21
Oct, 2014

Absturz endlich geklärt: mit Trick (MH-)17

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MH17Auch nach drei Monaten ist der Absturz des malaysischen Passagierflugzeug in der Ukraine noch ungeklärt, auch die 30 Millionen Dollar Prämie, die ein Whistleblower mit einem zur  Aufklärung führenden Hinweis verdienen könnte haben offenbar noch nicht zu einem Ergebnis geführt. Die von den USA verordneten und mit  Absturz begründeten Wirtschaftssanktionen haben unterdessen schon dazu geführt, dass sich die EU ins eigene Knie schießt. So weit läuft alles nach Plan, doch weder malaysische noch niederländlische Regierung wollen sich mit der bisherigen Nicht-Untersuchung so einfach zufrieden geben und haben Delegationen in die Ukraine geschickt, um die forensischen Untersuchungen auf dem umkämpften Trümmerfeld voranzubringen.Das scheint jetzt die Notwendigkeit aufgeworfen zu haben, den Unglauben an die mit keinem validen Beweis unterfütterten Schuldzuweisungen an Russland zu bekämpfen – wozu jetzt offenbar der Filialleiter der hiesigen NSA-Niederlassung, BND-Chef Schindler, auserkoren wurde, der vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG)  aussagte:

“Der BND kam zu eindeutigen Ergebnissen: Ukrainische Aufnahmen seien gefälscht, sagte Schindler, das lasse sich anhand von Details erkennen. Auch russische Darstellungen, wonach die Rakete von ukrainischen Soldaten abgefeuert wurde und ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei, seien falsch. Schindler: “Es waren prorussische Separatisten.” (Spiegel)

Endlich nach drei Monaten “eindeutige” Ergebnisse, “anhand von Details”, die nur und allein der scharfäugige BND erkennen konnte. Nun wäre, wenn die CIA diese neue Eindeutigkeit  exklusiv über die New York Times lanciert hätte wie weiland die Alu-Röhren des Saddam Hussein, der Lachsturm unvermeidlich gewesen, weshalb man wohl einen Filialleiter vorschickt, der es dem “Spiegel” steckt, der dann von NYT & Co. zitiert werden kann. Und so geht die Ente auf Reisen und bietet einmal mehr die Chance,  eine substanzlose Schuldzuweisung weltweit in  die Penetrationsschleifen der Nachrichten einzuspeisen. Denn nachvollziehbare Informationen oder gar schlüssige Beweise gibt es nach wie vor nicht, geschweige denn die O-Töne der Black Boxes oder Radar-und Satellitenbilder der USA und der NATO. Dafür der Trick 17, sowohl Kiew (und damit indirekt die USA) als auch Russland einfach der Fälschung zu bezichtigen – um am Ende nach einem Vierteljahr dasselbe zu behaupten was auch schon eine Viertelstunde danach  in die Welt gesetzt wurde: die Russen waren’s! Aktueller O-Ton “Bild”: “BND sicher: Es waren Putins Schergen!”

Dass jetzt wieder die guten alten BUK-Raketen recycelt werden, was nach der bis dato sorgfältigsten Analyse des Unglücks und der Wrackteile durch den russischen Ingenieursverband eigentlich schon ad acta gelegt war, dass auch die Bundesregierung Anfang September davon gesprochen hatte, dass laut ihren AWACS-Daten ein SA-13 Raketensystem (und keine BUK) im Absturzgebiet registriert wurden, dass selbst die Marionettenregierung in Kiew der BND-Darstellung widerspricht und dass Christian Ströbele, der als Mitglied der PKG die “Informationen” des BND zur Kentnnis nehmen konnte, in der “Tagessschau” sagte,  dass der Sachverhalt und die Täterschaft dadurch keineswegs geklärt seien… all dies macht den Auftritt des BND-Chefs auf peinliche Weise als PR-Stunt durchschaubar. Dass die Spin-Doktoren freilich schon zu derart plumpen Tricks greifen müssen deutet an, dass hinter den Kulissen dieses “False Flag”-Versuchs wahrlich nicht alles rund läuft…

Kommentare

9 Kommentare zu “Absturz endlich geklärt: mit Trick (MH-)17”

  1. jockli am 21.10.2014 um 10:30 Uhr 

    Schwerer Vorwurf gegen das ukrainische Militär: Laut Human Rights Watch haben Regierungstruppen die ostukrainische Stadt Donezk mit Streubomben bombardiert. Man habe Überreste der Geschosse gefunden.

    wie oft habe ich hier schon in den kommentaren gelesen, hrw sei ein cia-gewächs und nicht zu trauen. tja, so kann man sich täuschen. jetzt macht hrw doch tatsächlich stimmung gegen die ukrainische regierung – in denn kommentaren hier desöfteren als “kiewer faschistenjunta” verunglimpft.

