Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 29

Der neue Eiserne Vorhang zieht sich zu, Europa schneidet sich vom “Herzland” ab, vom Handel und Wandel mit dem Osten, mit Russland und Asien, mit dem Rest der Welt – und niemand in Brüssel, Berlin, Paris oder Rom scheint zu ahnen, welche dystopischen Zustände damit auf das “alte Europa” zukommen. Wer nicht mit preisgünstiger Energie und Rohstoffen versorgt wird, kann nicht wettbewerbsfähig produzieren, wer  nicht wettbewerbsfähig ist, kann nichts verkaufen, und wer nichts verkauft, geht als Industriestaat unter. Manchmal kommt es mir in den letzten Wochen so vor, als ob mit knapp 80  Jahren Verspätung und hintenrum der Morgenthau-Plan doch noch umgesetzt würde, nach dem aus dem besiegten Deutschland ein Agrarstaat werden sollte. Doch bekanntlich setzte sich  seinerzeit der US-Außenminister Marshall gegen Finanzminister Morgenthau durch und mit dem nach ihm benannten Marshall-Plan wurde die Bundesrepublik zum Frontstaat im Kalten Krieg aufgerüstet. Joseph Stalins 1952 erfolgten Vertragsvorschlag einer  Wiedervereinigung Deutschlands  und eines Rückzugs der  sowjetischen Bestazung – unter der Bedingung einer künftigen militärischen Neutralität –  musste die Adenauer-Regierung auf Druck Washingtons und Londons ablehnen. Ganz so wie jetzt die Vasallen in Kiew eine militärische Neutralität ablehnen und auf transatlantische Weisung Krieg führen müssen.
 
Für eine Zwischenprüpfung am OSI, dem politikwissenschaftlichen “Otto Suhr Insitut” der Freien Univerität Berlin, beschäftigte ich mich Mitte der 1970er Jahre mit dieser “Stalin Note”   und verdanke diesem Studium meine ersten vertieften Einblicke in das “geopolitische Schach”, die Züge und Methoden globaler Machtpolitik. Und auch davon, dass es den Vereinigten Staaten nicht um regionalen Frieden und  Demokratie geht, sondern um globale, unipolare Macht. Für einen Autor des “Was wäre..”-Genres könnte das ein schöner Romanstoff sein – ein schweizerisiertes Deutschland 1952 ff.,  ich jedenfalls, 1954 pünktlich zum Halbfinale der Weltmeisterschaft hineingeboren,  stelle mir  das ziemlich interessant vor, besser als BRD/DDR und Berlin mit Mauer.

Wie auch immer…fast forward in die 2000er Jahre, in denen  es fast jedes Jahr eine “Putin Note” gab, mit der der russische Staatschef Verhandlungen und Verträge mit dem Westen anbot, bis hin zu einer Assoziation mit der NATO, die von den deutschen und europäischen Regierungen auf Druck der USA allesamt abgelehnt wurden. Stattdessen rückte die NATO immer näher an die russischen Grenzen heran und begann nach dem gewaltsamen Machtwechsel in Kiew 2014, die Ukraine als Frontstaat aufzurüsten. Dass der “Maidan” nicht wirklich erfolgreich war, weil die Industrieregionen im Osten und die Halbinsel Krim die Putsch-Regierung nicht akzeptierten und ihre Autonomie erklärten, führte dann zu dem blutigen Bürgerkrieg, der seitdem in der Donbass-Region mehr als 13.000 Zivilisten das Leben kostete.
Nachdem im Dezember 2021 die ultimative Forderung Russlands an die USA, die militärische Neutralität der Ukraine vertraglich zu vereinbaren, ignoriert wurde und stattdessen ukrainische Truppen im Osten mit massivem Beschuss begannen,  startete Russland seine “Spezielle Militäroperation” – zwei Tage nachdem es die beiden Donbass-Republiken anerkannt hatte und um deren “Schutzersuchen” nachzukommen. Eine Formalität, die aber völkerrechtlich nicht unwichtig ist, weil Russland sich damit auf den Präzedenzfall Kosovo und das von NATOstan  (im Rahmen der US-“regel-basierten-internationalen-Ordnung”) als “legal” akzeptierte “Right To Protect” berufen kann – was mir als scharfem Kritiker des damaligen NATO-Angriffs auf Jugoslawien am 24.2.22 eine gewisse “klammheimliche Freude” bereitet hatte. Nicht wegen der Verschärfung des Kriegs, der im Donbass schon seit 8 Jahren lief, sondern weil der Tabubruch NATOstans bestraft wurde.

Dass ein Großangriff auf die Separatistengebiete schon im Gange war, ging dann aus erbeuteten Einsatzplänen hervor, die Russland nach der Eroberung eines ukrainischen Stützpunkts Anfang März dokumentiert hat. Diesem Rückeroberungsplan ist die “Operation Z” somit zuvorgekommen – nicht mit einer “Invasion”, “Eroberung”  oder einem “Vernichtungskrieg”, von dem gerade in Deutschland viele völlig ungeniert reden, sondern mit einer “kombinierten militärisch-polizeilichen Operation”, wie Andrei Martyanov es genannt hat. Das Ziel der Intervention, so von Putin am 24. 2. angekündigt, ist die  Sicherheit des Donbass und “De-Militarisierung” der Ukraine, die seitdem voranschreitet, langsam und sicher, was westliche Beobachter und Analysten bis Mitte Mai als Schwäche auslegten. Dass die Russen tun was sie sagen und es auf größtmöglichen Schutz der Zivilbevölkerung und der eigenen Truppe anlegen, wollte man im Westen zuerst nicht verstehen. Die geduldige Belagerung der Asovstal-Festung mit der Gefangennahme von tausenden Kämpfern, die man auch mit schweren Bomben  hätte vernichten können, hat diese “schonende” Methode dann demonstriert.  Und auf diese Art, langsam aber mit unnachgiebigen Druck, wie eine Dampfwalze, gehen die russischen Streitkräfte vor. Wo sie auf starke Befestigungen stossen – und weil der Einsatz schwerer Bomber auf Städte ausgeschlossen ist  – bleibt die Walze dann stehen und rollt manchmal sogar wieder ein Stück zurück. Doch von Norden und von Süden zieht sich der Kessel im Donbass Kilometer um Kilometer  zu, jeden Tag verliert die Ukraine 300- 500 Mann und die aus den dezimierten Batallionen und neuen Rekruten zusammengewürfelten “Kampfgruppen” haben unter dem russischen Dauerfeuer nur eine Chance wenn sie nicht aufgeben: Kanonenfutter.

