Endlich: Fake News werden illegal

roter Hinweis-Zettel an Volksempfänger (DKE GW 110-240): “Denke daran”

Aufmerksamen Lesern dieses kleinen Blogs ist ja nicht entgangen, dass es in Syrien nicht um die Durchsetzung von “Menschenrechten” und Beseitigung eines “Diktators” geht, sondern um Öl,-und Gas-Pipelines, wie schon 2012 hier und danach zB hier und hier berichtet wurde. Und wer einem berühmt-berüchtigten Konspirologen wie yours truly nicht traute konnte es auch in der sogennanten “Qualitätspresse” nachlesen, zB am 24.7.2012 ausführlich in der FAZ. Dort wie im gesamten Mainstream hatten solche echten Hintergrundinformationen aber keine Chance und ertranken in den Fluten von “Fake News” über Fassbomben, Giftgas und die als “moderate Rebellen” verkleideten Al Qaida-Truppen. Nachdem Bashar Assad die Pipeline abgesagt hatte, mit der Kataris und Saudis ihre Rohstoffe zum Mittelmeer pumpen wollten, mutierte er vom “sympathischen Augenarzt” in Windeseile zum “Schlächter von Damaskus”, vom säkularen, weltoffenen Präsidenten zum Tyrannen eines Terrorstaats. Nachdem nun Ost-Aleppo von der Besetzung durch Al Qaida-Terroristen befreit und der von USA und Nato mithilfe ihrer arabischen Kopf-Ab-Kameraden inszenierte regime change vor dem endgültigen Scheitern steht, müssen die Medien nun ihre Erzählung erneut revidieren. Statt Fake News aus und über  Aleppo wäre wieder  wirklicher Journalismus gefragt – statt Geschwätz von Pseudo-Korrespondenten, die aus Kairo oder Beirut oder Berlin “live” über Syrien berichten, echte Journalisten vor Ort, wie etwa Robert Fisk oder Karin Leukefeld oder Eva Bartlett, statt den “Schlächter” zu beseitigen, müssen die Medien sich nun wieder mit dem “Augenarzt” arrangieren. Vorerst tut man sich aber noch  schwer mit dem zurückrudern und ballert noch mal volle Breitseiten mit Fake News über “Grausamkeiten” , die auschließlich von syrischen Truppen und nie von “unseren” salafistischen Söldnern begangen werden.

Aber, und das ist die Nachricht des Tages, mit solchen einseitig gefälschten Nachrichten wird es bald ein Ende haben, Rechtspolitiker der CDU wollen ein neues Gesetz gegen Fake News: “Gezielte Desinformation zur Destabilisierung eines Staates sollte unter Strafe gestellt werden.”  Desweiteren “müssen wir überlegen, ob es eine Art “Prüfstelle” geben soll, die Propaganda-Seiten aufdeckt und kennzeichnet.”  Bis zur  schon erwähnten WÜV-Plakette vom “Wahrheits Überwachungs Verein” wird es bis zum Wahlkampf wohl nicht mehr reichen, aber so einen offiziellen Pranger für sämtliche alternativen Nicht-Mainstream-News-Seiten und Blogs könnte die Regierung noch hinbekommen. Und damit wären wir dann fast schon wieder bei der Geschichte meines Großvaters, der in einem Schrank auf dem Dachboden ein Radio versteckt hatte und heimlich “Feindsender” hörte, um über den Krieg informiert zu sein. Aber soweit muss es nicht kommen, denn zahlreiche Ratgeber warnen die Bürgerinnen und Bürger derzeit ja quasi rund um die Uhr: “Praktischer Nebeneffekt für Leuchttürme der Glaubwürdigkeit wie Spiegel.de, Bild.de, die Tagesschau oder focus.de: Wer über Fake-News berichtet, erscheint automatisch wie ein glaubwürdiger True-News-Verbreiter.”

