1
Mar, 2015

Diskurshygiene in der Konsensfabrik

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“Die Politik predigt Alternativlosigkeit, und die Medien skandalisieren jede Tabuverletzung. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Bürger vom “System” frustriert sind”, notierte unlängst “Die Zeit” und führte zur Erklärung aus: “Offenbar ist im Zuge der Entideologisierung, Entfeindung und Versachlichung der deutschen Politik das Spektrum tolerierter Positionen immer enger geworden. Das betrifft nicht allein die Politik. Denn sosehr die Öffentlichkeit inzwischen allergisch reagiert, wenn “alternativlose” Politik durchgesetzt wird, so sehr hat sich zwischen Politik und Medien eine stille Übereinkunft über legitime politische Vorstellungen gebildet. Und während die Medien seit Jahren die “Langeweile” der Politik bejammern, haben sie zugleich leidenschaftlich die Rolle des Grenzwächters übernommen. Politische Linientreue wird verhöhnt, Grenzverletzung jedoch gnadenlos skandalisiert. Die Medien, die den bleiernen Konsens kritisieren, sanktionieren zugleich seine Missachtung.”

So ist es – und wenn es selbstkrtitisch gemeint ist müßte sich an der “Zeit” so einiges ändern,   wobei es unter fortgesetzter Anwesenheit der transatlantischen Gatekeeper eine “Ausweitung der Kampfzone”, wie sie die Autoren fordern,  wohl nicht  geben wird. Weder bei der “Zeit” noch sonst irgendwo in   den “Leitmedien” genannten Konsensfabriken, deren Produkte bei den Verbrauchern derzeit auf wachsende Skepsis stossen. Und dies umso mehr, wie eine schwarz-rot-grüne Diskurzwalze alles plattmacht und skandalsiert, was sich dieseits und jenseits der Konsensautobahn bewegt. Da werden Großdemonstrationen von Bürgern mit Frustrationshintergrund (“Pegida”) dann komplett als Naziaufmärsche denunziert, Montagsdemos mit alternativ-friedensbewegtem Hintergrund als Zirkus von Verschwörungsspinnern und Reichsbürgern heruntergeschrieben und der allgemeine Unmut über die einseitige Ukraine/Russland-Berichterstattung als perfides Werk von Kreml-Agenten und Putin-Trollen dargestellt. Dies alles im Namen der Aufklärung und der Vernunft, jedoch, so hieß es in der NZZ hierzu:  “Die Aufklärer, die hier auftreten, reden im Gestus strenger Kolonialoffiziere, die ihren noch immer nicht diskurshygienisch stubenreinen Eingeborenen die Leviten lesen, aber auf keinen Fall zuhören wollen.” Und weiter:

“In einer kuriosen Volte geriert sich als faktisch konservatives Establishment, was sich vom Selbstverständnis her eher linksliberal und grün-alternativ fühlt. Der Medienanalytiker Lutz Hachmeister spricht von einem «bürgerlichen Zentrismus», der den deutschen Medienkonsens seit geraumer Zeit präge. Legitime Publizistik darf nach der Überzeugung dieses Juste Milieu nur in den Grenzen seiner Wahrnehmungs- und Urteilsmuster stattfinden. Dabei sind die Konturen der einzelnen Medien ebenso abgeschliffen wie im überwältigenden sozialdemokratisch-ökologischen Konsens der deutschen Politik, an den sich Medien gern anlehnen. Explosive Konfliktthemen werden gern ausgeschlossen, wenn ihre öffentliche Erörterung als «nicht hilfreich» gilt. Polarisierungen werden lieber künstlich erzeugt und in Debatten mit bekannter Dramaturgie übergeführt.”

mediahostilityDiese Grenzen der Wahrnehmungs- und Urteilsmuster sind eng gesteckt, Dissens kläßt der schwarz-rot-grün-liberale Zentrismus nur in homöpathischer Dosierung zu. Über den westlichen Kuschelkurs mit der Marionettenregierung in Kiew und ihren Nazi-Bataillonen darf man zwar die Nase rümpfen, ernsthafte Kritik und gar die Forderung von Konsequenzen aber sind Tabu: das würde “einen Keil ins westliche Bündniss” treiben und sowas geht gar nicht. Weshalb der Putsch in Kiew eben auch keiner sein darf.  Über Sinn und Unsinn der NATO zu diskutieren ist “nicht hilfreich”; ebensowenig wie die von deutschen Standorten koordinierten Drohnenmorde Obamas anzuklagen, weil sie gegen Verfassung und Völkerrecht verstossen;  wer  Aufklärung der 9/11-Verbrechen, der Initialzündung des “Gobal War On Terror”, fordert, ist als Opfer “kruder Verschwörungstheorien”  diskurshygienisch disqualifiziert, wer die internationale Finanzelite und das Federal Reserve-System kritisiert wird in eine Schublade mit Antisemiten und Holocaustleugnern gesteckt. Empörung ist angesagt, wenn das Assad-Regime die eigene Bevölkerung bombardiert, wenn Nethanjahu oder Poroschenko es tun: Bitte weitergehn, hier ist nichts zu sehen!