     
  2. DrAnonym am 21.10.2014 um 10:40 Uhr 

    Sehr gute Analyse, Herr Bröckers. Ja, dass der “Filialletier des BND” (welche wunderschöne Bezeichnung) nun persönlich verlautbaren lässt es gäbe nun eindeutige Beweise über die Täterschaft (“prorusischen Separatisten”) des herbeigeführten Flugezugabsturzes, ist symptomatisch dafür dass “hinter den Kulissen dieses “False Flag”-Versuchs wahrlich nicht alles rund läuft…”, genau.

    Eine kleine Korrektur noch: In dem Bericht der Bundesregierung [1] heisst es “SA-3” (nicht “SA-13”). Der Codename ist “SA-3”, das Raketenssytem nennt sich “S-125”.

    Und zu “SA-3” gibt es noch folgendes zu sagen (laut der russischen Zeitung “Moskowski Komsomolez” [2]):

    “Beim SA-3 handelt es sich um ein altes sowjetisches Flugabwehrraketensystem, das in Russland längst ausrangiert und durch S-300 ersetzt wurde. Allerdings ist es immer noch im Besitz der Streitkräfte der ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken einschließlich der Ukraine. Eine modernisierte Variante des S-125 Petschora (so lautet die russische Bezeichnung für SA-3) wird sogar ins Ausland ausgeführt. Dieses FlaRak-System besitzt gute Kampfeigenschaften. Während des Krieges in Jugoslawien wurde gerade mit ihm das gepriesene amerikanische Tarnkappenflugzeug F-117 abgeschossen, was die USA auch gestehen mussten.”

    Ein gutes Bild über die S-124 Rakete (mit dem NATO Codename “SA-3”) kann man sich hier machen: [3].

    Und in diesem Zusammenhang könnte noch diese russische Doku, die am 12. Oktober hochgeladen wurde, interessant sein: [4].

    [1] http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/025/1802521.pdf

    [2] http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/4006363/278314031/

    [3] http://fas.org/nuke/guide/russia/airdef/s-125.htm

    [4] http://www.youtube.com/watch?v=Y1sSDo3SAjw#t=13

     
  3. Müller am 21.10.2014 um 12:37 Uhr 

    “Wir können sie nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen. Aber wir können sie dazu zwingen, immer dreister zu lügen…” wusste schon eine gewisse Frau Meinhof vor 40 Jahren.

     
  4. Stefan Miller am 22.10.2014 um 08:40 Uhr 

    nee, die Ukraine hat keine Streubomben verwendet, nee, es gab keine Massengräber in der Ostukraine, nee, die Ukraine hat das Flugzeug nicht abgeschossen, nee, nee, nee Eckaat. Die Russen sind da! (Meister Röhrich)

     
  5. Stefan am 22.10.2014 um 14:23 Uhr 

    Tja, man wird von der Organisation Gehlen wirklich nicht erwarten können, dass die ihre Nazifreunde in der Ukraine beschuldigen.

    Übrigens denke ich immer noch, dass man bei MH-17 stets auch an MH-370 denken sollte. Im Zusammenhang damit gibt es ein interessantes Interview mit Tim Clark, Chef von Emirates: http://www.spiegel.de/panorama/mh370-emirates-chef-tim-clark-zweifelt-an-ermittlungen-a-996056.html

     
  6. urks am 23.10.2014 um 16:11 Uhr 

    “Angriff auf das kanadische Herz” von Johannes Kuhn, SZ.

    Was wird denn in Ottawa für’n Fass aufgemacht? Für den “Antiterrorkrieg” ist doch jeder Pfurz benutzbar. Und Helden produziert er auch noch: “Kevin Vickers schoss auf Michael Z.B., als dieser in das kanadische Parlament eindrang. Vickers wird dafür gefeiert”. Das Opfer kann nun leider nichts mehr erklären. “Das Motiv liegt im Dunkeln”.

     
  7. pecas am 23.10.2014 um 20:26 Uhr 

    Was für ein Kontrast – zu den einheimischen US-Hirnfickfack-Lakaien unter der den “gottbegnadeten” Zuständen im 19. Jahrhundert hollywoodmäßig nachgestellten germanischen Regierungsknute der DDR-Verrückten Angela Merkel und Joachim Gauck:
    Der holländische (Ex-) Aussenminister Frans Timmermans zu der MH-17- Affäre a) in einer Rede vor den UN, und, daraufhin, b) in einer anständigen holländischen Late-Night-Show…
    https://www.youtube.com/watch?v=GGRjHRVSDdM

    (Man muss, wie z. B. ich, kein Wort Holländisch sprechen, um das Video dennoch hinreichend zu verstehen)

     
  8. Berndchen am 23.10.2014 um 20:33 Uhr 

    Keine Tricks – sondern Recherche und Fleißarbeit:
    “Die MH-17-Falle”, Vortrag von Wolfgang Eggert

     
  9. Jens am 25.10.2014 um 18:47 Uhr 

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