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Nov, 2016

Sex, Lügen, Emails – Das Clinton-Trump-Debakel

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Dass die politische Struktur der Vereinigten Staaten, das “Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln” (Gore Vidal), immer weniger einer Demokratie und immer mehr einer Oligarchie oder Plutokratie gleicht, ist keine wirklich neue Erkenntnis. Aber in den geleakten Clinton-Mails zu lesen, wie verrottet das System tatsächlich ist, kann dann doch erstaunen. Etwa wie Hillarys Gegenkandidat Bernie Sanders ausmanöveriert wurde, der nicht nur die Mehrheit der demokratischen Wähler überzeugt, sondern auch locker gegen Trump gewonnen hätte. Da schreibt zum Beispiel ein Senior-Berater des Wahlkampfchefs Podesta, Joel Johnson, im Februar 2016 :  “Bernie needs to be ground to a pulp. We can’t start believing our own primary bullshit. This is no time to run the general. Crush him as hard as you can.” Er sei ein “Obama betrayer (Wh will affirm). Hapless legislator (Senators/members will affirm). False promiser (policy elites will affirm). Can’t win (black people will affirm).” Worauf Podesta zurückfragt:“I agree with that in principle. Where would you stick the knife in?” Neben solchen Interna der Demokraten sind aber vor allem die  Belege für die vielfältigen Bestechungen interessant, die über zweistellige Millionenzahlungen an die Clinton-Stiftung liefen. So zahlte der König von Marokko 12 Mio. $ für eine Audienz bei Hillary  (und durfte dann mit Waffen für 120 Mio. beliefert werden). Auch die Saudis, Katar und die Emirate gehören zu den Großfinanziers – sowohl der Clinton Inc. als auch von Al Qaida, ISIS & Co.

Mehr noch als durch die Beweise einer zutiefst bananenrepublikanische Korruptions,-und Gefälligkeitswirtschaft dürfte die Clinton-Maschine durch die geleakten Informationen  ins Stottern geraten, die die Aktionen nach Bekanntwerden des gehackten Privatservers von Hillary Clinton dokumentieren: die Versuche, belastetende mails verschwinden zu lassen, ihre Header und Absender zu manipulieren und die Lügen und Eide gegenüber Kongress und FBI, sämtliches Material den Behörden ausgehändigt zu haben. Alles außer den 650.000 Mails, die auf dem privaten Laptop von Huma Abedin, Hillarys engster Mitarbeiterin, gefunden wurden, von dem ihr (nunmehr Ex-) Gatte Anthony Weiner Sexnachrichten mit Minderjährigen austauschte. Diese Passion hatte den Ex-Abgeordneten, der zur Behandlung seiner Sexsucht jetzt in einer Reha-Klinik  in Tennesee abgetaucht ist, schon 2013 seine Kadidatur zum Bürgermeister von New York gekostet – und könnte jetzt auch die Karriere seiner Frau und ihrer Chefin zerstören. Denn selbst wenn Hillary die Wahl gewinnen sollte sind die Ermittlungen des FBI nicht aus der Welt – und es geht dabei nicht nur um Korruption und Geldwäsche, sondern auch um Geheimnisverrat, Spionage und um einen weiteren Sexskandal Bill Clintons, der 26 mal den “Lolita-Express” zur Privatinsel des pädophilen Milliardärs Jeffrey Eppstein genutzt haben soll.

Während das Clinton-Lager in dieser Schlammschlacht mit Schweinkram schon das Gegenfeuer eröffnet hat – mit einer Klage gegen Donald Trump und Jeffrey Eppstein wegen sexuellen Mißbrauchs einer Minderjährigen – wird es in Sachen Spionage und Verrat für das Glamour-Paar Abedin/Weiner eng. Denn was 650k Mails mit Staatsgeheimnissen auf dem privaten Rechner eines perversen Halodris zu suchen haben, der auch als radikaler Pro-Israel-Lobbyist agiert und  das Laptop mit seiner Gattin teilt, die als “saudische Prinzessin” familiäre Verbindungen zur Muslimbruderschaft hat, dürfte schwer zu erklären sein. Ebenso wie die Frage, warum sie über 10.000 mails aus ihrer Zeit als Bürochefin der Außenministerin Clinton in einem Ordner namens “Life Insurance” gebunkert hat. Wenn diese mails ihr Leben jetzt retten, müsste  ihre Karriere wohl ebenso beendet sein wie die von Hillary Clinton. Unterdessen behauptet der Gründer des privaten Militärkonzerns “Blackwater” unter Berufung auf Quellen der New Yorker Polizei, dass Huma die Seiten gewechselt habe und eng mit den Behörden kooperieren würde.  Dazu würde passen, dass Hillary ihre bisherige “zweite Tochter” mittlerweile nur noch  als “eine meiner Helferinnen” bezeichnet.

Und wer ist schuld an dem ganzen Debakel ? Während die US-Presse wird nach wie vor nicht müde wird, die faktenfreie Story von russischen Hackern und Putin als großem Wahl-Manipulator durchzuleiern, teilt der Chef der “Homeland Security” mit, Clintons Privatserver sei auch von China, Iran und anderen Ländern gehackt worden, denn auch im Ausland habe Hillary gegen jeden Rat ihre privaten Gerätschaften genutzt.  Und das alles, weil die zickige Vizepräsidentin nicht so ein  super-gesichertes POTUS-Blackberry  bekam und deshalb die Computer in ihrem Büro im State Department laut Aussage von Huma gar nicht nutzte. Wahrscheinlicher als Putin oder andere fremde Böslinge als Quelle für die Wikileaks -Mails ist deshalb die Behauptung des Ex-CIA und Statedepartment Whistleblowers Steven Pieceznik,  dass es “brave men in the CIA, FBI and the intelligence community” gewesen seien, die Wikileaks diese Mails zugespielt haben. Wer auch immer es war, fest steht: der Gewinner des Trump-Clinton-Debakels am Dienstag wird umgehend zivile Klagen, strafrechtliche Klagen und Impeachments an der Backe haben. Und falls Obama die Siegerin Hillary wie einst Gerald Ford seinen Vorgänger Nixon noch schnell begnadigen sollte, gibt es einen Aufstand in den USA. Verglichen mit den sich offenbarenden Clinton-Skandalen war Watergate nur eine kleine Lachnummer…

Kommentare

7 Kommentare zu “Sex, Lügen, Emails – Das Clinton-Trump-Debakel”

  1. Berndchen am 05.11.2016 um 17:31 Uhr 

    Was für ein Riesenbohei!
    Der US-Wahlkampf hat in Deutschland extreme Ausmaße angenommen. Vorhin rief meine Oma (87) aus Chemnitz an, sie mache sich Sorgen, weil sie noch keine Wahlbenachrichtigung zugeschickt bekommen habe. Außerdem frug sie um Rat, wen sie denn ankreuzen soll von den beiden…wo doch keiner in der Linkspartei ist.
    https://picload.org/image/rdilwgwr/7b2.gif

     
  2. tom am 05.11.2016 um 18:53 Uhr 

    Es passt ja irgendwie, dass zwei Kriminelle zur Wahl um das höchste Staatsamt der exzeptionalistischen Nation stehen – wobei mir Trump noch als der kleinere Sünder scheint. Eben deshalb ist er für die Bigshots eine Gefahr, den er gehört nur halb zu Establishment. Hillary aber mit Haut und Haar und sie funktioniert perfekt: schleimt sich als Liberale bei Schwarzen und Schwulen ein – und kassiert gleichzeitig von Saudi-Arabien Millionen, wo sie geköpft werden. Das muss man erstmal hinkriegen. Deshalb wird sie auch gewinnen, selbst wenn Trump mehr Stimmen kriegt – die Wahlmaschinen Werdens richten: http://www.washingtonsblog.com/2016/11/24-minute-video-electronic-voting-machines-without-physical-evidence-ongoing-election-fraud-central-method-pick-51-49-winner-fractionalized.html

     
  3. Josef Gabriel Twickel am 05.11.2016 um 22:02 Uhr 

    Herr Bröckers, Trump und Clinton als Clowns – das ist eine fast unverzeihliche Beleidigung der Clowns. Wie wärs statt dessen mit diesem Bild der beiden ?
    http://detonate.com/pictures-that-hillary-clinton-wishes-would-go-away/15/

     
  4. Stefan Miller am 07.11.2016 um 08:58 Uhr 

    @tom: wieso Kriminelle? Die haben doch nichts verbrochen. Es sind nur Schauspieler. Die Clinton spielt die Ehefrau von Bill, der Trump einen Billionär. Das einzige, wofür man einen Schauspieler verantwortlich machen kann ist schlechtes Schauspielern. Oder glauben Sie ernsthaft, das Justizsystem (egal ob hier oder in den USA) würde jemanden nicht anfassen nur weil der für “das höchste Amt” kandidiert? Es ist alles eine Illusion. Die ganzen Nachrichten sind eine Art RTL-Samstag Nacht. Schauen Sie Black Mirror, das ist sehr Aufschlußreich. Oder lesen Sie Miles Mathis.

     
  5. Kluckhuhn am 07.11.2016 um 20:11 Uhr 

    Mir würde die Wahl schwerfallen. Trump sieht besser aus, Clinton ist sympathischer. Und beide haben dieselben Freunde, manche mit Privatinsel, andere ohne. Alle können gemeinsam mit Schwiegerkindern und Förderern das Purimfest feiern. Was macht man da? Vielleicht einen der anderen 30 Kandidaten wählen, von denen man aber nie was hört. Auch die Blogger scheinen niemand von denen zu kennen. Das ist aber auch egal, denn für die meisten Amerikaner ist das Internet noch Nuland. Da Clinton ihren Fans einen Weltkrieg versprochen hat, Trump aber eher für Rassismus und daher Bürgerkrieg steht, wären die globalen Schäden bei Trump geringer. Sollte wider Erwarten Dr. Jill Stein Präsidentin werden, hätte das aber auch Vorteile, weil dann die weltweite Öko-Diktatur leichter vorangebracht werden könnte. Wir werden auf jeden Fall viel erleben.

     
  6. Eardi am 07.11.2016 um 21:54 Uhr 

    Ich habe in unseren “MSM” nur einen ausgewogenen Artikel zum Thema Trump vs. Clinton gefunden, den will ich euch nicht vorenthalten: “Von Trump befallen” – http://monde-diplomatique.de/artikel/!5337731

    Trump propagiert einen gefährlichen Chauvinismus( – in mehrfacher Hinsicht), keine Frage, aber wenn man sich die USA und bisweilen die BRD anschaut, spricht er genau die Themen an die einer immer breiter werdenen Masse schwer auf dem Gemüt liegen.

    Vielleicht noch einen Gedanken dazu:
    Mich erinnert die Trump-Stigmatisierung, gerade in den Medien, an die Vorwahl-Medien-Kampagne der AfD, von der ich überzeugt bin, dass die “Lügenpresse”, Ping Pong mit den Schreihälsen von Pegida und AfD spielten. #empörungsmanagment

     
  7. Eardi am 09.11.2016 um 21:03 Uhr 

    Bingo………………

     

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