Von der CSU bis zu den Grünen, von der Seidel,-bis zur Böll-Stiftung zieht sich der konsensuale Einheitsbrei,  die Medien von FAZ bis taz, von Bild bis Spiegel, von ARD bis Super-RTL rühren ihn täglich neu an und dass die meisten Journalisten dann klingen wie Regierungssprecher wundert bei dieser supergroßen Konsenskoalititon dann auch nicht mehr.  Erstaunlich ist aber dann doch, dass sich die deutschen Medien bei ihrer Polarisierung in Sachen Russland offenbar noch päpstlicher als der Papst in Washington geben. Dies ist das Ergebnis einer Studie über die Russland-Berichterstattung in den globalen Medien, die anhand des Verhältnisses von neutralen zu negativen Beiträgen einen “Feindlichkeits-Index” erstallt hat: noch vor den USA ist hier Deutschland Weltmeister. Da die Studie von einem russischen Thinktank erstellt wurde ist ja klar, dass es sich um Kreml-Propaganda handeln muß. Einseitigkeit und vorurteilstriefende Berichterstattung lassen sich unsere Medienmacher ungern nachsagen – “Lügenpresse” sind immer die anderen. Und doch lesen sich die hiesigen Artikel über den bis dato völlig ungeklärten Mord an dem Oligarchen und Oppositionspolitiker Boris Nemzov, als sei Putins Pass im Fluchtauto gefunden worden….

26
Feb, 2015

Alles außer 9/11

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wtcDie Zeitschrift ÖkologiePolitik hat mich zum Thema Medienmainstream und Verschwörungstheorien befragt.

Herr Bröckers, woher kommt Ihr großes Interesse an Verschwörungstheorien?

Mathias Bröckers: Eigentlich interessieren mich Verschwörungstheorien nicht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass ich selber wild spekuliere und welche aufstelle. Was mich interessiert, das sind von staatlicher Seite verbreitete Verschwörungstheorien – deren Ungereimtheiten und die Methoden ihrer Verbreitung. Und was mich motiviert, das ist die unglaubliche Bereitschaft der Massenmedien, die offiziellen Verschwörungstheorien ohne kritisches Nachdenken zu übernehmen und wiederzugeben.

So wie nach den Attentaten des 11. September 2001?

Ja, genau. Mein Buch widmet sich nur der offiziellen Darstellung der Geschehnisse und zeigt in 38 Kapiteln jeweils eine Ungereimtheit. Und jede würde in einem normalen rechtsstaatlichen Prozess zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens führen. Wer sich nur für wenige Stunden nüchtern und vorurteilslos mit den Lücken, Widersprüchen und Unklarheiten im 9/11-Abschlußbericht beschäftigt, der erkennt, dass die Geschichte, die uns erzählt wurde, nicht wahr sein kann. Doch kann es meiner Meinung nach nicht darum gehen, der offiziellen Verschwörungstheorie neue inoffizielle Verschwörungstheorien entgegenzusetzen. Die „9/11-Truther“ tun das teilweise – und verstricken und zerstreiten sich dabei. Ohne die Macht und die Mittel eines unabhängigen Gerichts kann die Wahrheit nicht ans Licht kommen.

Was sind von 38 Ungereimtheiten die seltsamsten?

 Neunzehn Hijacker mit Teppichmessern schaffen es, vier Flugzeuge zu entführen, die Luftabwehr stundenlang am Boden zu halten und drei Wolkenkratzer zu pulverisieren, obwohl sie nur zwei getroffen haben.  Und der dritte Turm, das WTC 7, stürzt quasi im freien Fall zusammen – das ist schon sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger ist, dass die BBC den Einsturz des WTC 7 schon 20 Minuten vorher meldete und dass die Berechnungen, die den offiziellen Gutachten zum Einsturz der Türme zu Grunde liegen, nicht veröffentlicht werden weil dies gegen die „nationale Sicherheit“ verstoßen würde.

