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Dec, 2010

Wikileaks: Die Schwedenmädel-Falle

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Wenn man die schon im August erschienen Artikel über die zwei Wikileaks-”Groupies” liest, die sich in die Quere kamen und dann mit Strafanzeigen gegen ihren “Helden” Julian Assange verbündeten, könnte man das Ganze als typischen Zickenkrieg um einen  lonseome cowboy abtun. Wenn sie dann noch ihre Twitter-Einträge über die süße Zeit mit dem tollen Lover löschen und über einen 7-Punkte-Plan der Rache bloggen, scheint der Fall ziemlich eindeutig keiner für den Staatsanwalt, sondern einer für den Therapeuten,  spezialisiert auf christliche, feministische Aktivistinnen im Umfeld des sozialdemokratischen “Brotherhood Movement”, das den Wikileaks-Mitgründer als Referenten eingeladen hatte :

“The two women who are both christians and are connected to the Brotherhood Movement and were at the seminar at the Brotherhood Movement realise immediately that Julian doesn’t have any long term serious intentions with them. They decide after discussing the matter to file complaints against Julian Assange for sexual molestation.”

Soviel zu diesem kleinen Drama, das auf großer Weltbühne spielt.  Der schwedische Staatsanwalt indessen, der aus dieser Räuberinnenpistole einen internationalen Haftbefehl zimmert, müßte sich schon mal fragen lassen, ob er nicht den Beruf verfehlt und lieber direkt für Hitlary Clinton arbeiten sollte; ebenso wie die britische Justiz, die Assange jetzt in Haft genommen hat und ihn selbst gegen eine hohe Kaution nicht freilassen will. Dass eine der Klägerinnen bisweilen auch schon für CIA-gesponsorte Anti-Castro-Vereine gearbeitet hat,  muß nichts bedeuten, bringt aber ein weiteres ungutes Geschmäckle in den Fall.

Dem Leck tut es unterdessen keinen Abbruch, dass man seinen “Erfinder” einsperrt. Selbst der worst case, wenn Julian Assange an Schweden ausgeliefert und von da nach Guantanmo weitergereicht würde, kann Wikileaks nicht stoppen – hätte aber vermutlich  einen  weltweiten Ikea-Boykott zur Folge, sodass die Schweden sich das  drei Mal überlegen werden. So wird am Ende diese ganze Schwedenmädel-Posse Wikileaks und seinem Helden mehr nützen als schaden, und wenn es so noch weit kommt, dass Keith Richards & Co. zum Live Aid aufrufen müssen um ihn zu befreien, gibts sogar noch ein tolles Konzert dazu….

Kommentare

10 Kommentare zu “Wikileaks: Die Schwedenmädel-Falle”

  1. rockme am 07.12.2010 um 21:58 Uhr 

    Tolles Konzert ?…….aber doch nicht in Schweden !
    http://www.bz-berlin.de/leute/keith-richards-greift-journalisten-an-article1032201.html

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  2. Jörg am 07.12.2010 um 23:35 Uhr 

    … ja, es wird doch interessanter als man dachte.
    Zunächst: Der Haftbefehl soll nur eine Aussage vor dem schwedischen Staatsanwalt im Ermittlungsverfahren erzwingen (mangels Anklage gibt es ein gerichtliches Verfahren derzeit nicht). Dort vor dem Staatsanwalt könnte Assange – vermutlich wie in Deutschland – die Aussage verweigern, da die Möglichkeit bestehe, sich selbst zu beschuldigen.

    Nun macht eine Sache aber äußerst Mißtrauisch: Daß ein Richter in einem Strafverfahren, den Beschuldigten persönlich hören will, ist klar. Aber der Staatsanwalt braucht das nicht. In Deuthschland z. B. würde der Flensburger Staatsanwalt (Flensburg soll mal Tatort sein) den Angeschuldigten, der in Passau wohnt, durch einen dortigen Staatanwalt oder einen Kriminaler (als Hilfskraft der Staatsanwaltschaft) “[b]k o m m i s s a r i s c h[/b]” vernehmen lassen. Die komissarische Vernehmung ist auch übernational gang und gäbe (ich glaube bei den beauerlichen “Kofferbombern” war damls eine Zeugenverhemung kommissarisch im Libanon vorgenommen worden) .
    Daß die göteborger (dazu gleich) Staatsanwaltschaft auf einem persönlichen Erscheinen vor dem schwed. Staatsanwalt besteht, macht mißtrauisch. Denn Ruckzuck kann bei einem Erscheinen Assanges U-Haft – nun wegen “dringenden Tatberdachtes” – angeordnet werden.

    Und jetzt wird es noch merkwürdiger: Ursprünglich war die Stockholmer StA zuständig. Diese hatte aber damals eingestellt. Der neue Haftbefehl kommt nun plötzlich von der göteborger StA.

