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Nov, 2016

Yankee and Cowboy War 2.0 – 3

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banana-republican

 

Nach der plötzlich eingetretenen Schockstarre, in die der Wahlsieg Trumps  Mainstreammedien und Politik hierzulande versetzt hat, und dem darauf folgende Kater, der in paranoischen Schüben und geradezu apokalyptische Kopfschmerzen mündete, zeitigt die allgemeine Trumpophobie mittlerweile Symptome von  Hirnerweichung. Zumindest die Kanzlerin kann nicht mehr ganz richtig im Kopfe sein, wenn sie zum Abschied von Häuptling Big Ear in Berlin verkündet: “Deutschland hat von den USA viel Hilfe bekommen. Jetzt ist Deutschland in der Lage, die Ordnung der Welt aufrecht zu erhalten.”

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Mit  “Wir schaffen das”  als  globalem  Exportartikel ? Mit Mutti und Flinten-Uschi im frei werdenden Büro des Weltsheriffs ? Gegen Dirty Donald, der schneller twittert als sein Schatten? Falls ihr so was vorschwebt ist unsere Kanzlerin wirklich irre geworden. *( Update) Aber damit keineswegs allein. Auch in der “Frankfurter Allgemeinen”  liegen die Nerven blank, vorallem bei den Fanboys des globalistischen Monopolys: “Es macht eben einen Unterschied, ob jemand Vereinvorsitzender von Attac oder amerikanischer Präsident wird. Künftig regiert die Occupy-Bewegung im Weißen Haus, um gegen Neoliberalismus und globalen Kapitalismus Front zu machen, dessen Zentrum paradoxerweise das postmaoistische China sein soll.”

Es mag noch dauern bis die FAZ  und ihr “Ressortleiter Wirtschaft”, Rainer Hank,  aus ihrem neoliberalistischen Wolkenkuckucksheim aufwachen, wo sie sich von Attac und Occupy derart verfolgt fühlen, dass sie Donald Trump, ein Mitglied der 0,01 % Elite, als deren Vorsitzenden halluzinieren und zum Großfeind erklären. In einem  Milliardär und Ziehsohn des Juristen Roy Cohn, der mit Joe McCarthy Kommunisten jagte bevor er den jungen Trump in die Welt der Politik, der Immobilien, Casinos und der “ehrenwerten Gesellschaft” einführte, einen Frontkämpfer gegen den globalen Kapitalismus zu sehen – derart krasse Wahrnehmungsverzerrungen sind mit Alkohol oder herkömmlichen Drogen eigentlich nicht zu erklären.

Trump ist so wenig Anti-Kapitalist wie robin-hood-artiger Rächer der Enterbten. Selbst wenn er wie angekündigt die Bankentrennung wieder einführt, zieht er nur ein paar absolut notwendige Leitplanken wieder ein. Er ist auch kein Anti-Militarist und Peacenik, der es erforderlich machen würde, dass Frau Merkel als Führerin der freien Welt die Ordnung derselben retten müßte. Und wenn Trump das Chaos der Kriege stoppt, mit dem die “Yankees” in den vergangenen 15 Jahren mindestens 1,5 Millionen Menschen getötet und 6 Billionen Dollar dafür ausgegeben haben – “damit hätten wir unser Land zwei mal wiederaufbauen können”, sagte Trump in “60 Minutes” – dann kann jeder nur halbwegs vernünftige Mensch den “Cowboys” nur die Daumen drücken.

