21
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Ein ausgefallener Handschlag und die unsichtbare Hand

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Auch wenn der Besuch von Königin Angela im Weißen Haus nicht sonderlich stimmungsvoll ablief – die beiden, meinte ein Beobachter nach dem ausgefallenen Handschlag vor den Fotografen, seien wohl als „ziemlich schlechteste Freunde“ auseinander gegangen – hatte König Donald am Ende der Presskonferenz doch noch einen kleinen Scherz auf Lager: eine Gemeinsamkeit sei immerhin, dass beide von der vorherigen Regierung abgehört worden seien. Der „Hosenanzug“ reagierte auf diese Vorlage aber nur mit einem säuerlichen Lächeln, statt den Ball aufzunehmen und zu fordern: „Lassen Sie uns gemeinsam diesen unerträglichen Zustand abstellen, der unseren demokratischen und rechtsstaatlichen Werten zutiefst zuwider läuft. Bringen Sie ihre Meister der Intelligence unter Kontrolle, ich werde mit den unsrigen dasselbe tun.“

Nun waren schlagfertige Reaktionen noch nie ein Markenzeichen von Königin Angela, die als kommunikative Reaktion bekanntlich den vertikalen Mundwinkel bevorzugt, und dieser kam denn auch hier zum Einsatz. Was zeigte, dass Angela als brave Vasallin weiter eher der „permanenten Regierung“ zu gehorchen gedenkt, deren Belauschen „unter Freunden“ sie ja schon eher schulterzuckend hinnahm, und nicht dem neuen König.

Dennoch galt es natürlich, einen guten Eindruck zu machen und so hatte sie ihre wichtigsten Wirtschaftsführer mitgebracht, die Donald ihre guten Werke für das Königreich so gut präsentierten, dass er sie als „gute Leute“ bezeichnete. Über die heimliche First Lady, die Königstochter Ivanka, die im Modegewerbe tätig ist, hatte Angela zudem eine Initiative eingefädelt, die erfolgreichen Methoden ihrer Handwerker-Gilden bei der Ausbildung von „Azubis“ genannten Lehrlingen im exzeptionalistischen Königreich zu verbreiten. Auch dies wurde von König Donald sehr gelobt – doch das war es dann auch schon mit den Freundlichkeiten. Kaum war Angela wieder weg, zwitscherte Donald empört, dass ihr Land ihm große Mengen Geld schulde, weil es zu wenig für den teuren „Schutz“ durch die Nato bezahle.

Als Novize im weltpolitischen Geschäft hatte König Donald aber hier etwas nicht richtig verstanden, denn dieses Geld steht, wenn überhaupt, nicht ihm sondern der Nato zu und alle Mitglieder zahlen es dort freiwillig ein. Ebenso freiwillig haben sie sich verpflichtet, in Zukunft 2% ihres Haushalts dafür auszugeben, wobei Angelas Reich zwar noch zurückhängt, aber auch noch einige Jahre Zeit hat den Plan zu erfüllen. Doch Donald will die Kohle wohl sofort…

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20
Mar, 2017

Regime Change von Innen

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Für die  Nachdenkseiten hat Marcus Klöckner mich über JFK, RFK, MLK und das soeben in einer aktualisierten Neuaflage erschienene Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” befragt:

Die Morde an John F. Kennedy, seinem Bruder Robert F. Kennedy und der an Martin Luther King waren nicht die Taten von Einzelgängern. Dieser Überzeugung ist der Journalist und Buchautor Mathias Bröckers. Hinter den Attentaten stehe ein regime change aus dem Innern des Staates heraus, wie Bröckers im Interview mit den Nachdenkseiten sagt. Bröckers, dessen Buch zum Kennedy-Mord gerade in einer aktualisierten Fassung erschienen ist, setzt sich seit Jahren mit dem Verbrechen an dem 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten auseinander. Für ihn steht fest: Ohne das enge und auf Beeinflussung ausgelegte Zusammenspiel zwischen den Geheimdiensten und polizeilichen Ermittlungsbehörden hätte diese Attentate weder so ausgeführt noch dann später so vertuscht werden können. Marcus Klöckner hat für die NachDenkSeiten mit Mathias Bröckers ein Gespräch über ein Verbrechen, das lange zurückliegt, die Rolle des CIA-Mannes George Joannides und den 26. Oktober 2017 geführt – ein Tag, der für die Forscher zum Mord an JFK von Interesse werden könnte.

Herr Bröckers, Sie haben ein Buch über die Ermordung von John F. Kennedy veröffentlicht, das gerade mit einem aktualisierten Nachwort erschienen ist.
Warum beschäftigen Sie sich noch mit dem Anschlag auf JFK? Schließlich ist das alles schon lange her und auch aufgeklärt – wenn man den Behörden Glauben schenkt.

Aufgeklärt ist es eben nicht, schon die zweite offizielle Untersuchung durch das „House Select Commitee of Assasinations“ (HSCA) in den 1970er Jahren stellte fest, dass der „Warren Report“ von 1964, der in 26 Bänden die Einzeltäterschaft von Lee Harvey Oswald beweisen wollte, nicht der Wahrheit entsprechen kann. Seitdem haben zahlreiche Forscher viele weitere Indizien zusammengetragen, dass Oswald genau das war, was er nach seiner Festnahme bekannte: „Ich bin der Sündenbock hier.“

Wie lautet denn Ihre Kernthese in Sachen JFK?

Die steht im Titel des Buchs „Staatsstreich in Amerika“ und besagt, dass weder der Mord an JFK, noch der an seinem Bruder Robert F. Kennedy noch der an Martin Luther King die Taten „verrückter“ Einzelgänger waren. Die wichtigsten Führer einer demokratischen, bürgerrechtlichen Politik wurden innerhalb weniger Jahre eliminiert, kein Hintergrund dieser Morde wurde wirklich aufgeklärt, präparierte Sündenböcke wurden abgeurteilt oder wie im Fall Oswald von Auftragskillern eliminiert. Diese Morde waren ein regime change von innen, sie konnten nicht so ausgeführt und so vertuscht werden wie es geschah ohne die engste Kooperation mit Geheimdiensten und Polizei.

Können Sie für uns skizzieren, woran Sie festmachen, dass Kennedy nicht das Opfer eines Alleintäters war?

Eigentlich muss man ja nur die berühmten Sekunden des Zapruder-Films anschauen, wie Kennedys Kopf von dem Geschoß getroffen wird – nicht von hinten, von wo Oswald angeblich gefeuert haben soll, sondern seitlich von vorne. Liest man dazu die Aussage des schräg hinter JFKs Limousine fahrenden Motoradpolizisten, dass sein Helmvisier von Blut und Gehirmasse bespritzt wurde, kann der tödliche Schuss nicht von hinten gekommen sein. Deshalb wurde der Warren-Kommission auch nicht der farbige Film gezeigt, sondern nur eine schlechte und bearbeitete Schwarz-Weiß-Kopie gezeigt. Mit dem Original und dieser Aussage wäre völlig klar geworden, dass Oswald, der angeblich aus dem 5. Stock des Buchlagers schoss, nicht der Todesschütze sein konnte.

Weitere Hinweise?

Ich denke dass auf jeder der über 300 Seiten und der dokumentierten Quellen des Buchs deutlich wird, wie falsch und unmöglich die Einzeltäterthese ist. Oswald war seit seiner Jugend unter den Fittichen der Geheimdienste. Wenn er wirklich mit seinem Schießprügel die berühmte „magische Kugel“ abgab, die JFK tötete und den vor ihm sitzenden Gouverneur sechs Wunden beibrachte, müsste er aber über magische Fähigkeiten verfügt haben. Tatsächlich war er nur ein kleiner „IM“, der in New Orleans den Kommunisten spielte und linke Studenten ans FBI verpfiff.

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19
Mar, 2017

Gott ist tot: Chuck Berry R.I.P

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Der Gottvater des Rock’n’Roll, Chuck Berry, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Auch andere Größen haben dieses Genre geprägt und beeinflusst, aber keiner hat es revolutioniert wie der kleine Chuck aus St.Louis: mit seinen Songs, mit seiner Show und vor allem mit seinen Riffs.  Was das Intro von Beethovens “Fünfter” für die Klassik, das war und ist Chuck Berrys Gitarren-Intro zu “Johnny B.Goode” für die Rockmusik – es inspirierte ganze Generationen von Musikern,  von  den “Rolling Stones” und den “Beatles” bis heute.  Die E-Gitarre als ikonisches Instrument der Rockmusik – ohne Chuck und seinen “Duckwalk” nicht denkbar;  seine Kompositionen, so simpel und genial, dass er keine eigene Band brauchte, sondern für seine Auftritte immer nur Miet-Musiker engagierte; seine Texte, so knackig und prägnant, dass Bob Dylan ihn den “Shakespeare des Rock’n’Roll” nannte. Johnny B. Goode erzählt die Geschichte eines “coloured boy” (bei der Plattenaufnahme 1958 mußte er es in “country boy” ändern), den seine Mutter auffordert, fleißig Gitarre zu üben, damit sein Name später in großen Leuchtbuchstaben auftaucht. Er hatte es über seinen Freund Johnny Johnson geschrieben, doch es wurde seine eigene Geschichte. Hail, Hail, Chuck Berry – Rest in Peace!

