21
Oct, 2014

Absturz endlich geklärt: mit Trick (MH-)17

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MH17Auch nach drei Monaten ist der Absturz des malaysischen Passagierflugzeug in der Ukraine noch ungeklärt, auch die 30 Millionen Dollar Prämie, die ein Whistleblower mit einem zur  Aufklärung führenden Hinweis verdienen könnte haben offenbar noch nicht zu einem Ergebnis geführt. Die von den USA verordneten und mit  Absturz begründeten Wirtschaftssanktionen haben unterdessen schon dazu geführt, dass sich die EU ins eigene Knie schießt. So weit läuft alles nach Plan, doch weder malaysische noch niederländlische Regierung wollen sich mit der bisherigen Nicht-Untersuchung so einfach zufrieden geben und haben Delegationen in die Ukraine geschickt, um die forensischen Untersuchungen auf dem umkämpften Trümmerfeld voranzubringen.Das scheint jetzt die Notwendigkeit aufgeworfen zu haben, den Unglauben an die mit keinem validen Beweis unterfütterten Schuldzuweisungen an Russland zu bekämpfen – wozu jetzt offenbar der Filialleiter der hiesigen NSA-Niederlassung, BND-Chef Schindler, auserkoren wurde, der vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG)  aussagte:

“Der BND kam zu eindeutigen Ergebnissen: Ukrainische Aufnahmen seien gefälscht, sagte Schindler, das lasse sich anhand von Details erkennen. Auch russische Darstellungen, wonach die Rakete von ukrainischen Soldaten abgefeuert wurde und ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei, seien falsch. Schindler: “Es waren prorussische Separatisten.” (Spiegel)

Endlich nach drei Monaten “eindeutige” Ergebnisse, “anhand von Details”, die nur und allein der scharfäugige BND erkennen konnte. Nun wäre, wenn die CIA diese neue Eindeutigkeit  exklusiv über die New York Times lanciert hätte wie weiland die Alu-Röhren des Saddam Hussein, der Lachsturm unvermeidlich gewesen, weshalb man wohl einen Filialleiter vorschickt, der es dem “Spiegel” steckt, der dann von NYT & Co. zitiert werden kann. Und so geht die Ente auf Reisen und bietet einmal mehr die Chance,  eine substanzlose Schuldzuweisung weltweit in  die Penetrationsschleifen der Nachrichten einzuspeisen. Denn nachvollziehbare Informationen oder gar schlüssige Beweise gibt es nach wie vor nicht, geschweige denn die O-Töne der Black Boxes oder Radar-und Satellitenbilder der USA und der NATO. Dafür der Trick 17, sowohl Kiew (und damit indirekt die USA) als auch Russland einfach der Fälschung zu bezichtigen – um am Ende nach einem Vierteljahr dasselbe zu behaupten was auch schon eine Viertelstunde danach  in die Welt gesetzt wurde: die Russen waren’s! Aktueller O-Ton “Bild”: “BND sicher: Es waren Putins Schergen!”

Dass jetzt wieder die guten alten BUK-Raketen recycelt werden, was nach der bis dato sorgfältigsten Analyse des Unglücks und der Wrackteile durch den russischen Ingenieursverband eigentlich schon ad acta gelegt war, dass auch die Bundesregierung Anfang September davon gesprochen hatte, dass laut ihren AWACS-Daten ein SA-13 Raketensystem (und keine BUK) im Absturzgebiet registriert wurden, dass selbst die Marionettenregierung in Kiew der BND-Darstellung widerspricht und dass Christian Ströbele, der als Mitglied der PKG die “Informationen” des BND zur Kentnnis nehmen konnte, in der “Tagessschau” sagte,  dass der Sachverhalt und die Täterschaft dadurch keineswegs geklärt seien… all dies macht den Auftritt des BND-Chefs auf peinliche Weise als PR-Stunt durchschaubar. Dass die Spin-Doktoren freilich schon zu derart plumpen Tricks greifen müssen deutet an, dass hinter den Kulissen dieses “False Flag”-Versuchs wahrlich nicht alles rund läuft…