Sie begannen schon am Tag nach den Anschlägen mit einer Artikelserie, die sich kritisch mit den offiziellen Darstellungen befasste. Warum?

Ich wunderte mich, warum schon nach 45 Minuten erstmals der Name „Osama Bin Laden“ und dann immer wieder, irgendein anderer Verdacht wurde nie genannt und nach ein paar Stunden stand der „Täter“ quasi schon fest. Da schien mir etwas faul zu sein, zumal Bin Laden dann in einem Interview zwei Tage später jede Tatbeteiligung explizit abstritt. Kaum glaublich schien mir auch  das wichtigste Beweistsück für den „islamistischen“ Hintergrund der Tat, der Koffer von Mohamed Atta, der zufällig als einziger des gesamten Passagiergepäcks in Boston geblieben war und Beweistücke wie sein Testament, einen Koran und eine Anleitung für das Fliegen von Boeings enthielt. Das schien klar auf eine gelegte Spur zu deuten, denn warum nimmt jemand bei einem Selbstmordattentat sein Testament im Koffer mit ?

Warum wurde die offizielle Darstellung praktisch von allen Massenmedien völlig kritiklos übernommen?

Das habe ich mich angesichts solcher offensichtlicher Ungereimtheiten, die ja jedem Journalisten hätten auffallen müssen, auch gefragt. Dass ihnen nicht nachgegangen wurde hat vermutlich damit zu tun, dass sie  sich in eine Art patriotischen Kriegsrausch versetzt sahen. Dan Rather etwa, der Nachrichtenchef von CBS, meinte damals: „George Bush ist der Präsident. Er trifft die Entscheidungen – und wie es sich für einen Amerikaner gehört: Wo immer er mich haben will, ich reihe mich ein, sag mir nur, wo.“ Eine solche Haltung hat mit unabhängigen Journalismus natürlich nichts mehr zu tun und Dan Rather, später dazu befragt, sagte: „Es beginnt mit einem patriotischen Gefühl in einem selbst.“ Irgendwann finde man sich dann in der Situation, in der man zu sich selbst sage: „Ich weiß zwar die richtige Frage, aber es ist vielleicht jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, diese Frage zu stellen.“ So ging es wohl den meisten Journalisten – auch dem Redakteur eines ARD-Radios, für dessen Sendung ich jahrelang geschrieben hatte und der zu mir sagte: „Du kannst jedes Thema machen, nur nicht 9/11“.  Er wusste, wenn er mich die  „richtigen Fragen“ senden läßt, steht 10 Minuten später die Sendeleitung auf der Matte und macht ihm Ärger und Stress…

Das gesamte Interview  (als pdf) hier.

4
Feb, 2015

Feindbilder und 9/11

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So – jetzt mal bitte 90 Minuten Zeit nehmen und den Vortrag von Daniele Ganser an der Uni Tübingen anhören: “Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001″

24
Jan, 2015

Warum hat die CIA gefoltert?

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Lars Schall hat gestern ein längeres Gespräch mit mir geführt, bei dem es vor allem um den Zusammenhang zwischen dem jetzt auf Deutsch erschienen Folterreport der CIA und der 9/11-Legende ging.

22
Dec, 2014

Vom Niedergang des Journalismus

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PropagandaEinen Essay von Wolf Reiser – “Freiwild – Über Zähmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus”, erschienen in “Lettre International” Nr. 107 und nur gedruckt erhältlich – möchte ich, bevor ich über die Feiertage mal ein paar Tage offline gehe, allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs zur Lektüre empfehlen. Er erzählt aus der Perspektive eines freien Journalisten wie es mit unserer Branche in den letzten Jahrzehnten abwärts ging – und die “Unerbittlichkeit des Adlers” der  “auf die unsortierten Trümmer der Ruinenlandschaft herabschaut” ist ebenso erhellend wie deprimierend. Erhellend weil einem Adlerauge die aktuelle Desinformation und “vorauseilende Gleichschaltung” der Leitmedien in Sachen “Majdanwahn und Klitscho-Hype” natürlich nicht verborgen bleiben kann; deprimierend weil alles in dieser Ruinenlandschaft der Medien so kaputt, so verkommen und so aussichtlos ist, wie Wolf Reiser es beschreibt. Als Alters,- und Branchengenosse, der sich seit 25 Jahren als “Freier”  durchschlägt, habe ich diesen Niedergang genau so erlebt, bis hin zu dem entscheidenden Knacks im System:

“Im Nachinein ist es so, daß mit den ungeklärten Vorgängen von 9/11 der Tod des freien Journalismus einsetzte. Wer auch immer seither der offiziellen Version Zweifel entgegensetzte, landete in der Schmuddelecke des Verschwörungswahns. Wer die Nagelprobe nicht bestand konnte die Karriere als fester wie freier Journalist beenden.”

