Hanf im Glück – 4. Auflage !

cover_big_0243“Also sprach Konfuzius – natürlich unter Hanf-Einfluß: Die Welt teilt sich in Yang und Yin – im Hanf jedoch ist beides drin” – von diesem Kaliber waren die Reime, in deren manische Produktion mein Freund Gerhard Seyfried und ich eines Nachmittags verfielen, nachdem wir bei einem Tässchen Kaffee von eben jener magischen Pflanze genossen hatten. Wir kamen kaum hinterher, die mit hochgradigem Nonsens gereimten tiefen Weisheiten auf Papier zu kritzeln und beschlossen: wir schreiben das längste Gedicht über die großartigste Pflanze der Welt. So entstand – im Ping-Pong per email und bei weiteren Live-Sessions “Das Hohe Lied vom Hehren Hanf: Hanf im Glück”. Mein damaliger Verleger Lutz Kroth von “Zweitausendeins” – als Verleger von Eckard Henscheid, Robert Gernhardt und der alten “Pardon”-Gilde, bei der einst auch Seyfried praktiziert hatte, ohnehin affin für “Hochkomik”  – druckte das Werk 1996 in einer wunderschönen Ausgabe, die Gerhard illustriert hatte. Auf feinstem Hanfpapier. Es erlebte dann noch eine zweite Auflage und erschien dann als Paperback 2004 im Nachtschattenverlag und liegt jetzt in 4. Auflage vor. Für einen Lyrikband schon erstaunlich – aber viele Fans haben uns bestätigt: der kosmische Kicherfaktor ist bei diesem Werk einfach ziemlich hoch. Hier eine kleine Kostprobe:

 Hanf und die Quantenphysik

Einstein wußte, wenn man kifft

werden Raum und Zeit umschifft.

Grad wird krumm und früh wird spät

das ist Relativität.

Daß Nobel-Lorbeer ihn umrankte,

er eigentlich dem Hanf verdankte.

Als einz´ge Pflanze weit und breit

verlangsamt Hanf nämlich die Zeit!

Stundenlang wird ein Minütchen,

raucht man nur ein kleines Tütchen.

Ist man vom Hanfe richtig breit

wirkts gar wie eine Ewigkeit.

So war sie denn kein Wunderstück,

die “Raumzeit” der Atomphysik,

denn Einstein steckte dem Max Planck:

Hanf macht die Sekunden lang!

Er brachte ihm ein Quantum mit

vom allerbesten Tempelshit.

Dies brachte Heisenberg auf Trab,

der wollte gleich ein Quentchen ab.

Kaum war es aufgelöst in Rauch

entdeckt er: Hanf macht unscharf auch!

Atome, die elyptisch eiern,

sich plötzlich nebulös verschleiern!

Und da, wo vorher Nebel war,

ist augenblicklich alles klar.

Noch dazu wird dieses Wanken,

allein beeinflußt durch Gedanken!

“Unmöglich!” rief da Einstein aus,

dann könnt ja eine kleine Maus

allein nur durch ihr Angedenken

den großen Mond am Himmel lenken!

“Wenn niemand hinguckt ist er fort!”

gab Heisenberg das Widerwort,

“und erst wenn´s jemand überprüft,

er dadurch aus dem Nichts ihn hievt!”

Da schrie ihm Einstein ins Gesicht:

“Du bist verrückt, Gott würfelt nicht!”

Darauf der Werner Heisenberg:

“Albert, du Gedankenzwerg!

Hast Du´s noch immer nicht gerafft,

daß der Alte heimlich pafft?

Für unsre Logik ist das Gift:

Gott würfelt nicht, Oh nein, er kifft!”

2 Comments

  1. Was aktuell allerdings auch nicht schlecht käme, wäre meine Apfel-/Kaki- Marmeladenkomposition:

    Je 2 Kakifrüchte auf 1 Apfel (beides werfen sie einem derzeit beim namhaftesten Discounter des Landes geradezu nach – siehe in der Ecke mit den roten Preisen bei Obst/Gemüse) werden geschält/entkernt, fein-fein-geschnippelt und zusammen mit einem Stengel ebenfalls fein gehackter koreanischer Bergminze (…) incl. Blüte(n) und der entsprechenden Gewichtsmenge Gelierzucker 2:1 vermischt.
    Über Nacht abgedeckt ziehen lassen. Dann wie gewöhnlich mit voller Hitze aufkochen und 4-5 Minuten sprudeln lassen.
    Fertig zum Abfüllen in vorbereitete (d. h. in kochendem Wasser, dem man einen guten Schuss Essig verpasst hat, zusammen mit den Schraubdeckeln sterilisierte und anschließend in der Backröhre bei 100 Grad getrocknete) Gläser.
    Wer möchte, kann noch zwischenrein einen Sprutz Weißwein applizieren, der dann aber nicht mehr mitkocht (die Sache geliert dennoch prima).
    Bon voyage.
    🙂

     

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