“Dark Alliance”

Heute mal “Homeoffice” Frühstücksfernsehen mit Robert Stein, Frank Höfer und yours truly (ab Min. 37:00) – über das neue EU-“Transparenzgesetz”, mit dem Grundgesetz und Pressefreiheit weiter ausgehebelt werden, und über die “Dark Alliance” von CIA, Drogenkartellen und Geldwäsche,  die hinter der merkwürdigen Entführung von Nicolas Maduro eine Rolle spielen könnte. Weshalb das Kidnapping Maduros in Kanada jetzt als Warnung interpretiert wird, denn das Land spielt bei illegalem Drogenhandel und Geldwäsche eine weitaus größere Rolle als Venezuela. Im 3.Jahrtausend kommende Woche werden wir das Thema noch näher beleuchten.
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Zuletzt erschienen:

Mathias Bröckers: Inspiration – Konspiration – Evolution. Gesammelte Berichte aus dem Überall,  Fifty-Fifty (Juni 2024), 464 Seiten, 30 Euro

 

 

 

 

20 Comments

  1. Es geht in Venezuela um die Verrechnung von Erdölexporten in PETRODOLLAR, nichts Anderes!

    ZITAT AUS DEM NETZ (QUELLE UNBEKANNT):

    Jan Leendert:
    Der wahre Grund für die Invasion Venezuelas durch die USA geht auf einen Deal zurück, den Henry Kissinger 1974 mit Saudi-Arabien geschlossen hat.
    Und ich werde erklären, warum es dabei eigentlich um das Überleben des US-Dollars selbst geht.
    Nicht um Drogen. Nicht um Terrorismus. Nicht um „Demokratie”.
    Es geht um das Petrodollar-System, das Amerika seit 50 Jahren die dominierende Wirtschaftsmacht sichert.
    Und Venezuela drohte nun, dem ein Ende zu setzen.
    Das ist, was wirklich passiert ist:
    Venezuela verfügt über 303 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven, die größten der Welt. Mehr als Saudi-Arabien.
    20 % des gesamten Öls der Welt.
    Aber hier kommt das Wichtigste:
    Venezuela verkaufte dieses Öl aktiv in chinesischen Yuan. Nicht in Dollar.
    Im Jahr 2018 kündigte Venezuela an, sich „vom Dollar zu befreien”.
    Es begann, Yuan, Euro, Rubel, alles außer Dollar für Öl zu akzeptieren. Es stellte einen Antrag auf Beitritt zur BRICS.
    Sie bauten direkte Zahlungskanäle mit China auf, die SWIFT vollständig umgingen.
    Und sie verfügten über genügend Öl, um die Entdollarisierung für Jahrzehnte zu finanzieren.
    Warum ist das wichtig? Weil das gesamte US-Finanzsystem auf einer einzigen Sache basiert: dem Petrodollar.
    1974 schloss Henry Kissinger einen Vertrag mit Saudi-Arabien:
    Das gesamte weltweit verkaufte Öl muss in US-Dollar bezahlt werden. Im Gegenzug bietet Amerika militärischen Schutz.
    Dieser eine Vertrag schuf weltweit eine künstliche Nachfrage nach Dollar.
    Jedes Land der Welt braucht Dollar, um Öl zu kaufen.
    Dadurch kann Amerika unbegrenzt Geld drucken, während andere Länder dafür arbeiten.
    Es finanziert das Militär. Den Sozialstaat. Die Haushaltsdefizite.
    Der Petrodollar ist für die amerikanische Vorherrschaft wichtiger als Flugzeugträger.
    Und es gibt ein Muster in dem, was mit Führern geschieht, die dies in Frage stellen:
    2000: Saddam Hussein kündigt an, dass der Irak Öl in Euro statt in Dollar verkaufen wird.
    2003: Invasion. Regimewechsel. Das irakische Öl wird sofort wieder in Dollar gehandelt. Saddam wird gelyncht.
    Die Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden, weil es sie nie gegeben hat.
    2009: Gaddafi schlägt eine goldgedeckte afrikanische Währung, den „Gold-Dinar”, für den Ölhandel vor.
    Aus durchgesickerten E-Mails von Hillary Clinton geht hervor, dass dies der wichtigste Grund für die Intervention war.
    Zitat aus einer E-Mail: „Dieses Gold sollte zur Einführung einer panafrikanischen Währung auf der Grundlage des libyschen Gold-Dinar dienen.”
    2011: Die NATO bombardiert Libyen. Gaddafi wird vergewaltigt und ermordet. Libyen hat nun offene Sklavenmärkte.
    „Wir kamen, wir sahen, er starb!“ Clinton lachte vor der Kamera.
    Der goldene Dinar starb mit ihm.
    Und jetzt Maduro.
    Mit fünf mal mehr Öl als Saddam und Gaddafi zusammen.
    Aktiver Verkauf in Yuan.
    Einrichtung von Zahlungssystemen außerhalb der Kontrolle des Dollars.
    Beantragt den Beitritt zu den BRICS.
    Zusammenarbeit mit China, Russland und dem Iran.
    Die drei Länder, die weltweit die Entdollarisierung anführen.
    Das ist kein Zufall.
    Fordern Sie den Petrodollar heraus. Sorgen Sie für einen Regimewechsel.
    Jedes. Mal. Wieder.
    Stephen Miller (US-Berater für innere Sicherheit) hat es vor zwei Wochen wörtlich gesagt:
    „Amerikanischer Schweiß, Einfallsreichtum und harte Arbeit haben die Ölindustrie in Venezuela geschaffen. Die tyrannische Enteignung war der größte registrierte Diebstahl von amerikanischem Reichtum und Eigentum.“
    Er macht keinen Hehl daraus.
    Sie behaupten, dass venezolanisches Öl Amerika gehört, weil amerikanische Unternehmen es vor 100 Jahren erschlossen haben.
    Nach dieser Logik war jede Verstaatlichung von Rohstoffen in der Geschichte „Diebstahl“.
    Aber hier liegt das tiefere Problem:
    Der Petrodollar stirbt bereits.
    Seit der Ukraine verkauft Russland Öl in Rubel und Yuan.
    Saudi-Arabien diskutiert offen über Zahlungen in Yuan.
    Der Iran handelt seit Jahren in anderen Währungen als dem Dollar.
    China hat CIPS aufgebaut, seine eigene Alternative zu SWIFT, mit 4.800 Banken in 185 Ländern.
    Die BRICS-Staaten arbeiten aktiv am Aufbau von Zahlungssystemen, die den Dollar vollständig umgehen.
    Das mBridge-Projekt ermöglicht es Zentralbanken, Transaktionen direkt in lokaler Währung abzuwickeln.
    Der Beitritt Venezuelas zu BRICS mit 303 Milliarden Barrel Öl würde dies exponentiell beschleunigen.
    Darum geht es bei dieser Invasion wirklich.
    Nicht um die Bekämpfung des Drogenhandels. Venezuela ist für weniger als 1 % des Kokainkonsums in den USA verantwortlich.
    Nicht um Terrorismus. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Maduro eine „terroristische Organisation” anführt.
    Es geht nicht um Demokratie. Die USA unterstützen Saudi-Arabien, wo keine Wahlen stattfinden.
    Es geht um die Aufrechterhaltung eines 50 Jahre alten Abkommens, das es Amerika ermöglicht, Geld zu drucken, während der Rest der Welt dafür arbeitet.
    Und die Folgen sind erschreckend:
    Russland, China und der Iran verurteilen dies bereits als „bewaffnete Aggression”.
    China ist der größte Abnehmer von Öl aus Venezuela. Ihnen entgehen Milliarden.
    Die BRICS-Länder sehen, wie ein Land angegriffen wird, weil es außerhalb des Dollarsystems handelt.
    Jedes Land, das erwägt, den Dollar abzuschaffen, hat nun die Botschaft verstanden: Fordere den Dollar heraus, und wir bombardieren dich.
    Aber hier liegt das Problem…
    Diese Botschaft könnte die Abschaffung des Dollars beschleunigen, anstatt sie zu stoppen.
    Denn jetzt weiß jedes Land im Süden, was passiert, wenn man die Hegemonie des Dollars bedroht.
    Und sie wissen, dass der einzige Schutz darin besteht, schneller zu handeln.
    Auch das Timing ist verrückt:
    3. Januar 2026. Venezuela wird überfallen. Maduro wird gefangen genommen.
    3. Januar 1990. Panama wird überfallen. Noriega wird gefangen genommen.
    36 Jahre Unterschied. Fast auf den Tag genau.
    Das gleiche Szenario. Die gleiche Ausrede des „Drogenhandels”.
    Der gleiche wahre Grund: Kontrolle über strategische Ressourcen und Handelswege.
    Die Geschichte wiederholt sich nicht. Aber sie reimt sich.
    Was danach passiert:
    Die Pressekonferenz von Trump in Mar-a-Lago gibt den Ton an.
    Amerikanische Ölkonzerne stehen schon Schlange. Politico berichtete, dass sie angesprochen wurden, um „nach Venezuela zurückzukehren”.
    Die Opposition wird eingesetzt werden. Das Öl wird wieder in Dollar fließen.
    Venezuela wird zu einem zweiten Irak. Zu einem zweiten Libyen.
    Aber hier ist, was sich niemand fragt:
    Was passiert, wenn man die Dominanz des Dollars nicht mehr mit Bomben durchsetzen kann?
    Wenn China genug wirtschaftlichen Einfluss hat, um zurückzuschlagen?
    Wenn die BRICS-Länder 40 % des globalen BIP kontrollieren und sagen „keine Dollars mehr”?
    Was passiert, wenn die Welt erkennt, dass der Petrodollar mit Gewalt aufrechterhalten wird?
    Amerika hat gerade seine Karten auf den Tisch gelegt.
    Die Frage ist, ob sich der Rest der Welt mit dieser Situation abfindet oder den Bluff durchschaut.
    Denn diese Invasion ist ein Eingeständnis, dass der Dollar aus eigener Kraft nicht mehr konkurrenzfähig ist.
    Wenn man Länder bombardieren muss, damit sie die eigene Währung verwenden, ist diese Währung bereits dem Untergang geweiht.
    Venezuela ist nicht der Anfang, sondern das verzweifelte Ende?

