Fake-Experte Guttenberg ist wieder da!

Ja sauber, der Lügenbaron ist wieder da und soll die CSU im Wahlkampf unterstützen. Dass  mit dem  Doktor sub omni canone bald wieder zu rechnen ist, hatten wir hier schon im vergangenen September vermutet: beim bajuwarischen Publikum ist Karl-Theoder als charismatischer Hochstapler immer noch der Doppelmoralapostel der Herzen.  Der Freiher von Copy zu Paste wurde schon 2015 vom CSU-Patriarchen Seehofer in  sein “Kompetenzteam” berufen und seitdem munkelt es aus Bayern, dass  es ihm bei der Resozialisierung Guttenbergs vor allem um den Aufbau eines Nachfolgers geht, um so den Vollpfosten Söder als Ministerpräsidenten zu verhindern. Nun aber, im postfaktischen Zeitalter von Fake News, ist offenbar auch die Kompetenz gefragt, die “Gutti” als pseudo-promovierter Fake-Experte ohne Frage mitbringt.

Ich hatte die Doktorspiele des Lügenbarons hier im Blog nicht nur wegen der Dreistigkeit ausführlich gewürdigt, mit der Guttenberg  abgekupfert und zusammenkopiert hatte und sein Machwerk auch noch wochenlang verteidigte. Sondern auch weil ich parallel zufällig gerade erlebte, wieviel Arbeit wirkliche Juristen in ihr Studium und eine echte “Summa Cum Laude”- Dissertation stecken müssen, während sich da ein Schnösel mit großzügigen Spenden an die CSU-Universität Buy-reuth ein Puddingexamen und einen Top-Doktortitel kauft.

Aber wenn mit dem Wurst-Uli ein Millionenbetrüger beim FC Bayern wieder Präsident werden kann, sollte dann auch nicht Fake-Gutti eine zweite Chance bekommen ? Anders als Hoeneß, der seinen Fehltritt sofort zugab und mit Knast büßte, setzte sich der Baron in die USA ab und lies Gras über die Kleinigkeit wachsen, die diese Fälschung in seinen Augen war. Insofern würde ich dem geläuterten Uli sofort wieder die Vereinskasse anvertrauen; für den Blender Karl-Theodor aber gilt weiterhin: Wer einmal derart dreist lügt, dem sollte man auch fünf Jahre später nur höchstens so weit glauben, wie man seine Waschmaschine werfen kann..

9 Comments

  1. Man könnte wirklich meine es ist Satire, aber in der heutigen Welt steht es alles Kopf. Da passt es dann auch prima, wenn der von Narzismus und Überbeblichkeit strotzende zu Guttenberg – der alte Transatlantiker und US-Lobbyist [1] – wieder Teil der deutschen Politik wird.

    In der Zeit in der er nun in den USA war, ist er wohl noch mehr radikalisiert worden (seine Mitarbeit im Center for Strategic and International Studies in Washington [2] bzw. in Catherine Ashtons (!) EU “No Disconnect Strategy” [3] sprechen Bände). Auch auf Linie gebracht wurde seine pro-israelischen Ansichten – man errinere sich an seinen Wall Street Artikel von 2013 indem er Deutschland dafür aufruft immer hinter Israels militärischen Interventionen zu stehe und wo er sich für Iran-Sanktionen aussprach [4].

    Er will, dass Deutschland noch stärker pro-USA (bzw. pro-USA-Establishment), pro-NATO & pro-Israel (d.h. pro Israel-Establishment, Nitanjahu et al.), contra-Iran, contra-Russland Stellung bezieht und danach handelt.

    Vor diesem Hintergrund muss man seine neuen Aussagen verstehen, die er neulich in der FAZ (Januar 2017) zum besten gab:

    „Es wäre fatal, wenn die deutsche Politik in einem Wahljahr lediglich die Militärskepsis unserer Bevölkerung bediente.“ Angesichts der geopolitischen Bedrohungen Europas, der Schwäche vieler Mitgliedstaaten und des gebremsten amerikanischen Engagements wachse Berlin, „ob es das will oder nicht, zwangsläufig eine Führungsrolle zu.“ [5]

    Ein gefährlicher Man der gerne noch mehr Öl ins Feuer schütten will.

    Was für eine Gegenwart/Zukunft: Trump als Präsident (gut: pro-Russland, unberechenbar, eigenwillig; schlecht: pro-Wallstreet-Establishment, pro-Israel-Establishment, contra-Iran, pro-War-on-Terror, etc.), Martin Schulz als Präsdient in D., zu Guttenberg als Teil der neuen Regierung, die AfD als ebenfalls Teil der Regierung, Le Pen als Präsdientin in Frankreich, Geert Wilders Sieg in den Niederlanden, etc.). Mensch, in 2017 wird es wohl echt rund gehen … da hat uns Dr. [sic!] zu Guttenberg gerade noch gefehlt.

    [1] https://www.amazon.de/Das-Guttenberg-Dossier-transatlantischer-Netzwerke-Einflussnahme/dp/3943007006

    [2] https://www.csis.org/people/karl-theodor-zu-guttenberg

    [3] http://europa.eu/rapid/press-release_IP-11-1525_en.htm

    [4] http://www.wsj.com/articles/SB10001424127887323296504578396113845689862

    [5] http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/guttenberg-fordert-harte-antwort-auf-donald-trump-14699823.html

     
  2. @ Dr. Harald L.
    Sehr berechtigt Ihre Warnung vor v. Guttenberg, gerade weil er ein “Transatlantiker und US-Lobbyist” ist. Und damit absehbar auch ein ‘Anti-Rußland-Hetzer’ und ebenso auch ein ‘Anti-Trump-Propagandist’.
    Eigenartig deshalb das Hochjubeln von v. Guttenberg gerade innerhalb der CSU, wenn doch deren Chef, Seehofer, ‘pro-Rußland’ und ‘pro-Trump’ ist – siehe: http://www.tagesschau.de/inland/seehofer-russland-101.html

    Bei Ihrer, Dr. Harald L., Aufzählung der positiven und negativen Erwartungen, die wir hinsichtlich der Präsidentschaft Trumps haben müssen – “gut: pro-Russland, unberechenbar, eigenwillig; schlecht: pro-Wallstreet-Establishment, pro-Israel-Establishment, contra-Iran, pro-War-on-Terror, etc.” – fehlt mir jedoch noch etwas auf der “gut”-Seite:
    1.) Trump hat eindeutig das Sterbeglöckchen für den Globalismus kräftig angeschlagen. Ob ihm selbst das so völlig klar ist, ist dabei unbedeutend. Und das zählt für mich auf der “gut”-Seite. Dies obwohl absehbar ist, daß die Abkehr vom Globalismus mit erheblichen Schmerzen (gerade auch für die Export-Nation BRD) verbunden sein wird.
    Trotzdem “gut”, weil eine rechzeitige Abkehr vom Globalismus mit ‘Schmerzen’ immer noch besser ist, als bis zum Zusammenbruch desselben zu warten.

    Die Indus-Kultur ist ein frühes Beispiel dafür, was passiert, wenn die “Globalisierung” zusammenbricht: Als die aggressiven indoeurop.-iranischen Volksstämme vom Norden her den Globalisierungs-Partner, das Zweistromland (Sumerer), von der Indus-Kultur abschnitten, brach letztere völlig zusammen. Als die Wirtschaft zusammenbrach und man in der sehr volkreichen Indus-Kultur hungerte (wegen der Globalisierung/Spezialisierung war man auf Nahrungsmittelimporte aus dem Zweistromland angewiesen gewesen), brach der Staat zusammen und zerfiel nun in nur noch Gangster-Organisationen, die den Verteilungskampf gewaltsam bestimmten. Die Indus-Kultur entvölkerte daraufhin völlig und verlosch.
    Heute nimmt man an, daß die Drawiden die Nachfahren der Indus-Kultur-Leute sind und ihre Vorfahren den damals noch leeren Süden des indischen Halbkontinents – nun als ganz simple Bauern – besiedelten. Dabei gerieten die außerordentlichen technologischen und zivilisatorisch Errungenschaften der Indus-Kultur: Perfekte Wasserver- und entsorgung mit überall verlegten Leitungen (also keine Brunnen und “Gossen”, wie noch im Hamburg des 19. Jahrhunderts – Choleraepidemie!) ; Schwimmbäder; Reihenhäuser, wie im industriellen England/Großbritannien; keinerlei Darstellungen oder Statuen von Göttern) vollständig in Vergessenheit.

    2.) Wenn auch nicht die Gewißheit, so doch wenigsten die Hoffung haben wir doch bei Trump, daß der “Interventionismus” endlich ein Ende findet.
    Übrigens: Eine scharfe Kritik an den Medien, die den “Interventionismus” praktisch ausnahmslos stets lebhaft befeuerten, findet sich hier – am Beispiel Libyens: https://off-guardian.org/2017/01/29/libyan-labels-a-journey-through-the-guardians-coverage-of-the-libyan-disaster/ .

