Mythos 9/11 und die Medien

Der zweite Teil des Interviews für die Nachdenkseiten, das Marcus Klöckner mit mir führte.

Der Begriff „Verschwörungstheorie“ ist eine „Diskurskeule zur Desinfektion des Meinungskorridors“. Das sagt Mathias Bröckers im zweiten Teil des NachDenkSeiten-Interviews (den ersten Teil finden Sie unter diesem Link). Der Begriff, so Bröckers, erlebe mit den Varianten „Verschwörungserzählung“, „Verschwörungslegende“ oder „Verschwörungsideologie“ geradezu eine „virale Inflation“. Und damit ist der Mitbegründer der taz und Bestsellerautor auch schon mittendrin in der Beschreibung des Kampfes um die Deutungshoheit. Ein Interview über den Umgang der Medien mit den Anschlägen vom 11. September 2001, über die Erfahrungen, die Bröckers mit Journalisten im Zusammenhang mit 9/11 machen musste, sowie über die Frage, ob sich an der Strategie der Medien im Umgang mit unliebsamen Meinungen etwas geändert hat.


Herr Bröckers, wie haben Sie den Zustand der Medien in der Zeit nach dem 11. September wahrgenommen?

Die Reporterlegende Dan Rather, Nachrichtenchef des Senders CBS, hatte es auf den Punkt gebracht: »George Bush ist der Präsident. Er trifft die Entscheidungen. Und wie es sich für einen Amerikaner gehört: Wo immer man mich haben will, ich reihe mich ein.« Die Berichterstattung über die Anschläge vom 11. September und ihre direkten Folgen, die Kriege in Afghanistan und im Irak, waren dann auch von einer Einheitlichkeit geprägt, die mit Journalismus nichts mehr zu tun hatte: Die »freie Presse«, die Wachhunde der Demokratie, waren zu Schoßhunden und Lautsprechern der US-Regierung mutiert. Sie produzierten Propaganda. Und reagierten auf Gegenstimmen genauso, wie es die CIA 1967 für Kritiker der offiziellen Einzeltäter-Version des Kennedy-Mords empfohlen und George W. Bush es gerade noch einmal bekräftigt hatte: Sie wurden als frevelhafte Verschwörungstheoretiker und boshafte Lügner durchs mediale Dorf getrieben.

Wie ist der Zustand der Medien heute?

Eine Besserung sehe ich nicht, im Gegenteil, denn als Kampfbegriff der psychologischen Kriegsführung erlebte die Phrase „Verschwörungstheorie“ als Diskurskeule zur Desinfektion des Meinungskorridors ja eine virale Inflation sondergleichen, mittlerweile auch in den Varianten „-Erzählung“, „-Legende“, „-Ideologie“ usw. Skepsis und Kritik gegenüber Regierungs-Verlautbarungen werden damit systematisch tabuisiert und können mit dieser Denunziationsvokabel einfach unter den Teppich gekehrt werden.

Damit wären wir auch beim Hauptthema dieses zweiten Teils unseres Interviews: Medien und Medienkritik. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Medienkritik immer lauter. These: Die Anschläge vom 11. September und das Verhalten der Medien danach, haben dazu geführt, dass die Medienkritik sich in die Breite gestreut hat und viele Bürger die Berichterstattung heute viel sensibler und kritischer betrachten, als es noch vor 9/11 war. Stimmen Sie der These zu?

Internet und digitale Medien steckten 2001 noch in den Anfängen, sich jenseits des Nachrichten-Mainstreams zu informieren, war noch nicht so einfach und diese Möglichkeiten werden von Vielen stärker genutzt. Insofern sind sicher viele Menschen skeptischer geworden, weil sie leichter überprüfen können, inwieweit die in der „Tagesschau“ präsentierte Realität den wirklichen Ereignissen entspricht. Das erfreulichste Feedback auf meine 9/11-Serie bei Telepolis und das erste Buch 2002 war der Dank vieler Leser, dass sie wegen der zahlreichen Links und Quellen gelernt hätten, selbst im Netz zu recherchieren. Kurz vor Drucklegung hatte mich der Verleger noch um einen Vorspann gebeten: „Du musst erklären was eine Suchmaschine ist, das kennen die Leute nicht.“ Die kleine web-pädagogische Handreichung „Zweimal täglich googeln“ gereichte mir allerdings eher zum Nachteil. Meine Quellen wurden durchweg als »unseriös«, »dubios« und »lachhaft«, weil »nur bei Google recherchiert« eingestuft, obwohl mehr als 90 Prozent der angegebenen Links auf bekannte »seriöse« Medien verwiesen. Dass das Internet ein Übermedium ist, in dem alle anderen Medien erreichbar sind, hatte der »Holzjournalismus« 2001 noch nicht verstanden und verkaufte das Internet als Drohkulisse für die garantierte Unseriosität gefährlicher Informationen.