Dass mittlerweile sogar das CIA-Hausorgan “Washington Post” von der aussichtslosen Lage und dem Leid der im Stich gelassenen Soldaten ausführlich berichtet, mag zwar dem PR-Zweck dienen, die 40 Milliarden zu legitimieren, die Joe Biden “für die Ukraine” gerade den US-Rüstungskonzernen in den Rachen geworfen hat – es zeigt aber auch, dass man dem Publikum vor der Realität am Boden nicht länger die Augen verschließen kann. Zumal auch der oberste Militär – Joint Chief of Staff General Milley – über FoxNews schon mal vorsichtig darauf einstimmt, dass “Russland gewinnen könnte” und über das Kriegsende verhandelt werden muss. Wenn ein Top-General derlei Konjunktive verwendet, spricht das nicht für die Siegesgewissheit, wie sie von  Olaf Scholz (“Putin darf nicht gewinnen gewinnen!”) und seiner vom Völkerball kommenden Chefdiplomatin (“Die Ukraine muss gewinnen!”) im Bundestag noch vollmundig verbreitet wird. Auf was diese Siegesgewissheit gründet ist völlig unklar und weil es die Lageberichte von der Front es nicht sein können spricht alles für heiße Luft.
Die wird auch vom Wirtschaftsminister ventiliert wenn er verkündet, dass die Sanktionen “wirksam” wären und die russische Wirtschaft demnächst “zusammenbricht”, weil Putin “das nicht mehr lange durchhalten kann”. Mit der Realität der russischen Wirtschaft hat das nichts zu tun wie die aktuellen Ölexporte zeigen, denn Russland bleibt auf seinen Rohstoffen nicht sitzen. An “freundliche” Nationen wird Öl derzeit sogar zum Discountpreis von 72 Dollar (statt 116 auf dem Weltmarkt) verkauft und selbst wenn die EU ihr Programm eines Totalembargos zum Jahresende durchzieht, rechnet man in Russland mit Nettoverlusten von etwa 10%.  “Zusammenbruch” sieht anders aus, Deutschland und die EU aber schießen sich mit dem Sanktionsirrsinn nicht nur in beide Knie, sondern auch noch etwas höher.
Nicht nur die aktuellen Zahlen sprechen gegen die Sanktionen, schon der Grundgedanke, die Ökonomie eines rohstoffreichen und technologisch fortgeschrittenen Land wie Russland  damit in die Knie zwingen zu können, ist falsch. Es hat seit 20 Jahren nicht einmal gegen den Iran funktioniert und Russland ist ein weitaus schwereres Kaliber – wenn man nicht nach dem BIP (Brutto-Inlands-Produkt) rechnet, in das auch wertlose Spekulationsgewinne und andere immateriellen “Werte” einfliessen, sondern nach der realwirtschaftlich relevanteren Kaufkraftparität PPP (Purchasing Power Parity) ist es die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt. Derzeit knapp unter dem Level von Deutschland, doch wenn Habeck in “dienender Führungsrolle” des Imperiums so weitermacht,  sehr bald schon größer. Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft sind 2022 um 50% höher als im Vorjahr, laut Bloomberg aktuell täglich 800 Millionen Dollar, in Deutschland hingegen sind an der Tankstelle schon jetzt die sozialen Verwerfungen abzusehen, die der Embargo-Irrsinn noch nach sich ziehen wird.

Ich hatte es hier schon öfter betont: Russland braucht Europa nicht, aber Europa braucht Russland. Deshalb kann es diesen wirtschaftlichen Krieg nur verlieren, so wie die Ukraine den militärischen Krieg verliert. Ein paar weitere Haubitzen und Material in die Schlacht zu werfen, kann sie verlängern, aber nicht wenden – und falls neue Mittelstreckenraketen dabei sind, die ein bekokster Komiker aus Versehen nach Russland feuern kann… dann ist Schluß mit lustig und regional begrenzter “Special Military Operation”, weil die Russen tun werden was sie für diesen Fall gesagt haben: die “Zentren der Entscheidung” für diese Attacken angreifen. Und die liegen bekanntlich nicht in Kiew….

Zum Abschluss hier noch die Zusammenfassung der geopolitischen  Kurznachrichten des geschätzten Korrespondenten Pepe Escobar auf Telegram:

ROCK’N ROLL DIALEKTIK – in einer Minute:

Der Kriegsverbrecher Henry Kissinger hat mit seinem Davoser Gemurmel über die Ukraine einen Sturm ausgelöst – mit Absicht. Das gesamte westliche Kommentariat fiel darauf herein.
Das war Kissinger – immer ein verlässlicher Aktivposten der Rothschilds – der wieder einmal sein einziges Spiel spielte: Teile und herrsche.
Was für diejenigen, die das Spiel kontrollieren, wirklich zählt, ist die Agenda 2030.
Hardcore-Austerität gemischt mit Hardcore-Sozialkontrolle der verarmten Massen. Digitale Zentralbankwährung. Sozialer Kredit auf Steroiden. Das Panoptikum 2.0.

Der nahtlose Übergang von Covid-19 zum Krieg in der Ukraine – komplett mit Zusammenbruch des Welthandels, Zusammenbruch der Versorgungslinien, Lebensmittel-/Energieknappheit – es ist alles geplant. Ein Mittel zum Zweck – Great Reset – (in Davos jetzt als “The Great Narrative” bezeichnet).
Kissinger befürchtet, dass der Krieg unkontrollierbar wird (das ist er bereits: und die Russen werden dafür sorgen, dass es für den kollektiven Westen so bleibt). So wie es aussieht, ist der Krieg die einzige “Strategie” der “Narrativ”-Bullies.
In der Zwischenzeit zeichnet sich ein Schreckgespenst ab: der Multi-Billionen-Tsunami der Derivate, der völlig außer Kontrolle geraten wird.

(wird fortgesetzt)
Alle bisher erschienen “Notizen” hier

Das Buch über die Geschichte und Hintergründe des Ukraine-Kriegs:

Mathias Bröckers/Paul Schreyer: Wir sind IMMER die Guten – Ansichten eines Putinverstehers oder wie der kalte Krieg neu entfacht wird, Westend Verlag (2019)

 

 

22 Comments

  1. Russland ist vielleicht theoretisch und per Statistik-Machwerken imstande rein prognostisch zu versagen, aber alle aktuellen Fakten, Fakten, Fakten deuten auf die vorliegende Prognosenerfüllung vom Herrn Bröckers hin. Der wiederum hatte ja eigentlich nur die russische Zielstellung vorgetragen
    Das Ganze hat ja Vorgeschichte und Vorgeschichtchen. Beispielsweise hatte der Ex-Hegemon, der Staat JewSA einer ganz gewöhnlichen warenproduzierenden IT-GENOSSENSCHAFT den Kampf per “tödlichster” Sanktionen, per leibhaftiger Verhaftungen, Finanzklau, Boykotten und Marktverboten den Krieg erklärt. Und eben diese selbe JewSA hatte 20 Jahre lang versucht, ein Volk von Ziegenhirten zu Taliban umzudeuten und es (sogar mithilfe unterwürfiger NATO-Zwerge-Zuarbeit, KUMPANEI also) militärisch zu besiegen. Aber jene mittelmäßige GENOSSENSCHAFT HUAWEI existiert Jahre später nach wie vor, produziert (dorheeme) , verkauft global , ist innovativ überaus erfolgreich und im globalen Konkurrenzkampf nach wie vor voll im Rennen. Die faktischen Verlierer in Afghanistan sind nicht die Ziegenhirten und ihre Familien, sondern die flüchtigen westlichen Militärs und Großmaulpolitiker. Und jetzt haben sich dieses Narrengesindel von der westlichen Wertlos-Gesellschaft anstelle afghanischer Ziegenhirten die Wirtschafts- und Militärmächte China und Russland gleich im Doppelpack vorgenommen. Ich erinnere mich ganz schwach: Hatten nicht vor Längerem und vor Kürzerem die Wessis versucht, eine kleine GENOSSENSCHAFT und ein Ziegenzüchtervolk weit hinter den sieben Bergen unaufhaltsam und unwiderstehlich zu besiegen ???
    Sollte man jetzt Russland nicht gar warnen?

    1. “JewSA”…ernsthaft? Was hat die jüdische Religion bitte mit Ihren Ausführungen zu tun?

