Ende letzten Jahres habe ich über den äußerst mysteriösen Fall des asiatischen Goldschatzes berichtet, den ein Bevollmächtigeter der sogenannten Dragon Family vor ein US-Gericht gebracht hat und in dem es um Gold im Wert von 1,1 Billionen Dollar geht (pdf). Mittlerweile gibts es zum einen ein Interview mit dem Kläger, und zum anderen eine indirekt mit diesem Fall verbundene quasi offizielle Bestätigung, in Form einer Rede vor dem britischen Oberhaus, die Lord James of Blackheath vergangene Woche dort hielt – und Dokumente über illegale Gold,- und Geldwäschegeschäfte im Ausmaß von sagenhaften 15 Billionen Dollar vorlegte, in die FED und europäische Großbanken verwickelt sein sollen.
Zugegebenermaßen durchschaue ich den gesamten Sachverhalt noch nicht – und seinen Zusammenhang mit den großen Mengen von asiatischem Gold, das in den 30er Jahren bei der Federal Reserve Bank deponiert wurde und für das entsprechende Bonds ausgestellt wurden. Weiteres Gold soll in den 60er Jahren in die USA gekommen sein, als der Bevollmächtigte des asiatischen Golddepots, Indonesiens damaliger Präsident Soekarno, mit John F. Kennedy darüber eine Vereinbarung traf. Die im “Chiasso Zwischenfall” an der italienischen Grenze zur Schweiz 2009 beschlagnahmten Bonds im Wert von 135 Milliarden Dollar beziehen sich auf Teile dieses Golddepots, von denen der Kläger Neil F. Keenan, als Bevollmächtigter des Soekarno-Erbes, behauptet: “The IMF, the World Bank, the BIS (Bank für internationale Zahlungsausgleich) and the many federal banks, Sarkozy, Blair, the Bushes and many others have continually used them illegally.”
Eine anonyme Insidergruppe namens “White Hats” berichtet seit November 2010 über dieses geheime Finanzsystem und behauptet, über Informationen “from high level “inside” intelligent sources” zu verfügen mit denen sie die gesamte Verschwörung auffliegen lassen will. Dass es seit Jahresbeginn schon 101 Rücktritte von Direktoren und leitenden Mitarbeitern von Großbanken gab, führen sie bereits auf diese Enthüllungsarbeit zurück – und fordern jetzt eine offizielle Untersuchung der drei Überweisungen über jeweils 5 Billionen (trillions) US-Dollar von JP Morgan an die Royal Bank of Scotland im Jahr 2009. Während sich die meisten Berichte der “White Hats” eher durch wissendens Raunen als durch konkrete Nachvollziehbarkeit auszeichnen, sind diese Transaktionen mit Dokumenten belegt, die auch Lord Blackheath dem Oberhaus vorlegte – und alleine das gäbe in der Tat Anlaß für eine strenge Untersuchung der Hintergründe. Die Mainstreammedien schweigen sich unterdessen weitestgehend aus bzw. berichten weiter ausführlich über die Großverschuldung Griechenlands und nahezu aller anderen Staaten. Die allerdings schrumpfen angesichts dieser illegalen Billionen gleichsam zu Peanuts. (Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten EU betrug 2009 etwa 16 Billionen Dollar)
Irgendwie scheint mir die Undurchsichtigkeit der ganzen Geschichte damit zu tun zu haben, dass sich hier Großkriminelle – anders als kriminell können derart gigantische Vermögen gar nicht entstehen – offenbar gegenseitig über den Tisch gezogen haben und deshalb nicht zur “Polizei” gehen können. Der laut Lord Blackheath um 15 Billionen erleichterte Mr. Yohannis aka James Riyadi war laut Wikipedia ein Geschäftspartner von Jackson Stephens, dem Tycoon von Arkansas, desen Name in nahezu jedem größeren Geheimdienstskandal der letzten Jahrzehnte auftaucht, von Iran-Contra über BCCI bis 9/11. Wer in diesem Fall also die Guten oder die Bösen sind, ist schwer zu entscheiden – und hinterläßt die Befürchtung, dass diese ganzen Enthüllungen zu nichts führen werden. Zum einen, weil Korruption immer nur eine Frage der Nullen vor dem Komma ist – wer würde bei 500 Millionen nicht schwach ? – und zum anderen weil auch in diesen Kreisen die Regel gilt: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.
Ist Georg Schramm schon Bundespräsident ?
“Wenn der
Der “Freitag” hat einen schönen Artikel des “Observer” über den Biologen