Real Game Of Thrones: “Little Michael” will die Wahlen kaufen

König Donald nennt ihn großspurig zwar am liebsten  “Little Michael”, aber klein ist der Mann, den im Königreich alle als “Bloomberg” kannten, natürlich nicht wirklich, denn er hat ein Vermögen von sagenhaften 55 Milliarden Talern angehäuft. Selbst der steinreiche Donald ist verglichen damit ein armer Schlucker. Als er einst Bürgermeister der Stadt New York werden wollte, wechselte er von der Partei der “Demokraten” zu den “Republikanern”, was dank des Einparteiesystems mit zwei rechten Flügeln im exzeptionalistischen Königreich ja jederzeit problemlos möglich ist. Sofern man genug Zaster hat, um auch ohne Unterstützung  aus dem Volk der Parteimitglieder und reichlich Spenden einen Wahlkampf durchzuziehen. So machte Michael seinerzeit 75 Millionen aus seiner Portokasse locker und wurde prompt Bürgermeister.  So ähnlich stellt er sich das auch jetzt vor. Er ist wieder bei den “Demokraten” eingetreten und hat gleich schon mal 100 Millionen für Anti-Donald-Werbung locker gemacht. In das Rennen der Vorwahlen will er aber erst richtig einsteigen wenn an einem Dienstag im März, der “Super Tuesday” genannt wird, die großen Bundeststaaten über die Kandidaten abstimmen. Zwar galt im exzepotionalistischen Königreich schon lange die Regel, dass am Ende immer der König wird, der das meiste Geld für Wahlwerbung einsetzen kann – aber das war beim letzten Mal schon schief gegangen, als Hillary gegen Donald verlor, obwohl sie fast doppelt soviele Millionen für Reklame verballert hatte. Ob also der ultrareiche Michael trotz seines gigantischen Geldspeichers wirklich eine Chance hat, ist keineswegs ausgemacht, zumal er Donald auch noch eine wunderbare Angriffsfläche bietet, denn er ist Boss eines Imperiums von Herolden und Lautsprechern. Diese hat König Donald mit seinem Zwitschergerät ohnehin schon auf dem Kieker, weil sie angeblich unfair über ihn berichten was teilweise ja auch tatsächlich zutrifft. Wenn jetzt also ein Tycoon dieser Branche sein direkter Gegenkandidat würde hätte Donald noch viel  leichteres Spiel, sich als Opfer permanenter “Fake News” darzustellen. Insofern wundert es nicht, dass er “Little Michael” seinen Wunschherausforder nennt: er hätte zwar reichlich Geld, aber ihm würde der “Zauber” fehlen.

Dieser “Zauber” geht unterdessen auch dem aktuellen Spitzenkandidaten der Demokraten,  “Sleepy Joe” Biden, immer mehr ab – selbst Obama, der sympathische Friedhofsnobelpreisträger, sieht das so . Und jetzt wurden auch noch  neue Dokumente freigegeben, die seine  Verstrickung im Sumpf ukrainischer Korruption noch genauer aufzeigen als bisher. Die Freigabe der bisher geheimen Dokumente hatten Donalds Gegner beantragt, weil sie damit unsaubere Machenschaften von Donalds persönlichem Consigliere Giuliani, den alle nur “Rudy”nannten, beweisen wollten – aber  dieser Schuß ging nach hinten los. Wie ja überhaupt dieser ganze “Impeachment” genannte Absetzungszirkus eher dem ehemaligen Vizekönig Sleepy Joe geschadet hat als dem amtierenden König mit der Eichhörnchenfrisur – auch wenn die meisten Anti-Donald-Lautsprecher die Null-Enthüllungen der Zeugenaussagen weiter als große Offenbarungen hochjubeln.