Ich konnte damals meine bescheidene “Karriere” als Autor bei verschiedenen ARD-Radios freiwillig beenden –  nachdem “meine” Redakteure mir gesagt hatten: “Du kannst alles machen außer 9/11″ – weil ich mich als erster auf genau dieses welterschütternde Thema stürtzte und im Alleingang eine Artikelserie für Telepolis und ein Buch schrieb, das ein internationaler Bestseller wurde. Damit war zwar der Lebensunterhalt als “Freier” für’s erste gesichert, ebenso sicher war aber auch ein  Platz in der “Schmuddelecke des Verschwörungswahns”.  Also nix mehr mit Edelfeder, “seriöser” Journalist und “renomierter” Autor – die neue Inquisition duldet (wie die alte) keine Abweichler. Wie damals etwa auf das Märchen von der Jungfrauengeburt muß heute auf das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern geschworen werden – wer darauf besteht, dass es sich um ein Märchen handelt, fliegt. Weshalb der Springer-Verlag nach 9/11 sicherheitshalber “Die Unterstützung des transatalntischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.” in Vertragswerke aufgenommen hat, damit jeder neu eingestellte Redakteur weiß, um was es bei der “Journalismus” genannten Produktion des Hauses geht. Dass derlei “deformative Betriebsanleitungen” (Wolf Reiser) auch anderweitig existieren ist wahrscheinlich und wenn  sich dann, wie unlängst in einer Umfrage ermittelt, nahezu zwei Drittel der Bevölkerung von den Leitmedien in Sachen Ukraine schlecht oder einseitig informiert fühlen, ist das natürlich kein  Thema in eben jenen Medien. Sie schalten lieber die Kommentarfunktionen ab.

Dass Wolf Reiser keine Lösungen weiß – auch mir fällt außer der Forderung, dass aus Gerüchteküchen wieder Rumorkliniken werden müssen nichts ein – ist kein Drama; es gilt, die Tragödie, deren Trümmer er detailgenau inspiziert und eloquent beschreibt, überhaupt erst einmal wahrzunehmen, anzunehmen, ernstzunehmen. Ich habe deshalb vor zehn Jahren mit diesem Blog begonnen, der zwar überhaupt nichts einbringt, aber mittlerweile im Monat etwa 25.000 Besucher hat, die 100.000 Artikel lesen. Das entspricht ja quasi schon der Gemeinde einer kleinen Lokalzeitung – und wenn dann in der künftigen Digitalen Räterepublik Deutschland so ein kleiner Lokalredakteur aus der Kultursteuer mit sagen wir mal 10 Cent pro Besucher bezahlt wird, müßte man sich um den Journalismus, die Meinungsvielfalt und die politische Willensbildung keine Sorgen machen. Womit wird uns  bei der Empfehlung dieses grandiosen Abgesangs auf eine verwahrloste Branche doch noch mit einer positiven Vision aus der Affäre ziehen. Schließlich ist Weihnachten.  Und schließlich kann – mit Werner Finck  – “unsere Aufgabe nicht in unserer Aufgabe bestehen”, weil wir – mit Wolfgang Neuss – “nie aufhören von unten anzufangen”. All You Need Is Love. Frohes Fest!

19
Dec, 2014

Die erfolterten 9/11-Geständnisse

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300Am 11. Dezember hatte ich schon darauf hingewiesen, welchem eigentlichen Zweck die geheimdienstlich irrelevanten und ineffektiven Grausamkeiten dienten, die der Folterbericht des US-Senats enthüllt, –  der Produktion der 9/11-Legende durch “Zeugenaussagen”: Foltern für die Propaganda – und dazu eine Passage aus 11.9. – Zehn Jahre danach gepostet, über den “Kronzeugen” Khalid Scheich Mohamed (KSM), der nach 183 “Waterboarding”-Sitzungen genug erzählt hatte, um das Narrativ von Osama und den 19 “Hijackern”  als Alleintätern “wasserdicht” zu machen. Neben KSM, dessen “Aussagen” ein Viertel aller Quellenangaben im offiziellen 9/11 Report lieferten, ist der in Guantanamo ebenfalls dauerhaft gefolterte Abu Zubeida der wichtigste Zeuge in Sachen “Al Qaida” – und auch dieser hat seinen Peinigern irgendwann genau das erzählt, was sie hören wollten – auch wenn er nie Mitglied von “Al Qaida” war.

