Real Game Of Thrones: Win-Win-Win im Königreich Syrien


Wie zu erwarten war, lies König Donald nicht lange auf sich warten, bis er auf die jüngste Volte im Russiagate-Zirkus – Hillarys Attacke gegen die Anti-Kriegs-Kandidatin Tulsi – reagierte und den 66 Millionen “Follower” genannten  Untertanen, die ihm auf ihren Zwitschergeräten folgen, schlicht mitteilte: “Hillary ist verrückt geworden.”  Zwar waren die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge sowie Sinn und Unsinn bei Donald bekanntlich fließend und niemand im Königreich konnte wirklich einschätzen, was er nun schon wieder meint und ob er morgen nicht das Gegenteil zwitschert, in diesem Fall aber stimmten ihm die allermeisten zu: was die verbiesterte “Königin der Kriegstreiber” da veranstaltete war einfach nur crazy. Und kam als Bumerang umgehend zurück: Tulsi gewann über Nacht 50.000 neue Follower.
Unterdessen stößt der von Donald angeordnete Rückzug seiner Legionäre aus dem Königreich Syrien allenthalben auf harsche Kritik, vor allem weil er den zuvor als Söldner angeheuerten Stamm der Kurden damit im Stich gelassen hätte. Hillary und die anderen Kriegstreiber im Königreich, die man “Neocons” nannte, vergossen reichlich Krokodilstränen über diesen “Verrat”, mit dem sich Donald freilich nur in eine mehr als 100-jährige Tradition der großen Mächte einreihte, die den sehr tapferen aber stets  zerstrittenen Stamm der Kurden für ihre Zwecke mißbrauchten – und dann gnadenlos fallen liesen.
Auf die Idee, den syrischen König Assad mit Gewalt zu beseitigen, waren der Friedhofsnobelpreisträger Obama und seine Vizekönigin Hillary gekommen, denn Assad hatte sich geweigert, durch sein Land eine Leitung legen zu lassen – für schwarzes und gasförmiges Gold aus dem Reich der wahabitischen Wickelmützen, der Verbündeten des exzeptionalistischen Königreichs. Stattdessen wollte er seinen Nachbarn, den schiitischen Wickelmützen des Königreichs Iran, erlauben,  eine “Pipeline” genannte Leitung ans Mittelmeer zu verlegen, um Rohstoffe an das energiehungrige Europa zu verkaufen – und auch  dem Reich des Ultrabösen, das schon eine Leitung namens “Blue Stream” bis in die Türkei verlegt hatte, wollte König Assad dieses lukrative Geschäft ermöglichen.
Das ging Obama und Hillary zu weit, und so heuerten sie mit dem Geld der Wahabiten eine Horde “heiliger Krieger” an, die sich “Al Qaida” oder “Al Nusra” nannten und für einen Kampf gegen König Assad, der es mit dem “Heiligen” nicht so hatte, besonders geeignet schienen. Zwar handelte es sich bei diesen auch “Jihadisten” genannten Horden eindeutig um durchgeknallte Terroristen, da man sie nun aber als Söldner angeheuert und bewaffnet hatte und als exzeptionalistisches Königreich mit solchen Kopf-ab-Barbaren eigentlich niemals zusammenarbeitet, wurden sie von den Herolden und Lautsprechern in “moderate Rebellen” umgetauft. Auch die Kurden im Nordosten Syriens wurden als “Rebellen” angeheuert, sie hatten mit den barbarischen Kopf-ab-Wickelmützen zwar nichts am Hut, erhofften sich aber nach  einem Sieg über Assad ein Stück seines Landes zu ergattern, um endlich ihr eigenes Königreich zu gründen. Ähnliches hatten aber auch die durchgeknallten Jihadisten im Sinn und kaum waren sie von den unsichtbaren Meistern aus Washington mit reichlich Waffen und Material ausgestattet worden, begannen sie, ihren eigenen “Gottesstaat” zu gründen, der “IS” genannt wurde. Und so begann die schöne “regime change”-Idee von Hillary und Obama von Anfang an nach hinten loszugehen – und war dann endgültig erledigt, als König Assad Hilfe aus dem Reich des Ultrabösen anforderte und fortan die formidable  S-400-Kampfdrachenabwehr  seinen Luftraum sicherte, womit die bevorzugte Kriegsstrategie der Exzeptionalisten – wehrlose Länder auf Parkplatzniveau zu bombardieren – ausgeschaltet war.

