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Nov, 2016

Bestseller Nr. 1 in “Medien”

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Der offizielle Erstverkaufstag läßt sich gut an – bei amazon wird das Buch bereits als “Bestseller Nr.1” in der Rubrik Medien gelistet. Auf den Nachdenkseiten ist ein ausführliches und lesenswertes Interview mit Ken erschienen:
“Er sagt, was er denkt. Redet Tacheles und ist oft sogar wütend dabei. Interviewt Christdemokraten ebenso wie Linksradikale und gelegentlich sogar Spinner. Er kritisiert bedingungslos jede Kriegstreiberei, agitiert gegen Sozialabbau und die AfD – und wird dennoch von einigen als „Rechter“, „Neurechter“ oder „rechtsoffen“ diskreditiert. Er polarisiert. Doch wer ist dieser Ken Jebsen eigentlich? Was treibt ihn an? Welchem Weltbild entspringt sein Engagement? Und worum geht es im soeben erschienenen Buch „Der Fall Ken Jebsen“? Jens Wernicke hat nachgefragt.

Kommentare

8 Kommentare zu “Bestseller Nr. 1 in “Medien””

  1. Stefan am 02.11.2016 um 13:28 Uhr 

    Gestern abend interessante Doku im Mainstream: Die Wut auf das Establishment in den USA, dazu auch heute spät abend im ZDF:

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/usa-die-gekaufte-demokratie-100.html

    Interessant finde ich, dass der Mainstream für die USA einräumt, dass die neoliberale Elitenpolitik für das reiche Prozent und der allgemeine Vertrauensverlust in die gesamte verlogene und korrupte politische Klasse inzwischen so schwer wiegen, dass sich von strammrechten Patrioten bis zu linken Alternativen praktisch jeder in gemeinsamer Ablehnung des etablierten Systems wiederfindet.

    Für Deutschland – wo ja ähnliche Tendenzen wie in den USA (und im gesamte Westen) bestehen – wäre es undenkbar, dass die MSM zugeben, dass die soziale Spaltung in Oben und Unten das entscheidende Problem unserer Epoche ist. Stattdessen wird peinlich genau die Trennung der Schubladen “Links” und “Rechts” bewacht, damit sich auf keinen Fall eine gemeinsame Opposition gegen die Herrscherkaste bildet.

     
  2. Michael aus Goslar am 02.11.2016 um 14:50 Uhr 

    > Er kritisiert bedingungslos
    > jede Kriegstreiberei

    Bedingungslos? Nee, nicht, wenn Putin beteiligt ist. Russische Hilfe für Aufständische im Donbass geht in Ordnung. Das Krim-Referendum war illegal; nur die Rada hätte es anberaumen könen – keine ausländische Macht. Doch Jebsen sah das anders. Was ist mit Assads Fassbomben? Sind die okay? Was machen die Iraner im Yemen? Auch dazu nichts von Jebsen. Weil er persische Wurzeln hat? Ich verstehe nicht, warum Broeckers für Jebsen in die Bütt geht. Hat Jebsen das nötig?

     
  3. Michael aus Goslar am 02.11.2016 um 14:57 Uhr 

    Sind wir doch mal ehrlich:
    KenFM läuft unter Meinung.
    Das, was die Amis opinion piece nennen – gewiss ein Teil von Journalismus, aber eben nicht recherchegetrieben.
    Jebsen als Journalisten zu deklarieren, finde ich grotesk.
    Er ist viel mehr ein Politaktivist.
    Ich glaube, er versteht sich auch primär als solcher.
    Man muss sich nur die Videos von den Demos angucken, wo er Stehgreifreden hält und agitiert bis der Arzt kommt – das hat mit Journalismus nichts zu tun.

     
  4. Stefan am 02.11.2016 um 19:15 Uhr 

    Jebsen – soweit ich das verstehe – bildet mit dem was er macht ein Korrektiv zum NATO-Einheitsbrei der MSM. Der Vorwurf, er agitiert einseitig, greift zu kurz, denn die “amtliche” Meinung bekomme ich schon 24/7 über TV, Radio, Presse.

    Folgerichtig braucht es einen Ausgleich dazu, der “die andere Perspektive” bietet. Als Konsument kann ich mir dann – und erst dann – “das ganze Bild” machen. Und mit Jebsen allein kann angesichts der Übermacht der MSM von einem “Gleichgewicht” noch keine Rede sein – es braucht noch viel mehr Gegenstrom.

    Anders gesagt: Jebsen und andere schließen nur die Lücken, die die Offiziellen lassen. Denn in D-Land dürfen höchstens die satirischen “Hofnarren” der “Anstalt” per Staats-TV unbequeme Wahrheiten über die Machtelite ventilieren. Und diese Hofnarren werden dann prompt verklagt. Realsatire pur, getroffene Hunde bellen.

    Übrigens (mein Post oben): Wenn das ZDF um 23.30 Uhr eine kritische Sendung über den Zustand der Demokratie in den USA bringt, verstehe ich das eher als Alibi-Aktion für die Statistik – denn welche Reichweite gibt es so spät noch – mit der das ramponierte Image des ÖR etwas aufpoliert werden soll.

     
  5. Marc am 04.11.2016 um 19:10 Uhr 

    +++ EILMELDUNG +++

    Assange tickt völlig aus, im russischen Staats-TV (siehe unten). Dass US-Wähler am Dienstag Hillary dem Pussy Grabber Trump mehrheitlich vorziehen, weil sie Letzteren für das größere Arschloch von beiden halten, kommt Assange offenbar nicht in den Sinn. *Facepalm*

    Julian Assange says Trump ‘won’t be allowed to win’ as he accuses Clinton donors of backing the rise of ISIS

    Assange claimed Washington elites want Hillary to win

    He said the media, arms industry and foreign money all want her to win

    Assange gave a television interview from inside the Ecuadorian embassy

    Donald Trump has repeatedly claimed next week’s election is ‘rigged’

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3904816/Julian-Assange-says-Trump-won-t-allowed-win-accuses-Clinton-donors-backing-rise-ISIS.html

     
  6. required am 04.11.2016 um 21:53 Uhr 

    Die Assange-Russland Hysterie der Hillary Fans halte ich ja für ein massives Stockholm-Syndrom.

    Ich seh an den Aussagen nichts falsches (überlesen?), im Moment ist es denkbar knapp zwischen beiden Lagern, auch wenn Hillary immer noch führt, aber da in den Staaten schon einmal Wahlen anders hingebogen wurden als gewählt wurde kann man nicht ausschließen daß das nochmal passieren könnte wenn das Ergebnis kippelt.

    Da die Umfragen zum Teil sehr weit auseinander lagen muss man rein statistsich davon ausgehen daß sie zT in die eine oder andere (eher die eine) Richtung frisiert waren, und es die ganze Zeit nur eine relativ knappe Mehrheit für Clinton gab.
    Dafür spricht auch der Schwenk weg von prozentualen Umfrageergebnissen hin zu schwammigeren “Gewinnchancen”.

     
  7. Marc am 05.11.2016 um 04:22 Uhr 

    @required:
    Wenn Assange behauptet, Trump könne am Dienstag gar nicht Präsident werden, weil das von höherer Warte aus verboten werde, dann ist das Bullshit zum Quadrat, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil er die Hillary-WählerInnen bzw. deren Motiv völlig außer acht lässt. Dass sie nämlich Trump (mit einigem Recht) für das größere Übel halten. Assange tut so, als gäbe es keine guten Gründe, Hillary zu wählen, um Trump zu verhindern. Noch mal: Assange hat schlicht Angst, dass er die Botschaft in London bald verlassen muss, weil Ecuadors Präsident Correa angekündigt hat, nach 10 Jahren an der Spitze des Landes nicht mehr zu kandidieren. Von einem US-Präsidenten Trump verspricht er sich Amnestie.

     
  8. Marc am 05.11.2016 um 04:29 Uhr 

    Nächste EILMELDUNG

    NBC News: U.S. Govt. Hackers Ready to Hit Back If Russia Tries to Disrupt Election

    U.S. military hackers have penetrated Russia’s electric grid, telecommunications networks and the Kremlin’s command systems, making them vulnerable to attack by secret American cyber weapons should the U.S. deem it necessary, according to a senior intelligence official and top-secret documents reviewed by NBC News.

    http://www.nbcnews.com/news/us-news/u-s-hackers-ready-hit-back-if-russia-disrupts-election-n677936

    Wurde aber auch Zeit IMO. Man stelle sich den umgekehrten Fall vor: die CIA würde Putin ausspähen und die releaste Leaks würden dazu führen, dass bei einer russischen Präsidentenwahl ein Gegenkandidat Putins dn Job im Kreml ergattert… möchte mal sehen, was Broeckers und Konsorten davon hielten.

     

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