Die magische Kugel des 11. Septembers

Auf der 9/11-Konferenz in Toronto im Mai 2004 (hier mein dort gehaltener Vortrag) sprach ich u.a. mit William Rodriguez, einem der Hausmeister des World Trade Center, dem letzten Menschen, der dem einstürzendem Nordturm lebend entkommen konnte und für seine zuvor durchgeführten Rettungsmaßnahmen vom US-Präsidenten Bush mit einem Orden ausgezeichnet worden war. Bis dahin hatte ich mich mit den Thesen über  die Sprengung der WTC-Türme nicht näher beschäftigt, weil ich sie eher für eine Ablenkung von den mir wichtiger erscheindenden Fragen und Ungereimtheiten der offiziellen Version hielt. Doch was William Rodriguez auf dieser Konferenz berichtete änderte meine Einschätzung. Er hatte in seiner Hausmeister-Loge im Ergeschoß wenige Sekunden vor dem Einschlag in den oberen Stockwerken drei Explosionen im Kellergeschoß wahrgenommen – und seinen in dem dem von unten kommenden Fahrstuhl in den Raum stürzenden Kollegen, dessen Kleider brannten. Doch seine Aussagen, die  weitere anwesende Kollegen bestätigten, wurden von der 9/11-Untersuchungskommission ebenso ignoriert wie von der Baubehörde, die den Einsturz der Zwillingstürme später untersuchte. Letztere ging auch auf die Spuren von Nanothermit-Sprengstoff nicht ein, die im Staub der WTC-Gebäude entdeckt wurden – ebensowenig wie auf die weiteren Explosionen, die parallel zu dem Flugzeugaufprall an mehreren Stellen des Gebäudes stattfanden. Zu diesen hat  9/11-Archiv.net jetzt eine Analyse veröffentlicht: Feuerball- die unbekannte magische Kugel des 11.Septembers

Pearl Harbor Day

Dieses Wochenende jährte sich der Pearl Harbor Day – der Angriff der japanischen Luftwaffe auf den US-amerikanischen Marinestützpunkt in Hawaii – zum 71. Mal und damit das Ereignis, das zum Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg führte. So weit entsprechen die Geschichtsbücher über dieses historische Datum der Realität, doch das ist auch  – fast – schon alles. Denn dass es sich um einen “Überraschungsangriff” handelte, der die USA völlig unvorbereitet traf, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden. Nicht nur war der Funkverkehr der japanischen Armee schon Monate vorher dechiffriert worden, auch die in Pearl Harbor stationierten wichtigen Flugzeugträger der US-Flotte wurden einige Tage zuvor aus dem Hafen abgezogen – die US-Regierung war über die bevorstehende Attacke informiert und entschied sich, einen unbedeutenden Teil ihrer Flotte und 2476 ihrer Bürger zu opfern, um die unwillige Bevölkerung zum aktiven Kriegseintritt zu motivieren. Wer dies für eine krude Verschwörungstheorie hält, die von böswilligen, anti-amerikanischen Propagandisten zusammengereimt wurde, sollte sich von dem detailliert recherchierten Buch von Robert B. Stinett eines Besseren belehren lassen – dem Werk eines konservativen Republikaners und Kriegskameraden von G.H.W.Bush, das über den Vorwurf rechtsadikalen Revisionimus’ ebenso erhaben ist wie über den links-radikaler Propaganda: “Day of Deceit: The Truth About FDR and Pearl Harbor”. Eine deutsche Fassung ist 2003 erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich: Pearl Harbor – Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben liess.

Dass man aus deutscher Sicht diesem “Bauernopfer” F.D.Roosevelts dankbar sein muß, weil Hitlers Faschismus ohne die USA kein so schnelles Ende gesetzt worden wäre, ändert nichts an der Verpflichtung, sich mit diesem historischen Datum zu beschäftigen – und wer Stinetts Buch gelesen hat wird nicht umhin kommen, die offizielle Version des Pearl Harbor-Angriffs als das zu sehen, was sie ist: eine Lüge.  “Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnert ist verdammt sie zu wiederholen” (George Santayana) – und nicht erst seit dem 2. Weltkrieg, sondern auch davor und danach, sind es immer wieder “Überraschungsangriffe”, die den Eintritt in große Kriege markieren.  Und oft genug sind es die zuvor hochgerüsteten Freunde von einst, die dann per “Überraschungsangriff”  zum Feind mutieren und in einem Großkrieg beseitigt werden müssen. Insofern sei im Zusammenhang mit dem Buch von Stinett auch noch das Werk des britischen Historikers Antony Sutton empfohlen, das die Vorgeschichte des 2. Weltkriegs ins Licht rückt:  Wall Street and the Rise of Hitler.