Der tapfere General Flynn, der als Chef der militärischen Meister der Intelligence dieses Debakel früh hatte kommen sehen und seine damalige Außenministerin Hillary wie auch den regierenden Friedhofsnobelpreisträger mehrfach gewarnt hatte, die wahabitischen Söldner weiter zu fördern und mit Waffen auszustatten, wurde dann bekanntlich von seinen Dienstherrn gefeuert. Und von König Donald nach seiner Inthronistaion gleich als erster Sicherheitsberater wieder eingestellt wurde – um nach  kaum einem Monat als erstes Opfer des Putin-Nazi-Russiagate-Zirkus wieder entlassen zu werden. Im Hintergrund freilich, so war zu hören, soll er als Kenner der Region Donald weiter beraten haben – und hat womöglich, wie es sich auf internationalem diplomatischen Parkett gehört, auch diskret mit allen beteiligten Parteien über eine Lösung gesprochen. Auch mit dem Ultrabösen persönlich, den alle nur “Putin” nannten, und der als diplomatischer Großmeister im geopolitischen Schach galt. So wurde offenbar ein Win-Win-Win-Plan ausgeheckt:  Donalds Truppen ziehen ab, dürfen aber ihre Stützpunkte im benachbarten Reich des Großsultans Erdogan behalten. Den wiederum läßt man ein Stück nach Syrien vordringen um die Kurden unter Druck zu setzen, die er vernichten will und die nun  nahezu wehrlos sind. Ihren tapferen Kriegern aber bietet König Assad jetzt an, Teil seiner Armee zu werden und so vor türkischen Übergriffen geschützt zu sein. Sodann wird eine nunmehr komplett syrische Armee die Landesgrenzen sichern und die Truppen Erdogans müssen sich wieder zurückziehen, weil der Großsultan nunmehr keinen kurdischen Staat an seiner Südgrenze mehr zu befürchten hat. So bleibt das Territorium des syrischen Reichs unversehrt wie es das Völkerrecht ja ohnehin  vorsieht. Erdogan, der gerne noch eine Pufferzone einheimsen möchte, wurde von Putin schon in den Kreml bestellt, um ihm diesen Landgewinn abzuschminken. Verlierer sind, außer den Exzeptionalisten, einmal mehr die tapferen Männer und Frauen vom Stamm der Kurden, die sich für ihre Illusion eines eigenen Königreichs mit der falschen Seite – dem verlogenen und korrupten “Wertewesten” – eingelassen haben. Nun werden sie sich daran erinnern, dass es ihnen als Minderheit unter Assad wenn auch nicht gut, so doch sehr viel besser ging als ihren Cousins in der Türkei, die der Großsultan gnadenlos verfolgt und einsperren läßt.

Die Herolde und Lautsprecher, die die “Kopf-ab”-Jihadisten jahrelang als “moderate Rebellen” hochgejubelt und den gewählten König Assad als “blutigen Diktator” runtergeputzt hatten – nachdem er zuvor, als man mit ihm noch wegen der “Pipeline” verhandelte, stets als “sympathischer Augenarzt” porträtiert worden war, der sogar in London studiert hatte –  schienen angesichts dieser in geheimer Diplomatie ausgehandelte Win-Win-Win-Strategie erst einmal völlig überfordert. Man hatte ihnen noch keine neuen Textbausteine geliefert und so faselten sie über den “Völkerrechtsbruch” durch die Truppen des Großsultans und hatten schon völlig vergessen, dass ja auch die Truppen des exzeptionalistischen Königreichs und ihres “Nato” genannten Kampfverbandes illegal in Syrien sind und permanent das Völkerrecht brachen. Zu allem Überfluß meldete sich dann auch noch die völlig ahnungslose Kriegsministerin der Königin Angela zu Wort, die man nur “AKK” nannte, und empfahl die Fortsetzung des Völkerrechtsbruchs in Form einer “europäischen Sicherheitszone”. Anders als König Donald hatte sie einfach noch nicht geschnallt, dass dieser Krieg nicht  mehr zu gewinnen ist – und man sich besser dafür feiern läßt, die Soldaten heim zu holen und das  Morden zu beenden, anstatt  weitere Truppen in eine aussichtslose Schlacht zu werfen.

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist schon als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Freiheit für Julian Assange!

Julian Assange ist heute zu einem Gerichtstermin erschienen, gesundheitlich so schwer angeschlagen, dass er der Verhandlung kaum folgen konnte. Der Antrag seiner Anwälte, den auf Februar angesetzten Prozessbeginn über seine Auslieferung an die USA zu verschieben, da sich Julian Assange in Isolationshaft nicht vorbereiten könnte, wurde abgelehnt. Am vergangenen Freitag sprach ich auf der Buchmesse in Frankfurt über dieses skandalöse Verfahren mit der “Linke”-Abgeordneten Sevim Dağdelen, die gerade aus London zurückgekommen war. Dort hatte auch ihre Kollegin Heike Hänsel bei einer Protestveranstaltung vor dem Gericht gesprochen.

