Goethe und die Natur

Das Manuskript ist fertig, das Cover ist schon da, erscheinen wird das Ganze aber erst im kommenden Frühjahr:  das Buch über meinen Lieblingstext von Goethe, das “Fragment über die Natur”.  Auch wenn er diese Aphorismen nicht verfasst hat und sie wahrscheinlich von Georg Christoph Tobler stammen, auch wenn Goethe sie nur bearbeitet und bei einer Zeitschrift eingereicht hatte, wo sie anonym erschienen, sind diese hymnischen Zeilen ein herausragender Schlüsseltext  für das Denken Goethes über die Natur. Sie stehen am Anfang seiner lebenslangen Erforschung von Steinen und Pflanzen, Tieren und Menschen, Licht und Farben und legt den Grundstein für die Methode der »zarten Empirie«, mit der er sich als Wissenschaftler seinen Gegenständen nähert. So kam denn auch der Pionier der Polaroid-Fotografie, der Physiker Edwin Land,  mit Newtons »spectre« (engl.Erscheinung, Gespenst), dem von einem Prisma in Farben getrennten weißen Lichtstrahl, nicht weiter, erforschte die Farbwahrnehmung mit Goethe‘schen Methoden und erfand das farbige Polaroid-Sofortbild. Es scheint, dass Goethes Erkenntnisse über die Natur ihrer Zeit voraus waren und heute für die Zukunft relevanter sind als je zuvor. “Newtons Gespenst und Goethes Polaroid” erscheint am 1. März 2019 im Westendverlag.
  

2 Kommentare

  1. Ein schönes Cover. Aber ein ziemlich kryptischer Titel – herbeigedacht, find ich – auf den Inhalt bin ich gespannt.

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