  2. “und falls neue Mittelstreckenraketen dabei sind, die ein bekokster Komiker aus Versehen nach Russland feuern kann”

    Wir werden bald sehen, dass der Komiker die Krim damit bombardieren lässt… da sie nach seiner Verstellung nicht zu Russland gehört.

  3. Die Stalin-Note “musste die Adenauer-Regierung auf Druck Washingtons und Londons ablehnen”.
    Man traut es den beiden Seemächten (Herzland-Theorie) ja durchaus zu, aber es ist auch eine andere Version im Umlauf.

    Demnach fürchtete Adenauer sich vor der Wiedervereinigungs-Frage – und bemitleidete denjenigen seiner noch unbekannten Nachfolger, der sich um diese Sache nicht mehr werde herumdrücken können. Aus heutiger Sicht wird gerne argumentiert, bei Österreich habe es ja auch geklappt, die vier Zonen wieder zu vereinen – als ob die Bereitschaft zur Neutralität die einzige Schwelle zum Erfolg gewesen wäre.

    Es stimmt zwar, Österreich (das sich gerne als Hitlers erstes Opfer stilisierte) war Hitlers tiefbraune Heimat und der “Anschluss” ans Reich erfolgte mit standing ovations – von wegen Opfer. Beim tüchtigen Nachkriegs-UN-Generalsekretär Kurt Waldheim stellte sich eine Vergangenheit als evtl. NS-Kriegsverbrecher bzw. Mitwisser heraus und Jörg Haiders Familienreichtum beruhte auf Arisierungsgewinnen.
    Und nicht nur Simon Wiesenthal glaubte schon ganz früh, es habe überproportional viele österreichische NS-Täter gegeben,
    https://www.derstandard.de/story/2000132832160/gab-es-wirklich-ueberproportional-viele-oesterreichische-ns-taeter

    Warum sollte man also Deutschland nicht genauso wie Österreich die Chance auf Neutralität zugestehen? Und warum hatte Adenauer keine Lust zuzugreifen?
    Hatte der rheinische Jeck (der in den 1920ern zeitweise als frankophiler Separatist verdächtigt wurde, Stichwort Ruhrbesetzung) als katholischer Kölner OB in der 1917 zum Königreich Preußen gehörenden Rheinland-Provinz eine unheilbare Aversion gegen Berliner Piefkes, Preußen und Protestanten erworben?

    Nein, Adenauer quälte ein damals riesiges Problem, das wir Heutigen fast vergessen haben: Eine Wiedervereinigung hätte es auch 1952 nur in den heutigen Grenzen gegeben – ohne die Ostgebiete Hinterpommern, Ostpreußen, Schlesien.
    Was 1990 nur noch ein paar stark gealterte Berufs-Vertriebene störte (und Kohl zu einem langen, unerquicklichen Herumeiern auf dem diplomatischen Parkett verführte), war 1952 für Millionen Heimatvertriebener ein absolutes No-Go, denn sie hofften unerschüttlich auf eine Rückkehr in ihre schmerzlich vermisste Heimat.

    Ihre Hoffnung war absolut illusorisch, aber Adenauer wusste: Kein deutscher Politiker wird es politisch überleben, diesen Menschen reinen Wein einzuschenken oder gar einen völkerrechtlichen Verzicht auf die Ostgebiete zu unterschreiben. Viele Millionen Vertriebene hatten nicht nur eine eigene Partei (BHE), sondern waren in CDU und SPD stark und einflussreich vertreten. In Lateinamerika warteten viele Altnazis (darunter Eichmann) auf die für 1960 erhoffte Mord-Verjährung und ihre Rückkehr nach Deutschland und in die Politik. Ein “Verzichts-Politiker” Adenauer hätte ihnen ab 1952 acht lange Jahre Millionen von Sympathisanten bzw. Wählern in die Arme getrieben.

    Westbindung und Feindbild “Sofietrussland” waren für Adenauer die Garantie, das unlösbare Dilemma nicht angehen und nicht an ihm politisch zugrunde gehen zu müssen. Neben der Angst des einzelnen Politikers um sein berufliches Weiterleben barg das Thema wohl auch die Gefahr von Unruhen, Terror und bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen.

    1. Auch Adenauer war letztlich ein US-Sklave. Aber er schien wirklich bei der Erfindung des Wahlkampfslogans damals “Die SPD ist der Untergang Deutschlands” eine regelrecht prophetische Gabe zu besitzen. So wird es wohl kommen.

      Von den zukünftigen “grünen” Nazi-Fans konnte er ja nichts wissen 😀

  4. Wer sich seine Politik von einem grenzdebilen Dauergrinser, einem Schweinemelker, der sich für Gottes Geschenk an die Menschheit hält und von einer dummgeilen Hausfrau mit Sprachfehler machen läßt, sollte sich eigentlich über garnichts mehr wundern.

  5. Eine weitere Fehleinschätzung des Westens wird somit offensichtlich: daß für Rußland ein langer Krieg unwirtschaftlich und von Nachteil wäre. Vielmehr scheint das Gegenteil der Fall zu sein – je länger die ‘Spezielle militärische Operation’ andauert, desto verheerender werden die Folgen für Europa und den USA, bis hin zum (tatsächlich sogar für die jeweiligen Bevölkerungen wünschenswerten) Auseinanderbrechen einer schon lange nur noch Klientelpolitik betreibenden EU, die ihre besten Zeiten, falls überhaupt je vorhanden, längst hinter sich hat, bereits mehrere Angriffskriege zu verantworten hat mit stets wabbliger werdender Begründung, seit 2008 offen ihre Mitgliedsstaaten unter das Joch der Finanzschwindler zwingt, breite Teile der Bevölkerung verarmen ließ und eigentlich zu einem NATO-Programm für Wettrüsten und schändlichen Wirtschaftsdirigismus verkommen ist, sowie des Zerfalls der NATO an sich, die ebenfalls ihre Sinnhaftigkeit seit 30 Jahren überlebt hat (falls diese jemals bestand, woran ich sehr zweifle) und zu einem bloßen Interventionsmechanismus verkommen ist, jederzeit einsetzbar gegen unduldsame Länder, die sich der perversen, rein dogmatischen Politik des US-Establishments nicht beugen wollen und ihre Bevölkerung nicht zu bloßem Arbeitsvieh zu degradieren gewillt sind. Letzten Endes scheint sogar ein Zerfall der eh nur noch auf dem Papier bestehenden Vereinigten Staaten von Nordamerika möglich, für die jetzt schon die Bezeichnung “Uneinige Staaten von Amerika” treffender wäre.