Paul Schreyer hat heute  auf TP  einen  sehr lesenswerten Artikel über den Spiegel, die Folter und 9/11 veröffentlicht,und dabei ebenfalls auf die oben zitierten Zusammenhänge verwiesen:  “In dieser Woche titelt der Spiegel markig “Die dunkle Seite der Macht – Wie Amerika seine Werte verlor”. Dass aber nicht nur der atlantische Partner, sondern auch das Blatt selbst sich in dieser Hinsicht kritische Fragen gefallen lassen muss, ist im aktuellen Heft kein Thema. Als den beiden Spiegel-Redakteuren Georg Mascolo und Holger Stark im Herbst vor elf Jahren die Resultate von CIA-Folterverhören der angeblichen 9/11-Planer zugespielt wurden, konstruierte das Nachrichtenmagazin daraus eine Aufsehen erregende Titelgeschichte. Auf dem Cover der Ausgabe vom 27. Oktober 2003 prangte in großen Lettern: “Das Geständnis – Was die Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September nach ihrer Gefangennahme den US-Ermittlern verrieten”.”

Das erinnerte mich daran, dass ich zu dieser Coverstory doch schon bei Erscheinen etwas geschrieben hatte , und siehe da, das Netz vergisst nichts – hier ist der Kommentar (noch im Uralt-Webdesign) : Propaganda aus dem Off -Mit seiner Titelgeschichte “Das Geständnis” markiert “Der Spiegel” (27.10.2003) einen neuen journalistoiden Tiefpunkt . Erst knapp ein Jahr später, Ende Juli 2004, konnten die Protokolle, die den Spiegel-Schurnalisten offensichtlich von der CIA gesteckt worden waren, von deutschen Behörden eingesehen werden, die befanden , dass sie “praktisch nutzlos” waren. Das waren sie für eine kriminalistische Ermittlung der Verbrechen in der Tat; nicht aber für ihren wahren Zweck, nämlich eine Legende zu unterfüttern: das Propaganadamärchen von  Harry Plotter und den Teppichmessern des Schreckens.

Ich habe den Folter-Report noch nicht ausführlich studiert und nachrecherchiert, um abschließend darüber zu urteilen (was bei 560 veröffentlichten Seiten von über 6000 ohnehin schwer wird) – Thierry Meissan ist damit schon durch befindet “Der Kongress Bericht über Folter bestätigt, dass al-Kaida am 11. September nicht beteiligt war”.  Dass deswegen nun eine neue 9/11-Ermittlung fällig wird, wäre aber wohl zuviel Vertrauen in den Restbestand des  Rechtsstaats USA, der seine Folterknechte ja auch nicht zu bestrafen gedenkt. Dass indessen dem ehemaligen Nachrichtenmagazin “Spiegel” nicht zu trauen ist, war spätestens am 27. Oktober 2003 klar, als es das erfolterte “Geständnis” als Realgeschichte verkaufte – und es bestätigt dieses Mißtrauen, wenn es heute über die “dunkle Seite”und die verlorenen Werte Amerikas schreiben kann ohne die eigene Mittäterschaft in diesem kriminellen Spiel einzugestehen.

11
Sep, 2014

Happy Birthday Terrorlüge

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Zum heutigen internationalen Tag des investigativen Journalismus, der sich zum 13. mal jährt, hier ein 13-minütige Hörstück, das die Glanzleistungen der “vierten Säule der Demokratie” krachend auf den Punkt bringt….

 

….und hier ein Beitrag, der die Parallelen in der medialen Handhabung von 9/11 und des Ukraine Konflikts aufzeigt: ” “Kritiker der offiziellen Version des 11. September waren und sind dann pauschal “Verschwörungstheoretiker” – je nach Herkunftsland warfen und werfen ihnen Politiker und Medien zudem unpatriotische oder antiamerikanische Einstellungen vor. Pauschal geht es auch gegen die heutigen “Putinversteher”- ein wahrlich würdiger Kandidat für das Unwort des Jahres und ein ähnlich diskreditierender Sammelbegriff (wie “Verschwörungstheoretiker”) für Gegner der aktuellen westlichen Kampagne. Dabei scheint es völlig egal, ob diese Putin selbst ablehnend, zustimmend oder indifferent gegenüberstehen. Wer am konfrontativen Vorgehen von EU, Nato und USA Kritik übt, muss Putin-Fan sein.”

