26
Jul, 2014

Wer keine Fakten hat, dem bleibt Hetze

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putin-pariahDas dröhnende Schweigen, mit dem USA/NATO/EU auf die Veröffentlichung von Radar,-und Satellitendaten zum MH-17-Absturz durch den russischen Generalstab reagierte, spricht Bände – nicht nur in Bezug auf die Qualität der zuvor geäußerten wüsten Anschuldigung in Richtung Russland, sondern auch auf die Verkommenheit der westlichen Medien, die eine Aufklärung der Unglücksursache und eine Offenlegung der ukrainischen und amerikanischen Daten nicht einmal fordern. Geschweige denn, ihre Regierungen für diese Nicht-Aufklärung in irgendeiner Weise kritisieren. Dass die russische Darstellung der Radarbilder vor dem Absturz – und die Anwesenheit eines ukrainischen  Jets in der Nähe der Maschine – korrekt ist, mußte eine Sprecherin des Weissen Hauses bei einer Pressekonferenz mittlerweile schon zugeben (Transkript hier), und die Agentur Reuters wurde überführt, die Behauptung eines Separatistenführers im Besitz von BUK-Raketen, gefälscht zu haben.

Auch wenn also  zehn Tage nach dem Unglück die Argumentation des Westens in Sachen MH-17 als  faktenfreie Propaganda entlarvt ist, muß diese Linie jetzt offenbar gnadenlos weitergefahren werden. Wer keine Fakten zu bieten hat, dem bleibt nur Hetze. Dass die Propagandisten des Imperiums bei Edward Bernays  und seinem erfolgreichen Schüler Joseph G. in die Lehre gegangen sind zeigt  das Cover der aktuellen Ausgabe des “Newsweek”-Magazins. “Jetzt reicht es!” - hat der langjährige Vizepräsident der OSZE, Willy Wimmer, diese neue Eskalationsstufe der Propaganda kommentiert – zu befürchten ist leider, dass das Empire of Chaos noch lange nicht genug hat….

Update: Auch das ehemalige Nachrichtenmagazin heizt die Hetze nochmal richtig an und ist dabei  soagr noch einen Zacken infamer als Newsweek: es instrumentalisiert die Opfer des Flugzeugabsturzes, zu dessen Aufklärung es nichts beigetragen hat. Ekelhaft.

spiegel-putin

21
Jul, 2014

Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach

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putin-schachRussland hat geliefert: in einer Pressekonferenz  (Mitschnitt mit englischer Übersetzung hier ) präsentierten zwei Generäle des Verteidigungsministeriums Luftaufnahmen und Radaraufzeichnungen im Zusammenhang mit dem Absturz der malaysischen Boeing 777.  Die Bilder zeigen den An-und Abstransport von Boden-Luft-Raketen in die Nähe der Separatisten-Gebiete in den Tagen vor und nach der Tragödie – sowie die Anwesenheit eines SU-25 Fighter-Jets der ukrainischen Armee in der Nähe der Boeing vor und nach dem Absturz. Anders als das Weisse Haus und die Regierung in Kiew, die weiterhin nur behaupten, dass die Maschine von den Rebellen (“Terroristen”) beschossen worden sei, liegen nunmehr erste Fakten auf dem Tisch. Ob es Fälschungen sind dürfte einfach zu überprüfen sein, denn auch die ukrainische Flugüberwachung und die us-amerikanische Satelliten-Observation müßte solche Bilder und Aufzeichnungen haben.

In ihrer Präsentation zeigen oder  behaupten die Generäle nicht explizit, dass die Boeing von dieser SU-25  beschossen wurde, verlangen aber Aufklärung was sie überhaupt dort zu suchen hatte (was Kiew bis dato einfach nur abstreitet) – und sie weisen  darauf hin, dass der Treffer einer BUK-11 Boden-Luft-Rakete die Maschine sofort zur Explosion gebracht hätte, während eine Luft-Luft-Rakete, wie sie die SU-25 feuern, sie so ins Trudeln bringen würde, wie es der Verlauf und der Höhenverlust beim Absturz zeige. Ich bin kein Waffenexperte, gehe aber mal davon aus, dass die russischen Militärs in einer live im ersten TV-Programm ausgestrahlten Pressekonferenz keinen sofort widerlegbaren Unsinn erzählen. Was nicht heisst, das ihre These der Wahrheit entspricht – die Fragen aber, die sie aufwirft, können und müssen beantwortet werden. CIA und NSA sind dank  der globalen Radar,- und Satelliten-Augen ihres NRO (National Reconnaissance Office) in der Lage, quasi jedes Nummernschild auf Erden lesen und sollten es den Russen jetzt nachtun – Start und Flug einer aus Rebellengebiet gefeuerten Rakete über 10 Kilometer am 17. Juli müssen dokumentierbar sein, ebenso wie die Abwesenheit einer SU-25 in der Nähe des Unglücksflugzeugs.

Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach. Die vor  der Weltöffentlichkeit jetzt aufgeworfenen Frage “SU-25 oder BUK-11 ?”  kann nicht ohne Weiteres als “Theorie” oder “Propaganda” abgetan werden – sie beruft sich auf überprüfbare Belege. Das Deutungsmonopol des Westens dagegen, das  bis dato auf reinen Behauptungen beruht, ist erschüttert. Der Westen ist am Zug…

Update: Der ausgezeichnete Journalist und frühere AP-Reporter Robert Parry zitiert eine (anonyme) Quelle, nach der es US-Satellitenbilder geben soll, die eine Raketenbatterie zeigen, von dem das Flugzeug beschossen wurde – und die unter der Kontrolle der ukrainischen Armee zu stehen schien:

“What I’ve been told by one source, who has provided accurate information on similar matters in the past, is that U.S. intelligence agencies do have detailed satellite images of the likely missile battery that launched the fateful missile, but the battery appears to have been under the control of Ukrainian government troops dressed in what look like Ukrainian uniforms.The source said CIA analysts were still not ruling out the possibility that the troops were actually eastern Ukrainian rebels in similar uniforms but the initial assessment was that the troops were Ukrainian soldiers. There also was the suggestion that the soldiers involved were undisciplined and possibly drunk, since the imagery showed what looked like beer bottles scattered around the site, the source said.”

 

 

 

19
Jul, 2014

Stop The Blame Game!

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Als nach dem Einsatz von Giftgas in der syrischen Stadt Ghuta  im August 2013 die hiesigen Medien auf Hochtouren liefen und den  “Schlächter” Assad anklagten, der  nunmehr sogar “Kinder” vergast , lagen zwar keine Beweise dafür vor, dass die Kampfstoffe von syrischen Truppen eingesetzt worden sind,  das hinderte die Sessel-Puper und Laptop-Bomber in den Redaktionen indessen nicht, lauthals ein militärisches Eingreifen und Bomben auf Damaskus zu fordern.

Der Hype um das Überschreiten der “roten Linie” durch den Einsatz von Sarin-Gas führte dazu, dass Präsident Obama den Termin des Bombenangriffs auf den 2. September festsetzte, England verlegte ein U-Boot und Kampfflugzeuge nach Zypern, eine Staffel der französische Luftwaffe wurde in Bereitschaft versetzt. Ohne Frage wäre es zu diesem Angriff auf Syrien  gekommen – der US-Präsident hatte ihn sogar schon öffentlich angekündigt. Dass er im letzten Moment abgewendet wurde, verdankte sich einem russischen Agenten, der dem britischen Geheimdienst MI 6 ein Muster des in Ghuta verwendeten Giftgases zukommen lies – samt eines vertrauenswürdigen Belegs, dass dieses nicht aus russischen Beständen stammte und daher auch nicht im Arsenal von Assad gewesen sein konnte. Nachdem die Chemiker des MI 6 dies geprüft hatten, funkten sie eilig nach Washington: „Wir wurden reingelegt!“

Wie dies geschah, deckte Seymour Hersh in zwei investigativen Reports ( “Whose Sarin? “  und “The Red Line and the Rat Line”  ) einige Monate später auf: als eine klassische „False Flag“- Operation hatten die „Rebellen“ selbst das Giftgas eingesetzt. Die Kampfstoffe stammten aus der Türkei und waren auf der von der CIA eingerichteten „Rattenlinie“ zur Versorgung der Aufständischen nach Syrien gebracht worden. Mit dem von der Türkei, Katar und Saudi-Arabien ausgeheckten Plot sollten die Großmächte in den Konflikt hineingezogen werden, was Russland verhinderte und danach einen Deal mit Assad aushandelte, sämtliche syrischen Chemiewaffen zu vernichten. Dass “unsere” Verbündeten im Bürgerkrieg in Syrien derlei perverse Waffen und Methoden einsetzen war den Medien, die sich zuvor in Anklagen gegen Assad geradezu überschlagen hatten, kaum noch eine Kurzmeldung wert. Ebensowenig wie die Tatsache, dass die Scharfmacherei, die sie aufgrund unbewiesener Behauptungen betrieben, um ein Haar zu einem Bombardement, unzähligen zivilen Opfern und der Zerstörung einer der älteste Städte der Welt geführt hätte.

An diesem Vorfall gilt es zu erinnern, wo aufgrund des nach wie vor ungeklärten Absturzes des Flugs MH-17 nun einmal mehr die Schuldzuweisungen auf Hochtouren laufen, ohne dass belastbare Fakten auf dem Tisch liegen. Weder die Daten der ukrainischen Luftüberwachung, in deren Luftraum sich die Maschine befand, noch irgendwelche Satellitenaufnahmen, anhand derer sowohl eine mögliche Rakete als auch ihr Abschussort identifizierbar sein müssten. Deshalb kann die Aufforderung an die Medien nur heißen, mit dem Blame Game aufzuhören und wie im Kindergarten mit dem Finger auf irgendeinen Schuldigen zu zeigen, anstatt zu sagen was Sache ist: wir wissen nur, dass ein Flugzeug abgestürzt ist und 298 Menschen ums Leben kamen: Wir wissen nicht,  wie es zu dem Absturz kam und wer dafür verantwortlich ist. Und bis wir darüber Genaueres wissen werden wir uns hüten, in einer ohnehin krisen,-und kriegsgeschüttelten Region mit wilden Schuldzuweisungen Öl ins Feuer zu giessen. Punkt.

18
Jul, 2014

Weckruf MH-17

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Während die hiesigen Medien weiter wild Spuren in Richtung Osama Bin Putin  und  “pro-russische Separatisten” legen um über die Ursachen des Absturzes der Boeing 777  irgendetwas Passendes zu verlautbaren, sind belastbare Beweise nach wie vor Mangelware. Auch US-Präsident Obama hatte in seinem jüngsten Statement nur indirekte Beschuldigungen aber nichts Konkretes zu bieten. Da liest sich der vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Lagebericht, den das Blog “Hinter der Fichte” dankenswerter Weise übersetzt hat, vergleichsweise sachlich und nüchtern:

“Angesichts der objektiven Untersuchung des Absturzes der Boeing 777, die auf dem Territorium der Ukraine abgestürzt ist, ist es notwendig, eine gründliche Untersuchung mit der Beteiligung aller interessierten internationalen Organisationen durchführen.