16
Oct, 2014

Joschka von Marzahn

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16.10.14 20:14-Bildschirmkopie

“Die Europäer müssen begreifen, dass es bei der Frage der Neuaufnahmen um ihre strategischen Sicherheitsinteressen geht, nicht nur um einen immer größeren Binnenmarkt für Gurken und Schrauben. Erweiterungspolitik ist strategische Interessenpolitik der EU.” behauptet  Ex-Außenminister Joseph Fischer im Interview mit dem  Ex-Nachrichtemagazin “Spiegel” – und wenn man “EU” bei dieser Behauptung durch “USA” ersetzt, macht nicht nur dieser Unsinn Sinn, sondern es wird auch klar, woher dem Bauchredner Fischer his masters voice zuweht. Es sind natürlich die transatlantischen Burschenschaften und schlagenden Nato-Verbindungen.  Dass eine europäische Sicherheitsarchitektur, die nicht mit, sondern gegen Russland konstruiert wird, ein gefährlicher Unsinn ist, der niemandem in Europa nützt, liegt auf der Hand – wer die zweitgrößte Nuklearmacht der Erde zum Nachbarn hat, sollte sich sehr gut überlegen, wieviel Krieg er riskiert. Und wer die zweitgrößte Export-Nation der Welt ist, interessiert sich ökonomisch weniger für  die wirtschaftlich völlig marode Ukraine als für gedeihlichen Handel mit dem Rohstoffriesen nebenan. Der Bevölkerung der Ukraine, deren Pro-Kopf-Einkommen weniger als die Hälfte der ärmsten EU-Länder beträgt, die Aufnahme in die EU zu suggerieren – dieser Neuafnahmen-Zauber, den Fischer weit  forcieren will, hat nicht den “Sicherheitsinsteressen” gedient, sondern einen blutigen Bürgerkrieg eskaliert. Das aber ist einem wie Joschka, dem wir schon 1995 ein schweres Stahlgewitter-Syndrom attestiert haben, immer noch nicht genug.  “Putin will die Weltmacht”, tönte die Raupe Nimmersatt im Mai und lies diesem Propagandageschwalle jetzt noch eine veritable Kriegserklärung folgen. Er kriegt den Hals eben nicht voll, der Herr Fischer, ist auch wieder richtig fett geworden, haut schwer rein beim Mittagessen im “Sale & Tabacci” und befeuert seine Tischgäste mit Anglizismen wie weiland Henry Kissinger den Vietcong mit Agent Orange… Aber wo ich grad beginne, mich über diesen Unseligen mal wieder wirklich zu ärgern, da flattert über Facebook diese liebliche Grafik ins Haus, das Ballett der olivgrünen Nato-Schranzen und Ami-Stricher, dirigiert von der Puffmutter himself: Joschka von Marzahn.

 

16
Oct, 2014

Dahinter steckt oft ein korrupter Kopf

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Dass Udo Ulfkotte in seinem Leben schon eine Menge grauenhaftes Zeug geschrieben hat, konnte  ihn – Hut ab! – nicht hindern, zumindest für einen Teil seines journalistischen Machwerks ein “mea culpa” abzulegen. In seinem jüngsten Werk “Gekaufte Journalisten” berichtet der ehemalige FAZ-Redakteur sehr anschaulich, wie er als junger Journalist anfangs kaum merklich in die transatlantischen Netzwerke eingebettet und dann als “non-official cover” für CIA und BND tätig wurde. Darüberhinaus wird, wer  – wie die geneigten Leser dieses Blogs – die journalistischen Mitglieder der transatlantischen Burschenschaften und schlagenden NATO-Verbindungen halbwegs auf dem Schirm hat, in diesem Buch nicht allzuviel Neues erfahren; wer aber noch nie davon gehört hat, wieviele Lobbyisten dieser Vereine als Journalisten getarnt ihr Unwesen treiben, für den könnte das Buch tatsächlich als augenöffnendes Enthüllungswerk durchgehen. Wobei die zahlreichen Redundanzen dann leider doch ein wenig nerven, was wohl damit zu tun hat, dass der Autor außer dem Bekenntnis und der Geschichte seiner eigene Korrumpierung nichts wirklich Enthüllendes zu bieten hat. Die ist aber brisant genug, um die FAZ-Zentrale am Telefon schwerst rumeiern zu lassen, wie ein niederländischer Journalist erfahren mußte. (Update: Der auf youtube veroeffentlichte Mischnitt ist wg. einer EV der FAZ mittlerweile entfernt.)Das ist verständlich: dass hinter der FAZ nicht nur  kluge, sondern auch korrupte Köpfe stecken ist für das Image nun mal nicht förderlich. Nestbeschmutzer oder Whistleblower konnten noch nie  mit Wohlwollen ihrer ehemaligen Institutionen rechnen – dank des Internets funktioniert frerilich die bewährte Methode des Totschweigens heute nicht mehr. Ulfkottes Buch ist bereits ein Bestseller und wird mit dafür sorgen, dass die “Zeitungskrise” sich weiter verschärfen wird – und das nicht weil immer mehr Leute ins Netz gehen statt auf Papier zu lesen, sondern weil diese Krise eine des Journalismus ist, der seine Glaubwürdigkeit  – auch und gerade bei den sog. “Qualitätszeitungen” – zusehends verspielt.

