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Jan, 2017

Nafris, Rubus und andere Abkürzungen

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Ein Twitter der Kölner Polizei, die eine große Gruppe Nordafrikaner als “Nafris” abkürzte wird derzeit in politisch korrekten Kreisen als menschenverachtend kritisiert, und die Tatsache, dass die massenweise angereisten Jungmänner am Bahnhof Personenkontrollen unterzogen wurden, als “rassistisches Profiling” verdammt. Da kann man eingedenk des Dramas vor dem Kölner Bahnhof vor einem Jahr nur fragen: gehts noch ? Was soll die Polizei angesichts dieser Vorfälle  denn tun außer genau diese Gruppe, die ostentativ und provokativ zum “Tatort” zurückkehrt, genauestens unter die Lupe zu nehmen ? Was ja wohl nichts anderes heißt,  als jeden Nafri einer Personenkontrolle zu unterziehen, zumal wenn sie zu Hunderten in Gruppen anreisen. Einer Horde Fußballfans, die ein Jahr zuvor an selber Stelle derart “gefeiert”  hätte, wäre es sicher nicht anders ergangen, man hätte sie vielleicht auch mit “Hools” abgekürzt und genau kontrolliert, obwohl längst nicht alle gewaltbereite Hooligans sind . So wie unter den Nafris längst nicht alle Antänzer, Grapscher oder Taschendiebe sind. Letzere werden im Polizeijargon, wenn sie in Gruppen vermutlich rumänisch-bulgarischen Ursprungs auftreten, auch als “Rubus” abgekürzt. Sich nach dem Hype um Köln 2015/16 über solche Abkürzungen, die in jedem Arbeitsbereich und in jeder Branche an der Tagesordnung sind,  ernsthaft aufzuregen und der Polizei Rassismus vorzuwerfen, weil sie ihren Job macht, ist realitätsblind und dumm. Und nur etwas für Leute, deren PC-Macke sich auch schon ins Tierreich erstreckt: sie sprechen dann nicht mehr von Ratte, sondern nur noch von “Nagetier mit Kanalisationshintergrund”…

Kommentare

21 Kommentare zu “Nafris, Rubus und andere Abkürzungen”

  1. Stefan Heusinger am 02.01.2017 um 23:29 Uhr 

    Wa..was? Wie bitte? Hab ich mich verlesen? Ist das hier der Tichy-Blog? Der Kessel war falsch! Die gleiche Anzahl Polizisten, in Grüppchen verteilt auf der Domplatte, von mir aus unter Heizpilzen – und alles wäre easy verlaufen. Was sollen die Kontrollen, bitte? Verstöße gegen Passgesetze weisen auf zukünftige Sexstraftaten hin? LOL. Wir sind doch nicht im Film Minority Report. Man kann nicht Menschen präventiv an Verbrechen hindern, ohne sie zuvor als prä-kriminell eingeschätzt zu haben. In Köln wurde ein Deutschtürke interviewt, der den Polizisten in akzentfreiem Deutsch seinen deutschen Pass zeigte und den Kessel dennoch nicht verlassen durfte. Sorry, Mathias, aber dein Posting war überflüssig wie ein Kropf IMO.

     
  2. Andreas Müller am 03.01.2017 um 07:50 Uhr 

    Die Karikatur zum Kommentar gibt’s von Bernd Zeller: http://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2017/01/Ehrung-686×480.jpg

     
  3. Wuff am 03.01.2017 um 09:03 Uhr 

    Was mich an der Abkürzung Nafri allerdings stört, ist, dass es nicht klar zu sein scheint, ob sie nun für “Nordafrikaner” steht oder für “nordafrikanischer Intensivtäter”.

     
  4. Obi am 03.01.2017 um 09:28 Uhr 

    Diese Kari hier ist auch nicht schlecht:

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207799374814887&set=p.10207799374814887&type=3&theater

    Das Beispiel mit den “Hools” trifft exakt den Punkt. Niemand hat etwas gegen Nafris bzw. Fußballfans an sich, aber wenn sie massenweise kommen, 200 in einem Zug, und genau dorthin wo letztes Jahr die Randale stattfand, dann MUSS die Polizei einschreiten. Stellt euch vor, man hätte die Jungs “friedlich” ziehen und feiern lassen, ohne Kontrolle, und es hätte ähnliche Vorfälle wie 2015 gegeben – was wäre da los gewesen ?

    Ich saß unlängst mit ein paar Juristen zusammen, die bei Staatsanwaltschaft und Gerichten mit “Nafris” zu tun haben. Wird einer wegen Raub, Diebstahls oder Belästigung verhaftet, behauptet er, kein Marokkaner, sondern Tuareg zu sein. , mit Anspruch auf Asyl. Also erstmal U-Haft, dann ein Dolmetscher, der feststellt: nix Tuareg, spricht Dialekt aus Tanger, also abschieben… Geht nicht, Marokko sagt: kennen wir nicht, ist kein Landsmann, also Knast und wenns kein Schwerverbrechen war nach ein paar Monaten wieder raus. Wohin ? Na zurück in die Gang, am Bahnhof, in der B-Ebene, am “Görli”…. und nach ein paar Wochen dasselbe von vorn.

    So sieht die Realität aus. Mit Kriegsflüchtlingen hat das wenig oder nichts zu tun, denn diese Jungmänner waren schon in ihrer Heimat kriminell und ihre Länder sind froh sie los zu haben.

     
  5. Jörg am 03.01.2017 um 09:52 Uhr 

    Hier wird das ähnlich wie im vorstehenden Artikel gesehen: http://blog.fefe.de/?ts=a697061c

     
  6. Kati am 03.01.2017 um 11:21 Uhr 

    Also, ich sehe das nicht ganz so eindeutig. Einerseits frage ich mich, wie es kommt, dass nach dem ganzen Aufruhr letztes Jahr wieder Großgruppen der angeprangerten Gruppe (dunkelhäutige und/oder -haarige Nicht-Deutsche, um es mal so ausdrücken) nach Köln reisen. Vorausgesetzt, es stimmt, was die Polizei behauptet, also, dass die Leute in großen Gruppen angereist sind. Dann frage ich mich aber auch, wieso man die Leute einfach gehen lässt, nachdem man sie erst eingekesselt hat – besteht nach dem Kessel und der Erfassung der Personalien plötzlich keine Gefahr mehr für die Tugend der deutschen Mädels? Angeblich haben die doch alle 5 verschiedene Identitäten – wieso sollte die Erfassung einer dieser Identitäten einen abhalten, Straftaten zu begehen?

    Und andererseits ist die Methode der Polizei, die Leute nach Hautfarbe zu selektieren und die einen durchs eine Türchen zu schicken und die anderen durchs andere in den Kessel natürlich rassistisch. Als ob es keine andere Vorgehensweise gäbe, bei einem solchen Polizeiaufgebot die Lage abzusichern. So, wie ich es verstanden habe, war letztes Jahr doch das Problem, dass die Polizisten einfach nicht reagiert haben, weil sie angeblich zu wenige waren, um aktiv zu werden.

    Aber offensichtlich sind die Rechten diesmal zufrieden mit der Politik und der Polizei. Immerhin.

     
  7. Stefan am 03.01.2017 um 11:23 Uhr 

    In Schland werden die Sicherheitskräfte genau dann kritisiert wenn sie einmal – rechtzeitig und in ausreichender Anzahl – vor Ort sind und dann auch noch konsequent durchgreifen.

    Keinen Aufschrei gibt es aber, wenn wie am Berliner Weihnachtsmarkt ein Massenmord quasi unter den Augen einer ganzen Reihe von Überwachungsbehörden geschieht, die extra gegründet wurden um genau das zu verhindern, zumal der vermeintliche Täter vorher um jegliche Aufmerksamkeit gebettelt hat.