Nach den “Thanksgiving” genannten Feiertagen wollen die Demokraten nun im Parlament über das Impeachment abstimmen lassen. Wenn sie dank ihrer Mehrheit dort damit durchkommen geht das Verfahren an den Senat zur Entscheidung. Weil dort dann Donalds Partei die Mehrheit hat, können die Senatoren die Eröffnung eines Verfahrens  einfach nur ablehnen, womit der Zirkus erledigt sofort wäre – oder sie könnten mit den Anhörungen beginnen und die Zeugen aussuchen, die geladen werden. Da würden dann natürlich zuerst mal Sleepy Joe und Hunter Biden gegrillt, sowie der falsche Whistleblower aus dem Lager der unsichtbaren Meister, der Donald wegen dem Ukraine-Quid-Pro-Quo angeschwärzt hatte, sodann auch dessen ehemalige Chefs, die man nur “Brennan” und “Clapper” nannte und die Hillarys “Russiagate”-Phantasien aus den Tiefen des Reichs mit Fake-Fakten bestückt hatten.
Alle diese unangenehmen Verhöre würden sich über Monate hinziehen und einen Demokraten nach dem anderen ziemlich schlecht aussehen lassen, während draußen im Lande der Kampf um Wahlstimmen auf Hochtouren läuft – und am Ende würde der Senat mit seiner Mehrheit dann gegen ein Impeachment stimmen:  Punktsieg für Donald.
So scheint das der König auch selbst zu sehen, er freut sich auf dieses Match im Senat und hat sich vorsorglich – und ganz seinem Nimbus als vulgäre Dumpfbacke entsprechend, für den ihn feinsinnige “Liberale” so verachten – auf seinem Zwitschergerät schon mal kommentarlos als Heavy-Weight-Champion präsentiert. Werden die Demokraten so dumm sein, sich auf diesen aussichtslosen Fight einzulassen. Es wäre denkbar und dann wären alle bisherigen Kandidaten so beschädigt, dass am Ende doch als letzter Notnagel ein Plutokrat wie “Litte Michael” in den Ring geschickt wird. Solche Ultra-Reichen mögen die Leute im Königreich aber eigentlich nicht und wenns drauf ankommt werden sie eher eine Dumpfbacke wie Donald wählen.

Es sieht also finster aus, sowohl was die Absetzung als auch was die Abwahl von König Donald betrifft. Es sei denn, die Anti-Donald-Partei würde Kandidaten den Rücken stärken, die die Wahl mit Argumenten für eine andere Politik statt mit Impeachment und Russenzirkus gewinnen wollen – wie der alte Bernie (Krankenversicherung für alle!) und die junge Tulsi (Stop Regime-Change-Wars!) es vorhaben. Wegen dieser Forderung ist die surfende Majorin, Karate-Kämpferin und Abgeordnete der Insel Hawaii ja zur bevorzugten Zielscheibe der Hexe Hillary und diverser Kriegstreiber geworden. Zuletzt war die alten Tante New York Times  “not amused” weil Tulsi sich herausnahm, bei der Debatte der Kandidaten einen weißen Hosenanzug zu tragen, wie Hillary im Wahlkampf 2016. Eine Unverschämtheit aber auch! Und falls Bernie nominiert werden sollte, will Ex-König Obama, der sympathische Friedhofsnobelpreisträger, persönlich dagegen einschreiten. So ticken sie, die sogenannten “Demokraten”: ehe sie sich für Krankenversicherung und Frieden einsetzen, nehmen sie lieber vier weitere Jahre Donald in Kauf….

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

9 Comments

  1. Bei den “Demokraten” begreift man offenbar nicht, dass Wähler weder dadurch zurückgewonnen werden, indem jegliche Sachpolitik durch stereotyp-endloses Trump-Bashing ersetzt wurde, noch durch die Nominierung irgendwelcher berühmter Geldsäcke.

    Denn Donald wurde ja nicht wegen seiner Millionen gewählt, sondern weil er auf Krawall gebürsteter, krasser Außenseiter ist und die verlogene Friedhofs-Ruhe sowie den Eliten-Konsens des Establishments durchschlagen hat. Wenn die Dems gewinnen wollten, müssten sie eine alternative Politik machen – weg vom Neoliberalismus, hin zu Wahrhaftigkeit, Frieden, Sozialstaat – also selbst auf einen Anti-Establishment-Weg einschwenken. Damit könnten sie Trump besiegen.

    Aber das würde ja bedeuten, dass das Wahlvolk Einfluss auf den politischen Generalkurs hätte und so etwas ist natürlich im Rahmen des “So-tun-als-ob” (wir eine Demokratie hätten) absolut nicht vorgesehen. Schließlich wird der ganze Zauber nur veranstaltet, damit die weisen Administratoren im Hintergrund beim globalen Schicksal spielen nicht durch “unreife” und “einfältige” Normalbürger behelligt werden

    Wir werden deshalb den Tag noch erleben, an dem die Obrigkeit beschließt, dass Wahlen im herkömmlichen Sinne “nicht hilfreich” sind. In Schland rät ja schon ein populärer (grüner) Landesregent von “zu viel Demokratie” ab. Wo bitteschön beginnt dieses “zu viel”? Heißt es irgendwann vielleicht: “Wir lassen Euch gnädig die Möglichkeit, uns Etablierte immer wieder zu wählen. Tut Ihr dies nicht, dann sollten wir uns diesen Alibi-Wahlrummel sicherheitshalber verkneifen…”?

  2. Das so mancher US-Amerikaner darüber nicht glücklich ist wer da nun sein Land regiert und für das Auftreten von König Donald in der Öffentlichkeit auch nur ein Kopfschütteln übrig hat, kann man nachvollziehen. Aber was erwartet man auch aus einem Staat mit einem Einparteiensystem, in dem der “American Dream” heute noch hoch gehalten und für gut 90% auch weiterhin ein Traum bleiben wird?
    Zwischen “What you want!” und “What you get!” ist halt doch ein großer Unterschied. Inzwischen sollte man froh darüber sein, dass Donald gegen Hillary das Rennen gemacht hat. Ich möchte mir nicht ausmalen, wo wir mit Killary und ihrem Russen- resp. Putinhass jetzt wären. Aus welchem Stoff die (sogenannten) Helden der US-Amerikanischen Saga sind und von wem “Gods own Country” eigentlich regiert wird, haben die letzten Jahre seit Donalds Inthronisierung erfolgreich ans Tageslicht gebracht. Man nahm ja an, dass die sogenannten Demokraten die etwas “hochgeistigeren” Antiwaffentypen wären und die Republikaner mehr das Image vom “Wilden Cowboy” der erstmal schießt und dann verhandelt, vertreten. Mit Blick auf das mediale Theater welches vom Akt Russia Gate, bis zum Akt Impeachment – unter der Regie von Hillary und ihren Drehbuchautoren vom “Tiefen Staat” – gegen König Donald durchgespielt wurde, muß man sagen weit gefehlt. Mir kommt Hillary immer mehr wie die Böse Königin aus “Schneewittchen” vor, welche Donald einen vergifteten Apfel nach dem Anderen reicht, nur will dieser perdu nicht hinein beißen um daran zu Grunde zu gehen. Selbst der über allen schwebende und medial vergötterte “Friedhofsnobelpreisträger” Obama, macht dieses perfide Spiel mit! Dabei ist Donald noch nicht einmal ansatzweise in die Nähe seines (Hoffentlich für die Ewigkeit!) aufgestellten Bombenrekord gekommen. Auch wenn er die “Mother of Bombs” in Afghanistan abgeworfen hat, welches wohl eher unter Druck der daran verdienenden Herren vom MIK (Vor dem schon General Eisenhower – den alle nur Ike nannten – warnte!) zustande kam, muß man doch konstatieren – und das selbst in hohen Kreisen des Reiches der Briten! (Wo ein gewisser Zwilling von Donald mit dem Namen Boris um die Macht und um den Austritt aus dem EU genannten Wirtschaftsgebilde, welches von Königin Angela und dem Sonnenkönig Macron geführt wird, kämpft.) – das mit König Donald einer “Kriegsunlustigsten” Präsidenten dem exzeptionalistischen Königreich vorsteht. Und da große Teile seines Volks mittlerweile vom “Ewigen Krieg gegen den Terror” die Nase voll haben und die Demokraten sich nicht auf Bernie oder Tulsi festlegen (Wie unser guter Erzähler Broeckers – den alle nur Mathias nannten – schon treffend feststellte!) wird es mit König Donald wohl weiter gehen. Aber!: Es hätte schlimmer kommen können!

  3. Ja Mathias, das ist dein Feld, auf dem du glaenzend agieren kannst. Klimawandel mit CO2-Treibhauskonstruktionen solltest du lieber anderen ueberlassen. Das schadet dir mehr als es dir nuetzt.

    1. Es hat schon etwas – wie soll ich es ausdrücken – Tragikomisches an sich, wenn die selben Leute, die das “Real Game of Thrones” (scheinbar) kapieren, beidem Teil dieses Spiels, der sich um das Klima dreht, aber die Augen nicht nur verschließen, sondern zukleben, vernageln und noch ein Brett davor schrauben.