Im ersten Teil Interviews wurde schon deutlich, dass Sie auch im Zentrum des Kampfes um die Deutungshoheit gestanden haben. Sie selbst haben Medien immer wieder kritisiert, aber auch Medien haben Sie scharf attackiert. Würden Sie uns mehr von Ihren Erfahrungen erzählen?

Ich hatte ja ordentlich recherchiert, so gut wie ich es als freier Ein-Mann-Betrieb konnte und war schockiert, wie blind und taub sich sämtliche Großmedien stellten angesichts der haarsträubenden Ungereimtheiten, Widersprüche und offenen Fragen in der offiziellen Darstellung der Ereignisse. Das musste man einfach scharf kritisieren, wenn einem Rechtsstaat und Pressefreiheit noch irgendetwas wert waren. Dass ich selbst heftig angegriffen und diffamiert wurde, lag dann weniger an meiner Person und ihrem weitgehend untadeligen Lebenslauf, sondern folgte eher dem klassischen „Kill The Messenger“-Muster: den Überbringer unerwünschter Nachrichten zu denunzieren um sie leichter ignorieren zu können. Dass die Weltöffentlichkeit über 9/11 massiv getäuscht worden war, dafür gab es Dutzende materielle Beweise, die sich nicht mehr einfach als »spekulativ« vom Tisch wischen ließen – außer mit der Stigmatisierung des Überbringers als frevelhafter „Verschwörungstheoretiker“

Nach der Regel, wie derlei Disqualifikation in Deutschland abläuft – und die mein einstiger taz-Kollege Wiglaf Droste einmal auf den Punkt brachte: »Wer zuerst Auschwitz sagt, hat gewonnen!« –, hatte mir der damalige Spiegel-Autor Henryk M. Broder ja schon gleich am 14. September 2001 im Radio und auf seiner Webseite ein »krankes Hirn« bescheinigt, das in einer Reihe mit Auschwitz-Leugnern und den »Protokollen der Weisen von Zion« stünde – und wünschte mir zum Abschluss seiner Suada den Tod als „Fettfleck an einer Hochhauswand“. Weil ich den selbsternannten „Antisemitismusbeauftragten“ Broder noch nie wirklich ernst nehmen konnte, antwortete ich nur mit einer Mail, dass ich, mit 65 Kilo und 177 Zentimetern, anders als kleine Fettsäcke, keine Flecken hinterlasse. Als Ken Jebsen mich dann 2011 über das Buch zum 10. Jahrestag im rbb interviewte, wurde Denunzinant Broder erneut aktiv, um ihn aus dem Sender zu mobben.

Damals haben Sie sich mit einem Spiegel-Reporter getroffen. Im Cafe „Einstein“ in Berlin. Sie saßen dort und waren: „aufgeräumter Stimmung“. Der Spiegel-Reporter hat zumindest diese Formulierung verwendet. Eine eigenartige Formulierung. Ich zitiere aus dem Artikel:  „Bröckers, 48, er nennt sich einen ‚Konspirologen‘, hat einen Bestseller des Unbehagens verfasst. Er trinkt Milchkaffee im West-Berliner Café ‚Einstein‘, er ist aufgeräumter Stimmung, er raucht kurze Zigaretten ohne Filter. Er sagt, die Sonnenbrille auf die Stirn geschoben: ‚Es geht doch hier nicht darum, Herrn Bush irgendwie dumm anzupissen‘, und das sagt er, als müsste ‚Herr Bush’ ihn, Bröckers, kennen. Oder fürchten.“
Erinnern Sie sich noch daran, was Sie damals gedacht haben, als Sie den Artikel gelesen haben?

Zum Glück hat er nicht erwähnt, dass ich auch gern mal lange Zigaretten mit Haschisch rauche – wobei in dem Artikel schon vorkam, dass ich mal ein Buch über Hanf geschrieben habe und schon von daher womöglich wirr im Kopf sein könnte. Aber im Ernst: Ich dachte natürlich: „So ein A….!“, weil in dem ganzen Artikel weder der Buchtitel noch der Verlag genannt und aus dem knapp zweistündigen Gespräch über 9/11 als einziger O-Ton nur dieser bescheuerte Nebensatz zitiert wurde. Als nach dem Treffen der Spiegel-Fotograf anrief und für das Foto einen „mystischen Hintergrund“ wünschte war mir aber schon klar, dass es in dem Artikel nicht um Wahrheitsfindung, sondern um das Porträt eines durchgeknallten Spinners mit irrem Blick gehen sollte. Weil das Foto dann aber stinknormal geriet, packte man noch eine „Teufelsfratze im WTC-Rauch“ dazu, um dann daneben mit der ganz großen Keule zuzuschlagen „Was für manchen Rechten die ›Auschwitzlüge‹ ist, konnte für manchen Linken die ›Septemberlüge‹ werden. Eine verdrängte Wahrheit, um die Weltanschauung nicht verändern zu müssen.“