Update: Nachdem “Verschwörungstheoretiker” und “Wahrheitssucher” (Truther) im Zusammenhang mit 9/11 schon zu Schimpfworten geworden sind, warten Tobias Audesch und René König jetzt mit einem neuen Pejorativ auf:  “Anomalienjäger”. Sie werfen mir und anderen Autoren vor, in ihren Büchern zu 9/11 nur Ungereimtheiten der offiziellen Tatversion aufgelistet zu haben, aber keine alternative Darstellung über den Tathergang zu liefern. Dazu kann ich nur sagen: sorry, das ist der Job von Staatsanwälten und Gerichten, die Zeugen vorladen und zurückgehaltene Akten anfordern können, nicht aber von Autoren, die auf öffentlich verfügbares Material angewiesen sind. Wenn sich daraus ein plausibler “Anfangsverdacht” gegen andere als die bezichtigten Täter  ergibt – was bei 9/11 defintiv der Fall ist – ist es in einem Rechtsstaat nicht nur der Job, sondern die Pflicht der Justiz Ermittlungen zu führen. Nicht die Liste der Unwahrheiten und Ungereimtheiten des offiziellen Narrativs, sondern diese Nicht-Ermittlungen sind der eigentliche Skandal.

10
Sep, 2014

9/11 Attacks Were Used as a Pretext for Launching an Imperial Project

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wtcDer Tag der Anschläge vom 11. September 2001 jährt sich zum dreizehnten Mal und angesichts der Tragweite und der Folgen dieses Tags scheint es mir manchmal, dass selbst drei Bücher (siehe rechte Spalte) und zahllose Artikel noch nicht genug sind, um die GROSSE LÜGE anzuprangern, die über die Ereignisse dieses Tages in die Welt gesetzt wurde: das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern als Alleintätern. Die große Lüge war der Auftakt zu einem Projekt, das die Vereinigten Staaten und den Rest der Welt dramatisch verändert hat: mit dem “Patriot Act” verwandelten sich die USA endgültig in einen Polizei,-und Überwachungsstaat, und mit der einseitigen Kündigung des ABM-Vertrags wurde der außenpolitische Grundstein für die aggressive Ausweitung des US-Imperiums, die globale Full Spectrum Dominance gelegt.

Zum Jahrestag hat die iranische Nachrichtenagentur “Fars” hat mir einige Fragen über 9/11 gestellt – das Interview findet sich hier.

 

