R.I.P Royal Heilness

Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, hat 99-jährig die Flinte endlich abgegeben. Dass es um den “invasiven Preußenprinzling” nicht wirklich schade ist, machte dass wunderbare “investigative poem” sehr deutlich, das Heathcote Williams 2015 über seine Sippe,  Die schrecklich nette Familie der Windsors, geschrieben hat. Hier ein Auszug:

Bis 1993 hatte der Herzog von Edinburgh, stolzer Besitzer
Von 56 Jagdgewehren, 30 000 Vögel vom Himmel geschossen,
Zwei Krokodile erlegt, ebenso wie unzählige Wildschweine,
Mehrere Hundert Schottische Hirsche sowie einen Königstiger.

Der Berg von Tierkadavern, den der Herzog von Edinburgh
In den letzten vierzig Jahren stetig wachsen ließ, versammelt Lebewesen aus vielen Kontinenten, Säugetiere und Vögel,
Erlegt für den spaßigen Tierholocaust des Wald- und Wiesenherzogs

Allein die Angaben aus britischen Presseberichten offenbaren,
Dass dieser »Umweltschützer« alles schießt, was ihm vor die Büchse kommt,
– Hasen, Wildenten, Bekassinen, Waldschnepfen,Tauben, Rebhühner –
Und die Wildtiere der britischen Inseln mit Bleischrot tyrannisiert.

1993, beim Fasanenschießen auf Gut Sandringham,
Häufig in Begleitung seiner Gemahlin,
Erlegte der Herzog 10 000 Stück in nur sieben Wochen,
Seine Norfolk-Jagdpartien haben schon 150 000 geschossene Tiere »eingesackt«.

Sollte der Herzog mal nicht richtig treffen, wird ein verletzter Vogel Von einem Jagdhund zur royalen Jagdgesellschaft apportiert, Woselbst Ihre Majestät, die Königin, schon seiner Ankunft harrt, Um mit ’nem passenden Schlagholz das letzte Leben aus dem Tier zu keul’n.

»Prinz Philip geht besonders gern auf Schwarzwildjagd in Deutschland
Auf den Gütern seiner Freunde«, so stand’s im Independent.
»Er und Prinz Charles sollen bei einer solchen Gelegenheit
An einem einzigen Tag fünfzig Wildschweine weggemetzelt haben.«

Prinz Philip verteidigt seine Liebe zu Blutsportarten
Häufig mit der Behauptung, er »keule« die wilden Tiere,
Statt sie bloß zu töten, indessen macht für diese Tiere selbst
Die Unterscheidung nicht gerade einen Unterschied.

(….)

Vier Schwestern von Prinz Philip waren mit Nazis vermählt.
Dennoch galt er als geeigneter Bewerber um die Hand von Prinzessin Elisabeth,

Obwohl seine Familie, in Philips eigenen Worten, »Vorbehalte gegenüber Juden« hegte,
Und obwohl Philip auf die Beerdigung von Nazis ging.

Auf einem Familienfoto sieht man Philips jüngere Schwester Sophia
Bei Görings Hochzeit Hitler gegenübersitzen,
Wo jeder nur erdenkliche Ausdruck rassistischer Ausschweifungen
Zweifellos zum üblichen Umgangston gehörte.
Philips Schwager, Prinz Christoph von Hessen,
Diente sowohl in der SS wie bei der Luftwaffe…(…)

Vom Faschismus angekränkelt, ist Philip erwartungsgemäß der Völkermord nicht fremd.
»Für den Fall meiner Reinkarnation«, tönte er einmal,
»Möchte ich als tödlicher Virus wiederkehren«, in der selbstherrlichen Meinung,
Durch solche Auslese der Menschheit das Problem der »Übervölkerung« zu lösen.

Solche Gedanken spiegeln eine häufige Marotte reicher Leute,
Die morbid von einer Bedrohung durch die Armen fantasieren.
Obwohl der Fußabdruck der Armen ja gegenüber ihrem eigenen verschwindet,
Nehmen plutokratische Eugeniker sie liebend gern aufs Korn.

Philip teilt solche Ausrottungsfantasien mit Henry Kissinger,
Dem (von der Königin geehrten) Kriegsverbrecher.
Kissinger sagte, »Entvölkerung sollte die höchste Priorität Der US-Außenpolitik gegenüber der Dritten Welt sein.«

Erwartungsgemäß schlagen weder der Gatte der Königin noch Kissinger vor,
Gruppen von Waffenhändlern oder Militaristen zur Vernichtung auszusondern,
Denn ihr Viertes Reich der Superreichen nimmt lieber die Dritte Welt ins Visier,
Während die Plutokraten sich munter vermehren sollen.

»Er ist übellaunig, schlecht erzogen und dürfte kaum treu sein«,
So angeblich das Verdikt von George VI. über Prinz Philip,
Und Georges Frau nannte ihn gar »den Hunnen«,
Um ihre besondere Abneigung gegen ihn herauszustellen.

Prinz Philip, der bei seiner Geburt noch Battenberg hieß,
Bis der Namen zu Mountbatten anglisiert wurde,
Ist tatsächlich ein Spross des Hauses Glücksburg,
Das dem einstigen preußischen Fürstentum Schleswig-Holstein entstammt.

Der ellenlange deutsche Stammhausname wurde jedoch auf guten Rat
Zu »Windsor« abgekürzt – ein englischer Stadt- und Familienname –,
Eine List zur Abwehr von Vorurteilen gegen invasive Preußenprinzlinge
Mit einer Leidenschaft für Großfamilien und tote Tiere.

Heathcote Williams: “Die Windsors – Eine schrecklich nette Familie” ,  zweisprachige Ausgabe: Englisch/Deutsch,  Westend-Verlag.

8 Comments

  1. Der Zufall will, dass ich beruflich ausuebte, was Prinz Philipp auch als Hobby betrieb (nein, nicht Jagd) und so ihm also mehrfach life begegnete. Er schien sich selber als ein etwas abgehobener Edelmann vorzukommen. Da ich noch ein paar weitere aus “dem Hause Gluecksburg” kenne, kann ich versichern, dass da kein Manko aus der Herkunfts-Familie vorliegt und mir sonst bei Philipp auch keines auffiel.
    Die grausame Marotte der Tiertoetungslust gilt als standesueblich und ist so nicht besonders auffallend. Auch nicht Euthanasietendenzen. Die gibts auch bei Gates, Soros, Turner und ist weit verbreitet in US-Kreisen, spielten schon gegenueber den Indianern eine Rolle. Die Leute leben in einer Blase, sind psychotisch wie viele Andere, ergibt sich zwangslaeufig durch die Lebensumstaende und wuerde auch uns ereilen unter gleichen Umstaenden, todsicher. Als Systemfehler.
    Das System muss anders werden. Es erzeugt persoenlich Schuldige. Der einzige Ausweg aus dem Dilemma ist system change, dem Denkwandel vorausgehen muss. Kann nicht von denen kommen. Muessen wir machen.

  2. Es steht mir außerordentlich fern, irgendwie die Ehre der Battenbergs oder Sachsen-Coburgs zu verteidigen, aber wenn die Quelle behauptet, dass Sophie (hier: “Sophia”, geb. 1914) die jüngere Schwester von Philipp (geb. 1921) sei, dann weiß man auch, was von der Quelle zu halten ist.

    Dass Bröckers das auch so unkritisch Ctrl+C’t, spricht auch für sich, ist aber nix Neues, der glaubt ja auch immer noch an die Mühlenberg-Legende.

  3. Sophie (Sophia) ist eine jüngere der Schwestern, genau die jüngst von ihnen. Nur: alle seine Schwestern sind älter als er. Ist das im englichen Original deutlicher erkennbar?

  4. Ich bin entsetzt über diesen Artikel!
    Was hat denn dieser widerliche Prinz Philipp mit “Preußen” zu tun?!
    Wozu dieses – auch noch völlig anlaßlose(!) – Preußen-Bashing?

    Die Battenbergs waren deutsch – nicht preußisch!
    Und, ja, der mental-deutsche Bismarck (auch wenn er einmal preußischer Ministerpräsident gewesen war) hatte Schleswig-Holstein von den Dänen (die das Gebiet sehr gut – und ohne je Deutschsprachige zu diskriminieren . verwaltet hatten) geraubt. Aber deswegen waren die Battenbergs und Prinz Philip doch nicht “Preußen” – eher Deutsch-Dänen.