Trump ist auch kein Libertärer, der das Geldsystem und die FED reformieren wird, auch wenn er im Wahlkampf ein paar Spitzen in diese Richtung losgelassen hat. Und schon gar nicht wird er eine Neuuntersuchung von 9/11 angehen, wie es in einigen Fake-Meldungen behauptet wird, denn das würde nicht nur die “Yankees”, sondern das gesamte kriminelle Königreich des Tiefenstaats erschüttern. Dass die Börsen auf die überraschende Niederlage Clintons nur einmal  kurz nach unten zuckten um dann sofort auf neue Höchststände zu klettern, zeigte denn auch schon deutlich, wie wenig die Finanzeliten von Trump zu befürchten haben. Er stammt aus einem anderen Club, aber aus derselben Liga…

Dass die Wahl dennoch solche Erschütterungen hervorruft hat wohl auch damit zu tun, dass das Team der “Yankees”, Serienmeister beim Rennen ums Weisse Haus, zu siegessicher war: seit 25 Jahren hatten sie mit den Bushs, den Clintons und zuletzt Obama stets beide Flügel des Einparteiensystems  und fast alle Medien unter Kontrolle. Die von Bush sen. ausgerufene “Neue Weltordnung” verbunden mit militärischer “Full Spectrum Dominance” und gleichzeitiger Deregulierung der (Finanz-)Märkte wurde mal unter demokratischem mal unter republikanischem Parteifähnchen vorangetrieben. “Rechts” und “Links” unterschieden sich  in Fragen der Kultur, des Stils und der political correctness, aber nicht in der Wirtschafts,- oder Außenpolitik. Auf diesen Feldern haben die “Cowboys angegriffen und gewonnen: mit Argumenten gegen den neoliberalistischen Globalismus und gegenden  interventionistischen Militarismus. An der Überlegenheit des US-Militärs aber wird das Team Trump genausowenig rütteln wie am Kapitalismus.

Dass Trump 1987 mit “Resorts International” einen Casino-Konzern mit engen Mafia-Verbindnungen übernommen hatte, der einst von dem CIA-Strohmann James Crosby zusammen mit dem legendären Mobster-CEO Meyer-Lansky als Geldwaschanlage auf den Bahamas gegründet worden war, hatten wir hier schon angemerkt. Später auf diesen Hintergrund angesprochen beteuerte Trump, davon  nichts gewußt zu haben, er hätte die Aktien von den Erben der Familie Somoza übernommen. Der nicaraguanische Diktator Anastasio Somoza hatte  – wie Howard Hughes und der Schah von Persien – zu den Klienten von James Crosby’s Sicherheitsfirma “Intertel” gehört. Dass Trump aber den suspekten Casinokonzern völlig blauäugig übernahm und  aus diesem lange zurückliegenden Deal keineswegs auf dauerhafte Verbindungen des künftigen Präsidenten zur organisierten Kriminalität geschlossen werden kann – diese Legende darf getrost als  frommer Wunsch bezeichnet werden.

Trump Mansion Sold to “Mobsters Sans Frontières”  überschrieb der Investigativ-Reporter Daniel Hopsicker 2008 seine Recherche über den russischen “Düngemittel-Milliardär” Dmitry Rybolovlev, dem Trump ein Anwesen in Palm Beach für 100 Mio. $ verkauft hatte – und fragte sich, wie man den Bullshit glauben kann, dass jemand mit Pferdeshit in Kürze Milliardär werden kann.  Mehr über  Donald und die Mafiosi ohne Grenzen in Florida  hier und hier. Dass im August der Chefmanager der Trump-Kampagne, Paul Manafort, zurücktrat, weil er 12,7 Millionen von dem russischen Oligarchen und Mafia-Don Oleg Deripaska kassiert haben soll, passt in dieses Bild. Dass der “Sumpf”  in Washington jetzt “ausgetrocknet” wird, wie Trump es stets angekündigt hat, sollte also niemand erwarten, er wird nur durch einen anderen Sumpf ersetzt.

(to be continued)

 Hier Teil 1 und Teil 2

UPDATE: So wie das ZDF es auf  seinem Twitterkanal kolportierte, hat Merkel das nicht gesagt. Wörtlich sagte sie, Deutschland sei nach der Wiedervereinigung “noch stärker in der Lage, seinen Beitrag zu leisten, um die Ordnung, die wir lieben, für die sich auch die Menschen in der DDR eingesetzt haben, weltweit aufrecht zu erhalten, oder zumindest in unseren Ländern aufrecht zu erhalten.” Reicht ja auch vollkommen…