    Diese überbezahlten Terrorabwehrbürokraten haben gerade – nach eigener offizieller Darstellung(!) – ihr völliges Unvermögen demonstriert. Wo ist die Empörung darüber? Wieso schickt niemand diese Totalversager mit dem Minister an der Spitze in den Streifendienst (zum Knöllchenschreiben wird’s vielleicht noch reichen)?

    https://www.heise.de/tp/features/Terroranschlag-auf-Weihnachtsmarkt-Super-GAU-fuer-die-beteiligten-deutschen-Sicherheitsbehoerden-3582949.html

    Aber nein, tödliches Maximalversagen geht in Deutschland offenbar in Ordnung und ist kein Grund für einen Skandal.

    Wochenlange Aufschrei- und Protestkampagnen in den MSM gibt es nur bei „Vorfällen“ vom Kaliber Brüderle oder wenn die Polizei mal kryptische Abkürzungen twittert. Klar, so was ist ja auch viiiel schlimmer.

    Fall sich noch jemand fragt, wo die ganzen Protestwähler herkommen…

     
  8. Tom am 03.01.2017 um 11:43 Uhr 

    @ Kati: So eine Personalkontrolle wirkt schlicht einschüchternd, war m.E. angesichts der Sicherheitslage durchaus angebracht und hat offenbar funktioniert, denn es ist nichts mit dem Vorjahr vergleichbares passiert. Die Polizei hat also alles richtig gemacht. Mit “Rassismus” hat das nichts zu tun, genausowenig wie die Türen am Flughafen “EU-Bürger” / “Nicht EU-Bürger”.
    Auf den Bildern im TV war zu sehen, dass die Herren tatsächlich in Massen angereist kamen… nicht zufällig und einzeln wurden sie zur Persokonotrolle gebeten, sondern in riesigen Pulks.

    @Obi: Das Problem der Justiz mit kriminell gewordenen “Nafris” kenne ich. Unser sehr liberales Strafrecht wird von ihnen einfach nicht ernst genommen, die Strafen finden sie lachhaft. Außer in rigoroser Abschiebung sehe ich hier leider keine Lösung, integrierbar sind diese Burschen nicht, außer in organisierte Kriminalität…

     
  9. Andreas Müller am 03.01.2017 um 14:02 Uhr 

    Es ist ein Grundproblem der deutschen Linken, dass es für sie viel schlimmer ist, etwas Falsches zu sagen, als etwas Falsches (oder gar nichts) zu tun.
    Dabei fällt unter den Tisch, dass natürlich die Gefahr besteht, dass jetzt mit Nafris und Rubus in der Hinterhand ein richtig schöner Polizeistaat locker durchgesetzt wird. Frau Merkel, die sich letztes Jahr noch jede Kritik an ihrer Massenzuwanderung vieler entwurzelter junger Männer verbeten hat, wird sich jetzt eben deshalb jede Kritik an der Totalüberwachung und Freiheitsbeschränkung auch derjenigen verbitten, “die schon länger hier leben”. Frau Merkel hat dafür die notwendige Flexibilität und Chuzpe, die deutsche Linke ist nicht nur zu blöde das zu kontern, sondern zu blöde, den Trick überhaupt rechtzeitig zu erkennen. Dabei war doch klar, wie das Ding mittelfristig gespielt werden wird und wer der Dumme in dem Spiel sein wird:
    “Das wird Phänomene der Segregation, der Schichtenbildung und der Gewalt produzieren. Aber man darf den deutschen Pragmatismus nicht unterschätzen. Die deutsche Gesellschaft wird Möglichkeiten haben, sich zu organisieren, aber der Preis, der zu bezahlen sein wird, wird die Entstehung einer Kastengesellschaft sein, mit einem extrem harten politischen und polizeilichen System. Alles ist möglich.”
    https://hintermbusch.wordpress.com/2016/06/18/emmanuel-todd-uber-merkels-einwanderung/
    Die Grünen sind in diesem Spiel ein williges trojanisches Pferd.

