“Ich bin der Joker” hatte sich James Holmes der Polizei vorgestellt, als sie ihn nach dem Mordanschlag hinter dem Kino in Aurora/Colorado festnahm – und soll später zu Protokoll gegeben haben, 100 mg Vicodin genommen zu haben. Der Wirkstoff des verschreibungspflichtigen Schmerzmittels, Hydrocodone, ist das meistverkaufte synthetische Opiat in den USA. In “Vicodin” ist Hydrocone mit Paracetamol gemischt, auf der Szene ist der codein-ähnliche Stoff (“Hydros”) aber eher pur gefragt. Heath Ledger, der Schauspieler der im letzten Batman-Film den Joker spielte, kam 2008 an einer Überdosis Hydrocone ums Leben. Da schon eine Tablette “Vicodin” mehr als 100 Milligramm wiegt (und nur 5 – 7,5 mg Hydrocone enthält) wird vermutet, dass sich die von den Medien berichtete Mengenangabe auf 100 mg Hydrocone bezieht – eine heftige Dosis der sowohl beruhigenden als auch euphorisierenden Substanz, die darauf schließen läßt, dass Holmes vor der Tat die Droge nicht zum ersten Mal konsumierte. Er reiht sich damit ein in eine lange Reihe von Schülern und Studenten, die unter dem Einfluß von Psychopharamaka grauenhafte Mordtaten begangen: “Antidepressant medication is the common ingredient in nearly every school shooting in history.” Eine solche Medikamentierung ist auch eine der Zutaten , mit der manchurische Kandidaten – gehirngewaschene, ferngesteuerte Agenten – gezüchtet werden, wie es u.a. in dem hier unlängst erwähnten MK Ultra Projekt versucht wurde. Dass es sich bei diesem “irren” Einzeltäter um einen solchen Kandidaten handeln könnte, dafür sprechen einige Umstände der Tat: die hohe Treffsicherheit bei seinen Gewehrrsalven und die mit militärischen Sprengfallen gesicherte Wohnung sind untypisch für einen abgebrochenen Studenten der Neurowissenschaften und deuten auf einen gewissen professionellen Hintergrund. Zudem waren der Amok-Läufer – wie auch sein Vater Dr. Robert Holmes – in Projekte der Defense Advance Research Projects Agency (DARPA) involviert. Zuletzt arbeitete sein Vater an der Entwicklung von “cortronic neural networks,” einer prädiktiven Software für Finanzmärkte, mit der die Manipulationen der LIBOR-Raten durch die Großbanken aufgedeckt worden sein sollen, weshalb Robert Holmes demnächst vor dem Ausschuss aussagen soll, der diesen Skandal untersucht.
Der “Batman-Shooter” James Holmes hatte vor dem Massaker die Universitäts-Psychiaterin Lynne Fenton konsultiert – und an seine Therapeutin angeblich ein Noitzbuch mit den Plänen für die Tat geschickt, das allerdings erst drei Tage nach den Morden in der Post gefunden wurde. Bei seiner ersten Vorführung vor Gericht machte Holmes einen verwirrten, abwesenden Eindruck, im Gefängnis soll er den Wärtern gesagt haben, er wisse nicht, warum man ihn eingesperrt habe. Am selben Tag wie das Massaker fand an der Parker Medical School in Denver eine Katastrophenübung, bei der 150 Studenten die Reaktion auf ein Szenario simulierten, bei dem ein Amokläufer in einem Kino das Feuer eröffnet und eine Bombe zündet. Wie am 11.9.2001 im Luftraum über New York und Washington, oder am 7.7.2004 in der Londoner U-Bahn wurde also wieder einmal genau das simuliert, was dann Realität wurde bzw. die Simulation als Cover für einen echten Terroranschlag genutzt.
Die professionelle Ausführung des Massakers und die Tatsache, dass sich der vermeintliche Killer auf dem Parkplatz hinter dem Kino völlig widerstandslos festnehmen lies, haben Spekulationen darüber aufkommen lassen, dass James Holmes gar nicht der Schütze war, sondern während der Vorbereitung in den Wochen zuvor von zwei Mitttätern mit einer anderen Droge – Scopolamin – in ein dauerhaftes Delirium versetzt worden sei, um ihn dann vollgepumpt mit Opiaten als Sündenbock hinter dem Kino zurückzulassen. Scopolamin ist ein pflanzliches Alkaloid, das unter anderem in Bilsenkraut, Stechapfel, Tollkrische und Engelstrompete enthalten ist und neben einer stark sedierenden Wirkung auch Halluzinationen und halb-bewußte Trancezustände auslösen kann, in denen Sprach-und Denkfähigkeit zwar erhalten bleiben, der Intoxinierte nach Abklingen des Rauschs aber keine Erinnerungen daran hat. In Südamerika wurden Scopolamin-Präparate von Kriminellen traditionell als “K.O.Tropfen” benutzt, um Opfer zu berauben oder zu vergewaltigen, die CIA und andere Geheimdienste experimentierten damit als “Wahrheitsdroge”. Ohne große Erfolge, denn wie auch bei anderen psychoaktiven, bewußtseinsverändernden Alkaloiden ist die Wirkung Substanz nicht systematisch steuerbar. So mag es theoretisch vielleicht möglich sein, einen an Bewußtseinsforschung interessierten Studenten der Neurowissenschaft in ein Experiment zu locken, in dem “temporäre Illusionen” – so ein Referat, das Holmes an der Universität hielt – chemisch erzeugt und ausprobiert werden, praktisch scheint aber eine unkalkulierbare Substanz wie der Wirkstoff der uralten Hexenkräuter eher ungeeignet.
Dass die “Regierung” im Rahmen der “New World Order” den Terroranschlag inszeniert hat, um die Waffenkontrolle in den USA durchzusetzen, ist die naheligende und weit verbreitete Verschwörungstheorie für das Motiv hinter dem Anschlag. Beweise dafür gibt es aber nicht, auch wenn die oben genannten Indizien – sowie die zwei am Tatort gefunden Gasmasken – darauf hindeuten, dass es sich bei diesem Angeklagten nicht um einen verrückten Einzeltäter, sondern um das Opfer einer Gehirnwäsche handeln könnte.