    Ps. Auch ein weiterer Grund wieso China 200 Milliarden in Gold investiert, jährlich. BRIC
    Kill the (Green)Bill.
    Das Karma ist unausweichlich.

    1. “Aber hier ist, was sich niemand fragt:
      Was passiert, wenn man die Dominanz des Dollars nicht mehr mit Bomben durchsetzen kann?”

      Möglicherweise ist der Punkt bereits erreicht, wie z.B. hier dargelegt wird…

      https://overton-magazin.de/top-story/trumps-phantasie-von-der-billigen-energie-vom-orinoco/

      Da steht im Wesentlichen, dass ein Durchmarsch in Venezuela aus verschiedenen Gründen schwierig ist. Ein Grund ist z.B., dass die Ölindustrie dort schon zweimal enteignet wurde und sich daher Investitionen als schwierig erweisen, weil… man mag eine Situation schaffen können, die ein paar Jahre hält, aber wie sieht es in fünf Jahren aus? Dann könnte erneut eine Enteignung anstehen.
      Auch ist es so, dass das alte System der Macht noch existiert und auch funktioniert.

      Und noch etwas… Was Du sagst, könnte erklären, warum sie auf das Angebot von Maduro nicht eingegangen sind, der ja eine enge Kooperation mit US-Ölkonzernen in Aussicht gestellt hat. Das wäre aber keine Abkehr von den Geschäften mit den BRICS (China, Russland, etc.) gewesen. Der US-Dollar wäre also weiterhin bedroht gewesen.

      Und dass die Erzählung des Westens nicht stimmt, also nur so mit Lügen gespickt ist, ist halt Standard. Dem Westen sollte man NIEMALS vertrauen. Das sind einfach geborene Berufslügner.

  2. Dance Allianz ist genau das richtige für unseren LSD-Rentner. Schön dass die alten Leute nicht nur warmes Bier trinken.

    Gute Vorsätze sind immer eine schöne Sache. Trumputin hat sich ja auch einiges Vorgenommen für 2026 obwohl er auch nicht mejr der Jüngste ist.

    Wer rastet, der rostet!

  3. Apropos Netzagentur…. Die rechtsradikale deutsche Bundesregierung ist kräftig angepisst darüber, dass Kennedy das diktatorische Verhalten von ihr im Kontext der Corona-Affäre angegriffen hat. Kennedy hat kritisiert, dass in Deutschland Ärzte im Gefängnis landeten, weil sie Prinzipien rechtschaffener Ärtze auch während Corona treu geblieben sind.

    Dass die Netzagentur gerne solche Befugnisse hätte, muss man von daher verstehen (im Sinne von nachvollziehen, nicht befürworten): vor Jahren haben sich entsprechende Behörden der Politik angedient, um ein kontrolliertes (zensiertes) autoritäres System in der Medienlandschaft durchzusetzen. Damals ging wurde das Thema “Rundfunklizenz” hochgehangen, sprich jeder, der etwas im Internet sagt, sollte eine solche Lizenz erwerben müssen, unabhängig davon wie groß die Reichweite ist. Diese hätte jährlich zehntausend Euro gekostet. Ich hab schon früher mal gesagt: hätten die Deutschen das Internet erfunden, wäre es nie und nimmer so ein freies Medium geworden, wie wir das heute kennen. Es hat zwar seine Mängel (Snowden lässt grüßen etc. pp.), aber von der Grundidee ist es sehr frei. Wäre es nach deutschen Bürokraten gegangen, hätte JEDER, der etwas im Internet sagen möchte, erst einmal einen Antrag mit 12 Durchschlägen stellen müssen. Und das hätte man vermutlich auch mindestens einmal im Jahr erneuern müssen. Es wäre ein bürokratisches, undemokratisches Monster geworden. Die Deutschen haben einen krankhaften Kontrollwahn. Dass das Internet im Großen und Ganzen so frei ist, wie es erdacht wurde (neben den bekannten Mängeln), ist diesen Leuten ein Dorn im Auge. Sie wollen die totale Kontrolle darüber haben wer was im Internet wann, wie, wo etc. macht. Ergo wollen diese Leute die Uhr zurück drehen. Was ich sagen will: so ein Mist kommt mitnichten nur von der Politik. Es kommt sehr stark auch von Leuten, die in den Behörden arbeiten und sehen, dass sie Macht (im Sinne von Unterdrückung Anderer) bekommen könnten. Auch das lieben die Deutschen: sadistische Gewalt Anderen gegenüber. Weiß auch nicht wo das herkommt. Ist aber so. Ist eine deutsche Veranlagung. Hat wohl damit zu tun, dass man selber unglücklich ist und folglich auch jeden Anderen daran hindern will glücklich zu sein. Kurz: hat wohl mit einem grundsätzlich falschen mindset zu tun, selbst wenn es andere Auslöser gibt (z.B. irgendwelche Traumata etc.; auch da haben die Deutschen eine schlechte Basis, weil… das ist vom System her so angelegt; ich vermute das Preußentum, den preußischen Gehorsam bzw. Korpsgeist als Ursache).

    Umso mehr freue ich mich über so Reaktionen, wie die von Kennedy. Es ist wichtig, dass so etwas von außen kommt, noch dazu aus einem Land, dem man sich nahe fühlt. Die Bundesregierung mag alles abstreiten und auf die Barrikaden gehen… sie hat schon entsprechende Behauptungen und Lügen aufgestellt, wie z.B. dass es wissenschaftliche Grundlagen für das Handeln gegeben habe oder die sog. “Justiz” unabhängig sei, was kompletter Unsinn ist. Das Lustige ist: was die Bundesregierung behauptet, ist relativ uninteressant. Sie kann viel behaupten, wenn der Tag lang ist. Wichtig ist, wie es die Adressaten von Kennedy aufnehmen. Und das sind nicht NUR die Deutschen (z.B. die deutsche Bundesregierung). Es könnte z.B. auch dazu führen, dass die US-Bevölkerung mal genauer hinschaut, Deutschland kritischer betrachtet. Ich bin der Meinung, dass klar formulierter Druck von außen auf die deutschen Diktaturbestrebungen nur hilfreich sein kann. Da wird die Bundesregierung überhaupt nichts machen können, wenn sie nicht aufrichtig und ehrlich ist…

  4. Seltsam, dass Herr Bröckers alle Möglichkeiten aufzählt, wer hinter dem Anschlag auf das Stromnetz in Berlin wirklich stecken könnte. Nur die Nahliegendste lässt er aus. Der Anschlag geschah exakt zum Zeitpunkt des Angriff der USA auf Venezuala und hat diesen prima aus den Schlagzeilen verdrängt. Zudem wirkten Merz und andere Spitzenpolitiker eingeschüchtert. Cui Bono? Der bekloppte Text des Bekennerschreibens lässt auch darauf schließen, dass es sich um eine US KI handelt.

    1. Ich vermute auch den Staat dahinter. Und wenn es nicht der Staat aktiv verursacht hat, dann die Staatsdoktrin, der Neoliberalismus, das zu Tode sparen auf der einen Seite und Profite rauspressen auf der anderen, also auch der Staat. Eines ist auf jeden Fall sicher: die staatliche Erzählung stimmt ganz sicher nicht.

    2. was!? die haben Strom in Berlin?
      halte ich für ein Gerücht. Eigentlich wurde die komplette BRD vor Jahren ausgeklinkt. Damals seit der Euro abgesoffen ist wegen den Griechen.

      Deswegen ist doch den BongMeister in die Berge gezogen

  5. Maduros einseitig unblutige Gefangennahme (es starben nur Maduros Leute: 23 Venezolaner, 32 Kubaner – keiner der 200 US-Angreifer) – das ist eine der vielen Merkwürdigkeiten,
    https://www.deutschlandfunk.de/55-soldaten-aus-kuba-und-venezuela-bei-us-einsatz-getoetet-100.html

    Warum gibt es ein (echtes? Fake-?)Video vom Gefängnisgang, wo er demütigend in Handschellen an der Kamera vorbeigeführt wird und kämpferisch mit “Viva Venezuela, viva la libertad” ein Nelson-Mandela-Fanal hätte setzen können?

