29
Sep, 2014

Keine Angst vor Hanf

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WEST_Broeckers_Hanf_lay_3_1Das Fachblatt “thcene” hat ein Interview mit mir geführt, hier ein Auszug daraus:

Der Autor, Journalist und Schriftsteller Mathias Bröckers gilt als Pionier der Hanfbewegung. Vor mehr als 20 Jahren hat er gemeinsam mit Jack Herer Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf – in der Szene auch als „Gelbe Bibel“  bekannt – verfasst, das seit langem als Standardwerk über Hanf bezeichnet wird. Vor kurzem erschien nun sein neues Buch Keine Angst vor Hanf. thcene wollte wissen, ob dieses Buch ein Nachtrag zur „Gelben Bibel“ ist und was es für neue Erkenntnisse über die Nutzpflanze Hanf gibt.

 

Hallo Mathias, deine letzten Veröffentlichungen haben sich größtenteils mit Thematiken außerhalb des Hanfkosmos beschäftigt. Ganz besonders die  Bücher über „9/11“ dürften unseren Lesern bekannt sein. Was hat dich nun dazu bewegt, zwanzig Jahre nach dem Buch Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, was gerne auch als die „Gelbe Bibel“ bezeichnet wird, zu diesem Thema zurück zu kehren?

Ehrlich gesagt war ich nie wirklich weit „weg vom Hanf“. Im Jahr 2010 habe ich das Buch Die Drogenlüge veröffentlicht, in dem die Prohibitionspolitik im allgemeinen und deren politische Hintergründe beleuchtet wurden. Hier ging es natürlich nicht nur um Hanf sondern um die gesamte Illegalisierung von Drogen. Dazu kommt, dass die „Gelbe Bibel“ auch weitere Veröffentlichungen wie zum Beispiel erläuternde Bildbände zur Folge hatte. In diesem Kontext habe ich auch immer wieder Artikel geschrieben und wurde zu Podiumsdiskussionen eingeladen. In dem Buch, das ich mit Jack Herer geschrieben habe, wurde auf mehr als 500 Seiten eigentlich alles gesagt, was zu dieser Pflanze, ihrer Nutzbarkeit und ihrem Verbot zu sagen ist. Dass ich mich jetzt noch einmal hingesetzt und eine „nur“ knapp einhundert seitige Streitschrift zum Thema Hanf verfasst habe, hängt in erster Linie mit den Entwicklungen der letzten zwei Jahre zusammen. Dazu gehört unter anderem die Volksabstimmung in einigen Staaten der USA, die dazu geführt hat dass in mittlerweile 20 Staaten der USA medizinischer Hanf legalisiert wurde. Ebenso wichtig sind die Entwicklungen in Uruguay. All diese Bewegungen der letzten Zeit stehen im Kontrast zu den Fortschritten in Deutschland. Hierzulande scheinen die Uhren still zu stehen. Das berühmte Cannabisurteil des Bundesverfassungsgerichts ist mittlerweile auch schon 20 Jahre alt. Bereits damals wurde seitens des Gerichts geurteilt, dass keine Konsumenten verfolgt werden dürfen und dass eine geringe straffreie Menge festgelegt werden muss. Während rund um die Welt dahingehend sehr viel passiert ist, ist in Deutschland immer noch nichts geschehen. Deshalb habe ich all die Argumente, die für eine Legalisierung sprechen, prägnant und kurz zusammengefasst.

Kann man dein neues Buch also als eine Art „Update“ der Gelben Bibel bezeichnen?

Ja und nein. In Keine Angst vor Hanf gehe ich nicht auf neue Erkenntnisse hinsichtlich der Nutzpflanze Hanf ein. Dagegen habe ich konkrete Recherchen bezüglich belegbarer Statistiken betrieben. Hier geht es um die Anzahl der Strafverfahren die es in den letzten Jahren bezüglich vermeintlicher Cannabisdelikte gab. Welcher Aufwand wurde dafür betrieben und was kostet dieser ganze Wahnsinn eigentlich? Daneben steht der Vergleich des Nutzens: Fruchtet diese Politik? Wird wirklich weniger konsumiert? In welchen Altersschichten wird was und wie konsumiert? Die nüchterne Evaluierung der bestehenden Politik wird zum Debakel für die Regierungen. Wir geben mehrere Milliarden Euro dafür aus, dass sich in den letzten Jahren die Zahl der gelegentlichen Cannabiskonsumenten nahezu verdoppelt hat. Betrachtet man dagegen die Situation in den Niederlanden, stellt man fest dass dort besonders die Zahl der jugendlichen Konsumenten, die wir ja in allen Bereichen vor dem Konsum jeglicher Drogen schützen wollen, zurückgegangen ist. Obwohl also die deutsche Politik scheitert und es genügend positive Vergleichsbeispiele alternativer Methoden gibt, wird der Kurs hier weiter gefahren. Warum wird dieser Irrsinn immer weiter getrieben? Diese Überlegungen führten mich zum Titel des neuen Buches Keine Angst vor Hanf. Im Prinzip wird uns seit Harry Anslingers Zeit vor dieser Pflanze Angst gemacht. Ausgehend vom Vorsitzenden des Federal Bureau of Narcotics wurden seit jeher erfundene Schauermärchen in die Welt gesetzt und diese Mythen wurden permanent bedient. Leider funktioniert die Angstmache hauptsächlich beim „großen Publikum“, denn nur dadurch kann diese Politik beibehalten werden.

Kurz zusammengefasst könnte das von dir eben als „Streitschrift“ bezeichnete Buch also als statistisch belegter Aufruf zur Entkriminalisierung und Legalisierung bezeichnen werden?

Ja, so kann man das sagen. Das Buch beginnt mit den Worten „Es reicht!“. Und es reicht jetzt wirklich! Warum führen wir beispielsweise im Jahr 2012 sage und schreibe 130.000 Strafverfahren wegen Cannabis, wenn diese zum größten Teil eingestellt werden? Was wird damit bezweckt, dass ein 14 Jähriger von der Schule fliegt und sein komplettes weiteres Leben dadurch negativ beeinflusst wird, nur weil er mal mit einem Tütchen Gras erwischt wurde? Die Schäden, die wir mit den Strafen anrichten sind weitaus größer als die Schäden, die von der Pflanze selbst verursacht werden. Das muss aufhören und dafür habe ich sowohl Zahlen als auch Argumente konzentriert gebündelt dargestellt, ohne besonders polemische oder zornige Worte dafür zu verwenden. Jeder, der einen IQ hat der „höher als Zimmertemperatur“ ist, kann sich nach der Lektüre des Buches eine Meinung bilden, die jenseits der Angstpropaganda ausfallen wird. Gerade die Zahlen, die nun nach einem halben Jahr aus Colorado vorliegen, belegen sowohl die positive Veränderung der Steuereinnahmen als auch die Entlastung von Polizei und Justiz. Wenn sich dieser Trend noch zwei Jahre fortsetzt, werden die US Bundesstaaten fallen wie die Dominosteine. Wenn also nun schon im Mutterland der Prohibition, das Hanf weltweit ausrotten wollte, die Bevölkerung per Volksabstimmung die bestehenden Verbote revidiert, dann wird es definitiv Zeit dass wir, als Kolonie von Amerika, diese überfällige Änderung der Gesetze angehen.

Text: Mike König

Das ganze Interview könnt Ihr jetzt in der thcene 05/2014 lesen.

28
Sep, 2014

Nichts als die Wahrheit

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Jetzt wird alles gut. Das alte “Sturmgeschütz der Demokratie” – derzeit mit den anderen “Leitmedien”  in Sachen Russland/Ukraine einem massiven Shitstorm wegen tendenziöser Berichterstattung ausgesetzt – hat ein Bekenntnis abgelegt. Da hat die Rüge des Presserats wegen des infamen “Stoppt Putin jetzt! - Titels offenbar doch etwas genützt. Nur der Wahrheit und nichts als der Wahrheit wollen die Journalisten des ehemaligen Nachrichtenmagazins künftig verpflichtet sein. Eine prima Idee – schon soll einen Task-Force von Investigativkräften eingesetzt worden sein, die wahren Ursachen und Hintermänner des MH-17 Absturzes endlich zu ermitteln, ein weiterer Trupp von 1a Spiegel-Rechercheuren wurde darauf angesetzt, den Massenmord auf dem Maidan und das Massaker von Odessa aufzuklären – also jene Ereignisse, die den Umsturz in der Ukraine und den Wirtschaftskrieg mit Russland eskalierten.

Dass die Wahrheit der letzte Strohhalm ist, mit dem sich der “Spiegel” noch retten könnte, bevor er – wie schon die Grafik mit dem unten rechts fast im Altpapier verschwindene Blatt insinuiert, endgültig für die Tonne ist -  wäre immerhin eine Erkenntnis. Wenn es über einen dumpfen Werbespruch hinausginge.

Während man beim “Spiegel” zumindest werbetechnisch alte Tugenden beschwört, geriert die einst eher betuliche “Zeit” zur martialischen Kampfpostille. Dass ihr Herausgeber Josef  Joffe gleichzeitig noch versucht, seinen ohnehin nie vorhandenen Ruf als unabhängiger Journalist zu retten, indem er gegen das ZDF-Kabarett “Die Anstalt” vorgeht, das seinen Status als zertifizerter Lautsprecher der US-Propagandakompanie auf die Schippe nahm, ist nicht nur angesichts des aktuellen “Zeit”-Titels ein Treppenwitz. Als ob es darauf ankäme, in wievielen transatlatischen Burschenschaften Joffe nun genau als schlagendes Mitglied firmiert. Wes’ Lied der Bursche singt und wie tief er in den Auspuff der neokonservativen Kriegsmaschine gekrochen ist, erschließt sich ohne weiteres aus den Zeilen, mit denen er als Großschwadroneur den Lesern die Weltlage erklärt. Und etwa zu den jüngsten Sanktionen behauptet:

“Panzer- und Flugabwehrwaffen an die Ukraine hätten ein kräftigeres Signal geliefert. Die neue „Speerspitzentruppe“ der Nato, 4000 Mann, kann Moskau nicht beeindrucken, weil sie als Verband nicht kampf- und manövrierfähig ist.Besser wäre eine permanente Militärpräsenz an der Ostgrenze der Nato – z. B. mit den Restbeständen der US-Armee in Deutschland, um die nächste „Ukraine“ abzuschrecken.” Aber niemand hört auf  den Großstrategen Joffe, denn: “In der Praxis haben wir es mit einer Weltmacht zu tun, die unter Obama geradezu Selbst-Eindämmung betreibt.”  Einfach zu lasch, der Ami, selbst wenn Obumma in seiner Amtszeit schon mehr Länder bombardiert hat als jeder Friedensnobelpreisträger vor ihm. Aber: “Leider gibt es im Westen derzeit keinen strategischen Kopf, der Russland sowohl eindämmen als auch einbinden könnte.” Also dem Bären den Pelz wäscht ohne ihn nass zu machen. Wie, geht nicht ? Na dann lassen wir das mit dem Einbinden::”Militärpräsenz” an der Ostfront!

28.09.14 11:12-Bildschirmkopie

27
Sep, 2014

„Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“

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27.09.14 21:05-BildschirmkopieFür den Nordeutschen Rundfunk hat Patric Seibel unser Buch besprochen – und meint, dass seine “Wichtigkeit gar nicht überschätzt werden” kann:

“Es ist ein lautstarker Apell an die Werte einer offenen Gesellschaft und ein überzeugendes Plädoyer für verantwortungsvolle Politik. „Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“, schrieb einst der deutsche Philosoph Immanuel Kant. Dieses Buch hätte ihm wahrscheinlich gefallen.”

Der Podcast der Sendung findet sich hier

26
Sep, 2014

Hier sprechen die LeserInnen…

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26.09.14 16:20-Bildschirmkopie…und sie sind des Lobes voll. Von den 23 Kundenrezensionen, die bis dato beim Amazon-Versand eingegangen sind, wird von 21 die Bestnote von fünf Sternen vergeben. Hier einige Auschnitte aus den Rezensionen:

“Erst einmal ein großes Danke den Autoren für das wohltuende Bemühen um eine nüchterne Analyse der Ukraine Krise und ihrer Hintergründe. Genau das ist es, was man in den vergangenen Monaten vermisst hat: Sauber recherchierte Fakten, die es uns erlauben, uns selbst ein Bild zu machen.”

“Selten habe ich ein Buch so verschlungen wie dieses. Gut geschrieben, gut recherchiert, gut zu lesen. Wer über den Ukraine-Konflikt mehr wissen will, als ihm die deutschen Medien servieren, der wird hier fündig.”

“Wer das Gefühl hat, dass mit der momentanen Berichterstattung in Deutschland etwas faul ist, der ist mit diesem Buch von Broeckers und Schreyer mehr als gut beraten.
Auf den knapp 200 Seiten schaffen die Autoren, was ein Großteil der Medien in Deutschland augenscheinlich versäumt – den Bürger über das tatsächlich Treiben in und um die Ukraine zu informieren.”

“Sehr interessante Analyse, sachlich und hintergründig. Absolut lesenswert. Für alle, die nicht gerne manipuliert werden. Ein Muss für jeden, der über die Ukrainekrise mitreden will.”

“Besonders bemerkenswert finde ich, dass während ich das Buch las, der ARD-Programmbeirat eine scharfe Kritik gegenüber der ARD-Berichterstattung formuliert hat und dieser Beirat in seinem Schreiben exakt die Punkte neutral beleuchtet haben möchte, wie sie auch in dem Buch behandelt werden. Als hätten die Beiräte das Buch auch gelesen.”

“Nun, endlich, haben Mathias Bröckers und Paul Schreyer das Ärgernis eines kriegstreibenden Journalismus und die dahinter stehenden tatsächlich wirkenden Kräfte in einem Buch systematisiert aufbereitet. Unter dem Titel “Wir sind die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Meiden manipulieren” haben sie das Thema aufgegriffen und liefern mit einer Reihe der angestellten Betrachtungen sehr nützliches Material, das gebraucht wird, in dem gegenwärtig herrschenden bellizistischen Dunst die eine oder andere verlorene Seele noch retten zu können.”

“Seit Monaten beschäftige ich mich mit dem Ukraine-Konflikt und rege mich über die Berichte der “Mainstream”-Medien auf. Nur tägliche Internet-Recherchen zu dem Thema machten es mir möglich, objektive Informationen zu erhalten. Dieses Buch erzählt, was wirklich Sache ist. Wir haben sofort noch einige Exemplare dazu bestellt, um sie im Freundeskreis zu verschenken! Das Volk hat das Recht auf die Wahrheit.”

“Nach diesem Buch wird sich jeder davon lösen, der Berichterstattung blind zu Folgen, die unisono in eine Richtung geht. Vor dem Lesen dieses Buches habe ich viel über das Thema “nachgedacht”-nach dem Lesen dieses Buches,bin ich nachdenklich geworden.”

“er sich über die einseitige Ausrichtung der Massenmedien bei uns ebenso ärgert wie über Politiker, die leichtfertig eskalieren und in Kategorien von Feindbildern denken, lese dieses Buch. Mitunter wird Mathias Bröckers vorgeworfen, er würde Verschwörungstheorien verbreiten. Zumindest in diesem Buch (seine anderen kenne ich nicht) bezieht sich der Autor ausschließlich auf öffentlich zugängliche und seriöse Quellen. Seine Argumentation ist solide, auch wenn dieses Pamphlet mit Schwung über die Heuchler herzieht.”

„Wir sind die Guten“ ist flüssig, teilweise packend geschrieben, der Ton wechselt zwischen Ernsthaftigkeit, gelegentlichem, einfühlbaren Sarkasmus und eindringlichem, emotionalen Appellieren: Schließlich geht es um nicht weniger als um Krieg oder Frieden sowie um die berechtigte Empörung über Massenmedien, die sich vielfach unverantwortlicher, dummdreister Hetze schuldig machen.”

“Wer die Ukraine-Krise mit der Lupe eines kritischen Geistes, also im Sinne der wahren Aufklärung verstehen will, der soll hier zugreifen und das hier Gesagte mit dem kontrastieren, was er sonst überall findet. Eine Dialektik zwischen Bröckers und dem “Mainstream” dient der Wahrheitsfindung und letztlich dem Frieden!”

“Dieses Buch stellt die Ukraine-Krise in einen historischen und weltpolitischen Zusammenhang. Während die deutschen Leitmedien nur noch Kriegshetze betreiben, werden von den Autoren Hintergründe beleuchtet und die westliche Selbstgewissheit “Wir sind die Guten” zurecht in Frage gestellt. Ein wichtiger Beitrag zu einer Diskussion, die hoffentlich bald wieder zu einem friedlichen und partnerschaftlichen Zusammenleben in Europa führen wird.”

24
Sep, 2014

The Rocky Horror Kalifat Show

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24.09.14 16:10-BildschirmkopieDa hat sich das Putin-Bashing doch schon gerechnet – das Pentagon bestellt Atomwaffen für eine Billion Dollar, das nukleare Wettrüsten geht in eine neue Runde. Und auch das konventionelle Kriegsgerät wie das Milliardengrab F22 Raptor kann dank Aufrüstung der vermeintlich aus dem Ruder gelaufenen IS-Milizen und ihrer Rocky Horror Kalifat Show endlich live getestet und verheizt werden. Schon vor vier Wochen hatten wir ja hier vermerkt, dass es sich bei ISIS einmal mehr um eine CIA-Veranstaltung handelt, die ihm Rahmen des “Global War On Terror” läuft, für dessen permanente Fortsetzung ständig neue Terrormonster fabriziert werden müssen. Nachschub für ISIS ist schon in Vorbereitung, neue “moderate” Terroristen, die gegen die Assad-Regierung vorgehen sollen, werden derzeit ausgebildet – darunter auch Kämpfer aus Georgien und China. Thierry Meyssan schließt aus dieser Konstellation wohl nicht zu Unrecht, dass die islamistische Horrorshow “Kalifat” nicht auf die Levante als Spielort begrenzt bleiben soll, sondern von den Veranstaltern perspektivisch  auf Tournee nach Russland und China geschickt werden soll.