    Woran der Allgemeinheit vor allem mangelt, ist die längst überfällige Erkenntnis, daß weder die USA noch Europa jemals die Guten auf dem internationalen Parkett der Weltpolitik waren, sondern die Raubmörder an der globalen Bevölkerung dank eines perversen Wirtschaftssystems mit maßgeschneiderten Regeln der Übervorteilung der rohstoff- und bevölkerungsreichen Länder. Daß dieser Würgegriff nun aufgebrochen wird von einer Koalition moderner Staatenlenker, die tatsächlich das Wohl der Mitte im Auge haben, da Zivilisation anders ganz einfach nicht geht, und die Reichen, anstatt sie nur noch mehr zu bereichern, staatlicher Kontrolle unterwerfen, ist angesichts ihrer EAEU und der BRI zu begrüßen, und das nicht nur im eurasischen “Herzland”, sondern auch im gebeutelten Afrika und vor allem im sogenannten “Hinterhof” (was für eine unflätige Sprache der Hegemon doch spricht!) der USA, den traditionell sozialistischen lateinamerikanischen Ländern. Für die westlichen Geld-Aristokratien ist die Vorstellung, jedem einen fairen Anteil zu ermöglichen, speziell Bevölkerungen anderer Denk- und Lebensweise, für die sie nichts als Verachtung übrig haben, ebenso unvorstellbar, wie es die Landreformen Tiberius Gracchus für die durch Eroberungskriege schwerreich gewordenen Patrizier und Senatoren einst waren. Denn Fairness und Verteilen ist so gar nicht ihres, sie bevorzugen Teilen und Herrschen und Plündern. Das Ergebnis aus 500 Jahren Kolonialismus ist denn auch erbärmlich. Ihr hervorstechendstes Merkmal ist die Verarmung der Weltbevölkerung, vor allem in eigentlich reichen Ländern, denen seitens des globalen Wertesystems der Waffen- und Drogenhändler nichts blieb als Ewiger Krieg, Massenmigration und Verelendung. So ist die ungeschönte Bilanz des Wertewestens tatsächlich verheerend, ebenso wie die jüngsten Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle in Zeiten einer zunehmenden Kritik und konzeptuellen Verbesserungsvorschlägen seitens einer Intelligentsia jenseits des korrumpierten akademischen Systems, für eine Weltwirtschaft ohne den Würgegriff von Weltbank, IWF, WEF, G-7, Davos, Bilderberger, und dem ruinösen Nachfolgeprogramm des Kolonialismus, die ergaunerten Vermögen der Allgemeinheit zu entziehen und die Schwarzkassen vor den Augen einer immer unzufrieden werdenden Öffentlichkeit verschwinden zu lassen, i.e. die City of London, einer Art Vatikanstadt der Geldwäsche außerhalb jeglicher bürgerlichen oder staatlichen Kontrolle. Weshalb sich der Wertewesten jetzt entblößt und sich offen als das Monster zeigt, das er seit 500 Jahren ist, mittels umfassendster Überwachung und Zensur und Unterdrückung und offenen Rechtsbruch, die den Opfern sogar den Zugriff auf ihr eigenes Bankkonto unterbindet! Das Pech, das diese zerfallenden Gesellschaften gerade noch zusammenhält, ist die pure Angst vor Ausgrenzung und Ruin, ihr Schwefel der unverholene Staatsterror, der auf friedlich Protestierende herabregnet, inklusive unbegrenzte Haft ohne Prozeß, lückenloser Zugriff auf alle individuellen Daten, ein mit affektiven Schlagworten vernichteter unversitärer Diskurs sowie ein zerstörtes Bidungssystem, das einhergeht mit erst geplünderten, dann vernichteten sozialen Sicherungssystemen und der Zerstörung sämtlicher bürgerlicher Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Gewerkschaftsbildung, Mitbestimmung, körperlicher Unversehrtheit, ist kurzum ein offener Verzicht auf sämtliche seit der Farce des Zweiten Weltkriegs (über dessen eigentliche Ursachen im Westen niemals frei und offen diskutiert werden konnte, da weite Teile des Diskurs durch künstlich geschaffene Straftatsbestände verunmöglicht wurden, sogar bis hin zum offenen Rechtsbruch von Schauprozessen durch eine verlotterte, willfährige Justiz) propagierten Werte und Menschenrechte! Was nun offensichtlich wird in der Klientelpolitik des Wertewestens ist, das er nichts mehr verabscheut als seine eigenen Lippenbekenntnisse von einer friedlich prosperierenden Weltbevölkerung, während seine eigentlichen Ziele immer waren, auf Kosten aller gnadenlos Profit aus der Menschheit herauszuschneiden. Angesichts der Mehrheit im nutzlosesten deutschen Parlaments aller Zeiten für ein Kriegsprogramm sondergleichen mit einer beispiellosen, die Inflation der Papierfetzenwährung prächtig befeuernden Neuverschuldung von 140 Milliarden Euro drängt sich die furchtbare Erkenntnis auf, das eine politische Lösung der Misere ferner denn je ist. Es ist ein Albtraum.

    1. Sie bringen 500 Jahre westliches Schmarotzertum auf den Punkt!
      Darf ich Ihre Zeilen weiterleiten?

      1. Ich betrachte dies als öffentlichen Post, den Sie gerne weiterleiten können.

  6. Pepe Escobar ist bestimmt ein großer Journalist, aber dass Kissinger neulich in Davos die Öffentlichkeit absichtlich und mit (nicht ernst gemeinten?) Friedensvorschlägen nur ablenken und in eine Pseudo-Aufregung führen wollte, halte ich für eine sehr gewagte Aussage.

    2008 hatte die NATO (allen voran: Merkel und Sarkozy) die Aufnahme der Ukraine und Georgiens noch abgelehnt, aber (als Trostpflaster für die Befürworter) doch eine Art Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Beitritts-Options in ferner Zukunft in Aussicht gestellt. Unter der Hand missbrauchten die Democrats (Obama-Regierung) die Situation für eine stetige heimliche Aufrüstung und militärische Schulung der Ukraine, was den Russen natürlich nicht entging und was ihnen 2014 beim US-gesteuerten, braun und antirussisch gefärbten Maidan-Putsch jegliche Illusionen raubte.

    Kissinger ist (wie Trump) aber ein Republican und hat wie dieser und die meisten ihrer Partei mit den russophoben Aggressions-Eskapaden der Democrats (Russiagate etc.) wenig bis nichts am Hut.
    Im Gegenteil, der Vorwurf gegen ihn, ein Putin-Versteher zu sein, ist alles andere als neu:

    2014 warnte er in einem Aufsatz nämlich vor einer Dämonisierung Putins und dass er (wie schon 2008) von einer Integration der Ukraine in die NATO weiterhin dringend abrate. Die Ukraine sei ein sprachlich und religiös zwei-geteiltes Land, das eine Brücke sein könne und müsse zwischen Ost und West.
    “Nie wird die Ukraine für Russland Ausland sein” – diese Feststellung hatte Kissinger damals nicht vorwurfsvoll oder frustiert gemacht, sondern zur Basis seines Plädoyers:
    Die Selbstbestimmung der Ukrainer müsse ebenso respektiert werden wie die Befindlichkeit der Russen.

    Daher warnte er zugleich Putin vor einem militärischen Eingreifen – dessen Vorbereitungen zur Annexion der Krim liefen aber bereits an und der vom Westen gesteuerte Putsch erleichterte endgültig (unter Obama bis 2016 und dann nach Trump wieder unter Biden ab Januar 2021 – erneut und mit erhöhtem Tempo) den Umbau der Ukraine zum Frontstaat gegen Russland.
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article125579944/So-wuerde-Kissinger-den-Ukraine-Konflikt-beenden.html

    Da somit beide Seiten nicht auf ihn hörten und neue Fakten schufen, kann auch ein Kissinger 2022 nur noch einen angepassten Friedensvorschlag machen:
    Weil die Ukraine einerseits auf die Herausforderung des russischen Bären nicht verzichten konnte / wollte / durfte, andererseits den so bewirkten Krieg ersichtlich aber auch nicht gewinnen kann, sollte sie ihn durch Gebietsabtretungen wenigstens abkürzen.

    Was ist daran “Gemurmel” und irreführende Ablenkung?
    Im Gegenteil, so viel Realismus wäre der Völkerball- und Trampolin-Expertin von unserer oliv-grünen Waffenschieber-Partei dringend zu wünschen. Und all den verbohrten Scheuklappen-Bellizisten, die in Deutschlands Politik und Medien seit 3 Monaten fast unwidersprochen den Ton angeben.