 

Was produziert der “Global War on Terror” ?

Richtig! Mehr Terror. Dass Terrorismus nichts ist, das man mit Krieg bekämpfen kann, müsste eigentlich jeder wissen, dessen IQ über Zimmertemperatur liegt. Insofern sind auch die Zahlen des “Global Terrorism Index” kaum überraschend, nach denen die Opfer von Terroranschlägen  in den zehn Jahren, in den “War On Terror” jetzt geführt wird, ständig zugenommen haben. Nicht in Nordamerika oder Europa, die diesen Krieg federführend veranstalten, sondern vor allem in den Ländern, wo sie ihn angeblich bekämpfen: Irak, Afghanistan, Pakistan, Yemen.

“Terrorismus” ist ein Wort, das – so Glen Greenwald – “gleichzeitig nichts bedeutet und alles rechtfertigt.”   Und so unklar und beliebig die Definition von “Terrorismus” ist, so eindeutig und klar ist das, was damit alles gerechtfertigt wird, nämlich:  Krieg, Mord, Folter, Erniedrigung, Überwachung, Rechtslosigkeit… name it! Insofern wundert es nicht, dass Politiker und Medien dieses Wort besonders gern und häufig gebrauchen, wenn sie solche Maßnahmen durchsetzen wollen. Nicht anders, als im Mittelalter ff. die Kirchen das Wort “Teufel”, mit dessen Bekämpfung sich alles und jedes rechtfertigen ließ. So wie in der heutigen “Kirche der Angst”, in der die Schäfchen mit dem Terrorismus-Gespenst dumm gemacht und unterjocht werden. Der einzige “echte” Terrorimsus freilich wird, wie die obige Statistik zeigt,  von den Gobalen Anti-Terror-Kämpfern selbst produziert – oder wie die NSU-Morde in Deutschland von Verfassungsschützern gedeckt und gefördert.

Die Raubritterburgen der Neuzeit

“Medienteam deckt Offshore-Geheimnisse auf”  lautet heute die Überschrift eines Telepolis-Artikels, der über eine Recherche des Guardians und der BBC auf den British Virgin Islands berichtet. Um Geheimnisse handelt es dabei aber nur insofern, als der Medienmainstream über dieses Steueroasen so gut wie nie berichtet und die Politik ganz offenbar unfähig ist, diesem Zweig der organisierten Kriminalität einen Riegel vorzuschieben.  In einem hervorragenden Buch hat Nicholas Shaxson 2011 diese Raubritterburgen der Neuzeit recherchiert: “Treasure Islands – Tax Havens and The Men Who Stole The World” , eine deutsche Ausgabe ist unter dem Titel “Schatzinseln: Wie Steueroasen die Demokratie untergraben” mittlerweile ebenfalls erhältlich. Wobei “Steueroasen” eigentlich ein viel zu lieblicher Titel für diese uneinnhembaren Festungen von Schwerkriminellen ist, deren größte und kriminellste übrigens nicht irgendwo in der Karibik liegt, sondern mitten in Europa, im Herzen der britischen Hauptstadt, es ist die City of London. Alles Gerede und alle Maßnahmen in Sachen “Finanzkrise” müssen definitv erfolglos bleiben und  sind nachgerade lächerlich, solange diese Raubritterburgen nicht gestürmt und ein für alle Mal geschlossen werden.