Dass  diesen mörderischen Zirkus vor Ort  kaum noch jemand für authentisch hält,  sondern für ein Produkt und Werkzeug made in USA, mußte jetzt auch schon die “New York Times” feststellen, und der TV-Komiker Jon Stewart annoncierte die jüngsten Bombardements in Syrien als “iphone 6 der Kriege” : ” It’s expensive, a little bigger, a little more unwieldy than you thought it would be. It’s gonna be at least a two-year commitment.” Wie Steve Jobs bei Apple müssen die Produktdesigner des militärisch-industriellen Komplexes  alle ein, zwei Jahre einen neuen Super-Schurken auf den Markt bringen – das Foto oben stammt aus der Entwicklungsphase des aktuellen,  seinerzeit noch kurzbärtigen  “Kalifen” – um die Nachfrage nach Waffen und Kriegsgerät am Laufen zu halten. Bombardiert wurde jetzt aber vor allem Syrien, weil dort angeblich eine üble Unterabteilung des Kalifats namens “Khorasan” haust. Angeblich, weil diese neue Geistertruppe noch niemand zu sehen bekommen hat – sie aber dem Zirkusdirektor erlaubt durch die Hintertür Syrien mit “Tomahawks” und “Hellfire”zu beglücken und so Assad anzugreifen und den Endgegner – Putin – herauszufordern.

Das wandernde Auge Pepe Escobar bringt die  “Marvel Comics school of geopolitics”   auf den Punkt:

So this is not only about bombing The Caliph. It is a back-door preamble to bombing Bashar al-Assad and his forces. And also about bombing – with eight strikes west of Aleppo – a ghost; an al-Qaeda cell of the mysterious Khorasan group.(…)What a mess. Al-Qaeda in Iraq is the embryo of ISIS, which turned into IS. Jabhat al-Nusra is the al-Qaeda franchise in Syria, approved by CEO Ayman al-Zawahiri. Both despise each other, and yet Khorasan holds the merit of bundling Caliph’s goons and al-Qaeda goons together. Additionally, for Washington Jabhat al-Nusra tend to qualify as “moderate” jihadis – almost like “our bastards”. Too messy? No problem; when in doubt, bomb everybody. The Caliph, then, is old news. Those ghostly Khorasan goons are the real deal – so evil that the Pentagon is convinced their “plotting was imminent” leading to a new 9/11. (…) People who are really capable of defeating The Caliph’s goons don’t tomahawk. They are the Syrian Arab Army (roughly 35,000 dead so far killed in action against ISIS/ISIL/IS and/or al-Qaeda); Hezbollah; Iranian Revolutionary Guards advisers/operatives; and Kurdish militias. It won’t happen. This season’s blockbuster is the Empire of Chaos bombing The Caliph and the ghost in the GWOT machine. Two tickets for the price of one. Because we protect you even from “unknown unknown” evil.

 

 

24
Sep, 2014

Die Generalmobilmachung

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Wenn Kabarett die letzte Oase in der von Propaganda-Kompanien beherrschten Medienwüste ist, sind die Zeiten wirklich finster. “Die Anstalt” bringt die Generalmobilmachung durch die ehemaligen “Qualitätsmedien” in Sachen Ukraine wunderbarauf den Punkt. Wenn ich als Schüler, Freund, Mitarbeiter und Kollege des großen Wolfgang Neuss einen Kabarett-Preis vergeben könnte: Max Uthoff und Claus von Wagner hätten ihn ungehend verdient.Die komplette Sendung gibts hier.

22
Sep, 2014

Hanf im Glück – 4. Auflage !

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cover_big_0243“Also sprach Konfuzius – natürlich unter Hanf-Einfluß: Die Welt teilt sich in Yang und Yin – im Hanf jedoch ist beides drin” – von diesem Kaliber waren die Reime, in deren manische Produktion mein Freund Gerhard Seyfried und ich eines Nachmittags verfielen, nachdem wir bei einem Tässchen Kaffee von eben jener magischen Pflanze genossen hatten. Wir kamen kaum hinterher, die mit hochgradigem Nonsens gereimten tiefen Weisheiten auf Papier zu kritzeln und beschlossen: wir schreiben das längste Gedicht über die großartigste Pflanze der Welt. So entstand – im Ping-Pong per email und bei weiteren Live-Sessions “Das Hohe Lied vom Hehren Hanf: Hanf im Glück”. Mein damaliger Verleger Lutz Kroth von “Zweitausendeins” – als Verleger von Eckard Henscheid, Robert Gernhardt und der alten “Pardon”-Gilde, bei der einst auch Seyfried praktiziert hatte, ohnehin affin für “Hochkomik”  – druckte das Werk 1996 in einer wunderschönen Ausgabe, die Gerhard illustriert hatte. Auf feinstem Hanfpapier. Es erlebte dann noch eine zweite Auflage und erschien dann als Paperback 2004 im Nachtschattenverlag und liegt jetzt in 4. Auflage vor. Für einen Lyrikband schon erstaunlich – aber viele Fans haben uns bestätigt: der kosmische Kicherfaktor ist bei diesem Werk einfach ziemlich hoch. Hier eine kleine Kostprobe:

 Hanf und die Quantenphysik

Einstein wußte, wenn man kifft

werden Raum und Zeit umschifft.

Grad wird krumm und früh wird spät

das ist Relativität.

Daß Nobel-Lorbeer ihn umrankte,

er eigentlich dem Hanf verdankte.

Als einz´ge Pflanze weit und breit

verlangsamt Hanf nämlich die Zeit!

Stundenlang wird ein Minütchen,

raucht man nur ein kleines Tütchen.

Ist man vom Hanfe richtig breit

wirkts gar wie eine Ewigkeit.

So war sie denn kein Wunderstück,

die “Raumzeit” der Atomphysik,

denn Einstein steckte dem Max Planck:

Hanf macht die Sekunden lang!

Er brachte ihm ein Quantum mit

vom allerbesten Tempelshit.

Dies brachte Heisenberg auf Trab,

der wollte gleich ein Quentchen ab.

Kaum war es aufgelöst in Rauch

entdeckt er: Hanf macht unscharf auch!

Atome, die elyptisch eiern,

sich plötzlich nebulös verschleiern!

Und da, wo vorher Nebel war,

ist augenblicklich alles klar.

Noch dazu wird dieses Wanken,

allein beeinflußt durch Gedanken!

“Unmöglich!” rief da Einstein aus,

dann könnt ja eine kleine Maus

allein nur durch ihr Angedenken

den großen Mond am Himmel lenken!

“Wenn niemand hinguckt ist er fort!”

gab Heisenberg das Widerwort,

“und erst wenn´s jemand überprüft,

er dadurch aus dem Nichts ihn hievt!”

Da schrie ihm Einstein ins Gesicht:

“Du bist verrückt, Gott würfelt nicht!”

Darauf der Werner Heisenberg:

“Albert, du Gedankenzwerg!

Hast Du´s noch immer nicht gerafft,

daß der Alte heimlich pafft?

Für unsre Logik ist das Gift:

Gott würfelt nicht, Oh nein, er kifft!”

22
Sep, 2014

“Ein sehr feines Buch”

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Kollege Friedrich Küppersbusch hat unser Buch gelesen und per Video rezensiert:

20
Sep, 2014

Mediendämmerung

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weapons-of-mass-destruction-700x4374“Fragmentarisch”, “tendenziös”, “mangelhaft” und “einseitig” – wer die Kritik des ARD-Programmbeirats an der Ukraine-Berichterstattung  zur Kenntnis nimmt und das zugrunde liegende Resümeé der Programmanalyse studiert, könnte auf die Idee kommen, dass die Beiratsmitglieder – Fernseh,-und Radioredakteure der Landesrundfunkanstalten – unser Buch gelesen hätten, denn ihre Kritik stimmt in zahlreichen Punkten mit unserer überein. Doch das oben verlinkte Papier stammt aus dem Juni 2014 als wir noch mitten in der Arbeit steckten und einiges vom dem, was jetzt im Buch steht, noch gar nicht geschrieben war. Die Koinzidenz der Kritik ist aber kein Zufall – dass unterschiedliche und voneinander unabhängige Beobachter aus unterschiedlichen Perspektiven zu übereinstimmenden Schlüssen kommen, spricht vielmehr dafür, dass die von ihnen beobachtete Realtiät tatsächlich die beschriebenen Eigenschaften aufweist – und tatsächlich mußte man in den vergangenen Monaten schon taub und blind sein, um die einseitige und tendenziöse Berichterstattung der ARD und auch der anderen sogenannten “Leitmedien” nicht zu erkennen.