Im Katastrophengebiet sind Streitkräfte der Ukraine, mit Anti-Flugzeug-Raketensystemen “Buk-M1.”

Am nordwestlichen Rand von Donezk befindet das 156. Flugabwehrraketenregiment der Ukraine, mit siebenundzwanzig Raketen-Komplexen Buk M1. Sie sind in der Lage, Luftziele bis zu 160 km entfernt zu erkennen und in allen Höhen und bei einer Reichweite von über 30 km zu bekämpfen.

Über der Region Donezk fliegt die ukrainische Luftwaffe Jets, die mit verschiedenen Arten von Raketen ausgestattet sind

Die Behauptung des offiziellen Kiew, dass diese Komplexe oder Flugzeuge nicht geschossen hätten, wecken ernsthaften Zweifel. In so kurzer Zeit so eindeutige Schlussfolgerung in Bezug auf heftige Kämpfe in diesem Bereich! Solche Aussagen, die verantwortlich ernsthafte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, erfordern umfassende Untersuchung.”

Bezüglich der Unterstellungen über Aktionen der Streitkräfte der Russischen Föderation in den Grenzregionen der Ukraine wird von russischer Seite erklärt:

“Am 17. Juli waren Jets der Luftverteidigung der Streitkräfte der Russischen Föderation in der Gegend nicht im Einsatz.

Flugzeuge der Luftwaffe Russlands haben auch im Bereich der Grenze zur Region Donezk, am 17. Juli dieses Jahres, keine Flüge durchgeführt. Diese Information wird vollständig durch objektive Kontrolle bestätigt.

Bitte beachten Sie, dass der Flug der Boeing 777 außerhalb der Luftverteidigungssysteme der Russischen Föderation durchgeführt wurde und sich im ukrainischen Luftraums unter der Kontrolle der dortigen Flugverkehrsüberwachung befand.

Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, eine gründliche Untersuchung des Absturzes mit maximaler Transparenz durchzuführen.”

(…) Unterdessen hat Putin  Obama am Telefon mitgeteilt, daß er weiß wer geschossen hat. (Die Russen hatten letztes Jahr bereits israelische seegestützte Raketen – aus dem Mittelmeer in Richtung Syrien abgeschossen – identifiziert, meint die Agentur AIS.) Darauf deuten die diplomatischen Formulierungen hin:

Putin sagte bereits, dass die Ursache für den Flugzeugabsturz ein “Verbrechen” sei, was er nicht sagen würde, wenn er sich dessen nicht sicher wäre und ein technisches Versagen in Frage käme.

Er sagte, “der Staat über dessen Gebiet es passiert ist, ist für diese schreckliche Tragödie verantwortlich.”.

Putin hat versprochen, Beweise für seine Aussage zu liefern. (“Ich habe schon Anweisungen an die militärischen Abteilungen erteilt, dass sie die notwendige Unterstützung bei der Untersuchung dieses Verbrechens haben. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um ein objektives Bild von dem, was passiert ist, zu zeigen, der Öffentlichkeit, der Ukraine und der ganzen Welt “).

Putin hat sich also durchaus aus dem Fenster gehängt und wir können wohl davon ausgehen, dass er auch liefert – im fog of war der Propagandaschlachten sind die Russen längst nicht so ungeniert wie das US-Imperium. Für das ehemalige Nachrichtenmagazin freilich sind das alles nur “Verschwörungstheorien”. Obama hingegen, der ohne irgendein Untersuchungsergebnis behauptet , die Rakete sei von Separatisten abgefeuert worden, spricht natürlich nur die reine faktengesättigte Wahrheit.  Die er als  “Weckruf für Europa” bezeichnet, auf dass die kriegsmüden Deutschen nach 1914 und 1942 endlich wieder Lebensraum im Osten erobern helfen. Und auch der Franzose, dem scheinbar die Niederlage von 1812 noch im Nacken sitzt ( als Napoleon gen Russland zog,weil er die Lieferungen des damals wichtigsten russischen Export-Artikels – Hanf – an den Erzfeind England unterbinden wollte), muss motiviert werden. Es geht um das “wehrwirtschaftlich wichtige Donezbecken” (A.Hitler), das auch der IWF ins Auge gefasst hat, denn ohne die Wiedereingemeindung der Region will er der finanziell maroden Regierung keine Kredite geben.

Unterdessen sind  Beweise aufgetaucht, dass die angeblich mitgeschittenen Funkgespräche der “Rebellen”, in denen vom Abschuß eines Flugzeugs die Rede ist, schon einen Tag vor dem Absturz auf youtube hochgeladen wurden; des weiteren gibt es die brisante Aussage eines Fluglotsen der Luftüberwachung in Kiew, dass sich drei Jets der ukrainischen Armee in der Nähe der Maschine befanden. Es scheinen also durchaus auch Indizien  in Richtung Regierung zu deuten – und keineswegs nur, wie die NATO-Medien durchweg behaupten, auf die “Separatisten”.

18
Jul, 2014

Osama Bin Putin war’s!