     
  10. Stefan Heusinger am 03.01.2017 um 17:57 Uhr 

    whoa. mein obiger kommentar (der erste des threads) erntete bislang 3 thumbs ups und 13 (!) downs. was mich zu der frage bringt, warum hier montagsspaziergänger abstimmen und warum diese leute broeckers lesen, den ich für einen linken halte, der ausdrücklich NICHT teil von elsässers querfront ist und sein will. erde an wutbürger: ihr seid hier falsch!

    p.s.: das jahr fängt ja gut an…

    Tape Shows Trump Lavishing Praise on Dubai Business Partner During New Year’s Eve Party

    During tonight’s broadcast of CNN’s Erin Burnett OutFront, video was shown from President-elect Donald Trump’s New Year’s Eve party at Mar-a-Lago where the incoming POTUS lavished praise on a business partner of his from Dubai, Hussain Sajwani. The partner is building a golf course designed by Tiger Woods.

    As detailed by senior media correspondent Brian Stelter, the tape of Trump’s comments wasn’t via a reporter or news outlet, but from a guest who was in attendance at the event. He also noted that this helps enforce the concerns many have about Trump’s business interests and remaining separate from them in the White House.

    “You can build the highest wall imaginable to restrict Donald Trump from his business interests,” Stelter noted. “And yet he’ll still know what’s on the other side of that wall because he’s had these relationships for years.” He pointed out that the Trump team explained that there was “no business conducted” at the party. Host Erin Burnett said it was interesting that the business partners would travel all the way from Dubai to Mar-a-Lago with their families.

    http://www.mediaite.com/online/tape-shows-trump-lavishing-praise-on-dubai-business-partner-during-new-years-eve-party/

     
  11. Stefan Heusinger am 03.01.2017 um 18:11 Uhr 

    Bravo!

    Flüchtlingspolitik: Brandenburg schiebt Opfer rechter Gewalt nicht mehr ab

    Als erstes Bundesland will Brandenburg Asylbewerbern ein Bleiberecht einräumen, wenn sie Opfer von rechten Straftaten wurden. Die Ausländerbehörden sollen ihre Spielräume entsprechend nutzen.

    Eine SPD-Linke-Regierung, die so etwas veranlasst. Hut ab!

    Bin gespannt, wie viele Down-Votes dieser Kommentar bekommt.

     
  12. Kati am 03.01.2017 um 20:16 Uhr 

    @ Tom: Wieso sollte es jemanden einschüchtern, wenn er falsche Daten abgeben muss? Und seit wann schüchtern wir einfach mal Ausländer und ausländisch wirkende Leute ein? Seit Köln? Weil das ja soviel schlimmer war als die Besoffkis beim Karneval und die Hools beim Fußball? Schüchtern wir demnächst auch Deutsche ein, weil die Mehrzahl der Straftaten ja immer noch von Deutschen ohne Migrationshintergrund begangen werden? Was ist mit den ganzen Tussis, die einfach mal so falsche Anzeigen abgegeben haben? Schüchtern wir jetzt auch deutsche Blondies ein, weil die ja so viele Falschanzeigen abgeben und Ausländer denunzieren? Und was ist mit den Brandstiftern mit wenig Haaren auf dem Kopf? Einfach mal die Glatzen selektieren und einschüchtern? Ach ja, und was ist mit unseren Polizisten mit rechter Schlagseite? Wieso schüchtern wir die nicht mal ein? Und was mit den V-Leuten rund um den NSU, die vom Staat alimentiert ihr Unwesen treiben? Aber natürlich. Das ist ja alles nicht so schlimm. Sind ja nur besorgte Bürger, die sich vor der “Umvolkung” fürchten…

     
  13. Tom am 03.01.2017 um 21:21 Uhr 

    @Kati: wo junge Männer mit Aggressionspotential gruppenweise zu einem Termin anreisen – insgesamt sollen es 1000 gewesen sein – an dem im Vorjahr schon einiges passiert ist, MUSS die Polizei da sein und diese Jungs unter Kontrolle halten. Das gilt für Hooligans und es gilt auch für Nafris, wenn sie sich zu solchen “Feiern” verabreden. Die kamen ja nicht zufällig nach Köln und wurden auch nicht, was wirklich “radial profiling” wäre, einzeln und nach Hautfarbe aus dem Zug gepickt, sondern am Bahnhof gecheckt. Junge alleinstehende Typen mit Freunden bitte nach links, mit Freundin konnten sie durchgehen…

    Wenn 1000 “Nazis” vor einem Jahr in Köln randaliert hätten und dieses Jahr wieder zu Sylvester anreisen, müsste die Polizei es ganz ähnlich checken: Alter, Aussehen, Begleitung sind Kriterien für das Gefahrenpotential. Mit Rassismus hat das nichts zu tun – Nafris könnten bei dieser Nazi-Kontrolle einfach durchgehen.
    Natürlich gibts auch bei der Polizei Rassisten, die bei Nazis eher weg und bei Nafris eher hingucken, aber der pauschale Rassismus-Vorwurf ist in Sachen Köln völlig daneben.

