Nach über 18 Monaten hat US-Sonderermittler Robert Mueller seinen Untersuchungsbericht über die große Russiagate-Verschwörung dem Justizministerium vorgelegt. Weil diesem Ermittelter, der einst die FBI-Untersuchung zu 9/11 leitete und Osama und die 19 Teppichmesser als Alleintäter “ermittelte” sowie die “Massenvernichtunsgwaffen des Irak” FBI-amtlich bestätigte, weil also diesem Mister Mueller nur etwa so weit zu trauen ist wie man seine Waschmaschine werfen kann, haben wir diese Sonderermittlung hier ja von Beginn an als weitere Posse im Real Game of Thrones klassifiziert. Gewachsen auf dem Mist der unterlegenen Königin Hillary, genährt und gezüchtet von sämtlichen Herolden und Lautsprechern der Medienmaschine sowie den Meistern der Intelligence und seit über zwei Jahren dem Publikum dargeboten als die gar schröckliche Geschichte des ultrabösen Wladimir, dessen unsichtbare Häscher Hillarys Post gestohlen und König Donald auf den Thron im Weißen Haus gehievt haben. Dass es sich bei dieser Story um die Beeinflussung der US-Wahlen und Trump als “Marionette Putins” (Hillary Clinton) um eine äußerst dubiose Verschwörungstheorie handelt, war für jeden Beobachter mit einem IQ über Zimmertemperatur zwar von Beginn an ersichtlich – die Leser*innen von “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf um den Thron” konnten sich über diese Farce schon im Sommer 2017 amüsieren – doch gegen einen wie Trump war einfach jedes Mittel recht und so beteten sämtliche “Qualitätsmedien” diese Räuberpistole seit über zwei Jahren rauf und runter. Und jetzt das:
“Die Untersuchungen des Sonderermittlers haben nicht ergeben, dass sich das Kampagnen-Team Trump – oder wer auch immer mit diesem in Verbindung stand – mit Russland verständigt oder abgesprochen hat, um die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen” (Justizminister William Barr)
Schlimmer konnte es für journalistische “Institutionen” von New York Times bis CNN, von ARD/ZDF bis Spiegel/FAZ/taz in Sachen Trump eigentlich kaum kommen, aber wer am Montag danach durch die Schlagzeilen dieser Medien klickt, findet nirgendwo eine Entschuldigung, dass man sich zwei Jahre lang mit “Fake News” an einer “Hexenjagd” beteiligt hat – und dass Donald Trump (ausnahmsweise) vollkommen Recht hatte, diese Kampagne mit genau diesen Begriffen zu bezeichnen. Auch eine relotius-artige Überprüfung und Offenlegung ihrer Fake-News-Storys haben die “Fakten-Checker” unserer McMedien-Outlets bis dato nicht angekündigt und sie wird wohl auch nicht kommen. Das Eingeständis, über zwei Jahre lang haltlose Verschwörungstheorien als “Nachrichten” verbreitet zu haben, wäre zwar die Bankrotterklärung schlechthin, doch ohne eine solche tabula rasa wird auch nichts zu retten sein von dem was man mal “Journalismus” nannte. “Russiagate” sind die Massenvernichtungswaffen des Irak unserer Generation, schreibt Matt Tabibi in seiner lesenswerten Zusammenfassung des Spuks: “The Iraq war faceplant damaged the reputation of the press. Russiagate just destroyed it.”
Deshalb wird ein lauwarmes mea culpa auch nicht ausreichen, denn die Folgen und das Ergebnis dieses Debakels sind schon jetzt absehbar, die Hexenjagd mit Fake News geht voll nach hinten los: Trump wird auch die nächste Wahl gewinnen und braucht bis dahin nichts anderes als die Worte “Witch hunt”, “Fake News” und den obigen Tweet, denn er gestern abend dazu absetzte. “Well done, Qualitätsmedien”, kann man da nur sagen und den “demokratischen”, “liberalen” und “progressiven” Hexenjäger*innen, die weiter machen wollen wie bisher, nur noch etwas Herzliches hinterher rufen, z.B.: “F*ck You!”