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Noch ist der Absturz des malayischen Flugzeugs in der Ukraine ungeklärt54055f31-b51a-45b3-8183-ccb13864e187. Nur an der britischen Propaganda-Front weiß man schon Bescheid: Osama Bin Putin war’s! Klare Sache – außer wilden Bezichtigungen der ukrainischen Putsch-Regierung und den Separatisten, die sich gegenseitig beschuldigen, gibts zwar keinen Beleg für irgendwas, aber das zeichnet Propaganda ja gerade aus. Auch die deutsche “Bild” weiß schon, dass die Maschine “abgeschossen” wurde. Dass auch ein technischer Defekt, oder eine Bombe an Bord zu einem Absturz führen können – geschenkt. Dass es auf die Frage, welches Interesse  die “Separatisten”  haben sollen, eine Zivilmaschine in 10 Kilometer Höhe zu beschiessen, keine Antwort gibt, ebensowenig wie auf die, was zum Teufel Putin damit bezwecken will, mal kurz 300 asiatische und europäische Touristen ins Jenseits zu befördern – macht nix. Eigentlich wartet man jetzt nur noch auf die Begründung vom Weißen Haus: “They hate our freedom.”

17
Jul, 2014

Johnny Winter R.I.P.

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Er kam, wie auch sein Bruder Edgar, als Albino zur Welt – und wurde vielleicht deshalb einer der schwärzesten weiße Blueser der Rock-Ära: Johnny Winter, geboren an der Quelle des Blues, am Mississippi, ist gestern 70-jährig in Zürich gestorben. On the road, wie es sich für einen Vollblut-Artisten gehört, der bis zum  Schluß um die Welt tourte. Der in den letzten Jahren zwar im Sitzen spielte,  doch immer noch mit dem Speed und der Verve, die ihn berühmt gemacht haben.  Der nicht nur virtuos war, sondern den Blues wirklich hatte – und immer wieder abstürzte, weil er versuchte, ihn mit Heroin und Alkohol loszuwerden. Aber auch immer wieder aufstand, um wieder auf die Bühne zu gehen um den Blues zu spielen (wie hier im Rockpalast 1979 :”Goin home to Delta”.  Jetzt ist er angekommen – Rest In Peace, Johnny!

15
Jul, 2014

Ansichten eines Putinverstehers

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Putin-Cover2

Geschafft! Heute ging das fertige Manuskript des neuen Buchs an den Verlag. Jetzt wird noch lektoriert, korrigiert und gesäzzt, Ende des Monats geht es in den Druck und Ende August dann in die Buchläden. Hier für die Blog-Community schon mal (unter Vorbehalt, was endgültige Reihenfolge und Titel der Kapitel betrifft) das Inhaltsverzeichnis:

1. Ansichten eines Putinverstehers
2. Eine kurze Geschichte der Ukraine
3. The Great Game
4. Willkommen in Pipelinistan
5. Farb-Revolutionen und Fake-Demokratie
6. 60 Jahre Ukraine-Erfahrung: die CIA
7. Regierungswechsel durch Scharfschützen
8. Ein Nachmittag mit Victoria Nuland
9. Schnittstelle im Machtpoker: Der Atlantic Council
10. Poroschenko – Schokolade und Waffen
11. Im Gleichklang: Leitmedien und Lobby-Netzwerke
12. Pro-Russen und Propaganda: Medien im Kriegsmodus
13. Unipolare vs. Multipolare Welt
14 . Wer sind die Guten ?

14
Jul, 2014

Warum Cannabis legalisiert werden muß

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WEST_Broeckers_Hanf_lay_3_1Ab heute ist “Kein Angst vor Hanf! – Warum Cannabis legalisiert werden muß” im Buchhandel. Hier vorab ein Auszug aus dem Kapitel “Prohibitions-Schwerter zu Hanf-Flugscharen”:

Die Alkoholprohibition in Amerika wurde 1933 nach 14 Jahren aufgeben, weil ihre Nebenwirkungen weitaus schädlicher waren als der Alkohol selbst – aus kleinen Gangsterbanden mit italienischem, irischem und jüdischem Migrationshintergrund waren milliardenschwere Konzernsyndikate geworden, die mit Korruption und Gewalt schon ganze Städte und Landkreise unterwandert hatten. Mittlerweile ist es wieder so weit: In Mexiko, dem Transitland für den Drogenschmuggel in die USA, sind durch Bandenkriege in den letzten Jahren über 40 000 Menschen ums Leben gekommen.

Auch dies einer der Gründe, warum zwar noch nicht die Regierung, aber die Bürger der USA in Volksabstimmungen für die Cannabislegalisierung gesorgt haben – und damit für den Anfang vom Ende jenes Prohibitionsapparats, der sich nach dem Scheitern der Alkoholverfolgung den Hanf als Ersatzfeind vorgenommen hatte. Dass er im Mutterland der Hanfdämonisierung jetzt als Papiertiger entlarvt wird, dass die Bürgerinnen und Bürger parteiübergreifend nicht mehr auf die Horrorpropaganda der Prohibitionisten hereinfallen, dass das Wissen über die segensreiche Wirkung des Heilmittels und die vergleichsweise ungefährlichen Nebenwirkungen des Genussmittels Hanf sich durchgesetzt haben, dass nüchterne Kosten-Nutzen-Rechner an die Stelle eifernder Glaubenskrieger treten und realpolitischer Verstand die brachiale Durchsetzung fundamentalistischer Dogmen ablöst – diese Erkenntnisse und Fakten werden auch Deutschland und Europa nicht ignorieren können.

