Wachstumsbranche GWOT

Zum Jahresbeginn hat Lars Schall dankenswerter Weise Peter Dale Scotts Analyse zur Lage auf dem geopolitischen Schachbrett  – “The Real Grand Chessboard and the Profiteers of War“ – übersetzt, die sich nicht nur mit der Schachbrett-Metapher des ehemaligen US-Sicherheitsberaters Brezisnki auseinandersetzt, sondern vor allem ein Auge auf die Profiteure dieses großen Spiels, die PMCs (Private Military Contractors) wirft. Private Unternehmen, die nicht nur die Hardware, die Software und die Södner für diese imperialen Kriege zur Verfügung stellen, sondern auch ihre eigene Geheim,-und Nachrichtendienste betreiben – und nicht nur Nachrichten zur Führung von Kriegen liefern, sondern auch solche, die sie erst heraufbeschwören. Präsident Eisenhowers Warnungen vor dem Zugriff des militärisch-industriellen Komplexes auf die Politik bei seiner Abschiedsrede 1960 – die Scott seinem Essay voranstellt – waren vergeblich, der Würgegriff der Kriegsprofiteure wurde stärker und stärker und seit 9/11 gibt es kaum ein Halten mehr:

9/11 war eine persönliche Tragödie für Tausende von Familien und eine nationale Tragödie für ganz Amerika, diente aber den Interessen der privaten Geheimdienst- und Militärauftragnehmer, einschließlich SAIC (Science Applications International Corporation – einer der größten PMCs, MB) . Infolge der Anschläge hat die Bush-Administration den ‘Global War on Terror‘ (GWOT) gestartet, dessen Hauptkonsequenz es war, zig Milliarden in die Unternehmen zu kanalisieren, die versprachen, dass sie etwas – irgendetwas – tun könnten, um zu helfen. SAIC war bereit. Vier Jahre zuvor, die nächste große Quelle an Einkünften vom Staat antizipierend, hatte SAIC das Zentrum für Anti-Terror-Technologie und -Analyse eingerichtet. Laut SAIC war der Zweck der neuen Einheit, ‘einen umfassenden Überblick über terroristische Bedrohungen‘ einzunehmen, ‘einschließlich der vollständigen Palette von Massenvernichtungswaffen, mehr traditionellen hochexplosiven Sprengstoffen und Cyber-Gefahren für die nationale Infrastruktur.‘ Im Oktober 2006 teilte das Unternehmen etwaigen Investoren schlankweg mit, dass der Krieg gegen den Terror weiterhin eine lukrative Wachstumsbranche sein werde.“

Man muß keine Prophet sein um sicher vorherzusagen, dass trotz aller Imponderabilien der Konjuktur dieser Trend weiter anhalten wird – zumal es ein Leichtes ist, ein bißchen Terror zu veranstalten, um die Budgets für “Anti-Terror” und “Sicherheit” weiter aufzupumpen. Kein Probem solange das Zauberwort “9/11” weiter funktioniert und das Lügengebäude   – wie etwa aktuell die vertuschte Liaison von CIA, Saudi-Geheimdienst und Hijackern, die Kevin Ryan noch einmal aufgedröselt hat – mit aller Medienmacht vor der Aufdeckung bewahrt wird. Was nicht wundert, wenn man sieht, wie einer der “Greatest Hits” der CIA – der Mord an JFK – selbst nach 50 Jahren noch mit spitzen Fingern angefasst wurde. 95 % aller Beiträge darüber lassen nach ein wenig Rumgeeiere über berechtigte Skespsis und “Verschwörungstheorien” das Märchen vom Einzeltäter Oswald durch den Realitäts-TÜV. Wenn selbst solche Oldtimer dem kritischen Blick journalistischer Inspektoren entgehen und als wahrheitstauglich freigegeben werden, ist das Märchen vom Einzeltäter Osama und den 19 Tepichmessern logischerweise noch viel zu frisch, um schon demontiert und aus dem Verkehr gezogen zu werden. Zumal an dem Zauberwort dieses Märchens Milliarden hängen, in den letzten 13 Jahren und –  so GWOT will – noch ein paar Jahrzehnte länger…

 

Don’t let the System get you down!

2014 könnte interessant werden: 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten, 25 Jahre nach dem Mauerfall….und immer noch nix dazugelernt ? Schaun wir mal, wie sich der Kalte Krieg – “böser” Putin (trotz freigelassener Oligarchen,Pussy-Tussis und Snowden-Asyl) vs. “guter” Obama (trotz NSA, Drohenmorden und Guantanamo) weiter entwickelt. ARD, CNN & Co. sind auf jeden Fall durch RT.com zu ergänzen, wie überhaupt  beim Medienkonsum die Sensibilisierung des persönlichen BB (Bullshit & Brainwashing) -Detektors dringender denn je angeraten ist…

Allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein inspirerendes neues Jahr!

Neujahr

JFK Feedback

Einige der Beiträge zu meinem JFK-Buch, die schon in der Rezensions-Übersicht gelistet sind, sind jetzt auch auf youtube anzuschauen – hier der Bericht des Wissensmagazins Lexi-TV im MDR:

… sowie die Talkshow auf Servus TV

 

Die weiteren Teile folgen hier(2), hier(3), hier(4) und hier(5)
Auch im RBB-Kulturradio wurde das Buch besprochen, sowie im Deutschlandradio,  in der Kölnischen Rundschau, derFrankfurter Rundschau,  und im Blog von Stefan Schaer. Mein Lieblings-Finanzjournalist Max Keiser hat dankenswerter Weise  das Gespräch mit Peter Dale Scott über JFK verlinkt.

“The public must be satisfied”

Broeckers_JFK_web-1

Dass die Warnung “Beware of Brainwashington!” vor dem Jahrestag des JFK-Mordes angebracht war, zeigten die in den letzten Tagen gedruckten und gesendeten Beiträge, in der  die nach wie vor so genannten “Qualitätsmedien” durch die Bank die Geschichte des Einzeltäters Oswald und den Befund der Warren-Kommission von 1964 nachbeteten. Die Befunde der beiden späteren offiziellen Kommissionen, des “House Select Commitee of Assassinations” (HSCA), das 1977 eine Verschwörung für wahrscheinlich hielt, und des “Assassination Records Review Board” (ARRB), das 1998 eine solche Verschwörung u.a. anhand der manipulierten Autopsiefotos bewiesen hat, wurden durchweg ignoriert. Stattdessen feierten neue pseudo-wissenschaftliche “Beweise”  der magischen Kugel fröhliche Urstände, wurde der obskure Bestseller des TV-Moderators Bill O’Reilly “Killing Kennedy” als Beweisschrift für den Einzeltäter Oswald angeführt und durchweg suggeriert, dass die (Nicht-)Ermittlung der Warren-Kommission auch nach 50 Jahren der Wahrheit am nächsten kommt und daneben nur unbewiesene Verschwörungstheorien existieren.

Dass Dutzende bewiesener Fakten gegen einen “lone gunman” sprechen, dass Oswald angesichts dieser Fakten in einer ordentlichen Gerichtsverhandlung mit ziemlicher Sicherheit freigesprochen worden wäre – all dies war den den Schurnalisten von FAZ bis Spiegel, von SZ bis ARD & ZDF keine Erwähnung, geschweige denn ein paar eigene Recherchen wert. Was kein Wunder ist, denn diese hätten schnell dazu geführt, dass Oswald nichts anderes als ein weitgehend ahnungsloser Sündenbock – ein “sheep-dipped patsy” – war, was dann selbstverständlich zu der Frage führt, wer denn als Hirte dieses verwirrten Schafs fungierte. Wobei diese Frage schon nicht gestellt werden darf, weil sie in vermintes Gelände (Militär, CIA, FBI) führt… und dahin wagen unsere Schurnalisten auch nach 50 Jahren keinen Schritt und verabreichen ihrem Publikum auch nach einem halben Jahrhundert weiter ungeniert Beruhigungspillen wie die “magische Kugel”. Wo aber selbst bei einem uralten Fall wie dem JFK-Mord die Fakten wie eine heiße Kartoffel nicht einmal mit der Kneifzange angefasst werden, kann man sich ausrechnen, wie sich die Medien bei aktuellen  “Staatsverbrechen gegen die Demokratie”  verhalten.

Heute vor 50 Jahren wurde John F. Kennedy beerdigt – und Bundesanwalt Katzenbach sandte ein Schreiben ans Weisse Haus: “The public must be satisfied that Oswald was the assassin; that he did not have confederates who are still at large; and that evidence was such that he would have been convicted at trial.” 72 Stunden nach dem Mord waren die Ermittlungen abgeschlossen, der Angeklagte durch den Mafia-Handlanger Ruby erschossen und dank der Kooperation der Medien, die keine weiteren Fragen  und das Publikum zufrieden stellten, sind die Täter (bzw.ihre Nachfolger) bis heute unter uns.

Magic Bullet – Das lange Leben einer Zauberkugel

Die Legende des Kennedy-Mörders Lee Harvey Oswald als Einzeltäter steht und fällt mit dem Glauben an eine “magische Kugel”, die den Präsidenten durchschlug und bei dem vor ihm sitzenden Gouverneur Conally zahlreiche Wunden verursachte. Bis heute wird diese Zauberkugel der Öffentlichkeit verabreicht – als Beruhigungspille, um jede Aufregung über eine Verschwörung zur Ermordung Kennedys zu verhindern. Dass sich der Glaube an die Absurdität einer Zauberkugel so lange halten konnte, hat mit den im National Archiv lagernden Autopsiefotos und Röntgenbildern zu tun – diese wurden, wie eine vom US-Kongress eingesetzte Kommission 1999 feststellte, nachträglich manipuliert.
Zum heutige Jahrestag hat Telepolis einen Auszug aus dem Kapitel über die magische Kugel gebracht.

Auf taz.de ist ebenfalls ein Beitrag von mir erschienen: Was heißt hier Verschwörungstheorie ?

Das rätselhafte Attentat

22.11.13 20:19-Bildschirmkopie

 

 

 

 

 

 

Filmbeitrag über das Buch aus der heutigen Sendung von “Lexi TV” – in der Mediathek des MDR.

Der heutige 30-Minuten-Talk bei SWR “Leute” ( läuft Montag Nacht um 2.00 im SWR Fernsehen, Videolink folgt) steht schon als Audio-Podcast zum Download zur Verfügung (MP3 , 26 MB)

Schon am gestrigen Donnerstag lief auf Servus TV die Talkshow über JFK, die am Dienstag in Salzburg aufgezeichnet wurde,  und kann in der Mediathek angeschaut werden.

 

Beware of Brainwashington!

Broeckers_JFK_web-1In den Massen von Infontainement-Müll, Pseudo-Dokumentationen und Un-Journalismus kommen zum 50. Jahrestag der JFK-Ermordung hier und da auch Dinge zum Vorschein, die man noch nicht gehört hat. Wie die Aussage eines der Notfallärzte im Parkland-Hospital in Dallas, Dr. Don Curtis, die in der texanischen Zeitung “Canyon News” zitiert wird – über den Zustand von Kennedys Schädel bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus: “The posterior part of his head was blown out”.  Dass viele andere Zeugen des medizinischen Personal in Dallas dassselbe gesehen haben und die Kommission des ARRB in den 90er Jahren zweifelsfrei beweisen konnte, dass die im Nationalarchiv lagernden Autopsie,-und Röntgenaufnahmen JFKs manipuliert wurden und keinen Schädel zeigen, dessen hinterer Teil nicht herausgesprengt sondern nahezu komplett ist – diese Fakten allein reichen aus, um die aktuelle JFK-Berichterstattung als Schlammflut der Desinformation zu diskreditieren. Ebenso wie das haltlose Geschwätz darüber, dass wegen der vielen “Verschwörungstheorien” die Wahrheit wohl nie ans Licht kommen wird. Denn nicht diese Theorien verhindern das, sondern die Ignoranz, das bewußte Ausblenden, die gezielte Unterschlagung von Tatsachen. Wie eben solcher medizinischer Fakten, die einen Schuß von hinten, eine Eintrittswunde am Hinterkopf – und damit Oswald als Todesschützen – defintiv auschliessen. Damit wissen wir noch nicht, wer es war, aber wir wissen, wer es nicht war – und so hätte jede seriöse kriminalistische Suche nach dem Täter zu beginnen. Selbst wenn die  mangels faktischer Beweise überbordende Psychologisierung der gestörten Persönlichkeit und der Motive Oswalds, die schon der Warren Report und nach ihm ein Wust von Literatur ad infinitum auswalzt – selbst wenn das alles zuträfe: die Fakten schliessen aus, dass er der Mörder Kennedys war! Allein der oben zitierte medizinische Befund, zu dem noch ein Dutzend weitere Beweise kommen (fehlende Schmauchspuren an seinen Wangen, Zeugen, die ihn vor und nach den Schüssen  im Pausenraum sahen, die falsch identifizierte Tatwaffe usw. usf. ) hätten jeden Wald-und-Wiesen-Strafverteidiger in die Lage versetzt, vor Gericht einen Freispruch für den Angeklagten Lee Harvey Oswald zu erreichen. Dass noch 50 Jahre später kaum ein Schurnalist die Eier in der Hose hat, zumindest das klar und deutlich zu benennen – ohne sich deshalb  in Spekulationen oder Hypothesen zu ergehen – wirft ein bezeichnendes Licht auf die gesamte Medienbranche, deren Vertreter deshalb mit Fug und Recht mehreitlich asls Pre$$titutes bezeichnet werden müssen. Sie lügen für Geld und vermüllen die Gehirne ihres Publikums – und morgen gibt es die volle Dröhung, weshalb die Parole nur lauten kann: Beware of Brainwashington!