Ferien!

So, der Lesestoff ist da, der Koffer gepackt und in den nächsten drei Wochen geht dieser Blog in den wohlverdienten Urlaub. Walter Benjamin wollte das 1937 erschienene Buch seiner Bekannten Grete de Francesco eigentlich rezensieren, tat es dann aber nicht, weil er fand, dass die Autorin politisch daneben lag: sie verlange Immunität gegen jede Art von Scharlatanerie und Einflüsterungen, während Benjamin auf  Agit-Prop von der richtigen Seite nichts kommen lassen wollte. Bin gespannt darauf…zumal in den aktuellen Pandemie-Zeit ja immer schwerer auszumachen ist, wer denn hier eigentlich der Scharlatan ist und wer der gute Onkel.

Die “Secret Drugs of Buddishm” interessieren mich im Zusammenhang mit den psychedelischen Sakramenten von  Eleusis und an den Anfängen des Christentums. Und quasi als Fortsetzung des äußerst lesenswerten Werks von Brian Muraresku  („The Immortality Key: The Secret History of the Religion with No Name“ ). Und wenn die erfahrene Psychonautin Ann Shulgin, mit der und ihrem Mann Sasha, dem “Godfather of Ecstasy”, ich einmal einen wunderbaren Abend verbrachte, im Vorwort schreibt, dass dieses Buch “will knock your socks off”… dann bin ich froh, dass ich an unserer Destination wohl keine Socken brauche.

Wer in der Zwischenzeit hier Aktuelles vermisst, sei auf die mittlerweile 1.329 Artikel und 11.298  Kommentare auf diesem Blog verwiesen. Ein Stichwort in der Suchfunktion oben rechts reicht. Ich bin selbst oft überrascht, was sich in dieser Wundertüte im Lauf der Jahre angesammelt hat und erstaunt, wie frisch Manches auch nach vielen Jahren noch klingt. Wenn einige der vollmundigen  Vorhersagen  ex post  als haarscharf daneben eingestuft werden müssen, gilt selbstverständlich  der Disclaimer des verehrten Kollegen Arthur Koestler: “Prophezeiungen sind immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.” In diesem Sinne: viel Spaß beim Stöbern.

5 Comments

  1. Schreib’ uns in den dicken Socken Daheimbleibenden, immerhin die lausige, derlei Lektüre zumindest noch für ein paar Monate verbietenden Stellung hier einstweilen Haltenden doch bitte zwischendurch einmal eine gute alte, ggf. auch gerne digitale Ansichtskarte. Das hilft nämlich auch schon ein wenig.
    Bon voyage, anyway!

  2. Na dann, angenehme Zeit Blogchef!
    Wie es sich anhört, geht es weit genug weg aus dem “Europäischen Irrenhaus”. Allein das sollte ein Garant für Erholung sein!

  3. Falls der “Macht-des-Charlatans”-Buchbeschreibungstext auf Amazon zutreffend sein sollte, hat Walter Benjamin doch etwas (mehr) dazu gesagt:

    >>„Die Geschichte des Scharlatans schreiben heißt, die Vorgeschichte der Reklame darstellen.“ – Walter Benjamin 1937 in einer Rezension zu Die Macht des Charlatans<<

    Ferien-Fachlektüre zuhause, sagte ich mir da, und hab's mir auch gekauft.
    (Gibt es übrigens für €44,- im Hauptangebot, sowie daneben für €25,- incl. Lieferung)

  4. In der Hoffnung das der Blogchef nicht total abschaltet, hier zwei sehr interessante Beiträge von den Nachdenkseiten zum Deep-Staate unseres “Best federate ever!”.
    „Das Schachbrett des Teufels“. Oder: die Morde der CIA. Auch ein Markenzeichen der „freiheitlichen westlichen Demokratie“ —-> https://www.nachdenkseiten.de/?p=69445
    Vergessen Sie Fletcher Prouty nicht, wenn es um die eigentlich Mächtigen geht —–> https://www.nachdenkseiten.de/?p=69657
    Schon in seinem JFK Buch, wies der Blogchef auf die Macht der Dulles Brothers hin!

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