    Denn nach einer für ihn eigentlich sehr ärgerlichen Gefangennahme (klägliche Verteidigung, dennoch viele eigene Tote) hatten seine Anhänger bestimmt den Anblick eines heldenhaften Anführers erwartet, der aller äußeren Schmach zum Trotz seine innere unbeugsame Würde und seinen Stolz erkennen lässt – und seinen Abscheu gegenüber dem empörenden Verhalten seiner Entführer.

    Jedenfalls keinen blamablen Pausenclown, der trocken-entspannt (bewusst unpolitisch?) gegenüber den Killern seiner Beschützer einen saloppen Spruch absondert:
    “Gute Nacht, frohes neues Jahr”?
    (Die nach Narrenkappe aussehende Kopfbedeckung ist ein Indiz mehr für ein Drehbuch.)

    Leider finde ich das groteske Video nicht mehr, in dem er (vor seiner Entführung) prahlend spottet: “Fangt mich doch, fangt mich doch!”
    … Das sah nicht aus nach entschlossener Verteidigung seines Landes und seines Regimes durch einen stolzen Staatsmann, zu dem sein Volk aufschaut – sondern es wirkte peinlich kindisch wie “Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann”. Oder wie ein schlechtes Monty-Python-Imitat.
    Womöglich auch ein KI-/Fake-Produkt (=jetzt unauffindbar, da es nicht mehr gebraucht wird)?

    Der anstehende Schauprozess wird (neben den grotesken Anklage-Punkten) noch irrwitziger angesichts des ursprünglichen Trump-Angebots: ab ins Luxus-Exil mit dir, dann unterbleiben sowohl Invasion wie auch Strafverfolgung!

    Wenn er also den (aus Sicht der Welt:) erpresserischen und empörenden Souveränitäts-Verletzungen aus dem Ausland nachgegeben hätte, dann wären seine vorangegangenen (aus US-Sicht: hochkriminellen?) “Taten” plötzlich “verzeihlich” gewesen?

    1. Ich glaube die CIA findet einfach geil, was sie macht. Gibt ja immer mal wieder CIA-Leute, die stolz ausplaudern, was für kranke A…cher sie sind. Und da stand halt mal die Entführung eines Staatschefs auf der bucket list. Das haben sie seinerzeit ja schon mit Chavez versucht gehabt, sind aber an der fehlenden Mitarbeit des venezolanischen Militärs gescheitert.

      Warum die Entführung? Es bietet die Möglichkeit ALLEN Widersachern der US-Verskkavungsdoktrin, souveränen Staatschefs klarzumachen “wenn wir wollen, bringen wir jeden von euch zu Fall, wir schmieren einfach ein paar Leute aus eurem direkten Umfeld (Sicherheitsapparat); ist zudem immer noch billiger als ein Krieg”.

      Und warum sollte Chavez noch eine große Show abziehen, wo er sowieso weiß, dass sein persönliches Schicksal nicht mehr in seinen Händen liegt? Ich denke jeder reagiert bei sowas unterschiedlich….

      1. Vieles ist möglich und wir kennen Maduro (nicht Chavez) zu wenig.
        Seine Sicherheitsleute waren für seine Sicherheit verantwortlich – aber er als Chef trägt für deren Wohlergehen / Überleben halt auch eine gewisse Verantwortung.

        Vielleicht haben die Bodyguards versagt, vielleicht hatten sie als Opfer eines Verrats überhaupt keine Chance, auch nur einen Schuss abzugeben. Wusste Maduro, welche Variante zutrifft?
        Was ihm klar gewesen sein musste: Verräter waren sie jedenfalls nicht – sie wurden ja “großzügigst” (=in großer Anzahl) hinweggeschlachtet.

        Großzügiger als es notwendig und sogar ratsam gewesen wäre?
        Maduro als eigentliches Ziel der Aktion blieb unverletzt und sollte es nach dem Willen seiner Entführer ja wohl auch bleiben. War er seinen Entführern dafür so dankbar, dass er sich ihnen mit spaßigen Worten anbiederte und ihnen das Wegmorden seiner dienstbaren Geister großzügig verzieh?

        Eigene Schicksalsergebenheit gegenüber seinen Entführern – mag sein.
        Coolness angesichts des Blutbads an seinen Dienern und der Knechtung seiner Landsleute – das kann ich mir nicht so recht vorstellen.
        Er gab das Bild eines empathielosen Egomanen, wie die USA es nicht besser hätte malen können – und KI macht so was heutzutage im Handumdrehen möglich.

  6. Wenn wir in die Geschichtsbücher schauen, erfahren wir zumeist nur das, was wir erfahren dürfen und wissen sollen. Ein jüngeres Beispiel dafür ist die Darstellung des Ukraine-Konflikts. Angeblich hat er im Februar 2022 begonnen, als die russische Armee in das Nachbarland einmarschierte. Die Vorgeschichte wird verschwiegen, nach vorherrschender Meinung handelt es sich um einen unprovozierten „brutalen Angriffskrieg“, einen Überfall auf ein souveränes, demokratisch regiertes Land.

    Wolfgang Bittner über Fälschung der Geschichte,
    https://globalbridge.ch/die-faelschung-der-geschichte-und-die-bedeutung-der-kultur/

    „Das Versagen“ stieg im Oktober auf Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste in den Buchmarkt ein. Katja Gloger und Georg Mascolo sollen aufgrund von „zahlreichen Geheimdokumenten und Gesprächen“ ein „Schlüsselwerk zum Verständnis unserer gefährlichen Gegenwart“ geschaffen haben.
    Die beeindruckend zahlreichen Quellen waren mir damals auch aufgefallen – aber ich vermisste Bezüge auf einflussreiche hyperaktive Russlandhasser wie Zbigniew Brzezinski und Victoria Nuland. Boris Johnson kommt vor, aber nicht mit seinen Kriegs-Fortführungs-Bemühungen vom April 2022,
    https://www.broeckers.com/2025/10/23/kriegsuntuchtigkeit-ja-bitte/#comment-155720

    Ein Werk, das jedenfalls (anders als die Werke z.B. eines Jacques Baud) unseren Mächtigen gefällt: Die “Deutsche Gesellschaft für auswärtige Politik e.V.” (=eine regierungsnahe NGO) stellt ein fast 2-stündiges Video zum Buch ins Netz, das mit einem Bild des Duos Putin-Schröder eröffnet, also mit dem Monster und dem (in diesem Narrativ) ihm nützlichen wichtigsten deutschen Versager:

    „Das Versagen – Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik“
    https://www.youtube.com/watch?v=K-A7B9EPdz0

    Um weitere Werbung für das Buch zu machen, bricht sogar Pensionär Olaf Scholz sein berüchtigtes Cum-Ex-Schweigen:
    “Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Putin seinen Angriff zwei Jahre vorher fest geplant hatte und dass ihn weniges davon hat abbringen können”, sagte der sonst eher als erinnerungsschwach bekannte SPD-Politiker bei der vom (=bis 2022) Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, organisierten Vorstellung des Buchs in Berlin.

    Scholz vertrat die Ansicht, dass Putin ernsthafte Forderungen, wie eine Absage an einen Nato-Beitritt der Ukraine oder an die Stationierung weitreichender Raketen auf ukrainischem Territorium, auch ohne Waffengang hätte erreichen können.
    “Das hätte man alles ohne Krieg haben können und die Ukrainer hätten es gemacht am Ende und wir alle auch. Das heißt, er wollte den Krieg”, so Scholz.
    https://www.n-tv.de/politik/Scholz-Putin-hat-Angriff-auf-Ukraine-jahrelang-geplant-id30237753.html

    Das passt nun leider ganz und gar nicht zu den Verlautbarungen eines Oleksij Arestovych aus 2019, als er noch Selenskis Berater war (also bestimmt nicht als Putin-Agent gelten konnte):
    Dass nämlich die Ukraine (d.h. ihre west-orientierte Elite) diesen russischen Einmarsch nicht fürchte – sondern im Gegenteil brauche (sprich: quasi auch ersehne), denn dies sei der Preis für den erhofften zügigen Nato-Beitritt der Ukraine.
    Es darf vermutet werden, dass hinter Arestovychs damaligen Hoffnungen nicht nur eigene Fantasie steckte, sondern ganz konkreter Zuspruch seitens relevanter Entscheider und Sponsoren / Mentoren aus dem Westen – von Leuten, denen Arestovychs öffentliches kokettes Äußern seiner (Kriegs-)Hoffnungen jedenfalls kein öffentliches Befremden oder Distanzieren entlocken konnte.

    Jacques Baud erdreistete sich, an Arestovychs alte Äußerunen zu erinnern, weswegen die erzürnten EU-Mächtigen reflexhaft nach alter vordemokratischer Tradition Acht & Bann über ihn verhängten. So müssen wohl übersehen haben, dass Baud nicht Erinnerungen aus dem eigenen (etwa wie bei Scholz: notorisch löchrigen) Gedächtnis herausgekramt hat, sonden valide Quellen korrekt zitierte.