Lügner und Nazi – mehr Höchststrafe geht für einen Autor eigentlich nicht. Doch was hier mit küchenpsychologischer Begründung als Totschlagargument gedacht war, liefert glaube ich die Erklärung für die höchst eigene Verdrängungsleistung des Spiegel (und der Medien insgesamt) in Sachen 9/11. Nicht ich musste zwanghaft lügen und Bin Laden und Co. reinwaschen, um meine »Weltanschauung« zu retten, sondern umgekehrt: Der Spiegel und die Großmedien mussten das Osama-Märchen erzählen, damit ihr »altes Weltbild« von der freiheitlichen, demokratischen Führungsmacht USA nicht zusammenbricht.

Der Spiegel-Reporter war Ulrich Fichtner. Spulen wir nach vorne in das Jahr 2018. Stichwort: Der Skandal um die gefälschten Beiträge des Spiegel-Reporters Claas Relotius. Die etwas zu kreativen Beiträge von Relotius hatten dann laut Medienberichten auch Auswirkungen auf Fichtner. Was waren Ihre Gedanken?

Dass ich ihm diese Art von Pseudo-Journalismus schon im Oktober 2002 vorgeworfen hatte, als Walter van Rossum uns zu einem „WDR-Funkhausgespräch“ live in den Ring geladen hatte. Fichtner hatte die »9/11 – Was wirklich geschah«-Serie des Spiegels, eine im Reportagestil von einem Dutzend Autoren montierte Geschichte der »wirklichen« Ereignisse, als Buch mit herausgebracht – und warf mir in der Diskussion immer wieder meine »unseriösen Quellen« aus dem Internet vor. Ich hielt dagegen, dass die Real-Life-Suggestionen der Spiegel-Reporter, die so tun, als würden sie den »Terroristen« bei der Vorbereitung des Anschlags über die Schulter schauen, die ganze szenische Dramaturgie mit atmosphärischen Einsprengseln und der »Wir waren dabei und kennen die Wahrheit«-Gestus, nichts mit Journalismus zu tun habe. Nach Punkten und dem Beifall der 200 Zuschauer hatte ich das Match damals klar gewonnen, Fichtner stieg mit diesem Reportage-Schwurbel dann beim „Spiegel“ auf und wäre heute Chefredakteur, wenn sein Musterschüler Relotius nicht aufgeflogen wäre.

In dem Artikel „Die September-Lüge“ wählt Fichtner einen szenischen Einstieg: „Trocken und heiß zog der 9. September über Toronto auf, Montag vor fünf Wochen, für Punkt 10 Uhr Ortszeit war Delmart »Mike« Vreelands Verhandlung bei Gericht angesetzt, aber Vreeland kam nicht, und so begann, im Wirrwarr der Geschichten, schon wieder eine neue.“„Trocken und heiß zog“ also dieser Septembertag „auf“. Das wirkt so schön authentisch, oder? Relotius verfasste seine Beiträge genau in dem Stil, den der Spiegel offensichtlich so schätzt: literarisch, erzählend. Mussten Sie im Zuge der „Relotius-Affäre“ auch an das Spiegel-Buch zum 11. September denken?

Was dem kreativen Jungautor Relotius vorgeworfen wurde, dass er zum Beispiel aus stinknormalen Trump-Wählern einer Kleinstadt in Minnesota ein finsteres Nest waffentragender Dumpfbacken gemacht hatte, ist letztlich genau das, was seine Vorgesetzten Fichtner et. al. nach dem 11. September 2001 betrieben haben. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie sich Osama und die 19 »Hijacker« als Alleintäter nicht selbst ausgedacht haben, sondern vom Weißen Haus unhinterfragt übernahmen und dann eine geile Story nach der anderen daraus gestrickt haben. Dass die wahren Fakten völlig unklar und entscheidende Fragen offen waren, war zweitrangig – das Narrativ stimmte und der Schwurbel kam auf die Titelseite. Es geht nicht darum »sagen, was ist«, wie es einst Rudolf Augstein zur journalistischen Übermittlung und Einordnung von Fakten vorgegeben hatte, es geht im ehemaligen Nachrichtenmagazin nur noch um pseudojournalistisches Agendasetting und »Ausmalen, wie sich’s anfühlt«.

Die Anschläge scheinen jedenfalls für nahezu alle großen Medien abgehakt. Ein historisches Ereignis, das sich nun jährt. Das war’s. Ärgert Sie das?

Es ist ein gigantischer Skandal. „Well now, what can a poor boy do? ‘Cept to sing for a rock-n-roll band“. Weil ich nicht singe, schreibe ich darüber. Den „Street Fighting Man“ zu geben, dafür fühle ich mich ein bisschen zu alt, aber die Revolution ist nötiger denn je. Und ohne eine Neu-Ermittlung und Aufklärung von 9/11 als False-Flag-Operation wird sich nichts ändern, die Verantwortlichen sind nach wie vor auf freiem Fuß. Wer sich darüber nicht ärgert, hat mit den Traditionen der Aufklärung und der Demokratie nun wirklich nichts mehr am Hut. Weil dauerhaftes Ärgern aber keine gesunde Haltung ist, nehme ich den Niedergang des Journalismus eher resigniert zur Kenntnis.

Hat sich etwas an den Strategien, die Medien damals im Kampf um die Deutungshoheit angewandt haben, etwas geändert?

Eigentlich nicht, nur sind jetzt mit dem Wachstum der sozialen Medien sehr viel mehr Leute davon betroffen. Nach 9/11 waren es im deutschsprachigen Raum kaum eine Handvoll Autoren, die das offizielle Narrativ kritisch unter die Lupe nahmen, die konnte man recht einfach in eine Kiste mit der Warnung „Verschwörungsfanatiker“ (Spiegel) packen. Jetzt muss man den Twitter-Kanal von Donald Trump mit 70 Millionen Followern löschen, um eine bananenrepublikanische Zählung und Deutung der Wahlergebnisse sicher zu stellen. Eine Zensur findet aber nicht statt und Pressefreiheit ist weiterhin offiziell garantiert. Doch wenn man den Kommandeur der größten Weltmacht ungestraft von der Kommunikation abschneiden kann, ist auf dieser nach oben offenen Trump-Skala künftig alles möglich und kein kleinerer Akteur muss sich mehr wundern, wenn ihm der Saft abgedreht wird. Presse- und Meinungsfreiheit sind natürlich weiterhin gegeben, doch wer gehört werden darf und wer nicht, entscheidet kein ordentliches Gericht, sondern eine unsichtbare Instanz von Tech-Oligarchen, die über den Gesetzen steht und auch einen gewählten Präsidenten einfach abschalten kann. Da müssen sich dann im Netz erfolgreiche Journalisten, Blogger oder Youtuber nicht wundern. Willkommen bei der Silicon-Valley-Stasi, dem Wahrheitsministerium von Google, den Faktencheckern von Facebook und der Bewegtbildkontrolle von Youtube. Wem da der Satz von Adorno einfällt – „Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie“ – muss sich freilich hüten, nicht umgehend als gefährlicher Dissident zu gelten. Mit einer massiven Tendenz zum Totalitarismus hat das nämlich alles gar nichts zu tun – nur „Verschwörungsideologen“ können so etwas behaupten.

Gerade gab es in Berlin die Demonstrationen für die Grundrechte. Der Tagesspiegel hatte dazu einen „News-Blog“ eingerichtet. Wenn ich richtig gezählt habe, dann waren in 18 Einträgen im „News“- Blog Begriffe wie „Corona-Leugner“, „Verschwörungsgläubige“ und „Corona-Verharmloser“ zu finden. Sieht so nun der „Nachrichtenjournalismus“ aus?

Nach 9/11 reichte noch ein Besen, jetzt muss gekärchert werden, um die Desinfektion des Meinungsspektrums zu gewährleisten und multimedial möglichst 100-prozentige Diskurshygiene sicher zu stellen. Wer etwa die Unfehlbarkeit der neuen Dreifaltigkeit aus Regierung, Robert Koch-Institut und Professor Drosten bezweifelte und ihre Behauptungen und Maßnahmen in Frage stellte, musste umgehend mit Sanktionen rechnen, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch am Arbeitsplatz und privat. Die erzeugte Panik vor dem unsichtbaren Schrecken, von dessen Existenz die Weltöffentlichkeit ohne PCR-Tests nie erfahren hätte und dessen Tödlichkeit dann je nach Region als normale oder schwere Grippewelle in die Sterbestatistiken eingegangen wäre, übertraf die Angst vor dem Terror nach dem sichtbaren Schrecken von 9/11 bei Weitem. Und entsprechend auch die Bereitschaft, als Antwort und Lösung dieser apokalyptischen Bedrohung sofort in einen Krieg, nunmehr »gegen das Virus« zu ziehen. Dass eine solche desinfektionistische Kriegshaltung, ein „Krieg gegen Viren“, noch absurder ist als ein „Krieg gegen Terror“, dies klarzumachen, wäre die Aufgabe eines funktionierenden, aufklärerischen Journalismus gewesen. Doch wie nach dem 11. September 2001 schalteten die Medien umgehend auf Kriegspropaganda. Skepsis und Widerspruch werden tabuisiert und denunziert, Kritiker als »Lebensgefährder« zu asozialen, unsolidarischen Volksfeinden gestempelt, Proteste gegen die Pandemie-Maßnahmen zu Aktionen von Nazis, Rechtsradikalen und gefährlichen „Verschwörungsideologen“ erklärt . Auch wenn die Pandemie so überraschend kam wie die Attacken des 11. September, wurde die »Wahrheit« dann genauso schnell verkündet und steht seitdem unverrückbar fest: ein tödliches Killervirus, dem nur mit Krieg (Maskenzwang/Lockdown/Versammlungsverbot/Ausgangssperren et cetera) begegnet werden kann, bis die Bevölkerung durchgeimpft ist. Sachlich kann diese „Wahrheit“ nicht mehr diskutiert werden, sie ist in den Bereich der Glaubensfragen verschoben und so muteten die Zeitungen mit ihrem Zahlenkonfetti der Inzidenz dann auch so an wie der „Wachturm“ der „Zeugen Coronas“. An einigen Orten sollen ja auch schon Corona-Missionare mit irgendwelchen Broschüren an Haustüren klingeln, um die „Impfbereitschaft“ zu erhöhen. Der Corona-Zirkus hat fraglos kultische, religionsartige Züge angenommen und die Medien werden nicht müde, das paradoxe Dogma dieses Kults zu predigen: nämlich einerseits „auf die Wissenschaft“ zu hören und die Gefährlichkeit des Killervirus ernst zu nehmen, aber andererseits sämtliche Kriterien dieser Wissenschaft zur Erprobung von Impfstoffen sofort zu vergessen.

