Are You Ready To Rumble ?

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Demokratie in den Vereinigten Staaten eine Simulation ist und der milliardenteure Wahlkampf ein hohler Budenzauber, weil Wahlen in einem Ein-Parteien-System mit zwei rechten Flügeln eben keine sind – die Debatte zwischen Präsident Trump und seinem Herausforderer Biden am letzten Dienstag hat ihn geliefert. Ein pöbelnder Troll, der keine 10 Sekunden die Klappe halten kann und ein semi-dementer Opi, von dem man schon froh war, dass er seinen Namen nicht vergessen hat – wenn solche Gestalten das Beste darstellen, was ein politisches System zu bieten hat, wundert es nicht, dass mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten diesen Zirkus ignorieren. Sie haben einfach keine Wahl.

Dass Trump sich jetzt Corona eingefangen hat und in Quarantäne muss kann immerhin hoffen lassen, dass dies die letzte Debatte war. Unterbieten lässt sich das Niveau nicht mehr, es sei denn man stellt für das nächste Mal einen Pool zum Schlammcatchen bereit oder einen Boxring wie bei der „World Wrestling Federation“. Als mein Sohn einst Fan von Hulk Hogan & Co. war und so lange drängelte, bis ich mit ihm naserümpfend zu einer Live-Show ging, war ich hinterher ziemlich begeistert: alles hatte so ausgesehen, als würden sich die Kämpfer wirklich wehtun. Nach dem Match Trump gegen Biden notierten die Medien indessen als Höhepunkt, dass „Sleepy Joe“dem „Pitbull“ Donald tatsächlich einmal ein genervtes „Shut Up“ zurief – und das war’s auch schon mit inhaltlicher Auseinandersetzung, mit Opposition, mit einer politischen Alternative. Keiner will eine Krankenversicherung für alle, keiner will den astronomischen Rüstungsetat schrumpfen, keiner will Großkonzerne besteuern und einen Green New Deal will auch keiner. Zwar plapperte Biden kurz davon, dass sich so ein Deal selbst finanziere – und Trump kläffte irgendwas von „Sozialismus“ dazwischen – musste dann auf Nachfrage aber zugeben, dass er einen Green New Deal ablehnt. Er favorisiere den „Biden-Plan“. Den hätte man dann gerne gehört, wie überhaupt mal irgendetwas Konkretes. Immerhin: beide sind für saubere Luft und sauberes Wasser. Und jeder meint, dass er das besser kann als der andere, der ganz schlecht ist und immer nur lügt und überhaupt ein Versager… ( Weil das Video schwer erträglich ist, hier das Transkript)

Kurz vor der Schlammschlacht hatte die „New York Times“ noch enthüllt, dass der angebliche Milliardär Trump 2018 ganze 750 Dollar an Bundes-Einkommenssteuern bezahlt hat – irgendetwas Illegales oder gar Gelder aus Russland waren aber in der Steuererklärung nicht zu entdecken. Dass Dutzende Großkonzerne, allen voran Amazon, garkeine Einkommensteuer zahlen blieb dann ebenso unerwähnt wie die Tatsache, dass beide Parteien dieses auf Superreiche zugeschnittene Steuersystem geschaffen haben und weiter unterstützen.