14
Oct, 2014

“Kreml-Sprech mit Bröckers und Schreyer”

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Nachdem unser Buch mittlerweise auf Platz 5 der Spiegel-Bestsellerliste vorgerückt ist, hat sich die WELT zu einem Verriss aufgerafft. Verfasst hat ihn eine junge ukrainische Journalistin, offenbar eine Maidan-Anhängerin mit ausgeprägtem Putin-Feindbild. Wenig überraschend bezichtigt sie uns der “Verbreitung einer proputinschen Rhetorik, gepaart mit einem eisernen Antiamerikanismus”. Der Begriff “Putinversteher” sei auch keine Beleidigung, sondern eher noch eine Verharmlosung, denn, so die Rezensentin:

“Hinter diesem Wort können sich – wie hinter einer Maske – nun aktive Unterstützer der russischen Aggression verstecken und ähnlich wie der von ihnen angeklagte Westen predigen: ‘Wir sind die Guten.’”

Diese Argumentation erinnert an das Buch “Die Prinzipien der Kriegspropaganda”, zu denen die belgische Historikerin Anne Morelli unter anderem den Grundsatz zählt: “Wer unsere Propaganda in Zweifel zieht, arbeitet für den Feind und ist damit ein Verräter”.

So sieht es wohl auch die WELT …

Die Leser aber sehen es durchaus anders. Dass sich die Rezensentin darüber echauffierte, dass die “Pussy Riot” – Gruppe im Buch als “Punktussies” bezeichnet werden, kommentierte der User “Welleham”: “Was ich so an Kritiken gelesen habe, ist sehr positiv. Ich werde das Buch deswegen auch kaufen. Wer diese gut vermarkteten Krawallmiezen als Punktussies bezeichnet, der ist auf dem richtigen Weg.”

 

11
Oct, 2014

Fragen an den Autor

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Nach drei Tagen auf der Frankfurter Buchmesse eben in Saarbrücken eingetroffen. Morgen früh 11.05 eine Stunde “Fragen an den Autor” auf SR 2 :

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/sendungen_a-z/fragen_an_den_autor//index.html

6
Oct, 2014

Putinversteher im Gespräch

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Ein bißchen “Wehrkraftzersetzung” im Gespräch mit dem “Feindsender” – der “Stimme Russlands”:

 

Vorankündigung: nach dem Interview mit dem “Feindsender”, diskutiere ich morgen abend an der medialen Heimatfront (NDR) u.a. mit dem ARD-Chefredakteur Kai Gniffke über die Qualität der Ukraine-Berichterstattung