PS: Am kommenden Donnerstag, 24. Oktober 2019 stelle ich das  Buch „Freiheit für Julian Assange. Don’t kill the Messenger“ im Buchladen Neuer Weg in Würzburg vor. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Real Game of Thrones: Tulsi und die Königin der Kriegstreiber

Im exzeptionalistischen Königreich ist die Seifenoper um die “impeachment” genannte Absetzung von König Donald zwar noch nicht ganz beendet, aber wie schon in der letzten Folge deutlich wurde, geht wie schon zuvor der Fake-Skandal “Russiagate” auch der Schuß “Ukrainegate” nach hinten los.  “Sleepy Joe” Biden, der gegen Donald antreten sollte, ist als Kandidat damit eigentlich erledigt und man fragt sich, was sich die unsichtbaren Meister der Intelligence und ihre Herolde und Lautsprecher dabei gedacht haben, als sie die von einem ihrer Agenten zusammengestellte Beschwerde über Donalds vermeintliche Untaten im Königreich Ukraine in die Welt setzten. Hatten sie keine Ahnung davon, dass Sleepy Joe und sein Sohn Hunter dort weitaus mehr und konkreten Korruptions-Dreck am Stecken hatten als der König mit der Eichhörnchenfrisur ? Oder dachten sie, dass sie damit wie bei “Russiagate” auch dieses Mal damit durchkommen, Donald einfach  durch erfundene Geschichten zu bezichtigen mit dem Reich des Ultrabösen in Verbindung zu stehen, obwohl die Möchtegern-Königin und Ex-Außenministerin Hillary mit dem sogenannten Uranium-Deal  sehr konkret und real für ihre Stiftung 145 Millionen von russischen Oligarchen  einstrich, nachdem sie den Verkauf des kriegswichtigen Materials genehmigt hatte ? Schließlich war es ja auch schon gelungen, Donalds ersten Wahlkampfchef Manafort wegen seiner Ukraine-Geschäfte abzuschießen, während Hillarys Wahlkampfchef Podesta – der dort über dieselbe “Beratungsfimra” ebenfalls prächtige Geschäfte machte – völlig außen vor blieb. So wie die Tatsache, dass Hillarys Gatte, der Ex-König “Free Willy” Bill Clinton, von Bankern aus dem Reich des Ultrabösen für eine kleine Rede sage und schreibe 500.000 Dollar kassiert hatte, während Donalds erster Sicherheitsberater, der tapfere General Flynn , zurücktreten mußte, weil er für einen Auftritt im russischen Fernsehen 40.000 eingenommen hatte.  Wenn auch noch nicht auf den Kanälen der offiziellen Herolde, so doch auf den Marktplätzen und an den digitalen Lagerfeuren der Komödianten und Geschichtenerzähler sickerten diese wahren Informationen aber durch und machten den Leuten im exzeptionalitischen Königreich einmal mehr klar, dass es in ihrem Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln in Sachen Korruption keinerlei Grenzen gab.

Die nach wie vor auf Rache sinnende Hillary und ihre  Lautsprecher freilich können es  nicht lassen, den Bumerang “Russiagate” weiter in Richtung Donald zu feuern, der sich nun aber nicht mehr einfach wegduckt und “Fake News” zwitschert, sondern seine Minister und Staatsanwälte mit den Ermittlungen beauftragt hat, wer denn nun in den Tiefen des Reichs bei der Polizei und den unsichtbaren Meistern dafür verantwortlich war, dass leicht durchschaubare, erfundene Gerüchte zu geheimen Ermittlungen und Lauschaktionen gegen den König und seinen Stab führen konnten. Und wer diese Gerüchte eigentlich in die Welt gesetzt hat – womit der Bumerang wieder in den Gemächern Hillarys und in der Parteizentrale der Demokraten gelandet ist. Dort sollen ja die geheimen Briefe Hillarys angeblich von Häschern aus dem Reich des Ultrabösen gestohlen worden sein, wobei dieser Diebstahl aber gar nicht von den Polizeibeamten des Königreichs untersucht worden war, sondern nur von Privatdetektiven, die Hillary und ihre Team angeheuert hatten und die dann verkündeten, dass unsichtbare Häscher aus dem Reich des Ultrabösen die Täter waren. Zwar gab es außer dieser Behauptung keinerlei Beweise, aber weil nahezu sämtliche Herolde sie als Wahrheit anpriesen, reichte das völlig aus, um den schon nun schon drei Jahre währenden “Russiagate”-Zirkus in Gang zu setzen am Leben zu halten – unter anderem mit Hilfe von zwei ehemaligen Bossen der unsichtbaren Meister, die sich wegen der jetzigen Ermittlungen gegen sie vorsorglich schon mal mit bissigen Verteidigern ausgestattet haben.

Unterdessen teilte das Außenministerium vergangene Woche mit, dass es bei der Postverwaltung in Hillarys Gemächern und der Parteizentrale insgesamt 588 Verstöße gegen Geheimhaltungsvorschriften gegeben habe. Da ist es ja fast schon kein Wunder, das für derlei systematische interne Schlamperei irgendein externer Sündenbock herhalten muss und da passte Wladimir der Schreckliche einfach perfekt. Und die völlig vernagelte Hillary kann offenbar noch immer nicht von ihm lassen. Jetzt hat sie eine Präsidentschaftskandidatin ihrer eigenen Partei, die Abgeordnete Tulsi Gabbard, die bei den Vorwahl-Debatten sehr gut abgeschnitten hatte, als “russische Agentin” bezeichnet, die vom Ultrabösen herangezüchtet würde um das Königreich zu unterwandern. Irgendeinen Beleg für diese Behauptung hatte sie nicht, weshalb sie Tulsis Namen auch nicht ausdrücklich nannte, aber es war klar, dass sie gemeint war, denn sie ist die einzige Anti-Kriegs-Kandidatin unter den Bewerbern. Sie hat den Krieg als Soldatin im Irak tatsächlich erlebt und will die Politik des “regime change” genannten Überfallens anderer Länder ändern, die Hillary derart ans Herz gewachsen ist, dass viele im Königreich schon nicht mehr wissen, ob man sie lieber “Killary” oder “Hitlery” nennen sollen. Dass sie, die liberale Dame von Welt,  zusammen mit dem sympathischen Friedhofsnobelpreisträger Obama, deutlich mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat als der vulgäre und obszöne Donald, wird in den besseren Kreisen ja gerne vergessen. Nicht aber von einer Veteranin wie Tulsi Gabbard, die nicht nur im Krieg Rückgrat bewiesen hat, sondern als Bewohnerin der Insel Hawai auch zu den passionierten Stehseglern gehört, die”Surfer” genannt werden und bekanntlich mit sehr großen Wellen klarkommen. Und so war auch der schmierige Shitstorm, den Hillary entfacht hatte, gar kein Problem und sie antwortete:

Großartig! Danke, @HillaryClinton. Sie, die Königin der Kriegstreiber, Verkörperung der Korruption und Personifikation der Fäulnis, an der die Demokratische Partei schon so lange krankt, sind schließlich doch noch vor den Vorhang getreten. Von dem Tag an, an dem ich meine Kandidatur bekannt machte, gab es eine konzertierte Kampagne, meinen Ruf zu zerstören. Wir haben uns gefragt, wer dahintersteckt, und warum. Nun wissen wir es: Es waren immer Sie, durch ihre Stellvertreter und mächtigen Verbündeten in den Massenmedien und der Kriegsmaschinerie, weil Sie sich vor der Bedrohung fürchten, die ich darstelle. Nun ist klar geworden, dass es bei diesen Vorwahlen um eine Entscheidung zwischen Ihnen und mir geht. Verstecken Sie sich nicht feige hinter Ihren Stellvertretern. Steigen Sie direkt in das Rennen ein. (Tulsi Gabbard)

Das wird sie nicht, denn als kriegsgeile, hüftsteife Hexe hätte sie gegen ein friedliebendes dynamisches Surfergirl keine Chance, selbst wenn sie die unsichtbaren Meister und die Gilde der Waffenschmiede hinter sich hat. Sie  muss ihre vergifteten Äpfel deshalb aus dem Hintergrund verteilen.

Gegen Donald freilich könnte die smarte Tulsi sehr wohl gewinnen,  denn wenn eine Anti-Kriegs-Kandidatin das Königreich regiert käme dies allen Bewohnern sehr zu Gute, weil die kaum noch zählbaren Milliarden für Waffen und Krieg in die Wohlfahrt des ganzen Landes sowie des gesamten Planeten investiert werden könnten. Eine Entwicklung, die für die Bewohner des Königreichs und den Rest der Welt ein wahrer Segen, für die “Königin der Kriegstreiber” und ihre Hintermänner aber der blanke Horror wäre. Deshalb müssen sie eine tapfere Kriegerin wie Tulsi als Verräterin und Agentin fremder Mächte beschmieren, bevor noch mehr Menschen auf die Idee kommen, sie zur Königin zu wählen.

Spaltungswerkzeug Massenmedien? – Daniele Ganser, Ulrich Teusch, Mathias Bröckers bei BUCHKOMPLIZEN

Welche Aufgabe haben Medien? Sind sie Teil eines Militärisch-Industriellen Komplexes? Was machen eigentlich Alpha-Journalisten und wie unabhängig agieren sie? Welche Bedeutung hat das „Framing“ bei der politischen Berichterstattung und wann beginnt Propaganda? Diesen und weiteren Fragen widmen sich der Historiker Dr. Daniele Ganser, der Autor des Buches „Lückenpresse“, Ulrich Teusch, sowie der Journalist und Bestsellerautor Mathias Bröckers auf der Frankfurter Buchmesse 2019.

 

Medien. Mainstream. Meinungsmache?

Sind unsere Medien demokratisch? Wie unabhängig ist unsere „freie“ Presse? Welchen Stellenwert haben sogenannte Alternative Medien heute? Und was muss der Mainstream tun, um dem zunehmenden Vertrauensverlust entgegenzuwirken? Was sind Fake-News und wie können wir eine gesellschaftliche Spaltung überwinden?

Diese und weitere Fragen diskutiert KenFM mit den Journalisten Paul Schreyer und Mathias Bröckers auf der Frankfurter Buchmesse

Die Sache mit dem Klimawandel

Der Klimawandel – kaum ein Thema spaltet die alternativen Medien derzeit so wie dieses. Während weltweit tausende Menschen die Straßen blockieren, um die Regierung zum Handeln zu bewegen, schlagen sich Internet-User in den Kommentarspalten die Köpfe ein. Was ist denn nun? Ist der Mensch für den Klimawandel verantwortlich oder nicht? Darüber sprechen die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #33 des 3. Jahrtausends!

Alle Links zur Sendung hier.  

Real Game of Thrones: Ouid Pro Quo

Zwischen den beiden rechten Flügeln im Einparteiensystem des exzeptionalistischen Königreichs tobt weiterhin das Theater um das “Impeachment” genannte Absetzungsverfahren König Donalds. Zuletzt war gegen König Bill, den alle nur “Free Willy” nannten,  erfolglos ein solches angestrengt worden, weil er angeblich Praktikantinnen in seinem Amtszimmer  verbotene Blasarbeiten, sogenannte “Blow Jobs”, verrichten lies. In eine ähnliche Richtung war ja auch das im Auftrag Hillarys  produzierte und von den unsichtbaren Meistern verifizierte Schmutz-Dossier gegangen, nach dem sich König Donald an sogenannten “Goldenen Schauern” ergötzt haben soll und vom Ultrabösen dabei belauscht worden sei. Trotz des grandiosen Mißerfolgs dieses Russiagate-Schwindels, der für König Donald nicht die Absetzung sondern steigende Zustimmungsraten mit sich gebracht hatte,  sinnte dieser natürlich auf Rache. Dass etliche Mitarbeiter der unsichtbaren Meister und des FBI, die dem  König als oberstem Befehlshaber eigentlich untertan waren, aufgrund von haltlosen Gerüchten gegen ihn und sein Gefolge mit Lauschangriffen und Ermittlungen vorgegangen waren , wollte Donald nicht durchgehen lassen und beauftragte seinen obersten  Staatsanwalt mit Ermittlungen.

Da die unsichtbaren Meister es grundsätzlich nicht mochten, wenn gegen sie ermittelt wurde und ihnen die Gefahr drohte von einem Richter verurteilt zu werden, hatten sie einen Gegenangriff gestartet und dazu einen ihrer verdeckten Lauscher zum “Whistleblower” ernannt und ihm den Schutz der Anonymität gewährt. Dass König Donald den Throninhaber der Ukraine, Wolodymyr,  unbotmäßig unter Druck gesetzt hätte, gegen “Sleepy Joe” Biden und seinen Sohn wegen Korruption zu ermitteln, wie der Lauscher behauptet hatte, wiesen aber beide Könige nachdrücklich zurück. Und Donald stelle in einer Zwitschernachricht fest, dass er verpflichtet sei gegen Korruption vorzugehen und dafür auch “die Hilfe fremder Länder in Anspruch zu nehmen.” Dagegen läßt sich schwer etwas sagen… und nichts anderes hatten ja das Team Hillary und die Demokraten auch getan als sie versuchten, in zahlreichen Ländern – auch in der Ukraine – Beweise aufzutreiben, dass Donald korrupt sei. Dort ertappten sie aber nur einen seiner Helfer namens Manafort, der mit dem  kurz zuvor verjagten König dubiose Geschäfte gemacht hatte. Auch der Sonderermittler Mueller hatte dort noch einmal nachgeforscht und nichts Belastendes gegen Donald gefunden. Der freilich hatte im Verborgenen einen scharfen Spürhund und berüchtigten juristischen Pittbull, den man nur “Rudy” nannte, darauf angesetzt, diese Vorfälle im korruptionsgeplagten Königreich Ukraine genauer zu untersuchen.  Dieser machte sich im vergangenen Jahr sofort auf den Weg und sprach mit zahlreichen Zeugen, unter anderem auch mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt, der gegen den Milliardär und das Unternehmen ermittelte, bei dem Biden junior Millionen fürs Nichtstun schefelte. Dieser  hatte unter Eid ausgesagt, dass er auf Anweisung von Joe Biden entlassen worden sei. Diese Untersuchung, bellte Rudy im Lautsprecherkanal “Fox”, sei im März abgeschlossen gewesen – lange bevor “Sleepy Joe” zum Spitzenkandidaten gegen Donald gekürt worden sei und lange vor dem umstrittenen Ferngespräch Donalds im Juli.  Von politischer Einmischung oder Behinderung eines Konkurrenten können also gar keine Rede sein, und auch nicht von einem “Quid pro Quo” seitens König Donald.

Den Dokumenten und Zeugenaussagen, mit denen der bissige Rudy winkte, wollte nun der Leiter der parlamentarischen Geheimdienstkontrolle Adam Schiff, den Donald neuerdings nur noch “Bull-Schiff” nennt, etwas Handfestes entgegensetzen und lud einen zurückgetretenen Botschafter Donlads in der Ukraine zu einer zehnstündigen Befragung. Dessen Textnachrichten mit einigen diplomatischen Kollegen über das geplante Treffen von König Wolodymyr und Donald und ihr Telefongespräch sollten nun glasklar beweisen, dass Donald seinem Kollegen mit Geldentzug gedroht hat, wenn er nicht endlich gegen die korrupten Bidens ermittelt. Das taten sie aber nicht, was bedeutet, das der Impeachment-Zirkus damit nicht weiter kommt. Wie schon absehbar scheint auch  “Ukrainegate” wie “Russiagate” nach hinten los zu gehen.

Das normale und formale Vorgehen bei der Absetzung eines Königs sieht eine Abstimmung im Parlament vor. Sofern es dort eine Mehrheit für den Antrag auf Impeachment gibt wird dieser dem Senat vorgelegt, der mit 2/3 seiner Mitglieder dafür stimmen muss, ein Verfahren in Gang zu setzen Da die Demokraten über eine Mehrheit im Parlament verfügen könnten sie den Antrag dort also leicht durchsetzen, im Senat müssten sie allerdings 20 Senatoren aus Donalds Partei auf ihre Seite ziehen, um eine ausreichende Mehrheit zu bekommen – was mit dem vorliegenden sehr dürftigen Material ziemlich unmöglich scheint. Ja warum stellen sie den Antrag dann nicht wenigstens im Parlament ? Weil dann Donalds Republikaner ein Recht auf Zeugenvorladungen und Anhörungen hätten und sofort den anonymen Lauscher vorladen, den die Meister und ihre Medien fälschlicherweise “Whistleblower” nennen – und ihm auf den Zahn fühlen würden. Damit wäre die Luft sofort raus aus dem “Ukrainegate”-Theater. Zumindest was König Donald betrifft – für Sleepy Joe, der eigentlich jetzt schon aus dem Rennen ist, und für das Team Hillary und die Demokraten könnte es aber noch dicke kommen. Denn in dem Gespräch von Donald und Wolodymyr ging es nicht nur um die korrupten Bidens, sondern auch um  Crowdstrike. Der Name dieser Firma steht am Beginn des ganzen Russiagate-Fiaskos. Nachdem  nämlich aus Hillarys Gemächern und den Büros ihrer Partei die Post gestohlen und veröffentlicht wurde – was nicht nur ihre tiefe Verstrickung in Korruption, sondern auch den gemeinen Betrug an ihrem Gegenkandidaten Bernie offenbarte – konnte Crowdstrike bekanntlich sofort den  Sündenbock für diese peinlichen Offenbarungen präsentieren: Unsichtbare Häscher aus dem Reich des Ultrabösen hätten die Post gestohlen und Donald auf den Thron gehievt. Weil es für diese Geschichte nur unbelegte Behauptungen  der Meister, aber keinen einzigen Beweis gab, sie aber permanent und in immer neuen Varianten in den Nachrichten auftauchte, wurde sie zu einer Art Mutter aller “Fake News”, wie erfundene Nachrichten im Königreich mittlerweile bezeichnet werden. Auch wenn mittlerweile bewiesen ist, dass sie Post nicht aus der Ferne abgesaugt sondern intern kopiert wurde, hält sich das Märchen von den russischen Häschern noch immer. Jede Klarstellung wäre für die Herolde und Lautsprecher, die zwei Jahre lang “Russiagate” getrötet haben, einfach nur peinlich, weshalb sie jetzt eben auch lieber “Ukrainegate” tröten und diesen toten Gaul noch ein Weile weiter durch die Manege treiben werden. Unterdessen scheint König Donald bei seinen Gesprächen mit König Wolodymyr tatsächlich etwas erreicht zu haben, weil er angeregt hat, sich mit dem Ultrabösen an einen Tisch zu setzen, was nun auch geschehen soll. So scheint es  zum ersten Mal seit langer Zeit,  dass es in  dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Königreich vielleicht doch noch Frieden geben könnte…

 

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Real Game of Thrones – Zweite Staffel

Im exzeptionalistischen Königreich ist jetzt die zweite Staffel des Real Game of Thrones angelaufen. Im ersten Teil der Serie hatten ja die unsichtbaren Meister der Intelligence zusammen mit der Verliererin und ehemaligen Vizekönigin Hillary sowie ihrer Gilde der Herolde und Lautsprecher versucht, König Donald über seine Verbindungen zum Reich des Ultrabösen und seinem Herrscher Wladimir zu Fall zu bringen. Dazu hatten sie einige Agenten aus anderen Ländern angeheuert, die schmutzige Geschichten über Donald zusammentragen und zeigen sollten, dass es sich bei dem König mit der prächtigen Eichhörnchenfrisur um nichts anderes als um eine erpressbare Marionette des Ultrabösen handelt. Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien verführt und seitdem in der Hand. Nachdem 17 Großmeister der Intelligence diese Gerüchte bestätigt hatten wurden sogar Gendarme des FBI angesetzt,  Donald und sein Gefolge zu belauschen. So etwas  – dass Geheimdienste und Polizei gemeinsam am Thron  ihres höchsten Vorgesetzten sägen – hatte es im Königreich noch nicht gegeben, aber die unsichtbaren Meister waren äußerst unzufrieden mit Donald, der gegen alle Vorhersagen der Demoskopen genannten Wahrsager den Thron erobert hatte.