Kommentare

15 Kommentare zu “Yankee and Cowboy War 2.0 – 3”

  1. Stefan Heusinger am 20.11.2016 um 13:05 Uhr 

    alles schön und gut, mathias. aber bitte nicht aus dem auge verlieren:

    Clinton’s popular vote lead is about to pass two million. The electoral college is a farce.

    http://www.mediaite.com/online/trump-speaks-on-his-cabinet-filling-meetings-were-seeing-tremendous-talent/#comment-3010981379

    der spruch “one man, one vote” war noch nie so falsch und lächerlich wie momentan.

    der neue cia-chef pompeo ist laut selbstauskunft…
    “…fresh-faced and pro-torture. We’ll be bringing that back because it was an excellent deterrent against terrorism. I worked like a charm.”

    aaaaaaaargh!

     
  2. Sebastian Schneider am 20.11.2016 um 16:38 Uhr 

    Trump ist zum Regieren völlig ungeeignet. Neuster Beleg: Er hat in den letzten 24 Stunden 4 Tweets geschrieben, in denen er das Ensemble des Broadway-Musicals “Hamilton” dazu auffordert, sich bei Mike Pence zu entschuldigen, nachdem das Ensemble nach Beendigung der Aufführung von der Bühne herab Pence, der im Publikum saß, daran erinnerte, was alles auf dem Spiel steht unter einer neuen Regierung. WTF? Nicht mal so ein Pipikram hält Trump aus! Dazu kam noch dieser Tweet:

    “I watched parts of @nbcsnl Saturday Night Live last night. It is a totally one-sided, biased show – nothing funny at all. Equal time for us?”

    Man stelle sich vor, Kohl hätte darauf bestanden, “equal time” im SFB-“Scheibenwischer” zu bekommen. Trump glaubt immer noch, er befände sich im Wahlkampf. Der Typ hat gar nicht verstanden, dass er mittlerweile gewonnen hat. Oder, wie jemand auf Twitter antwortete: “This man is the biggest embarrassment to the office ever. He makes W. look bright and that takes a lot.”

     
  3. Sebastian Schneider am 20.11.2016 um 17:21 Uhr 

    Nachtrag:

    Trump twitterte u.a.: “The cast and producers of Hamilton, which I hear is highly overrated, should immediately apologize”

    Die “total überschätzte” Hamilton-Produktion gewann 11 “Tony”-Musicalpreise , einen Grammy, den Pulitzerpreis und spielt pro Woche zwei Mio. Dollar ein. Ist der Typ komplett übergeschnappt? Kinder, die lügen, braggen, mobben und pöbeln können sagen, der US-Präsident macht es doch auch. Un-fass-bar.

     
  4. Sebastian Schneider am 20.11.2016 um 17:55 Uhr 

    Peter Schweizer, der Autor von “ClintonCash”, war gestern Gast in der CNN-Show “Smerconish” und sagte, Trumps “conflicts of interests” seien ungleich größer als die der Clintons. Nur zwei Beispiele:

    Trump owes millions to Deutsche Bank which is being fined for $14 billion by the Department of Justice which Trump will oversee as POTUS

    New: Trump owes $650 million to Goldman Sachs and Bank of China – more than TWICE the amount he has publicly claimed

    https://twitter.com/Khanoisseur/status/784442906383745026

    Wer glaubt da noch, dass er sich mit Xi Jinping anlegen wird?

     
  5. Berndchen am 21.11.2016 um 01:45 Uhr 

    Eine schöne VT:
    Merkel hatte offenbar erst noch den Besuch Obamas abgewartet, um sich jetzt endgültig mit wehenden Fahnen einer erneuten Kanzlerkandidatur zu stellen.
    Daraus schlussfolgere ich: es sieht nicht gut aus für Trump. Da ist was im grassy knoll..äääh…Busch.
    Darauf verwette ich mein letztes Paar HO-Schnallis.
    (Trump ist ja auch wirklich nicht der richtige Vorgesetzte für Merkel, ehrlich mal…)

    https://picload.org/image/rdwwwaag/merkel2017.gif

     
  6. Rainer am 21.11.2016 um 20:47 Uhr 

    @Berndchen
    Würde Trump etwas zustoßen würde Pence Nachfolger werden. Das ist etwas anderes als beim Kennedy-Attentat, als der Texaner Johnson ins White House einziehen konnte. Pence ist als Vertreter der christlichen Rechten mindestens genauso unberechenbar wie Trump.