2
Oct, 2014

Journalisten im Schützengraben

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Propaganda“Liefern Satiriker Journalismus und Journalisten Satire? Diesen Eindruck haben zumindest die beiden Kabarettisten aus der ZDF-Sendung “Die Anstalt”. Max Uthoff und Claus von Wagner haben in zwei Sendungen der Anstalt vor einem Millionenpublikum eine Medienkritik artikuliert, die in ihrer eigenwilligen Art kaum hätte pointierter sein können”- schickte Telepolis gestern einem Interview mit den beiden Kabarettisten voraus, in dem sie von ihrem Eindruck berichten, dass sich derzeit “Journalisten förmlich im Schützengraben einzubuddeln” scheinen. Dass dieser Eindruck nicht falsch ist erschließt sich unmittelbar aus den Reaktionen auf die geleakte Analyse des ARD-Programmbeirats, die der aktuellen Berichterstattung über die Ukraine ein Armutszeugnis ausstellten. “Es gibt keinen Grund, sich für Fehler zu entschuldigen.” bekundete ARD-Chefredakteur Kai Gniffke, selbst wenn man vielleicht manchmal “dem Nachrichten-Mainstream zu leicht gefolgt” sei.  So sieht es auch der WDR TV-Direktor Jörg Schönenborn, der die Ukraine-Berichte der ARD als “vielfältig, differenziert und klug” bezeichnet:

“Wir sind nicht neutral, wir arbeiten wertgebunden”, so Schönenborn. Er verweist etwa auf das WDR-Gesetz, dem zufolge insbesondere Werte wie “Menschenrechte, Völkerverständigung, europäische Einigung, Gewaltfreiheit und Frieden” zu beachten seien. “Danach beurteilen wir Russland”, argumentiert Jörg Schönenborn.”

So klar es ist, dass Vorgesetzte Kritik an ihrem Produkt oder Personal zuerst einmal zurückweisen, so klar scheint auch, dass der “wertgebundene” Herr Schöneborn natürlich nur Russland so genau auf Menschenrechte und Gewaltfreiheit abklopft, weil das dem Tagesbefehl auf der Brücke seiner transatlantischen Burschenschaft entspricht. Und Chefredakteur Gniffke sieht nach ein wenig wohlfeiler Selbstkritik ebenfalls keinen Grund, irgendwie “gegenzusteuern”. Tja, also weiter so mit  business as usual….und wenn dann die Fälscherei und der “wertgebundene” Schurnalismus doch mal etwas zu dicke aufgetragen haben, dann zieht man – wie gestern abend in den “Tagesthemen” – eine Lügengeschichte nach vier Monaten halt mal wieder zurück. Sorry, ist ja so schwierig, die Kriegsberichterstattung, kann ja mal vorkommen, so ein Fehler…

Wer freilich einen Medienwatchblog wie Propagandaschau einmal durchscrollt stellt schnell fest, dass es sich nicht um einen Fehler, sondern um Methode handelt, dass solche Propagandaglügen in den letzten Monaten nicht nur einmal sondern dutzende Male nachweisbar sind. Da zu behaupten, es gebe “keinen Grund, sich für Fehler zu entschuldigen”, zeugt von dem Mut, damit weiter durchzukommen – mit Rückendeckung von oben. Wie der  CBS-Nachrichtenchef Dan Rather, eine Koryphäe des amerikanischen Journalismus, der nach 9/11 bekundet hatte: “George Bush ist der Präsident. Er trifft die Entscheidungen – und wie es sich für einen Amerikaner gehört: Wo immer er mich haben will, ich reihe mich ein, sag mir nur, wo.” – so  haben sich auch die deutschen Nachrichtenchefs im Schützengraben eingereiht. Kritik, dass sie mit illegaler Munition permanent Propagandasalven abfeuern, wird da als Dolchstoß von der Heimatfront empfunden, als Sabotage von “Putinverstehern” und “Verschwörungstheoretikern”. Und machen die Russen nicht auch Propaganda – na also! Da wird man doch wohl noch gegenhalten dürfen. Schließlich sind wir doch die Guten…

Update: Ein ursprünglich falsches Link oben ist korrigiert, ein weiterführendes  Update “ARD verheddert sich in den Untiefen der Ukraine-Berichterstattung” gibts auf Telepolis.

