20
Mar, 2017

Regime Change von Innen

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Für die  Nachdenkseiten hat Marcus Klöckner mich über JFK, RFK, MLK und das soeben in einer aktualisierten Neuaflage erschienene Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” befragt:

Die Morde an John F. Kennedy, seinem Bruder Robert F. Kennedy und der an Martin Luther King waren nicht die Taten von Einzelgängern. Dieser Überzeugung ist der Journalist und Buchautor Mathias Bröckers. Hinter den Attentaten stehe ein regime change aus dem Innern des Staates heraus, wie Bröckers im Interview mit den Nachdenkseiten sagt. Bröckers, dessen Buch zum Kennedy-Mord gerade in einer aktualisierten Fassung erschienen ist, setzt sich seit Jahren mit dem Verbrechen an dem 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten auseinander. Für ihn steht fest: Ohne das enge und auf Beeinflussung ausgelegte Zusammenspiel zwischen den Geheimdiensten und polizeilichen Ermittlungsbehörden hätte diese Attentate weder so ausgeführt noch dann später so vertuscht werden können. Marcus Klöckner hat für die NachDenkSeiten mit Mathias Bröckers ein Gespräch über ein Verbrechen, das lange zurückliegt, die Rolle des CIA-Mannes George Joannides und den 26. Oktober 2017 geführt – ein Tag, der für die Forscher zum Mord an JFK von Interesse werden könnte.

Herr Bröckers, Sie haben ein Buch über die Ermordung von John F. Kennedy veröffentlicht, das gerade mit einem aktualisierten Nachwort erschienen ist.
Warum beschäftigen Sie sich noch mit dem Anschlag auf JFK? Schließlich ist das alles schon lange her und auch aufgeklärt – wenn man den Behörden Glauben schenkt.

Aufgeklärt ist es eben nicht, schon die zweite offizielle Untersuchung durch das „House Select Commitee of Assasinations“ (HSCA) in den 1970er Jahren stellte fest, dass der „Warren Report“ von 1964, der in 26 Bänden die Einzeltäterschaft von Lee Harvey Oswald beweisen wollte, nicht der Wahrheit entsprechen kann. Seitdem haben zahlreiche Forscher viele weitere Indizien zusammengetragen, dass Oswald genau das war, was er nach seiner Festnahme bekannte: „Ich bin der Sündenbock hier.“

Wie lautet denn Ihre Kernthese in Sachen JFK?

Die steht im Titel des Buchs „Staatsstreich in Amerika“ und besagt, dass weder der Mord an JFK, noch der an seinem Bruder Robert F. Kennedy noch der an Martin Luther King die Taten „verrückter“ Einzelgänger waren. Die wichtigsten Führer einer demokratischen, bürgerrechtlichen Politik wurden innerhalb weniger Jahre eliminiert, kein Hintergrund dieser Morde wurde wirklich aufgeklärt, präparierte Sündenböcke wurden abgeurteilt oder wie im Fall Oswald von Auftragskillern eliminiert. Diese Morde waren ein regime change von innen, sie konnten nicht so ausgeführt und so vertuscht werden wie es geschah ohne die engste Kooperation mit Geheimdiensten und Polizei.

Können Sie für uns skizzieren, woran Sie festmachen, dass Kennedy nicht das Opfer eines Alleintäters war?

Eigentlich muss man ja nur die berühmten Sekunden des Zapruder-Films anschauen, wie Kennedys Kopf von dem Geschoß getroffen wird – nicht von hinten, von wo Oswald angeblich gefeuert haben soll, sondern seitlich von vorne. Liest man dazu die Aussage des schräg hinter JFKs Limousine fahrenden Motoradpolizisten, dass sein Helmvisier von Blut und Gehirmasse bespritzt wurde, kann der tödliche Schuss nicht von hinten gekommen sein. Deshalb wurde der Warren-Kommission auch nicht der farbige Film gezeigt, sondern nur eine schlechte und bearbeitete Schwarz-Weiß-Kopie gezeigt. Mit dem Original und dieser Aussage wäre völlig klar geworden, dass Oswald, der angeblich aus dem 5. Stock des Buchlagers schoss, nicht der Todesschütze sein konnte.

Weitere Hinweise?

Ich denke dass auf jeder der über 300 Seiten und der dokumentierten Quellen des Buchs deutlich wird, wie falsch und unmöglich die Einzeltäterthese ist. Oswald war seit seiner Jugend unter den Fittichen der Geheimdienste. Wenn er wirklich mit seinem Schießprügel die berühmte „magische Kugel“ abgab, die JFK tötete und den vor ihm sitzenden Gouverneur sechs Wunden beibrachte, müsste er aber über magische Fähigkeiten verfügt haben. Tatsächlich war er nur ein kleiner „IM“, der in New Orleans den Kommunisten spielte und linke Studenten ans FBI verpfiff.

