17
Nov, 2016

Yankee and Cowboy War 2.0 – 2

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Auch wenn Barack Obama bei seinem derzeitigen Abschiedsbesuch in Berlin noch mit Beifall rechnen kann,  obwohl er als Friedensnobelpreisträger von Krieg  (U.S. Dropped 23,144 Bombs in 2015 Under Command of Nobel Peace Prize Winner President Obama) und Massenüberwachung  nicht lassen konnte – die “Hope” und “Yes We Can” Euphorie seiner Anhänger ist weitgehend verflogen. Ob und wann es den Fans von Trump und “Make America Great Again” ähnlich ergehen wird, steht noch nicht fest –  und wird auch davon abhängen, welche Truppen The Donald in der Neuauflage  des Yankee and Cowboy War hinter sich versammeln kann. Dass er in diesem verdeckten Fraktionskrieg der Machteliten aber der einsame Cowboy ist, der auf seinem Pferd in die Stadt geritten kommt und  allein mit eiserner Hand Recht und Ordnung wiederherstellt, dieses nostalgische Bild kann schon jetzt als Mythos entlarvt werden.

1987 erwarb Donald Trump seine erste Casino-Beteiligung und übernahm 93 % von “Resorts International”, einem auf den Bahamas angesiedelten Unternehmen, das  in den 50er Jahren von einem Strohmann der CIA in Kooperation mit dem Mafia-Boss Meyer Lanski gegründet worden war. Es operierte in Zusammenarbeit mit den Banken des CIA-Manns Paul Heliwell als Geldwäscheanlage im  internationalen Waffen, -und Drogenhandel, “ a two-time laundromat for the Lansky mob and the CIA”, wie der führende Erforscher des US-Tiefenstaats, Prof. Peter Dale Scott, schreibt. Von diesen Hintergründen und Hintermännern muss Trump nichts gewußt haben, als er den Hotel-und Casinobetrieb übernahm und dessen Spielbetrieb bald auch auf Atlantic City ausweitete, mit dem Mob aber war er über seinen 1986 verstorbenen Mentor und Freund, den Mafia-Anwalt Roy Cohn, durchaus und lange vertraut. Bei Cohns Kokspartys im legendären “Studio 54” hatten Mobster und Milliardäre mit Politikern und Lobbyisten gefeiert, der junge Baulöwe Donald Trump stets mittenmang.

Als dann in den 90ern die Immobilienpreise in New York fielen und die hoch beliehenen Casino-Betriebe in Atlantic City vom Konkurs bedroht waren, wurde Trump von Baron Edmond de Rothschild gerettet, dem – laut einer “Spotlight”-Recherche von 1978 –  einstigen Mit-Gründer des Geldwaschsalons “Resorts International”.  Die Rothschild Inc. als einen mover und shaker hinter den Projekten und Gebäuden mit dem Namen TRUMP zu sehen ist deshalb keine Verschwörungstheorie.  Dazu paßt, dass Trump sich geradzu euphorisch zur rechtsgerichteten Politik Israels und seinem Führer Netanjahu geäußert hat und  dass eine seiner Zielscheiben im Wahlkampf  der Oligarch George Soros war. Den würde man ja eher im Rothschild-Lager vermuten, aber seit ein von ihm finanzierter Verein 2014 die “Panama Papers” veröffentlichte  und dort fast auschließlich Rothschild-Banken und ihre Klienten “geleakt” wurden, kann Soros den “Yankees”, dem Rockefeller-Syndikat,  zugeschlagen werden. Seine Stiftungen fungierten weltweit als “ziviler” Arm der neokonservativen Außenpolitik und  finanzierten nicht nur fröhliche “colour revolutions”, sondern auch gewalttätige “regime changes”. Jetzt führen Soros-Organisationen wie “move on” und “change.org” die Mobilisierung für die Anti-Trump-Demonstrationen an. Aber einen “Maidan” in Washington wird es nicht geben – der große Spieler Soros hat sich verzockt.

Die Polarisierung  solcher Lager von  Yankees/Cowboys und Rockefeller/Rothschild ist in jedem Fall holzschnittartig und von einem “Krieg der Machteliten” zu sprechen nur dann angemessen, wenn klar ist, dass diese Fraktionen in der Regel und durchaus an einem Strang ziehen, aber eben nicht immer. Und der Überaschungssieger Trump  das Ergebnis eines solchen unterirdischen Bebens sein könnte. Weil niemand in den USA Präsident werden kann, ohne über Verbindungen  zum Tiefenstaat, zum Königreich der Geheimdienste und des organisierten Verbrechens, zu verfügen – auch  Vater Joe Kennedy musste die letzten fehlenden Stimmen für seinen Sohn  bei seinen alten Mob-Kumpanen in Nevada kaufen, um “Cowboy” Nixon mit dem knappsten Vorsprung aller Zeiten noch zu schlagen – lohnt sich auch bei Trump ein Blick auf seine Connections. Bill Engdahl hat ihn als “Mafia Don With a Pompadour”, als Mafiaboss mit Schmalzlocke beschrieben:

 “Zwei mögliche Schlussfolgerungen sind aus den oben gemachten Angaben über die fast 50-jährige Geschichte des Geschäftsmannes Donald Trump und seiner unübersehbaren Schar von Geschäftspartnern mit Beziehungen zur Mafia zu ziehen. Entweder ist es, wie er immer wieder sagt, wahr, dass er von deren Mafiaverbindungen nichts gewusst und mit ihnen wegen ihrer überlegenen unternehmerischen Fähigkeiten zusammengearbeitet hat. In diesem Fall ist Don Trump, nachdem er es 50 Jahre lang auf erbärmliche Weise an der elementaren Sorgfaltspflicht hat fehlen lassen, die Hintergründe derjenigen zu überprüfen, mit denen er in sehr heiklen Positionen zusammengearbeitet hat, schon aus Gründen der nationalen Sicherheit nachweislich nicht qualifiziert, auch nur Gärtner im Weißen Haus zu werden. Andererseits wäre Don Trump, falls diese Beziehungen zu Roy Cohn bis hin zu den anderen Kontakten der letzten Jahre bewusst und in klarer Absicht unterhalten wurden, ein pathologisch narzisstischer Immobilien- und Casino-Gangster, der niemals in die Nähe des mächtigsten Amtes der Erde gelangen sollte.”

Auch wenn die Unberechenbarkeit des “Horrorclowns” Trump von den Demokraten im Wahlkampf immer wieder angeführt wurde, sahen die  Wähler das offenbar anders. Auch seine Mob-Connections spielten keine Rolle, wobei die Clintons  diese Karte auch sehr bewusst nicht spielten, da sie selbst ohne diese Verbindungen niemals aufgestiegen wären  (siehe  dazu die   “Clinton Chronicles”  oder “Mobpresident Clinton” ). Der einzige Unterschied scheint zu sein, dass die aktuellen Yankees es eher mit den Erben der italienischen Cosa Nostra halten – wie der Gambino Familie –  und Cowboy Trump mit der jüdischen Kosher Nostra und dem Casino-Magnaten Sheldon Adelson im Boot ist.
(to be continued)
Teil 1 hier

Kommentare

9 Kommentare zu “Yankee and Cowboy War 2.0 – 2”

  1. Stefan Miller am 18.11.2016 um 08:29 Uhr 

    ein Teil des Phänomens Trump ist der Statussymbol des Milliardärs, also eines sehr reichen Menschen, der so viel besitzt, daß er nicht mehr arbeiten muß. Wir werden damit konditioniert, daß die fleißigsten und cleversten von uns es auch zu diesem Reichtum schaffen können. Dazu gehört natürlich auch der “amerikanische Traum”, sprich vom Tellerwäscher zum Millionär (die Größenbordnung hat sich mittlerweile geändern). Das zeigt sogar besonders deutlich, daß es nur ein Psyop ist. Damit das funktioniert müssen wir ständig mit Bildern von diesen Superreichen geflutet werden und deren absurdem Alltag. Kaum jemanden fällt es auf, daß so ein Leben viel anstregender ist als das Leben eines Ottos-normalen-Tagelöhners, der von 8-16 Uhr in der Arbeit auf sein “wohlverdientes” Feierabend wartet. In Wirklichkeit sind solche Menschen auch nur eine Art Schauspieler, die uns deren vermeintliches Reichtum vor Augen führen, damit wir dann doch in der einen oder anderen Form unser Leben versuchen ähnlich zu gestalten. Deswegen nur kaufen wir Dinge, die so ähnlich aussehen, wie das was die Superreichen “haben”. Deswegen nur funktionieren Modemarken. Es ist nichts weiter als simple Konditionierung. Wie der wirkliche Alltag von Trump, Gates, Murdoch, Musk, Branson, Soros (ich bezweifle, daß der noch lebt) und wie sie alle heissen, aussieht, wissen wir nicht. Wir wissen nicht, was diese Leute machen, wenn sie nicht ihre medialen Pflichten erfüllen müssen. Alle diese Medienmenschen, ob Politiker, Superreiche, Film- oder Musikstars, Unternehmer, usw. gehören zu eine Kaste, die mit normalen Menschen, die Tag für Tag zur Arbeit gehen, nicht wirklich in Berührung kommen. Wir sind dann doch nach wie vor eine Kastengesellschaft, wo Schausteller, Kaufleute, Zimmermänner und eben solche Medienmenschen unter sich bleiben. So war das schon immer. Die eigene Kaste kann man nicht wechseln. Beim genaueren Hinsehen sind alle diese Medienmenschen miteinander verwandt und es sind auch nur eine handvoll Namen. Auch das hat sich nicht geändert und der eigene Name verrät auch den eigenen Status, wenn man das nur lesen kann.

