Eine prominent besetzte “Global Commission on Drug Policy” hat sich in einer Studie für die Entkriminalisierung von Drogen ausgesprochen. Dazu hab ich heute einen Kommentar für die taz von morgen geschrieben:
Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert. Es ist wahrlich keine neue Erkenntnis, mit der die Global Commission on Drug Policy jetzt an die Öffentlichkeit tritt. Doch die prominente Besetzung der internationalen Kommission sowie die Eindringlichkeit ihres Appells könnten dafür sorgen, dass die Forderung nach einem Ende des war on drugs endlich mehr Gehör findet: “Die politischen Führer sollten den Mut haben, öffentlich zu äußern, was viele von ihnen sich privat längst eingestanden haben: Repressive Strategien werden das Drogenproblem nicht lösen, und der Krieg gegen die Drogen kann nicht gewonnen werden”, heißt es in der Studie der Kommission.
Sie rät, den Drogengebrauch zu entkriminalisieren, legale Modellversuche zu starten und die Behandlungsangebote für Abhängige zu verbessern – Maßnahmen, die nicht nur zu besseren gesundheitlichen und sozialen Entwicklungen führen, sondern auch zu einer Eindämmung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus.
Auch diese Empfehlungen sind keineswegs neu und entsprechen denen, die Vertreter einer schadensmindernden Gesundheits- und Drogenpolitik seit Jahrzehnten aussprechen. Die Dimensionen indessen, die drogenfinanzierte Bürgerkriege und Terror etwa in Mexiko oder in Afghanistan erreicht haben, machen ein internationales Handeln nötiger denn je.
Dass der Drogenkrieg die Opfer erst produziert, die er zu retten vorgibt, wird nirgendwo deutlicher als an der aktuellen Situation in Afghanistan, wo Nato und Bundeswehr die größte Opium- und Heroinproduktion aller Zeiten nicht unterbinden, sondern überwachen, weil ihre verbündeten Warlords sich damit finanzieren. Dies ist nur möglich, weil sich mit keinem anderen Produkt der Welt so leicht so gigantische Profitmargen erzielen lassen. Aus Kokablättern oder Opium im Wert von 500 Dollar wird dank der Illegalität eine Ware, die im Endverkauf über 100.000 Dollar einbringt. Nur ein Ende des globalen Prohibitionsdogmas kann dafür sorgen, dass die magnetische Anziehungskraft solcher Gewinnspannen abklingt.
Solange freilich die Geopolitik der USA und ihrer Verbündeten von diesem Drogengeld abhängig ist, so lange wird die Spirale von Schwarzgeld, Gewalt, Korruption und Terror nicht zu stoppen sein. Umso mehr ist dem Appell der Kommission zu wünschen, dass er endlich Gehör findet.

Der Begriff Revisionismus bezeichnet – laut Wikipedia – “Versuche, eine als allgemein anerkannt geltende historische, politische oder wissenschaftliche Erkenntnis und Position nochmals zu überprüfen, in Frage zu stellen, neu zu bewerten oder umzudeuten.” Normalerweise werden revisionistische Umdeutungen erst nach einiger Zeit vorgenommen, im Falle der 9/11-Ermittlungen und der Berichterstattung darüber fanden sie allerdings innerhalb weniger Tage statt. Sämtliche unpassenden Fakten etwa über das un-islamistische High-Life der späteren “Hijacker” in Florida wurden ausgeblendet, eindeutige Aussagen von Zeugen und anderen Kontaktpersonen verschwanden nach einmaligem Auftauchen aus den Nachrichten oder wurden durch gegenteilige Meldungen ersetzt, sodass die 9/11-Untersuchungskommission 2004 ein stimmiges Bild der Hijacker als religiöse, von Osama Bin Laden gelenkte Selbstmord-Attentäter zeichnen konnte. Wie das in Sachen Mohamed Atta mit seinem Besuch in “Shuckums Bar” am 7.9.2001 war, wird in unserem kommenden Buch 

Das US-Verteidigungsministerium hat