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Dec, 2016

Yankee and Cowboy War 2.0 – 7. Folge

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putintrumpbaby

Die Welle von Fake News, nach der die Russen bzw. Putin persönlich Trump auf den Trohn verholfen haben, weil “russische Hacker”  bzw. Putin persönlich kompromitierende Mails der Demokraten an Wikileaks gegeben hätten, nimmt kein Ende. Dass die Story komplett auf Gerüchten beruht und es sich somit um eine lupenreine Verschwörungstheorie handelt tut ihrer faktenfreien Fortsetzung offenbar keinerlei Abbruch. Dass an vordester Front der Kampagne mit der New York Times und der Washington Post zwei Urgesteine der CIA-Fakes tätig sind wundert nicht und entspricht dem aktuellen Frontverlauf zwischen Yankees und Cowboys: CIA, Neocons,  Großmedien und Obama-Regierung auf der einen Seite – und FBI, NSA, DIA (Militärgeheimdienst) auf der Seite Trumps. Letztere, inklusive des DNI (Direktor sämtlicher Geheimdienste) Clapper, bestehen darauf, das es allenfalls Vermutungen und Hinweise, aber keinerlei Beweise für einen russischen Hack gäbe, dazu kommen von namhaften Zeugen, wie der ehemaligen UK-Botschafter Craig Murray und Julian Assange, die darauf schließen lassen, dass es sich gar nicht um einen Hack, sondern um ein Leak handelt. Dennoch wird die Story in den Großmedien weiter und weiter gekocht, die scheinbar nicht einmal merken, wie sie sich mit dieser Dauerproduktion von Fake News immer weiter in die Bredouille bringen als selbst ernannte Verbreiter von Real News.

Wie das hierzulande abläuft hat Kollege Paul Schreyer gerade sehr schön am Beispiel der FAZ demonstriert, die aus vagen “Hinweisen auf russische Angriffskampagnen”, die der deutsche Verfassungsschutz in einem Newsletter veröffentlichte, in einem Leitartikel auf der ersten Seite “präzise Erkenntnisse” macht,  “dass Cyberangriffe auf deutsche Politiker und politische Institutionen wie den Bundestag vom russischen Staat geführt werden.” Ein Lehrstück, wie kluge Köpfe mit Fake News hinters Licht geführt werden – vorgegeben von den transatlantischen Spin-Doktoren, die diese Story ad nauseam  als Real News nur deshalb durchpeitschen, weil sie damit 37 Wahlmänner des “Electoral College” beeinflussen wollen, ihre Stimme am 19.Dezember nicht für Trump abgzugeben – gegen das Votum ihrer Wähler, denen sie den Platz in diesem Gremium verdanken.  Was die “Yankees” da genau vorhaben hat der stets gut informierte  Blog “Moon of Alabama” zusammengefasst:

Weitere Details dazu und  Links hier.  Was los wäre, wenn bei umgekehrtem Wahlausgang die Cowboy-Fraktion solche Versuche unternommen hätte, die Wahl nachträglich zu manipulieren, kann man sich vorstellen. Ich wage aber die Prognose, dass die “Yankees” damit nicht durchkommen – dazu ist der Nonsens dieses Fakes einfach zu durchsichtig.

Die vorherigen Folgen dieser kleinen Serie hier

Kommentare

4 Kommentare zu “Yankee and Cowboy War 2.0 – 7. Folge”

  1. Woody Box am 16.12.2016 um 20:19 Uhr 

    Mittlerweile hat sich auch FBI-Chef Comey wegen der angeblichen russischen Hackerangriffe zu Wort gemeldet: da war nichts.

    http://www.newsmax.com/Newsfront/comey-fbi-russia-trump/2016/12/14/id/764008/

    Es sieht also so aus, als ob das Clinton/CIA-Lager diesen Machtkampf verlieren würde. Jeder Publizist oder Politiker, der diese Anschuldigungen aus dem blauen Himmel nachbrabbelt, setzt auf das falsche Pferd und wird nicht Geld, aber Reputation verlieren.

     
  2. required am 16.12.2016 um 21:45 Uhr 

    Wir sehen wohl einen Informations-Bügerkrieg zwischen zwei rechten Blöcken.
    Die Wahrheit zwischen den Fronten wird immer schwieriger herauszufinden, und es wird immer schwieriger sich gegen beide Blöcke zu positionieren zumal die Lügen jeweils zielgruppengerecht maßgeschneidert sind.

    Ob die Yankee-Cowboy-Metapher da noch so gut greift weiß ich nicht, denn der Krieg findet ja auch in und um Europa statt, im und um den Nahen Osten und parallel ein globaler zwischen Oben und Unten.

    Die Austragenden haben in der Masse überhaupt keine Vorstellung mehr davon für wen sie sich wofür ins Zeug legen.

    Die Idee die Wahlmänner umzustimmen scheint wenig sinnvoll da der Rest der Institutionen in Republikaner Hand ist, deswegen kann ich mir nicht recht vorstellen daß das das Ziel ist, wenn es dazu nicht einen weiteren Plan B gibt.

    Ich denke das ist gar keine Strategie sondern ein Selbstläufer aus Gründen des allgemeinen Chaos im Informationskampf.

     
  3. th3l0nius am 17.12.2016 um 07:58 Uhr 

    Der FAZ-Artikel ist ein weiteres Beispiel dafür, daß der – hochideologische – Begriff Lückenpresse sachlich ein bißchen »dicht daneben ist auch vorbei« ist.

     
  4. Peter Kaube am 21.12.2016 um 11:42 Uhr 

    Off topic:
    Die Ermittler haben im Lkw von Berlin ein Ausweisdokument gefunden. Es ist auf einen Tunesier ausgestellt. Die Polizei fahndet bundesweit nach dem Mann. Der Fund erinnert an den Pass des angeblichen Attentäter-Passagiers im WTC-Schutt. Die Sache stinkt. Die NSU-Ermittlung lässt grüßen. Es ist an der Zeit, Fragen zu stellen, Mathias. Ich tippe auf rogue elements within the Bundesanwaltschaft, die Merkel zu Fall bringen wollen.

     

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