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17
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 (9)

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Wenige Tage vor den großen Krönungsfeierlichkeit hat sich das Real Game of Thrones im exzeptionalistischen Königreich noch einmal zugespitzt. Ein führendes Mitglied des Senats sagte, König Donald sei “wirklich dumm” wenn er sich mit den Meistern der Intelligence anlegt, denn die hätten “den Sonntag und sechs Tage” es ihm heim zu zahlen. Wie das geschehen könnte, lies der Senator offen. Der abgesetzte Intelligence-Großmeister Brennan warnte den neuen König ganz offen “seinen Mund zu hüten” – eine Frechheit, die sich die stets diskreten Meister eigentlich nie herausnehmen. Angesichts solcher Drohungen  steigen die Befürchtungen im Lande, dass es dem neuen Herrscher genauso gehen könnte wie dem letzten König der es gewagt hatte, sich mit den unsichtbaren Meistern der Intelligence anzulegen.

König Jack, den alle nur JFK nannten, wollte damals den Konflikt mit dem Reich des Ultrabösen nicht mit immer mehr Waffen, sondern durch Gespräche und Abrüstung beenden und war damit nicht nur den Meistern, sondern auch der mächtigen Gilde der Waffenschmiede in die Quere gekommen. Jener Gruppe, die  Jacks Vorgänger, der alte General Ike, der die Armeen im letzten Weltenkrieg zum Sieg geführt hatte, bei seinem Abschied  “den militärisch-industriellen Komplex” genannt und vor ihrem gefährlichen Einfluß gewarnt hatte. Nachdem König Jack dann durch gedungene Heckenschützen ermordet worden war hatten sich alle seine Nachfolger an die unausgesprochene Warnung gehalten, den Waffenschmieden und den Meistern der Intelligence nicht ungefällig zu sein. So waren die Rüstungskammern des exzeptionalistischen Köngreichs in immer exzeptionalistischere Dimensionen gewachsen, ebenso wie die Büros und Budgets der Meister der Intelligence.

Aus den Tiefen des Staats hielten die Meister  diese Maschine am Laufen, indem sie ständig neue  “Feinde” ausmachten. Oder, wenn  keine in Sicht waren,  etwas nachhalfen um die Bedrohung sichtbar zu machen. Das fiel ihnen leicht, denn ihm Rahmen der Operation Mockingbird hatten sie in der Gilde der Herolde und Einflüsterer  an den wichtigsten Stellen eigene Leute platziert, die die Fake News der Meister über drohende Gefahren jederzeit unter das Volk brachten.

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8
May, 2016

Freetrade vs. Fairtrade

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41a4zGHKsEL._“Meine Damen und Herren, Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen. (..) Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die miltärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt. (..)

Kein Präsident sollte die öffentliche Untersuchung seines Regierungsprogramms fürchten, weil aus der genauen Kenntnis sowohl Unterstützung wie auch Opposition kommt, und beides ist notwendig. Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um Ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen … (Applaus) …. in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. Ich will die Kontroversen unter Ihren Lesern nicht ersticken, ich begrüße sie sogar. Meine Regierung wird auch offen zu ihren Fehlern stehen, weil ein kluger Mann einst sagte, Irrtümer werden erst zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren. Wir haben die Absicht, volle Verantwortung für unsere Fehler zu übernehmen, und wir erwarten von Ihnen, daß sie uns darauf hinweisen, wenn wir das versäumen. Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein, und keine Republik kann überleben.(…)”

Diese Rede hielt John F. Kennedy am 27. April 1961 vor Zeitungsverlegern im Waldorf-Astoria in New York (der gesamte Text hier , der Audio-Mitschnitt hier ). Sie ist nicht nur wegen der geheimen Betrugsmanöver in Sachen “Freihandel” und der unsäglichen TTIP-Verhandlungen – der Vizechef der CDU-Budestagsfraktion fordert mittlerweile die Bestrafung der Whistleblower von Greenpeace, die die geheimen Dokumente geleakt haben – äußerst aktuell. Sondern auch einer der Gründe, warum ich meinem Buch über JFK und seine Ermordung den Untertitel “Staatsstreich in Amerika” gegeben habe. Wie weit sich Amerika seitdem von jener “freien und offenen Gesellschaft” entfernt hat, wie Kennedy sie forderte, wird deutlich, wenn wir den Klartext von Barack Obama zum “Freihandel” hören: “America should write the rules. America should call the shots. Other countries should play by the rules that America and our partners set, and not the other way around.”

3
Apr, 2016

Der Berg ruft…

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…mal wieder, und auf diesem Blog ist jetzt für eine Woche Pause. Zuvor aber noch kurz die letzten Bernie-News: Hillary , meldet Associated Press,  ist ziemlich  frustriert,  weil Sanders es zunehmend gelingt, junge Wähler zu begeistern. Da hilft auch nichts mehr, dass der publizistische Arm der Clinton-Maschine, die New York Times,  Bernies Auftritt in der Bronx vor 18.500 Leuten mit zwei Fotos illustriert, die nur ein paar Dutzend Anhänger zeigen. Galt New York  in Umfragen vor einigen Wochen noch noch als absolut sichere Bank für die zweimalige Senatorin  des Distrikts, rückt der Brooklyn-Boy Bernie ihr in den letzten Tagen immer dichter auf die Pelle. Meine Hoffnung, dass er New York gewinnt, hat mir aber der Freund und Kollege Daniel Hopiscker in einer mail etwas geraubt: “Prediction: Bernie wins Wisconsin. Then Hillary wins New York, cause voting machines there have been rigged since Godzilla roamed the earth. Them’s the facts about democracy in America.”