29
Sep, 2014

Keine Angst vor Hanf

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WEST_Broeckers_Hanf_lay_3_1Das Fachblatt “thcene” hat ein Interview mit mir geführt, hier ein Auszug daraus:

Der Autor, Journalist und Schriftsteller Mathias Bröckers gilt als Pionier der Hanfbewegung. Vor mehr als 20 Jahren hat er gemeinsam mit Jack Herer Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf – in der Szene auch als „Gelbe Bibel“  bekannt – verfasst, das seit langem als Standardwerk über Hanf bezeichnet wird. Vor kurzem erschien nun sein neues Buch Keine Angst vor Hanf. thcene wollte wissen, ob dieses Buch ein Nachtrag zur „Gelben Bibel“ ist und was es für neue Erkenntnisse über die Nutzpflanze Hanf gibt.

 

Hallo Mathias, deine letzten Veröffentlichungen haben sich größtenteils mit Thematiken außerhalb des Hanfkosmos beschäftigt. Ganz besonders die  Bücher über „9/11“ dürften unseren Lesern bekannt sein. Was hat dich nun dazu bewegt, zwanzig Jahre nach dem Buch Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, was gerne auch als die „Gelbe Bibel“ bezeichnet wird, zu diesem Thema zurück zu kehren?

Ehrlich gesagt war ich nie wirklich weit „weg vom Hanf“. Im Jahr 2010 habe ich das Buch Die Drogenlüge veröffentlicht, in dem die Prohibitionspolitik im allgemeinen und deren politische Hintergründe beleuchtet wurden. Hier ging es natürlich nicht nur um Hanf sondern um die gesamte Illegalisierung von Drogen. Dazu kommt, dass die „Gelbe Bibel“ auch weitere Veröffentlichungen wie zum Beispiel erläuternde Bildbände zur Folge hatte. In diesem Kontext habe ich auch immer wieder Artikel geschrieben und wurde zu Podiumsdiskussionen eingeladen. In dem Buch, das ich mit Jack Herer geschrieben habe, wurde auf mehr als 500 Seiten eigentlich alles gesagt, was zu dieser Pflanze, ihrer Nutzbarkeit und ihrem Verbot zu sagen ist. Dass ich mich jetzt noch einmal hingesetzt und eine „nur“ knapp einhundert seitige Streitschrift zum Thema Hanf verfasst habe, hängt in erster Linie mit den Entwicklungen der letzten zwei Jahre zusammen. Dazu gehört unter anderem die Volksabstimmung in einigen Staaten der USA, die dazu geführt hat dass in mittlerweile 20 Staaten der USA medizinischer Hanf legalisiert wurde. Ebenso wichtig sind die Entwicklungen in Uruguay. All diese Bewegungen der letzten Zeit stehen im Kontrast zu den Fortschritten in Deutschland. Hierzulande scheinen die Uhren still zu stehen. Das berühmte Cannabisurteil des Bundesverfassungsgerichts ist mittlerweile auch schon 20 Jahre alt. Bereits damals wurde seitens des Gerichts geurteilt, dass keine Konsumenten verfolgt werden dürfen und dass eine geringe straffreie Menge festgelegt werden muss. Während rund um die Welt dahingehend sehr viel passiert ist, ist in Deutschland immer noch nichts geschehen. Deshalb habe ich all die Argumente, die für eine Legalisierung sprechen, prägnant und kurz zusammengefasst. Read more

28
Sep, 2014

Nichts als die Wahrheit

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Jetzt wird alles gut. Das alte “Sturmgeschütz der Demokratie” – derzeit mit den anderen “Leitmedien”  in Sachen Russland/Ukraine einem massiven Shitstorm wegen tendenziöser Berichterstattung ausgesetzt – hat ein Bekenntnis abgelegt. Da hat die Rüge des Presserats wegen des infamen “Stoppt Putin jetzt! - Titels offenbar doch etwas genützt. Nur der Wahrheit und nichts als der Wahrheit wollen die Journalisten des ehemaligen Nachrichtenmagazins künftig verpflichtet sein. Eine prima Idee – schon soll einen Task-Force von Investigativkräften eingesetzt worden sein, die wahren Ursachen und Hintermänner des MH-17 Absturzes endlich zu ermitteln, ein weiterer Trupp von 1a Spiegel-Rechercheuren wurde darauf angesetzt, den Massenmord auf dem Maidan und das Massaker von Odessa aufzuklären – also jene Ereignisse, die den Umsturz in der Ukraine und den Wirtschaftskrieg mit Russland eskalierten.