2 Comments

  1. ein Gesetz gegen Fake News klingt schon sehr nach einem Gesetz gegen Kritiker des Mainstreams. Denn wer kann dem Mainstream schon nachweisen, was fake ist und was nicht? Wer kann nach Syrien fahren um die Berichterstattung zu überprüfen? Na ja, der Todenhöfer vielleicht. 🙂 Ich finde, es macht daher auch keine Unterschied, ob jemand mutmaßlich “vor Ort” berichtet oder dies von woanders her macht. Auch “vor Ort” kann man alles nachplappern was Reuters einem aufträgt. Es ist ja nicht so, daß die genannten “Nicht-Pseudo Korrespondenten” etwas neues erzählen, oder dem sonstigen Nachrichtenfluß widersprechen. Wenn man sich die Berichte aus der letzten Zeit genauer anschaut, dann findet man so viele Widersprüche und Unsinn, daß es mir nicht schwer fällt, das alles weiterhin komplett in Frage zu stellen. Hat jemand die Bilder gesehen, die Aleppo früher und jetzt zeigen sollten? Gab es gestern überall und in allen Ländern und Sprachen. Wer hält sowas noch für echt? Oder hat sich jemand die Frage gestellt, woher haben die in Aleppo eingeschlossenen Internetzugang? Wie können sie twittern und jammern und diese lächerlichen wackeligen Videos im Internet verbreiten, wo die Stadt doch zerstört, ohne Strom und sonstwas ist. Alle news werden inszeniert, sind fake news. Da hilft nur abschalten. Kümmert euch lieber um eure nächsten, statt die kostbare Zeit mit Sorge um die fernsten zu verschwenden. Denn genau das wollen die Leute hinter den fake news. Daß wir unsere Zeit dafür verschwenden und uns nicht darum kümmern was um uns herum geschieht.

     
  2. Sehr geehrter Herr Bröckers,

    mit Hochachtung, einiger Bewunderung, aber auch aufgestellten Nackenhaaren habe ich mich durch Ihre gefühlten letzten hundert Beiträge gelesen und kommentiere nun heute zum ersten Mal seit langem wieder. Chapeau vor Ihrer Arbeit als Journalist und Buchautor!

    Sie macht Angst, diese Aussicht auf ein Ministerium für Wahrheit. Man ist versucht zu hoffen, dass uns das noch möglichst lange erspart bleiben möge. Eine Hoffnung zwar, die nach aller Erfahrung mit unserer ehrlichen politischen Kaste gut und gerne damit quittiert werden könnte, dass man erst lange nichts hört, so als sei das Thema in Vergessenheit geraten, und dann vor vorhandene, im Hintergrund durch unmerkliche Sägebewegungen geschaffene Tatsachen gestellt wird.

    Solange die Menschen noch glauben können, es gebe tatsächlich so etwas wie eine als absolut zu setzende Wahrheit und der Mensch müsse eben mit der Endlichkeit seiner Bemühungen leben und umgehen lernen, sich ihr maximal anzunähern, solange es also dieses alte abendländische Ideal noch gibt und das Selbstverstndnis, dass es besser sei, ihm nachzueifern, als es zu ignorieren, müsste man die Debatte möglichst aggressiv aufgreifen und die Politiker täglich dazu animieren, öffentlich über die Ausgestaltung dieser Anti-Fake-News-Behörde zu sinnieren.

    Man bräuchte dann nur an die Grundfesten eines Rechtsstaates zu erinnern und fragen, ob es denn für die Betreiber von Webseiten, die auf einmal vom Netz genommen worden sind, einen Rechtsweg gebe, auf dem diejenige Instanz, die die Abschaltung der Seite in Auftrag gegeben hat, zweifelsfrei darlegen müsse, in welchen Punkten das auf dieser Seite Behauptete nachweislich falsch sei. Dann könnte man nämlich in noch viel grösseren Tönen herumposaunen, dass einen wie den Trump z.B. mit den Killarys immerhin soviel verbindet, dass sie bei demselben Epstein-Guy auf Partys zu Gast waren, die nie ohne die Anwesenheit grenzwertig jungen Gemüses abgehalten wurden. Wenn dann einer Anstoss daran nimmt, dass die Welt so etwas zu lesen bekommt, dann soll er es auf eine Untersuchung ankommen lassen, an deren Ende klar festgestellt würde, dass es solche Partys nie gegeben hat. Good Luck!