     
  3. Ist der VW-Konzern trotz massenhaften Betrugs nicht gerade wieder Weltmarktführer geworden? Verbrennt man in Berlin nicht immer neue Milliarden, ohne dass der Steuerzahler dafür absehbar jemals einen betriebsfähigen Flughafen bekommen wird?

    Ergo: Guttenberg ist genau der Richtige für einen Top-Job in der bundesdeutschen Elite. Es liegt absolut in der Logik des Systems.

    Wenn ausgerechnet eine ehemalige FDJ-Propagandasekretärin, die ihren Mitschülern im Frontalunterricht eifrig Erichs Parolen vom bevorstehenden Sieg des Sozialimus diktierte, heute von der Mainstreampresse (ohne jeden ironischen Unterton) zur weltweit letzten Hoffnung des freien und liberalen Westens erklärt wird, dann kann genauso gut ein bekannter notorischer Betrüger und Hochstapler zum Gewährsmann von Moral und Anstand herhalten.

    Wir wollen es so oder lassen es zu. Deshalb bitte nicht beklagen, wenn irgendwann die Quittung kommt…

     
  4. Gutti wieder auf der CSU-Brücke und Salut für Mutter Blamage. Das passt doch bestens zusammen!
    Dazu ein großartig-großmäuliger Pseudo-Herausforderer bei der scheintoten SPD, ein ödes Duo bei den Grünen und eine Linke, die ihre Fraktionsvorsitzende Stück für Stück innerparteilich diskreditiert und isoliert.
    Soviel demokratische Auswahl hatten wir schon lange mehr. Da macht das Wählen richtig Spaß.

     
  5. @ Jörg

    Danke für die zusätzlichen Kommentare und die gute Zusammenfassung über den Untergangs der Indus-Kultur als Folge des Zusammenbruchs der damaligen Globalisierung.

    Nach ihrer Ansicht zeichnet Trump aus, dass er einen Abkehr vom (i) Globalismus und (ii) Interventionismus fordert.

    Ich mag ihre optimistische Sicht der Dinge diesbezüglich, sehe aber von Trump noch keine Aktionen die eine wirklich kritische Haltung (und Handeln) gegenüber Globalismus & Interventionismus zeigen. Meines Erachtens kann er das auch nicht machen, da ohne Globalismus & Interventionismus die USA zusammenbrechen würden.
    Es dürfte bekannt sein, dass die USA seit dem zweiten Weltkrieg über 100 US-Miliätreinsätze im Ausland durchführten (gezählt bis zum Jahr 1999 [1]), rund 90 Menschen per Drohnenangriffe im Monat (2016) töten [2], in jeder „Color Revolution“ involviert waren/sind [3], und mittels finanzieller Ausbeutung (Stichwort „Economic Hit Man“ [4]) mit Hilfe der Weltbank den Globalismus & Interventionismus auf wirtschaftlicher Ebene knallhart durchdrücken. Eine Abweichung von dieser Linie würde m.E. würde zum US-Systemcrash führen – gut, das wird wohl sowieso passieren (vergl. die Bücher von Weik & Friedrich bzw. Prof. Senf), aber man will es noch hinauszögern bzw. den Crash in eine bestimmte Richtung leken. Dass man von der Linie nicht abweichen will, zeigt sich ja auch in der (fast schon surreal anmutenden) Auswahl der Kabinett-Mitglieder. Der „Deep State“ (meines Erachtens die Mischung aus industrilell-medial-militärischem Komplex & gewissen „Lenkungsgruppen“) braucht immer einen Feind. Globalismus & Interventionismus sind Mittel zum Zweck.

    Wie die immer gut informierten Kollegen James Corbett & Pepe Escobar es schon verdeutlich haben, so scheint es Trump wichtig zu sein, den Fokus des US-Globalismus & US-Interventionismus mehr auf die Asien-Region zu lenken, wobei Russland, Syrien, Iran und Israel weitere wichtige Elemente seiner Aussenpolitiks sein werden.
    Warum?
    Nun, Trumps geopolitischer Berater Kissinger, will dass man sich auf der einen Seite gut stellt mit Russland, eine aggresivere Politik gegenüber Asien fährt (besonders China) und den Iran wieder mehr unter Druck setzt [5, 6].
    Das „Bashing“ der Muslime, was auch ein Teil der angedachten Politik der gegenwärtigen Regierung sein wird, kommt wohl massgeblich durch Trumps Verbindung zur israelischen Lobby. Man muss sich nur mal vergegenwärtigen, dass (i) Trumps Schwiegersohn dem Chabad Clan nahe steh [7], (ii) dass Rabi Marvin Hier bei Trumps Vereidigung sprach (das muss man sich wirklich mal ansehen; Youtube -> [8]; ja, genau, dieser Marvin Hier, der wohl gut integriert im Chabad ist [9]), und dass (iii) Trump die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen lassen will [10]. Punkt (iii) würde den mittleren Osten wohl explodieren lassen und alle Endzeitsekten wären „very excited“.

    Gleichzeitig wird in den USA augenscheinlich gegenwärtig an einer „Color Revolution“ gearbeitet [11]. Ist das, um eine echte Oposition zu Trump zu schaffen, oder ist es nur Teil des Spiels? Schwer zu sagen. Es stehten auf jeden Fall turbulente Zeiten bevor.

    [1] https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/us-militareinsatze-nach-dem-zweiten-weltkrieg

    [2] https://www.thebureauinvestigates.com/2017/01/17/obamas-covert-drone-war-numbers-ten-times-strikes-bush/

    [3] http://themillenniumreport.com/2015/05/the-cia-ngos-and-color-revolutions/

    [4] https://www.youtube.com/watch?v=Ui0NL3bb21o

    [5] http://www.scmp.com/week-asia/opinion/article/2064005/trump-will-try-smash-china-russia-iran-triangle-heres-why-he-will

    [6] https://www.corbettreport.com/trumps-pivot-to-china/

    [7] http://www.jta.org/2017/01/10/news-opinion/politics/report-trump-kushner-foundations-have-donated-thousands-to-chabad

    [8] https://www.youtube.com/watch?v=5nxAi9WEf5g

    [9] https://www.youtube.com/watch?v=rHeB81BbuYU

    [10] https://www.theguardian.com/world/2017/jan/23/us-embassy-jerusalem-trump-israel

    [11] http://www.unz.com/tsaker/a-color-revolution-is-under-way-in-the-united-states/

     
  6. @Dr. Harald L. am 30.01.2017 um 13:50 Uhr
    Ihre Feststellungen zu Trumps außenpolitischem Programm sind leider völlig richtig. auch daß derzeit eine “Farbige Revolution” gegen Trump gefahren wird (sogar Soros ist wieder dabei).
    Aber genau das erklärt auch die “fast schon surreal anmutende() Auswahl der Kabinett-Mitglieder“. Denn anders könnte Trump doch gar nicht überleben. Deswegen hat er auch Ex-Generäle im Kabinett. Und einen Goldman-Sachs-Mann. Auch Trumps abartige Liebdienerei gegenüber dem rassistischen Apartheitsstaat Israel erklärt sich – zumindest. zu einem nicht unerheblichen Teil – daraus (Israel-Lobby). Und auch seine geradezu hirnrissigen Äußerungen über den Iran und den Irak.

    Auch Trumps Attacken gegen China erklären sich daraus. Trump ist ja das, was man früher einen “Tatmensch” nannte. “Tatmenschen” sind Leute die (endlich einmal) zupacken können. Aber die Schattenseite von “Tatmenschen” ist, daß sie nicht “klug” sind, sondern (nur) “schlau” (womit man in dieser Welt allerdings durchaus weit kommt – siehe v. Guttenberg). Und schlau ist Trump mit Sicherheit. Er ist eben nicht einfach der sexistische, misogyne (ausländerfeindliche) Trampel, für den er uns vom Mainstream der Medien und der Politik verkauft wird. Deswegen verfiel er auf die Strategie, der Verteufelung Rußlands die Verteufelung Chinas entgegenzustellen. Denn Grundlage seiner Außenpolitik soll ein freundliches Verhältnis zu Rußland (Kissinger) sein.
    D. h. . Ich glaube nicht, daß Trump seiner “Verteufelung” Chinas auch entsprechende Taten folgen lassen wird. Warum auch? “Globalisieren” kann man China nicht, da es sowieso schon globalisiert ist. Ja, im Gegenteil: Dei chinesische Führung hatte schon vor einiger Zeit (im letzten Jahr? Durch Xi oder Li?) die Umstellung auf einen ‘Binnenmarkt-Wirtschaft’ ausgerufen. Denn die Globalisierung, von der China wohl mehr als jedes andere Land profitierte, stößt auch dort an ihre Grenzen – bzw. schlägt zurück. Man kann nicht noch mehr exportieren. D. h. wachsender Wohlstand der Bürger kann nur auf anderem Weg erreicht werden.
    Daran, daß Trump nun vorhat, den “US-Globalismus & US-Interventionismus mehr auf die Asien-Region zu lenken“, glaube ich deshalb nicht.

