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Sep, 2016

Troubadour

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Vor 40 Jahren, im September 1976, erschien “Troubadour” von J.J.Cale. Schon seine vorherigen LPs “Naturally” und “Okie Okie” hatten  in unserer Wohngemeinschaft zum akustischen Ambiente gehört. Auch auf Casette on the road war JJ der perfekte Begleiter und wenn ich auf Nachtschicht im Taxi ein bisschen müde wurde, drehte ich das Fenster auf, schob Call me the Breeze ein und gab wieder fröhlich Gas. Dann kam “Troubadour” heraus und wurde zur meist gehörten Platte meines Lebens. Und ähnlich wie “Breeze” auf “Naturally” gab es auch hier wieder so ein kurzes,  einfaches Stück, das mit seinem fliegenden, flimmernden Groove einen geradezu magischen Drive entwickelt: Travelin’ Light. Viele, auch “Gitarrengötter” wie Clapton oder Knopfler, haben sich an diesem speziellen Sound ihres Inspirators J.J.Cale versucht, wirklich hingekriegt hat ihn keiner. Denn Cale war nicht nur ein großer Gitarrist und Songwriter, sondern auch ein genialer Arrangeur. Im Nachruf auf den im Juli 2013 verstorbenenMeister (mit vielen Links hier) schrieb ich : “Etwas aus seinem umfangreichen Gesamtwerk herauszuheben fällt schwer – für Banausen klang er eh langweilig und immer gleich und Afficionados konnten in jedem seiner Stücke Feinheiten hören die eben nur the one and only JJ so hinbekam.” Hier als Beweis pars pro toto das zweite Stück von “Troubadour”, das 2010 für die Astronauten des Atlantis Space Shuttle und International Space Station zum Aufwecken vor ihrem Spacewalk gespielt wurde. Nicht nur wegen des leichten Gepäcks eine gute Wahl des NASA-DJs:

Kommentare

3 Kommentare zu “Troubadour”

  1. gabor am 04.09.2016 um 22:00 Uhr 

    “…eine gute Wahl des NASA-DJs”

    Nichts gegen J.J. Cale…nur zum Aufwachen taugt der Mann nicht…eher zum Weiter-Pennen…Daumen-Lutschen…oder: “Roll-Onother One”

    Zum Aufwachen gibt’s die
    “Gitmo-DJs” = die Nummer 1 bei den Yanks
    http://www.youtube.com/watch?v=uCdhO3NNRG0

    Mit Songs der Heavy-Kragenweite-im Endlos-Loop
    http://www.youtube.com/watch?v=uCdhO3NNRG0

    stellen die “Sound-Hotties der Special Forces” nicht allein den Wecker in ” Orange Suit-City” sondern rauben als geschmackssichere Audio-Care-Taker dem Hörer erst den Schlaf…und dann seinen Verstand.

    “Bock auf Rock-USA-unlimited–Bop til you drop”

    Wo Licht ist…da ist auch Schatten
    und der überwiegt heutzutage bei Weitem
    im “Land of the Free”

    Nur dem Joe-Sixpack ist das noch nicht
    so aufgefallen…solange er genug Meth hat…
    billig Tanken…Justin Bieber-oder Hardcore-Poser hören kann…he does not give a Fuck anyway

    Wieso sich überhaupt dauernd mit diesem Land beschäftigen, das in Gestalt der Dulleses & Co genau die Leute hat, die es auch verdient hat, und die seinem National-Charakter auch am besten entsprechen.

     
  2. juggernaut am 05.09.2016 um 13:17 Uhr 

    yep. coole platte, cooler sound, obercoole nummer, geschrieben und gespielt von einem der coolsten überhaupt. bröcki is auch so n cooler taxifahrer, und deshalb niemals mehrheitsfähig 🙂

     
  3. Berndchen am 05.09.2016 um 23:25 Uhr 

    …just als er, Stunde um Stunde auf dem Highway dahinrollend und darüber grübelnd, ob Musik nicht irgendwie doch Geschmackssache sei, feststellte, dass ihn soeben Ry Cooder überholt hatte…

     

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