Daniel hat seinerzeit eine Doku über die Wahlmaschinen gemacht, die George W. ins Weisse Haus brachten, kennt sich also aus mit diesem Beschissmus… (Schon mein Held JFK hätte es ja damals nicht geschafft, wenn Papa Joe nicht in Nevada die letzten nötigen Stimmen gekauft hätte.) Da steht Bernie als wirklich Unabhängiger ( er ist ja erst im November in die Partei eingetreten) ziemlich im Regen, selbst wenn er eine Mehrheit der Wähler hinter sich hat.
Dass er für den deep state attraktiver ist als Trump, wie der Autor dieses sehr lesenswerten Artikels andeutet… da bin ich mir nicht so sicher. The Donald mag isolationistische Töne spucken und deshalb eine Gefahr für den militärisch-indsutriellen Komplex sein, aber er ist auch eine loose cannon – wohingegen Sanders zwar keine echte Friedenstaube, sondern eher ein Spatz  ist, aber auf keinen Fall ein Falke wie Killary… Hätte sie und nicht Obama die Primaries seinerzeit gewonnen, läge Damskus heute in Schutt und Asche – Obama stoppte nach dem False Flag Giftgas in Syrien die schon bereistehenden Bomberstaffeln. Und soviel Vernunft traue ich Bernie allemal zu… außenpolitisch würde es also nicht wirklich schlechter mit ihm. Und wenn er zu Haus ein paar sozialdemokratische Reförmchen hinkriegt, das wär doch schon was. Wenn die 0,01 % soviel zulassen – und ihn am Leben….

 

30
Oct, 2015

Selbst denken nicht erwünscht

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Zu der im Update zum letzten Posting bereits erwähnten Hexenjagd auf den “Verschwörungstheoretiker” Daniele Ganser hat Marcus Klöckner ein Interview mit dem Kultur,- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer geführt, der Ganser zu seinem Vortrag  “Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?”an die Uni Witten eingeladen hat.  Dass die lokale SPD, Grüne und Piraten in einem offenen Brief dagegen protestierten und die Ausladung des Wissenschaftlers forderten markiert einen neuen Tiefpunkt in der Anwendung der einst nach dem Mord an JFK von der CIA empfohlenen Methode,   “Verschwörungstheorie”  als psychologischen Kampfbegriff im Rahmen des öffentlichen Warhnehmungsmanagments einzusetzen. Seitdem reicht der Einsatz dieser Waffe um jeden Diskurs zu beenden und jeden vermeintlichen Vebreiter von Verschwörungstheorien als unseriös und gefährlich erscheinen zu lassen.

Nach 9/11 kam es zu einem Großeinsatz der Diffamierungsvokabel, als GW Bush vor der UNO verkündete:  »Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den Schuldigen.« Seitdem gilt jeder Zweifel an der innerhalb von 45 Minuten festgestellten Haupttäterschaft Osama Bin Ladens als boshafte Lüge, und wer solche Zweifel öffentlich äußert wird als frevelhafter “Verschwörungstheoretiker” diskreditiert und aus dem Verkehr gezogen. Wie einst die “Ketzer”, die an den Dogmen der heiligen Kirche zweifelten, oder wie der langjährige Radiomoderator Ken Jebsen, der zum 10. Jahrestag der 9/11-Anschläge einen solchen Zweifler – yours truly – nicht nur ausführlich im öffentlich-rechtlichen Radio zu Wort kommen lies, sondern dem Gespräch auch noch eine knackige Einleitung  (Happy Birthday Terrorlüge) vorausschickte.

Anders als im Mittelalter aber läßt sich Kritik an hochheiligen Dogmen heutzutage nicht mehr so einfach aus,- oder abschalten, selbst wenn sie aus dem Mainstream verbannt wird. Jebsen erzielt mit  “Ken FM” mittlerweile höhere Quoten als seinerzeit im RBB (hier ein ausführliches Interview mit ihm dazu), und ich kann – seit ich als angeblicher “Verschwörungstheoretiker” für die Großmedien tabu bin –  keinesweges über mangelndes Publikumsinteresse oder niedrige Buchauflagen klagen.  Ähnliches gilt auch für Daniele Ganser, den man zwar aus den heiligen Hallen der Wissenschaft verbannen konnte, nicht aber aus den Vortragsälen und Bestsellerlisten.

Eben diese Erfolge und die Tatsache, dass die Deutungshoheit der Mainstreammedien passé ist, führen nun offenbar dazu, dass auch ehemalige Sozis und Linksalternative völlig hemmungslos dem CIA-Sprech “Verschwörungstheorie” frönen. Und wenn – wie etwa in Gansers Publikationen  – keine solche Theorie zu entdecken ist, dann wird der Vorwurf über Kontaktschuld hergestellt: hat Ken Jebsen Interviews gegeben, der wiederum ja auch schon mal bei den Montagsmahnwachen aufgetreten ist, wo wiederum auch schon mal dubiose ChemTrail-Gläubige auftraten und Pegida-Fans gesichtet worden sein sollen… also alles klar, alles Nazis, alles neurechte “Querfront”, alles pfui…

Derlei dumpfe Einfalt ist nicht allein auf die NRW- Provinz beschränkt, sondern zieht sich quer durch die Republik und den Blätterwald von FAZ bis taz, die offenbar allesamt den Schuss noch nicht gehört haben. Auch dass nach einer neuen repräsentativen Umfrage 44 % der Deutschen dem Vorwurf “Lügenpresse” zustimmen (aber nur 10 % den anderen Pegida-Parolen) wird wohl nichts daran ändern, dass die bornierten Köpfe in den Redaktionsstuben weiterhin fest daran glauben, dass sie doch alles richtig machen und die Leute, die ihnen nicht mehr glauben, einfach nur bescheuert sind. Weil aber nun einmal jeder, der bereit ist, sich nur für 1- 2 Stunden mit 9/11 zu befassen und selbst zu denken, nicht anderes kann, als in der Story von Osama und  den 19 Teppichmessern eine unermittelte, unbewiesene “Verschwörungstheorie” zu erkennen, muß jeder kritische Blick auf das Verbrechen des Jahrhunderts und das Versagen der Medien tabuisiert werden. Selbst denken ist und bleibt nicht erwünscht…

20
Jun, 2015

Ich bin Verschwörungstheoretiker – und das ist gut so!

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18.06.15 19:09-Bildschirmkopie-2Was Verschwörungen sind ( A und B verabreden sich hinter dem Rücken von C um sich einen Vorteil zu verschaffen), dass sie im Alltag der  Wirtschaft, der  Politik und vor allem im Liebesleben regelmäßig vorkommen und  auf Indizien beruhende Annahmen über  solche Verschwörungen – Verschwörungstheorien – eine rationale vernünftige Heransgehensweise  an dieses alltägliche Phänomen darstellen – diese  simplen, unwiderlegbaren Tatsachen sind aus dem Blick geraten, seit der Begriff “Verschwörungstheorie” als Kampfbegriff in der psychologischen Kriegsführung eingesetzt wird. Nachdem unlängst in der Gesprächsrunde bei Ken FM die Geschichte dieser Aufrüstung eines neutralen Begriffs zur Diffamierungswaffe im Zusammenhang mit dem ungeklärten Mord an John F. Kennedy kurz angeschnitten wurde, habe ich dazu einige Anfragen nach weiteren Informationen erhalten. Pro domo empfehle ich dazu natürlich das Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” , in dem auch das historische Dokument zitiert ist, mit dem die CIA ihren Stationen weltweit  den Begriff empfahl, um die Zweifel an der offiziellen Version des Kennedy-Mords zu kontern – und darlegte, dass es sich bei den Kritikern  der von der  “Warren Kommission” verkündeten Theorie des Einzeltäters Lee Harvey Oswald um “Verschwörungstheoretiker” handelt, Staatsfeinde, die nur von kommerziellen oder kommunistischen Interessen motiviert seien.

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13
Feb, 2014

JFK & 9/11

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JFK-POSTER-2013-NEWKaum jemand seit Jahrzehnten hat die Hintergründe des Mords an John F. Kennedy so akribisch recherchiert wie Prof. Peter Dale Scott – sowie seit nunmehr über 13 Jahren die der Anschläge des 11. September 2001. Beide Fälle sind, obwohl “offiziell” untersucht und abgeschlossen, ungeklärt – und sie weisen erstaunliche Parallelen auf. In zwei seiner Vorträgen, die Lars Schall jetzt übersetzt hat – “JFK & 9/11 – Gewonnene Einsichten aus dem Studium beider Vorgänge”  – werden diese strukturellen Ähnlichkeiten sehr deutlich :

“Mein Fazit versucht nicht, einzelne Täter zu identifizieren, es versucht einen systemischen Prozess von Täuschungsereignissen zu identifizieren und zu definieren. Noch weniger möchte ich implizieren, dass die Szenarien von 11/22 und 9/11 von einer Meister-Verschwörungstheorie, die im Tresor von jemandem liegt, bezogen und entstaubt wurden. Was ich beschreibe, wie ich eingangs sagte, ist eine vorhersehbare Soziodynamik, die auftritt, wenn die Führer eines expansiven quasi-demokratischen Staats überzeugt sind, dass es einen Bedarf für den Krieg gibt, eine Notwendigkeit, von der sie wissen, dass ihre Bevölkerungen sie nicht verstehen.Bei der Diskussion von 11/22 und 9/11 fehlen uns die Beweise, um diese Ereignisse enggefasst der US-Regierung, dem Pentagon, der CIA, Army Intelligence Reserve oder anderen spezifischen Behörden zulasten zu legen. Es ist aber meine Überzeugung, dass wir sie der amerikanischen Kriegsmaschine anlasten können. In diesem Sinne glaube ich, können wir jedes Ereignis, das JFK-Attentat und die Anschläge vom 11. September, als “einen Inside-Job” beschreiben.”

