fehlt es an Distanz und Objektivität”

  1. Tom am 05.12.2014 um 21:29 Uhr 

    Nach den “ostdeutschen” kommen jetzt offenbar auch die anderen “Putinversteher” aus der Deckung:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/aufruf-fuer-eine-andere-russland-politik-nicht-in-unserem-namen/11080534.html

    …wohl auch dank des “Korrektivs” durch den Bröckers-Bestseller, das von jenen die Nida-Rümelin hier rezensiert das am weitesten verbreitete Buch zum Thema. Auch wenn es von den “Leitmedien” bisher nicht oder nur am Rande erwähnt wurde. Ich habe es schon zweimal erfolgreich verschenkt – an notorische NATO-Versteher in meinem Bekanntenkreis. Erfolgreich weil man danach wieder halbwegs vernünftig mit ihnen reden konnte…

     
  2. roc am 07.12.2014 um 11:06 Uhr 

    Dem Mainstream fehlt es an Distanzund Objektivität
    Der Ukraine fehlt es an Gold

    Ukraine-Nationalbank bestätigt Verschwinden der Goldreserven
    http://konjunktion.info/2014/11/ukraine-nationalbank-bestaetigt-verschwinden-der-goldreserven/

    http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/18606-Ukraine-Amerikaner-schnappen-sich-das-Gold-der-Skythen.html

    mostly always WRONG, but fascinating
    http://allnewspipeline.com/They_Know_Chaos_Is_Coming.php

     
  3. jobst am 08.12.2014 um 16:45 Uhr 

    roc, Ihr link ist wirklich köstlich.

    “Der Putschisten-Premier Jazenuk hat in einer Nacht- und Nebelaktion die Goldreserve und die Skythenrelikte der Ukrainer in die Vereinigten Staaten gebracht. Das ist nicht nur ein Verbrechen gegen den Staat Ukraine, sondern auch gegen die ganze eurasische Zivilisation! Das Skythengold ist die Basis der Identität von Russen, Ukrainern, Türken und Krimtataren. ´Dafür müssen Jazenuk und Turchinow hingerichtet werden. Und zwar mit Hammerschlägen auf den Kopf´, schrieb der Direktor des Moskauer Zentrums, Zarifullin.”

    die hasstirade des herrn zarifullin spricht bände. wen wundert es da, dass die ukrainer mehrheitlich von russland sich abwenden wollen.

     
  4. jobst am 08.12.2014 um 16:49 Uhr 

    nachtrag:
    @roc: die räuberspistole ist asbach uralt. elsässer hatte sie schon im märz…

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/03/15/ukrainische-goldreserven-an-usa-verschoben/

     

Leave a comment!