    Auch ist doch der Interventionismus gegen China schon unter W. Bush und Obama kläglich gescheitert: Die unter unerhörten Pressewirbel damalige Tibet-Kampagne (angeblich wurde ein Aufstand tibetischer Mönche niedergeknüppelt) und die – in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene – Subversion durch Aufstachelung der Uiguren gegen Peking, endeten im Nirgendwo (ja, manchmal geht noch irgendwo in Westchina eine Bombe hoch, aber das war’s dann auch schon).

    Ich mag Ihnen, Dr. Harald L., auch nicht folgen, bei der Feststellung, daß die USA “ohne Globalismus & Interventionismus … zusammenbrechen würden“.
    Denn nicht nur muß die Globalisierung m. E. aus von ihr selbst geschaffenen Ergebnissen sowieso zusammenbrechen – so daß man in den USA (und bei uns), wenn man sich nicht schnellstens von der Globalisierung abwendet, ohnehin von diesem Zusammenbruch mitgerissen würde. Vielmehr gibt es auch noch einen zweiten sehr dynamischen Prozeß, der zu einer völligen Umstellung der nationalen wie der internationalen, globalisierten Wirtschaft erzwingen wird:
    Es ist die fortschreitende Automation, die es Trump sogar bei einer protektionistischen Staatswirtschaft unmöglich machen wird, ‘mehr Arbeitplätze zu schaffen’. Denn man braucht kein zehn- oder gar hunderttausende von Arbeitern in einem Automobilwerk oder in einem Kohlebergwerk mehr. In den Produktionshallen und den Flözen arbeiten jetzt Roboter und automatische/halbautomatische Maschinen.
    Sogar die Minijobs der Kassiererinnen im Supermarkt (irgendwie sexistisch, daß es nicht dort nicht gleichviel männliche Kassierer gibt! Wo bleibt die Männerquote?!…Scherz!) fallen zukünftig weg. Denn vor ein paar Monaten laß ich, daß in irgendeinem Supermarkt (in den USA?) die Kassiererinnen abgeschafft wurden und die Kunden ihre gekauften Produkt nun selbst über den Scanner schieben müssen.

    Daß Trump das nicht weiß, weil er zwar schlau, aber nicht klug ist, und er wirklich glaubt, er könne “Arbeitsplätze” in die USA holen (schon im Mexiko sind das keine “Arbeitsplätze”, sondern auch dort nur automatisierte “Produktionsstandorte”), sieht man an seiner Erklärung, die Steuern für Konzerne und Wirtschaftsbetriebe zu senken.
    Trump kann aber nur Erfolg haben, wenn er diese Steuern drastisch anhebt. Und das könne er derzeit aber ohnehin nicht laut sagen, weil er sonst einen Aufstand der Republikaner – und einen Rücktritt seines Kabinetts – riskieren würde
    Andererseits kann er die erforderliche Umstellung der nationalen Wirtschaft sowieso erst nach erfolgter ‘Abriegelung’ nach außen durchführen.

    Das, was ich als “erforderlicher Umstellung der nationalen Wirtschaft” ansehe, kann man nicht in ein paar Sätzen sagen. Ich habe es deshalb hierhin outgescourcet: http://www.directupload.net/file/d/4556/o7qbq9dq_pdf.htm .

     
  7. @Jörg

    Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen und Denkanstösse.

    Dann schauen wir mal, welche unserer Ansichten sich als richtig erweisen wenn wir die Entwicklugnen der nächste Wochen/Monate verfolgen. Eine fundierte Meinung zu Trum zu haben ist recht schwierig.

    Als Mainstream-Höriger ist man anti-Trump.

    Als Anti-Mainstream-Höriger aber Alternative-Mainstream-Höriger (z.B. Alex Jones Fan) ist man pro-Trump.

    Und als Anti-Mainstram-Hörier, Anti-Alternative-Mainstream-Höriger ist man dann wieder eher anti-Trump.

    Jörg, werde ihr Dokument aufmerksam lesen – danke nochmals dafür.

    PS: Für mich in der Schweiz ist es schon (leider) Normalität, dass beim Einkauf im Supermarkt (z.B. COOP) man selber die Produkte über den Scanner schieben muss inklusive Zahlung via Geldkarte. Es gibt immer weniger “normale” Kassen; besonders in den grossen Städten. Eine gefährliche Entwicklung die aber sich noch beschleunigen wird.

     

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