Auch das Trump-Lager zog vor der Debatte noch einen Pfeil aus dem Köcher: das Schreiben des nationalen Geheimdienstkoordinators James Ratcliff, nach dem die „Russiagate“- Vorwürfe gegen Trump eine Erfindung des Clinton-Lagers gewesen sein sollen,– und dass die US-Geheimdienste bereits davon wussten, bevor das haltlose „Steele-Dossier“ über Trumps angebliche Untaten in Moskau bekannt wurde und Ermittlungen in Gang setzten. Ihr Wissen verdankten die US-Dienste laut diesem Schreiben dem Ausspionieren eines russischen Analysten, der offenbar davon Wind bekommen hatte, dass der Einbruch in den Server der demokratischen Partei russischen Hackern angehängt und Trump einer nicht vorhandenen Russland-Connection bezichtigt werden sollte. Laut dem Schreiben des obersten US-Geheimdienstlers – das die New York Times als „russische Desinformation“ bezeichnet – wurde auch Präsident Obama über diesen Verdacht informiert. Doch der hatte, ebenso wie weitere hohe CIA-Beamte und die Chefs des FBI, keine Bedenken, die „Crossfire Hurrikan“ genannten Abhörmaßnahmen und verdeckten Ermittlungen – und im Konzert mit den Großmedien die Russiagate-Verschwörungstheorie hochzufahren. Nicht gegen das Team Clinton, das das gefälschte Dossier in Auftrag gegeben hatte, dessen dubiose russische Informanten dem FBI schon bekannt waren, sondern gegen das Team Trump; nicht gegen Hillary, die den neuen kalten Krieg anheizte um von dem Skandal ihres gehackten Servers (und dem Betrug an Bernie Sanders) abzulenken, sondern gegen Trump, dem dann auch in den aufwändigen Impeachment-Ermittlungen und dem millionenteuren „Mueller Report“ keine Fehltritte in Sachen Russland nachgewiesen werden konnten.

Dass diese Zusammenhänge erst jetzt veröffentlicht und dokumentiert werden –weitere Dokumente sollen noch folgen (UPDATE: Hier sind die nächsten.)– liegt nicht am aktuellen Wahlkampf, sondern an der Blockade der De-Klassifizierung geheimer Dokumente durch Betroffene – namentlich der jetzigen CIA-Direktorin Gina Haspel, die 2016 als ehemalige Stationschefin in London die CIA-Geschäfte mit dem britischen MI-6 koordinierte – dem (ehemaligen ?) Arbeitgeber von Christopher Steele, der dort sein Fake-Dossier verfasste…

Dass Trump in der Debatte triumphierend tönte: „Sie planten einen Coup vom ersten Tag an, …..aber wir haben sie erwischt. Wir haben sie alle erwischt und wir haben es auf Band!“ heißt nun nicht, dass die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden. Obwohl der Einbruch in das Büro der Demokraten im „Watergate“-Haus, der einst Richard Nixon den Präsidenten-Job kostete, verglichen mit diesem Skandal nachgerade lächerlich erscheint. Denn hier hat nicht eine kleine Klempner-Truppe mal nächtens die Konkurrenz ausspioniert, sondern die Spitzen von CIA, FBI und Regierung haben mit illegalen Methoden systematisch versucht, einen unerwünschten Präsidenten zu demontieren. Wobei es aber eigentlich, wie Caitlin Johnstone meint, gar nicht um Trump geht:

„Die gängige demokratische Parteierzählung bestand darin, dass Untersuchungen über mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Moskau klären sollten, ob die US-Regierung auf höchster Ebene von einer feindlich gesinnten ausländischen Macht kooptiert worden war, wobei unzählige “Experten” zu Beginn von Trumps Amtszeit behaupteten, dass diese Untersuchungen dazu führen würden, dass Trump in Ketten aus dem Weißen Haus gezerrt würde. Das gängige Narrativ der republikanischen Partei lautet, dass der Präsident das Ziel eines sanften Putschversuchs des „tiefen Staates“ war, bei dem falsche Behauptungen über russische Absprachen aufgestellt wurden, um ihn aus dem Amt zu entfernen, weil er dem tiefen Staat die Stirn geboten hatte. Wie die meisten Partei-Erzählungen sind beide falsch.

Es ist richtig, dass die konspirativen Behauptungen, Wladimir Putin kontrolliere heimlich die Exekutive der US-Regierung, gefälscht waren. Richtig ist auch, dass das Russiagate eine Psychologische Operation war, die von Kräften des US-Geheimdienstkartells gefördert wurde, welche manchmal kollektiv als Teil des “tiefen Staates” bezeichnet werden, obwohl dieser Begriff in den letzten Jahren weitgehend bedeutungslos geworden ist, weil die Trumpisten seine Bedeutung in “Demokraten und alle, die Trump nicht mögen” verdreht haben. Aber sowohl Republikaner als auch Demokraten irren, wenn sie glauben, dass Russiagate etwas mit der Amtsenthebung von Trump zu tun hatte. Russiagate war nie eine tiefenstaatliche Operation, die auf Trump abzielte; Russiagate war immer eine tiefenstaatliche Operation, die auf Russland abzielte. Sie können sicher sein, dass dies zutrifft, denn obwohl Russiagate keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Trump hatte, hat es die Räder für die Eskalation vieler neuer Aggressionen des Kalten Krieges gegen Russland geschmiert. (…) Was Trumps Präsidentschaftskarriere betrifft, so war alles, was das Russiagate je erreicht hat, die Galvanisierung seiner republikanischen Basis um die völlig falsche Vorstellung herum, er kämpfe gegen das Establishment….“