     
  7. Jörg am 22.11.2016 um 08:00 Uhr 

    1.) Die Einschätzung des Artikels betr. Trumps muß man (leider) teilen.
    Wer, um Vollbeschäftigung zu schaffen, die Steuern für Wirtschaftsbetriebe und Banken senkt, statt zu erhöhen(!), hat nicht nur einen ‘Knall’, sondern ist ein LIBERALIST. Als solcher reiht sich Trump nur in die bestehenden Herrschaftsstrukturen ein – und ist nicht etwa ein Gegner derselben.
    Und natürlich wird Trump kein Arbeitsplätze schaffen können mit diesen Steuersenkungen. In seiner jüngsten Ansprache (von gestern?) – siehe https://www.youtube.com/watch?v=7xX_KaStFT8 – will Trump auch Arbeitplätze durch Fracking und Kohleförderung schaffen. Während ich gegen das Fracking schon Erhebliches einzuwenden habe, habe ich nichts gegen Kohleförderung und -kraftwerke (zum Schwachsinn der CO2- Freaks siehe diesen Kommentar:
    http://www.pravda-tv.com/2016/11/fukushima-pleiten-pech-und-pannen-die-bewusst-vergessene-katastrophe/#comment-181719 ).
    Aber eine relevante Zahl von Arbeitsplätzen kann – u. a. wegen der heutigen Automation – auch in der Kohleförderungsbranche nicht entstehen.
    Soweit wie diese gewissenlosen Merkel-Schäuble-Gabriel-Steinmeier gehen, die unser Straßennetz “privatisieren” wollen (und sozusagen unser ‘Tafelsilber’ verkaufen, damit wir es anschließend teuer mieten müssen), geht Trump allerdings nicht.

    Interessant, daß sich Trump gegen die (auch bei uns herrschende) ‘Regulierungswut’ wendet, indem er in seiner oben erwähnten Ansage ankündigt, für jede neue gesetzliche Reglung zwei alte außer Kraft zu setzen.

    2.) Apropos “FAZ” bzw. Mainstream-Medien bzw. Meinungsmanipulation: Hier ein toller Aufklärungs-Vortrag über “Propaganda“ und “Astro Turf“ von der ehemaligen CBS-Journalistin Sharyl Attkisson – https://www.youtube.com/watch?v=-bYAQ-ZZtEU (leider nur auf Englisch)
    Nur soviel (ich wußte das zuvor auch nicht): Das englische “Astro Turf“ meint vorgetäuschten “Grassroot“. “Grassroot“ sind Bewegungen oder Äußerungen von natürlichen Bürgern ‘vor-Ort’. “Astro Turf“ sind z. B. die von Soros (oder andern) bezahlten und organisierten “Demonstrationen“ gegen Trump, die gezielt so gestylt werden, daß sie wie Spontan-Demos beunruhigter/empörter demokratischer, antirassistischer Bürger aussehen.

    Ich nenne übrigens das, was die prächtige Sharyl Attkisson in ihrer Anti-Propaganda-Rede angreift, den „INFORMATIONS-KÄFIG“.

    3.) Dies noch: Ein überaus lesenswerter Artikel (leider nur auf Englisch), der sehr schön aufzeigt, warum die herrschende Machtstruktur dermaßen erregt gegen Trump hetzt: http://thesaker.is/fear-and-loathing-inside-the-deep-state/

     
  8. Stefan Heusinger am 22.11.2016 um 08:41 Uhr 

    @Rainer:
    > Pence ist als Vertreter der
    > christlichen Rechten mindestens
    > genauso unberechenbar wie Trump.