 

13
Dec, 2013

JFK Feedback

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Einige der Beiträge zu meinem JFK-Buch, die schon in der Rezensions-Übersicht gelistet sind, sind jetzt auch auf youtube anzuschauen – hier der Bericht des Wissensmagazins Lexi-TV im MDR:

… sowie die Talkshow auf Servus TV

 

Die weiteren Teile folgen hier(2), hier(3), hier(4) und hier(5)
Auch im RBB-Kulturradio wurde das Buch besprochen, sowie im Deutschlandradio,  in der Kölnischen Rundschau, derFrankfurter Rundschau,  und im Blog von Stefan Schaer. Mein Lieblings-Finanzjournalist Max Keiser hat dankenswerter Weise  das Gespräch mit Peter Dale Scott über JFK verlinkt.

25
Nov, 2013

“The public must be satisfied”

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Broeckers_JFK_web-1

Dass die Warnung “Beware of Brainwashington!” vor dem Jahrestag des JFK-Mordes angebracht war, zeigten die in den letzten Tagen gedruckten und gesendeten Beiträge, in der  die nach wie vor so genannten “Qualitätsmedien” durch die Bank die Geschichte des Einzeltäters Oswald und den Befund der Warren-Kommission von 1964 nachbeteten. Die Befunde der beiden späteren offiziellen Kommissionen, des “House Select Commitee of Assassinations” (HSCA), das 1977 eine Verschwörung für wahrscheinlich hielt, und des “Assassination Records Review Board” (ARRB), das 1998 eine solche Verschwörung u.a. anhand der manipulierten Autopsiefotos bewiesen hat, wurden durchweg ignoriert. Stattdessen feierten neue pseudo-wissenschaftliche “Beweise”  der magischen Kugel fröhliche Urstände, wurde der obskure Bestseller des TV-Moderators Bill O’Reilly “Killing Kennedy” als Beweisschrift für den Einzeltäter Oswald angeführt und durchweg suggeriert, dass die (Nicht-)Ermittlung der Warren-Kommission auch nach 50 Jahren der Wahrheit am nächsten kommt und daneben nur unbewiesene Verschwörungstheorien existieren.

Dass Dutzende bewiesener Fakten gegen einen “lone gunman” sprechen, dass Oswald angesichts dieser Fakten in einer ordentlichen Gerichtsverhandlung mit ziemlicher Sicherheit freigesprochen worden wäre – all dies war den den Schurnalisten von FAZ bis Spiegel, von SZ bis ARD & ZDF keine Erwähnung, geschweige denn ein paar eigene Recherchen wert. Was kein Wunder ist, denn diese hätten schnell dazu geführt, dass Oswald nichts anderes als ein weitgehend ahnungsloser Sündenbock – ein “sheep-dipped patsy” – war, was dann selbstverständlich zu der Frage führt, wer denn als Hirte dieses verwirrten Schafs fungierte. Wobei diese Frage schon nicht gestellt werden darf, weil sie in vermintes Gelände (Militär, CIA, FBI) führt… und dahin wagen unsere Schurnalisten auch nach 50 Jahren keinen Schritt und verabreichen ihrem Publikum auch nach einem halben Jahrhundert weiter ungeniert Beruhigungspillen wie die “magische Kugel”. Wo aber selbst bei einem uralten Fall wie dem JFK-Mord die Fakten wie eine heiße Kartoffel nicht einmal mit der Kneifzange angefasst werden, kann man sich ausrechnen, wie sich die Medien bei aktuellen  “Staatsverbrechen gegen die Demokratie”  verhalten.

Heute vor 50 Jahren wurde John F. Kennedy beerdigt – und Bundesanwalt Katzenbach sandte ein Schreiben ans Weisse Haus: “The public must be satisfied that Oswald was the assassin; that he did not have confederates who are still at large; and that evidence was such that he would have been convicted at trial.” 72 Stunden nach dem Mord waren die Ermittlungen abgeschlossen, der Angeklagte durch den Mafia-Handlanger Ruby erschossen und dank der Kooperation der Medien, die keine weiteren Fragen  und das Publikum zufrieden stellten, sind die Täter (bzw.ihre Nachfolger) bis heute unter uns.

22
Nov, 2013

Magic Bullet – Das lange Leben einer Zauberkugel

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Die Legende des Kennedy-Mörders Lee Harvey Oswald als Einzeltäter steht und fällt mit dem Glauben an eine “magische Kugel”, die den Präsidenten durchschlug und bei dem vor ihm sitzenden Gouverneur Conally zahlreiche Wunden verursachte. Bis heute wird diese Zauberkugel der Öffentlichkeit verabreicht – als Beruhigungspille, um jede Aufregung über eine Verschwörung zur Ermordung Kennedys zu verhindern. Dass sich der Glaube an die Absurdität einer Zauberkugel so lange halten konnte, hat mit den im National Archiv lagernden Autopsiefotos und Röntgenbildern zu tun – diese wurden, wie eine vom US-Kongress eingesetzte Kommission 1999 feststellte, nachträglich manipuliert.
Zum heutige Jahrestag hat Telepolis einen Auszug aus dem Kapitel über die magische Kugel gebracht.

