Jetzt hat sich herausgestellt, dass auch der Attentäter von Toulouse “möglicherweise” ein Informant des Geheimdienstes war und noch aus dem belagerten Haus versucht hatte, seinen Kontaktmann anzurufen. Hmmmh. Langsam müßte man ja mal einen Preis für “authentischen Terror” aussetzen, oder, weil man grausame Verbrechen nicht belohnen kann, zumindest ein Gremium einsetzen, das einen aktiven Terroristen ausfindig macht, der NICHT an der Leine irgendeines Dienstes geführt wird – oder einen Terroranschlag, dessen Spuren NICHT auf staatliche Hintermänner und Helfershelfer schließen lassen. Gibt es so etwas überhaupt noch ? Sind autonome, auf freier Wildbahn agierende Terroristen eine aussterbende Art ? Kommen sie nur noch als paranoide Psychopathen wie der Broder-Fan Breivik vor ? Oder steckt, wie seit 9/11 hinter jeder brennenden Mülltonne, eigentlich nur und immer wieder “Al Qaida” dahinter ? Und wenn ja, wie schafft dieses magische Netzwerk diese unglaubliche Ubiquität und Allgegenwart ? Und “radikale Islamisten”, die mit Religion gar nichts am Hut haben ? Ist das noch echter Terrorimsus – ein Bug im zivilgesellschaftlichen System ? Oder schon ein Feature – eingebauter Automatismus, um die Schäfchen in der Church of Fear zu halten ?
Aus machiavellistischer Perspektive macht es ja durchaus Sinn, den Terror selbst zu veranstalten und dann durch seine Bekämpfung und Beseitigung die eigene Macht,- und Kontrollposition weiter auszubauen – alles nach der Methode: “Bereite die Lösung vor und schaffe dann das Problem”, die schon seit Marcus Crassus (70 v.Chr.) erfolgreich praktiziert wird. Und einen gewaltbereiten, an der Leine geführten inoffiziellen Mitarbeiter pünktlich zum Wahlkampf von der Kette zu lassen, um dann die erfolgreiche “Jagd” auf ihn zu einer 30-stündigen weltweiten TV-Ereignis zu machen, paßt da ins Muster. Dazu noch ein paar “Al Qaida”-Gerüchte ständig wiederholen – und schon ist die Bevölkerung wieder auf die Frontlinie im War on Terror und Clash of Civilisations eingeschworen. Der Taliban ist eben überall, auch wenn er ein frustrierter Fremdenlegionär ist.
Die Taliban in Afghanistan allerdings sind keine Terroristen, sondern Freiheitskämpfer, die ihr Land gegen eine Besatzungsmacht verteidigen. Als Freiheitskampf findet “echter” Terrorismus nur da statt, wo gegen Besatzungsmächte und Unterdrückungsregime gekämpft und Terror für militärisch unterlegene Partisanen das letzte und einzige Mittel ist – die Autobombe als “Airforce des kleinen Mannes.” Hinter dem indessen, was im Westen und zuletzt in Toulouse als Terrorismus (und Terrorismusbekämpfung) inszeniert wird, stecken statt des “kleinen Manns” so gut wie immer der Große Bruder und seine Schlapphüte…
Gibt es eine “Generation 9/11 ?”
Gestern früh um 5.41 ist mit Juri mein drittes Enkelkind, der zweite Enkelsohn und der nächste “Stammhalter” sicher und wohlbehalten auf der Erde gelandet. Früher, als die Frauen noch das Heft in der Hand hatten und die Männer noch echte “Husbands” waren – die ans Haus gebundenen, die nur Kinder zeugen und arbeiten durften – spielte das keine große Rolle, aber seit ca. 4.000 Jahren haben die Männer (zumindest pro forma) die Regie übernommen und die meisten Kinder tragen den Namen ihres Vaters. Das war bei meinem Sohn so und ist auch jetzt so – die Fortsetzung der “Dynastie” ist also zumindest für die nächste Generation sichergestellt. Auch wenn jedes Kind ein Glück und ein großer Gewinn ist,freut das denn Großvater noch ein mal ganz besonders. Nach dem anstrengenden Anflug hat der kleine Juri sich an seinen ersten Tag auf dem Raumschiff Erde erstmal ausgeruht und meistens geschlafen. Aber auch so hat er sicher gespürt, dass er seinen Eltern und der ganzen Familie herzlichst willkommen ist. Happy Birthday!!!
Zum von der UN 2012 ausgerufenen