    Aber solche Kollateralschäden sind bei beschleunigten Verfahren in Kriegszeiten wohl unvermeidlich und wir haben vom Wahrheits-Experten Olaf ja jetzt die “ganze” Wahrheit erfahren …

    Putin als der neue nimmersatte Hitler, der nur die Sprache der Gewalt verstehe und nur mit Härte zu stoppen sei – das meint auch aus der Bundeskanzlei der “Größte Friedrich aller Zeiten”, der es als Nazi-Enkel ja wissen muss.
    Friedensbewegte sind töricht, denn Appeasement (Beschwichtigung) eines Monsters war schon 1938 gescheitert und in einen Weltkrieg gemündet.

    Alex Krainer ist anderer Ansicht und stellt den gewohnten “Lehrplan vs. Wahrheit”:
    Weder sei die Wehrmacht dem tschechischen Militär eindeutig gewachsen gewesen, noch stand sie eindeutig hinter Hitler – deutsche Generäle planten sogar die Ermordung Hitlers.

    Für Krainer waren die Briten 1938 unter Chamberlain keine verweichlichten Waschlappen, die kopflos nur “Peace now” wollten, ohne Rücksicht auf künftig umso größere Kriegsgefahren zu nehmen.
    Ziel der britischen Geheimdiplomatie sei es vielmehr gewesen, ihre Drei-Blöcke-Vision der Weltordnung voranzutreiben, die die Sicherung der deutschen Vorherrschaft über Mittel- und Osteuropa beinhaltete.

    “Die Bemühungen Moskaus, zu intervenieren, wurden konsequent ignoriert und in der Öffentlichkeit heruntergespielt. Bereits im März 1938 versuchten die Russen, eine Einheitsfront gegen Hitler zu bilden, und schlugen vor, gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Polen und Rumänien eine Sicherheitskonferenz in Bukarest abzuhalten, aber ihre Initiative wurde einfach ignoriert.

    Die französische Position wurde durch die anglo-französische Konferenz vom 18. September 1938 neutralisiert, auf der die Briten die Franzosen dazu bewegten, ihre Lösung für die Tschechienkrise zu unterstützen und Druck auf die Tschechen auszuüben, damit diese den deutschen Forderungen kampflos nachgeben würden.”

    https://tkp.at/2026/01/14/die-schockierende-wahrheit-ueber-das-muenchner-abkommen-von-1938-teil-1-von-3/

    1. Krainer:
      “Die Briten ignorierten nicht nur all diese Hilferufe, sie ergriffen sogar Maßnahmen, um Hitler vor General Becks Verschwörung zu schützen. Chamberlain selbst flog während des Höhepunkts der Krise zweimal nach Deutschland (am 15. und 22. September 1938), um ein Abkommen auszuhandeln, das es Hitler ermöglichen würde, die Tschechoslowakei ohne Krieg zu erobern.”

      Er verhinderte damit vielleicht irgendwie einen Krieg (drohte der wirklich so ganz akut?) – vor allem vereitelte er aber in den für ihn hektischen letzten zwei Wochen vor dem 28. September den Schneid der Generäle, planmäßig und damit akut an diesem 28.9. zuzuschlagen und Hitler zu töten.
      Zwei Tage später begann die für Hitler so erfolgreiche Münchner Konferenz – den deutschen Ant-Hitler-Verschwörern waren damit endgültig ihre (auf Frieden und Verständigiung zielenden) Attentats-Gedanken gegen den Kriegstreiber Hitler ausgetrieben!

      Wer das als (britisches) Appeasement beschreibt und beschimpft, kann oder will die Maske nicht unterscheiden vom Maskierten!

      Aber heutige Historiker beschreiben ungeniert Chamberlain als naives Weichei und seinen Nachfolger Churchill als weitsichtig-kämpferischen Freiheitshelden.

      Doch die “Drei-Blöcke-Vision der Weltordnung voranzutreiben, die die Sicherung der deutschen Vorherrschaft über Mittel- und Osteuropa beinhaltete” – damit wollte die englische Geheimdiplomatie den Konkurrenten Deutschland natürlich schon unter Chamberlain nicht selbstlos zu einer großen imperialen Zukunft führen, etwa um es dadurch zu befrieden (zu “appeasen”).
      Sondern heranführen an die “Kontaktlinie” zur Sowjetunion, was die Aussicht verbesserte auf den erhofften großen aufreibenden Krieg zwischen diesen Giganten.

      Chamberlain-Nachfolger Churchill war seinem Vorgänger hierfür folglich ganz und gar nicht gram, ganz im Gegenteil – er wusste die geleistete Vorarbeit zu schätzen.
      Der vermeintliche Warner vor Hitler, freute sich bereits am 3. September des Folgejahres (1939), dass Albion HItler (mit vorerst nur dem Überfall auf Polen) in die Richtung gebracht hatte, wo Churchill ihn haben wollte:
      „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“
      https://www.broeckers.com/2025/05/09/das-wunder-im-osten/#comment-141305
      https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/winston-churchill/

      In seiner Freude verschwendete Churchill keinen Gedanken daran, dass er Verrat am gerade von Deutschland überfallenen GB-Bündnispartner Polen beging, das er bereitwillig im Stich ließ und opferte, um Hitler näher an die Sowjetunion und den Krieg gegen selbige heranzuführen.

      Die Polen verachtete er sowieso als „die Hyäne Europas“ und seine Lust am ganz großen Krieg (zweier sich gegenseitig vernichtender Feinde) zeigt deutlich, dass er wie Hitler von der Vernichtung ganzer Völker träumte und skrupellos auf die Umsetzung solcher Träume hinarbeitete.
      Kaum war Hitler besiegt, heuchelte Churchill in gespielter Naivität:
      „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.“
      Manche glauben in echter Naivität, Churchill habe damit z.B. die deutsche Niederlage bedauert und nicht nur das (für ihn vorzeitige) Ende des Abschlachtens jeglicher Feinde.

      Aber auch “Weichei”-Vorgänger Chamberlain bzw. der von ihm geleitete Staatsapparat zeigte nicht wirklich echte “Friedensengel”-Qualitäten:
      “Die Kabale in London musste all dies auch der britischen Öffentlichkeit verkaufen, die dem Nationalsozialismus instinktiv ablehnend gegenüberstand. Dementsprechend starteten britische Beamte und Medien eine Propagandakampagne, die im Laufe der Krise an Fahrt gewann.”

      In gezielt in die Presse lancierten Fake News “wurde die Tschechoslowakei als künstliches Monstrum und Aberration von 1919 angeprangert. Außerdem beschuldigte er [Lord Rothmere in seiner Daily Mail] die verhassten Tschechen fälschlicherweise, die deutschsprachige Bevölkerung zu misshandeln, was Großbritannien nicht tolerieren könne”.

      “Neben der Dämonisierung der Tschechoslowakei schürten die Medien auch eine allgemeine Kriegsangst. Die Besorgnis über die unerbittliche deutsche Mobilmachung wurde von Tag zu Tag größer und überzeugte die Öffentlichkeit von der Lüge, dass Deutschland die Tschechen innerhalb weniger Tage leicht überwältigen und Prag auslöschen könnte. (…)

      Ende September 1938 erreichte die Kriegspsychose ihren Höhepunkt mit Berichten, dass die deutsche Luftwaffe unmittelbar vor Luftangriffen auf Paris und London stehe und die Zivilbevölkerung mit Giftgasbomben bombardieren wolle. Als Panik ausbrach, schürte die britische Regierung diese noch, indem sie Stände einrichtete, an denen die Londoner mit Gasmasken ausgestattet werden konnten.”

      Krainer: “Kommt Ihnen das nicht irgendwie bekannt vor?”

      In der Tat, man könnte an aktuelle “Kriegsertüchtigungs”-Maßnahmen erinnert sein.
      Damals auf Vorrat, denn bis zum Überfall auf die Sowjetunion wollte man das Pulver bekanntlich trocken halten und Hitler freie Hand im Osten lassen.
      Heute ebenfalls auf Vorrat, denn Putin wolle ja bekanntlich noch bis zum 20. Januar 2029 warten, um erst dann – gegen den Trump-Nachfolger loszuschlagen.

      Damals wie heute gieren die Kriegstreiber nach einem fortgesetzten Bluten, zunächst der Feinde und der gefoppten Proxys, dann auch des eigenen Volkes. Man müsse zuletzt auch die “eigenen” Söhne (und Töchter) opfern, mahnen sie (und nehmen beim Thema “eigene” Kinder die höchstpersönlich eigenen Familien natürlich aus, Uschi lässt grüßen).

      1. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man denken, dass Sie Wehrzersetzung betreiben wollen.

        Wer soll dann die Aliens und die MILF aufhalten, wenn die ihre Tage bekommen? Die Eskimos alleine?

  7. Die schockierende Wahrheit über das Münchner Abkommen von 1938, Teil 2:
    https://tkp.at/2026/01/16/die-schockierende-wahrheit-ueber-das-muenchner-abkommen-von-1938-teil-2-von-3/

    “Neville Chamberlains perfides Spiel im Jahr 1938 schuf absichtlich ein Monster im Herzen Europas und bereitete damit den Boden für die größte Tragödie in der Geschichte des Kontinents.”