Der ARD-Chefredakteur Baumann weist indessen die vernichtende Kritik seines eigenen Beirats “energisch” zurück und behauptet, sein Publikum “umfassend und so wahrheitsgetreu wie möglich zu informieren.”  Ein schlechter Witz, wenn man die lange Liste der ARD/ZDF-Verfehlungen seiht, die im Blog Propagandaschau notiert sind – “umfassend” und “wahrhheitsgetreu” geht anders… Dass die massive interne Schelte bei der ARD, die in dieser Form bisher noch nicht vorkommen ist, bei den anderen Medien kein großes Thema wurde, ist bezeichnend – sie halten sich bedeckt, weil sie sich sich die Kritik des ARD-Beirats 1:1 an den eigenen Hut stecken müssten. Und schalten stattdessen lieber die Online-Kommentare ab, wenn ihre eingebetteten Leitartikler und Korrespondenten ins Nato-Horn und zur Russen-Jagd blasen – “Leser-Blatt-Bindung” und Kundenfreundlichkeit geht anders… und Chefredakteure wie Herr Baumann, die fundierte Kritik derart energisch vom Tisch wischen, haben nichts verstanden. Genausowenig wie die Alpha-Journalisten Joffe, Kornelius, Bittner & Co., die vom ZDF-Kabarett “Die Anstalt” als PR-Agenten transatlantischer Lobbys enttarnt wurden und mit einstweiligen Verfügungen dagegen klagen. Diese Propagandisten sind freilich bei privatwirtschaftlich organisierten Verlagen angestellt, denen die Produktion von Propaganda grundsätzlich nicht verboten ist, beim Axel-Springer-Konzern ist die Verpflichtung auf die Nato sogar in den Arbeitsverträgen festgeschrieben. Bei den öffentlich-rechtlichen Medien aber ist es genau umgekehrt: sie sind zu objektiver, wahrheitsgemäßer Berichterstattung verpflichtet – und werden um eben diesen Service zu leisten mit Zwangsgebühren finanziert. Deshalb darf ein ARD-Chefredakteur nicht damit davon kommen, dass er die auf einer fundierten Analyse beruhende Kritik seines Programmbeirats einfach vom Tisch wischt. Wer den gesetzlich vorgeschrieben Informations,-und Bildungsauftrag der ARD mit einer Nato-Pressestelle verwechselt hat in einer leitenden Funktion öffentlich-rechtlicher Medien schlicht nichts zu suchen.

18
Sep, 2014

Go, Bravehearts, go!

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Wenn man dem Live-Ticker im Guardian folgt,  steht es bei der Abstimmung um die Unabhängigkeit Schottlands spitz auf knopf… mit laut letzten Umfragen leichten Vorteilen für die “No”-Stimmen. Aber ich setze weiter darauf, dass die Bravehearts der City of London den Stinkefinger zeigen. Und das nicht nur, weil ich mit Dr.S. um eine Flasche “Lagavulin” gewettet habe, sondern weil es auch jenseits von 16-jährigem Single Malt Scotch Whisky einfach großartig wäre. Man könnte die sparsamen und dank Nordseeöl durchaus liquiden Schotten sofort in die EU aufnehmen – und das ewig quertreibende Klein-Britannien entweder endlich loswerden, oder aber beginnen, den Staat im Staate Englands -  die Raubritterburg der Finanzeliten, die “City of London Corporation” endlich zu schleifen. Also den Bankstern zeigen, was ne Harke ist, wie es die tapferen Isländer ja schon vorexerziert haben… Hach, es wär einfach zu schön…und eh ich die Nacht wach bleibe um auf die Ergebnisse zu warten träume ich lieber noch ein bißchen weiter….

17
Sep, 2014

30 Millionen Dollar Belohnung für MH-17 Aufklärung

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MH17Laut einem Bericht der Zeitschrift “capital” haben unbekannte Auftraggeber eine Belohnung von 30 Millionen Dollar ausgesetzt – für Hinweise, die zur Aufklärung des MH-17 Absturzes in der Ukraine führen. Einen entsprechenden Aufruf hat die Wirtschaftsdetektei “Wifka” heute veröffentlicht. Sie will wissen:

Wer hat am 17. Juli das Flugzeug MH17 abgeschossen?
Wer hat den Abschuss angeordnet?
Wer deckt die Tat? (auch wenn es sich um einen politisch, wirtschaftlich, militärisch versehentlichen Abschuss gehandelt haben sollte)
Wer kann Details zu den Umständen nennen, die zum Abschuss führten?
Wer war am Abschuss direkt beteiligt?
Was ist aus den Menschen geworden, die am Abschuss beteiligt waren? Was wurde aus der Tatwaffe?
Wer kann die Person(en) benennen, die den Abschuss freigegeben haben?

Für Hinweise, die belegen können, wer hinter der Tat steckt, steht den Hinweisgebern die ausgelobte Belohnung in Höhe von 30 Mio. Dollar zu. Die 30. Mio Dollar sind sicher in der Schweiz (Zürich) hinterlegt. Das Geld wird in Zürich oder einem gewünschten neutralen Ort ausbezahlt.

Eine neue Identität wird auf Wunsch durch den bzw. die Auftraggeber zugesichert.

Bekanntlich wurden nach dem Absturz sowohl von Seiten der Ukraine als auch von zahlreichen anderen Ländern eine internationale Untersuchung unter Beitiligung des Europarats angekündigt, die dann aber in keiner Weise stattfand. Der unlängst veröffentlichte Zwischenbericht der niederländischen Untersuchung beantwortetet keine der oben gestellten Fragen auch nur ansatzweise. Dies scheint der Grund zu sein, warum jetzt ein solches Kopfgeld ausgelobt wurde. Wenn Regierungen und Staatsanwälte ihrer Pflicht zur Aufklärung von Verbrechen nicht mehr nachkommen ,  “Rechtsstaat” und “Wertegemeinschaft” also quasi im Wachkoma liegen, helfen offenbar nur noch privat initiierte Kopfgeldjagden.

Wem könnte das Interesse, dass der Fall aufgeklärt wird, 30 Millionen wert sein ?  “Capital” hat gleich einen 1a Verschwörungstheorie parat: “Sitzen seine Auftraggeber selbst im Kreml? Wollen sie ihn fingierte Beweise aufspüren lassen, die nahelegen sollen, die Ukraine sei für einen Abschuss verantwortlich?” Das legten allerdings schon die veröffentlichten Beweise der russischen Luftauklärung nahe, die ein Militärflugzeug in der Nähe der Unglücksmaschine zeigen. Falls die Russen noch weitere beweiskräftige Radar,- und Satellitenaufnahmen haben würde der Umweg über Detektei und Belohnung wenig Sinn machen. Paul Craig Roberts spekuliert, dass sie solches Material eher als Druckmittel gegen Poroschenko eingesetzt hätten, um den Waffenstillstand und Verhandlungen zu erzwingen.

Die skandalöse Nicht-Aufklärung des Absturzes und seine perfide Auschlachtung zur Eskalation des Konflikts durch die Medien wurde hier im Blog schon oft beklagt; und dass weder der “Rechtsstaat” noch die Medien sich verpflichtet sehen, zur Aufklärung dieses Massenmords beizutragen, muß weiterhin und lautstark beklagt werden. Deshalb kann man nur hoffen, dass die stattliche Belohnung inkl. neuer ID den einen oder anderen Whistleblower aus der Reserve lockt…

15
Sep, 2014

Interview im WDR 3

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Walter van Rossum hat für den Radiosender WDR 3  Mathias Bröckers interviewt und meint in der Anmoderation:

“Die Journalisten Mathias Bröckers und Paul Schreyer haben es mal mit professionellem Journalismus versucht und sind dabei darauf gestoßen, dass wir vielleicht doch nicht ganz so gut sind, wie der Titel ihres Buches ironischerweise behauptet.”

Zum vollständigen Interview hier.

14
Sep, 2014

Wer Rasmussen glaubt, ist nicht zu retten

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„Putinversteher“ sind in meinen Augen eher Leute, die ihre Vernunft noch nicht an der Garderobe abgegeben haben, sondern die die Motive und Absichten des anderen analysieren. Verstehen heißt ja nicht verehren. Paranoide Verschwörungs-Theoretiker sind doch eher diejenigen, die permanent einen neuen Super-Bösen bezichtigen – wie etwa der Nato-Sprecher Rasmussen. Der hatte schon 2003 gesagt: „Saddam Hussein hat Massenvernichtungswaffen. Das glauben wir nicht, das wissen wir.“ Und genauso weiß er auch jetzt wieder alles – wer diesem Herrn glaubt, ist nicht zu retten.

Die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten haben mir einige Frage zum Buch und zur aktuellen Lage gestellt. Das ganze Interview hier.

 

13
Sep, 2014

Buchvorstellung in der Volksbühne Berlin

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Wer am Sonntagmittag noch nichts vorhat: im Rahmen der Ukraine-Konferenz an der Volksbühne Berlin stelle ich das Buch vor. Um 15.00 gehts los. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen hier.

Das Gespräch mit Ken Jebsen (siehe unten) stößt auf große Resonanz, es ist erst seit gestern mittag online und hatte schon über 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Einige von ihnen haben wohl gleich auch den nächsten Buchladen angesteuert, der im Internet für die meisten “Amazon” heißt. Dort ist das Buch jetzt auf Platz 17 der Verkaufscharts gelistet.

 

12
Sep, 2014

Im Gespräch mit KenFM

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