Real Game of Thrones – Zweite Staffel

Im exzeptionalistischen Königreich ist jetzt die zweite Staffel des Real Game of Thrones angelaufen. Im ersten Teil der Serie hatten ja die unsichtbaren Meister der Intelligence zusammen mit der Verliererin und ehemaligen Vizekönigin Hillary sowie ihrer Gilde der Herolde und Lautsprecher versucht, König Donald über seine Verbindungen zum Reich des Ultrabösen und seinem Herrscher Wladimir zu Fall zu bringen. Dazu hatten sie einige Agenten aus anderen Ländern angeheuert, die schmutzige Geschichten über Donald zusammentragen und zeigen sollten, dass es sich bei dem König mit der prächtigen Eichhörnchenfrisur um nichts anderes als um eine erpressbare Marionette des Ultrabösen handelt. Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien verführt und seitdem in der Hand. Nachdem 17 Großmeister der Intelligence diese Gerüchte bestätigt hatten wurden sogar Gendarme des FBI angesetzt,  Donald und sein Gefolge zu belauschen. So etwas  – dass Geheimdienste und Polizei gemeinsam am Thron  ihres höchsten Vorgesetzten sägen – hatte es im Königreich noch nicht gegeben, aber die unsichtbaren Meister waren äußerst unzufrieden mit Donald, der gegen alle Vorhersagen der Demoskopen genannten Wahrsager den Thron erobert hatte.

Weil er wußte, was mit Königen passiert, die sich ernsthaft mit den Meistern anlegen – der letzte, der das versucht hatte war in Dallas bekanntlich einer magischen Kugel zum Opfer gefallen – hatte Donald beim Einzug ins Weisse Haus seine eigene Leibwache mitgebracht. Und dort ging es ihm dann sofort heftig wenn nicht ans Leben, so doch ans Leder: um nachzuweisen, dass er Hillary nur besiegte weil er mit dem Ultrabösen kooperiert hat, wurde eine gigantische Untersuchung angestellt. Hunderte von Hausdurchsuchungen, Vorladungen und Vernehmungen wurden auf Anordnung des Chefermittlers namens Mueller durchgeführt und fast jeden Tag überschlugen sich die Herolde und Lautsprecher, dass Donalds Ende jetzt bevorsteht,  weil der endgültige Beweis für seinen Verrat  und die Unterstützung aus dem Reich des Ultrabösen gefunden sei. Zwei Jahre ging das so, aber keine einzige der “Breaking News” brachte irgendetwas Greifbares, sämtliche “Smoking Guns” entpuppten sich als Nichtraucher und bestätigten so, was Donald ohnehin und im vorhinaus auf seinem Zwitschergerät aller Welt verkündete: dass es sich bei dem ganzen “Russiagate” genannten Skandal um “Fake-News” handelt. Als dann nach fast zwei Jahren spannungsgeladenen Trommelwirbeln der “Mueller-Report” erschien und als Ergebnis festhielt, dass Donald sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen und es sich bei den Vorwürfen tatsächlich um Fake-News gehandelt hatte, sprangen die Zustimmungsraten des Zwitscherkönigs in ungeahnte Höhen. Donald war jetzt im Königreich sogar beliebter als sein allgemein sehr hoch geschätzter Vorgänger, der Friedhofsnobelpreisträger Obama.

Mit dem vom Team Hillary und den Meistern der Intelligence erfundenen Russiagate-Schwindel hatte man Donald wirklich einen großen Gefallen getan – seiner Wiederwahl und einer zweiten Amtszeit schien jetzt nichts mehr im Wege zu stehen. Hier setzt nun die erste Folge der zweiten Staffel ein, denn König Donald hatte seine Rechnung ohne die Meister der Intelligence gemacht, die diese Niederlage nicht einfach hinnehemen wollten. Bisher hatten sie mit dem Russiagate-Schwindel erfolgreich verhindert, dass Donald seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf umsetzen konnte, mit Wladimir dem Schrecklichen in Verhandlungen zu treten weil es für das Königreich besser sei “mit Russland klar zu kommen” als im Krieg zu liegen. Nach einer Wiederwahl hatte Donald aber nichts mehr zu befürchten und könnte am Ende ernst machen mit seiner Idee einer Verständigung mit dem Ultrabösen, der für die Budgets der Meister und der mit ihnen befreundeten Gilde der Waffenschmiede unverzichtbar war. Da mußte etwas geschehen und so wurde in den Tiefen des Reichs eine neue Intrige gegen Donald ersonnen, um seine Absetzung zu erreichen, und zwar schnell, denn nach dem Null-Ergebnis des Mueller-Reports hatte der König seinen Generalstaatsanwalt mit der Ermittlung beauftragt, welche Bediensteten der Meister und des FBI in diesen Schwindel und die unerhörten Belauschungsaktionen des königlichen Gefolges verwickelt waren. Da könnte es einigen unsichtbaren Meistern und hohen Polizisten ernsthaft an den Kragen gehen. Es muße schnell etwas geschehen.