Dass die Wahrheit der letzte Strohhalm ist, mit dem sich der “Spiegel” noch retten könnte, bevor er – wie schon die Grafik mit dem unten rechts fast im Altpapier verschwindene Blatt insinuiert, endgültig für die Tonne ist -  wäre immerhin eine Erkenntnis. Wenn es über einen dumpfen Werbespruch hinausginge. Read more

27
Sep, 2014

„Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“

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27.09.14 21:05-BildschirmkopieFür den Nordeutschen Rundfunk hat Patric Seibel unser Buch besprochen – und meint, dass seine “Wichtigkeit gar nicht überschätzt werden” kann:

“Es ist ein lautstarker Apell an die Werte einer offenen Gesellschaft und ein überzeugendes Plädoyer für verantwortungsvolle Politik. „Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“, schrieb einst der deutsche Philosoph Immanuel Kant. Dieses Buch hätte ihm wahrscheinlich gefallen.”

Der Podcast der Sendung findet sich hier

26
Sep, 2014

Hier sprechen die LeserInnen…

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26.09.14 16:20-Bildschirmkopie…und sie sind des Lobes voll. Von den 23 Kundenrezensionen, die bis dato beim Amazon-Versand eingegangen sind, wird von 21 die Bestnote von fünf Sternen vergeben. Hier einige Auschnitte aus den Rezensionen:

“Erst einmal ein großes Danke den Autoren für das wohltuende Bemühen um eine nüchterne Analyse der Ukraine Krise und ihrer Hintergründe. Genau das ist es, was man in den vergangenen Monaten vermisst hat: Sauber recherchierte Fakten, die es uns erlauben, uns selbst ein Bild zu machen.”

“Selten habe ich ein Buch so verschlungen wie dieses. Gut geschrieben, gut recherchiert, gut zu lesen. Wer über den Ukraine-Konflikt mehr wissen will, als ihm die deutschen Medien servieren, der wird hier fündig.”

“Wer das Gefühl hat, dass mit der momentanen Berichterstattung in Deutschland etwas faul ist, der ist mit diesem Buch von Broeckers und Schreyer mehr als gut beraten.
Auf den knapp 200 Seiten schaffen die Autoren, was ein Großteil der Medien in Deutschland augenscheinlich versäumt – den Bürger über das tatsächlich Treiben in und um die Ukraine zu informieren.”

“Sehr interessante Analyse, sachlich und hintergründig. Absolut lesenswert. Für alle, die nicht gerne manipuliert werden. Ein Muss für jeden, der über die Ukrainekrise mitreden will.”

“Besonders bemerkenswert finde ich, dass während ich das Buch las, der ARD-Programmbeirat eine scharfe Kritik gegenüber der ARD-Berichterstattung formuliert hat und dieser Beirat in seinem Schreiben exakt die Punkte neutral beleuchtet haben möchte, wie sie auch in dem Buch behandelt werden. Als hätten die Beiräte das Buch auch gelesen.”

“Nun, endlich, haben Mathias Bröckers und Paul Schreyer das Ärgernis eines kriegstreibenden Journalismus und die dahinter stehenden tatsächlich wirkenden Kräfte in einem Buch systematisiert aufbereitet. Unter dem Titel “Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Meiden manipulieren” haben sie das Thema aufgegriffen und liefern mit einer Reihe der angestellten Betrachtungen sehr nützliches Material, das gebraucht wird, in dem gegenwärtig herrschenden bellizistischen Dunst die eine oder andere verlorene Seele noch retten zu können.” Read more