    Nah. Er ist berechenbar. Er hält z.B. Homosexualität für eine Krankheit, die man heilen könne.. *facepalm*

    In der Nacht hat Trump umrissen, was er zuerst angehen werde. Dabei hat er Paul Manafort “unter den Bus geworfen”: Wer für die US-Regierung arbeitet, soll auf Lebenszeit nicht mehr für eine ausländische Regierung tätig sein dürfen. Good-bye, Janukowitsch.

    Im Energiebereich werde er Regulierungen streichen. Dabei gehe es auch um das sogenannte Fracking und, wie er sagte, um saubere Kohle. So würden Millionen hoch bezahlter Jobs entstehen. “Das ist es, was wir wollen, darauf haben wir gewartet”, sagte Trump. “Saubere Kohle”… eine 1a-contradictio in adjecto. Wenn künftig neue Regulierungen erlassen würden, müssten dafür zwei alte abgeschafft werden, sagte Trump. Die FDP lässt grüßen.

     
  9. Stefan Heusinger am 22.11.2016 um 12:03 Uhr 

    @Jörg:
    > Wer, um Vollbeschäftigung zu
    > schaffen, die Steuern für
    > Wirtschaftsbetriebe und Banken
    > senkt, statt zu erhöhen(!),
    > hat nicht nur einen ‘Knall’,
    > sondern ist ein LIBERALIST.

    Stimme zu. Das beste zum Thema IMO in der Washington Post:

    Trump’s big infrastructure plan? It’s a trap.

    By Ronald A. Klain, November 18

    Klain served as assistant to President Obama and oversaw the team implementing the American Recovery and Renewal Act from 2009-2011.

    As the White House official responsible for overseeing implementation of President Obama’s massive infrastructure initiative, the 2009 Recovery Act, I’ve got a simple message for Democrats who are embracing President-elect Donald Trump’s infrastructure plan: Don’t do it. It’s a trap. Backing Trump’s plan is a mistake in policy and political judgment they will regret, as did their Democratic predecessors who voted for Ronald Reagan’s tax cuts in 1981 and George W. Bush’s cuts in 2001.

    First, Trump’s plan is not really an infrastructure plan. It’s a tax-cut plan for utility-industry and construction-sector investors, and a massive corporate welfare plan for contractors. The Trump plan doesn’t directly fund new roads, bridges, water systems or airports, as did Hillary Clinton’s 2016 infrastructure proposal. Instead, Trump’s plan provides tax breaks to private-sector investors who back profitable construction projects. These projects (such as electrical grid modernization or energy pipeline expansion) might already be planned or even underway. There’s no requirement that the tax breaks be used for incremental or otherwise expanded construction efforts; they could all go just to fatten the pockets of investors in previously planned projects. Moreover, as others have noted, desperately needed infrastructure projects that are not attractive to private investors — municipal water-system overhauls, repairs of existing roads, replacement of bridges that do not charge tolls — get no help from Trump’s plan. And contractors? Well, they get a “10 percent pretax profit margin,” according to the plan. Combined with Trump’s sweeping business tax break, this would represent a stunning $85 billion after-tax profit for contractors — underwritten by the taxpayers.

    Second, as a result of the above, Trump’s plan isn’t really a jobs plan, either. Because the plan subsidizes investors, not projects; because it funds tax breaks, not bridges; because there’s no requirement that the projects be otherwise unfunded, there is simply no guarantee that the plan will produce any net new hiring. Investors may simply shift capital from unsubsidized projects to subsidized ones and pocket the tax breaks on projects they would have funded anyway. Contractors have no obligation to hire new workers, or expand workers’ hours, to collect their $85 billion. To their credit, the plan’s authors don’t call it a jobs plan; ironically, it is Democrats looking to align with Trump who have given it that name. They should not fool themselves.

    Third, because there is no proposed funding mechanism for Trump’s tax breaks, they will add to the deficit — perhaps as much as $137 billion. Yes, some economists think more deficit spending will boost growth. But you can be sure of this: In Trump’s hands, rising deficits will be weaponized to justify future cuts in health care, education and social programs. Just as David Stockman used deficits caused by the Reagan tax cuts as a rationale to slash social programs three decades ago (the “starve the beast” theory), the deficits caused by Trump’s infrastructure tax cuts will be used to justify cuts in programs. Thus, Democrats should know that every dollar spent on the Trump tax scheme to enrich construction investors and contractors is a dollar that will later be cut from schools, hospitals and seniors.