Womit wir wieder bei dem „Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln“ und seiner Kontrolle durch den militärisch-industriellen Komplex wären, sowie der Simulation von Demokratie und einer Präsidenten-Debatte auf Hauptschulhof-Niveau. Insofern ist es relativ wurscht, wer von diesen beiden Antikörpern ab 2021 im Weißen Haus residiert, auch wenn die Medien die Wahl zum entscheidenden Kampf stilisieren, mit einem ultrabösen Quasi-Hitler in der roten Ecke und in der blauen einem korrupten Konfuzius als Weißer Ritter.

Are You Ready To Rumble ? No!

Wegen Covid musste der Hitler-Darsteller eine Auszeit im Spital nehmen, ein weiteres Match fällt wahrscheinlich aus. Aber die Gefahr ist nicht vorüber, denn, so der demokratischen Senator Murphy, mit der „russischen Bedrohung“ geht es erst richtig los: „Wenn Trump jetzt zwei Wochen bei der Wahlkampftour ausfällt, wird er Ersatzleute schicken und einer seiner Ersatzleute ist nun leider Wladimir Putin“.

Das meint er ernst und erzählt es auf CNN. Doch auf ein Live-Match zwischen Wladimir dem Schrecklichen und Sleepy Joe Biden werden wir wohl verzichten müssen – Russiagate und der neue Kalte Krieg hingegen gehen in die Verlängerung, ganz gleich wer nach dem Schaukampf der Wahl zum Sieger erklärt wird…

Auch als Podcast auf KenFM

12 Comments

  1. Hier ein Interview-Video (ca. 1 Std. lang – Werbung am Anfang überspringen), das sich mit Flynn und dem versuchten “Putsch” (so muß man das wohl durchaus nennen) gegen den Präsidenten beschäftigt.
    Ab 43:25 geht es dort um die Debatte Trump-Biden, wobei die Figur, die Trump in der Debatte machte, doch sehr viel positiver bewertet wird als anderswo. Mit Recht, wie ich finde:
    “THE [DS] IS PANICKING, GEN FLYNN IS NOT A GAME CHANGER, IT’S A GAME ENDER:DR. DAVE JANDA” – https://youtu.be/JWzqyI4mjbQ

    Sehenswerte Interview-Videos noch zu “HUNTER BIDEN’S DODGY DEALS WITH UKRAINE & CHINA” – https://www.youtube.com/watch?v=3Ta6xjZUdRw
    …und “NYT DELIVERS FAKE NEWS DUD WITH YET ANOTHER TRUMP TAX” – https://www.youtube.com/watch?v=OPexGPh-K9g