15
Apr, 2014

R.I.P. Michael C. Ruppert

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MCRMichael C.Ruppert hat sich in der Nacht zum Montag das Leben genommen – er war einer der wichtigsten Whistleblower und investigativen Autoren unserer Tage. Seine Website From The Wilderness war nach 9/11 eine der wenigen Informationsquellen, die Hintergrundinformationen lieferte und das tat, was eigentlich jeder Journalist hätte tun müssen: die Regierungsverlautbarungen zu diesem Verbrechen nicht einfach zu übernehmen, sondern sie zu hinterfragen und nach zu recherchieren. Sein Buch “Crossing The Rubicon- The Decline of the American Empire at the End of the Age of Oil” gehört zu den besten, die über 9/11 geschrieben wurden. Mike kam aus einer konservativen Familie, viele seiner Verwandten waren beim Militär oder beim Geheimdienst. Er studierte Politik und machte Karriere bei der Polizei in Los Angeles. Als er in seiner Funktion als Drogenfahnder angehalten wurde, von der CIA orchestrierte Schmuggeloperationen zu ignorieren und mit in  diese Geschäfte im Namen des Staats einzusteigen, wurde er zum Whistleblower und aus dem  Polizeidienst gefeuert. In einer öffentlichen Anhörung konfrontierte der 1996 den damaligen CIA-Chef John Deutch mit den Fakten, die er über die tiefe Verstrickung des Geheimdiensts in den Drogenhandel recherchiert hatte – einen Monat später wurde Deutch auf seinem Posten von George Tenet abgelöst. Und Mike Ruppert startete “aus der Wildnis” seine Webseite und einen Newsletter, die vor allem nach dem 11. Spetmeber 2001 von Millionen gelesen wurden. Ich lernte ihn 2003 kennen, als wir ihn zu einer Konferenz nach Deutschland eingeladen hatten, 2004 trafen wir uns auf der großen 9/11 Konferenz in Toronto wieder, danach kam er noch einmal nach Deutschland und besuchte u.a. Andreas von Bülow.  2006 wurden bei einem Einbruch in das  “From The Wilderness” – Büro sämtliche Computer und Festplatten zerstört. 2008 fühlte er sich persönlich bedroht und wanderte zeitweilig in die wirkliche Wildniss nach Kanada aus. 2009,  als ein Filmmacher über den CIA-Drogenschmuggel recherchierte und Mike Ruppert interviewen wollte, erzählte dieser viel mehr als nur diese Geschichte – so entstand die Dokumentation “Collapse”, die 2010 auf der Berlinale gezeigt wurde. Und in der Mike Ruppert den Fake des “war on drugs” und des “war on terror” in den größeren Zusammenhang von der  Finanzkrise, Peak Oil und der ökologischen Katatstrophe stellt. Eine ebenso finstere wie wohl begründete Untergangsprophezeiung – die er in einer Sendung im Internet-Radio ” The Lifeboat Hour” bis zum vergangenen Sonntag fortsetzte. Nunmehr wieder aus der Wildnis, einem Tal hoch in den Rocky Mountains, wohin er sich 2012 zurückgezogen hatte. Noch ist über die genaueren Umstände seines Todes nichts bekannt, sein Freund und Anwalt Wesley T. Miller wird der Autopsie beiwohnen und berichten – und bittet bis dahin von Spekulationen abzusehen. Falls sich die Nachricht seines Freitods bestätigt, könnte man dies zynisch als typisches Ende für einen “Schwarzseher” bezeichnen, tatsächlich aber scheint mir, das Mike Ruppert nicht an den furchtbaren Fakten über die Welt zerbrochen ist, sondern eher an der Ignoranz und Diskriminierung, die ihn als durchgeknallten “9/11 Truther” und “Verschwörungstheoretiker” abstempelte. Obwohl er doch als Publizist genauso akribisch, ehrenwert und unbestechlich arbeitete,  wie er zuvor als Polizist gearbeitet hatte. Dass ihm die Institutionen diese Arbeit nicht gedankt haben sollte uns umso mehr Verpflichtung sein, nicht nur sein Andenken hoch zu halten, sondern auch, die Pfade, die er  in der Wildnis geschlagen hat, weiter zu verfolgen.

13
Feb, 2014

JFK & 9/11

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JFK-POSTER-2013-NEWKaum jemand seit Jahrzehnten hat die Hintergründe des Mords an John F. Kennedy so akribisch recherchiert wie Prof. Peter Dale Scott – sowie seit nunmehr über 13 Jahren die der Anschläge des 11. September 2001. Beide Fälle sind, obwohl “offiziell” untersucht und abgeschlossen, ungeklärt – und sie weisen erstaunliche Parallelen auf. In zwei seiner Vorträgen, die Lars Schall jetzt übersetzt hat – “JFK & 9/11 – Gewonnene Einsichten aus dem Studium beider Vorgänge”  – werden diese strukturellen Ähnlichkeiten sehr deutlich :

“Mein Fazit versucht nicht, einzelne Täter zu identifizieren, es versucht einen systemischen Prozess von Täuschungsereignissen zu identifizieren und zu definieren. Noch weniger möchte ich implizieren, dass die Szenarien von 11/22 und 9/11 von einer Meister-Verschwörungstheorie, die im Tresor von jemandem liegt, bezogen und entstaubt wurden. Was ich beschreibe, wie ich eingangs sagte, ist eine vorhersehbare Soziodynamik, die auftritt, wenn die Führer eines expansiven quasi-demokratischen Staats überzeugt sind, dass es einen Bedarf für den Krieg gibt, eine Notwendigkeit, von der sie wissen, dass ihre Bevölkerungen sie nicht verstehen.Bei der Diskussion von 11/22 und 9/11 fehlen uns die Beweise, um diese Ereignisse enggefasst der US-Regierung, dem Pentagon, der CIA, Army Intelligence Reserve oder anderen spezifischen Behörden zulasten zu legen. Es ist aber meine Überzeugung, dass wir sie der amerikanischen Kriegsmaschine anlasten können. In diesem Sinne glaube ich, können wir jedes Ereignis, das JFK-Attentat und die Anschläge vom 11. September, als “einen Inside-Job” beschreiben.”