    Fourth, if the Republican approach to the Recovery Act is any indication, the Trump plan will come chock-full of policy changes that undermine core Democratic principles. Buried inside the plan will be provisions to weaken prevailing wage protections on construction projects, undermining unions and ultimately eroding workers’ earnings. Environmental rules are almost certain to be gutted in the name of accelerating projects.

    I understand why Democrats are searching for areas where they can make progress under a Trump presidency and why some Democrats say they won’t follow the Republican example of 2009 — when the GOP minority unanimously opposed the Recovery Act, even after intense negotiations with them diverted one-third of the plan to tax cuts. It is possible that Trump may modify the plan he released in October, and some Trump advisers are talking about sweetening the deal for Democrats by adding an “infrastructure bank.” But even with such an addition, the Trump plan would not be a reasonable compromise — acceptance of its huge tax breaks for construction investors and profits for contractors would be a wholesale concession. Democrats supporting such a deal in the moment will find that their votes will wear poorly in the future. After the disappointing election results, Democrats are looking for ways to connect with working-class voters — and Trump’s plan appears to offer that. But when the plan is passed and those voters see that it fattens investors’ and contractors’ pockets (but not workers’), creates few jobs, depresses wages and damages our environment, they will sour on it and turn against its backers. Democrats may lack the votes to stop Trump’s plan, particularly if the GOP uses extraordinary legislative vehicles or processes to pass it. But Democrats should not add their votes and credibility to this poorly designed initiative.

    https://www.washingtonpost.com/opinions/trumps-big-infrastructure-plan-its-a-trap/2016/11/18/5b1d109c-adae-11e6-8b45-f8e493f06fcd_story.html?utm_term=.48e45d68e2a4

    P.S.: NYT twittert gerade:
    Photos of Trump with Real Estate Partners from India are disappearing from view. No worries. We grabbed them:
    https://twitter.com/EricLiptonNYT/status/800326369020444672
    Not sure exactly what “globalization” really is but seems doing business with people all over globe might be part of it. #TrumpDoubleStandard

     
  10. Jörg am 22.11.2016 um 12:33 Uhr 

    Trumps Wahl
    1.) Folgen für die VR China: In einem Artikel (dessen link ich leider nicht mehr erinnere), vor ca. 14 Tagen, wurde darauf hingewiesen, daß eine neue US-Politik des ‘Arbeitsplätze- Zurückholens’ ein erheblicher Grund zur Freude in China ist. Denn chinesische Anleger können nun zu sehr günstigen Preisen das Eigentum an den US-Produktions-Dependancen in China erwerben. Verlierer sind die US-Firmen, die mit ihren dortigen Produktionsstätten nichts mehr anfangen können, da sie sich in der Regel nicht auf den chinesischen Binnenmarkt einstellen und nun für diesen produzieren wollen. Anders die zukünftigen chinesischen Erwerber, die einen großen Reibach machen.
    Die chinesische Führung, die – anders als Merkel-Gabriel – die Exportlastigkeit ihres Landes ohnehin abbauen und statt dessen den Binnenmarkt ankurbeln wollen, dürfte auch begeistert sein.
    2.) Folgen für die BRD: Trump hat nicht nur das ‘Arbeitsplätze-Zurückholen’ zum Programm gemacht, sondern auch das fortlaufende Handelbilanzdefizit gegenüber ‘zahlreichen Ländern’.
    Gegenüber der BRD fahren die USA Jahr für Jahr ein Handelsdefizit von mehr als 50 Mrd. Dollar ein. Ohne die BRD zu erwähnen, dürfte Trump gerade dieses Handelbilanzdefizit gegenüber Deutschland gemeint haben. Den US-orientierten deutschen Exportfirmen dürfte deshalb zukünftig ein kalter Wind entgegenwehen!
    Auch deutsche Firmen mit Produktionsstätten in China (oder Südkorea, Taiwan) – die auch und gerade für den Import in die USA produzieren – werden Probleme bekommen.