Welches Fazit ziehen Sie aus Ihren Erfahrungen mit den Medien und dem Verhalten der Journalisten?

Als der Schriftsteller Upton Sinclair für sein Enthüllungsbuch über die Monopole, Methoden und Manipulationen der amerikanischen Presse ( The Brass Check. A Study Of American Journalism, Pasadena 1919, ) keinen Verleger fand, brachte er es im Selbstverlag heraus. Es wurde von den Zeitungen nicht rezensiert, die New York Times weigerte sich sogar, Anzeigen für das Buch aufzunehmen. Heute, wo das Geschäftsmodell der anzeigenfinanzierten Tageszeitungen zu Ende geht, wäre man da in Sachen bezahlter Anzeigen vermutlich deutlich ungenierter. Sinclair zitiert dort eine Rede, die der ehemalige Redaktionsleiter der New York Post und Doyen des amerikanischen Pressewesens, John Swinton, 1880 vor dem vornehmen New Yorker Presseclub gehalten hatte:

»Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es, und ich weiß es. (…) Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es, und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen, und wir tanzen. Unsere Talente, unser Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

Das bringt den Zustand der aktuellen „Pre$$titution“ leider noch immer ziemlich genau auf den Punkt.


8 Comments

  1. Sehr geehrter Herr Bröckers,

    das sind wieder einmal erstklassige Beiträge von Ihnen zum Thema. Haben Se allerbesten Dank! Es wäre zu wünschen, dass diese Art von Beiträgen jene Kreise zieht und Aufmerksamkeit erreicht wie leider sonst nur die olle ARD-Tagesschau – und umgekehrt.
    Wenn Sie erlauben, möchte ein paar Dinge ergänzen:
    1) In einem Interview werden Sie von einem auf jeden Fall interessierten und scheinbar erstaunten Gastgeber gefragt, ob man denn dem Staat solche Kollaboration wie beim Herunterspielen des Kashoggi-Mordes zutrauen könne. Meine Antwort darauf wäre affirmativer ausgefallen: Es gibt für einen Staat (gemeint ist eine Regierung), der immer mal wieder auch ein tiefer Staat ist, d.h. der diesen Modus Operandi für sich nicht kategorisch ausgeschlossen hat, nichts Praktischeres als einen höchst verbrecherischen Selbstläufer irgendwo in der Welt, der sowieso jedes nur erdenkliche menschliche Verbrechen begehen kann – auf leisen Wink hin -, der also verrichtet, was man von ihm gerne hätte, so dass man die Lenkung dieser Vorgänge durch nichts Auffälligeres als ein pateiisches Verhalten in der Verbrechensbekämpfung wahrnehmen kann. Will sagen: Mit der expliziten Ermordung eines Kashoggi durch Staatsorgane stellt sich ein (westlicher) Staat doch in viel grelleres Licht und setzt sich der Kritik der Massen aus, gegen die er kaum stichhaltige Argumente vorbringen kann.
    So wird das ganze zu einer Art “Weinberggleichnis”, bei dem jeder gute Christ zurückhaltend wird. Man sagt nur: “Willst du Bürger mich Staat jetzt etwa an die Kandare nehmen und mir Vorschriften machen, wen ich wie zu verfolgen und zu verurteilen hätte? Sei doch froh und dankbar für das Gute, das dir bleibt, und die Verschonung, in deren Genuss du auch schon gekommen bist oder noch kommen wirst, und lass dich nicht herab, anderen meine Härte an den Hals zu wünschen! Denn bedenke: Du Bürger bist nicht der Gesetzgeber, du bist nicht die Polizei und du bist nicht das Gericht. Diese Aufgaben liegen alle bei mir.”
    2) Ich glaube folgende prägnante Formulierung habe ich sogar von Ihnen: Dass einmal mehr dier tiefe Staat am Werk ist, liegt immer dann als Vermutung besonders plausibel im Raum, wenn wir wieder einmal dieser eigenartigen Reziprozität begegnen aus der Schwere eines Verbrechens einerseits und der Akribie bei seiner Aufklärung andererseits.
