Es ist Krieg in Europa. Seit acht Jahren, weil die Bewohner der Krim und der Ostukraine die mit dem “Maidan”-Putsch installierte Regierung in Kiew nicht anerkennen wollten und seitdem von der ukrainischen Armee und faschistischen Milizen beschossen werden – und seit zwei Wochen, als Russland mit einer “militärischen Operation” in diesen Bürgerkrieg eingriff, um eine “De-Militarisierung” und “De-Nazifierung” der Ukraine gewaltsam durchzusetzen. Da der achtjährige blutige Bürgerkrieg in der Ostukraine mit 13.000 Toten und 3 Millionen Flüchtlingen in den westlichen Nachrichten aber nie Thema war, glauben jetzt viele, erst mit dem russischen Einmarsch habe der Krieg begonnen und allein Russland sei der “Aggressor”. Und man kann es den armen Medien-Konsument:innen nicht mal verübeln, denn dem anti-russischen Propaganda-Tsunami, mit dem die Intervention aus jedem Kontext gerissen und der Zoom einzig auf “böse Russen” und ihren wahnsinningen “Diktator” gerichtet wird, ist schwer zu widerstehen.
Den Informationskrieg hat der Westen auf ganzer Linie gewonnen, was aber den realen Kampf “on the ground” und den Wirtschaftskrieg betrifft, sieht die Lage anders aus. Und das nicht nur, weil USA und Russland über 90% aller Nuklearwaffen verfügen; auch was konventionelle Luftabwehr und überschallschnelle Rakten betrifft, kann Russland sich gegen die materialmäßig 10-fache Überlegenheit von NATOstan erfolgreich wehren. Das deshalb in der Ukraine zur Zurückhaltung gezwungen ist. Die Zeiten, in denen die Flugzeugträger der US-Navy irgendwo vorfahren und ein wehrloses Land in Schutt und Asche legen konnten, sind vorbei, gegen Kinzhal & seine Freunde können sich die milliardenschweren Dickschiffe genausowenig verteidigen wie jedes andere Ziel. Und mit einem Gegner, der einem per Knopfdruck solche Prachtstücke versenken oder das Weisse Haus einfach kaputtmachen kann, legt man sich besser nur soweit an, dass es dazu nicht kommt. Diese erzwungene Zurückhaltung sorgt für das aktuelle Paradox von schäumendem Fake-Furor im Informationskrieg ( ACHTUNG: die “Brutkastenlüge” heißt jetzt “Geburtstklinik” _ UPDATE: oder noch nicht?) und Samthandschuhen in der Realität: etwas anderes als einen der beliebten Proxie- oder Stellvertreterkriege, in dem Vasallen, -und Söldnertruppen verheizt werden, kann sich das Imperium nämlich nicht erlauben. Aus diesem Grund können “Freiheit” / “Demokratie” /”Werte” des Westens jetzt nur bis zum letzten Ukrainer (und notfalls bis zum letzten Europäer) verteidigt werden, aber keinesfalls durch die exzeptionalistischen Vereinigten Staaten selbst. “Was den Gegner vom Kommen abhält”, wußte schon SunTzu, “ist die Aussicht auf Schaden.”
Und so darf der traurige Komiker Zelensky auch nicht die Weiße Fahne schwenken und den Forderungen der überlegenen russischen Streitmacht nachgeben – was einer schändlichen Niederlage des Imperiums gleichkäme – sondern muss zum Widerstand aufrufen und einen “Volkssturm” bewaffnen. Nicht um den Krieg zu beenden, sondern um ihn in die Länge zu ziehen und Russland in einen zermürbenden Guerillakrieg, “Afghanistan 2.0” , zu verwickeln. Dieses mal nicht mit fanatischen Islamisten vom Kaliber Mujaheddin/Al Qaida, sondern mit einer Untergrundarmee waschechter Nazis, wobei einige unserer bewährten “moderaten” Al Nusra-Terroristen aus Syrien ebenfalls schon eingeflogen wurden. Der Plan ist nicht neu – wie beim Maidan-Putsch spielten die vom Westen aufgerüsteten Nazi-Milizen bei den Angriffen auf die Donbass-Republiken eine entscheidende Rolle. Sie wurden mittlerweile in die reguläre Armee integriert, ihre Führer von Präsident Zelensky zu Chefberatern ernannt und als “Helden der Ukraine” dekoriert, während ihre Truppen an der “Ent-Russifizierung” arbeiteten und auf Donezk und Luhansk feuerten. Deren im Januar anstehende Anerkennung als unabhängige (und schutzbedürftige) Staaten durch das russische Parlament hatte Russland im Dezember wohl auch den USA mitgeteilt, als es seinen Vertragsvorschlag für eine militärisch neutrale Ukraine, ein atomwaffenfreies Osteureopa und einem Stopp der Attacken auf die Ostukraine schriftlich einreichte. Nachdem man in Washington darauf zuerst gar nicht und dann nur auf Nebensächlichkeiten reagierte, bekam Russland dann im Januar die eigentliche Antwort: US-Waffenlieferungen im Wert von 200 Millionen Dollar trafen in der Ukraine ein. Gleichzeitig prahlte Zelensky auf der Münchner (Un-)Sicherheitskonferenz damit, dass er sich notfalls Atomwaffen beschaffen würde (was wegen noch vorhandener Sowjet-Technologie für die Ukraine machbar wäre), und bekam von NATOstan standing ovations. Zur selben Zeit wurde der Beschuss der Donbass-Republiken massiv verstärkt. Und so bekam das Imperium die gewünschte russische Intervention.