    Ein großer Teil dieser Burschen, die offenbar organisiert anreisten, sind keine Kriegsflüchtlinge, sondern Trittbrettfahrer der Migrationswelle. Arme Schweine, gewiss, aber nicht im Sinne des Asylrechts – Verfolgung haben sie in ihren Heimatländern kaum zu befürchten. Ich bin sehr für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen, aber die meisten dieser “Nafris” sind einfach keine. Deshalb bevölkern sie zunehmend unsere Knäste – nicht weil wir Rassisten sind, sondern sie Kriminelle. Ist leider so und ist ein echtes Problem.

     
  14. Mini Nuke am 03.01.2017 um 22:51 Uhr 

    Hui, hui! Das, was Sie und Ihre Mitstreiter hier so posten, ist ja ganz schön politically incorrect.

    Viele Grüße aus Damaskus,
    M.N.

     
  15. Kati am 03.01.2017 um 23:47 Uhr 

    @Tom: Natürlich muss die Polizei da sein und Präsenz zeigen, statt nur rumzustehen und zuzugucken, wie letztes Jahr. Aber doch nicht mittels systematischer Selektion von irgendwie “nordafrikanisch” aussehenden Leuten und getrennten Ausgängen, wobei der für die dunklen Leute in einem Kessel aus schwarzgekleideten, bewaffneten und vermutlich nicht gerade freundlich dreinschauenden Uniformierten mündet. Die haben einfach alle anders aussehenden Typen rausgegriffen und keineswegs jeden kontrolliert und dann die Kriminellen, Vorbestraften und Aggressiven rausgewunken. Sie haben weiße und deutsche einfach durchgelassen und sich nur die dunklen, auch wenn sie ‘n EU-Pass hatten, gegriffen. Und bitte tu nicht so, als ob “Biodeutsche” nicht grapschen, keine Taschendiebstähle verüben oder zumindest an Sylvester mal ‘ne Pause einlegen. Stört eine gewisse Klientel vermutlich nicht so sehr, wie wenn es “die anderen” machen, aber die Polizei sollte sich von diesen Berufsempörten nun auch nicht vor sich her treiben lassen, wie sie es dieses getan hat.

    Wie es kommt, dass sich da – angeblich – Großgruppen verabredet haben, um das gleiche abzuziehen, wie letztes Jahr, würde mich auch mal interessieren. Leider scheinen Journalisten weniger Interesse daran zu haben und kaprizieren sich lieber auf eine Art Polizei-Patriotismus. Ich würde ja mal nachfragen, aber ich fürchte, die Polizei würde sich weigern, mich mit ein paar von denen in Kontakt zu bringen oder mal die Social-Media-Verabredungen zu veröffentlichen, damit man sich ein Bild machen kann. Ich gebe aber zu, dass ich da was übersehen haben kann, weil ich das nicht explizit gesucht habe.

    Und bitte. Brandstiftende und randalierende Nazis in Sachsen und sonstwo in “Dunkeldeutschland”, also im Osten, werden eingekesselt? Wo das denn? Die Nazis werden aus den Reihen der Polizei unterstützt, vor Kontrollen gewarnt und sicherlich würden so manche von den Freunden und Helfern gerne mit ihren Kumpels marschieren, statt nur ihre Demos abzusichern. Wobei nicht alle Polizisten so sind – genau wie nicht alle “Nafris” so sind.