    Aber die nächste Schweinerei kündigt sich ja schon an. In den Bemessungen dieses WÜV sollen Unwahrheit, Hetze und Beleidigung gleichrangig behandelt werden. Das heisst, einem Dieb öffentlich hinterher zu rufen “Da vorne läuft ein Dieb. Haltet ihn!” könnte zwar eine wharheitsgemässe Feststellung und ein im strafrechtlichen Sinne sogar berechtigter Ausruf sein, und würde dennoch gecancelt, weil man da ja eine Öffentlichkeit auf eine – mutmasslich immer unschuldige – Person hetzt. Dabei ist “haltet ihn!” erst seit der Mischwirtschaft der Bild-Literatur mit “bestraft ihn! Lasst ihn bezahlen! Kühlt euch euer Mütchen an ihm!” zu verwechseln. Mit gleicher Elle gemessen, würde dann wenigstens so manche MSM-Webseite auch vom Netz genommen.

    Aber ich erinnere mich: Vor über fünf Jahren unternahm ich den Versuch, unserem Lokalblatt einen Leserbrief zum Abdruck unterzujubeln, in dem ich die Leserschaft an die berechtigten Zweifel erinnern wollte, die man vor solchen Behauptungen haben sollte, einer wie der OBL sei zu Walpurgis vom A-Team heimgesucht worden und hätte dann im muselmanischen Short-Format eine Abschiedsflugreise und ein kühles Seemannsgrab bekommen. Der Redaktor zierte sich lange, verlangte dann massive Kürzung des Textets (verständlich), forderte mich auf, meine Zweifel zu präzisieren, und fing dann an, mir vorzuhalten, meine Thesen seien unbewiesene Behauptungen. So als dürften Zweifel immer erst nur geäussert werden, wenn sie durch bewiesene Behauptungen zu einer Ersatzwahrheit vervollständigt werden können, dieweil die offiziellen Erstlingsgeschichten ohne jede Unterfütterung und Quellenangaben ohne weiteres sofort den Rang eines allgemein verordneten Lieblingsnarrativs erhalten.

    In der “Justice for 9/11”-Aktion hat das ein Fachmann in einem Vortrag warnend zur Sprache gebracht. Man würde die Regierungsinstanzen wenn überhaupt nur durch absolut wasserdichte Gegenbehauptungen angreifen können. Andernfalls würde die angegriffene Seite den Spiess sofort umkehren und mit einer Klage wegen Beleidigung kontern. Ja, und wenn das nicht funzt, heisst es einfach, der Klagetext sei obszön in Relation zu den guten Sitten, die Staat und Gesellschaft am Funktionieren halten. Und so ehrlich müssen wir schon sein. Die In-Frage-Stellung z.B. der 9/11-Sache würde, wenn ihr juristisch stattgegeben würde, in dem jetzigen Organigramm unserer Mutti-Apparate keinen Stein auf dem anderen lassen.

    Deshalb umso mehr: Den Wahrheitsbegriff jetzt aufgreifen und jede Gelegenheit dazu nutzen, öffentlich zu verkünden, noch sei Zeit für ein kontrolliertes Ablassen der Luft aus dem Ballon. Diejenigen, die ihn ständig weiter aufpumpen, sollen so besonnen und anständig sein und darauf verzichten, ihn unbedingt platzen sehen zu wollen. Das wäre nämlich das Ende vieler menschlicher Leben. Sie selbst könnten auch unter den Opfern sein.

     

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *