26
Nov, 2014

Ich schwör!

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weapons-of-mass-destruction-700x4374Das “Funkhaus Europa” (WDR) hat mich für seine Reihe “Ich schwöre” zu Verschwörungstheorien befragt. Eigentlich kein Thema für eine Unterhaltungssendung und für fünf Minuten – aber ich hatte davor schon einen anderen Termin im Studio und hab dann noch ein paar Minuten dran gehängt, die hier zu hören sind.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen will, dem sei hier nochmals der von Andreas Anton, Michael Schechtsche und Michael Walter herausgegebene Band “Konspiration – Soziologie des Verschwörungsdenkens”. Eine wissenschaftlich fundierte Auseinnandersetzung mit dem Phänomen Verschwörungstheorien scheint angesichts des inflatorischen Gebrauchs des Begriffs mehr als überfällig. Als  Instrument der Diffamierung, Ridikuliserung und Pathologisierung von Kritik ist er zur Allzweckwaffe der Verteidigung jedweder Orthodoxie geworden, zur eliminatorischen Diskurskeule Nummer Eins. Wer Skepsis und Zweifel an einer orthodoxen “Wahrheit” hat und alternative Hypothesen ins Spiel bringt, wird als  gefährlich, lächerlich oder gaga klassifiziert: Ende der Diskussion.

Waren die Hoffnungen, mit denen ich Juli 2002  im Vorwort zu “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.”  für eine kritische Konspirologie plädierte, vielleicht zu optimistisch ? :

“Dieses Buch ist eine Einladung zur Anti-Conspiracy-Conspiracy, zur Gegen-Verschwörungs-Verschwörung. Es versucht eine Einübung in den konspirologischen Blick und begreift auch die makroskopische Welt als Bündel von Wahrscheinlichkeiten, aus dem erst durch den individuellen Akt der Beobachtung (Wahr-Nehmung) Realität entsteht. Es plädiert dafür, die Konspirologie aus der Verbannung als schmutzige, unscharfe Erkenntnistheorie zu befreien und als kritische Wahrnehmungswissenschaft ernst zu nehmen. Wenn es vor einigen Jahrhunderten naiv war und als Aberglauben galt, hinter den Dingen unsichtbare Drahtzieher und Interessen anzunehmen, sollte es im vor uns liegenden Jahrhundert als naiv gelten, hinter der Wirklichkeitssimulation der Medien keine Drahtzieher und Interessen zu vermuten. (…)

Hätten sich die Medien, um ihrem verfassungsgemäßen Auftrag zu genügen, mit dem Instrumentarium einer kritischen Konspirologie, einer skeptisch-paranoiden Wahrnehmung ausgestattet, wäre der nahezu flächendeckende Ausfall eines investigativen, recherchierenden, um Objektivität bemühten Journalismus zu vermeiden gewesen. Nur weil verschwörungstheoretisches Denken als Tabu galt, dröhnte aus allen Kanälen unhinterfragt dieselbe Propaganda. Doch ich wage die These, dass sich dies nach der Erfahrung mit der Rezeption des 11.9. ändern wird und die »schmutzige« Erkenntnistheorie des Verschwörungsdenkens als Werkzeug eines »sauberen« Journalismus zunehmend unverzichtbar wird.”

Update: Die derzeit orthodoxe, offizielle Verschwörungstheorie vom Superschurken Osama Bin Putin erreicht in der sog. Qualitätspresse mittlerweile höchstes Kabarett-Niveau:  “Putins Tiger reißt fünfzehn chinesische Ziegen”.  War’s damals die “Pardon” oder die Schülerzeitung die textete “Deutscher Schäferhund leckt Sorayas Brustkrebs weg!” – es war jedenfalls Satire. Die FAZ aber meint’s mit solchen Verschwörungsheadlines ernst: selbst unschuldige Zicklein in China sind vor Vladimir dem Schrecklichen nicht mehr sicher….

7
Aug, 2013

Auf einmal sind alle Verschwörungstheoretiker

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fedds_dees-300x255Für die heutige Ausgabe der taz habe ich einen kleinen Kommentar zu dem Wandel des Begriffs “Verschwörungstheorie” geschrieben. Offenbar scheint verschwörungstheoretisches Denken mittlerweile auch in solchen Redaktionen angekommen, in denen der Begriff “Verschwörungstheorie” bis vor Kurzem allein der Diffamierung unerwünschter Nachrichten diente.Wer vor einigen Wochen noch behauptet hätte, dass die Geheimdeinste den kompletten Internetverkehr und sämtliche Telefonate abschnorcheln, wäre ohne jedes Zögern als verrückter Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden, der mit seiner pathologischen Paranoia völlig unbegründetes Misstrauen sät. Jetzt, wo sich die Aussagen dieses Verrückten als zutreffend und wahrheitsgetreu erwiesen haben, kann er sich freilich auch nichts dafür kaufen. Denn nun heißt es: Dass Geheimdienste spitzeln, war doch sowieso schon immer klar!

11
Sep, 2012

Elf Jahre danach

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Als nach  dem Mord an John F. Kennedy im November 1963 umgehend eine Untersuchungskommission eingerichtet wurde, die den verrückten kommunistischen Einzeltäter  Lee Harvey Oswald der Tat beschuldigte, dauerte es 15 Jahre, bis eine vom Kongress eingesetzte weitere Kommission, das House of Representatives Select Committee on Assassinations (HSCA), der Wahrheit zumindest ein Stück näher kam und bekundete, dass JFK “wahrscheinlich” zum Opfer einer Verschwörung geworden war.  Zu ermitteln, welche Verschwörer  am Werk waren, war dem HSCA nicht  möglich:  ” Ich glaube nicht mehr, dass wir in der Lage waren eine angemessene Untersuchung der CIA und ihrer Beziehung zu Oswald durchführen konnten”, sagte der Staff Director des HSCA, Robert Blakey, zum 40. Jahrestag der Ermordung 2003.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 dauerte es 15 Monate, bis die US-Regierung den Fall überhaupt untersuchen ließ, mit dem Ergebnis dass wiederum verrückte Einzeltäter verantwortlich gemacht wurden: 19 islamistische Studenten mit Teppichmessern und ihr Anführer  Osama Bin Laden, der das Ganze aus einer afghanischen Höhle steuerte. Doch zu ermitteln, wer hinter diesen Tätern steckte, war der Untersuchungskommission auch dieses Mal nicht möglich. “We were set up to fail” bekundeten die Leiter der Kommission Thomas Kean und Lee Hamilton nach Abschluss ihres Reports – und der Grund, warum die Untersuchung zu Scheitern verurteilt war, war einmal mehr, dass es nicht möglich war, eine ordentliche Untersuchung der CIA und ihrer Beziehungen zu den angeblichen Tätern durchzuführen.

Dass es in beiden Fällen gelang, diese Pseudo-Ermittlungen als historische Wahrheit zu etablieren, hatte mit der gespenstischen Weigerung der Massenmedien zu tun, den gut belegten Zweifeln an diesen Einzeltäter-Theorien nachzugehen. Eine Woche nach den Anschlägen schrieb ich auf Telepolis:

“Es gibt viele, viele offene Fragen – angefangen von der offenbaren “Operation Schlafmohn” der Geheimdienste und der Flugsicherung, die erst, als es knallte, aus ihrem Koma erwachten – und es ist viel zu früh, auf alle sofort eine Antwort zu verlangen. Aber gestellt müssen diese Fragen werden, und zwar jetzt. Nicht, um die unübersichtliche Komplexität der Lage auf eine simplifizierende Verschwörungstheorie zu reduzieren – eben darin übt sich ja gerade der Mainstream der Medien -, sondern im Gegenteil: um im Dienst der Wahrheitsfindung dumm machende Simplifizierungen und ihre gefährlichen Konsequenzen zu verhindern.”