    3) Dieses Mitmachen durch Passivität zieht sich auch in erschreckender Wiese durch unsere Hochschullandschaft. Wenn man Wissenschaftler darauf einschwört, dass sie gefälligst Drittmittel beizubringen hätten, dann findet auf einmal an keiner Bauingenieurabteilung mehr jemand die Zeit, die unter statischen, kinematischen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten höchst interessanten Vorgänge bei den Gebäudeeinstürzen zu untersuchen. Mir hat schon ein promovierter Physiker als Hauptargument dafür, dass die offizielle Version zu 9/11 ja wohl grosso modo stimmen müsse, gesagt: “Eine solche gigantische Verschwörung hätten die doch niemals geheimhalten können. Glaubst du nicht auch, dass sich sonst schon längst jemand verplappert hätte?…” Auch er hatte bis heute noch keine Zeit, grundlegende Berechnungen dazu anzustellen und so seine Zweifel in Unerträgliche zu steigern. Und dann war da noch die Redakteurin unserer Hauszeitschrift, die mir im Gefolge einer fast hetzerisch-zynischen Tirade gegen “Verschwörungstheoretiker”, weil es in dem Heft um “Wahrheit” ging und darum, wie man zu ihr kommt, immerhin die Gelegenheit einräumte, ihr meine Gedanken zu 9/11 nahezubringen. Für einen Augenblick folgte sie mir in der Begründung, warum “Energiepräparate” bei den Gebäudeeinstürzen im Spiel gewesen sein mussten, um dann etwa zu sagen: “Na, gut. Selbst wenn dies so wäre, was wollte man mit einer neuerlichen Untersuchung der Attentate denn dann bedeudendes anderes finden als bisher bekannt und gültig ist? Etwa andere Täter? Wer sollte das sein?…” Und da waren wir wieder bei Noam Chomsky, der in dieser Sache auch einmal sagte, dass bei Hinweisen auf Sprengmitel der Schluss am nächsten liege, dass die Flugzeugentführer diese halt auch noch – superclever wie sie ja waren – in die Frachtabteile geschmuggelt oder vorher durch Kontaktleute montieren lassen hätten. Man lernt: Die Täter sind Araber. Der Rest ist Kosmetik und spitzfindiges Besserwissen.
    4) Bleibt zuletzt noch der Bogen zur heutigen Situation: Auf US-amerikanischer Seite wurde wer mit der Fassung einer Chronik, eines Narrativs zur CORONA-Pandemie betraut – ich meine, weil’s ja von historischer Bedeutung sein wird für die Nachwelt? Richtig: der Professor für Geschichte Philipp Zelikow. Wie wir die Biowaffen- und andere Leute bei den damaligen Anthraxsporen auch heute wieder mit im Corona-Bewältigungs-Boot haben, so auch die Welterklärer von damals. Aber wie gesagt: An den Hochschulen, die ich kenne, ist nichts davon Thema. Die Gemeinschaft der Akademiker glänzt hier mit wenigen Ausnahmen mit betretenem Schweigen. Die Angst, sich irgendwo in die Nesseln zu setzen, ist ganz einfach zu groß.
    Die Regierungen geben den Wissenschaftlern nicht etwa die Ergebnisse direkt vor, die sie finden sollen (auch das sei schon geschen, habe ich gelesen), sie schaffen einfach bewusst Rahemnbedingungen, unter denen man sich den unterschiedlichsten interessanten Fragen nur höchst einseitig widmet. Lenkung durch einseitiges Gunstverteilen und Auge-Zudrücken. Sehr geschickt. Äußerst schwierig zu bekämpfen.

    1. @Markus Weber
      Es gibt beileibe nicht nur beim Thema 9-11 eine (bezahlte) Mauer des Schweigens in der Wissenschaft:

      Auszüge aus dem Vortrag “Medienzensur in der Wissenschaft Prof Dr Ing K Meyl”, 1h05min, vom November 2013, aufgezeichnet bei der AZK(Anti-Zensur-Konferenz) in Chur(?), Schweiz
      http://www.youtube.com/watch?v=aNwax-eMbOg.mp4

      Oder falls doch schon gelöscht bei Vimeo:

      Prof. Dr.Ing. Konstantin Meyl, Jahrgang 1952, ist emeritierter(?) Professor für Leistungselektronik an der FH Furtwangen.