Dass ein NATO-Beitritt der Ukraine eine Rote Linie darstellt und in dem gespaltenen Land zu einem Bürgerkrieg führen würde, der Russland zum Eingreifen zwingt, wussten die USA – wie aus einer von Wikileaks 2008 publizierten diplomatischen Depesche hervorgeht, schon lange sehr genau. Dass der 2014 inszenierte Putsch nicht ganz plangemäß lief und sich mit den industriellen Ostgebieten auch die militärisch relevante Krim abpsaltete, führte dann zu diesem Bürgerkrieg. In den Russland allerdings aktiv nicht eingriff und mit der Nicht-Anerkennung der Ostrepubliken acht Jahre lang versuchte, die Minsk-Verhandlungen für eine friedliche Wiedervereinigung zum Erfolg zu führen. Was freilich nicht im Interesse des Imperiums lag, das seine Unterlinge in Kiew denn auch anwies, Verhandlungsbereitschaft nur pro forma durchblicken zu lassen, ansonsten aber weiter an einer militärischen Lösung zu arbeiten. Auch den NATO-Vasallen Deutschland und Frankreich, die “Minsk” in Gang gebracht hatten, wurde signalisiert, dass erfolgreiche Verhandlungen unerwünscht sind und die Ukraine nicht weiter zu einer friedlichen Lösung gedrängt werden soll, was Herr Steinmeier und seine Kollegen auch brav befolgten. So kam es dann zum Einmarsch der Russen, der leicht hätte vermieden werden können – in einer militärisch neutralen, föderalen Ukraine, die ihren Regionen Autonomierechte zuspricht und sowohl mit der EU wie auch mit Russland Handel und Wandel betreibt. Doch leider dient eine derart befriedete Ukraine nicht dem Planziel von Uncle Sam – die Halliburton und Exxon-Fahnen über Russlands Rohstoffquellen wehen zu lassen und einen Jelzin II. als Präsidentendarsteller im Kreml zu platzieren – weshalb der arme Zelenski, obwohl die Russen bereits über 40% des Territoriums und den gesamten Luftraum der Ukraine kontrollieren, jetzt keine Friedensverhandlungen führen kann. Nicht nur weil es die Herren in Washington verbieten, sondern auch weil seine eigenen Hakenkreuz-Brigaden schon gedroht haben, ihn dann wegen “Verrat” aufzuhängen. Es ist also zu befürchtern, dass NATOstan diese Brigaden weiter vorantreiben und die Ukraine zum Schlachtfeld eines anhaltenden Kriegs machen wird.
(Wird fortgesetzt)
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Für eine Woche verabschiede ich mich in die Berge und lasse den guten Putin weiter einen bösen Mann sein. Kommentare zur Weltgeschichte und mit wichtigen Links werden gelegentlich freigeschaltet.
Es ist schon toll, wie die Empörten in NATOstan jetzt hyperventilieren…und vollmundig “Völkerrecht”, “territoriale Souveränitat”, “Angriffskrieg” und ähnliche Begriffe abspulen, sowie natürlich die seit Killary Clinton gängige “Putin = Hitler”-Analogie. Würden die in den letzten Jahrzehnten begangenen Verletzungen des Völkerrechts und der Souveränität anderer Länder durch diese Bande alle angeklagt, kämen sie aus dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag freilich nie wieder hinaus – weshalb sie als f