Selbst wenn die Priesterschaft der Prohibition versuchen wird, ihre Ineffizienz und Inkompetenz mit neuen Horrorstorys zu kompensieren, und sich der wohlbestallte und beamtete Repressionsapparat nur unwillig Reformen und Transformationen unterzieht: Die Katze ist aus dem Sack, Aufklärung und allgemeines Wissen über Cannabis haben die Höllenmärchen der Inquisition erledigt, und dieses Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Und selbst diejenigen, die immer noch glauben, dass Cannabis zum Wahnsinn führt oder zu Gehirnschäden oder zu härteren Drogen und zu Sucht und Ruin, müssen einsehen, dass die Prohibition der falsche Weg ist, diesen Gefahren zu begegnen.

Als ich vor 40 Jahren zum Studium nach Westberlin gekommen war und Pink Floyd zum Konzert in der Deutschlandhalle angekündigt wurde, fragte ich meine Kommilitonen, wo man denn in der Stadt etwas Haschisch kaufen könnte. “Wish You Were Here” bei einem Joint live zu erleben, stellte ich mir großartig vor. Was es dann auch war, doch zuvor wurde ich zum Denkmal des Turnvaters Jahn in die Kreuzberger Hasenheide geschickt, wo ich für 20 Mark etwa 2 Gramm afghanisches Haschisch kaufte.

Obwohl die Polizei mittlerweile abertausende Razzien veranstaltet hat und im Park permanent auf Streife ist, können Sie noch heute dort unter den Augen des Vorturners der Nation für 20 Euro etwa 2 Gramm Cannabis kaufen. Seit die Bundeswehr in Afghanistan die größte Opium- und Heroinproduktion aller Zeiten bewacht (weil unsere alliierten Warlords damit finanziert werden, mehr dazu in meinem Buch “Die Drogenlüge”, 2010), soll sogar “schwarzer Afghane”, der fast völlig vom Markt verschwunden war, gelegentlich wieder erhältlich sein.

Vier Jahrzehnte Prohibition, Millionen von Strafverfahren und tausende Jahre Haftstrafen haben an der Situation nichts geändert – bis auf die Tatsache, dass wegen der steigenden Nachfrage noch eine zweite “Filiale” im nahegelegenen Görlitzer Park entstanden ist. Ich wohne nur ein paar Schritte vom “Görli” entfernt. Der türkische Club, der dort seinen Platz hat, war der erste Fußballverein meines Sohns, und jetzt gehe ich mit meinen Enkeln dort über den Kinderbauernhof spazieren. Seit etwa zehn Jahren wird im Görli Cannabis verkauft, meist von jungen afrikanischen Männern, die in Gruppen an den Parkeingängen stehen. Etwa jeden zweiten Tag macht die Polizei hier eine Razzia, beschlagnahmt ein paar Tütchen Gras und nimmt einige der Dealer mit. Doch kaum ist die Luft rein, stehen sie schon wieder da.

Weil das seit zehn Jahren so geht und offensichtlich nicht abzustellen ist – wie auch, wo der Prohibitionsapparat nicht einmal in der Lage ist, seine eigenen Gefängnisse drogenfrei zu halten -, will die grüne Bezirksregierung vom Bundesamt für Arzneimittel jetzt eine Sondergenehmigung zur Eröffnung einer regulären Verkaufsstelle erhalten. Der SPD/CDU-geführte Senat Berlins lehnt derlei Lösungsvorschläge ebenso brüsk ab wie die Bundesregierung. Und ich als Anwohner habe ebenfalls Bedenken, wenn auch nicht drogenpolitischer, sondern ganz eigennütziger Art: Auf die Massen, die eine solche Attraktion in den bei schönem Wetter ohnehin schon vollen Park zieht, möchte ich gern verzichten. Dennoch wäre ein Coffeeshop oder Cannabisclub in Kreuzberg absolut sinnvoll. Und wenn in Mitte, Tiergarten, Prenzlauer Berg und den anderen Bezirken und deutschen Städten ebenfalls ein Coffeeshop oder Cannabisclub eröffnen kann, wäre ich mit einer Premiere im “Görli” sogar einverstanden. Um ihn auch meinen Enkeln zu zeigen und zu erklären, was Cannabis ist, so wie ich es mit den Kindern als Teenies getan habe, als wir in Amsterdam einen Coffeeshop besuchten, einen Kakao tranken und ich für 10 Gulden Marihuana kaufte. Ohne Prohibition die normalste Sache der Welt wie eine Bierkneipe, Weinstube oder eine Cocktailbar – in die ja auch niemand muss. Aber es steht jedem frei. Die meisten, die dort hingehen, können mit Bier, Wein und Schnaps umgehen, wenige können es nicht, denen muss man helfen, doch den allermeisten gelingt es, ihr Maß und ihr Limit zu finden – und ihr Vergnügen damit zu haben, sich “zu betäuben, ohne zu schlafen”.

“Es ist eine Forderung der Natur, dass der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen”, schrieb der Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe, und dieser natürlichen Forderung kommen die Genuss- und Rauschmittel nach: der Kaffee, der uns die Müdigkeit aus den Gliedern treibt, das Bier, das den Durst löscht, anregt und entspannt, der Wein, der uns “selig” macht, und der Hanf, der körperliche und geistige Verkrampfungen löst und uns “high” werden lässt. Auf natürliche Weise, mit den Molekülen und Wirkstoffen, die die Pflanze uns bereitstellt und die auch unser Körper selbst produziert. Dies mit Strafgesetzen zu verbieten und Krieg gegen eine Pflanze und ihre Benutzer zu führen ist insofern nichts anderes als ein Krieg gegen etwas zutiefst Menschliches, gegen unsere eigenen Säfte und Kräfte, ein Krieg wider die Natur.