      Die selben “unsichtbaren Meister”, die verhindern wollen, dass auf der Welt der Frieden ausbricht, stehen auch für das “Weiter so” beim Auto- und Flugverkehr, beim immer größeren Ausbau des Militärapparats und so weiter. Das ist ja an sich vollkommen logisch. Es sind nicht einmal zwei Seiten der selben Medaille, es ist die selbe Seite der selben Medaille. Und Bröckers hat das von Anfang an kapiert. Dass CO2 ein Treibhausgas ist, ist ohnehin schon seit Ewigkeiten bekannt und lässt sich immer wieder mit einfachen Methoden nachweisen. Es geht längst nur noch um die Frage, wie groß der Anteil des Menschen am real stattfindenden Treibhauseffekt ist. Selbst die stursten “Skeptiker”, abgesehen von ein paar Dumpfbacken, leugnen nicht mehr das sich schnell verändernde globale Klima und auch nicht eine gewisse Schuld des Menschen. Als bewusste oder unbewusste Handlanger der “unsichtbaren Meister” versuchen sie aber weiterhin, sich mit allen möglichen Ablenkungsmanövern vor der ganz simplen Frage zu drücken: Sollen wir – trotz aller Unsicherheiten, die sich auch nie restlos beseitigen lassen – handeln oder nicht? Bröckers hat sich auch da frühzeitig positioniert, mit der einzig logischen Antwort: Natürlich müssen wir handeln, und zwar sofort. Natürlich nicht mit CO2-Steuern oder einer kompletten Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotor. Auch da hat Bröckers aufgezeigt, wo die Hauptverursacher zu finden sind – nicht bei Urlaubsreisenden und auch nicht bei Berufspendlern.

      Fazit: Es handelt sich hier um nur ein einziges Thema, und Bröckers beherrscht es in seiner Gänze. Ich hoffe (und bin mir eigentlich sicher), dass er dazu steht und weiterhin stehen wird, sich von Lesern, die sich abwenden oder ihm nahelegen, bestimmte Themen nicht mehr zu bearbeiten (weil er anderer Meinung ist als sie), nicht beeinflussen zu lassen und sein Ding weiter durchzuziehen. Das nützt ihm nur und schadet ihm kein bisschen.

    2. Rheinbogen, wir hben das schon alles in einem anderen thema im blog von Mathias diskutiert und muessen es nicht wiederholen.

      Dass die Zerstoerung der natur, unsere existenzielle grundlage, von einigen Menschen, nicht von allen, organisiert wird, darueber sind wir uns doch einig. Auch vielleicht, dass wir kein Militaer und Paramilitaer brauchen. Auch vielleicht, dass wir keine privaten Geld- und Finanzsysteme brauchen. Auch vielleicht, dass es nirgendwo auf unserem Planeten eine Demokratie gab oder gibt, wir sie aber brauchen.

      Aber, wir brauchen CO2. Und nicht nur fuer unsere Koerper, sondern auch fuer alle Lebewesen: Pflanzen, Pilze und Tiere (dessen teil wir sind). Und 400 ppm ist nahe des absoluten Minimums.

      Aber, was wir nicht brauchen, sind CO2-Steuern und CO2-Emissionsverbriefungen. Und nur um diesen schwachsinn geht es doch eigentlich. Wir haben ja wirklich grosse aufgaben wie z.b. die Wieder-Auffoerstung der Waelder, also die baeume als biotopische Zentren. Auch gute wohnverhaeltnisse fuer alle menschen, eine gute ernaehrung und gutes wasser.

      Was wir nicht brauchen sind Kriege, Zerstoerungen, Finanzkonzentrationen, Ruestungsproduktion und -Forschung, Welthandel, Patent- und Lizenzrechte, privates Eigentum an gemeinschaftlichen Ressourcen.

      Insofern sollten wir uns doch darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

      1. “Aber, wir brauchen CO2.”

        Ach du liebe Zeit. Dafür ist mir die Zeit jetzt zu schade. Woher kommen eigentlich immer wieder diese immer schwachsinnigeren Sprüche? Von EIKE?

        Nur zur Klarstellung: Es wird auf der Erde immer CO2 geben, so lange es Leben auf Kohlenstoffbasis gibt. Kein Mensch hat je auch nur vorgeschlagen, das CO2 komplett zu entfernen, wie immer das gehen sollte. Eieiei, wie absurd kann das eigentlich noch werden? Ich beende diesen Nebenkriegsschauplatz für meinen Teil. Es geht ja um ein anderes Thema.

  4. Mit dem FASAB Act 56 ( google ) wurde amtlich und in ein Gesetz gegossen, dass die USA weder von den Demokraten noch von den Republikanern regiert werden, sondern von denjenigen, die minimum 21 Billionen US-Dollar sich zur Seite geschafft haben. ( 65.000 Dollar pro US-Bürger )

    Weil der “Deep State” jetzt offiziell ist…braucht man auch keine Epsteins und keine kostenintensive illegale Infrastruktur ( Iran-Contra ) mehr….um Gelder zu stehlen zu waschen und fehl zu steuern.