Dieser Vorwurf an die Medien, nicht im Dienste der Wahrheitsfindung zu arbeiten, sondern eine dumpfe Verschwörungstheorie zu verbreiten, blieb nicht unbeantwortet – fortan wurde jeder, der Zweifel äußerte und Fragen stellte vom Medienmainstream als idiotischer “Verschwörungstheoretiker” diffamiert. Dass es sich dabei um einen billigen Abwehrzauber handelt änderte nichts an der Tatsache, dass er bis heute angewandt wird. Mainstream-Journalisten für eine Aufklärung der Verbrechen zu interessieren ist nach wie vor kaum möglich.

Aber – und wegen der Wichtigkeit füge ich ein zweites “aber” hinzu: Aber aber:

“Sich abzufinden mit einem Höhlenmärchen als historischer Wahrheit und 9/11 ad acta zu legen, kann nur, wer sich auch mit dem fatalistischen Ausblick abfinden will, dass wir schon in einem postdemokratischen, neofeudalen System leben, dessen rechtsstaatliche Fassade nur noch Kosmetik ist, hinter dessen Kulissen private Armeen und Geheimdienste die Exekutive übernommen haben und ausführen, was Finanz- und Industrie-Oligarchen in diskreten Hinterzimmern beschließen und von ihren Stenografen und Megafonen – den Medien – durch die Wiederholungsschleifen orgeln lassen. Nur wer in einer solchen Welt leben mag, kann die Verbrechen auf sich beruhen lassen. Allen anderen bleibt zum  Jahrestag nur die Forderung: Re-investigate 9/11!”

11
Aug, 2012

Die vierte Macht

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“Professionelle Publizistik? Warum recherchieren und argumentieren, wenn man doch diffamieren kann? Seit den Terroranschlägen von New York habe der Begriff von der Verschwörungstheorie eine erstaunliche Karriere gemacht, sagt Bröckers. Vom neutralen Ausdruck zum Schimpfwort. Vom deskriptiven Begriff für eine auf Indizien und Spuren beruhenden Hypothesenbildung zur diskriminierenden Diskurskeule. Vom analytischen Werkzeug zum Tabu. Welcher Teufel scheint unsere Medien zu reiten, wenn es um die Klärung eines Falles geht, dessen Auswirkungen in den Demokratien der sogenannten freien Welt noch gar nicht abzusehen sind? Der wie kein anderer die Angst in den Gesellschaftskörper implantiert hat. Die Angst vor dem internationalen Terrorismus, der wir sukzessive und beständig unsere Freiheiten opfern, was den Medien, die sich doch gerne als demokratisches Kontrollorgan verstehen, eigentlich übel aufstoßen müsste.”

Was leider nur in den seltensten Fällen und in Sachen 9/11 gar nicht geschieht. Darüber und über die Rolle der Medien und die Pflicht des Journalisten bei der Suche nach “Wahrheit” auch in die Jauchegrube hinabzusteigen hat mich Dirk C. Fleck im vergangenen Dezember befragt – für ein Porträt über Journalisten in Zeiten der Krise. Zusammen mit Porträts 25 weiterer Kollegen ist es jetzt bei “Hofmann und Campe” erschienen: “Die vierte Machte – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten”. Das Buch war heute morgen in der Post, ich nehme es jetzt mit in die Sonne – das Schlußwort von Dirk Flecks Vorwort, eine alte Londoner Redaktionsweisheit, hat mich mit den zu erwartenden lausigen Kollegen vorab zumindest ein bißchen versöhnt: “Journalism is a lousy job, but better than working.”