     
  2. Jörg am 18.11.2016 um 09:32 Uhr 

    Ja, das ist alles richtig. Aber wir freuen uns doch, daß die Killary weg ist und auch darüber daß sich nicht nur Soros, sondern auch diese kotzigen Mainstreammedien “verzockt” haben.
    hier noch etwas Nachfreude:
    https://www.youtube.com/watch?v=zT0Rjc6jKCg

    Beunruhigend finde ich an Trump auch, daß er Steuern für die Wirtschaftsbetriebe und Banken senken will. Diese müssen aber doch erhöht werden, wenn man eine florierende Wirtschaft aufbauen will! Und die Steuern auf “Reiche” wie sie die korrupten “Die Grünen” wollen bringen doch so gut wie nichts. Dasselbe gilt für die schärfere Verfolgung von “Steuerflüchtlingen”. Ja, man muß sie ergreifen – aber richtig Geld kommt dadurch nicht in die Staatskasse.
    Letztlich gibt es in Zeiten der fortschreitenden Automation und dem Wegfall von Arbeitsplätzen nur eine einzige Methode eine blühende und sozial gerechte Staatswirtschaft aufzubauen: 1.) Besteuerung der Marktnutzung, 2.) Beseitigung der Globalisierung, mit der Folge von Schutzzöllen (nicht notwendig nur für Einzelstaaten, sondern auch denkbar für Staatengemeinschaften wie die gute alte EWG a la Adenauer/de Gaulle – siehe http://www.imagenetz.de/f40e13f7c/Welche-Staatswirtschaft_2.3.pdf.htm ).

    Letzteres (Schutzzölle) hat Trump auch irgendwie vor. Daß der Dow steigt, kann man da ja verstehen. Aber warum geht auch der Dax nach oben?? Die BRD hat Jahr für Jahr einen Handelsüberschuß mit den USA von mehr als 50 Mrd. $! Und genau dagegen will Trump doch erklärtermaßen (ohne die BRD zu erwähnen) vorgehen! Der Dax müßte doch scharf einknicken!

     
  3. gabor am 18.11.2016 um 12:18 Uhr 

    Guter Artikel Mathias !!

    Yankees/Cowboys–Rockefeller/Rothschilds
    Heads of GOP–Demorats–das US-Militär
    und deren Generationswechsel,Rochaden-und Infights, innerhalb der Behörden-Dienste-und
    der Presse…das alles ergibt in Summe:

    Den Tiefenstaat USA

    Eins kommt zum ” Tiefenstaat ” USA
    (Deren freie Presse nur noch im Internet existiert) allerdings noch hinzu :

    The occult Politics

    Zum Weiterdenken-oder zum Ignorieren,
    je nach Bedarf und Neigung:
    https://www.youtube.com/watch?v=K1HpTkr6_Jg
    https://www.youtube.com/watch?v=CFsc0EkvFQY
    https://www.youtube.com/watch?v=Gst_UAv4Q6o

    Spannende Jahre stehen noch ins Haus
    Anyway : Ad multos annos Blog-Chef !

     
  4. rachel am 18.11.2016 um 13:30 Uhr 

    the irony of saying “shake up the status quo” while posting a photo whiter than Klan laundry day: https://twitter.com/tsampys25/status/799285620183011328

     
  5. roc am 18.11.2016 um 18:09 Uhr 

    @gabor am 18.11.2016 um 12:18 Uhr

    Occult Politics ?

    Brandaktuell:

    Die Julian Assange-Wikileaks vom Nov 16
    Plus Google : Podesta + Pizzagate

    https://www.youtube.com/watch?v=ouA1NFhjwaU
    http://vigilantcitizen.com/vigilantreport/pizzagate-4chan-uncovered-sick-world-washingtons-occult-elite/

    Falsch–Übertrieben–Eher zu harmlos ?
    Who knows

     
  6. Stefan Heusinger am 19.11.2016 um 11:29 Uhr 

    Steve Bannon, gestern zum “Hollywood Reporter”:

    “Darkness is good. Dick Cheney. Darth Vader. Satan. That’s power. It only helps us when liberals and the media get it wrong. When they’re blind to who we are and what we’re doing.”

    http://www.hollywoodreporter.com/news/steve-bannon-trump-tower-interview-trumps-strategist-plots-new-political-movement-948747

    Und so jemand bestimmt die Geschicke der freien Welt? Oh. My. F**king. God.

     
  7. Jörg am 19.11.2016 um 12:47 Uhr 

    @Stefan Heusinger am 19.11.2016 um 11:29 Uhr
    Das ist wirklich NICHT ZU FASSEN!!
    DUMM-DUMM-DUMM-DUMM-DUMM!

     
  8. tom am 19.11.2016 um 17:00 Uhr 

    Ach ist das schön. Und ich dachte, es könnte wirklich etwas werden.

    Es muss wirklich eine Revolution von unten kommen. Und dann: eine Art moderner Kommunismus ohne Immunintät – weltweit! Ich sehe da keine andere Möglichkeit um solche mafiösen Zustände zu verhindern.

    Die Revolution ist kein Apfel, der vom Baum fällt, wenn er reif ist; man muss machen, dass er fällt. – Che

     
  9. Jörg am 20.11.2016 um 11:54 Uhr 

    Das Bundesunternehmens “GIZ” (“Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit”) hat der Clinton zwischen 1 und 5 Millionen Dollar gestiftet:
    Siehe http://blog.fefe.de/?ts=a6ce7c3a !!!

     

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