“Die Europäer müssen begreifen, dass es bei der Frage der Neuaufnahmen um ihre strategischen Sicherheitsinteressen geht, nicht nur um einen immer größeren Binnenmarkt für Gurken und Schrauben. Erweiterungspolitik ist strategische Interessenpolitik der EU.” behauptet Ex-Außenminister Joseph Fischer im Interview mit dem Ex-Nachrichtemagazin “Spiegel” – und wenn man “EU” bei dieser Behauptung durch “USA” ersetzt, macht nicht nur dieser Unsinn Sinn, sondern es wird auch klar, woher dem Bauchredner Fischer his masters voice zuweht. Es sind natürlich die transatlantischen Burschenschaften und schlagenden Nato-Verbindungen. Dass eine europäische Sicherheitsarchitektur, die nicht mit, sondern gegen Russland konstruiert wird, ein gefährlicher Unsinn ist, der niemandem in Europa nützt, liegt auf der Hand – wer die zweitgrößte Nuklearmacht der Erde zum Nachbarn hat, sollte sich sehr gut überlegen, wieviel Krieg er riskiert. Und wer die zweitgrößte Export-Nation der Welt ist, interessiert sich ökonomisch weniger für die wirtschaftlich völlig marode Ukraine als für gedeihlichen Handel mit dem Rohstoffriesen nebenan. Der Bevölkerung der Ukraine, deren Pro-Kopf-Einkommen weniger als die Hälfte der ärmsten EU-Länder beträgt, die Aufnahme in die EU zu suggerieren – dieser Neuafnahmen-Zauber, den Fischer weit forcieren will, hat nicht den “Sicherheitsinsteressen” gedient, sondern einen blutigen Bürgerkrieg eskaliert. Das aber ist einem wie Joschka, dem wir schon 1995 ein schweres Stahlgewitter-Syndrom attestiert haben, immer noch nicht genug. “Putin will die Weltmacht”, tönte die Raupe Nimmersatt im Mai und lies diesem Propagandageschwalle jetzt noch eine veritable Kriegserklärung folgen. Er kriegt den Hals eben nicht voll, der Herr Fischer, ist auch wieder richtig fett geworden, haut schwer rein beim Mittagessen im “Sale & Tabacci” und befeuert seine Tischgäste mit Anglizismen wie weiland Henry Kissinger den Vietcong mit Agent Orange… Aber wo ich grad beginne, mich über diesen Unseligen mal wieder wirklich zu ärgern, da flattert über Facebook diese liebliche Grafik ins Haus, das Ballett der olivgrünen Nato-Schranzen und Ami-Stricher, dirigiert von der Puffmutter himself: Joschka von Marzahn.