16
Mar, 2017

Ich habe Angst vor Trump

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Der “Rassist”, “Sexist”, “Faschist” im Weissen Haus macht vielen Angst. Auch dieser Frau, die mit der Therapeutin Byron Katie darüber spricht und es am Ende selbst ist, die Amerika wieder “great” macht. Ein schöner Beitrag zu unserem Motto “Question Authority Think For Yourself” oder auch “Free Your Mind And Your Ass Will Follow”

15
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Der Anti-Intellektuelle Donald und die Intellektuellen-Idioten

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Im Real Game of Thrones gibt es keine Guten und keine Bösen, jedenfalls nicht auf Dauer; auch wie sich die einzelnen Figuren entwickeln ist nicht immer absehbar. Seit sich die Gilde der Demoskopen und Kaffeesatzleser grundlegend blamierte, weil sie Hillarys Sieg einstimmig vorhergesagt hatte, war auch den Wahrsagungen, wer oder was sich zum Guten oder zum Bösen entwickeln würde, kaum noch zu trauen. Ebenso wenig wie den Herolden und Lautsprechern, die das Königreich seit Monaten mit der faktenfreien Verschwörungstheorie fütterten, dass König Donald vom „ultrabösen“ Wladimir gesteuert würde. Doch ähnlich wie ihre Vorhersagen schien auch ihre bewährte Methode, dass man Lügen nur oft genug wiederholen muss um sie als Wahrheit durchzusetzen, nicht mehr richtig zu funktionieren.

Noch nie war ein König nach seiner Amtsübernahme derart als „Böser“ dargestellt worden wie Donald, und doch lag er bei den Sympathiewerten im Land mittlerweile weit vor seiner angeblich „guten“ Gegnerin Hillary. Und auch sonst war im exzeptionalistischen Königreich zwischen Gut und Böse einiges Durcheinander geraten, die üblichen Koordinaten wie „rechts oder „links“ und „oben“ oder „unten“ taugten nicht mehr zu einer wirklichen Orientierung.

Viele Leute von „unten“ hatten einen Ultrareichen von „oben“ zum König gemacht. Der war „rechts“, sprach sich aber außenpolitisch für eine Versöhnung mit dem Ultrabösen aus, was zuvor nur „Linke“ getan hatten; wie sie wetterte er gegen „Globalisten“ und neoliberalen Freihandel, war aber gleichzeitig „rechter“ Nationalist, der mit einem „linken“ Konzept, das „keynesianisch“ genannt wurde, ein staatliches Programm zum Wiederaufbau der Infrastruktur starten wollte. „Typisch Hitler“, sagte da einige „Linke“ wegen der berühmten „Autobahn“, die der blutrünstige Adolf einst bauen lies und verglichen Donalds Einreiseverbot für Moslems dann mit Adolfs Judenvernichtung. Ultra-Konservative hingegen, sonst als „Rechte“ für jede Maßnahme der Polizei und der Meister der Intelligence zu haben, warnten jetzt vor Überwachung und Polizeistaat, wie früher nur „Linke“ und „Liberale“, denen der Schutz der Bürgerrechte und Privatsphäre das Höchste waren, die aber jetzt zusammen mit „Big Brother“ und dem Tiefenstaat das Land vor Donald retten wollten. Und gar schon an die Generäle appellierten gegen ihren König aufzustehen.

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9
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Donald der Disruptor und die permanente Regierung

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Nachdem Obama die Vorwürfe König Donalds, er habe ihn abhören lassen, umgehend zurückgewiesen hatte, kündigte das Weiße Haus eine offizielle Untersuchung der Sache an. Und während Herolde wie das ehemalige Nachrichtenmagazin “Spiegel” weiter das Märchen vom ultrabösen Donald-Manipulator köcheln und auf dem neuesten Titel rhetorisch die Frage stellt “Wie viel Putin steckt in Donald?”, steht im exzeptionalistischen Königreich jetzt eine ganz andere und spannendere Frage an, nämlich “Wie viel Stasi steckte in Obama?”

Kann es sein, dass irgendein kleiner Bürokrat in der heißen Phase des Wahlkampfs die Büros des Kandidaten rund um die Uhr belauschen lässt, ohne dass die Regierung davon weiß und ihren Segen gegeben hat? Schon bekannt war ja bisher, dass die Polizei im Frühjahr und Sommer 2016 zwei Mal einen von Donalds Datenspeichern beobachten ließ, weil der Verdacht aufgekommen war, dass Gelder aus dem Reich des Ultrabösen in Donalds Wahlkampfkasse gelandet wären. Dieser wahrscheinlich von den Meistern der Intelligence initiierte Verdacht hatte sich als ebenso haltlos herausgestellt wie auch die anderen Vorwürfe über die Verbindungen Donalds mit dem Ultrabösen.

Hat nun irgendein Richter dann noch einmal sechs Wochen vor der Wahl der Polizei die notwendige Genehmigung erteilt, den Spitzenkandidaten zu belauschen, ohne dass seine Vorgesetzten und das Justizministerium davon wussten? Das ist sehr unwahrscheinlich – und Polizeichef Comey stritt es ebenso ab wie der ehemalige Intelligence-Großmeister Clapper.

Doch König Donald scheint diese Aussagen nicht zu akzeptieren, was bei Aussagen von Clapper nicht überraschend ist, hatte dieser doch einst vor dem Kongress unter Eid behauptet, dass die Meister der Intelligence keinen Bürger des Königreichs jemals unerlaubt belauscht hätten, um dann kurz darauf vom mutigen Ed nachhaltig des Meineids überführt zu werden.

Nun soll also der Kongress eine Untersuchung beginnen, ob und inwieweit sich Obama und/oder seine Regierung illegaler Lauschaktionen schuldig gemacht haben. Wobei gar nicht mehr in Frage steht, dass Donald abgehört wurde – sondern nur noch in welchem Ausmaß, wann und von wem. Also ob die Ausspähung nach der ergebnislos abgelaufenen Lausch-Erlaubnis einfach ohne neuen Richterbeschluss fortgesetzt wurde, oder ob befreundete Geheimdienste, die Donalds Turm verwanzt haben, den Meistern des Königreichs ihre erlauschten Informationen überließen.

Dass König Obama direkt involviert war, ist eher unwahrscheinlich, denn als ehemaliger Rechtsprofessor kennt er die heftigen Strafen, falls ihm so etwas nachgewiesen werden könnte. Insofern scheint Donald vermutlich wieder einmal über den Pudding zu gehauen haben, als er ihn persönlich beschuldigte. Da Justizministerium, die Polizei und die Lauschexperten der Meister aber letztlich dem König unterstellt sind, ist der Vorwurf aber auch nicht unberechtigt.

Für den legendären Pfeifenbläser William Binney, der einst den Lauschapparat der Meister der Intelligence konstruiert und aufgebaut hatte, ist klar, dass Donald die ganze Zeit überwacht wurde und richterliche Genehmigungen “nur eine Show” für die Öffentlichkeit sind.
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6
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Donald und der Regime Change von innen

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Nachdem seine Rede vor dem Kongress gezeigt hatte, dass König Donald auch “Staatsmann” kann, waren die Zustimmungswerte im Königreich stark gestiegen, mehr als zwei Drittel der Untertanen fanden nun, dass Donalds Politik in die richtige Richtung geht. Weil aber staatsmännische Reden meist ebenso moderat und pathetisch wie nichtssagend sind, ist die konkrete Richtung von Donalds Politik nach wie vor unklar, von der Finanzierung seiner Vorhaben ganz zu schweigen.

Dass er eine weitere fast 10-prozentige Steigerung der astronomischen Militärausgaben ankündigte wurde sowohl bei den Meistern der Intelligence wie auch bei der Gilde der Waffenschmiede befriedigt zur Kenntnis genommen. Ebenso wie Donalds Ansage, dass er künftig nur noch Kriege führen wird, die auch gewonnen werden.

Tatsächlich hatte das exzeptionalistische Königreich trotz seiner astronomischen Militärausgaben seit langem keinen Krieg mehr gewonnen, der letzte große Sieg war gefeiert worden, als Ronald I. einst die karibische Insel Grenada mit mehr bewaffneten Soldaten stürmen ließ, als dort Menschen lebten. Seitdem hatten er und seine Nachfolger zwar zahlreiche Länder angegriffen, am Liebsten mit ihren Flugdrachen-Geschwadern, die von oben einfach Bomben abwarfen, doch außer Blutbädern und Zerstörung hatten diese Krieg nur Chaos angerichtet. Da die Herolde und Lautsprecher dabei stets “eingebettet” waren, wurde über dieses Chaos in der Heimat aber kaum berichtet, sodass man irgendwann abziehen, den Sieg erklären und das Thema einfach ausblenden konnte.

So hatte W. im Irak “Mission Accomplished” erklärt und Hillary die Beseitigung des Königs Gaddafi von Libyen mit “Wir kamen, wir sahen, er starb, hahaha” gefeiert, doch herrschte seit diesen “Siegen” in diesen Ländern schlimmeres Chaos als je zuvor. In Irak und Syrien hatte sich das Kalifat ISIS breitgemacht und in der libyschen Hauptstadt regierte die terroristische Wickelmützen-Miliz “Al Qaida”, die einst als Todfeind des exzeptionalistischen Königreichs annonciert wurde, weil sie die Teppichmesser des Schreckens ausgesandt und mit ihrer Magie zwei Türme angegriffen und drei zu Fall gebracht haben soll. Das magische Ereignis, das nach dem Anführer der Bande auch das “Osama-Wunder” genannt wurde, hatte mittlerweile im Königreich zur Herausbildung einer neuen Glaubensgemeinschaft geführt, die C.O.F.F. (Church Of Free Fall) genannt wurde.

Dass einige Seher diese Terrorbande schon damals “Al CIAda” nannten und sie für ein Werkzeug des dunklen Ordens der Meister der Intelligence hielten, schien sich später zu bestätigen, als sie nunmehr unter dem Namen “Al Nusra” an der Seite des Königreichs und der Nato gegen König Assad von Syrien eingesetzt wurde. Diese Kämpfe dauern noch an, Donalds Kriegsminister Mattis, den man “Mad Dog” nannte, hat jetzt erste Pläne verlautbaren lassen, wie das Wickelmützen-Kalifat beseitigt werden soll. Zudem hat er verfügt, dass die Meister ihre Geld- und Waffenlieferungen an die “moderate Rebellen” genannten Terroristen einzustellen. Read more

4
Mar, 2017

Königin der (West-)Berliner (Sub-)Kultur

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Macherin, Moverin, Shakerin… ach was, Königin der (West-)Berliner (Sub-)Kultur war sie und ist sie, die Frau, die den besten politischen Buchladen der Stadt machte, das beste Schwarze Café, den tollsten, weit über die Stadt hinaustrahlenden Musikclub…und weil Monika Dietl dankeswerterweise alle weiteren Großleistungen dieser “Legende” aufgeschrieben hat, kann ich mich kurz fassen. Wäre ich Bürgermeister, würde ich Monika Döring heute mit allem auszeichnen, was die Stadt für Kulturschaffende zu vergeben hat, denn kaum jemand hat sich um die Kultur der Westberliner Insel verdienter gemacht. Weil man dieser Dame mit Orden und Gedöns aber erst gar nicht kommen braucht, hört man sich um wie man vielleicht sonst eine Anerkennung…und dabei fällt der Satz “Geltung habe wir genug, wir brauchen Geld”… und schon stellt der Regierende einen kleinen Scheck aus und steckt ihn diskret in die Post. So einfach wär’s. Aber auch wenn das nicht passiert werden wir den 80. Geburtstag morgen wunderbar feiern – und ich weiß jetzt schon, wer bis in den Morgen über den Dancefloor fegen wird: die unglaubliche, wunderbare Monika!

3
Mar, 2017

Hanf auf Rezept

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Freund Seyfried hat dieser Tage auf Facebook einen seiner Hanf-Cartoons, aus dem Jahr 2001, wiederveröffentlicht, auf dem ich als Namensgeber einer Schule gewürdigt wurde. Das Buch “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”, das ich 1993 mit Jack Herer herausbrachte – mittlerweile liegt die 43. Auflage vor – hat tatsächlich so etwas wie “Schule gemacht”: es hat die Augen der Öffentlichkeit für die nützlichen und heilenden Eigenschaften der Universalpflanze Cannabis geöffnet. Wenn auch dank einer irrsinniger Prohibtion nur im Schneckentempo setzen sich die Erkenntnise und Forderungen dieses Buchs Schritt für Schritt durch. So ist es jetzt seit dem 1.März deutschen Ärzten wieder erlaubt, medizinisches Cannabis ist Form von Hanfblüten zu verschreiben.

2
Mar, 2017

Real Game of Thrones: König Donald und die Känguru-Ökonomie

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Das epidemische Anti-Donald-Syndrom (ADS) ist im exzeptionalistischen Königreich nach wie vor virulent und die besonders stark betroffene Gilde der Herolde und Lautsprecher zählt noch immer zu den Risikopatienten: „Sie sehen die Pressefreiheit in ihrem Land in Gefahr. Eine Studie führt Repressalien auf, Überwachung, Strafverfolgung und Blockaden. Seit Richard Nixon habe sich kein Präsident so aggressiv verhalten…“, verkündete entsetzt „Der Spiegel“, den man „das ehemalige Nachrichtenmagazin“ nannte. Und listete auf, dass sich die Herolde vom „Geheimdienstsystem“, den Meistern der Intelligence, überwacht fühlen, dass „Intransparenz“ herrsche, weil nur noch „mit Twitter und Facebook“ regiert werde, dass Pfeifenbläser wie der mutige Ed und die tapfere Chelsey mit Spionagegesetzen von 1917 verfolgt werden, „Mitarbeiter eingeschüchtert“ und „abgehört“ und insgesamt ein „Klima der Angst“ herrsche. Schwere Vorwürfe, zumal wenn man bedenkt, dass den Herolden als „vierte Säule“ der Demokratie ja eine eminent wichtige, staatstragende Rolle zukommt.

Dass König Donald angesichts dieses Sündenregisters natürlich gleich wieder „Fake News“ rufen würde, wäre absehbar. In diesem Fall allerdings auch berechtigt, den der Vorwurf so aggressiv wie sein Vorgänger „Tricky Dick“ Nixon gegen die Gilde der Herolde vorzugehen war nicht gegen ihn gerichtet: es handelte sich um das Sündenregister von Obama aus dem Jahr 2013. Wenn es auch auf Donald zutrifft, der wegen seiner Zwitscherleidenschaft sogar schon mit „Heil Twittler!“ verspottet wurde, wenn der neue König sich also gegenüber den Herolden kaum anders gebärdet als der alte, warum sorgt er jetzt für so gewaltige Empörung und apokalyptische Warnungen vor einer in Dunkelheit sterbenden Demokratie ?  Liegt das allein daran, das Donald der Herold-Gilde mit seinen „Fake News“-Salven die permanente Kurzfassung der Leviten liefert, die ihnen einst der große John Swinton las ? Bellen die Hunde nur so laut, weil sie schwer betroffen sind ?

Kriegsverbrecher mit „innerem Rembrandt“

Fast scheint es so, denn zu ihrer Ehrrettung kamen sie jetzt auf die Idee, den unbedarften Ex-König W. zu entmumifizieren und ihn auf dem Kanal NBC zur Verteidigung der „Pressefreiheit“ sagen zu lassen: “Wir brauchen sie, um Leute wie mich zur Verantwortung zu ziehen.” Das Statement wurde dann nicht mit einem Orkan aus der Lachmaschine unterlegt, sondern allen Ernstes weltweit verbreitet, weil ja jeder weiß, dass auf die Unabhängigkeit der Herolde und Lautsprecher jederzeit Verlass ist und sie W., Cheney und Rumsfeld einst massiv für die Lügen zur Verantwortung zogen, mit denen sie zum Irak-Krieg hetzten und eine Million Leichen produzierten. Dass sie heute als Massenmörder und Kriegsverbrecher eingekerkert sind, verdankt sich allein der Unnachgiebigkeit, mit der die Gilde der Herolde ihrer Kontrollfunktion als „vierte Säule“ der Demokratie nachkam und diese Verbrechen aufdeckte und vor Gericht brachte.

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27
Feb, 2017

Real Game of Thrones: König Donald und die Schwarzkasse der Meister

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Der „Sumpf“ in den Tiefen des Königreichs, dem Donald den Kampf angesagt hatte und der jetzt zurückschlug, war ohne Frage das größte Problem, mit dem er seit seinem Amtsantritt zu kämpfen hatte. Die ganze Verwaltung, die Hauptstadt, das Militär und die Polizei sowie natürlich die Meister der Intelligence mit ihren über 60.000 unsichtbaren Mitarbeitern waren seit Jahrzehnten in den Händen der „Yankees“, doch mit Donald war nun ein Außenseiter auf dem Thron gekommen. Zwar aus derselben Elite-Liga, aber aus einem anderen Club, und einer, der in den ersten Wochen seiner Regentschaft gezeigt hatte, dass er seine deutlich andere Spielweise nicht ohne Weiteres aufgeben will. Insofern konnte sich Donald der Loyalität seines Apparats keineswegs sicher sein, was die Operation, die zum Rücktritt seines Sicherheitsberaters General Flynn eingefädelt worden war, schon deutlich gezeigt hatte.

Dass Donalds Vorhaben, mit dem Ultrabösen „klar zu kommen“ und gemeinsam das Wickelmützen-Kalifat ISIS zu erledigen, der Grund für die Meister der Intelligence war, seinen wichtigsten Berater abzuservieren, war ja schon ebenso vermutet worden wie die Möglichkeit, dass es sich bei diesem mysteriösen Blitzrücktritt um eine raffinierte Falle handeln könnte, die Donald und der General den Meistern gestellt haben. Um die Lecks in den Tiefen und die dienstbaren Herolde und Lautsprecher zu identifizieren, die sie an die Öffentlichkeit tragen.

Eine merkwürdige Koinzidenz hat da jetzt für ein wenig konkretere Hinweise gesorgt: die Lecks erfolgten einen Tag, nachdem Donald eine „Executive Order“ zur Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels, Menschenhandels und der internationalen Kriminalität erlassen hatte – und General Flynn das Finanzministerium zu Sanktionen gegen ein Geldwäsche,- und Rauschgiftsyndikat in Venezuela aufgefordert hatte, dem einer seiner Mitarbeiter, Robin Towley, auf die Spur gekommen war. Diesem wurde dann umgehend die Unbedenklichkeit zur Mitarbeit im Sicherheitsrat verweigert, was manche Beobachter darauf zurückführen, dass er mit seinen Recherchen der CIA, einem der mächtigsten unter den insgesamt 17 Orden der Meister der Intelligence, in die Quere gekommen sei.
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23
Feb, 2017

Real Game of Thrones: King Donald vs. Deep State – Der „Sumpf“ schlägt zurück

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Die Gilde der Herolde und Lautsprecher hatte sich über König Donald einmal mehr mächtig erregt, weil er sie als “Feinde des Volkes” bezeichnet hatte. Aber die Leute im Königreich, vor allem jene auf dem flachen Land, die ihn gewählt hatten, stimmten Donald durchaus zu. Sie hatten sich ja schon während des Wahlkampfs nicht umfassend und neutral, sondern nur sehr einseitig informiert gefühlt und waren den Empfehlungen nahezu sämtlicher Lautsprecher, die sich allesamt für Hillary aussprachen, nicht gefolgt. Die Gilde hatte aus diesem Verlust von Vertrauen und Glaubwürdigkeit keine Konsequenzen gezogen, außer einigen alternativen Herolden und auch Donald selbst die Verbreitung von Lügen, die sie “Fake News” nannten, vorzuwerfen. Davon seien die Massen verwirrt worden und hätten den Verkündigungen der Gilde, bei denen es sich stets um die reine Wahrheit handelt, keinen Glauben geschenkt.

Nun hatte man Wahlveranstaltungen im exzeptionalistischen Königreich wegen der Bausicherheit schon seit langem ins Freie verlegt, weil sich wegen der zahlreichen Lügen und falschen Versprechungen regelmäßig die Balken bogen. “Fake News” waren also keineswegs etwas Neuartiges und in den Kämpfen um den Thron durchaus an der Tagesordnung; dass Kandidaten sich gegenseitig Lügen vorwarfen, nachwiesen, um die Ohren schlugen,  war selbstverständlich, üble Nachrede gehörte gleichsam zum guten Ton.

“Donald der Dünnhäutige” und die kindischen Herolde

Dass Donald in dieser Beziehung neue Maßstäbe gesetzt hatte, war ihm oft angekreidet worden und nach seiner Inauguration schlug er dann zurück, als er  einen Herold von “CNN” mit der Bemerkung abwies: “You Are Fake News!” – weil sie den Gerüchten über angeblichen Donald-Orgien in der Hauptstadt des Ultrabösen eine Bühne geboten hatten. Mittlerweile aber, so teilte er dem bei einer Konferenz erneut fragenden CNN-Herold mit, habe er seine Meinung geändert: “You Are Very Fake News!” Und zwitscherte gleich noch hinterher, dass sich New York Times, ABC,  NBC und CBS auch angesprochen fühlen dürfen.

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22
Feb, 2017

Die Angst der Herrschenden vor dem Volk

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Rainer Mausfelds Vortrag “Warum Schweigen die Lämmer” hatte ich hier schon dringend empfohlen, jetzt hat KenFM einen weiteren ins Netz gestellt. Nehmt Euch die Zeit, es lohnt sich  – ein Transkript und weitere Infos hier.

20
Feb, 2017

Real Game of Thrones: Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach

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Im exzeptionalistischen Königreich, dessen disruptive Entwicklung wir in dieser Chronik aufzeichnen, scheint immer noch ein unsichtbarer Krieg zwischen der Regierung von König Donald und den Meistern der Intelligence zu toben – und niemand weiß in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Vor langer Zeit, als noch ein Eiserner Vorhang die Welt teilte, und niemand genau wusste, was auf der anderen Seite vor sich ging,  gab es eine Wissenschaft, die zu ergründen versuchte, welche Politik und welche Pläne in der dunklen Burg der Hauptstadt Moskau ausgeheckt wurden. Diese Wissenschaft nannte sich “Kreml-Astrologie” und versuchte ähnlich wie die Sterndeuter anhand von Konstellationen und Bewegungen am Himmel die Zukunft zu deuten – anhand von Äußerungen und Launen der Kreml-Mitarbeiter, die man “Apparatschiks” nannte. Seit mit König Donald jetzt ein scheinbar unberechenbarer Außenseiter auf dem Thron gelandet ist, existiert im exzeptionalistischen Königreich nun die Wissenschaft der “White House Astrologie” – der Versuch,  aus Donalds kryptischen  Zwitschernachrichten und anderen Kleinigkeiten seine nächsten politischen Schritte zu enträtseln.

Dass die in den Tiefen des Reichs bei den Meistern der Intelligence beheimateten Kreml-Astrologen seinerzeit keinen blassen Schimmer davon hatten, dass das Objekt ihrer Analysen, das sie “das Reich des Bösen” nannten, zusammenbrach und sie erst davon Wind bekamen, als die Berliner Mauer fiel, hatte das Vertrauen in die prophetischen Kompetenzen der Meister nachhaltig erschüttert. Um davon abzulenken und ihre Inkompetenz zu kompensieren hatten sie sich dann umso eifriger daran gemacht, in diesem Reich eine willfährige Marionette als König zu installieren und waren sehr stolz, als ihnen das gelungen war. Mit König Boris, den man den “Wodka-Container” nannte, hatten sie einen  geradezu perfekten Kandidaten für ihre Zwecke gefunden.

Wie aus dem kooperativen Wladimir der aggressive Ultraböse wurde

Diese Zwecke bestanden natürlich vor allem darin, an die Schätze des ehemaligen “Reich des Bösen” zu kommen, das ja eigentlich  gar nicht böse war, sondern im Gegenteil über die größten Mineralien-Reserven der Welt verfügte. Öl, Gas, Metalle, seltene Erden… ein Drittel aller Rohstoffe der Welt lagen unter seiner Erde und wer – wie das exzeptionalistische Königreich mit seiner “Full Spectrum Dominance” – Doktrin – den ganzen Globus beherrschen wollte, musste diese Schätze irgendwie unter seine Kontrolle bekommen. Sie lagerten vor allem in einer Region, die man die “sibirische Schatztruhe” nannte und kaum erschlossen war. Da König Boris aber keinerlei Geld hatte, die notwendigen Bergwerke und Bohrtürme zu errichten, schlugen die Exzeptionalisten ihm einen Deal vor: wir stellen dir alle Förderanlagen hin, sie kosten dich keine Kopeke. Als Gegenleistung wollen wir 25 Jahre lang Öl und Gas fördern, danach gehören die Anlagen dir. Weil sie aber so furchtbar teuer sind, können wir in dieser Zeit keinen Cent für das Öl zahlen.

Da König Boris ständig benebelt war unterschrieb er den Vertrag. Und weil er nicht rechnen konnte, lies er sich bei diesem Deal gnadenlos über den Tisch ziehen. Nachdem ihn dann der viele Wodka völlig unzurechnungsfähig gemacht hatte, wurde ein neuer König gebraucht und mit Wladimir, den man auch “Putin” nannte, kam ein recht unbeschriebenes Blatt auf den Thron. Man wusste eigentlich nur, dass er im Osten des damals noch geteilten Reichs der heutigen Königin Angela als Agent eingesetzt war und dort – wie einst Angela als sogenannte “FDJ Sekretärin für Propaganda” – dem Ostherrscher Erich I. gedient hatte.

Da Arbeit für die Meister der Intelligence  in allen Ländern als geeignete Voraussetzung für höhere Staatsämter gilt, wurde Wladimir nach seiner Thronbesteigung allgemein als geeigneter und fähiger König akzeptiert, auch von den Vertretern und Kaufmännern des exzeptionalistischen Königreichs, die beflissen ihre Zusammenarbeit anboten. Doch diese Sympathie währte nicht lange, denn als Waldimir die Verträge entdeckte, die unter dem benebelten Boris gemacht worden waren, traute er seinen Augen kaum. Sie verpflichteten ihn, die Rohstoffe seines Reichs ein Vierteljahrhundert lang zu verschenken, um am Ende ein paar verrostete Fördertürme über leergepumpten Quellen dafür zu bekommen. Read more

19
Feb, 2017

Coup d’état in America

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Im Mai 2017 hätte John F. Kennedy seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass wird mein Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” Anfang kommenden Monats in einer erweiterten Neuauflage herauskommen. Nicht nur das Jubiläum,  auch die Lage der Nation und der Welt nach der Wahl von Donald Trump, der sich ähnlich wie JFK in einem Kampf mit den Geheimdiensten befindet, machen die Präsidentschaft Kennedys und die Hintergründe seiner Ermordung in besonderer Weise interessant.
Zudem werden im Oktober 2017 die letzten noch immer geheim gehaltenen  Akten in Zusammenhang mit dem Attentat freigegeben, um deren Einsicht Historiker sich seit Jahrzehnten vergeblich bemüht haben: insgesamt über 3.500 Dokumente und über 35.000 Seiten, die bisher nur in redigierter Form zugänglich waren. Dass irgendwo in diesen Akten in einer übersehenen Notiz die entscheidende “smoking gun” gefunden wird, erwartet zwar niemand, doch die Personalakten und Tätigkeitsberichte einiger CIA-Leute, die im Umfeld der Ermordung und des angeblichen Einzeltäters Lee Harvey Oswald tätig waren, dürften weitere wichtige Puzzlesteine liefern. Zu einer anhand von Fakten schon gut sehr dokumentierten Gesamtschau, in der JFK nicht zum Opfer eines einsamen Irren wurden, sondern eines Verrats und eines Putschs aus den Tiefen seines eigenen Staats.  Deshalb habe ich dem Buch 2013 den Titel “Staatsstreich in Amerika” gegegeben – und denselben Titel wählte unlängst einer der führenden forensischen Pathologen der USA, Cyril Wecht, in einem Vortrag, in dessen Zentrum die “magische Kugel” steht, die nach offizieller Geschichtsschreibung den Präsidenten getötet und dem vor ihm sitzenden Gouverneur ein halbes Dutzend Verletzungen beigebracht haben soll: A “Coup d’état in America”.

Mathias Bröckers: JFK – Staatsstreich in Amerika, aktualisierte Neuausgabe, Westend Verlag, 304 Seiten, 18,00 Euro (lieferbar ab 1. März)

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