  2. Diese beiden Schnarchsäcke sind genau das Niveau, welches man dem „Durchschnittsami“ noch zumuten kann. Für dieses – aus meiner Sicht – geistig immer mehr derangierte Volk wäre es nur von Vorteil, wenn Putin dort weiter machen würde. Eventuell stellte ein Auftritt von Putin für viele Zuschauer dieses Events „Mady by USA“ eine „Intellektuelle“ Überforderung dar? Da sie sich dann mit unangenehmen Fragen und Fakten betreffs ihres Seins und Handeln auf diesem Planeten auseinandersetzen müssten. Kurz einer Selbstreflexion!
    Wie tief kann eine Nation sinken oder anders gefragt, ab wann hat ein „Exzeptionalistisches Reich“ seinen Zenit überschritten? Dort über den Großen Teich im „Land of the Free“ ist die Basis des geistigen Durchschnitts so tief in den Keller gerutscht, das man sich nicht mehr fragen muss, wie es dazu kommen konnte, dass zwei solche „Brainkiller“ um das höchste Amt streiten. Den wirklichen Akteuren – welche im Hintergrund an den Hebeln der Macht sitzen – kommt all diese gesteuerte Niveaulosigkeit zu Gute. Das Volk ist mit „wichtigen“ Themen beschäftigt und wird (Dank der Medien!) bis zum „Sankt Nimmerleinstag“ nicht auf die Idee kommen, die richtigen Fragen zu stellen.
    Nur sollte uns das nicht dazu verführen, sich gemütlich im Sessel zurückzulehnen und andere hochnäsig zu belächeln. Selbst in Europa sind wir auf dem besten Weg, in einen geistigen „Schonwaschgang“ zu verfallen. Hier hat die Gleichschaltung der Medien ebenfalls zu einem umfassenden Kahlschlag im Niveau der Berichterstattung geführt. Auch wir werden mit absurden Themen überhäuft und dazu animiert, uns mit geistig armen “Schnullikram“ und anderen “Blendgranaten” zu befassen. Exemplarisch erwähnt, sei hier die reißerische Berichterstattung über das oben angeführte inhaltsleere Event. In diesem Sinne!

  3. „Wegen Covid musste der Hitler-Darsteller eine Auszeit im Spital nehmen“ – zwischen Trump und Hitler gibt es diesen wesentlichen Unterschied: Hitler war nicht mal formal Demokrat. Etwa die Reichswehr war vereidigt auf den Führer, nicht auf Deutschland.

    Weitere Gegebenheiten, etwa das Diktat des Militärisch-Industriellen Komplexes, beruhen nicht auf Trumps Entscheidung, sondern sind Gegebenheiten, denen er sich stellen muss – wie jeder Präsident der USA, etwa (prominent) John F. Kennedy.

    Ich lass jetzt die Katze aus dem Sack: ich setz auf Trump.

    1. Lohnt es sich denn, das über eine Stunde dauernde Video anzuschauen, das in zweieinhalb Jahren gerade 78 mal aufgerufen wurde?
      Da erzielt ja unser “Blogchef” mehr an Kommentaren (nicht nur an Aufrufen) und das monatlich!

  4. Trump hat von Anbeginn – ungewollt – der Welt vorgeführt, dass die “Demokratie” der “globalen Führungsmacht” nur eine Farce und ihr vom Volk gewählter höchster Repräsentant nur ein Hampelmann ist, den man auf offener Bühne vorführen und lächerlich machen kann, weil er lediglich eine Rolle im Kasperletheater innehat. Genau dorthin – an den Kasper im Theater – gibt das Wahlvolk regelmäßig “alle Staatsgewalt”, die angeblich von ihm ausgeht, ab. Diese wahrlich “systemrelevante” Lebenslüge haben viele bis heute nicht erkannt (obwohl schon Trumps Vorgänger solche schlechten Szenen hatten).

    Genau deshalb hasst ihn das Establishment im ganzen Westen so sehr, denn er verdirbt das raffiniert ausgeklügelte Schauspiel, das so lange erfolgreich aufgeführt wurde und das Auditorium wird langsam unruhig.

    Biden stünde für die Fortsetzung der alten Märchen-Show vom ehrenwerten, seriösen, gerechten und einenden Staatsoberhaupt, das als oberste Machtinstanz die Zügel in Händen hält und für die Wünsche seines Wahlvolks gutmütig ein offenes Ohr hat. Nicht wenige Schäfchen, die das glauben sollen und wollen, dürften dann wieder selig weiterschlafen und den lichtscheuen Strippenziehern im Hintergrund noch weniger beim grenzenlosen Manipulieren, Stehlen und Töten ins Handwerk pfuschen.