    Die feindselige Haltung des Merkel-Gabriel-Regimes in Berlin, die gegenüber Trump schon genauso feindselig ist wie gegenüber Putin oder dem Iran, ist da kein Hilfe. Anders als die US-Industrie hat die deutsche Industrie offenbar auch keinen Einfluß auf das Berliner Regime. Schon Gabriels “Handels-Vernichtungs”-Feldzug gegen China und den Iran sah die deutsche Industrie verzweifelt aber auch machtlos zu (warum, weiß ich nicht! Haben die keine Lobby?). Statt den deutschen Handels- und Exportbeziehungen zu nützen, führte sich Gabriel stets wie ein wichtigtuerischer Elefant im Porzellanladen auf!

    a) CHINA; Siehe http://www.bild.de/politik/ausland/sigmar-gabriel/so-grausam-werden-china-rebellen-gequaelt-48568630.bild.html : “Die Bundesregierung macht Druck beim Thema Menschenrechte in China! Vizekanzler Sigmar Gabriel (57, SPD) traf sich am Mittwoch in der deutschen Botschaft in Peking mit Dissidenten und Aktivisten, sicherte ihnen die Unterstützung der Bundesregierung zu“.
    Wohlgemerkt: Nicht etwa der Massenfolterer, Staatenvernichter und Massenmörder Obama, der sogar eine eigene “Tötungsliste” hat (und in dieser US-Diktatur sogar haben darf!), wurde ermahnt, die Menschenrechte zu wahren und das Recht eines fairen Gerichtsverfahrens zu respektieren! Nein: China mußte angeblafft werden! Siehe auch “Chinas Staatsmedien verschweigen Gabriel-Besuch” – http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-11/http-www-zeit-de-wirtschaft-2016-11-china-sigmar-gabriel-aixtron-uebernahme-pruefung-wirtschaftsbeziehung-deutschland .

    b) IRAN: Siehe https://www.rt.com/news/361624-germany-iran-meetings-canceled-israel/ : “Precondition? Iran officials ‘snub’ German vice chancellor over call for Tehran to recognize Israel
    Wohlgemerkt: Nicht etwas Israel wird aufgefordert, das Recht der Iraner auf Existenz und Frieden zu respektieren! Israel, das seit Jahren zweimal die Woche einen Angriffskrieg gegen den Iran fordert und androht, wird statt dessen mit atomwaffenfähigen deutschen U-Booten und Fregatten auf Kosten der deutschen Steuerzahler beschenkt, mit denen Israel den Iran bedrohen und vernichten kann!

    c) USA: “Deutscher Vizekanzler sieht in Donald Trump eine Gefahr für Frieden und Wohlstand in der Welt” – http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/297565-deutscher-vizekanzler-sieht-in-donald-trump-eine-gefahr-f%C3%BCr-frieden-und-wohlstand-in-der-welt

    RUSSLAND: Ist ja bekannt: Merkel-Gabriel haben die Wirtschaftsbeziehungen völlig zerstört!

    Resümee: Dieser Kriegs-Gauck, der doch verlangt, die Bundeswehr für die deutschen Wirtschaftsinteressen einzusetzen, müßte doch eigentlich einen sofortigen Drohnenangriff der Bundeswehr a la Kundus auf das korrupte Gesindel im Bundeskanzleramt verlangen! Schließlich ist der “Bundeswehreinsatz im Inneren” doch durchgewunken worden (hihi!)!

    Die Koalitionsregierung in Berlin ist allein eine israelische(!) – und keine deutsche Interessenvertreterin mehr.
    Und die deutsche Industrie, die, anders als die Industrien anderer Länder, noch nicht einmal in der Lage ist, ihre (und unsere) Interessen zu verteidigen und Front gegen die alles zerstörende Merkel-Gabriel-Regierung zu machen, wird – selbstverschuldet! – unter Trump (Putin, Xi, Hassan Rohani) harten Zeiten entgegensehen.