    März 1939:
    Die Beschwichtigungspolitik endet, aber die Unterstützung für die Nazis geht weiter

    Als Hitler das Münchner Abkommen brach und die Tschechoslowakei annektierte, protestierte Chamberlain zwar schwach, akzeptierte jedoch am 15. März 1939 im Unterhaus ausdrücklich die Besetzung der Tschechoslowakei durch Deutschland und weigerte sich, Hitler der Unaufrichtigkeit zu bezichtigen. Zwei Tage später, am 17. März, trat er vor seine Wähler in Birmingham und verurteilte Hitlers Vorgehen öffentlich. Und obwohl er die Besetzung der Tschechoslowakei öffentlich für illegal erklärte, akzeptierte seine Regierung sie sofort als Tatsache und erkannte sie rechtlich an, indem sie das britische Generalkonsulat in Prag bei Deutschland akkreditierte.

    Im Mai 1939 übergab die Bank of England sogar die in London gelagerten tschechischen Goldreserven in Höhe von 6.000.000 Pfund an Deutschland. Als diese Nachricht bekannt wurde, versteckte sich das Kabinett hinter der absurden Ausrede, dass die britische Regierung keinen Einfluss auf die Handlungen der Bank of England habe
    – es lebe die Unabhängigkeit der Zentralbank!

    Die schockierende Wahrheit über das Münchner Abkommen von 1938, Teil 3:
    https://tkp.at/2026/01/19/die-schockierende-wahrheit-ueber-das-muenchner-abkommen-von-1938-teil-3-von-3/

    Krainer beschreibt, wie Hitlers Invasion Polens Gestalt annahm, mit der fortgesetzten Beteiligung Großbritanniens, die darauf abzielte, ihre Agenda einer „Drei-Blöcke-Welt” voranzutreiben, und wie diese Agenda bis heute relevant bleibt.

    Chamberlains gab eine “bizarre” Garantie für Polen, die einerseits großzügig und weitgehend klang, andererseits nur die Unabhängigkeit Polens garantierten, nicht aber seine territoriale Integrität. Damit ließen sie Deutschland die Tür offen, um weiterhin Druck auf Polen auszuüben, damit es territoriale Zugeständnisse machte.

    Die “Garantie” brachte aber die polnische Führung dazu, ihre Haltung gegenüber Deutschland zu verhärten – in der irrigen Annahme, dass Großbritannien und Frankreich eine umfassende Offensive gegen Deutschland gestartet hätten, wenn Hitler beschlossen hätte, Polen anzugreifen.

    Entgegen der lautstarken “Garantie” gegenüber Polen “ermunterte” Albions doppeltes Spiel auch Deutschland, z.B. durch ein heimlich-dezentes Leckerli:
    Der deutsche Botschafter in London, Herbert von Dirksen, berichtete Berlin:
    „Sir Horace Wilson sagte Herrn Wohlthat eindeutig, dass der Abschluss eines [deutsch-britischen] Nichtangriffspaktes es Großbritannien ermöglichen würde, sich von seinen Verpflichtungen gegenüber Polen zu befreien.”

    “Hitler, der zunächst nichts von der britischen Garantie wusste, war von Polens plötzlicher Trotzhaltung überrascht. Doch wenn die britische Garantie Deutschland abschrecken sollte, hatte sie genau das Gegenteil bewirkt. Als Hitler davon erfuhr, beschloss er sofort, Polen anzugreifen.”

    Was sollte ihn abschrecken? Auf Britanniens “bizarre” Garantie für Polen folgten keine wirklichen Anstrengungen, um eine Verteidigungsfront mit Polen aufzubauen, und es wurden keine militärischen Vereinbarungen darüber getroffen, wie Großbritannien und Polen im Kriegsfall zusammenarbeiten würden.

    Ganz im Gegenteil: Als Chamberlain im Mai 1939 Polen seine “Garantie” gab, machte er ihnen Hoffnungen auf einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Pfund.
    – tatsächlich gab es nur 8 Millionen und selbst die erst reichlich spät:
    einen Monat vor Hitlers Invasion!

    “Gleichzeitig, wie Quigley schreibt, „war ganz London in Aufruhr wegen eines geheimen Darlehens in Höhe von 1.000.000.000 Pfund von Großbritannien an Deutschland”, mehr als das Hundertfache des mageren Kredits, der Polen gewährt wurde. Die Gerüchte wurden tatsächlich von Hitler selbst bestätigt.”

    Hitlers damaliger Wirtschaftsminister, Hjalmar Schacht, war als ehemaliger Wall-Street-Bankier zugleich Chef der Reichsbank – und ein enger Vertrauter des Gouverneurs der Bank of England, Montagu Norman!

    Hitlers selbst war sich darüber im Klaren, dass hinter Chamberlains treulosem Verhalten gegenüber Polen nicht Unvermögen steckte, sondern eiskalte Absicht – während einer geheimen Konferenz mit seinen Generälen am 22. August 1939 sagte er:

    „Das Folgende ist charakteristisch für England. Polen wollte von England einen Kredit für die Wiederaufrüstung. England gewährte jedoch nur einen Kredit, um sicherzustellen, dass Polen in England einkauft, obwohl England nicht liefern kann. Das bedeutet, dass England Polen nicht wirklich unterstützen will.“

  8. Der 2. Weltkrieg begann offiziell erst am 1. September 1939 mit Hitlers Überfall auf Polen – die Zeit davor gilt als “Appeasement”-Zeit: Alle (außer Hitler) waren erfüllt von einer starken und lauteren, aber leider naiven Friedenssehnsucht. Sie wollten das Monster Hitler besänftigen, was bei Monstern halt nicht möglich ist, wie inzwischen jeder Kriegsertüchtiger unwiderlegbar weiß.

    Diese Geschichtsdeutung hilft unangenehme Fragen zu vermeiden und passende Narrative zu basteln (z.B. Vorkriegszeiten sind Appeasement-Zeiten, wenn man nicht tüchtig aufrüstet und rüstungsfreies Appeasement führt garantiert zu Krieg, Aufrüstung bewahrt dagegen immer vor Krieg, je mehr, desto sicherer).
    Aber immer wieder trüben Spielverderber mit lästigen Fakten die schönen Narrative, wie z.B. der soeben in Brüssel mittellos gemachte und fixierte Jacques Baud.

    Über speziell polnische Geschichtsklitterungen berichtet aus dem insoweit sicheren Russland Thomas Röper vom Antispiegel. Anlass war die (in Deutschland ignorierte) Rede des polnischen Präsidenten zum Auschwitz-Gedenktag.

    Nawrocki schwärmt vom “ersten Marschalls Polens”, Józef Piłsudski, unter dem Warschau verzweifelt bestrebt war, ein militärischer Verbündeter Nazideutschlands zu werden. Als 1935 Piłsudski überraschend starb, wurden ihm von Hitler große Ehren zuteil.

    Der Geist Piłsudski lebte aber weiter: Polen garantierte Deutschland 1938 die sichere Zerstückelung der Tschechoslowakei und beteiligte sich sogar am Raubzug, indem es zunächst das Teschener Schlesien – ein 800 Quadratkilometer großes Gebiet, das Polens Schwerindustriekapazität schlagartig verdoppelte – und unmittelbar danach Gebiete in der Nordslowakei, die Regionen Orava und Zips, die sogenannten Zaolzie, besetzte. Nicht umsonst nannte Churchill Polen die „Hyäne Europas“.

    Das eigene Verhalten Churchills und der anderen westeuropäischen Führer war deswegen aber nicht weniger verwerflich:
    “Bei der Diskussion über die Verantwortung der einzelnen Akteure ist es wichtig zu berücksichtigen, dass der Westen und die Sowjetunion unterschiedliche Haltungen zu diesen Annexionen einnahmen: Der Westen war dafür, die Sowjetunion war dagegen.
    Bereits im März 1938, unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs, schlug Stalin seinen europäischen Kollegen vor, eine internationale Konferenz einzuberufen und ein System kollektiver Sicherheit auf dem Kontinent zu schaffen. Sie lehnten ab.”

    Stattdessen kamen Franzosen, Engländer und Italiens Mussolini mit Hitler in München zusammen, um die Zerstückelung der Tschechoslowakei zu beschließen.

    “Nach der Teilung der Tschechoslowakei schlug Stalin Frankreich und England einen gemeinsamen Beistandspakt für den Fall eines Angriffs Hitlers vor. Sie lehnten erneut ab. Daraufhin bot Stalin Polen Schutz vor einem Angriff an, doch auch Polen lehnte ab, da es begierig darauf war, sowjetisches Gebiet zu erobern.
    Erst nach all diesen Ablehnungen, mit Hitler alleine, schloss Stalin einen Nichtangriffspakt mit Deutschland. Auch dieser schützte ihn nicht vor Verrat. Moskau blieb jedoch keine andere Wahl.”

    https://anti-spiegel.ru/2026/die-erklaerungen-des-polnischen-praesidenten-ueber-die-in-deutschland-nicht-berichtet-wurde/

    Der Artikel widmet sich zudem einer noch peinlicheren Frage:
    Warum hat Hitler Vernichtungslager eigentlich in Polen und nicht etwa im besetzten Dänemark oder Frankreich errichtet? Oder – noch “diskreter” – in den Weiten Russlands?