    Ich finde, dass ein stinkreicher, aggressiver, chaotischer, egomanischer und lächerlicher Strolch, der schwachsinnige Tweets absetzt, groteske TV-Auftritte abliefert, aber darüber hinaus kaum ernst zu nehmen ist, der „unbequemen Wahrheit“ über das Wesen des US-geführten westlichen Politsystems sehr viel näher kommt als ein vermeintlich “seriöser” Kandidat. Wenn das bizarre Schauspiel noch eine Weile weitergeht, dann stellt ein verunsichertes und gespaltenes Wahlvolk vielleicht doch mal die Frage, bei wem die delegierte Staatsgewalt nun eigentlich zu finden wäre, wenn der angebliche „Oberbefehlshaber“ offensichtlich bloß ein Popanz ist.

  5. Gestern, Sonntag, war Trump gerade mal zwei Tage im Krankenhaus und es wurde schon seine heutige Entlassung als wahrscheinlich bezeichnet. Schau mer mal, kann man dazu eigentlich nur sagen.

    Oder man macht ganz aufgeregt, als liefe in Trumps Militärhospital gerade das nächste Papstwahl-Enklave, eine Talkshow – voilà, Anne Will: „Welche Konsequenzen hat das für die USA?“

    Niemand machte Werbung für Trump, außer vielleicht der aus Prag zugeschaltete Roger Johnson, Vizepräsident der Republicans Overseas in Europa, aber auch der nur ganz knapp und dezent.
    Neben Peter Altmaier (CDU) war der Grüne Cem Özdemir der einzige deutscher Politiker in der Runde, der im übrigen von niemandem angegriffen oder inhaltlich provoziert wurde. Özdemir hätte also ganz entspannt bleiben und staatsmännisch-philosophisch seine Ideen ausbreiten können. Er muss gedanklich aber schon beim innerparteilichen Wettlauf um die Spitzenkandidatur der Grünen zur Bundestagswahl 2021 gewesen sein mit seinen Konkurrenten Robert Habeck und Anton Hofreiter vor seinem inneren Auge.

    Denn er steigerte sich immer mehr in seine Anti-Donald-Suada, schimpfte – ohne etwas strafrechtlich Konkretes zu nennen – von „einem Verbrecher wie Trump“ und erregte sich fast mit Schnappatmung darüber, wie unmöglich es für den Führer der westlichen Welt sei, sich von Putin helfen zu lassen. Dass „Russiagate“ ein längst eingestürztes Kartenhaus war, das nicht auf Irrtümern basierte, sondern auf gezielten Lügen und Intrigen von Cems Democrats-Lichtgestalten vom Schlage Sleeepy Joe und Hillary-Killary – das scheint der kleine Cem in seinem transatlantischen Sandkasten noch nicht mitbekommen zu haben. Sogar Anne Will schien es peinlich zu werden, da sie schnell auf andere Teilnehmer und Fragen umlenken wollte.

    Aber vielleicht brauchen die oliv-grün gewendeten Ex-Ökopaxe ja eine „Hunnenrede“, wie sie weiland Kaiser Willi Zwo hielt (zur Niederschlagung des „Boxeraufstandes“ im Kaiserreich China)? Oder diente die Sendung dem Warmlaufen des künftigen Kanzlers Altmaier und seines grünen Außenministers?

  6. “Die Linken hassen Trump…für etwas…was er nicht macht
    Die Rechten lieben Trump…für etwas…was er nicht macht”

    Not Russiagate but KI-Gate… Trump-Biden und ” Deep Politics”
    FYI:
    https://unlimitedhangout.com/2020/09/investigative-reports/bipartisan-washington-insiders-reveal-their-plan-for-chaos-if-trump-wins-the-election//

    Die Autorin Whitney Webb gehört zu den besten Journalisten…was USA- und globale Themen angeht.
    https://whitneywebbnews.com
    https://twitter.com/_whitneywebb

    deepl aktivieren…
    https://www.deepl.com/translator
    und Artikel auf deutsch lesen.

  7. Auch wenn Russiagate längst ein Kadaver ist: Es sind leider nicht nur ein paar Witzfiguren und Aasgeier, die wie der schräge Senator Murphy und unser kleiner Cem mit diesem Zombie Russiagate ihr ganz persönliches Halloween spielen wollen.