    Auf http://www.poten.com/NewsDetails.aspx?id=10832219 erfahren wir, daß “the investigation was revived after the intervention of a Swedish politician”.
    Soso: “Swedish politician”.
    (Ob das wirklich stimmt, weiß man natürlich nicht – http://www.poten.com kenne ich nicht)

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  3. Jörg am 08.12.2010 um 00:04 Uhr 

    … die Staatsanwaältin heißt: Marianne Ny
    Und bei dem Politiker (und Anwalt) handelt sich um “Claes Borgström”:
    http://www.theregister.co.uk/2010/11/18/assange_detain_sweden/
    und
    http://en.wikipedia.org/wiki/Claes_Borgström

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  4. Rheinbogen am 08.12.2010 um 11:00 Uhr 

    Heute im ARD-Morgenmagazin: Ein Bericht über Assanges Verhaftung, dann eine Schalte zur Korrespondentin nach Washington. Könnten die USA etwas gedreht haben? Nein, dafür gebe es doch überhaupt keine Hinweise, außerdem werde das doch von offizieller Seite abgestritten. Alles nur Verschwörungstheorie (das Wort fiel tatsächlich).

    Ein paar Minuten später: Bericht über die Festnahme eines türkischen Autors, der in Deutschland lebt, bei seiner Reise in die Türkei. Es geht um seine angebliche Teilnahme an einem Raubüberfall vor 21 Jahren. Auch in diesem Fall gibt es viele Zweifel. Aber hier liegt für die deutsche Journaille der Fall glasklar: Die türkische Justiz ist mies, die Anklage, die erhoben wurde, falsch. Ich musste auch sofort an China denken – wenn dort eine öffentlich bekannte Person festgenommen wird, wissen wir hier immer sofort, dass diese Person unschuldig sein muss, da kommt erst gar kein Zweifel auf. Bei Assange liegt der Fall anders. Hier gibt es keine Verschwörung, keinen Justizirrtum, keine Rache, nichts, nur ein völlig sauberes Verfahren, und bei so einem, da würde man sich doch nicht wundern, wenn der richtig Dreck am Stecken hätte, oder?

    Was auch immer genau hinter Wikileaks und Assange steckt – die Doppelmoral der Journaille ist einfach nur widerlich!

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  5. Jörg am 08.12.2010 um 12:40 Uhr 

    Wir sollten einmal Resümee ziehen. Und wir sollten das auch einmal unter dem Gesichtspunkt von “911″ tun.
    1.) Assange (wikileaks ist ja jetzt praktisch auf ihn reduziert, nachdem offenbar alle anderen rausgeschmissen wurden) ist ein absoluter Propagandist für die offizielle/US-staatliche Verschwörungstheorie. Da hat man gesehen, als er ausgerechnet die Verräterblätter DER SPIEGEL und die NEW YORK TIMES zu seinen Hausblättern erkor.

    Der SPIEGEL hat bis zum letzten beim Jack Kennedy-Mord immer die Oswald-Einzeltäter Verschwörungstheorie propagiert.
    Niemand ist mehr für die Vertuschung der Ermordung der Stammheimhäftlinge gewesen als DER SPIEGEL
    Der SPIEGEL propagiert immer den fake der Apollo-Mondlandungen.
    Niemand ist mehr für Helmut Schmidts demokratiezerstörenden “gläsernen Menschen” gewesen als der SPIEGEL.
    Kein deutsches Magazin hat festere nationalsozialistische Wurzeln als der SPIEGEL (http://www.deutscher-nationalismus.de/germany/spiegel/augstein.htm ). Die “Deutsche National- und Soldatenzeitung” nehme ich da mal aus (falls es die überhaupt noch gibt!).
    Niemand hat sich bei 911 mehr für die für die offizielle/US-staatliche Verschwörungstheorie eingesetzt als der SPIEGEL. Das sieht man schon an diesem widerwärtigen Artikel aus dem Jahr 2002, in welchem ein blutjunger Nico Haupt mal eben verhackstückt wird: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,198398,00.html (und das ist noch lange vor dem Streit zwischen “yes-planers” und “no-planers”). Auch Assange hat sich übrigens f ü r die absurde(!!) us-staatliche Verschwörungstheorie ausgesprochen und Kritiker, die diesen Quatsch ablehnen, verhöhnt.
    Niemand in Deutschland hat sich mehr für den Überfall der USA auf den Irak eingesetzt als der SPIEGEL.Ö

    Und für Assanges/wikileaks weiteres Lieblingsblatt die NEW YORK TIMES gilt doch fast immer genau dasselbe.

    Und dann huscht Assange-wikileaks auch noch eben einmal mit Rupert Murdock unter eine Decke. Rupert Murdoch ist so was, als wenn Elfriede Springer noch mal auf ihre alten Tage eben die Bertelsmänner heiratet und sich Herrn Gruner und Herrn Jahr zugleich als Liebhaber hält.