Nachdem das vom Team Hillary bezahlte und von ausländischen Agenten gefertigte Schmutz-Dossier über Donald schnell als Fälschung entlarvt war, setzten die unsichtbaren Meister jetzt auf einen Agenten aus ihren eigenen Reihen, der am Regierungsitz im Weissen Haus stationiert war. Dieser hatte auf den Fluren einiges belauscht und von einem Ferngespräch erfahren, das König Donald mit einem Komiker geführt hatte, der gerade den Thron des Königreichs Ukraine bestiegen hatte. Dort hatten die Meister unter Obama unlängst einen kleinen Putsch veranstaltet und den gewählten König verjagt, der ihnen zu freundlich mit dem benachbarten Reich des Ultrabösen umging, und einen geeigneten Kandidaten installiert. Der damalige Vizekönig Joe Biden, den König Donald nur  “Sleepy Joe” nennt, war seinerzeit noch durchaus aufgeweckt und brachte bei seinen Besuchen in der Ukraine seinen Sohn Hunter mit. Der war gerade unehrenhaft aus der Armee entlassen worden, nachdem bei ihm ein Suchtgift namens “Crack”gefunden worden war und hing beruflich ein wenig in der Luft. Doch Vizekönig Biden verschaffte dem Filius umgehend einen Vorstandsposten bei einem großen Gaskonzern, für den er zwar keinerlei Erfahrung mitbringen musste, aber 50.000 Taler pro Monat bekam. Als dann einige Zeit später der Generalstaatsanwalt gegen den Vorstand dieses Konzerns wegen Korruption ermittelte, reiste der Vizekönig umgehend in die Ukraine und verlangte von der Regierung, diesen Staatsanwalt sofort zu entlassen – ansonsten würde die nächste Hilfszahlung von 1,2 Milliarden Talern gestoppt. Später brüstete sich Sleepy Joe auf einer Konferenz damit, wie er diesem “son of a bitch” heimgeleuchtet und die Ermittlungen gestoppt hat. Dass er am selben Tag auch noch eine Rede  darüber gehalten hatte, dass man “das Krebsgeschwür der Korruption” in der Ukraine bekämpfen müsse, erwähnte er allerdings nicht.

Diese Geschichte wäre auch lange  vergessen und vergeben, hätten die Meister jetzt nicht “Ukrainegate” erfunden  und dazu einen ihrer Spione im Weissen Haus aus dem Hut gezaubert, der von einem Telefonat Donalds gehört hatte, in dem dieser seinen ukrainischen Kollegen aufforderte, den ungeklärten Korruptionsfall in Sachen Hunter Biden wieder aufzunehmen. Da Sleepy Joe als neuer Spitzenkandidat im nächsten Rennen gegen Donald auserkoren ist, wird diese Aufforderung jetzt als ungesetzlicher Machtmißbrauch und Behinderung des Kandidaten Biden angesehen, weshalb jetzt ein “Impeachement” genanntes Absetzungsverfahren gegen den König  eingeleitet werden soll. Um den neuen Gerüchten eine gewisse Dignität zu geben, verliehen die unsichtbaren Meister sowie die Herolde und Lautsprecher ihrem Enthüller den Titel “Whistleblower” und da als solcher nicht gelten und geschützt werden kann,  wenn seine Informationen nur aus dem Hörensagen stammen, wurden die Regeln dafür noch schnell geändert. Konnten bisher Verpfeifer nur dann als ehrenwerte Whistleblower gelten, wenn sie illegale Fakten aus ihrer eigenen Institution berichteten, gelten sie jetzt schon als solche, wenn sie irgendwo irgendwas gehört haben.