    Auch unsere seriös-staatsweibisch*) auftretende Merkel, die einem Whistleblower Edward Snowden nie die Hand, geschweige denn ein Einreise-Visum geben würde, konnte nicht schnell genug höchstpersönlich ans (Berliner) Krankenbett des russischen Neonazis Nawalny eilen. Genau die Merkel, die sonst (wie im Corona-März) erst mal auf Tauchstation geht und ihre Ministerialen vorschickt bis klar ist, auf welche Windrichtung sich die politische Großwetterlage einpendelt.

    Die gleiche Merkel, die (im deutschen Interesse handelnd) sich zumindest zaghaft den amerikanischen North-Stream-2-Saboteuren und -Sanktions-Verkündern entgegenstellt(e?), heult jetzt mit den wertewestlichen Wölfen, die ihr ein Körbchen aus Sibirien vors Haus stellten. Wie einst zu Pharaos Zeiten die beschenkte Prinzessin, kann sie in ihrer mütterlichen Liebe dem Baby-Oppositionsführer bzw. künftigen russischen Moses einfach nicht widerstehen.
    (Obwohl Nawalny aus dem Corona-Risikogebiet Berlin eigentlich nicht nach Baden-Württemberg einreisen durfte, weilt das Oppositions-Baby inzwischen zum Luxus-Urlaub im Schwarzwald – hat der Verwaltungsgerichtshof wohl auch aufgrund dieser “Ausnahmegenehmigung” diese Woche das B.W.-Einreiseverbot ganz gekippt?)

    Statt uns an den großen Gefühlen am Hofe der Angela M. zu ergötzen, sollten wir uns allerdings verstärkt der politischen Großwetterlage zuwenden, die alles andere als gut aussieht: RT Deutsch beklagt diese Woche in mehreren Artikeln, dass die deutsche Luftwaffe derzeit in einer (zumindest für den deutschen Tagesschau-Michel) geheimen NATO-Übung den Abwurf von Atombomben trainiert, wobei dei Frage “Ziel Russland?” nur rhetorisch ist.

    Wer “Putins Medien” nicht traut, kann auch in einigen deutschen Blättern nachlesen, wie deutsche Mächtige von “nuklearer Teilhabe” träumen. Nach dem bereits geplatzten INF-Vertrag befinden wir uns in Zeiten eines neuen Rüstungswettlaufs, der sich nach dem am 5. Februar 2021 endenden “New-Start-Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen” bestimmt nicht abschwächen wird:
    https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/deutsche-luftwaffe-trainiert-fuer-atomkrieg-1341029410.html

    An Großmaul und Geschäftemacher Trump kann alles Mögliche kritisiert und verdammt werden. Selbst seine Abneigung gegen Kriege ist bestimmt eher ökonomisch anstatt moralisch motiviert. Fakt ist aber: Er hat noch keinen einzigen Krieg begonnen – ganz anders als sein Vorgänger, der sympathische Friedhofsnobelpreisträger Obama.
    Dieser Umstand könnte gerade für uns Bewohner des künftigen nuklearen Schlachtfeldes irgendwann so sehr überlebenswichtig werden, dass alle Trump’schen Skandale und Skandälchen dagegen verblassen.

    Nicht dass ich glaube, US-Präsidenten könnten wirklich gegen das Establishment anregieren: das Thema ist geklärt, seit eine magisch umherschwirrende Kugel JFK tötete. Trump kann das Raubtier MIK nur solange im Käfig halten, wie er es mit seiner Lieblingsspeise – Rüstungsaufträgen – füttert, die er z.B. aus Saudi-Arabien reichlich an Land zog. Wie bei Max Frischs “Biedermann und die Brandstifter”, wird es genau solange nicht brennen, wie noch Benzinfässer in den Dachstuhl hochgewuchtet werden. Kurzfristig ist die möglichst lang anhaltende Benzin-Anhäufung hilfreich – aber langfristig?

    *) Aus Gender-Gründen wurde die weibliche Version gewählt. Andere langjährige Machthaber, die wie Alexander Lukaschenko mit ihr vor 1989 noch für die gleiche Sache kämpften, geben sich halt seriös-staatsmännisch.

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