Und dies ist auch der eigentliche Grund, warum die Prohibition, wie wir gesehen haben, nicht funktioniert und nie funktionieren wird, selbst wenn wir das Doppelte und Dreifache in ihren Apparat investieren: Sie läuft dem natürlichen Bedürfnis des Menschen, sich gelegentlich “zu betäuben, ohne zu schlafen” zuwider. Und sie gründet auf einer utopischen Wahnidee: mit Gewalt eine Welt ohne Betäubungsmittel schaffen zu können.

Dieser gefährliche Wahnsinn muss beendet werden, denn mit Krieg ist die Weltmacht Droge nicht zu beseitigen, die Gesellschaft muss ihre Existenz auf diesem Planeten akzeptieren und Frieden damit schließen. So wie sie Frieden mit der Sexualität geschlossen hat, über die zu reden ein Tabu war und über die heute selbstverständlich an Schulen aufgeklärt wird; so wie sie als “Kuppelei” strafbare Wohnungsvermietung an unverheiratete Paare legalisiert hat oder die erotischen Gefühle gleichgeschlechtlicher Partner, die lange kriminalisiert waren, so wie sie die Rechte von Kindern stärkte, die nicht mehr legal verprügelt werden dürfen, oder die Rechte der Frauen, die von ihrem Ehemann nicht mehr straflos vergewaltigt werden dürfen. Heute alles Selbstverständlichkeiten zivilisierter, liberaler Gesellschaften, die aber vor gar nicht langer Zeit als Tabus galten, deren Verletzung strafrechtlich verfolgt beziehungsweise (was die Erniedrigung von Kindern und Frauen betrifft) ignoriert wurde.

Möglich wurden diese Entwicklungen dadurch, dass Aufklärung und Wissensvermittlung die traditionellen, rechtlich verankerten Glaubensartikel – von der Zweitrangigkeit der Frau, der Minderwertigkeit von Kindern, der Krankhaftigkeit Homosexueller oder der Unsittlichkeit unverheirateter Sexualpartner – ersetzten und der Staat sich deshalb versagen musste, in das Privatleben seiner Bürger mit dem Strafrecht einzugreifen.

Die Ablösung einer solchen rechtlich verankerten Tradition steht jetzt auch für das Betäubungsmittelgesetz an: Das Dogma, durch Kriminalisierung des Drogenkonsums eine drogenfreie Welt schaffen zu können, ist empirisch widerlegt, und damit muss auch das Tabu weichen, das die Existenz von Drogen und Drogenkonsumenten nicht als Normalität akzeptieren will. Die knapp 40 Prozent aller Deutschen, die mindestens einmal Cannabis konsumierten, und die 7 Prozent, die es gelegentlich oder regelmäßig tun, sind keine Kriminellen, genauso wenig wie die Millionen, die Alkohol konsumieren oder täglich legale oder illegale Pharmazeutika verwenden. Solange sie niemand anderem damit schaden, hat der Staat kein Recht, sie mit Strafgesetzen zu verfolgen. Und die Legalisierung von Cannabis, der nützlichsten Pflanze dieser Erde, kann hier tatsächlich einmal als “Einstiegsdroge” fungieren: für den Einstieg in eine Wende der Drogenpolitik und das Ende der ebenso unmenschlichen wie ineffizienten und destruktiven Ära der Prohibition.

Aus:  Mathias Bröckers:  Keine Angst vor Hanf!Warum Cannabis legalisiert werden muß, Westend Verlag, 96 Seiten, 9,99 EURO

13
Jul, 2014

Finale mit falscher Fünf

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10440860_491254794354141_2242530488175885293_n“Es ist Aufgabe des Fussballs, den Nationalismus in Folklore zu verwandeln” – dieses Diktum des Fussballexperten  und Großmeisters Wolfgang Neuss fällt mir immer ein, wenn in den Nachrichten oder vor den Übertragungen an die “Fanmeilen” geschaltet wird, wo sich die Massen in Schwarz-Rot-Gold zum gemeinsamen Johlen und Gröhlen versammeln. Man könnte diese Live-Bilder aus der Konserve nehmen, weil sie das immer Gleiche zeigen – sie sind überflüssig und nerven, aber sie zeigen, dass es einen kleinen Fortschritt gibt. Denn wenn sich früher Massen von gröhlenden Deutschen mit Fahnen in der Hauptstadt versammelten, gab es immer Krieg – jetzt gibt es Party und es droht allenfalls ein Kater.

Dass es die deutsche Mannschaft ins Finale geschafft hat, ist einerseits kein Wunder, weil sie schon seit Jahrzehnten unter die letzten vier kommt, doch wie sie das schaffte, 7:1 gegen Brasilien, das war eines. Ein Geschehen, das sich so plötzlich und unerwartet entfaltete, dass gleichsam die Zeit stehen blieb und die Zuschauer das Gefühl hatten, aus der Realität gefallen zu sein. Hinter einen Ereignishorizont, der in „Belo Horizonte“ eine irreale Welt eröffnet hatte, die es eigentlich gar nicht geben konnte. Eine Supermacht des Fussballs wird mit fünf Toren in  20 Minuten einfach an die Wand gespielt ? ??   Der TV-Sender BBC blendete am Ende hinter die Zahl 7  „seven“ ein um sein Publikum zu vergewissern, dass sie ihren Augen und dem kaum glaublichen Ergebnis wirklich trauen können. Ein episches Spiel, ohne Frage, und ein kleines Wunder – doch eines, das keineswegs aus heiterem Himmel geschah, wie der rasende Reporter der “Asian Times”  Pepe Escobar  in “The Fall of a Superpower”  aufzeigt.

Heute abend nun großes Finale, wo MaFIFA-Boss Blatter neben Putin und anderer Prominenz auf der VIP-Tribüne auch Angela Merkel und unseren Super-GAUck begrüßen wird. Dass die anwesenden Honorationen dem Paten des korrupten FIFA-Ladens die Pistole auf die Brust setzen und Transparenz fordern – ansonsten müsse man die Ausrichtung solcher Turniere künftig der UNESCO übertragen – ist leider nicht zu erwarten.  Dafür aber ein spannendes Spiel, in dem Deutschland nicht nur auf den hiesigen Fanmeilen, sondern auch bei den internationalen Buchmachern Favorit ist. Auch ich tippe darauf, dass Jogis Buben gewinnen, denn sie haben die Neuer-ung eingeführt, mit zwölf Mann anzutreten: der Torwart spielt gleichzeitig Libero – die falsche Fünf. Da sollte eigentlich nichts schiefgehn – aber man weiß ja nie, was der Fussballgott sich wieder so ausdenkt….

12
Jul, 2014

Transatlantik über alles

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nato_logo_nord_atlantische_terror_organisation_qpressWegen des ertappten US-Spions beim BND plante die Bundesregierung ursprünglich, die übliche 3-tägige Empörung auf 5 Tage auszuweiten, nachdem jetzt aber noch ein weiterer Doppelagent  beim Militärischen Abschirmdienst aufflog,  hat sie nun den “station chief” der CIA aufgefordert, das Land zu verlassen. Das ist auf dem diplomatischen Parkett schon ein etwas schwerers Kaliber als Merkels Stirnrunzeln gegenüber  Obama in Sachen NSA-Überwachung. Nützen wird es allerdings wenig, denn Deutschland ist zu zentral und zu wichtig, als dass die nach  “Full Spectrum Dominance” strebende Supermacht hier auf Spionage und verdeckte Operationen  verzichten könnte. Die USA betrachten die Bundesrepublik als ihr Territorium, auf dem sie nach Belieben schalten und walten und walten können.  Die Empörung über die Tatsache, dass flächendeckendes Abhören gegen die deutsche Verfassung verstößt,  erntet in Washington deshalb auch nur ein Achselzucken – „Wir stellen fest, dass bei unseren Gesprächspartnern sehr wenig Problembewusstsein vorhanden ist“,  hieß es verstimmt nach einem Besuch des Auswärtigen Aussschusses in den USA.

Fakt ist: wo es um  militärische und geschäftliche “Kerninteressen” des Imperiums geht, muss das  Völkerrecht ebenso zurückgestehen wie die Gesetze in den betroffenen Kolonien. Daran wird auch der Rausschmiß eines CIA-Chefs nichts ändern – außer vielleicht, dass der nicht-autonome, nicht-souveräne Status Deutschlands im Rahmen der transatlantischen “Verbundenheit” zu einem Thema werden könnte. Und  die deutsche Politik beginnt, gegenüber der Bevölkerung Klartext zu reden und die  “Freundschaft” und “Schicksalsgemeinschaft” mit Amerika als das bezeichnet, was sie in Wahrheit ist: nicht die Beziehung selbstständiger  Partner, sondern ein Untergebenheitsverhältnis. “Amerika hat keine Freunde, Amerika hat Interessen,” -  was der  Groß-Stratege Henry Kissinger einst sagte  gilt noch immer, ebenso wie die grundlegende Strategie der anglo-amerikanischen Geopolitik, ein Zusammenwachsen von Europa und Asien – Deutschland und Russland – zu verhindern. Schon aus diesem Grund ist es eminent wichtig, Informationen über das Wissen der deutschen Geheimdienste, das Handy der Kanzlerin und ihre politischen Aktivitäten zu bekommen. Vor allem jetzt, wo die amerikanische Supermacht in der Ukraine einen Putschregierung an die Macht gebracht hat und einen Bürgerkrieg führen läßt, um Demokratie und Menschenrechte durchzusetzen  endlich ihre Atom-Raketen vor der russischen Haustür aufstellen zu können.

Im Interesse von “Old Europe” und Deutschlands kann eine solche Konfrontation mit dem russischen Nachbarn nicht sein, weshalb das Imperium mit den Argusaugen sämtlicher und selbst drittklassiger Spione darüber wachen muß, dass die Vasallen nicht aus der Reihe tanzen – schließlich dient die EU als ziviler Arm der NATO und sorgt dafür, dass sich der “Nord Atlantik” auf der geopolitischen Landkarte bis zum Kaspischen Meer nach Georgien erstreckt. Transatlantik über alles also – bei diesem großen Spiel haben alle Filialen des Imperiums mitzuspielen und den Mund zu halten. Bzw. zu akzeptieren, dass alles was sie sagen, ausgehorcht wird. Wenn der Minister unseres Äußersten Steinmeier am Wochenende mit US-Außenminister Kerry spricht, erwartet er eine “respektvolle” Entschuldigung für die Schnüffelei – und damit er nicht weiter beleidigt ist wird er sie auch huldvoll bekommen. Eigentlich könnte Kerry aber auch einfach nur sagen: “It’s the empire, stupid”  – was natürlich auch Steinmeier weiss und schon im Vorfeld zurückgerudert ist: “Unsere Partnerschaft mit den USA ist ohne Alternative.”

7
Jul, 2014

Bestechungsversuch in Karlsruhe

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Nächste Woche kommt mein neues Machwerk “Keine Angst vor Hanf!” in den Buchhandel  (hier oder beim Buchhändler Ihres Vertrauens) und ich hoffe, es stößt auf ein paar wache Augen und offene Ohren. Als im Juni 1993 die erste, auf Hanfpapier gedruckte Auflage von  “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”  erschien, ließ ich sieben Exemplare gleich nach Karlsruhe schicken, wo die Bundesverfassungsrichter über dem “Haschisch-Urteil” brüteten. Als Antwort erhielt ich damals ein freundliches Schreiben vom Sekretariat des BVG, dass Geschenke an die Richter nicht erlaubt seien, das Buch aber in die Bibliothek aufgenommen worden wäre. Als das Urteil 1994 dann veröffentlicht wurde – und den Gesetzgeber verdonnerte, den gelegentlichen Konsum und den Besitz einer geringen Menge nicht mehr strafrechtlich zu  verfolgen – rechnete ich diesen kleinen Fortschritt natürlich meinem Versuch an, die Richter mit guten Argumenten zu “bestechen”. Diese Argumente habe ich in dem neuen Buch noch einmal zusammengefasst – und die wichtigsten Leser sitzen immer noch in Karlsruhe. Anders als mit einem Richterspruch, dass eine Hanf-Prohibition mit der Menschenwürde defintiv nicht vereinbar ist, läßt sich der absurde und destruktive “war on drugs” wohl nicht beenden. Hier zur Einstimmung auf das neue Buch das Interview, das Thilo Jung für “Jung & Naiv – gerade mit dem Grimmepreis ausgezeichnet – im letzten Sommer zum Thema Prohibition mit mir geführt hat:

2
Jul, 2014

Keine Angst vor Hanf!

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Als eBook für Kindl-Leser ist es schon da, gedruckt und schwarz auf weiß wird es in den nächsten Tagen ausgeliefert: mein Plädoyer, warum Cannabis endlich legalisiert werden muß. Sozusagen die aktualisierte Zusammenfassung einer mittlerweile über 30-jährigen Beschäftigung und einiger Bücher über die nützlichste Pflanze der Welt und den kriminellen Wahnsinnn ihrer Prohibition.WEST_Broeckers_Hanf_lay_3_1

23
Jun, 2014

Divide Et Impera

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23.06.14 17:05-Bildschirmkopie

Hier sehen wir die neuesten Aktivkräfte des Imperiums,  Department “Divide Et Impera” (Teile und Hersche), ausgestattet mit “Zara”-Outdooor-Outfit, “Nike”-Sneakers,  1a “Toyota”-Pickups und neuen Sturmgewehren – unterwegs die Region zu balkanisieren, auf dass in Zukunft kein autonomer, starker Irak entstehe, sondern eine Reihe von Zwergstaaten sunnitischer, shiitischer und kurdischer Prägung, die in gegenseitigem Clinch liegen und auch Syrien weiter zu destabilisieren. Was natürlich auch dafür sorgt, dass weitere “sichere Häfen” für  “Terroristen” entstehen und der globale “War On Terror” weiter geführt werden kann.

Dass die martialischen Krieger auf dem professionellen Werbefoto uns von den Medien derzeit als die gefährlichsten Djihadisten aller Zeiten präsentiert werden, die quasi aus dem Nichts aufgetaucht seien und jetzt mal mir nichts dir nichts den halben Irak erobern ist natürlich – wie meistens wenn es um Terror geht – gequirlter Bullshit. Denn wie meistens wenn es um Terror geht sind auch diese “heiligen Krieger” Geschöpfe der CIA. Sie waren eigentlich nur dazu gedacht, die Regierung Assad in Syrien zu stürzen, der sich dem Pipeline-Projekt von BP, Katar und Saudi-Arabien verweigerte, die das enregiehungrige Europa gerne über das Mittelmeer versorgen würden. Stattdessen  zog Assad den Bezug von russischem Erdgas vor und die  Verlängerung der schon in die Türkei führende “Blue Stream” -Pipeline ans Mittelmeer – und als das feststand, traten MI-6 und CIA den Bürgerkrieg los, mit ihren bewährten Hilfskräften aus der Abteilung “Heiliger Krieg”. Finanziert werden die Terrorgruppen seit Jahren von den Feudalherren in Riad und Katar – sind also keineswegs aus dem Nichts aufgetaucht, wie uns die Medien suggerieren. Allenfalls haben sie sich jetzt ein wenig selbstständig gemacht – operieren aber durchaus weiterhin im Sinne des Pentagon. Pepe Escobar weiß  – mal wieder - mehr dazu.

21
Jun, 2014

Neulich beim Kinderarzt

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Abhören

20
Jun, 2014

Wer sind die Guten ?

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Putin-Cover2Noch in Arbeit, but coming soon: “Wir sind die Guten – Ansichten eines Putinverstehers oder wie die Medien und manipulieren” Hier schon mal das Cover und der Ankündigungstext:

“Was geht Deutschland die Ukraine an? Und wie kommt es, dass ein gescheitertes Abkommen mit der EU zu einer der gefährlichsten Krisen geführt hat, die Europa in den vergangenen Jahrzehnten erlebte? Alles Putins Schuld? Oder ist die Wahrheit hinter diesem Konflikt, der nun den Frieden eines ganzen Kontinents bedroht, doch komplexer? Und welche Rolle spielen eigentlich die Medien? Sind sie noch unabhängige Berichterstatter oder längst selbst zur Partei geworden? Mathias Bröckers und Paul Schreyer schauen hinter die Kulissen eines politischen Spiels, das tödlicher Ernst zu werden droht.”  Erscheint am 1. September im Westend-Verlag.

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