    Story des Jahres :
    Missing Trillions and where Did the Missing Trillions Go?
    https://www.youtube.com/watch?v=MJ5K4lezE3E
    https://www.youtube.com/watch?v=gqHM5tGHCE4
    https://www.youtube.com/watch?v=J1tiGArOpZI

    Cui bono :
    Secret Space Programs ?
    Underground-Cities ?
    Break away Civilisation ?
    Die globale Agenda der Zentralisation ( UNO Agenda 21 / 2030 ) und
    der Algoritmen-Neo-Feudalismus der 0,0001% soll den Neo-Liberalismus
    ablösen ?
    Für diese weltweit angestebte Transformation bräuchte es in jedem Fall
    massive “Fundings” und Mind-Control-Psy Ops—Stichworte :
    Null-Zins-Euro-Rettung-Ablösung des USD als Welt-Reservewährung-NGOs-Climate-Change-Regime Changes-Migration as a weapon-More Wars-Green-E-Energy-Cashless Society-G5-AI-IOT-Transhumanismus

  5. “Wir werden deshalb den Tag noch erleben, an dem die Obrigkeit beschließt, dass Wahlen im herkömmlichen Sinne “nicht hilfreich” sind.”

    Nein, das kann ich garantieren, nicht in Erstweltländern. Es gibt in modernen Gesellschaften eine 20/60/20-Einteilung der Bevölkerung, nur unzureichend mit den antiquierten Begrifflichkeiten Unterschicht/Mittelschicht/Oberschicht zu vergleichen.

    20 Prozent buckeln und kommen auf keinen grünen Zweig, 60 Prozent geht es halbwegs ordentlich, sie müssen allerdings ihr Leben lang arbeiten. Und 20 Prozent profitieren, ohne oder beinahe ohne dafür arbeiten zu müssen. Diese Verhältnismäßigkeiten haben sich bewährt für Staatenlenker: Eine Funktionselite (bei den 60 Prozent zu finden) wird nicht auf Dauer etwas unterstützen, was sie unter die Knute stellt – und ist von integraler Bedeutung in einer ausdifferenzierten Gesellschaft.

    Nur weil die Medien-Mittelschicht momentan unter Druck gerät, was geschichtlich ziemlich neu ist, hört ihr überhaupt von gesellschaftlicher Spaltung und anderen Ungerechtigkeiten im Mainstream. Das ist die Perspektive dieser Maden, denen der Speck weggenommen wird. Vorher gab es auch Ungleichheit, man hat es aber eher aus dem linken Spektrum gehört, weil nur dort sowas wie Solidarität mit den 20 Prozent unten existiert hat bzw. man dazugehört hat. Sympathie für Klima, Flüchtlinge und den Mitmenschen als solchen hätte es früher aus der etablierten Mittelklasse nie gegeben – das ist eher Panik-Sympathie von Leuten, denen der Kompass abhanden gekommen sind und die in eine Unterschicht-Mentalität der ständigen Knappheit verfallen.

    Trotz allem Bohei wird das aber nicht das 20/60/20-Verhältnis infrage stellen, warum auch? Lohnsteuerklasse 1 kann in Deutschland noch bis locker 50 Prozent ausgequetscht werden, bevor die Leute mehr als nur aufheulen. Unsichtbare Ketten sind zwar intelligenter als sichtbare, deswegen werden die vermeintlichen grauen Eminenzen einen Teufel tun, die illusionäre Wahlfreiheit zu beschränken, vielleicht werden’s eher 20 Parteien – durch Fraktions- und Koalitionszwang sind’s ohnehin wieder nur drei oder vier. Man hat aber herausgefunden, dass es der gesellschaftlichen Stabilität keinen Abbruch tut, wenn manche ihre Ketten in einer Mischung aus Trotz, Stolz, Ironie und Schizophrenie selbstbewusst-verschämt um den Hals tragen – was können Medienaffen denn schon kaputtmachen, wenn überall die normative Kraft des Betriebswirtschaftlichen Auswüchse begrenzen und kanalisieren wird, die sonst gefährlich werden könnten?

    “In principle it would be quite simple to waste the surplus labour of the world by building temples and pyramids, by digging holes and filling them up again, or even by producing vast quantities of goods and then setting fire to them. But this would provide only the economic and not the emotional basis for a hierarchical society. ” (Orwell, 1984)

    Und genau diese emotionale Basis wird in diesem vermeintlichen Chaos nicht vernachlässigt: siehe etwa den Kollektivmoralismus, der danach trachtet, Rechte und Einkommen radikal zu beschneiden, fürs Gute natürlich, und dabei riesige Kultsimulakren errrichtet. Wir sind auf dem Weg ins Schuld-Scham-Furcht-Spektrum der Japaner, was über Jahrzehnte so neidvoll von Staatenlenkern analysiert wurde. Natürlich kommt bei uns die urdeutsche Wut und der Eskapismus dazu, aber hey, schließlich ist Eurasien nicht Ostasien.

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