21
Jun, 2012

Inside 9/11

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Paul Schreyer hat eine neue Webseite aufgelegt, 9/11-Fakten – Information statt Spekulation : “Abseits von Theorien jeder Art gibt es eine Reihe erwiesener Fakten. Sieben davon sollen hier vorgestellt werden, zusammen mit ihren jeweiligen Quellen, nachprüfbar für jedermann. Viele Details sind neu. Die meisten der hier zitierten Quellen wurden 2011 oder 2012 veröffentlicht. Ziel ist die Beförderung einer offenen und sachlichen Diskussion dieser Fakten.” Hier das sehenswerte Video zur Einführung:

8
May, 2012

Kognitive Infiltrierung

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Auf die seltsamen Methoden eines Beraters und Vertrauten des US-Präsidenten Barack Obama, Cass Sunstein, im Umgang mit den Zweifeln an der offiziellen 9/11-Legende hatte ich in einem Artikel zum Jahrestag 2010 hingewiesen: “Cass Sunstein empfiehlt in einem Papier die “kognitive Infiltrierung” des 9/11-Truth-Movements. Von der Regierung bezahlte Agenten und Autoren sollen die Bewegung von innen diskreditieren. Die offizielle Verschwörungstheorie soll also dadurch gestärkt werden, dass die Regierung nun selbst alternative Theorien unter das Volk bringt. Nicht um der Wahrheitsfindung willen, sondern um die Verwirrung zu steigern. Wir dürfen also gespannt sein, was zum 10. Jahrestag 2011 da alles aufgefahren wird.”

Bei einer Veranstaltung an der Universität New York wurde der Harvard-Professor jetzt mit seinem Vorschlag konfrontiert – und gefragt, ob ihn derlei Propagandamethoden nicht an Joseph Goebbels erinnern würden… Doch Sunstein will sich nicht einmal mehr richtig erinnern, diesen Aufsatz überhaupt geschrieben zu haben.

Update: Wunderbar ins Bild der Propaganda-Fakes in der Church Of Fear paßt die neueste Version der Unterhosenbombe, die von der CIA bei irgendwem, irgendwie, irgendwo, irgendwann gefunden – aber…. gerade noch rechtzeitig entschärft wurde. War echt knapp !!!

Update 2: Der Bomber “turned out to be a CIA employee”, der Anschlag war erfunden, aber die Unterhose war echt. Immerhin.

16
Mar, 2012

Vorsicht Verschwörung!

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Am 28.2 lief im ZDF die Sendung “Vorsicht Verschwörung” und die Ankündigung machte schon klar, dass dies wieder eine der  Sendungen zu 9/11  ist, die ich mir nicht mehr ansehen kann. Weil der Effekt absehbar ist: nach dem ersten Kopfschütteln, und dem zweiten,  machen sich unweigerlich Empörung und Zorn über den verlogenen Dreck breit, gefolgt von Niedergeschlagenheit, Trauer und anhaltender schlechter Laune.  Zu oft, zumal um den Jahrestag im letzten September herum, hatte ich Ausnahmen gemacht und Beiträge solchen Kalibers angeschaut, in der Hoffnung  auf einen Funken neuer Erkenntnis – oder ein wenigstens ein brauchbares Argument, meine bisherigen Erkenntnisse zu überprüfen oder gar zu revidieren. Aber da kam nichts und wieder nichts,  stattdessen immer dasselbe niveaulose Geschwätz über das V-Wort.  Das will ich mir  mir einfach nicht mehr antun.