Auf taz.de ist ebenfalls ein Beitrag von mir erschienen: Was heißt hier Verschwörungstheorie ?

22
Nov, 2013

Das rätselhafte Attentat

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22.11.13 20:19-Bildschirmkopie

 

 

 

 

 

 

Filmbeitrag über das Buch aus der heutigen Sendung von “Lexi TV” – in der Mediathek des MDR.

Der heutige 30-Minuten-Talk bei SWR “Leute” ( läuft Montag Nacht um 2.00 im SWR Fernsehen, Videolink folgt) steht schon als Audio-Podcast zum Download zur Verfügung (MP3 , 26 MB)

Schon am gestrigen Donnerstag lief auf Servus TV die Talkshow über JFK, die am Dienstag in Salzburg aufgezeichnet wurde,  und kann in der Mediathek angeschaut werden.

 

21
Nov, 2013

Beware of Brainwashington!

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Broeckers_JFK_web-1In den Massen von Infontainement-Müll, Pseudo-Dokumentationen und Un-Journalismus kommen zum 50. Jahrestag der JFK-Ermordung hier und da auch Dinge zum Vorschein, die man noch nicht gehört hat. Wie die Aussage eines der Notfallärzte im Parkland-Hospital in Dallas, Dr. Don Curtis, die in der texanischen Zeitung “Canyon News” zitiert wird – über den Zustand von Kennedys Schädel bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus: “The posterior part of his head was blown out”.  Dass viele andere Zeugen des medizinischen Personal in Dallas dassselbe gesehen haben und die Kommission des ARRB in den 90er Jahren zweifelsfrei beweisen konnte, dass die im Nationalarchiv lagernden Autopsie,-und Röntgenaufnahmen JFKs manipuliert wurden und keinen Schädel zeigen, dessen hinterer Teil nicht herausgesprengt sondern nahezu komplett ist – diese Fakten allein reichen aus, um die aktuelle JFK-Berichterstattung als Schlammflut der Desinformation zu diskreditieren. Ebenso wie das haltlose Geschwätz darüber, dass wegen der vielen “Verschwörungstheorien” die Wahrheit wohl nie ans Licht kommen wird. Denn nicht diese Theorien verhindern das, sondern die Ignoranz, das bewußte Ausblenden, die gezielte Unterschlagung von Tatsachen. Wie eben solcher medizinischer Fakten, die einen Schuß von hinten, eine Eintrittswunde am Hinterkopf – und damit Oswald als Todesschützen – defintiv auschliessen. Damit wissen wir noch nicht, wer es war, aber wir wissen, wer es nicht war – und so hätte jede seriöse kriminalistische Suche nach dem Täter zu beginnen. Selbst wenn die  mangels faktischer Beweise überbordende Psychologisierung der gestörten Persönlichkeit und der Motive Oswalds, die schon der Warren Report und nach ihm ein Wust von Literatur ad infinitum auswalzt – selbst wenn das alles zuträfe: die Fakten schliessen aus, dass er der Mörder Kennedys war! Allein der oben zitierte medizinische Befund, zu dem noch ein Dutzend weitere Beweise kommen (fehlende Schmauchspuren an seinen Wangen, Zeugen, die ihn vor und nach den Schüssen  im Pausenraum sahen, die falsch identifizierte Tatwaffe usw. usf. ) hätten jeden Wald-und-Wiesen-Strafverteidiger in die Lage versetzt, vor Gericht einen Freispruch für den Angeklagten Lee Harvey Oswald zu erreichen. Dass noch 50 Jahre später kaum ein Schurnalist die Eier in der Hose hat, zumindest das klar und deutlich zu benennen – ohne sich deshalb  in Spekulationen oder Hypothesen zu ergehen – wirft ein bezeichnendes Licht auf die gesamte Medienbranche, deren Vertreter deshalb mit Fug und Recht mehreitlich asls Pre$$titutes bezeichnet werden müssen. Sie lügen für Geld und vermüllen die Gehirne ihres Publikums – und morgen gibt es die volle Dröhung, weshalb die Parole nur lauten kann: Beware of Brainwashington!

20
Nov, 2013

JFK Termine

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Broeckers_JFK_web-1Gestern abend war ich in Salzburg Gast bei einem JFK-Talk von Servus TV.  Zugeschaltet war u.a. der Sohn von Sergej  Chruschtschow, der Sohn von Nikita. Die Sendung wird am Donnerstag um 22.15 ausgestrahlt (in Deutschland über DVB-T empfangbar).
Überall im TV empfangbar ist Wissensmagazin  “Lexi TV” vom MDR, dem ich für die Sendung “Kennedy – Tod eines Hoffnungsträgers” ausführlich Rede und Antwort gestanden habe. Die Sendung läuft am Freitag, 22.11.,  um 15.00.