    Sogar der verstorbene polnische-stämmige US-Präsidenten-Berater Zbigniew Brzezinski, der als eingefleischter Russen-Hasser gut zu den Democrats passte, zeigte zwar 2015 im SPIEGEL-Interview keinerlei Altermilde: Er forderte Waffenlieferungen an die Ukraine (um Putin von einem Einmarsch – wie jetzt 2022 geschehen – abzuhalten) und drohte Putin mit Krieg, falls Russland im Baltikum einmarschiert.

    Er machte aber (ganz Realist wie Kissinger) am Ende des Interviews einen erstaunlich pragmatisch-versöhnlichen Lösungs-Vorschlag:

    “Es braucht ein ähnliches Arrangement wie jenes zwischen Russland und Finnland, das seit Jahrzehnten für Stabilität und Frieden sorgt. Die Ukraine sollte das Recht haben, ihre politische Identität frei zu wählen und sich enger an Europa zu binden. Gleichzeitig muss Russland versichert werden, dass die Ukraine nicht in die Nato aufgenommen wird. Das ist die Lösungsformel.”
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/interview-mit-brzezinski-usa-russland-im-kalten-krieg-a-1040744.html

    Die beiden Männer haben die US-Politik der vergangenen Jahrzehnte stark geprägt.
    Aber dass sie noch im Greisen-Alter nur verkapptes Sprachrohr der aktuellen Regierung sind und deren Propaganda-Blendgranaten ausstreu(t)en, halte ich angesichts der genannten Äußerungen für widerlegt. Außerdem:
    Wenn 2022 selbst das friedliche Finnland den Hardliner Brzezinski rechts überholt (und anders als jener) die “Finnlandisierung” nicht mehr als Erfolgs-, sondern als Auslauf-Modell betrachtet und mit und in der NATO Krieg spielen will, dann müsste auch der letzte kapieren, dass Kissingers Warnung 2014 vor der Dämonisierung Putins bitter nötig (aber leider erfolglos) gewesen war.

    1. Ohne die Diskussion hier zu sehr auszudehnen, möchte ich doch zu dem einen oder anderen Punkt in Ihren Ausführungen etwas anmerken. Ob beabsichtigt oder nicht, sorgten Kissingers Vorschläge, zumindest was die rigide Ablehnung seitens des Selensky-Beraters Arestovich (“Go f**k yourselves with such proposals, you dumb f**ks, to trade Ukrainian territory a little bit! Are you currently f**king crazy?”) für Klarheit, was deren geistigen Horizont anbelangt. Sogar Sechzehnjährige würden solch eine Äußerung für problematisch und unreif erachten. Kissinger weiß, wie sehr Diffamierungskampagnen auf ihre Betreiber zurückschlagen können, und hat erkannt, daß die Ukraine besiegt ist, und, was die Drohung ihres kompletten Verschwindens von der politischen Landkarte betrifft, wenn überhaupt, am ehesten durch eine Einverständniserklärung für Gebietsabtretungen zu retten wäre. Das ist sein letzter, verzweifelter, oberflächlich vernünftig erscheinender Versuch, das Gesicht zu wahren und zumindest zum Schein noch das Narrativ zu bestimmen. Allerdings denke ich, daß der Zug, Kiew hätte bei den anstehenden Gebietsaufteilungen östlich des Dnjepr und südlich von Charkow überhaupt noch etwas mitzureden, schon lange abgefahren ist, denn mehr und mehr der dortigen Städte und Verwaltungsbezirke erklären ihre Absicht, mittels Referendum entscheiden zu lassen, wo sie zukünftig positioniert sein wollen, was nach acht Jahren antirussischer Gesetzgebung und zunehmender Entrechtung der im Osten mehrheitlich russischsprachigen Bevölkerung wohl ziemlich eindeutig ausfallen dürfte. Was mich zu einem klaren Widerspruch Ihrer These bringt, daß Rußland die Krim annektiert hat, wo sich doch dort über 90% der Bevölkerung für eine Zugehörigkeit zu Rußland ausgesprochen haben. (Die Zahlen schwanken je nach Quelle zwischen 93% bis 97%.) Ein Reverendum abzuhalten ist ein guter Beweis gegen eine Annektion, weshalb mir “Anschluß” oder “Assimilation” zutreffender erscheint. (Mit dieser völkerrechtlichen Einordnung stehe ich hier ebensowenig alleine wie bei der Beurteilung der Rechtmäßigkeit der russischen Intervention in der Ostukraine gemäß der eigenen Bündnispolitik und dem R2P-Szenario, auf das sich die NATO mit weit geringerer Berechtigung in der Causa Yugoslawien berufen hat. Eine Verurteilung Rußlands wegen Annektion erscheint mir angesichts der westlichen Taten in Syrien, Afghanistan, Libyen, Westsahara, und weitere, ehrlich gesagt absurd.) Chrustschow hat jedenfalls keine Volksbefragung abhalten lassen, als er die Krim im Tausch für das Einverständnis, Tschernobyl zu bauen, an die Ukraine abtrat. Die von Ihnen präferierte Ukraine, die sich keinem Bündnis anschließt und als Bindeglied zwischen Europa und Asien dient, die gab es bis zu dem von Ihnen erwähnten und korrekt eingeordneten Putsch sehr wohl. Jetzt ist die politische Realität, daß durch die Aktionen der dem US State Department angehörigen Viktoria Nuland, und der gleichbleibenden Politik während der Osama-, Trump-, und Biden-Regierungen de facto entlang des Dnjepr ein neuer eiserner Vorhang errichtet werden soll, als direkte und eindeutige Antwort auf die multiplen russischen Vorschläge zur Bildung einer internationalen Eurasischen Wirtschaftszone. Und genau hier beginnt die eigentliche Wühlarbeit der parteiübergreifenden politischen Berater in den USA, die von den eigentlichen Regierungen unabhängig agieren, und deshalb auch nicht den jeweiligen Lagern zuzuordnen sind. Die über die Jahrzehnte gültige, parteiübergreifende außenpolitische Doktrin der USA war, ist und bleibt, eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Europa mit Rußland und Fernost um jeden Preis zu verhindern, und genau deshalb sind wir da gelandet, wo wir nun sind. Man kann Rußland nur zustimmen, wenn es Pläne wie die seitens des Thinktanks der RAND Corporation entworfene Strategie, Rußland mittels Überforderung wirtschaftlich auszulaugen und so einen Regime Change zu ermöglichen, nun damit kontert, Europa und die USA auszulaugen und zu isolieren in der Hoffnung, damit den Umschwung weg vom alten, hegemonistischen westlichen Anspruch der globalen Führung hin zu einer realistischeren, zeitgemäßeren Multipolarität zu erlangen. Lawrow selbst hat unlängst deutlich gemacht, daß es sich erst dann wieder lohnt, mit Europa zu reden, wenn die Menschen und ihre politischen Vertreter vernünftig geworden sind. Das derzeitige von der Leyen-Kommissariat, dem rekordverdächtig viele wegen Steuerhinterziehung Vorbestrafte angehören, muß dafür natürlich vorher erst entmachtet, und juristisch für ihre möglicherweise verbrecherischen Taten zur Verantwortung gezogen werden. Auch das antirussische sowie sinophobe, absurde Mindset der Mainstreampresse, Sprachrohr der Oligarchen, muß dringend weg von propagandistischer Verleumdung und Kriegstreiberei hin zu Akzeptanz von Pluralität und (oha!) Multikulturalität gelangen, wovon ein nicht zu vernachlässigender Teil die Anerkennung des Existenzrechts der in den rohstoffreichen Regionen ansässigen autochtonen Bevölkerungen wäre, anstatt deren Vertreibung als völkerrechtlich gültige, allgemeine UN-Migrationspolitik zu ratifizieren. Doch dafür wird wohl erst ein Winter der Frostbeulen nötig sein. Vielleicht erleben wir dann tatsächlich eine neue Ausrichtung hin zur Multipolarität, und entschieden weg von den alt gewordenen Kalten Kriegern, die der modernen Welt eigentlich schon lange nichts mehr zu melden haben, falls jemals. Das sind nämlich die Leute, unter deren Ägide die technokratischen Wahngebilde unserer Zeit wie zum Beispiel die Entstehung globaler, unkontrollierbarer Trusts vorgenommen wurden, so daß die Wohlstandsverteilung nun ungleicher ist als zu Pharaos Zeiten! Während längst dement gewordene, verbrecherische Oligarchen ihre Selbstbereicherungen und Selbstbeweihräucherungen durch eine ganz einfach aufgekaufte Presselandschaft verkünden und gut heißen lassen können, die den Boden der Realität längst verlassen hat und im freidrehenden Postulations- und Propagandawahnsinn gelandet ist, da sogar jahrzehntlang gültige wissenschaftliche Definitionen geändert werden, um sie ihrer faktenfreien, kriminellen Unfugs-Agenda anzupassen, während den Fachleuten durch Accountlöschung und Verleumdungskampagnen sowohl Podium als auch Prominenz genommen wurden. Quo vadis?

