Weil nicht nur synthetisches THC, sondern auch natürliche Hanfblüten (Marihuana) eine hervorragende Medizin für zahlreiche Beschwerden sind – die ARD berichtete unlängst zB über den Einsatz in israelischen Altersheimen , hier eine Übersicht über die erstaunlichen kilnischen Studien der letzten Jahre (PDF) – wurden sie in vielen Ländern der Welt mittlerweile wieder in die offiziellen Arzneibücher aufgenommen und können verordnet und angewendet werden. Bei vielen Patienten wirkt die Kombination der Pflanzenwirkstoffe besser als der isolierte Hauptwirkstoff THC, der zudem sehr teuer ist. In Deutschland ist die legale Verwendung von natürlichem Hanf als Medizin nur mit einer Ausnahmegenehmigung der “Bundesopiumstelle” möglich, wobei die Behörde diese Genehmigung gerne auch verweigert oder hinauszögert. Dass kranke Menschen Gerichte bemühen müssen, um an die Medizin ihrer Wahl zu kommen, wäre nur dann kein Skandal, wenn es sich bei Cannabis um einen Stoff handeln würde, mit dem ein Patient sich selbst oder andere schwer schädigen könnte und der deshalb unter scharfer Kontrolle stehen sollte. Doch die gesamte Medizingeschichte kennt keinen einzigen Cannabistoten, jedes Küchenkraut aus dem Gewürzschrank ist überdosiert gefährlicher für Leib und Leben als Hanf, von frei verkäuflichen Medikamenten wie Aspirin oder Paracetamol ganz zu schweigen. Dass deren Mißbrauch jährlich Dutzende von Todesopfern fordert erfährt man zwar kaum in der “Apothekenrundschau” oder anderswo in den Medien, ist aber ebenso eine Tatsache wie die toxikologische Unbedenklichkeit von Cannabis. Dass auch Cannabis mißbraucht werden, kann steht dabei außer Frage – und eine rationale Gesundheitspolitik hätte dafür zu sorgen, dass dieser Mißbrauch eingedämmt und die dadurch entstehenden Schäden so gering wie möglich gehalten wird. Dass die Prohibtion, der War On Drugs, dazu ungeeignet ist, weil er mehr Schaden verursacht als verhindert, ist mittlerweile zwar vielfältig und wissenschaftlich solide nachgewiesen, in der Politik aber noch nicht angekommen. Und so kommt es, dass dieser irrationale Drogenkrieg auch noch auf dem Rücken von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen ausgetragen wird, denen man den Zugang zu einem uralten und ungiftigen Heilkraut verweigert.
Darum geht es auch in den letzten ca. 20 Minuten des ausführlichen Gesprächs über “Hanf – die diskriminierte Wunderpflanze” , das Michael Vogt 2011 in der Schweiz mit mir anläßlich der 41. Auflage des Hanfbuchs führte – zuvor erörtern wir die anderen nützlichen und wahrhaft universellen Eigenschaften der Pflanze und die Hintergründe, die in den 1930er Jahren zur Dämonisierung und dem Verbot des Hanfs führte.
Wow! Georg Wurth, Chef des 
“Das Internet ist nicht das, wofür ich es so lange gehalten habe”, schreibt Sascha Lobo in der heutigen Ausgabe der
Zum Jahresauftakt hatte ich für das Bulletin von ENCOD – der “European Coalititon For Just and Effectiv Drug Policies” – einen 