Insofern ist es kein Wunder, dass König Donalds Zwitschergerät heiß läuft, weil er darüber in einen Wutanfall nach dem anderen gerät – vorallem über den Fraktionschef der Demokraten Adam Schiff, den er für den Strippenzieher hinter dem angeblichen  Whistleblower hält und nur noch “Bull-Schiff” nennt. Damit könnte er einmal mehr Recht behalten, denn ähnlich wie sich Russiagate als Bullshit erwiesen hat steht auch die “Ukrainegate”-Kampagne auf äußerst wackligen Fake-News-Füssen.  Dass sie zu einer Absetzung Donalds führt, glaubt eigentlich niemand, denn dazu müssten 2/3 des Senats für ein Impeachment stimmen, was äußerst unwahrscheinlich ist. Aber was soll das Ganze dann ? Klar ist schon jetzt, dass der Spitzenkandidat Biden dadurch ernsthaft beschädigt ist, weil nun hoch und runter berichtet wird, dass er bewiesenermaßen das getan hat was Donald nur gerüchteweise vorgeworfen wird – nämlich fremde Nationen zum eigenen Vorteil einzupsannen oder zu erpressen. Hat etwa die wegen ihrer Niederlage immer noch zornige und ehrgeizige Hillary das Ganze aus dem Hintergrund eingefädelt, um Creepy Joe, wie Biden senior wegen seines Hangs zum Betatschten junger Frauen von der #metoo-Bewegung genannt wird, aus dem Rennen zu werfen – um dann, als Retterin in höchster Not, noch einmal als Kandidatin gegen Donald anzutreten?

Wahrscheinlicher scheint da eher, dass die unsichtbaren Meister der Intelligence den Heißluftballon “Ukrainegate” nur gestartet haben um Donald unter Druck zu setzen, die Ermittlungen wegen “Russiagate” jetzt nicht zu weit zu treiben. “Wir hören sofort mit dem Scheiß auf, wenn dein Justizminister uns bei seinen Ermittlungen nicht auf die Füsse tritt” – so oder so ähnlich könnte das “quid pro quo” lauten, das die Meister dem als “Dealmaker” bekannten König  anbieten. Wird Donald darauf eingehen ? Oder wird er seine orange Mähne schütteln und brüllen, dass er den Sumpf in den Tiefen des Staats trockenlegen wird ? Immerhin hat er den Russiagate-Schwindel,  den die Meister und ihre “liberalen” Lautsprecher zwei Jahre als Tatsache verkauft haben, ziemlich souverän ausgesessen und so könnte er  versucht sein, auch “Ukrainegate” jetzt einfach auszusitzen. Die Wiederwahl wäre ihm dann ziemlich sicher und viele Leute , die diesen fürchterlich vulgären König nicht mögen, fragen sich, warum  seiner Regierung eigentlich keine alternative Politik entgegensetzt wird, sondern nur  eine Skandal-Luftnummer nach der anderen. Das ist das alte Dilemma im exzeptionalistischen Königreich, wo bekanntlich ein Einparteien-Sytem mit zwei rechten Flügeln herrscht – da gibt es einfach kaum Alternativen und man muss sich mit Skandalen und Skandälchen bekämpfen. Das ist schlecht für die Politik, an der sich grundlegend nichts ändert, aber gut für das Infotainment – und natürlich für den Popcornverkauf bei den nächsten Folgen im Real Game of Thrones….

 

7 Comments

  1. Oh ja, Real Game of Thrones geht weiter. Vielen Dank! In diesem Märchen verstehe ich immer viel mehr von den ganzen Zusammenhängen als in den Artikeln der “Herolde und Lautsprecher”. Ich bin ja überhaupt kein Donald-Fan – im Gegenteil ! – aber was die “Meister” da mit ihrem Präsidenten treiben ist natürlich illegal und unfair. Sollte das Ganze etwa damit zu tun haben, dass Donald noch keinen Krieg angefangen hat, anders als der “Friedhofsnobelpreisträger Obama” – köstlich! – der jeden Tag seiner Amtszeit Bomben und Drohnen regnen lies. Und gleichzeitig so super sympathisch war. Wenn dem so ist, ziehe ich sogar einen vulgären Unsympathen wie König Donald vor!