Ebenfalls am Freitag bin ich Gast bei “Leute” vom Südwestfunk in Stuttgart. Das Gespräch läuft morgens von 10.00 – 12.00 im Radio SWR1, und in der Nacht auf Leute Night im Fernsehen (SWR3).
Schon vor einigen Tagen hat der Deutschlandfunk das JFK-Buch rezensiert (MP3 hier), in einem längeren Kennedy-Feature auf WDR 5 am Freitag (20.05) wird es ebenfalls Erwähnung finden.

17
Nov, 2013

JFK-Märchenstunde in der “Welt”

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Broeckers_JFK_web-1Da man als Knecht der Springer(-stiefel)-Presse laut Arbeitsvertrag der Politik der NATO verpflichtet ist, kann aus diesem Hause auch in Sachen Kennedy keine kritische Auseinandersetzung mit der Doktrin des Einzeltäters Lee Harvey Oswald erwartet werden.  Insofern ist die Behauptung des “Welt”-Redakteurs Alan Posener, dass diese Doktrin ausschließlich auf Tatsachen beruht, während alle Andersdenkenden –  und das ist die weit überwiegende Mehrhheit der Bevölkerung, in den USA und im Rest der Welt – nur Mythen aufgesessen sind und “Pseudo-Wahrheiten kolportieren”, zwar erwartbar, strotzt aber ihrerseits vor Pseudo-Wahrheiten en gros.

So zählt Posener zu den “erdrückenden Beweisen” für die Täterschaft Oswald unter anderem das von ihm im Versandhaus für 19,95 $ (inkl. Zielfernrohr) bestellte Gewehr. In den Protokollen der Dallas-Police taucht dieses aber  anfangs gar nicht auf. Die vier Polizisten, die nach der Tat ein Gewehr im 6. Stock das Schulbuchlagers sicherstellen, identifizieren dieses als Mauser. Erst zwei Tage später verwandelt sich das deutsche Präzisonsgewehr in den italienischen Schießprügel “Mannlicher-Carcano” ( den der heimtückische Präsidentenmörder wohl per Versand bestellte, um eine Elefantenspur zu hinterlassen). Einen “Cottontest”, ob aus dieser Waffe kürzlich geschossen wurde, nahm die Polizei nicht vor, sehr wohl aber testete sie Oswalds Wangen auf Schwefelspuren, wie sie beim Feuern eines Gewehrs unvermeidlich sind – das Ergebnis war negativ. An seinen Händen befanden sich Spuren, die auf den Kontakt mit  Büchern und Kartons zurückgeführt werden konnten – gewaschen hatte er sich also nicht. Ein Anwalt wurde ihm während der insgesamt 7-stündigen Verhöre verweigert, Protokolle seiner Aussagen existieren nicht, weil angeblich in Dallas kein Tonbandgerät zur Hand war, auch Stenographen hatte man gerade keine da (!!??). Als er zu einer Pressekonferenz geführt wird, streitet er ab, auf irgendwen geschossen zu haben (“Ich bin der Sündenbock hier”) – Posener indessen behauptet, Oswalds Motiv sei gewesen “durch eine historische Tat Unsterblichkeit zu erlangen”.

Die nächste vollmundige Pseudo-Wahrheit folgt: “Die Verletzungen am Schädel sind unvereinbar mit einem Schuss von vorn. Kurzum: Es gab nur einen Schützen. Er feuerte drei Schüsse von hinten und oben. Einer war tödlich.” Nur wer die letzte offizielle Untersuchung des JFK-Mordes durch das “Assassination Records Review Board”, die  u.a.  zweifelsfrei belegt, dass die Autopsiefotos von Kennedys Schädel manipuliert wurden, einfach ignoriert, kann solche Pseudo-Wahrheiten noch in die Zeitung schreiben. Ebenso wie die Warren-Kommission nur zu ihrem Ergebnis kommen konnte, weil sie die Aussagen der hinter der Limousine fahrenden Motoradpolizisten ignoriert, die aussagten, sie seien von Blut und Gehirnteilen des Präsidenten getroffen worden – und das ist physikalisch unvereinbar mit einem Schuss “von hinten und oben”. Das macht aber nichts, wenn man wie Posener ein Anhänger der Glaubensgemeinschaft der magischen Kugel ist, die ja gar nicht magisch war, weil Conally ein bißchen anders gesessen hat. Klar – so  wie die Jungfrau Maria eben ein bißchen anders lag, als sie vom Heiligen Geist geschwängert wurde…

Jack Rubinstein (alias Ruby), der Oswald im Polizeirevier von Dallas erschoss, tat dies nicht um Oswald zum Schweigen zu bringen –  “Ruby war auch nicht, wie kolportiert wird, Mitglied oder Handlanger der Mafia”-  sondern weil er als “paranoid-psychotischer” Jude glaubte, “der Kennedy-Mord würde das Fanal zu einem Pogrom gegen die Juden sein, den nur er durch die Tötung des Mörders abwenden könne.” Schon wieder eine Pseudo-Wahrheit über einen Täter, der historische Untserblichkeit erlangen will. Tatsächlich sind die Mafia-Kontakte Rubys seit seiner Jugend in Chicago dutzendfach belegt, an den zwei Tagen nach Oswalds Festnahme telefonierte er mit mehreren einschlägig bekannten Mobstern – und seine damalige Geliebte, die Jeff Morley 2013 ausfindig machte sagte aus, dass Ruby “keine Wahl” hatte, denn “seine Bosse” hätten ihm die Tat befohlen.