  7. “EU HAPPY TO BUY INDIA’S OIL. SEVERODONETSK FOG OF WAR. PUTIN ‘CRUNCHING THEM LIKE NUTS.’ UPDATE 1”

  8. Die obige Analyse hätte ein wenig mehr auf die Rolle des russischen Geheimdienstes eingehen können.
    Wessen Interessen vertreten die Geheimdienste eigentlich?
    Dann gibt es in Russland in sehr erheblichem Ausmaß Anschläge auf Oppositionelle.
    Wer aber hat daran ein Interesse?

    Was die Rolle von Herrn Putin betrifft, empfehle ich folgendes Video:
    Jasmin Kosubek “Okay, lasst uns über die Ukraine sprechen”.
    Frau Kosubek sagt es in diesem Video völlig richtig, dass Russlands Angriff auf die Ukraine ein Völkerrechtsbruch ist.
    Sie verteidigt Herrn Putin aber auch damit, dass die NATO sowohl der Ukraine als auch Georgien ein Angebot für die dortige Mitgliedschaft gemacht hätte.
    Andererseits kann man aber auch das NATO-Mitgliedschaftsangebot der NATO-Mitgliedsstaaten ein wenig verstehen, weil es derzeit aus der Sicht der Ukraine irgendwo schon das Bedürfnis gibt, sich gegen die russische Aggression zu wehren.
    Frau Kosubek ist der Auffassung, dass die Ukraine das Recht hätte, sich ihre eigenen Bündnisse auszusuchen.
    In diesem Zusammenhang spricht sie vom Volkswillen, dem sich eine Regierung beugen müsse.
    Ich selbst habe jedoch Zweifel, dass die westlichen Regierungen sich irgendeinem Volkswillen beugen. In Wirklichkeit sind es eher Konzerne und ähnlich, die das Volk mit Täuschung und Meinungsmanipulationen durch die (Kartell-) Medien gefügig machen und sich auch Politiker kaufen.
    Dann tut Herr Putin so, als wolle er die Ukraine entnazifizieren.
    In Wirklichkeit sind solche Argumente wie eine beabsichtigte Entnazifizierung vorgeschoben.
    Das tiefere Problem wird vor allem Chinas Neue Seidenstraße sein. Jedenfalls treibt China die an diesem Projekt beteiligten Länder in die Schuldenfalle hinein.
    Etwa auch Gazprom steht jetzt insofern kurz vor der Insolvenz.
    Mir fällt auf, dass Mathias B. etwas vom Handel und etwa auch etwas über die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schreibt.
    In Wirklichkeit sind dies neoliberale Begriffe, die eben auch ständig von unseren Spitzenpolitikern auf diese Weise verwendet werden.
    Anders als wie man dies denken könnte, gibt es aber keinen Handel im Sinne einer Tauschwirtschaft und die vermeintliche Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wird auch nicht durch die Beachtung irgendwelcher marktwirtschaftlichen Regeln erreicht, sondern fast ausschließlich nur mit “Marktmacht”.
    Jedenfalls wird es irgendwo das fehlerhafte Geld- und Bankensystem sein, das Kriege verursacht.
    Dann gibt es eben auch noch den Bereich der Mysterien. Es gibt Aufsätze wie “Michael Salla – WELTRAUM-ARCHEN UND DIE ANKOMMENDEN, AUSSERIRDISCHEN SÄER”.
    Derartige Aufsätze kommen einem wie Science Fiction vor. Trotzdem bleibt der dringende Verdacht, dass das ein oder andere von solchen Aufsätzen unbedingt stimmen könnte.
    Etwa auch Beiträge wie folgenden:
    “The Alien Agendas – Leben Außerirdische unter uns? (Richard Dolan) | ExoMagazin” würde man als Laie erst dann als glaubwürdig betrachten, wenn man sich sehr ausführlich mit dem Ufo-Thema beschäftigt.
    Ich selbst verfolge diese Thematik fast nur anhand der Überschriften, aber immerhin schon in einem solchen Ausmaß, dass es für mich persönlich keinen Zweifel mehr gibt, dass es Ufo’s geben muss.

  9. Zur Lösung brauchen wir wieder eine Massenbewegung wie Anfang der 1980er Jahre, die Abrüstung und Michail Gorbatschows großartiges Engagement für die Wiedervereinigung ja erst ermöglichten. Die Politik und Mainstream-Medien brauchen unsere Hilfe, um aus dem Negativ-Sog von Hochrüstung und Niedermache des vermeintlichen Gegners herauszukommen. Alle Friedensbewegten, Gruppen und Organisationen schließen sich zusammen unter dem Slogan: Deutschland verläßt seiner historischen Verantwortung entsprechend die Nukleare Teilhabe und die NATO in Freundschaft, wird blockfrei und neutral wie seine Nachbarn Schweiz und Österreich, unterschreibt den Atomwaffenverbotsvertrag, wirkt mit diesem entscheidenden Anstoß friedenstiftend und versöhnend, verteidigt ausschließlich sich selbst, Grundgesetz Art.87a, keine Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete, Exporte nur an neutrale Staaten zur Selbstverteidigung. Auch wenn das zunächst utopisch erscheinen mag, ist es unserer Meinung nach (“Netz Wirtschaften für das Leben”) der einzige effektive Weg, der auch der Bevölkerung gut zu erklären ist, denn genau NukleareTeilhabe und NATO-Mitgliedschaft mit EUKOM, Militärregion Ramstein, den Atombomben in Büchel etc. gefährden uns immens, kosten unglaublich viel Geld und sind ethisch nicht vertretbar mit Massenvernichtungswaffen und Co…. Ami go home!
    Wenn wir das gebetsmühlenartig wiederholen und erläutern, wird das Früchte tragen, denn es ist die Wahrheit und das Vernünftige und entspricht der Essenz aller Religionen und Weisheitslehren, inzwischen wissenschaftlich durch die moderne Physik gestützt. Friedens-Aktionstag in diesem Sinne am 18.6.22 in 71332 Waiblingen, Alter Postplatz, Besinnung – Informationen – Musik – Gedichte – Austausch – Friedenskreis. Vinceremos!!! Ya se annuncia la nueva alborada, todo Mundo comienza a cantar: Vinceremos, la miseria sabremos vencer!