24
Sep, 2014

The Rocky Horror Kalifat Show

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24.09.14 16:10-BildschirmkopieDa hat sich das Putin-Bashing doch schon gerechnet – das Pentagon bestellt Atomwaffen für eine Billion Dollar, das nukleare Wettrüsten geht in eine neue Runde. Und auch das konventionelle Kriegsgerät wie das Milliardengrab F22 Raptor kann dank Aufrüstung der vermeintlich aus dem Ruder gelaufenen IS-Milizen und ihrer Rocky Horror Kalifat Show endlich live getestet und verheizt werden. Schon vor vier Wochen hatten wir ja hier vermerkt, dass es sich bei ISIS einmal mehr um eine CIA-Veranstaltung handelt, die ihm Rahmen des “Global War On Terror” läuft, für dessen permanente Fortsetzung ständig neue Terrormonster fabriziert werden müssen. Nachschub für ISIS ist schon in Vorbereitung, neue “moderate” Terroristen, die gegen die Assad-Regierung vorgehen sollen, werden derzeit ausgebildet – darunter auch Kämpfer aus Georgien und China. Thierry Meyssan schließt aus dieser Konstellation wohl nicht zu Unrecht, dass die islamistische Horrorshow “Kalifat” nicht auf die Levante als Spielort begrenzt bleiben soll, sondern von den Veranstaltern perspektivisch  auf Tournee nach Russland und China geschickt werden soll.

Dass  diesen mörderischen Zirkus vor Ort  kaum noch jemand für authentisch hält,  sondern für ein Produkt und Werkzeug made in USA, mußte jetzt auch schon die “New York Times” feststellen, und der TV-Komiker Jon Stewart annoncierte die jüngsten Bombardements in Syrien als “iphone 6 der Kriege” : ” It’s expensive, a little bigger, a little more unwieldy than you thought it would be. It’s gonna be at least a two-year commitment.” Read more

24
Sep, 2014

Die Generalmobilmachung

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Wenn Kabarett die letzte Oase in der von Propaganda-Kompanien beherrschten Medienwüste ist, sind die Zeiten wirklich finster. “Die Anstalt” bringt die Generalmobilmachung durch die ehemaligen “Qualitätsmedien” in Sachen Ukraine wunderbarauf den Punkt. Wenn ich als Schüler, Freund, Mitarbeiter und Kollege des großen Wolfgang Neuss einen Kabarett-Preis vergeben könnte: Max Uthoff und Claus von Wagner hätten ihn ungehend verdient.Die komplette Sendung gibts hier.

22
Sep, 2014

Hanf im Glück – 4. Auflage !

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cover_big_0243“Also sprach Konfuzius – natürlich unter Hanf-Einfluß: Die Welt teilt sich in Yang und Yin – im Hanf jedoch ist beides drin” – von diesem Kaliber waren die Reime, in deren manische Produktion mein Freund Gerhard Seyfried und ich eines Nachmittags verfielen, nachdem wir bei einem Tässchen Kaffee von eben jener magischen Pflanze genossen hatten. Wir kamen kaum hinterher, die mit hochgradigem Nonsens gereimten tiefen Weisheiten auf Papier zu kritzeln und beschlossen: wir schreiben das längste Gedicht über die großartigste Pflanze der Welt. So entstand – im Ping-Pong per email und bei weiteren Live-Sessions “Das Hohe Lied vom Hehren Hanf: Hanf im Glück”. Mein damaliger Verleger Lutz Kroth von “Zweitausendeins” – als Verleger von Eckard Henscheid, Robert Gernhardt und der alten “Pardon”-Gilde, bei der einst auch Seyfried praktiziert hatte, ohnehin affin für “Hochkomik”  – druckte das Werk 1996 in einer wunderschönen Ausgabe, die Gerhard illustriert hatte. Auf feinstem Hanfpapier. Es erlebte dann noch eine zweite Auflage und erschien dann als Paperback 2004 im Nachtschattenverlag und liegt jetzt in 4. Auflage vor. Für einen Lyrikband schon erstaunlich – aber viele Fans haben uns bestätigt: der kosmische Kicherfaktor ist bei diesem Werk einfach ziemlich hoch. Hier eine kleine Kostprobe: Read more

22
Sep, 2014

“Ein sehr feines Buch”

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Kollege Friedrich Küppersbusch hat unser Buch gelesen und per Video rezensiert:

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