Weil er wußte, was mit Königen passiert, die sich ernsthaft mit den Meistern anlegen – der letzte, der das versucht hatte war in Dallas bekanntlich einer magischen Kugel zum Opfer gefallen – hatte Donald beim Einzug ins Weisse Haus seine eigene Leibwache mitgebracht. Und dort ging es ihm dann sofort heftig wenn nicht ans Leben, so doch ans Leder: um nachzuweisen, dass er Hillary nur besiegte weil er mit dem Ultrabösen kooperiert hat, wurde eine gigantische Untersuchung angestellt. Hunderte von Hausdurchsuchungen, Vorladungen und Vernehmungen wurden auf Anordnung des Chefermittlers namens Mueller durchgeführt und fast jeden Tag überschlugen sich die Herolde und Lautsprecher, dass Donalds Ende jetzt bevorsteht,  weil der endgültige Beweis für seinen Verrat  und die Unterstützung aus dem Reich des Ultrabösen gefunden sei. Zwei Jahre ging das so, aber keine einzige der “Breaking News” brachte irgendetwas Greifbares, sämtliche “Smoking Guns” entpuppten sich als Nichtraucher und bestätigten so, was Donald ohnehin und im vorhinaus auf seinem Zwitschergerät aller Welt verkündete: dass es sich bei dem ganzen “Russiagate” genannten Skandal um “Fake-News” handelt. Als dann nach fast zwei Jahren spannungsgeladenen Trommelwirbeln der “Mueller-Report” erschien und als Ergebnis festhielt, dass Donald sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen und es sich bei den Vorwürfen tatsächlich um Fake-News gehandelt hatte, sprangen die Zustimmungsraten des Zwitscherkönigs in ungeahnte Höhen. Donald war jetzt im Königreich sogar beliebter als sein allgemein sehr hoch geschätzter Vorgänger, der Friedhofsnobelpreisträger Obama.

Mit dem vom Team Hillary und den Meistern der Intelligence erfundenen Russiagate-Schwindel hatte man Donald wirklich einen großen Gefallen getan – seiner Wiederwahl und einer zweiten Amtszeit schien jetzt nichts mehr im Wege zu stehen. Hier setzt nun die erste Folge der zweiten Staffel ein, denn König Donald hatte seine Rechnung ohne die Meister der Intelligence gemacht, die diese Niederlage nicht einfach hinnehemen wollten. Bisher hatten sie mit dem Russiagate-Schwindel erfolgreich verhindert, dass Donald seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf umsetzen konnte, mit Wladimir dem Schrecklichen in Verhandlungen zu treten weil es für das Königreich besser sei “mit Russland klar zu kommen” als im Krieg zu liegen. Nach einer Wiederwahl hatte Donald aber nichts mehr zu befürchten und könnte am Ende ernst machen mit seiner Idee einer Verständigung mit dem Ultrabösen, der für die Budgets der Meister und der mit ihnen befreundeten Gilde der Waffenschmiede unverzichtbar war. Da mußte etwas geschehen und so wurde in den Tiefen des Reichs eine neue Intrige gegen Donald ersonnen, um seine Absetzung zu erreichen, und zwar schnell, denn nach dem Null-Ergebnis des Mueller-Reports hatte der König seinen Generalstaatsanwalt mit der Ermittlung beauftragt, welche Bediensteten der Meister und des FBI in diesen Schwindel und die unerhörten Belauschungsaktionen des königlichen Gefolges verwickelt waren. Da könnte es einigen unsichtbaren Meistern und hohen Polizisten ernsthaft an den Kragen gehen. Es muße schnell etwas geschehen.

Nachdem das vom Team Hillary bezahlte und von ausländischen Agenten gefertigte Schmutz-Dossier über Donald schnell als Fälschung entlarvt war, setzten die unsichtbaren Meister jetzt auf einen Agenten aus ihren eigenen Reihen, der am Regierungsitz im Weissen Haus stationiert war. Dieser hatte auf den Fluren einiges belauscht und von einem Ferngespräch erfahren, das König Donald mit einem Komiker geführt hatte, der gerade den Thron des Königreichs Ukraine bestiegen hatte. Dort hatten die Meister unter Obama unlängst einen kleinen Putsch veranstaltet und den gewählten König verjagt, der ihnen zu freundlich mit dem benachbarten Reich des Ultrabösen umging, und einen geeigneten Kandidaten installiert. Der damalige Vizekönig Joe Biden, den König Donald nur  “Sleepy Joe” nennt, war seinerzeit noch durchaus aufgeweckt und brachte bei seinen Besuchen in der Ukraine seinen Sohn Hunter mit. Der war gerade unehrenhaft aus der Armee entlassen worden, nachdem bei ihm ein Suchtgift namens “Crack”gefunden worden war und hing beruflich ein wenig in der Luft. Doch Vizekönig Biden verschaffte dem Filius umgehend einen Vorstandsposten bei einem großen Gaskonzern, für den er zwar keinerlei Erfahrung mitbringen musste, aber 50.000 Taler pro Monat bekam. Als dann einige Zeit später der Generalstaatsanwalt gegen den Vorstand dieses Konzerns wegen Korruption ermittelte, reiste der Vizekönig umgehend in die Ukraine und verlangte von der Regierung, diesen Staatsanwalt sofort zu entlassen – ansonsten würde die nächste Hilfszahlung von 1,2 Milliarden Talern gestoppt. Später brüstete sich Sleepy Joe auf einer Konferenz damit, wie er diesem “son of a bitch” heimgeleuchtet und die Ermittlungen gestoppt hat. Dass er am selben Tag auch noch eine Rede  darüber gehalten hatte, dass man “das Krebsgeschwür der Korruption” in der Ukraine bekämpfen müsse, erwähnte er allerdings nicht.

Diese Geschichte wäre auch lange  vergessen und vergeben, hätten die Meister jetzt nicht “Ukrainegate” erfunden  und dazu einen ihrer Spione im Weissen Haus aus dem Hut gezaubert, der von einem Telefonat Donalds gehört hatte, in dem dieser seinen ukrainischen Kollegen aufforderte, den ungeklärten Korruptionsfall in Sachen Hunter Biden wieder aufzunehmen. Da Sleepy Joe als neuer Spitzenkandidat im nächsten Rennen gegen Donald auserkoren ist, wird diese Aufforderung jetzt als ungesetzlicher Machtmißbrauch und Behinderung des Kandidaten Biden angesehen, weshalb jetzt ein “Impeachement” genanntes Absetzungsverfahren gegen den König  eingeleitet werden soll. Um den neuen Gerüchten eine gewisse Dignität zu geben, verliehen die unsichtbaren Meister sowie die Herolde und Lautsprecher ihrem Enthüller den Titel “Whistleblower” und da als solcher nicht gelten und geschützt werden kann,  wenn seine Informationen nur aus dem Hörensagen stammen, wurden die Regeln dafür noch schnell geändert. Konnten bisher Verpfeifer nur dann als ehrenwerte Whistleblower gelten, wenn sie illegale Fakten aus ihrer eigenen Institution berichteten, gelten sie jetzt schon als solche, wenn sie irgendwo irgendwas gehört haben.

Insofern ist es kein Wunder, dass König Donalds Zwitschergerät heiß läuft, weil er darüber in einen Wutanfall nach dem anderen gerät – vorallem über den Fraktionschef der Demokraten Adam Schiff, den er für den Strippenzieher hinter dem angeblichen  Whistleblower hält und nur noch “Bull-Schiff” nennt. Damit könnte er einmal mehr Recht behalten, denn ähnlich wie sich Russiagate als Bullshit erwiesen hat steht auch die “Ukrainegate”-Kampagne auf äußerst wackligen Fake-News-Füssen.  Dass sie zu einer Absetzung Donalds führt, glaubt eigentlich niemand, denn dazu müssten 2/3 des Senats für ein Impeachment stimmen, was äußerst unwahrscheinlich ist. Aber was soll das Ganze dann ? Klar ist schon jetzt, dass der Spitzenkandidat Biden dadurch ernsthaft beschädigt ist, weil nun hoch und runter berichtet wird, dass er bewiesenermaßen das getan hat was Donald nur gerüchteweise vorgeworfen wird – nämlich fremde Nationen zum eigenen Vorteil einzupsannen oder zu erpressen. Hat etwa die wegen ihrer Niederlage immer noch zornige und ehrgeizige Hillary das Ganze aus dem Hintergrund eingefädelt, um Creepy Joe, wie Biden senior wegen seines Hangs zum Betatschten junger Frauen von der #metoo-Bewegung genannt wird, aus dem Rennen zu werfen – um dann, als Retterin in höchster Not, noch einmal als Kandidatin gegen Donald anzutreten?

Wahrscheinlicher scheint da eher, dass die unsichtbaren Meister der Intelligence den Heißluftballon “Ukrainegate” nur gestartet haben um Donald unter Druck zu setzen, die Ermittlungen wegen “Russiagate” jetzt nicht zu weit zu treiben. “Wir hören sofort mit dem Scheiß auf, wenn dein Justizminister uns bei seinen Ermittlungen nicht auf die Füsse tritt” – so oder so ähnlich könnte das “quid pro quo” lauten, das die Meister dem als “Dealmaker” bekannten König  anbieten. Wird Donald darauf eingehen ? Oder wird er seine orange Mähne schütteln und brüllen, dass er den Sumpf in den Tiefen des Staats trockenlegen wird ? Immerhin hat er den Russiagate-Schwindel,  den die Meister und ihre “liberalen” Lautsprecher zwei Jahre als Tatsache verkauft haben, ziemlich souverän ausgesessen und so könnte er  versucht sein, auch “Ukrainegate” jetzt einfach auszusitzen. Die Wiederwahl wäre ihm dann ziemlich sicher und viele Leute , die diesen fürchterlich vulgären König nicht mögen, fragen sich, warum  seiner Regierung eigentlich keine alternative Politik entgegensetzt wird, sondern nur  eine Skandal-Luftnummer nach der anderen. Das ist das alte Dilemma im exzeptionalistischen Königreich, wo bekanntlich ein Einparteien-Sytem mit zwei rechten Flügeln herrscht – da gibt es einfach kaum Alternativen und man muss sich mit Skandalen und Skandälchen bekämpfen. Das ist schlecht für die Politik, an der sich grundlegend nichts ändert, aber gut für das Infotainment – und natürlich für den Popcornverkauf bei den nächsten Folgen im Real Game of Thrones….