    Die unerfreuliche Antwort: Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Antisemitismus in Polen zur Staatsideologie. Polens Botschafter antwortet Hitler, als dieser ihm Pläne zur Deportation der Juden nach Afrika offenbarte, dass Polen ihm in Warschau ein prächtiges Denkmal errichten werde, wenn er das tue.
    Die Deutschen nutzten dann den polnischen Antisemitismus aus – sie konnten mit kollaborationsbereiten Denunzianten rechnen.

    Noch zu Ostern 1943, als die deutsche Niederlage absehbar wurde und die (bei den Polen inzwischen zu Recht verhassten) Deutschen im Warschauer Ghetto Juden mit Maschinengewehren erschossen und Häuser mit den Bewohnern darin niederbrannten, hatte sich die polnische Gefühlslage noch nicht verändert:
    “Die gaffenden Polen ergötzten sich an dem Schauspiel.”

    “Über den polnischen Antisemitismus könnte man lange sprechen. Nur noch ein weiteres Beispiel: Polen ist das einzige Land der Welt, in dem die Judenpogrome auch nach dem Zweiten Weltkrieg weitergingen.”

  9. Polens Präsident Nawrocki (=anders als Steinmeier vom Volk gewählt und mit echter Macht ausgestattet) gilt als Nationalist und EU-Kritiker und wird daher von Brüssel als “rächts” abgestempelt. Ministerpräsident Donald Tusk ist dagegen ausgeprochen EU-freundlich und gilt damit als “gemäßigt”.

    Die Grundidee der EU – die Gegner aus zwei Weltkriegen ersetzen ihre frühere Konfrontation durch Kooperation – ist nach wie vor ein Leitbild, an das man glauben und für das man sich einsetzen möchte. EU-Fan Tusk (2014-2019 Präsident des Europäischen Rates) gibt aber offen zu, dass es mit dem Leitbild nicht mehr weit her ist:

    Die EU brauche für ihren weiteren Zusammenhalt einen „gemeinsamen, klar definierten Feind“,

    https://anti-spiegel.ru/2025/wenn-donald-tusk-in-seiner-panik-zu-ehrlich-wird-und-russische-propaganda-bestaetigt/

    Abgesehen vom Armutszeugnis, das ein EU-Mächtiger seinem eigenen Laden ausstellt, wirft Thomas Röper einen Blick auf die damit zugleich entlarvten Narrative des Westens gegenüber Russland:
    – die angeblich friedliebende Nato / EU war und ist dies nicht, weil sie für ihren “inneren Frieden” auf Zoff mit einem äußeren Feind angewiesen / angelegt ist;
    – Putin hatte doch recht, den Anfang 2022 fokussierten NATO-Beitritt der Ukraine als akute Bedrohung der nationalen Sicherheit Russlands zu betrachten;
    – Putin blieb wirklich nur noch die militärische Option, nachdem der Westen jegliche Verhandlungen über russische Sicherheitsbedürfnisse abgelehnt hatte.

    Putin wolle keinen Frieden, Putin wolle nicht verhandeln:
    Nicht nur der sprunghafte Egomane Trump hat dieses Lügen-Narrativ der EU-Zwerge mehrfach mühelos entlarvt und dem Spott preisgegeben – diese selber geben ihren Friedens-Unwillen / Kriegswillen offen zu (Hinterbänkler wie Lithium-Roderich schon lange, jetzt folgt die erste Garde).

    Leider ist trotz Eingeständnis bei Tusk keine Spur von Umkehr zu erkennen, ganz im Gegenteil:
    „Ich weiß, dass das ein unpopulärer Ansatz ist, aber ich werde meine Meinung nicht ändern und alles dafür tun, dass diese außergewöhnliche Situation so lange wie möglich anhält.“

    Heißt das was anderes als:
    Sollte Putins “Kriegswillen” erlahmen, dann müssen wir ihn durch allerlei Provokationen wieder anfachen (er soll ja der schuldige Dämon bleiben)?
    “Populisten” wollen Frieden (in der aktuellen Kampagne als “Appeasement” verunglimpft), “opferbereite Realisten” machen ihre Völker kriegsbereit, weil es alternativlos in den Schützengraben gehen soll / wird?

    1. Bei US-Geostrategen wird ja schon seit vielen Jahren der feuchte Traum kulitiviert, man könne den multi-ethnischen Konkurrenten Russland beseitigen, indem man ihn (per subversiven Aktionen, Farbrevolutionenen etc.) in viele kleine Teilstaaten zerschlägt, die man dann bequem lenken und ausbeuten kann.
      Warum das nicht so einfach ist, wurde schon ausführlich dargelegt,
      https://www.broeckers.com/2025/10/23/kriegsuntuchtigkeit-ja-bitte/#comment-156253
      (und Folge-Kommentar).

      Im Mai 2025 (als Trump vier Monate erneut im Amt und mehr auf Annäherung als auf Bekämpfung Russlands erpicht war) klinkte sich ein europäischer Think Tank in die Kampagne an:
      “Unpowering Russia: How the EU can counter and undermine the Kremlin”,
      https://www.iss.europa.eu/publications/chaillot-papers/unpowering-russia-how-eu-can-counter-and-undermine-kremlin

      Es sollte nicht beim Theoretisieren bleiben – Thomas Röper
      (Wenn du denkst, verrückter geht’s nicht mehr):
      “Wie Europa sich eine russische Exilregierung gebastelt hat”,
      https://anti-spiegel.ru/2026/wie-europa-sich-eine-russische-exilregierung-gebastelt-hat/

      Die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PACE) hat wieder russische Mitglieder, allerdings sind das alles Exilrussen und keine Vertreter der russischen Regierung. Und diese russische “Exilregierung” steht komplett unter der Kontrolle der Europäer.

      Die dafür ausgewählten Exilrussen („Plattform der russischen demokratischen Kräfte“) haben Kern-Forderungen, die wohl jeder Russe teilen würde – wenn Putin ihn nur ließe 😉 :
      – Sieg der Ukraine über Russland,
      – Putsch in Russland,
      – Zerschlagung Russlands als Staat (sog. „Dekolonisierung Russlands“),
      – Reparationszahlungen der Nachfolgestaaten Russlands an die Ukraine

      Allerdings scheint die PACE der von ihr selbst handverlesenen „Exilregierung“ nicht zu trauen, denn ihnen wurden nicht-russische „Aufpasser“ zur Seite gestellt und ihre Rechte in der PACE sind begrenzt – wie das bei Marionetten halt so ist.

      Theodoros Roussopoulos, bis vor Kurzem Präsident der PACE, hat alle Kandidaten persönlich ausgefiltert. Seine Kriterien hat er den russischen Prankstern Vovan und Lexus mitgeteilt, die sich in bekannter Manier als Mitarbeiter von Selenski ausgaben und ihn so zum Plaudern brachten.

      Trotz der Vorsicht derer, die sie ausgewählt hatten, begannen die Ausgewählten umgehend, sich zu beklagen, und zwar bei der PACE bzw. auf einer Pressekonferenz. Und zu fordern…

      Ljubow Sobol, eine frühere Mitarbeiterin von Nawalny, die nun in London lebt, beklagte: „Leider werden wir kein gemeinsames Büro haben, keinen Raum, in dem wir uns alle treffen könnten. Wir dürfen kein Verwaltungspersonal haben. Keine Assistenten, keine Sekretärinnen und so weiter. Wir werden nicht einmal dauerhaften Zugang zum Gebäude haben. Wir werden für jede einzelne Veranstaltung eine separate Genehmigung beantragen und es wird ein separater Ausweis ausgestellt.“

      Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow kritisierte: „Wir sind 15 Leute. Wie sollen wir abstimmen, und stimmen wir überhaupt ab? Es gibt ja noch gar keine Regeln, es ist ein reines Pingpongspiel. Sie sagen: ‚Ihr entscheidet.‘ Nun ja, im Grunde haben Sie die Regeln selbst geschrieben.“

      “Exilregierungsmitglied” Kara-Mursa hat Probleme, der Presse zu erklären wie es sein könne, dass seine Frau etwa tausendmal mehr aus seinem Fonds für politische Gefangene erhalte als die Familien der politischen Gefangenen selbst – er verweigerte die Antwort und brach das Gespräch ab.

      Star des Treffens war jedoch Pornosternchen Nadeschda Tolokonnikowa, Mitglied der für ihre Obszönitäten bekannten Punkband Pussy Riot, die schilderte, wie sie dabei ist, ihre in Russland verschmähten Künste jetzt im Westen erfolgreich zur “unabhängigen Einkommensquelle” auszubauen.

      Schlusskommentar im russischen TV-Bericht, den Röper übersetzt hat:
      “Kurz gesagt, die PACE hat auf so etwas aus Russland schon lange gewartet. Sie finden das erfrischend. Können wir gratulieren?
      In Russland haben sich in der Geschichte, in Kriegen und schwierigen Zeiten, immer Menschen gefunden, die ihrer Heimat schaden und ihr in den Rücken fallen wollten. Unterscheidet sich die heutige Generation, die in der PACE herangezogen wird, von denen? Ich denke, ja. Sie wirken noch mehr wie Karikaturen, als ihre Vorgänger.”

      Röper glaubt übrigens nicht (Tacheles # 191), dass nach einem Waffenstillstand / Frieden europäische Truppen in die Ukraine verlegt werden, was die EU zwar groß fordert bzw. ankündigt, aber für Russland bekanntlich ein absolutes No-Go ist.
      Das Stellen von unerfüllbaren Forderungen zeige aber deutlich, dass die Europäer keinen Frieden wollen (beides – unerfüllbare Forderungen, Friedensunwille) werfen sie aber gerne der Gegenseite vor.

      Auch die gebastelte “Exilregierung” ist zwar kaum mehr als eine Lachnummer, zeigt aber deutlich: Man will mit der Gegenseite nicht wirklich verhandeln, man will sie überrollen (… wenn man denn nur könnte).
      Bis dahin halluziniert man, die böse Gegenseite wolle das Lager der Guten bis an den Atlantik überrollen. Peinlich ist dann nur, wenn Nato-Mitglied Spanien seine Weigerung, fünf Prozent des BIP dem MIK in den Rachen zu schmeißen, nicht nur mit Geldmangel begründet, sondern auch mit der spöttischen Anmerkung, bis zum Überschreiten der Pyrenäen durch Putins Horden werde es ja noch ein Weilchen dauern …

  10. Tusk ist wenigstens insoweit radikal ehrlich:
    Wir brauchen Putin als (echten oder gerne auch nur aufgebauschten) äußeren Feind, um nicht an unseren Gegensätzen zu zerbrechen.

    Der Pole tut also nicht so, als bräuchten oder als nutzten wir die Ukraine als anti-russischen Schutzwall. Denn z.B. der Telegraph erklärt schonungslos, warum die Ukraine den Krieg längst verloren hat und warum die EU mit ihrer Friedensverhinderungspolitik auf dem Holzweg ist. Europa habe laut Telegraph keinen realistischen Alternativplan und kann es sich nicht leisten, den andauernden Krieg in der Ukraine zu unterstützen.

    Überhaupt, so Thomas Röper: In englischsprachigen Medien finden sich immer wieder realistisch argumentierende Artikel, die in deutschen Medien undenkbar wären.
    https://anti-spiegel.ru/2025/der-telegraph-erklaert-schonungslos-warum-die-ukraine-den-krieg-verloren-hat/

    Beim BSW ist man geschockt von Menschenverachtung und Zynismus in der Phoenix-Talkshow „Internationaler Frühschoppen“ – und schätzt dennoch die brutale Offenheit, mit der dort Christoph von Marschall vom Tagesspiegel uns zumindest die “wahren Gründe” verrät, warum Bundesregierung und EU weiterhin “alles versuchen, um die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg zu erschweren”:

    Nur das weitere Ausbluten der Ukraine “schenke” der EU die nämlich die notwendige Zeit für ihre milliardenschwere Aufrüstung. Ansonsten stünde Putin morgen in Litauen und übermorgen am Brandenburger Tor!

    Dass es sich dabei genau genommen nicht wirklich um die “wahren Gründe” handelt, sondern um die traurige Wahrheit einer (wohl gegen besseres Wissen?) hartnäckig aufrecht erhaltenen Propaganda-Lüge, bestätigte jüngst auch die „National Defense Strategy“ der USA. „Glücklicherweise“ seien die europäischen NATO-Staaten „erheblich mächtiger als Russland“, heißt es darin. Konkret komme Russland den europäischen Staaten „nicht einmal nahe“. „Moskau ist nicht in der Lage, um die Vorherrschaft in Europa zu konkurrieren.“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=145959#h06
    https://www.youtube.com/watch?v=ibRHDtn-NdE

    Tusks größere Realitätsnähe rührt vielleicht einfach daher, dass er bei seinen polnischen Mitbürgern eine antirussische Stimmung weder erst schaffen noch mühsam aufrecht erhalten muss. Er kann fest mit ihr rechnen und auf ihr aufbauen.

    Das sieht in Deutschland anders aus – Sozialstaat radikal abbauen, Suizidal-Schulden-Orgie starten und den halben Bundeshaushalt an die Rüstungsindustrie überweisen – könnte noch drängender als schon jetzt zu Fragen führen, für wen der ins Kanzleramt gelangte Blackrock-Fritz eigentlich arbeitet.
    Der Unterschied zwischen Vor-Wahl-Gerede und Nach-Wahl-Taten war jedenfalls noch bei keinem deutschen Regierungschef so groß, krass und zügig erkennbar wie bei ihm.
    Mit Angst-Szenarien hofft man, wirksam davon ablenken zu können.

    Aber am Ende sind beide – Tusk und Merz – “aufgeschlossen” für den Ukraine-Krieg wie auch für den großen Folge-Krieg (vorläufig datiertes Startjahr 2029?) EU gegen Russland?
    „Ich […werde…] alles dafür tun, dass diese außergewöhnliche Situation so lange wie möglich anhält.“ – Tusk argumentiert etwas anders, stur bellizistisch sind beide.

    Während Tusk aber “nur” passiv-negativ von der Gefahr spricht, die EU könne auseinander brechen (und man müsse hierauf reagieren durch Konzentration / Ablenkung auf Gefahren von außen), malt Mario Draghi ein “positives” Bild einer zu stärkenden EU:

    Der EU-Spitzentechnokrat Mario spielte in einer Rede mit offenen Karten: Um die EU zu retten, müssen die Mitgliedstaaten ihre Souveränität vollständig an die Zentrale in Brüssel abtreten.
    Trump macht sich aus dem Staub, die EU sei allein zu Haus man könne nur gemeinsam (interne) Stärke erreichen:
    “Die alte Weltordnung, geprägt von US-geführter Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und offener Wirtschaft, sei zusammengebrochen. An ihre Stelle träten Mächte wie die USA und China, die Europas Abhängigkeiten und Fragmentierung gezielt ausnutzten.”

    „Wo Europa föderiert hat – im Handel, im Wettbewerbsrecht, im Binnenmarkt und in der Geldpolitik –, werden wir als Macht respektiert und verhandeln als Einheit“, sagte Draghi. „Wo wir das nicht getan haben – in Verteidigung, Industriepolitik und Außenpolitik –, werden wir als lose Versammlung mittelgroßer Staaten behandelt, die man teilen und einzeln angehen kann.“
    https://tkp.at/2026/02/03/draghi-fordert-ende-der-eu-nationalstaaten/

    Da die woke EU nicht als “rächts” gelten will, muss sie sich wohl in das “linke” Vorbild der DDR verguckt haben – damals sprach man vom “demokratischen Zentralismus”, um die straff geführte (Erziehungs-)Diktatur zu tarnen / zu rechtfertigen.
    Heutige Oligarchen (auch und besonders in den USA) hassen China für dessen Konkurrenz(-fähigkeit). Für chinesischen “Zentralismus” als erfolgreiches Werkzeug haben sie jedoch längst eine immer offener gezeigte Vorliebe entwickelt …

  11. Tusk und Draghi hoffen immer noch auf Hilfe gegen Russland, wenn vielleicht auch erst aus einer Nach-Trump-USA. Obwohl schon unter Biden die Schwächung (Kappung Nord Stream, De-Industrialisierung) und das Abhängig-Machen Europas vom Energielieferant USA (teures US-Fracking-Gas) ebenso auf der Tagesordnung stand, wie die exorbitant erhöhten EU-Tribute an den MIK der USA (Giga-Gaga-Aufrüstung und Ablösung der USA als Träger des Ukrainekrieges gegen Russland gem. RAND-Papier von Anfang 2023, das die für die USA erreichbaren Ziele als erfüllt betrachtete und weiteres US-Engagement als Verschwendung ablehnte).

    Der belgische Premierminister erklärte, Europa sei bereit, ein „zufriedener Vasall“ der USA zu sein. Die europäischen Länder seien jedoch nicht bereit, Washingtons „unglücklicher Sklave“ zu werden.
    Wo genau da die Grenze ist und woher das Rückgrat kommen soll, von dem er sich den notwendigen Widerstand verspricht, erfahren wir leider nicht.
    https://anti-spiegel.ru/2026/der-belgische-premierminister-erklaerte-europa-sei-bereit-ein-zufriedener-vasall-der-usa-zu-sein/
    (Immerhin hatte er genug Rückgrat gegenüber Merz und Flintenuschi, die auf Risiko Belgiens die Russenmilliarden klauen wollten und an seinem Widerstand scheiterten.)