Aber zum Glück gibt es depressionsfeste, tapfere Indianer wie Sitting Bull, die sich diesen pseudo-journalistischen Müll  nicht nur gelassen ansehen können, sondern den ekelerregenden Auswurf der Pre$$titutes hernach auch noch auf den Obduktionstisch packen und die Desinformationen haarklein sezieren. Auf dass auch noch der Letzte unter dem medienkritischen Mikroskop erkennen kann, um was es sich  handelt: Propaganda, Desinformation, Lügen. Gäbe es eine Ethikkommission für Journalismus würden die Verantwortlichen  solcher Beiträge -  und  ca. 95 % der gesamten 9/11-Berichterstattung – natürlich  umgehend disqualifiziert. Aber eine solche Aufarbeitung wird wohl erst in 40-50 Jahren geschehen, wenn alle Beteiligten und die meisten Betroffenen schon im Grab liegen und die Historiker der Zukunft anhand sich öffender Archive die Details dieser grandiosen Gehirnwäscheoperation offenlegen. Was schief gelaufen ist kann man freilich jetzt schon feststellen: die Mainstream-Medien haben die Verpflichtung zur Recherche ignoriert und sich zu Stenographen und Lautsprechern der Regierungen degradieren lassen. Und als zumindest einige hellere Köpfe in den Redaktionen merkten, was da läuft, gab es schon kein Zurück mehr -  und so halten sie, wenn sie anständig sind, wenigstens den Mund, oder aber erzählen das Märchen von Osama und den 19 Räubern völlig ungeniert  immer weiter. Weil es sich bei diesem Märchen eindeutig um eine Verschwörungstheorie handelt, für die valide, gerichtsfeste Beweise  nicht vorhanden sind, werden uns Propagandastücke wie “Vorsicht Verschwörung” noch lange erhalten bleiben. Wo ein Märchen als Realität verkauft wird,  muß jede Kritik daran als  irreale Phantasie abgetan werden; und Kritiker als Märchenonkels mit UFO,- Lady-Di oder Bielefeld-Mumpitz in einen Topf gerührt. Anders ist das große Lügengebäude einfach nicht zuhaltern. Uns bleibt da nur die Rolle des kleinen Kindes aus dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider”  und die Feststellung, dass das Osama-Märchen so bar jedes Realitätsgehalts ist wie der Kaiser bei Andersen nackt.

13
Sep, 2011

Die 9/11 Verschwörungstheorie

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Nach der vollen Dröhnung am Wochenende hier die Kurzzusammenfassung: Alles was sie über die 9/11 Verschwörungstheorie wissen müssen – in weniger als 5 Minuten. Weil James Corbett ein wahrer Schnellsprecher ist, hier das Transskript mit allen Quellen:

Everything you ever wanted to know about the 9/11 conspiracy theory in under 5 minutes.

TRANSCRIPT: On the morning of September 11, 2001, 19 men armed with boxcutters directed by a man on dialysis in a cave fortress halfway around the world using a satellite phone and a laptop directed the most sophisticated penetration of the most heavily-defended airspace in the world, overpowering the passengers and the military combat-trained pilots on 4 commercial aircraft before flying those planes wildly off course for over an hour without being molested by a single fighter interceptor.

These 19 hijackers, devout religious fundamentalists who liked to drink alcohol, snort cocaine, and live with pink-haired strippers, managed to knock down 3 buildings with 2 planes in New York, while in Washington a pilot who couldn’t handle a single engine Cessna was able to fly a 757 in an 8,000 foot descending 270 degree corskscrew turn to come exactly level with the ground, hitting the Pentagon in the budget analyst office where DoD staffers were working on the mystery of the 2.3 trillion dollars that Defense Secretary Donald Rumsfeld had announced “missing” from the Pentagon’s coffers in a press conference the day before, on September 10, 2001. Read more

28
Jun, 2011

Das V-Wort

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“While we were not watching, conspiracy theory has undergone Orwellian redefinition. A “conspiracy theory” no longer means an event explained by a conspiracy. Instead, it now means any explanation, or even a fact, that is out of step with the government’s explanation and that of its media pimps”

Paul Craig Roberts’ Beschreibung des Orwellschen Neusprech trifft den Punkt:  der Begriff  “Verschwörungstheorie” hat nichts mehrmit seinem eigentlichen Gegenstand zu tun, dem  Erklärungsversuch einer Verschwörung, sondern dient als diskreditierende Bezeichnung für unerwünschte Abweichungen von der herrschenden Meinung.Wie  hier ausführlich beschrieben handelt es sich dabei nicht nur um den Mißbrauch eines Begriffs sondern auch um den eines analytischen Werkzeugs. Read more

15
Feb, 2011

9/11 Fake-Calls – widerlegt.