      Bei 02:50: “Ich habe ein sehr anspruchsvolles Thema bekommen, nämlich das Thema der Medienzensur in der Wissenschaft. Gut so schwierig ist das Thema gar nicht. Denn sie wissen ja genau wie das geht.”
      Bei 03:05: “Ich kann es in einem Satz zusammenfasssen, mein Thema: Die Wissenschaft ist eben überhaupt nicht frei, sondern sie wird über das Geld regiert.”
      Bei 05:40: “Es ist schon eine Weile her, da ging bei mir die Tür auf, von meinem Dienstzimmer, Rektor und Dekan kamen rein, und haben gesagt: Also diese Vorlesung, Herr Meyl, mmhmm, die dürfen Sie nicht halten. Also die Inhalte oder wie immer. Und dann habe ich gesagt: Geben Sie mir das schriftlich? Das haben die gemacht, stellen Sie sich vor! Das ist ein glatter Verstoß gegen Artikel 5 Grundgesetz. Das sind Beamte, auf das Grundgesetz sind die eingeschworen. Und die verstoßen dagegen. Irgendeiner muss die schützen! Oder machen sie das gerne? Bestimmt nicht! Vielleicht gibt es ja jemanden, der dahinter steht. Ich meine das hat sich dann irgendwann rumgesprochen, dass es ja doch ein Verstoss ist gegen Artikel 5. Heute sieht das so aus: Natürlich biete ich die Vorlesungen jedes Semester wieder an, über Nikola Tesla. Ich meine das gehört zu meinem Fachgebiet. Ich meine ich bin Professor für Energietechnik und soll Vorlesungen über elektrische Antriebe halten. Wissen Sie der wichtigste Antrieb ist eigentlich schon der Asynchronmotor. Und der Asynchronmotor ist eine Erfindung von Nikola Tesla. Ich darf über eine Technik reden, aber ich darf über den Erfinder, der die Technik gemacht hat, nicht reden. Ist da eine Logik dahinter? Also es ist schon sehr fragwürdig. Heute macht man das etwas eleganter. Da bekomme ich jedes Semester ein Schreiben vom Dekan: Lieber Herr Kollege – alles Liebesschreiben – Sie dürfen die Vorlesung natürlich halten, selbstverständlich dürfen Sie die angebotenen Vorlesungen, die Sie hier für das nächste Semester als Wahlfächer angeboten haben, halten. Ich muss Ihnen nur leider mitteilen dass die Studenten dafür keine Scheine bekommen [keine noten-relevanten Bescheinigungen].”

      Vor kurzem habe ich irgendwo gelesen, dass der Peer-Review-Prozess die Wissenschaft kaputt gemacht hat. Alle Wissenschaftler veröffentlichen Dinge auf Teufel komm raus, von denen nur ein kleiner Teil überprüft werden kann. Publikationen, bei denen es z.B. um Messwerte des LHC(large hadron collider), des grossen Teilchenbeschleuniger des Cern in Genf, geht, kann kein Physiker außerhalb des Cern nachprüfen. So kann man dann leicht Dinge behaupten.

  2. Die MSM versagen schon wieder (oder leisten “ganze Arbeit” – je nach Perspektive):

    Wegen 9/11 führte Deutschland 20 Jahre Krieg, am anderen Ende der Welt, “der Demokratie wegen” und um sich “am Hindukusch zu verteidigen”.

    Jetzt schleicht das supermoderne und mit Fantastilliarden finanzierte Militär des Westens wieder nach Hause, besiegt und blamiert bis auf die Knochen, bezwungen von Männern mit rostigen Kalaschnikows aus dem letzten Jahrhundert. Die Taleban überrennen gerade wieder Afghanistan.

    Schon vor 10 Jahren[!] hatte Ex-Generalinspekteur Kujat den Krieg als “gescheitert” erkannt, aber egal wie sinnlos, wir machen einfach weiter: https://www.welt.de/politik/ausland/article13646554/General-erklaert-Afghanistan-Krieg-fuer-gescheitert.html

    Westliche Politiker interessieren sich immer nur für den Rat solcher Fachleute, die ihnen nachplappern (wie auch derzeit in der Seuchensache).

    Und wofür die vielen Toten und Traumatisierten auf allen Seiten, das vom Krieg gezeichnete Land, die heimatlos Gewordenen, Radikalisierten und zur Flucht Getriebenen? Für nichts – es wird wieder alles wie vor Kriegsbeginn – nur mit noch mehr Chaos, Tod und Zerstörung.

    Was machen die MSM angesichts dieser gigantischen Schande, des Versagens epochaler Dimension, dieses blutigen Megascheiterns? Wo ist die Skandalisierung, die Aufarbeitung, das stete Mahnen, die lauten Rufe nach Konsequenzen? (Erinnert sei an die Begleitumstände des Rückzugs der USA aus Vietnam.) Die (vorgeblich „linken“, „kritischen“) MSM berichten sachlich – ein wenig – und kochen das Thema runter.