 

Leistungsschutzgeld (II)

Heute will der Bundestag über ein Gesetz zum “Leistungsschutzrecht” beraten, das  von den deutschen Presseverlagen forciert wurde, die  an dem Kuchen der Suchmaschinen, vor allem Google, beteiligt werden wollen. Das Gesetz ist weder juristisch haltbar (wie es führende deutschen Urheberrechtsjuisten in einem Papier jetzt noch einmal verdeutlicht haben), noch ökonomisch sinnvoll, hat aber dank der massiven Lobbyarbeit von Pressekonzernen wie Springer oder Burda gute Aussichten vom  Parlament angenommen zu werden.  Hier aus aktuellem Anlass ein Repost eines Beitrags aus dem Juni 2012 der verdeutlicht, dass es bei diesem Schutzrecht um nichts anderes handelt als eine Legalisierung von Schutzgeldeintreibung:

Kaum macht die gute Nachricht die Runde, dass die in undurchsichtigen Hinterstübchen ausbaldowerte Urheber-und Patentvereinbarung ACTA im EU-Parlament scheitern wird, beklagt die Autorin  Melanie Amann im Wirtschaftsteil der FAZ die drohende “Governance by Shitstorm” : dass Politiker  sich von einer “anonymen Masse”  beeinflussen lassen, hätte “nichts mit Demokratie” zu tun, sondern allein mit “Furcht vor dem Shitstorm” von Bloggern und TwitterInnen : “Ein Protestzug zerstreut sich schnell wieder. Ein vernichtender Blog-Eintrag bleibt für die Ewigkeit. Es steht zu befürchten, dass sich die Politik in dem wichtigsten Zukunftsthema unserer Zeit, dem Internet, dauerhaft von einer dröhnenden, anonymen Masse treiben lässt.”

Nachdem wir “Netzpolitik” die Kommentierung dieses Unfugs überlassen sei in diesem Blogeintrag  “für die Ewigkeit” nur noch festgehalten, dass Melanie Amann schwer einen an der Waffel hat – und hinzugefügt, dass nach ACTA gleich auch das von deutschen Verlegern und Verwertern  auf den Weg gebrachte Gesetz zum “Leistungsschutzrecht” scheitern muß. Denn sonst könnte der FAZ-Verlag künftig Geld von mir verlangen, weil ich den Satz oben zitiert und ein Link gelegt habe.  Denn er ist schließlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem der Autorin, die ihn zwecks Verwertung dem Verlag überlassen hat. Hier aber wird er in einem Blogeintrag verwendet, was nach dem neuen Gesetz illegale wäre und abgemahnt werden kann. Zwar werden die Propagandisten dieses Leistungsschutzgelds nicht müde zu beschwichtigen, dass “harmlose Blogger” von ihrer neuen Geldeintreibungsmaschine nichts zu befürchten hätten, doch diesen Entwarnungen ist nur etwa so weit zu trauen wie man seine Waschmaschine werfen kann. Und das Hauptargument der Schutzgeldeintreiber – dass sie doch nur Konzerne wie Google zur Kasse bitten wollen, weil diese sich mit Textschnippseln und Links an ihrem geistigen Eigentum bereichern – hat zwar mit der Datenkrake Google einen geeigneten Buhmann, ist aber im Kern einigermaßen absurd. Es entspricht in der analogen Welt der Forderung an einen Stadtplanhersteller, für die Eintragung einer Immobilie  zu bezahlen, weil er  von der Leistung des Hausbaus ja profitiert, ohne die er gar keinen Stadtplan herstellen und Werbeflächen darauf verkaufen könnte. Auch die Gemeinde könnte für die Eintragung ihrer Straßen Geld verlangen ebenso wie der Bund für das Einzeichnen der Autobahnen. Und jedes Straßenschild, jeder Wegweiser, müßte Abmahnungen befürchten, denn ihre Aufsteller benutzen fremdes geistiges Eigentum und profitieren von den Leistungen der Urheber von Städten, Dörfern, Straßen und ihren Namen. Wie aber soll man “Unterkleckersbach” oder “Großkotzenstädt” jemals finden, wenn sie auf keiner Karte verzeichnet sind ? Genau, man findet sie gar nicht mehr, weshalb die jeweiligen Gemeinde,- bzw. Stadträte natürlich darauf bestehen, weiter auf den Landkarten verzeichnet zu bleiben, weil sonst ja kein Tourist mehr bei ihnen vorbeischaut. Aber zusätzlich wollen sie Geld von den Kartenherstellern für ihre “Leistung” als Unterkleckersbach oder Großkotzenstädt ja schließlich Content für die Karte zu liefern.