     
  16. Tom am 04.01.2017 um 15:17 Uhr 

    @Kati: Das ist doch der Punkt: wieso kommen 600 -1000 “Nafris” nach den Vorfällen des letzten Jahres zu Sylvester ausgerechnet wieder zum Kölner Bahnhof ? Wird in Düsseldorf, Essen, Oberhausen nicht gefeiert ? Wer hat das Großtreffen organisiert ? Ich halte das jedenfalls nicht für einen Zufall und bin froh, dass genug Polizei da war.
    Nach den Vorfällen letztes Jahr ist es kein “racial profiling”, wenn man am Gefahrenort die dem Fahndungsprofil entsprechenden Figuren rausgreift und checkt.
    Dass es auch unter “Biodeutschen” genug Grapschet und Kiminelle gibt ist klar, aber letztes Jahr waren nun mal vor allem “Nafris” in Köln unangenehm aufgefallen.

    Im Sinne der Völkerverständigung, Menschlichkeit und eines großzügigen Asylrechts macht es keinen Sinn, vor den Schattenseiten und dem massenhaften Missbrauch des Asylrechts die Augen zu verschliessen. Den echten Kriegsflüchtlingen, denen wir helfen müssen, erweist man damit einem Bärendienst.

    Unter den Immigranten in D stellen Nordafrikaner nur ca. 2%, sind aber für 20% aller Straftaten verantwortlich, die von Immigranten begangen werden. Das hat genau damit zu tun, dass viele “Nafris” schon in ihrer Heimat kriminell waren und die Migrationswelle nur genutzt haben, um den “Arbeitsplatz” zu wechseln. Solche Fakten darf man nicht wegdiskutieren, wenn man den wirklichen Flüchtlingen helfen will.
    Deshalb halte ich das pseudo-antirassistische Gehabe der (Oliv-)Grünen, die uns ansonsten in jeden dreckigen Krieg hereinziehen und nix dagegen haben Syrer, Afghanen, Libyer und am liebsten auch noch Russen abzuschlachten, für heuchlerisch und falsch.

     
  17. Kati am 04.01.2017 um 21:33 Uhr 

    @Tom:

    Langsam wiederholen wir uns:

    Zu der, ich wiederhole – angeblichen – “Massenverabredung”:

    http://uebermedien.de/11413/im-meinungskessel-von-koeln/#comment-16256

    Und dort verlinkter SZ-Artikel: http://www.sueddeutsche.de/panorama/nrw-warum-kamen-an-silvester-wieder-viele-nordafrikaner-nach-koeln-1.3320037

    Ich neige jetzt eher dazu, dass für eine Schutzbehauptung der Polizei zu halten, um ihre “Weiße bitte hierlang”-Politik zu rechtfertigen. Ich fand’s von Anfang an ein bisschen fischig, sowas ohne jeden Beleg zu behaupten. Aber vielleicht kommen ja noch Beweise dafür.

    Zu den unangenehm auffallenden Grapschern. Wie gesagt: Ist wohl nicht so schlimm, wenn es “Biodeutsche” tun. Das fällt eben nicht unangenehm auf, sondern wird als halb so schlimme Alkohol-Entgleisung empfunden.

    Ich erinnere mich auch sehr gut daran, dass sich viele angebliche Belästigungen und Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch Migranten während des letzten Jahres (nicht Köln-spezifisch) im Nachhinein als verleumderische Falschanzeigen herausgestellt haben. Wieso sollte das ausgerechnet beim Kölner Vorfall anders sein? Von daher sehe ich das ganze ein bisschen skeptischer als du. Bei den Kölner Anzeigen sind viele erst im Nachhinein erstattet worden, als die “Lügenpresse”-Skandierer langsam Oberwasser bekamen und damit die Stimmung noch zusätzlich angeheizt wurde. Man kann da nicht einfach alles glauben, nur, weil es einem in den (fremdenfeindlichen?) Kram passt. Soweit ich weiß, sind die wenigsten dieser Anzeigen substanziiert worden und mussten verworfen werden. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo zwischen “alles wahr” und “alles Lüge”. Aber das ist wohl zu viel verlangt bei der gerade herrschenden Hysterie.