    Assange sagte: “Rupert Murdoch, then owner and editor of Adelaide’s The News, wrote: ‘In the race between secrecy and truth, it seems inevitable that truth will always win.’ ”

    Nicht nur das diese Aussage totaler Quatsch ist. Denn das ist sie – ich bitte Euch! Die Wahrheit gewinnt manchmal – das ist aber auch das höchste! Es ist hier eben ein “Jammertal” (Martin Luther), bzw. wurden wir “wie Schafe unter die Wölfe” geworfen (Bibel, irgendwo). Und die Schafe “gewinnen” doch nicht “immer”!

    Assange ging es nur darum mit dem Zionisten Murdoch Schulterschluß herbeizuführen.
    “Julian Assange and Rupert Murdock were both born in Melbourne, Austrailia. Since the Democrats are in power at this time, could there be a connection between Assange, Rupert Murdock, and the leaks? Assange has gotten media awards in Austrailia. Who owns a vast portion of the media in Austrailia?” (http://www.huffingtonpost.com/social/Lin96/swiss-cut-off-bank-accoun_n_792542_69780451.html )
    “Julian Assange Compares Himself To Rupert Murdoch In Editorial For The Australian”:
    http://www.mediaite.com/online/julian-assange-compares-himself-to-rupert-murdoch-and-his-father-in-editorial-for-the-australian/

    2.) Was zunächst nur eine These war, verfestigt sich m. E. immer mehr: Bei der Show, die wir erleben, handelt sich um ein Gekappele zwischen dem Mossad und der CIA.
    Denn nicht nur bei uns wurde Regierung und Parlament von den Israelis gekidnapped (“Libanon-Auftrag” der Bundeswehr; brandneue U-Boote und Fregatten für umsonst an Israel) – in den USA verhält es sich ebenso.

    Und der verbrecherische CIA wehrt sich nun gegen den verbrecherischen Mossad. Stichwort: Systemtypus “Stauffenberg” (s. http://www.broeckers.com/2010/10/24/fragen-zu-wikileaks/ , dort “Jörg am 27.10.2010 um 00:00 Uhr”).

    Die Schote mit der schwedischen StAin Ny steht demnach in dem Verdacht, ein CIA-Plot zu sein.
    Da StA Ny das Recht bricht, wünsche ich den Anwälten Assanges (ein schwedischer und ein britischer) viel Erfolg!!

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  6. Tom am 08.12.2010 um 13:34 Uhr 

    Interessant ist ja, dass im vergangenen Spätsommer die schwedische Staatsanwaltschaft schon mal son Hin und Her wegen Assange anstellte, wie damals d. Wall Street Journal meldete:

    AUGUST 22, 2010, 1:19 A.M. ET
    ” WikiLeaks Founder No Longer a Rape Suspect

    Swedish prosecutors said Saturday that WikiLeaks founder Julian Assange was “no longer wanted” for rape, reversing their position just hours after saying his arrest was being sought.
    In an update on the website of the Swedish Prosecution Authority, the agency said that “chief prosector Eva Finné has come to the decision that Julian Assange is not suspected of rape. His arrest is no longer being sought, the agency said. (…) ”

    http://tiny.cc/xqtcd

    Also wasn nu ..? Jetzt ist er also plötzlich doch wieder verdächtig ..! Neue Beweise .. hüstel .. oder evtl. doch die im vorherigen Kommentar erwähnte “Intervention eines schwedischen Politikers” ? Ich vermute schwer, es waren neue Beweise, die den Schwedenmädels ganz urplötzlich einfielen .. wetten …? lol. Was sollte auch der Politiker für Interventionsgründe gehabt haben ..!? (Sexuell “belästigt” soll Assange lt. WSJ allerdings nach wie vor haben …)

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  7. John S. Mini-Cooper am 08.12.2010 um 14:10 Uhr 

    Mich wundert grad nur, dass Bröckers schreibt:

    “So wird am Ende diese ganze Schwedenmädel-Posse Wikileaks und seinem Helden mehr nützen als schaden”

    ohne es als möglichen Teil der Kampagne zu betrachten.

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  8. gabor am 08.12.2010 um 14:30 Uhr 

    Im Gabor-Mittagsmagazin :
    “The conscious and intelligent manipulation of the organized habits and opinions of the masses is an important element in democratic society. Those who manipulate this unseen mechanism of society constitute an invisible government which is the true ruling power of our country”
    - Edward Bernays, Propaganda
    Bernays ( youtube / google ) MUSS es wissen !Einer der Lieblingsautoren von Joseph Goebbels
    Wohlgemerkt : “democratic society”
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays

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  9. Jörg am 08.12.2010 um 18:27 Uhr 

    Zu Wikileaks und Israel:
    http://www.indybay.org/newsitems/2010/12/07/18665978.php

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  10. huma am 09.12.2010 um 19:37 Uhr 

    nicht, dass wir eines Tages plötzlich darauf kommen, wir trugen eine flagge auf unser schulter,eine mit einem komischen Stern?

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