Dass es sich bei dem von Zeitungs,-und Verlagskonzernen  betriebenen Leistungsschutzrecht, das demnächst in Deutschland Gesetz werden soll, um einen echten Schildbürgerstreich handelt, hat mittlerweile sogar Industrieverband BDI erkannt und die Regierung aufgefordert, das Gesetz zu stoppen. Lassen sich jetzt etwa auch schon die Wirtschaftsmagnaten von den Shitstürmen der Netzgemeinde treiben ? Wohl eher nicht – nur scheinen sie spät aber immerhin erkannt zu haben wie das Internet funktioniert: freiwillig. Niemand wird gezwungen hier präsent zu sein, niemand erpresst, seine Inhalte zu publizieren. Jeder kann sein “geistiges Eigentum” für sich behalten, oder es verschlüsseln und nur ausgewähltem Publikum zugänglich machen, niemand wird gezwungen, von Suchmaschinen gefunden und verlinkt zu werden – und jeder hat schon jetzt rechtlichen Möglichkeiten, gegen “Raubkopien” vorzugehen.  Denn auch wenn das immer wieder behauptet wird: das Internet war und ist kein “rechtsfreier Raum” und eben dehalb kann eine Legalisierung von Schutzgelderpressung dort auch nicht geduldet werden. Sie ist weder juristisch haltbar noch ökonomisch sinnvoll. Aus meiner Zeit als Taxifahrer kenne ich den alten Brauch besserer Bordelle, dem Kutscher eine Prämie zu zahlen wenn er Gäste ins Haus bringt.  Werden diese nach gusto befriedigt ist eine Win-Win-Win-Situation hergestellt weshalb es sich hier vermutlich um die  älteste Bonuszahlung der Welt handelt. Dass die Betreiber der hiesigen Medienbordelle jetzt den Spieß umdrehen und an den Einnahmen der Taxifahrer beteiligt werden wollen entbehrt  hingegen jeder Wirtschaftslogik. Wenn  sich aber die Regierung vom Dröhnen der Verlagskonzerne weiter zu diesem unsinnigen Gesetz treiben läßt, wird ein kleiner Sturm nicht mehr helfen. Da braucht’s dann schon einen Shit-Tornado…

Cogito Ergo Bum

Ich werde jetzt ein Woche offline sein, deshalb heute schon mal die Ankündigung eines voraussichtlich netten Abends am 29. November, an dem ich über eines  meiner Lieblingsthemen – das Scheitern – in Berlin einen kleinen Vortrag halte. Der Eintritt ist frei, anmelden kann man sich hier.  Das Buch zum Thema “Cogito Ergo Bum – und 49 weitere Beweise  für die Unausweichlichkeit des Scheiterns” ist vergriffen, gebraucht aber noch sehr günstig erhältlich. Es wird demnächst in einer Neuauflage als e-Book erscheinen.