  2. Danke!
    Ich habe noch keine bessere Beschreibung der Zustände im exeptionalistischen Königreich gelesen. Real news vom Feinsten!

  3. Ja, der Donald*, läßt seine Gegner reihenweise und konsequent über ihre eigenen Füße stolpern. Die gleiche Methodik, die auch sein anti-transatlantischer “Gegenspieler”, der große Vladimir* so erfolgreich praktiziert.
    Während die veröffentliche Meinung immer weiter von der der Öffentlichkeit abdriftet, macht es sich der Zombifizierte in der kollektiven, normopathischen¹ Massenpsychose gemütlich, wie einst im Biedermeier.

    ¹Maaz, Leipzig 2017
    https://www.youtube.com/watch?v=a3j-5CgUgTM

    *manIn könnte fast meine ich hege Sympathie für den Mann. Is wohl so.

    Gruß
    einer aus dem Lande der Dichttrinker und Henker.

  4. Real ?….wahrscheinlich…Ja- und Nein…It’s all political Infotainment…a dog+pony show… with some real dead people along the way…once in a while

    Falls die nachstehenden Infos nicht von Troll-Farmern stammen, spielt die richtige Musik in den USA eh ganz woanders:

    Der US-Amerikaner + Congress hat von seiner Regierung mitgeteilt bekommen, dass er keinen Anspruch darauf hat, eine Mittelverwendung seiner gezahlten Steuern einzusehen…bzw. dass die entsprechenden Reports …de jure !!!…ausdrücklich falsch sein dürfen. google : FASAB Statement 56

    Bekannt sind ja die “Missing Towers” vom 11. September 2001
    Ziemlich unbekannt sind hingegen die ” Missing Trillions”
    21 Billionen ! US-Dollar ..die der US-Steuerzahler aufbringt…oder für die er geradesteht….ohne dass es einen Hinweis darauf gibt…wo diese Gelder geblieben sind

    https://missingmoney.solari.com/
    https://missingmoney.solari.com/missing-gold/
    https://missingmoney.solari.com/missing-money-in-iraq
    https://www.youtube.com/watch?v=7CwpjIwwI9o
    https://www.youtube.com/watch?v=MJ5K4lezE3E
    https://www.youtube.com/watch?v=9ZkYVc9N-8E

    Wie viel sind 21 Billionen Dollar…?
    Es ist genug, um 21 Millionen Menschen 1 Million US-Dollar zu geben.
    Es reicht auch aus, jedem lebenden Menschen in Amerika 65.000 US-Dollar zu geben
    Dieser unfassbare Geldbetrag ist “Weg “….Wohin…und…Was wird damit gemacht ?…
    Suppenküchen-und Tafeln in Skid-Row USA zu Gourmet-Tempeln aufrüsten…
    6-stellige Sofort-Rente für Vietnam-und Irak-Veteranen…wohl eher nicht.

  5. Das ist doch schon mal ein mehr als guter Einstieg in die Fortsetzung des “Real Game of Thrones”. Danke dafür, Herr Bröckers.
    So etwas kommt dabei heraus, wenn man sich für den Nabel der Welt hält.
    Auch wenn König Donald von den von Hillary gesteuerten Herolden wegen seiner Eichhörnchen Frisur und seinem Trumpelhaften Gebaren immer wieder lächerlich gemacht und von den Meistern der Intelligenz weiter mit Schmutz beworfen wird, bin ich mittlerweile froh, dass trotz all der Eskapaden des Zwitscherkönigs, dieser dem exzeptionalistischen Königreich vorsteht. Hätte Killary diese Wahl gewonnen, wären wir wohl mitten im Krieg mit dem Ultrabösen oder hier in Old Europe schon ausgelöscht. Dran bleiben, Bröckers!

  6. Beim ersten und zu schnellem Lesen übersehen. “Friedhofsnobelpreisträger” Obama!!! Treffender geht’s nicht.

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