    Ja, das mit den 2% und 20% liest man in rechten politisch inkorrekten Kreisen gerade sehr oft, auch beim Übermedien-Thread sind einige von denen bemüht, das unterzubringen. Aber worum geht es denn bei den 18%? Auch wieder um Schwarzfahren, Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht und sowas? Sorry, dann ist mir das egal. Ist nun nicht gerade etwas, was das Abendland zum Untergang bringt und auch die Bahn wird deswegen nicht gerade pleite gehen. Ich rege mich mehr darüber auf, dass wir einerseits bei der Destabilisierung Syriens mitmachen, die Flüchtlinge ins Mittelmeer locken und hier dann rumjammern, dass die Leute nicht in dem Kaff versauern wollen, in das wir sie mit einer Zielscheibe auf dem Flüchtlingswohnheim einweisen. Wenn du wirklich Völkerverständigung, Menschlichkeit und ein anständiges Asylrecht im Sinn hast, dann solltest du dich dafür stark machen, dass Deutschland Rammstein nicht mehr an die Amis verpachtet, solange von dort die Drohnen gelenkt werden, dass die UNO das Geld, das wir jetzt für unsere verfehlte Asylpolitik hier verballern, bekommt und den Menschen vor Ort hilft, damit sie sobald sie können wieder nach Hause können und in der Zwischenzeit nicht so mies leben müssen, dass sogar ein Trip übers Mittelmeer im Gummiboot besser erscheint.

    Und übrigens: Soweit ich weiß sind die meisten dieser Kriminellen, von denen du redest, keine Asylanten. Ich kann den ach so besorgten Rechtsextremen ihr aktuell zur Schau gestelltes “pseudo-pro-Asylrecht-Gehabe” genauso wenig abkaufen, wie den Camo-Grünen ihre heuchlerische Anti-Kriegshaltung, die sie schon seit dem Realo-Fundi-Schisma an der Garderobe der Regierungsfähigkeit abgegeben haben. Beides ist verlogen und eher abstoßend.

     
  18. Christel Buchinger am 05.01.2017 um 18:01 Uhr 

    Ich habe in Köpenick im S-Bahnhof mehrere Polizeieinsätze gegen sog. Hooligans erlebt. Das war eine Übung in Aufstandsbekämpfung und stand in keinem Verhältnis zu den Mengen an Hools und schon gar nint im Verhältnis zu den gewaltbereiten. ich bin von Ihrem Beitrag sehr enttäuscht.

     
  19. Sirob S. am 05.01.2017 um 23:23 Uhr 

    Eine Bemerkung zum Racial Profiling: Es gibt eine Entscheidung des OVG Koblenz und eine des VG Koblenz, die – in einem anderen Kontext (es geht um verdachtsunabhängigen Kontrollen – ein polizeiliches Auswahlermessen, welches ausschließlich rassistischen Merkmalen folgt, für rechtswidrig erklärt. Solche Maßnahmen – so die Gerichte – verstoßen gegen den Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 GG). Beide Entscheidungen sind absolut begrüßenswert, haben aber wenig mit dem Vorgehen in Köln zu tun. Denn neben rassenspezifischen Merkmalen (ich finde übrigens das Wort schon widerlich) kamen folgende verdachtsbegründende Umstände hinzu (nach meinem Kenntnisstand) :

    – Die Gruppen reisten teilweise geschlossen an und traten geschlossen und kompakt auf

    – sie hatten das gemeinsame (nicht zwingend schlüssige) Ziel am Bahnhof in Köln zu verweilen und reisten zeitlich korrespondierend an

    – die Mitglieder der Gruppen waren (durchschnittlich) zwischen 18-28 alt

    – es gab vor einem Jahr eine ähnliche Gruppierung, deren Mitglieder nachweislich Straftaten (am gleichen Tatort) aus der Gruppe heraus begangen hat. (ob sie sich zusätzlich aggressiv Verhalten haben, sei mal dahingestellt und wäre im Übrigen durch die polizeilichen Maßnahmen selbst zu erklären – sprich die Folge aber nicht die Ursache der Kontrollen)

    Nun kommt zu diesen allgemeinen verdachts- bzw. gefahrenbegründenden (je nachdem ob die Polizei zum Zwecke der Gefahrenabwehr oder zum Zwecke der Strafverfolgung auftritt) der Umstand hinzu, dass die Mitglieder der Gruppen aus Nordafrika stammen – was die Frage aufwirft, ob durch dieses hinzutretende und gleichsam verbindendes rassenspezifisches Merkmal ein Racial Profiling vorliegt?