    Des Hegemons kannibalistische Tendenzen hat Dänemarks bisher stets stramm Nato-orientierte Regierungschefin Mette Frederiksen erst spät gespürt und gibt sich bei der Verteidigung der US-Annexions-Drohungen bezüglich Grönland umso aufmüpfiger:
    Wenn ein NATO-Land ein anderes angreift, sei alles vorbei – das wäre das Ende des westlichen Militärbündnisses.
    https://www.tagesschau.de/kommentar/groenland-usa-trump-100.html

    Dennoch: Gelernt ist halt gelernt – die dänische Regierung gehört immer noch zu den lautesten Warnern vor der angeblichen “russischen Bedrohung”, sogar noch dann, als es die USA und nicht Russland waren, die Dänemark wegen Grönland offen bedroht haben. Thomas Röper geht den Gründen dieser Besessenheit nach,
    https://anti-spiegel.ru/2026/warum-daenemark-von-der-russischen-bedrohung-besessen-ist/

    Die 13 vom Blackrock-Fritz für zwei Tage nach Grönland geschickten Bundeswehrsoldaten haben im Weißen Haus bestimmt einen kräftigen Eindruck europäischer Willensstärke hinterlassen…

    Die unerwartet freundlichen Worte, die der opportunistische Blackrock Man im Januar über Russland fand, stoßen dort aber nur auf gebremste Begeisterung:
    “Der Bundeskanzler hat wiederholt entgegen seinen eigenen Aussagen gehandelt. Man erinnere sich daran, wie er sein Wahlversprechen gebrochen hat, die sogenannte Schuldenbremse (eine Regel, die es verbietet, mehr auszugeben, als der Haushalt einnimmt) nicht zu lockern, und wie er nach der Wahl Änderungen des Grundgesetzes unterstützte, die eine höhere Verschuldung ermöglicht haben. Kritiker haben wiederholt angemerkt, dass Merz oft Erklärungen abgibt, für die er anschließend versucht, sich der Verantwortung zu entziehen.”
    https://anti-spiegel.ru/2026/wie-man-die-ueberraschenden-worte-von-merz-in-russland-versteht/

    Kanada ist auch erst mit Trump Annexionswünschen aufgewacht; “Kanadas Premier Mark Carney sucht neue Wege in der Weltpolitik. Nach einem Besuch in China und einer Rede in Davos positioniert er Kanada für eine neue Weltordnung. Dabei rechnet er mit Illusionen des Westens ab.”

    Die Illusion einer regelbasierten Weltordnung sei vorbei. Laut „Bild“ erklärte er, dass diese Ordnung nie wirklich gerecht gewesen sei, sondern auf der Dominanz der USA basierte. Heute würden Machtpolitik und wirtschaftliche Erpressung die internationale Bühne bestimmen. Carney forderte andere Länder dazu auf, sich der Realität zu stellen und neue Wege zu gehen. „Nostalgie ist keine Strategie“,
    https://www.focus.de/politik/ausland/der-westen-hat-in-einer-luege-gelebt-kanada-premier-carney-zerreisst-naive-illusionen-zur-weltordnung_cef35d23-41b6-4225-832f-6d58d4899f0a.html

    Thomas Röper liefert weitere Details für das schon lange sehr egoistische Verhalten der USA (und die entsprechende Blindheit / das Sich-Blind-Stellen der EU-Vasallen),
    https://anti-spiegel.ru/2026/die-amuesante-ratlosigkeit-in-der-eu/

    Die EU hat aber nicht nur naiv US-Lügen geglaubt – sie hat fleißig mitgelogen und kommt aus dieser Nummer nicht raus. Aktuell soll Putin als der Schurke gezeichnet werden, der die ukrainischen Zivilisten in Dunkelheit und (Wohnungs-)Kälte bombt.
    Kriegsverbrechen seien das, schimpt man.

    Im Krieg gegen Jugoslawien 1999 hatte die Nato allerdings selber gezielt die Stromversorgung des Landes bombardiert und das in offiziellen Erklärungen als legitime Kriegsführung bezeichnet. Nun hat die (offiziell stets friedliebend-humanistische) Nato das gelöscht, weil es bei den Vorwürfen gegen Russland in der Ukraine stört,
    https://anti-spiegel.ru/2026/die-nato-loescht-ihre-erklaerungen-ueber-gezielte-bombardierung-von-infrastruktur-zur-stromversorgung-durch-die-nato/

  12. „Man gibt nicht so viel für das Militär aus, wenn man nicht plant, es zu benutzen.“
    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas meinte vor dem Europäischen Parlamentie damit natürlich Russland.

    Damit ist die „Bedrohung“, vor der „wir“ uns schützen müssen, klar benannt. und der Gedanke, dass die Gegenseite unsere GIGA-GAGA-Aufrüstung ebenso misstrauisch beäugt, kommt ihr nicht in den Sinn.
    Denn die Zirkelschluss-Logik der (neuerdings laut Eigenaussage alkohol-gefährdeten) Blondine ist bestechend:
    Da die NATO nur ein „Verteidigungsbündnis“ ist, könnte Russland doch eigentlich seine ganze Rüstung sein lassen (und gerade weil es das offensichtlich nicht will … was zu beweisen war).

    Mit neuen Forderungen an Russland will sie den derzeit drohenden Erfolg der Friedensgespräche noch verhindern,
    https://lostineu.eu/ukraine-kallas-will-bei-friedensgespraechen-nachkarten/

    Wenn Russland gewinnt, „ist die Glaubwürdigkeit Europas auf Null“.
    Meint u.a. auch Macroleon, der neuerdings ja eigentlich mit Putin verhandeln will, also vermutlich darüber, wie der Sieger auf dem Feld am Verhandlungstisch doch noch klein beigibt, damit die Weltordnung im Kopf des kleinen Franzosen wieder stimmt.
    Er will auch im Familienalltag nicht sein Gesicht verlieren und schützt selbiges mit einer extra großen Sonnenbrille, wenn der Herr / die Herrin im Haus wieder mal Veilchen austeilt.

    Die EU wäre also, meint Macron demnach, als Projekt gescheitert, wenn es ihr nicht gelingt, sich als Weltmacht gegenüber Russland durchzusetzen.

    Noch immer sind zu wenige Deutsche bereit zum Kriegsdienst, wird bemängelt.
    Statt wie geplant in den Jahren bis 2030 auf eine Truppenstärke von 203 000 zu wachsen (bis 2035 gar auf 260 000), kann die Bundeswehr trotz intensivierter Nachwuchswerbung schon in den Schulen und deutlich erhöhten materiellen Anreizen ihre Truppenstärke von etwa 183 000 (30. Juni 2025) bisher nur langsam erhöhen.

    Die Bereitschaft, „für das Vaterland“, „die Freiheit“, „die Demokratie“, für die „höchsten Werte“ also zu sterben, lässt in der wehrfähigen jüngeren Generation offenbar immer noch zu wünschen übrig, wie Carlo Masala (2023, 201 f.) genderkorrekt beklagt:
    „Es gibt zu wenige Demokraten und Demokratinnen, die für die Demokratie zu sterben bereit sind.“
    Der bemerkenswerte Erfolg des nicht nur militär-, sondern grundsätzlich staatskritischen Buchs „Warum ich niemals für mein Land kämpfen“ von Ole Nymoen (2025), das es schon kurz nach Erscheinen auf die Spiegel-Bestsellerliste schaffte, scheint Masalas Klage recht zu geben.

    Jens van Scherpenberg hat ein Buch im Westend-Verlag veröffentlicht über
    „Großmachtsucht – Deutschland rüstet für die Führung Europas“
    (also nicht für den angeblich alternativlos anstehenden unprovozierten Verteidigungsfall)
    https://multipolar-magazin.de/artikel/imperialistischer-sachzwang

    Unsere Strategie setzt auf ein Verheizen der Ukraine, so Johannes Varwick
    im Interviwe mit dem Overton Magazin,
    https://www.youtube.com/watch?v=dqxkosfn_Jg

    Florian Warweg zur Schlacht an der inneren Front:
    Die Bundesregierung begründet die EU-Sanktionierung von Jacques Baud mit einer falschen Tatsachenbehauptung:
    „Regelmäßige Auftritte in russischen Fernseh- und Radioprogrammen“,
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=146134#h03

    Bereits vor acht Wochen entzog der EU-Rat dem in Brüssel lebenden Schweizer Jacques Baud wegen unbotmäßiger Äußerungen zur Ukraine ohne Anhörung oder Prozess die Verfügungsgewalt über all sein Geld und Vermögen und erklärte es zur Straftat, ihm zu helfen. Erst jetzt genehmigte die belgische Regierung dem Delinquenten, quasi als „humanitäre“ Ausnahme den Zugriff auf ein Existenzminimum zur Deckung des allernotwendigsten Bedarfs.
    Bis dahin sollte er offenbar hungern, so Norbert Häring.
    Wir sind ja keine Unmenschen! Meistens jedenfalls.
    https://norberthaering.de/propaganda-zensur/baud-ausnahme/
    https://lostineu.eu/nach-eu-sanktion-humanitaere-hilfe-fuer-baud/

    Kurz vor der (Un-)Sicherheitskonferenz in München hat der alte und neue Gastgeber Wolfgang Ischinger gefordert, daß Deutschland, Frankreich und andere EU-Staaten ein “Kerneuropa” bilden sollen, das “ohne Querschläger” vorangehen könnte.

    Damit will er offenbar eine Außenpolitik ohne Veto ermöglichen – ein Seitenhieb auf Ungarn. Allerdings hat Ungarn bisher keine einzige Entscheidung zugunsten der Ukraine verhindert, auch die EU-Sanktionen gingen durch.

    Vielmehr scheitert dieses “Kerneuropa” gerade einmal wieder in Berlin. Kanzler Merz lehnt nämlich alle Ideen ab, die Frankreichs Präsident Macron vor einem Sondergipfel zur Wettbewerbsfähigkeit aufgebracht hat.
    Blackrock-Fritz als Teil der Macht, die das Böse will, aber das Gute schafft …
    https://lostineu.eu/ischinger-fordert-kerneuropa-es-scheitert-gerade-in-berlin/

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