    1. Die Wiedervereinigung wurde aber erst einmal alleine von Russland bzw. 1. von Gorbatschow als KP-Generalsekretär eingeleutet und 2. von Helmut Kohl dessen Freundschaft mit Gorbatschow auch mit viel gutem Willen auf beiden Seiten dazu beigetragen haben.

      Leider hatte die Friedensbewegung damals keinen Anteil daran (die haben sich auf den damals unsinnigen Ausstieg aus der Atomenergie konzentriert).
      Die “Friedensbewegten” Grünen Spinner haben Kohl in kompletter Verkennung der Geschehnisse auf dem Alexanderplatz sogar mit faulen Eiern beworfen.

      Ich sehe es so (vor allem hinsichtlich der Weisheitslehren – ich kenne viele in der Essenz recht gut, da ich “spirituell unterwegs” bin):
      Das tatsächlich EINZIGE was die Welt entscheidend ändern kann und wird, sind GEDANKEN. Gedanken erzeugen Realität, das ist ein unumstößliches (und weitgehend unerkanntes) physikalisches Gesetz. Dem Frieden auf der Welt würde es viel mehr nutzen als alle Krakelerei auf den Straßen, wenn wir alle zuhause säßen und uns die Welt Innerlich mit emotional aufgeladenen Bildern als friedlichen, paradiesischen Ort vorstellen würden. Wenn wir (jedenfalls zu einem größeren Anteil wie bisher) innerlich friedlich sind, kommt der äußere Frieden ganz von (vom!) Selbst. Das ist genauso sicher, wie die Wirkung der Gravitation. Da die Welt nur scheinbar eine “materielle” ist (siehe Prof. Hans-Peter Dürrs Buch “Es gibt keine Materie” de war immerhin der Assistent von W. Heisenberg)

      Nur neue Gedanken erzeugen eine neue Realität, da Gedanken Energie sind und das Materie und Energie eigentlich das Selbe sind, wusste schon A. Einstein.
      Eigentlich müssten wir nur die Wahrheit akzeptieren, das alles eins ist. Die Welt MUß spiritueller werden, ansonsten hat die Menschheit verloren. Der Materialismus ist eine in seiner Einseitigkeit grundverkehrte Weltsicht, die uns von einer Katastrophe in die nächst Schlimmere führen wird.

      Deshalb meine Überzeugung: Demonstrieren gegen den Krieg nützt gar nichts (das steckt nur Gedanken-Energie in den Krieg!). Für den Frieden schon eher, wenn man Gedanken in den Frieden steckt.

      1. Die Kraft der Gedanken ist immens, ich weiß das vom unbeschadeten Überqueren eines sechs Meter langen glühenden Kohle-Teppichs. Für die Überwindung des Materialismus und eine weltweite Wende braucht es aber weitaus mehr, insgesamt
        e i n e n e u e L e b e n d i g k e i t und Liebesfähigkeit der Menschen. Dazu gehören die Weiterverbreitung von Informationen und Ideen wie die Kraft von Handlungen, auch öffentlichen, es braucht Musik, Tanz, alle Arten von Kunst, Lachen, gemeinsame Events zur Stärkung, zum Spaß haben, und jede Person entscheidet für sich, welches Denken und Handeln für sie stimmt. Zu Zeiten des Krefelder Appells war in dieser Hinsicht massig los. 1982 waren wir in Bonn 500.000, in Westeuropa gingen Millionen für Frieden und Abrüstung auf die Straße und in viele Veranstaltungen.1993 die längste Menschenkette der Welt von Neu-Ulm nach Stuttgart, neben viel Arbeit auch eine Riesen-Gaudi. Tatsächlich konnte dadurch Michail Gorbatschow die Hardliner in der Sowjet-Regierung überzeugen, dass in Westdeutschland der Faschismus überwunden sei und die Truppen aus der DDR abgezogen werden könnten.

  10. @Walty Klackton, 06/06/2022 at 19:32
    Richtig: Die Welt besteht nicht aus Materie – dazu gleich mehr.
    1.) Zunächst ein Blick auf die heutige völlig abartige Entwicklung des Materialismus’. Eine Elise Bohan propagiert den Transhumanismus:
    https://www.theguardian.com/books/2022/jun/04/beyond-our-ape-brained-meat-sacks-can-transhumanism-save-our-species

    Bohan: ‘Dieses menschliche Bewusstsein könnte von unseren “Fleischsäcken” (Körpern) in eine technologische Sphäre übertragen werden. Daß der Aufstieg von KI und Automatisierung große Teile der menschlichen Arbeit überflüssig machen könnte, und daß vielleicht – wenn wir es richtig machen – das mehr Zeit für Freizeit, großes Denken, Meditation und Verbindung lassen könnte.’
    Im Bereich der künstlichen Gebärmutter laufen bereits Experimente, und Bohan ist sich sicher, daß Frauen begeistert sein werden, wenn sie von den Fesseln der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit befreit werden.

    Die Tragödie dieses neuen 21. Jahrhunderts besteht darin, dass es mehr in die Falle des Materialismus tappt als jedes andere Jahrhundert zuvor!
    Während andere Zeitalter Philosophen hatten, haben wir jetzt “Denker” wie diese Elise Bohan und ähnliches.
    “Woher kommt die Welt?” – sucht noch jemand nach einer Antwort?
    “Wohin geht die Welt?” – sucht noch jemand nach einer Antwort?
    “Was passiert mit mir, nachdem ich gestorben bin?” – sucht noch jemand nach einer Antwort?
    “Wie ist die Realität – besteht sie aus Dingen und Personen?” – sucht noch jemand nach einer Antwort?

    Zur letzten Frage: Gibt es Dinge, gibt es Materie, haben wir Körper, die man “Fleischsäcke” nennen könnte (wie Bohan)?
    Der große Philosoph David Hume bezweifelt, dass es Materie gibt . Siehe “Von Skepsis gegenüber den Sinnen” – https://davidhume.org/texts/t/1/4/2.
    Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/David_Hume): “„Die Funktion der Sinne dürfte ungeeignet sein, um daraus die Vorstellung (idea) ableiten zu können, dass Dinge fortdauernd vorhanden sind, nachdem sie unseren Sinnen längst entschwunden sind. Wir kommen zu widersprüchlichen Aussagen, wenn wir das behaupten. […] Die Sinne liefern nur einzelne perceptions ohne den kleinsten Hinweis auf etwas außerhalb und von uns Verschiedenem.“”

    Hume dreht seinem Schreibtisch den Rücken zu und fragt sich, ob dieser Schreibtisch jetzt noch da ist. Anders als der blöde Immanuel Kant, der einfach mal behauptete, es gäbe ein “Ding an sich”, stellt David Hume diese Frage völlig zu Recht. Dies gerade aus buddhistischer Sicht:

    2.) Erklärung der “Wirklichkeit” aus buddhistischer Sicht:
    a) Diese Welt ist ein “Nullsummenspiel”. Hier ist kein Gott, der diese Welt erschaffen hat. Woher soll dieser Gott am Anfang der Welt kommen (“Anfang” im kausalen Sinne – nicht in zeitlichen Sinne)?
    Die Welt ist wie eine Gleichung. Auf der linken Seite des Gleichheitszeichens haben wir alle Phänomene der Welt in Form einer enormen Menge von Plus- und Minuszahlen. Auf der rechten Seite des Gleichheitszeichens haben wir “Null”. Die “Null” symbolisiert ‘Nicht-Sein’. Insgesamt gesehen existiert die Welt (nach außen) also nicht. Nach innen hin ist diese Welt, links vom Gleichheitszeichen, aber “gespreiztes Nicht-Sein” und wird erlebt. Rechts vom Gleichheitszeichen symbolisiert die “Null” das Nirwana – das Ende der Spreizung.
    Die Freude an der Ausbeutung der “Welt” (auf der linken Seite des Gleichheitszeichens) muß mit Leiden zurückgezahlt werden, denn die Welt kann nur “0” (rechte Seite des Gleichheitszeichens) sein. So wie ein vermögenslose Person, die einen Kredit bekommt und nun etwas davon kauft. Jetzt ist sie nicht reicher als vorher, obwohl sie etwas gekauft hat, denn sie hat jetzt auch Schulden (das “Karma” kümmert sich darum). Das Vermögen dieser Person ist nach wie vor “Null”.

    b) ) Die erlebte Welt ist allein Sinnesprodukt. Z. B. die Netzhaut stellt kein Bild her. Vielmehr geben die dortigen lichtempfindlichen Zellen jeweils nur “An-” oder “Aus-” Signale in den Sehnerv an der Rückseite des Auges. Diese Signale werden mit dem Sehnerv in den hinteren Teil des Gehirns (“Sehgehirn”) geführt und dort wird das Bild gemacht.
    Mit anderen Worten, wenn man ein Auto vor sich sieht, ist diese nicht “außen”, vor dem eigenen Augen, sondern das i s t s c h o n das Endprodukt des Sehsinnes. Gerade diese “Auto” befindet sich also “innen” bzw. im Kopf. Und die Augen blicken sozusagen ‘in den Kopf’. Und dieses Auto, das man sieht, ist natürlich n i c h t aus Materie. Denn mit soviel Tonnen an Stahl, Plastik, Gummi und Glas im Kopf wäre man sofort tot!

    Wie leben also sozusagen in einem “Softwareprogramm”, welches nur Sinnesprodukte hervorbringt. Deswegen könne wir auch so plastisch träumen, daß wir zumeist gar nicht merken, daß es sich “nur” um einen Traum handelt. Denn ganz genau derselbe ausschließlich ‘innere’ Produktionsmechanismus wirkt dort.

    3.) Wie kommt es zur Fehl-Vorstellung von “Materie”, wenn die Welt doch allein “szenisch” – und nicht dinglich ist?
    Im Traum und im Wachtraum hat alles immer nur eine Seite! Wenn sich eine erträumte Person umdreht oder wir – z. B. bei einem Pkw – auf die andere Seite gehen, ist zwar die andere Seite da, aber nun ist die vorherige weg.
    Der Erlebende macht aus der Szene “Dinge”, weil nur so die Szene ausgebeutet werden kann. Deswegen können wir auch einen Kinobesuch genießen, weil wir die Szenen ‘verdinglichen’. Und niemand geht nachher zur Kassiererin und will sein Geld zurück, “weil ja alles – auch die attraktiven Damen – immer nur eine Seite hatte!”. Aber die Kinobesucher oder Computer-Gamer stört das nicht, weil – von ihnen unreflektiert – die Wirklichkeit genauso ist. Auch in der Wirklichkeit machen wir aus Szeneteilen “Dinge” – schaffen also unsere “Matrix” (ganz ohne die Bösewichter im gleichnamigen Film) selbst.

    Der Buddha hat dazu Ausführungen gemacht, die die heutige ‘Volksbuddhisten’ mit Sicherheit überhaupt nicht mehr verstehen:
    Unser Geist erst macht aus des erlebten Szenik das, was der Buddha “nama” (= Name) und “rupa” (= Form) nennt.
    Hier Textbeispiele:
    Samyutta Nikaya – S.1.20. Samiddhi – 10. Samiddhi Sutta
    18. Da nun redete der Erhabene die Devatā mit der Strophe an:
    “Was benannt werden muß, [43] das stellen die Wesen sich vor;
    auf dem, was benannt werden muß, fußen sie;
    Das, was benannt werden muß, nicht verstehend,
    geraten sie in des Todes Bereich.”

    Samyutta Nikaya – S.1.21. Von einem Spieß – 1. Satti Sutta
    2. (Der Erhabene:)
    “Wie von einem Spieß gestreift, brennenden Hauptes gleichsam
    Soll besonnen der Bhikkhu, um die irrige Anschauung vom Körper
    als etwas Seiendem aufzugeben
    , von der Welt sich abkehren.”

    S.1.23. Knoten – 3. Jaṭā Sutta
    1. (Die Devatā:)
    “Mit Knoten innen und mit Knoten außen,
    mit Knoten verknotet [53] sind die Geschöpfe.
    Das frage ich dich, Gotama: wer wird den Knoten entknoten?”

    2. (Der Erhabene:)
    “Der Mann, der in der sittlichen Zucht fest steht, der weise,
    der Denken und Erkenntnis schult,
    Der eifrige, tüchtige Bhikkhu, der wird den Knoten entknoten.
    Bei denen Begierde und Haß und Nichtwissen verschwinden,
    Die Vollendeten, bei denen die weltlichen Einflüsse vernichtet sind,
    durch sie ist der Knoten entknotet.
    Wo Name und Form (nāma rūpa) restlos aufgehoben wird
    Und inneres Widerstreben und Formvorstellung,
    da wird der Knoten zerschnitten.” [54]

    S.1.61. Der Name – 1. Nāma Sutta
    2. (Der Erhabene:)
    “Der Name hat alles gemeistert; der Name ist es,
    außer dem nichts weiter vorhanden ist.
    Der Name ist das einzige, dessen Gewalt alle folgten.”

    4.) Was also tun und was lassen?
    Diese Welt hat eine “primäre Realität” und eine “Echo-Realität”. Die “Echo-Realität” wird erzeugt, indem wir uns in die “primäre Realität” einmischen, indem wir unsere Illusionen von “Dingen” ergreifen und (mit Kausalität) ausnutzen. Genau so wie Kot das “Echo” unseres Essens ist.
    Gerade die Sexualität ist die massivste Verdinglichung und Ausbeutung und wird von Buddha,, nicht anders als von Paulus und Petrus (Stichwort: “Fleischeslust”), als äußerst negativ angesehen.

    Was man tun sollte ist das, was von Buddha “Sammlung” genannt wurde – und von heutigen Buddhisten so gut wie gar nicht mehr praktiziert wird. Dazu versucht man, sich immer selbst bewußt zu bleiben und das Denken zur Ruhe zu bringen. Man vermeide auf etwas zu starren oder sich etwas vorzustellen oder auf die “Echo-Welt” einzugehen. Zusätzlich kann man die Übung durch Einsamkeits-Vorstellungen ergänzen. Hier ist das sich etwas vorstellen nützlich. Dazu stellt man sich – mit sanfter Kraft – vor, daß man sich in einer völlig verlassenen Landschaft zu befinden und dort – ohne action – einfach verweilt.
    Buddha nannte das: “Dorf und Mensch aus seinem Denken entfernen”.

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