    Hier ein Ausspruch Friedrich des großen zur Jagd:
    828 (Über die Jagd)
    Die Jagd ist eins der sinnlichsten Vergnügen. Das zwar dem Leib in starke Bewegung bringt, aber das Gemüt leer läßt. Es ist eine heftige Begierde, ein Tier zu verfolgen, und eine sehr grausem Freude, es zu töten. Es ist ein Zeitvertreib, der zwar den Körper abhärtet, hurtig und gelenk macht, der aber auch den Geist nicht befriedigt.
    Ich weiß gar wohl, daß wir grausamer und reißender als wilde Tiere sind, und daß wir sehr tyrannisch mit dieser uns verliehenen Herrschaft über die arme Kreaturen verfahren. Kann uns aber etwas Vorzüge vor den Tieren geben, so ist es unsere Vernunft; allein gemeiniglich sind diejenigen, die starke Jäger sind, mit nichts als mit Pferden, Hunden und anderen Geschöpfen der Art beschäftigt. Dies macht sie rauh und hartherzig, und man muß befürchten, daß sie auch unbarmherzig mit Menschen umgehen werden. Denn wer mit kaltem Blute ein unschuldiges Tier martern kann, der kann unmöglich mit dem Schicksale seiner Nebenmenschen Mitleid haben. …

    Hier ein Artikel der Süddeutschen Zeitung zu Friedrich und dem Tierschutz von vor ein paar Jahren: https://www.sueddeutsche.de/politik/friedrich-preussen-tierschutz-1.1581993

    Dieser Prinz Philip war ein widerlicher “Deutscher”! Thats it!
    Grausam, herzlos, kriegstreiberisch!
    Diese Deutschen zerstörten mit der Bundeswehr (unter VM Volker Rühe) schon 1991 Somalia. Die ersten Flüchtlinge, die dann nach Europa (und übrigens auch nach Israel) kamen. Dann die Zerstörung der “Bundesrepublik Jugoslawien” (heute: Serbien). Dann der schon 20-jährige Afghanistankrieg (Vorwand: Die Verschwörungstheorie von George W. Busch: “Ein paar Araber trafen sich in einer Höhle in Afghanistan …“). Dann De Syrienkrieg: Der Einmarsch türkischer Truppen in Syrien (2013) wurde auch von Bundeswehreinheiten mit Patriot-Raketen unterstützt!
    Sogar mit Bismarcks Kriegen hat Preußen insgesamt kaum Kriege geführt. Kein Vergleich mit Frankreich oder England/GB!

    Anders als die Deutschen hat Friedrich der Große hat auch nur einen Krieg geführt: Den Schlesien-Krieg. Und dies nicht aus “deutscher” Raubgier, sondern weil Schlesien aufgrund des “Liegnitzer Erbverbrüderungsvertrag” von (ich glaube) 1537 nun einmal zu Brandenburg/Preußen gehörtet
    (“Die Ansprüche, auf die der preußische Herrscher damals pochte, gingen auf den 1537 geschlossenen Erbvertrag zwischen Herzog Friedrich II. von Liegnitz und Kurfürst Joachim II. von Brandenburg zurück. Die vereinbarten in der sogenannten Liegnitzer Erbverbrüderung, dass ihre Länder beim Aussterben der jeweils anderen Dynastie an die überlebende Vertragsseite fallen sollten“).
    Und der erste Schlesienkrieg war schnell beendet und Maria-Theresia unterschrieb den Anerkennungs- und Friedensvertrag. Aber dann fing sie wieder an – und verlor erneut. Wieder unterschrieb sie die Anerkennung Schlesiens als preußisches Territorium. Und wieder fing sie einen Krieg an (“6-jährige Krieg”). Und dann war endlich Schluß.

    Auch die brutal-blutige Kolonialnahme durch die Reichsdeutschen – nicht nur in Afrika!
    Hier ein Ausspruch Friedrichs:
    1043 (Als ein Bordelaiser Kaufmann unter preußischer Flagge Sklavenhandel betreiben wollte, April 1782) (auf Deutsch):
    “Der Handel mit Negern ist mir stets als eine Schmach für die Menschheit erschienen. Niemals werde ich ihn gestatten, oder durch eine Handlung meinerseits begünstigen”

    Und hier das Gemälde “Preußisches Liebeglück” https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c8/Doerstling_-_Preußisches_Liebesglück.jpg
    Natürlich spielt der Maler hier auch mit den preußischen Farben (Schwarz und Weiß).

    In Hinblick auf Guantanamo (und zahlreiche US-Folter-Schiffe und -Stützpunkte) noch ein Ausspruch von Friedrich dem Großen:
    Seine Königliche Majestät haben resolviret, in Dero Landen bei den Inquisitionen die Tortur gänzlich abzuschaffen. (3.6.1740)

    Die Schulpflicht konnte Friedrich nicht mehr einführen, weil dies schon sein Vater (kurz nach 1700) gemacht hatte (in Großbritannien kam man erst 100 Jahre später auf diese Idee!).
    .
    Ich bin geschockt, daß Herr Bröckers Deutsch-identitär denkt. Und es ist der Haß, der dies verrät. Denn nach meiner Erfahrung ist alles “Identitäre” stets mit Haß auf etwas anderes verbunden (sobald sich diese Deutschen für “Germanen” hielte waren z. B. Slawen sofort “minderwertig”).
    Als Buddhist lehne ich jede “Identität” ab. Im Buddhismus gibt es deshalb auch kein “ich”. Die Welt ist allein szenisch (nicht materiell). Wie im Traum ist das “ich”: des Traums nicht ein wirkliches “ich” (denn gäbe es ein “ich”, läge dies im Bett und tobte nicht durch wilde Traum-Geschichten).

  5. Was sagt es über einen Vater, wenn sein ältester Sohn am liebsten mit Jimmy Saville und sein jüngster am liebsten mit Jeffrey Epstein ihre Freizeit verbrachten?
    Und, wiegen historische Fakten nicht mehr als die genaue Anzahl genealogischer Erbsen?
    Ding Dong, ein Oberhexer ist tot. Zu viele seiner Sorte leben noch. Möge sie der reinkarnierte Virus bald ereilen, Baphomets Ratatouille zum Geschmacke.

  6. Nach dem Bohei welcher hier medial veranstaltet wurde, ist endgültig klar, dass wir eine Kolonie von Great Britain oder besser gesagt des Angloamerikanischen Empires sind. Die Hofberichterstattung lief auf Hochtouren und auf Kosten der Gebührenzahler. That’s very important for the stupid German!, wird man sich gedacht haben und unsere transatlantische Politik und Medienkaste hat es prompt umgesetzt. Wie sang einst Billy Bragg: Take Down The Union Jack.

  7. Er hat sicher etliche Fehler gehabt und war nicht jedermanns Geschmack. Aber die Häme mit der sein Tod oftmals vermerkt wird ist auch nicht angebracht, denke ich. Da gibt es andere, wenn die abscheißen, würde ich ein Faß aufmachen…

  8. R:I:P
    Gerade mit Schreck und Trauer gelesen: Es sind auch andere gestoben sind – und ich merke, daß ich ein alter Sack geworden bin, und daß jetzt öfter erleben werde: ‘Den Tod meiner Helden’
    (Gefunden über die Seite https://www.0815-info.news/Web_Links-Yellow-Press-category-10.html )

    (Nachricht schon vom 20.10.2020 )
    “ROCK-LEGENDE SPENCER DAVIS IST TOT”. ”
    Trauer um Musiker Rock-Legende Spencer Davis ist tot
    Mit der Spencer Davis Group schrieb er Hits wie “Keep on running” oder “Gimme some lovin'”. Er sang, spielte Gitarre und Keyboard. Das musikalische Multitalent ist nun im Alter von 81 Jahren gestorben.
    Der britische Rockmusiker Spencer Davis ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
    https://www.tagesschau.de/ausland/spencer-davis-tot-101.html

    …und:
    (Nachricht schon vom 20.10.2020 )
    “FLEETWOOD-MAC-GRÜNDER PETER GREEN GESTORBEN”
    “Süßer der Blues nie klang
    Der britische Musiker Peter Green wurde mit den Welthits „Albatross“ und „Oh Well“ berühmt. In Erinnerung bleibt er als Gitarrenvirtuose.”
    https://www.tagesspiegel.de/kultur/fleetwood-mac-gruender-peter-green-gestorben-suesser-der-blues-nie-klang/26037742.html

    Ich liebe sein Stück “Slabo Day –

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