Auf Telepolis heute ein Vorabdruck aus dem neuen Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” – ein Auszug aus dem Kapitel “Staatsverbrechen gegen die Demokratie:
“Nicht zuletzt wegen der starken Indizien, die den Einzeltäterlegenden in den Fällen JFK (John F. Kennedy), RFK (Robert F. Kennedy) und MLK (Martin-Luther King) widersprechen, hat der Politologe Lance DeHaven-Smith, Professor an der Universität Florida, in seinen jüngst erschienenen Arbeiten dafür plädiert, den pejorativ und diffamierend eingesetzten Begriff “Verschwörungstheorie” nicht länger zu verwenden, wenn es um Verbrechen unter Beteiligung staatlicher Behörden geht, um “konzertierte Aktionen (oder Unterlassungen) von Insidern der Regierung, mit der Absicht, demokratische Prozesse zu manipulieren und die Volkssouveränität zu untergraben” .DeHaven-Smith schlägt für diese Kategorie der Kriminalität den Begriff “State Crimes Against Democray” (SCAD) vor:
Anders als Verschwörungstheorien, die über jedes verdächtige Ereignis isoliert spekulieren, skizziert das SCAD-Modell eine allgemeine Kategorie der Kriminalität und fordert, Verbrechen in dieser Kategorie vergleichend zu untersuchen. Mit diesem Ansatz kann eine Analyse von SCADs nach dem Zweiten Weltkrieg eine Reihe von Gemeinsamkeiten bei den Zielen, den Zeitpunkten und den politischen Konsequenzen herausstellen. SCADs ereignen sich häufig, wenn sich präsidiale Politik und Außenpolitik kreuzen. SCADs unterscheiden sich von früheren Formen politischer Korruption dadurch, dass oft politische, militärische und/oder ökonomische Eliten auf der höchsten Ebene der sozialen und politischen Ordnung beteiligt sind.
Auch wenn die Kategorie “Staatsverbrechen gegen die Demokratie” nach wie vor begrifflich unscharf ist, weil der “Staat” oder Teile des Staats ja durchaus auch Opfer solcher Verbrechen werden können, hat SCAD gegenüber dem von der CIA seit 1967 missbräuchlich inflationierten Begriff “Verschwörungstheorie” nicht nur den Vorteil der Neutralität, sondern auch den der Kategorisierbarkeit. Statt mit Phantasien, Mythen und ausgemachtem Nonsens in einen Topf geworfen, zusammengerührt und unkenntlich oder lächerlich gemacht zu werden – wie es den “Verschwörungstheorien” zum Kennedy-Mord ständig widerfahren ist, wenn sie mit dem Glauben an einen lebenden Elvis, gelandete Außerirdische oder die gefälschte Mondlandung zusammengebracht werden -, können “Staatsverbrechen gegen die Demokratie” anhand vergleichbarer Muster definiert und analysiert werden.
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Dass Georg Schramm derzeit Deutschlands Kabarettist Nr. 1 hatte ich hier schon des Öfteren mal festgehalten – und als ich eben mal kurz im siebten Komikerhimmel bei meinem Lehrer und Großmeister
Vor vielen Jahren, im Oktober 2005, versuchte ich in einem
Für die heutige Ausgabe der taz habe ich einen kleinen Kommentar zu dem Wandel des Begriffs “Verschwörungstheorie” geschrieben. Offenbar scheint verschwörungstheoretisches Denken mittlerweile auch in solchen Redaktionen angekommen, in denen der Begriff “Verschwörungstheorie” bis vor Kurzem allein der Diffamierung unerwünschter Nachrichten diente.Wer vor einigen Wochen noch behauptet hätte, dass die Geheimdeinste den kompletten Internetverkehr und sämtliche Telefonate abschnorcheln, wäre ohne jedes Zögern als verrückter Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden, der mit seiner pathologischen Paranoia völlig unbegründetes Misstrauen sät. Jetzt, wo sich die Aussagen dieses Verrückten als zutreffend und wahrheitsgetreu erwiesen haben, kann er sich freilich auch nichts dafür kaufen. Denn nun heißt es: