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Feb, 2015

Krieg und Frieden

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“Kriege fallen nicht vom Himmel, sie werden gemacht. Von Menschen. Gegen Menschen. Bevor ein Krieg geführt werden kann, muss ein Feindbild kreiert werden. Die Mechanik dabei ist immer dieselbe.”

Die Ken FM -Redaktion hat  eine Collage zusammengestellt,  aus ihren Gesprächen der letzten Monate mit Dr. Daniele Ganser, Prof. Dr. Rainer Rothfuß, Albrecht Müller, Willy Wimmer, Bernhard Trautvetter, Eugen Drewermann, Dirk C. Fleck und yours truly.

 

Kommentare

2 Kommentare zu “Krieg und Frieden”

  1. pecas am 13.02.2015 um 20:24 Uhr 

    Zum Thema Krieg und Frieden, wie es oben eingeführt ist, und das heute gewiss noch genausoviel mit der sabotierten Sowjetunion-Perestrojka anno 1985ff zu tun hat wie damals, möchte ich eine relativ aktuelle Lektüre-Empfehlung beisteuern, die der damals parallel (Stichwort Jelzin) eingerührten und schließlich “siegreichen” Ver(w)irrung möglicherweise wieder durch hochkarätige, nämlich aus erster Hand stammende und nicht zuletzt dadurch auch rundweg befriedigende, sehr gut geschriebene (und übersetzte) Information aufzuhelfen vermag:

    Michail Gorbatschow, Alles zu seiner Zeit, Mein Leben; Hoffmann und Campe 2013.

    Zarter Besaitete bestellen gleich einen Eimer zum Hineinweinen im Baumarkt mit.

     
  2. Markus Weber am 14.02.2015 um 11:46 Uhr 

    Sehr geehrter Herr Bröckers,

    einmal mehr kann ich Ihnen zu Ihren Beiträgen nur gratulieren. Wenn die Kriege nicht – oder drastischer: niemals – einfach so vom Himmel fallen, dann sind sie ausschliesslich und immer die Folge eines mehr oder weniger gezielten, nur in Grenzbereichen ignoranten Darauf-hin-Wirkens. Wer wirkt und werkelt denn da? Vor allem in jüngster Zeit? Ein Träumer (oder Milliardär mit sämtlichen Schäfchen im Trockenen), wer dies alles nicht als bedrohlich empfindet.

    Gibt es noch Rücksichten, deretwegen doch noch nicht alles gesagt wurde, was dazu gesagt werden kann? Bleibt es bei einem dumpfen Gefühl des Bedrohtseins oder gibt es Ansätze, wem man in den Arm zu fallen die nächste Gelegenheit ergreifen müsste, um eine Katastrophe abzuwenden?

    Dazu zwei Bemerkungen: Auf Veterans Today schreibt Kevin Barrett, Putin könnte gut und gerne seine “9/11 Truth Bomb” platzen lassen, wenn er im Ukrainekonflikt noch weiter in die Enge getrieben würde. Er, Putin, beachte dabei aber zwei Kriterien für den rechten Zeitpunkt: Zum einen würde (so jedenfalls Kevin Barretts Behauptung) eine Neubewertung von 9/11 ein so schlechtes Licht auf die Israelis in der Weltöffentlichkeit werfen, dass sie ihre Samson-Option wahrmachen müssten, um nicht vom aufgebrachten Weltmob wie Schafe zur Schlachtbank geführt zu werden. So ist eigentlich jeder Zeitpunkt, zu dem die eigenen Schmerzen noch nicht völlig unerträglich sind, zu früh. Die reinigende Wirkung der “Warheitsbombe” ihr Risiko (noch) nicht wert. Und ein Zuspät gibt es auch; dann nämlich, wenn Putin bereits knietief im Ukrainekrieg steckt, man ihm im Westen also mit Leichtigkeit schwerste Verfehlungen nachsagen und damit alles, was er öffentlich von sich gibt, als billige Propaganda eines Verzweifelten abtun kann. Im Westen der gerechten Sache die Stange zu halten, würde erfordern, ihm kein Gehör zu schenken und in dieser Sache zu schweigen.

    Wenn es wahr ist, dass die tatsächlichen Täter und Verschwörer von 9/11 so langsam eine Welle der öffentlichen Enthüllung auf sich zurollen sehen und Verurteilung wegen Landesverrats oder noch Schlimmeres zu befürchten hätten, dann scheint es mir auch schlüssig, zu unterstellen, dass sie es sind, die auch in diesen neuesten Konflikten die Fäden ziehen. Man nennt das eine Flucht nach vorne oder Angriff als beste Verteidigungsstrategie.

    Und dann ist da eine hauseigene Komplikation bei denen, die hier auf den Zahn fühlen (ja, das sagen sie alle) und Hand bieten wollen, jemandem noch rechtzeitig in den Arm zu fallen (diesen Anspruch erheben die sich weise zurückhaltenden nicht): Man sagt “Wer ist schon VT, Veterans Today”? Der, der gesagt hat, man solle aufhören damit, zu bestreiten oder zu beschwichtigen, dass bei 9/11 eigentlich hinter jedem Stein, den man auf der Suche nach den wahren Hintergründen umdreht, eine Verbindung in israelische Regierungskreise zum Vorschein kommt, Christopher Bollyn, warnt vor VT, namentlich vor dem Chefredakteur Gordon Duff, der sich aber zu einem Hauptankläger der Zionisten gemacht hat, indem er vor allem die Entwendung von WH54 auf deren Konto gehen lässt und hierin auch die Sprengsätze sieht, die die Türme zu Fall gebracht haben. Dieser Christopher Bollyn hat sich weiland als erster und am heftigsten gegen die Israelfreunde in den USA aus dem Fenster gelehnt und dafür teuer bei ihnen bezahlt. Mittlerweile kann er zwar ungehindert wieder duch die USA touren, aber das kann verschiedenes heissen.

    Er, Christopher Bollyn, steht fest an der Seite von Stephen Jones und Richard Gage, die Gordon Duff nur “Thermite Sniffer” nennt.

    Von Richard Gage hört man nur “Untersuchung!!!” und “may the chips fall where they will”. Also keinerlei Festlegung in der Anklage, Tendenz eher die Israelis ausklammernd. Ein sicherer Boden also für Daniele Ganser, der auch vor allem “Es gibt starke Zweifel, und jeder musss sich gut überlegen, ob er den Saudis und den Amerikanern noch weiter aus der Hand fressen und über den Weg trauen will” in die Menge ruft. Und da sind Sie, Herr Bröckers, der sich auch immer eher vornehm mit Beschuldigungen zurückgehalten hat.

    Aber mit Ken Jebsen schliesst sich ein Kreis, und es stimmt mich hoffnungsfroh. Er hat das Label “Antisemit” und “Holocaustleugner” schon weg und lebt damit. Besuch vom Verfassungsschutz hatte er deswegen zwar noch keinen, aber er ist ganz sicherlich einer der Lieblingsfeinde der Zionistenversteher wie Henryk Broder und Konsorten, also auf der Watchlist der grossen Medienkonzerne.

    Nun haben Sie beide, Herr Bröckers und Herr Ganser den Mut gefunden, sich auf kenFM zum Interview einzufinden.

    Jetzt muss es darum gehen, Frau Merkel und Herrn Gauck den Volksverhetzungsparagraphen unter die Nase zu reiben und zu sagen: Ja, selbstverständlich ist es zu vermeiden, dass Menschen mit beträchtlicher Öffentlichkeitswirkung Dinge ausprechen, die dann einige Hörer zu blindem Hass und Gewalt vor allem gegen die dabei so schlecht wegkommenden (als weitgehend wehrlos vorzustellenden, sprich “bedrohten”) Minderheiten animieren, aber es muss eine Sonderregelung für jene “üble Nachrede” geben, die sich als wahr herausschälen lässt. Die Last der moralischen und gesetzlichen Verfehlung muss jenen aufgebrummt werden, die, nur weil sie etwas hören, das gleichzeitig wahr und entsetzlich ist, zur Bestie werden. Der bisherige Weg, eine wahre Aussage im Zweifelsfalle aus der Öffentlichkeit zu verbannen, ist der feigere Weg, ein antiaufklärerischer obendrauf. Wahrheit kann so in der öffentlichen Debatte ausgerechnet von denjenigen Gruppierungen, die zu verstehen geben, dass ihnen jedes Haar in der Suppe eines Fremden, den sie auf dem Kieker haben, willkommener Anlasss sein würde, ihn zu lynchen, also von explizit Gewaltbereiten, Gewaltlüsternen, müsste man sagen, auf den zweiten Platz verwiesen werden. Da sollte man lieber alles für die Zügelung der Gewaltbereitschaft tun, statt für die Züchtigung der Wahrheit.

    Ich glaube, dass ein Teil des derzeitigen Stillstandes auf diese Verkeilung zurückzuführen ist. Sie muss man lösen.

     

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