Von dem Mumpitz, den  Posener in seiner “Faktencheck” genannten Märchenstunde dann über die Verwicklungen von CIA und Mafia in die Welt posaunt, könnte man jeden zweiten Satz zerpflücken. Doch die Mühe lohnt nicht, denn: “Da bewiesen ist, dass Oswald die Tat verübte, sind alle Verschwörungstheorien ohnehin bodenlos.”  Bodenlos ist indessen nur die Ignoranz, mit der hier haltlose Beweise als historische Wahrheit ausgegeben und dokumentierte Fakten, die nicht in dieses Konzept passen,  als “Theorie” oder “Mythen” hingestellt werden:  “Kennedy wollte die US-Streitkräfte aus Vietnam abziehen (…) Dies ist die Theorie, die der mysteriöse Herr X in Oliver Stones Märchenfilm “JFK” vertritt.” Dass Oliver Stones Spielfilm der Realität sehr viel näher kommt als der drittklassige Märchenonkel Posener lassen wir mal dahingestellt, JFKs Anweisung des Abzugs aus Vietnam aber ist keine “Theorie” sondern ein Dokument, namentlich das “National Security Action Memorandum” Nr. 263, das sein Generalstabschef Maxwell Taylor am 4. Oktober 1963 an die Joint Chiefs of Staff wie folgt weiter gab: “All planning will be directed towards preparing RVN forces (die vietnamische Armee) for the withdrawal of all U.S. special assistance units and personnel by the end of calendar year 1965.”  Etwa zur selben Zeit hatte JFK seinen engsten Vertrauten angekündigt, nach seiner Wiederwahl nach Moskau zu reisen um einen Friedensvertrag mit Chruschtschow anzugehen. Dass der Vietnamkrieg mit Milllionen Toten und vieles mehr  der Welt erspart geblieben wären, hätte Kennedy weiter gelebt,  ist keine “Theorie”, sondern sehr wahrscheinlich. Johnson hingegen soll,  während JFKs Sarg in Washinton noch aufgebahrt war, bei seinem ersten Treffen mit den kriegslüsternen Top-Militärs gesagt haben: Seht zu, dass ich nächstes Jahr gewählt werde, und ihr bekommt euren Krieg… und so kam es dann auch.

15
Nov, 2013

Das dümmste und das klügste JFK-Buch

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Broeckers_JFK_web-1Das dümmste und das klügste Buch zum 50. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys wird heute in einer ausführlichen Rezension  in “Neues Deutschland” gekürt. Über letzteres schweige ich mich aus verständlichen Gründen hier aus, ersteres ist zu Recht Bill O’Reillys “Killing Kennedy. Das Ende des amerikanischen Traums”. Der rechts-extreme Moderator O’Reilly, der von seinem Werk in den USA schon über 1 Million Exemplare losschlug, ist ein klassischer Vertreter der Verschwörungsdementierungs-Industrie, die nach fünf Jahrzehnten noch immer das Märchen des Einzelschützen Lee Harvey Oswald verkauft – und die in den nächstenTagen auf Hochtouren läuft. CBS zum Beispiel entblödet sich nicht, die Wiederauffrischung der  Legende von der magischen Kugel, die JFK und Gouverneur Conally insgesamt sieben Wunden beibgebracht haben soll, als “Wissenschaft” anzupreisen. Die These vom Einzelschützen Oswald basiert auf dem Glauben an das physikalische Wunder dieser Zauberkugel und ist insofern zutiefst irrational, was die Vertreter dieses Glaubens dazu zwingt, sich selbst als höchst vernünftig, aufgeklärt und wissenschaftskonform zu gerieren – und ihre Kritiker lautstark und mit Schaum vor dem Mund als verrückte, paranoide Verschwörungsspinner abzukanzeln. In dem Buch von O’Reilly ist dieser Mechanismus ebenso gut zu beobachten wie in dem 1.600-Seiten Buch des renommierten Juristen Vicent Bugliosi (“Reclaiming History”), das von der Glaubensgemeinschaft der magischen Kugel als Standardwerk gepriesen wird. Mit einer offenen Diskussion über die Ungereimtheiten und offenen Fragen rund um diesen Mord hat das nichts zu tun – doch diese Bücher werden verfilmt und ihre irre Botschaft massenweise unter das Volk gebracht. Auch 50 Jahre nach dem Tod von JFK läuft  “Brainwashington” auf allen Kanälen…

 

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