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Die Anrufe von Passagieren aus den am 11.9.2001  entführten Flugzeugen haben von Beginn an einige Rätsel aufgegeben, weil sie angeblich vom Mobil-Telefonen ausgeführt worden  sind, was zumindest aus der Reiseflughöhe der Maschinen technisch kaum möglich war.    In meinen Büchern 2002 und 2003 wurden die Merkwürdigkeiten dieser Anrufe ausführlich behandelt und große Zweifel angemeldet, ob sie in der von den Medien berichteten Form stattgefunden haben.  Die Telefonate der Journalistin Barbara Olson aus der AA 77 mit ihrem Mann Theodor Olson, dem “Kronanwalt” der Bush-Regierung spielten dabei eine wichtige Rolle, zum einen als der entscheidende Zeugenbericht einer Entführung der Flugzeuge und zum anderen, weil sich Theodor Olson darüber in Widersprüche verwickelt hatte, ob seine Frau nun über  ein Handy oder ein Bordtelefon gesprochen hatte. Seitdem ist  es in Kreisen der 9/11-Skeptiker mehr oder weniger ausgemachte Sache, dass Olson lügt und die Anrufe nie stattfanden. Read more

11
Sep, 2010

Verschwörungstheorie? Aber sicher!

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Seit den Terroranschlägen vom 11.September 2001 hat der Begriff “Verschwörungstheorie” eine erstaunliche Karriere gemacht – vom neutralen Ausdruck zum Schimpfwort, vom deskriptiven Begriff für eine auf Indizien und Spuren beruhenden Hypothesenbildung zur diskriminierenden Diskurskeule, vom analytischen Werkzeug zum Tabu. Über  “Mißbrauch und Tabuisierung eines analytischen Werkzeugs nach 9/11″ erschien heute ein  Essay auf Telepolis.

Außerdem fragte mich die “Junge Welt”: Was bedeutet der 11. September für Sie?

“Erstmal Staunen, daß schon neun Jahre vergangen sind seit den Anschlägen – und daß die Verbrechen in dieser Zeit noch immer nicht aufgeklärt sind. Da geht das Staunen schon in Kopfschütteln und auch in Zorn über. Und in Entsetzen über den Zustand von Politik und Medien, die uns das Schauermärchen von Osama und den 19 Teppichmessern bis heute als Realität verkaufen.”

Das heißt, Sie setzen sich noch immer mit dem Tag auseinander ?

“Es war ja eher ein Zufall, daß ich mich überhaupt so intensiv damit befaßt habe. Im Sommer 2001 hatte ich mit einem Buch über Verschwörungen und Verschwörungstheorien begonnen, die ich strukturell anhand historischer Beispiele untersuchen wollte. Am 11. September riß mich ein Anruf aus dieser Arbeit und ich schaltete den Fernseher an: Die Türme standen noch, da wurde zum ersten Mal der Name Osama Bin Laden genannt. Blitzschnell wurde er dann vom Verdächtigen zum einzig möglichen Schuldigen. Und mit diesem Paradoxon – ein völlig überraschender, unfaßbarer Anschlag einerseits, aber andererseits zieht man den Täter sofort aus dem Hut – war ich wieder mitten in meinem Thema: Wie mit Verschwörungstheorien Feindbilder und Sündenböcke konstruiert werden und wie solchen Theorien – denen ja per se der definitive Beweis fehlt – in der Praxis immer wieder gern nachgeholfen wurde, mit Aktionen unter falscher Flagge.”

Das ganze Interview hier

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