    Natürlich nicht: Es handelt sich nur um einen Begleitumstand der kumulativ zu anderen hinzutritt – war aber für sich nicht handlungsleitend (nicht in der Gruppe reisende Nordafrikaner zwischen 45-65 wurden nicht kontrolliert)! Dass es rassistische Polizeieinsätze und Gewalt gibt, ist für mich keine Frage und ich bin mir sicher, dass wir hier ein sehr großes Dunkelfeld haben. Wie ausgerechnet dieses Vorgehen jedoch in den Fokus der Kritik gelangt, kann ich nicht verstehen.

    Im Übrigen: Wäre es trotz der Polizeipräsenz zu Übergriffen von Nordafrikanern gekommen, dann hätten sich die Polizeibeamten selbst strafbar gemacht, weil sie sich aufdrängende Gefahrenabwehrmaßnahmen unterlassen haben.

    Abschließend noch eine Bemerkung: Ich glaube nicht, dass Nordafrikaner per se mehr Straftaten begehen als Deutsche und wer das behauptet, ist für mich ein Rassist. Aber ich (und die Kriminologie) behaupte(n), dass Männer zwischen 19-24 Jahren, die ledig, arbeitslos, kinderlos sind und alleine in ihre Heimat verlassen haben, bei den Delinquenten überrepräsentiert sind. Herkunft und “Rasse” spielen keine Rolle; es sind die sonstigen soziologischen Merkmale die man als kriminogen bezeichnen kann. Alle anderen Verlautbarungen sind (rechte) Hetze!! (diese Erkenntnis würde übrigens auch zur Klarheit in der Diskussion führen: Ausländer werden häufiger straffällig, aber nicht weil sie Ausländer sind (alleine die Verstöße gegen das Ausländergesetz begründen eine deutliche Verzerrung!!!

     
  20. Bogusman am 07.01.2017 um 12:15 Uhr 

    Mensch Bröckers, da ist Ihnen die Abscheu vor dem Rassismus wohl ebenfalls verloren gegangen. Nun denn.

     
  21. Werner am 08.01.2017 um 12:38 Uhr 

    So geht das, wenn am Schluß der “Patriot Act-Faschismus” stehen soll.

    Wer Terrorverdächtig eingestuft ist, geht aller Rechte verlustig, dies ist das Ziel. Vielleicht wird morgen eine Abkürzung für Ostafrikaner gesucht “Ofrie” etwa und die armen Irren gehen auf die Ostfriesen los statt auf die “Neger”. Sorry, aber ich fasse das nicht, wie einfach man uns Freiheit und Bürgerrechte entziehen kann.

    Silvester 2015 Domplatte Köln. Am Neujahrstag eine Pressemeldung der Polizei, die mit 2 Hundertschaften den Domplatz, gemeinsam mit Überwachungskameras an allen Ecken im Auge hatte: “Alles friedlich & ruhig verlaufen”.
    Dann plötzlich, das Inferno mit mehr als 1000 Notrufen, Vergewaltigungen, Nordafrikanern und Zahlen, die sich schnell ins Nichts auflösen wenn man sie hinterfragt, z.B. Wie lange braucht ein Notruf, wenn man sagt was passiert ist und beschreibt wo es passiert ist? Sagen wir 1 Minute, das ergibt bei mehr als 1000 Notrufen allein ca. 20 Stunden Notrufe und keine Kamera, kein Polizist hat etwas gesehen. Ein Jahr später betritt keiner, der mit dunklen Farbpigmenten in der Haut ankam, den Domplatz.

    Klar, der Terrorverdacht hat seine eigenen Regeln, mit Rechtsstaatlichkeit unvereinbar.

     

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