Petraeus-Abgang: Eher Agententhriller als Seifenoper

Nachdem wir im letzten Posting  zum Fall Petraeus das Ganze eher als Seifenoper aufgefasst und entsprechend lustig behandelt haben, spricht mittlerweile einiges dafür, dass es sich dabei nicht um ein Eifersuchtsdrama mit einem alten Generalshengst zwischen zwei  bissigen Jungstuten handelt, sondern eher um einen Agententhriller, in dem eine Hauptrolle weniger der Petraeus-Biografin Paula Broadwell als der “Freundin” der Petraeus-Familie Jill Kelley zufällt. Justin Raimundo hat auf antiwar.com  dazu ein ausführliches Stück veröffentlicht, das sowohl die Hintergründe des Benghazi-Falls (und der dort für die Sicherheit zuständigen Privatfirmen unter Leitung von Hardline-Neocons) beleuchtet, als auch die von Mrs. Kelley und ihrem hemdlosen FBI-Bekannten Fred Humphries (ein islamophober Hardline-Neocon), der den Fall ins Rollen brachte. Danach suchte  Jill Kelley sich vor einigen Jahren gezielt eine stattliche Villa in der Nähe des US-Zentralkommandos CENTCOM auf der MacDill Airforce Base in Tampa/Florida und begann mit ihrer Zwillingsschwester Natalie, dort großzügige Parties für Mitglieder des Offizierkorps zu veranstalten. Die beiden “heißen Feger” stiegen schnell zu Gesellschaftsdamen der Militär-und Geschäftselite auf,  betrieben ihre aufwändigen  “social liaisons” nahezu fulltime und führten ohne größeres  Einkommen einen sehr luxuriösen Lebensstil.  Jill Kelley erwarb sich den Titel eines “Honorarkonsuls”, was bekanntlich eher mit Ausgaben als mit Einnahmen verbunden ist; Natalie liess sich mit Krediten eines Militär-Lobbyisten sponsorn.  Die anonymen Mails, in denen Paula Broadwell Jill Kelley aufforderte, die Finger von Petraeus zu lassen und seinen Nachfolger als Centcom-Chef in Tampa, General Allen, vor der “Verführerin” Jill Kelley warnte, scheinen von daher weniger irgendeiner Eifersucht geschuldet, sondern dem Versuch, die Generäle davor zu schützen, in eine Agenten-Falle zu tappen. Für wen genau Jill Kelley tätig war, ist unklar, die Washington Post beschreibt sie als “selbsternannte” Mittlerin ” for Central Command officers with Lebanese and other Middle Eastern government officials.”

Wolkensäule vs. Schieferstein

Wenn ein Palästinenser-Führer einen permanenten Waffenstillstand mit Israel vorbereitet – wie der militärische Chef der Hamas-Regierung in Gaza, Ahmed Jabari, in der vergangenen Woche – und dann durch einen israelischen Bombenanschlag ermordet wird, läßt das eigentlich nur einen Schluß zu: an Frieden besteht auf Seiten Israels  kein Interesse. Verständlich wird dieses Desinteresse mit einem Blick auf die Landkarte der palästinensisch und israelisch kontrollierten Gebiete, die zeigt, wohin die “Selbstverteidigung” Israels in den vergangenen Jahrzehnten geführt hat. Der permanente Krieg ist für Israel äußerst erfolgreich und jeder Waffenstillstand oder gar Friedenschluß bedroht diesen Erfolg – weshalb Israel, als Arafats Fatah sich in den 80ern in diese Richtung bewegte alles dafür tat, die islamistische Hamas in den besetzen Gebieten zu etablieren. Auf die Dschihadisten war denn auch Verlass, auch wenn seit 2004  in Israel nur 26 Zivilisten durch Hamas-Raketen starben (und 258 an Erdnuss-Allergie), lieferte dieser Terror den Anlaß für weitere militärische Operationen (mit tausenden getöteten Zivilisten in Gaza), weitere jüdische Siedlungen in besetzen Gebieten, den Mauerbau und andere Schikanen der arabischen Bevölkerung.

Bibi Netanjahu will die Wahl im Januar gewinnen und das funktioniert in Israel am besten mit der Entschlossenheit, Palästinenser zu killen. Dass das brutale Bombardement des Freiluftgefängnisses namens Gaza-Streifen – “Ziel ist Gaza ins Mittelalter zurückzubomben” so  Innenminister Eli Yishai   – zu einem regionalen Konflikt mit Ägypten eskalieren könnte, würde  Bibis  Traumziel – ein Krieg gegen den Iran – möglicherweise ein Stück näher rücken. Aber nur wenn USA, NATO und der Rest der westlichen Welt so wahnsinning sind, dabei mit zu machen. Anstatt einzusehen, dass hier auf beiden Seiten religiöse Verrückte am Werk sind – die Israelis haben ihren Krieg (nach dem Buch Exodus)  “Operation Wolkensäule” genannt, die Islamisten  ihre Rache-Raketen  (nach der Koran-Sure 105.4) “Operation Schieferstein”.   “Eine Bodeninvasion könnte kurz bevorstehen,” meint Pepe Escobar,  “Bibi könnte aber – wieder einmal – einen Happen zu viel an Gefilte Fisch abbeißen, als er kauen kann. (…)Wenn Obama Eier hätte, würde er vor Wut schnauben. Dann würde er Bibi zu Boden strecken. Man sollte nicht darauf wetten. Wir wissen, er wird es nicht tun.”