     
  11. Karsten78 am 22.11.2016 um 12:45 Uhr 

    Tulsi Gabbard aus Hawaii sitzt für die Demokraten im Repräsentantenhaus, war Sanders-Unterstützerin from day one, galt seit Hillarys Niederlage als mögliche Kandidaten für 2020, und traf gestern…

    TRUMP!!!

    Maggie Habermann von der NYT twittert: “A source tells me she’s under consideration for State, Defense & UN Ambassador”

    WTF is going on??

    P.S.: Was Lustiges…
    Potential Trump cabinet pick accidentally reveals Homeland Security plans in photo:
    http://thehill.com/blogs/ballot-box/307069-potential-trump-cabinet-pick-accidentally-reveals-homeland-security-plans-in

     
  12. Carlo am 22.11.2016 um 12:54 Uhr 

    Hab mir, hartnäckig wie ich bin, mal das Original “The Yankee and Cowboy War” besorgt, also Ihr lieben Leute, das ist echt harter Stoff….;-)
    Nebenbei….selber suchen macht Freude!

     
  13. Stefan Miller am 22.11.2016 um 14:56 Uhr 

    der tut doch nichts, der will nur spielen. Was hat der Trump denn bisher so gemacht: verhindert,daß Windräder seinen Golfplatz in Schottland verschänden, sich einen Wolkenkratzer in Argentinien genehmigen lassen, CNN in die Schranken verwiesen, etc. Alles lächerliche, unwichtige Dinge, die man so oder so interpretieren kann und die keinen, und zwar überhaupt KEINEN Einfluß auf das Weltgeschehen haben, zumal das auch nicht einmal wahr sein muß.
    Die Windräder wurden vermutlich aus Umweltschutzgründen verhindert, der Wolkenkratzer in Argentinien wäre sowieso gebaut, usw. Das wird jetzt nur erfunden, um den Eindruck zu erwecken, der Trump macht sich die Taschen voll. Seine heiklen Versprechungen vergessen. Hillary wird nicht in den Knast wandern, die Mauer zur Mexico wird ebenfalls nicht gebaut, usw. Das wären Dinge, die eindeutige Spuren hinterlassen hätten. Obwohl die Clinton könnte auch in den Knast wandern ohne einen Fuß in irgendeinem Knast zu setzen. Das wird ja bei anderen Promis auch so gemacht. Unser Uli Hoeneß hat auch keinen Tag im Knast verbracht. Aber der Image der USA würde darunter leiden, daher wird auch da nichts passieren. Trump ist ein Clown, ein Schauspieler. Weiter nichts.
    Könnt Ihr den hier schon?
    http://www.youtube.com/watch?v=-eaT_ThSy4w
    Sogar mit einer 9.11 Akzente versehen.

     
  14. Thorsten Wohlrab am 22.11.2016 um 15:09 Uhr 

    Trump tickt völlig aus…

    “I hate CNN. Everyone at CNN is a liar.”

    On Monday, Trump’s meeting with some of the biggest names in political media — a gathering that included George Stephanopoulos, Wolf Blitzer, Gayle King, Charlie Rose, and dozens of others — was described by one source to the New York Post as a “fucking firing squad.” The source told the Post, “Trump started with [CNN chief] Jeff Zucker and said ‘I hate your network, everyone at CNN is a liar and you should be ashamed,’” adding, “The meeting was a total disaster.”

    http://www.mediaite.com/online/president-elect-donald-trump-cancels-todays-meeting-with-failing-new-york-times/

     
  15. Jörg am 22.11.2016 um 23:31 Uhr 

    @Stefan Heusinger am 22.11.2016 um 12:03 Uhr
    (Komme erst jetzt dazu, zu antworten)
    Auch wenn ich die WaPo nicht mag, ist es ncith verkehrt, was die schreiben. Und genau an Ronald-Reagan hatte ich bei Trump auch schon gedacht!

     

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