    Mit Brennpunkten skandalisiert werden lieber “Querdenker” oder “Prepper”, die sich erdreisten, in Hochwassergebieten zu helfen. “Liebe Bürger, in Notfällen immer erst Gesinnungstest abwarten!” “Zutritt nur für (Gesinnungs-)Getestete.”

    Welch Ironie: Die Obrigkeit verfolgt “falsche Standpunkte” ja neuerdings als “Delegitimierung des Staates”. Aber ist nicht gerade niemand anderer als dieser Staat selbst dabei, sich zu delegitimieren? Innenpolitisch: Versagen beim Hochwasser- und Katastrophenschutz und außenpolitisch: s.o.?

    Als die UdSSR vor 30 Jahren geschlagen aus Afghanistan abzog, stand sie kurz vor dem Zusammenbruch, war in jeder Hinsicht am Ende, und sowieso taub für die Stimmen aus dem Volk, die „falschen Standpunkte“. Wird die Geschichte sich wiederholen?

  3. Links-Grüne sind die nützlichen Idioten der Feinde der Freiheit….weil es schwer fällt… sich dieser Erkenntnis zu stellen…kann es logisch sein… dass auch der Blog-Chef ( Ex-TAZ) völlig fälschlich weiterhin annimmt : 911 sei eine Operation des
    “US- Militärisch-Industriellen Komplexes” ( Eisenhauer ) rechter Parteien gewesen…

    WRONG….and …EVEN IF….they were just Tools

    Einfach mal ein paar Häuschen weiter denken !

    1. Gut möglich, dass Sie richtig liegen. Ein Christopher Bollyn z.B. geht so weit, dass er sagt, “…behind every stone you turn you will find at least one person that is Jweish in ethnicity and Israeli in nationality…” Aber auch er ist offen genug, immer wieder darauf zu verweisen, dass man nicht wissen kann, wer aus der -evtl. stramm evangelikalen – US-Regierung willig mitgeholfen hat.
      Worauf man sich wahrscheinlich einigen müsste, wäre die Annahme, dass die Drahtzieher und Auftraggeber sehr intelligente Leute waren und sich genau überlegt haben, was geschehen würde, wenn dann doch irgendwo ein Naseweis auftaucht, der am Anfag des zu Tarnungszwecken darum herumwickelten Verbandes knibbelt: Er muss eine Weile daran ziehen können, bevor ihm ein relativ kurzes Stück in die Hände fällt und alle rufen: “Wie? Und das soll jetzt die Aufdeckung sein? Der Verbandswickel sieht doch noch fast genauso aus wie davor. Und gegen deine Täterbehauptung hältst du gerade den Gegenbeweis in der Hand. Also: lächerlich! Aufhören!”
      In einem anderen Bild könnte man auch sagen: “…it’s a crime within a crime within a crime…” Babuschka-Effekt. Oder Zwiebelschalen. Man bräuchte die Fähigkeit und in der Justiz und Öffentlichkeit die Nerven, dass einfach nur Schale um Schale entfernt würde. Am einfachsten durch Strafprozesse gegen die Angehörigen der jeweils gerade aktuellen Schale, denen jeweils ein Ausweg angeboten wird, wenn sie einen zu ihren auftraggebern oder Kontaktleuten lenken.
      Für eine solche Mehrlagigkeit spricht auch eine grundlegende Theorie des Terrorismus: Man spioniert beim Gegner aus, an welchen Übungen oder Operationen er gerade herumdoktert, und fragt sich, wie man sein eigenes über- oder untergeordnetes Verbrechen (Bereicherung durch Aktienhandel, Gold, Verschwindenlassen der SEC-Daten – oder die Behauptung davon, das Ausprobieren von Nanothermit und oder thermonuklearen Sprengsätzen usw.) darin einnisten kann. Dies ist eine der härtesten Arten, einen oder mehrere Gegner überraschend zu treffen. Man mus “nur” die Oberhand bei den Informationen haben. Und wer die hatte und wer sie bei den Motiven hatte, das ist noch keineswegs klar. Das wird am Ende eine aufsteigende Liste sein, in der ein ganzes Who-is-Who drin vorkommt.

    2. @gabor
      Das Nano-Thermit mit dem die Türme gesprengt und auch Teile der Träger verflüssigt wurden, kann man nicht im Baumarkt kaufen. Auch mit dem DIY-Verfahren wird’s schwierig weil man den Aluminium- und Roststaub (Fe2O3) gar nicht so fein mahlen könnte. Oder vielleicht doch mit ganz feinem Schleifpapier? Aber es brauchte sicher Tonnen von dem Zeug und das muss dann auch noch im fertigen Zustand ein paar Tage zusammenhalten.
      Da bleibt praktisch nur Militärtechnologie.

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