 

31
Jan, 2014

American Anthrax

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Eine Woche nach den Anschlägen des 11. September 2001 tauchten in den USA Briefe mit dem tödlichen Anthrax-Erreger auf, bei  Journalisten, dem Oppositionsführer im Abgeordnetenhaus und weiteren Politikern. Bush-Regierung und  Medien deklarierten dies als “zweite Wellte des Terrorismus” und machten Sadam Hussein und/oder Al Qaida dafür verantwortlich. Tatsächlich kam das tödliche Gift ,wie später zweifelsfrei nachgewiesen wurde, nicht von islamistischen Terroristen, sondern aus Labors des US-Militärs – es war eine “zweite Welle” des Terrors unter falscher Flagge, mit der die Kirche der Angst den bis dahin auf New York und Washington lokalisierten Schrecken im ganzen Land verbreitete. Um so das Ermächtigunggesetz “Patriot Act”  und die Nicht-Untersuchung der Attacken auf die Twin Towers durchzudrücken. “Media Roots” hat jetzt eine Dokumentation über die große Anthrax-Lüge erstellt:

28
Sep, 2013

Lügen – Grundnahrungsmittel der Medien

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Es gibt ja immer noch eine Menge Menschen, die die offizielle Legende der 9/11-Anschläge für die historische Wahrheit halten. Das kann man ihnen nicht verübeln, denn die Geschichte von Osama und den “Hijackern”, denen es mit 19 Teppichmessern gelang, die US-Luftabwehr zwei Stunden lang am Boden zu halten und mit zwei Flugzeugen drei Wolkenkratzer zu pulverisieren, wurde (und wird) über nahezu sämtliche Medienkanäle seit 12 Jahren massiv verbreitet. Zweifel daran werden als gefährliche “Verschwörungstheorie” diskriminiert – und wer sie äußert, muß damit rechnen, zum Außenseiter, Spinner, Verrückten abgestempelt zu werden. Selbst wenn er oder sie diese Zweifel nicht aus Dummheit oder Böswilligkeit äußert, sondern sie aufgrund rationaler und logischer Betrachtung gewonnen hat. In meinen Büchern zum Thema habe ich mehrfach behauptet, dass jeder, der sich nur ein, zwei Stunden mit den offenen Fragen und den Ungereimtheiten des Falls beschäftigt,  zu dem Schluß kommen muß, dass die offizielle Version der Ereignisse eine Lüge ist. Wer nicht lesen will kann sich in derselben Zeit auch die Statements von 40 Experten anhören. Oder sich kurz in diesem Video anschauen, dass selbst die Mitglieder der 9/11-Untersuchungskommission wissen, dass ihr Abschlußbericht nicht der Wahrheit entspricht.

Unterdessen schreibt Seymour Hersh, einer der letzten US-Journalisten, die diese Berufsbezeichnung noch verdienen, an einem Buch, in dem er u.a. belegen wird, dass an der Story über die Ergreifung und Erschießung Osama  Bin Ladens “kein Wort wahr ist”.  Zudem fordert Hersh, dass 90% aller Redakteure entlassen werden müssten, weil sie schlicht ihrem Job nicht mehr nachkommen, nur noch Wasserträger für die Mächtigen sind oder irrelevanten Bullshit verzapfen,  –  und sagt über die Obama-Regierung und die Medien: “Lügen ist ihr Grundnahrungsmittel”. Solange das 9/11-Märchen weiter als Realität verkauft wird, bleibt diese Diät an der Tagesordnung.

 

11
Sep, 2013

Rethink 9/11 !

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Als ich heute vor 12 Jahren einen kleinen Artikel über den Anschlag auf World Trade Center und Pentagon schrieb, hatte ich keinen Schimmer, dass daraus in den nächsten Wochen und Monaten eine 58-teilige Serie werden sollte, und im nächsten Frühjahr ein erstes Buch, dem 2003 und 2011 zwei weitere folgen würden. Vielmehr ging ich davon aus, dass die schon in den ersten Tagen offensichtlichen Ungereimtheiteiten – von dem fehlenden Wrack vor dem Pentagon, über die merkwürdigen Fundstücke in Attas Koffer, bis zu den gefälschten Identitäten der angeblichen Hijacker, von denen sich einige lebend gemeldet hatten – schnell aufgeklärt würden. Zumal außer dem FBI mit der größten Ermittlung aller Zeiten ja auch die Medien mit geballtem Investigativeinsatz an der Aufklärung dieses Massenmords und der Dingfestmachung der Täter und Hintermänner arbeiten würden. Schwerer Irrtum. Stattdessen etablierten Behörden und Medien das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern, denen es ohne fremde Hilfe aus einer afghanischen Höhle heraus gelang, die US-Luftwaffe stundenlang am Boden zu halten und mit zwei Flugzeugen drei Wolkenkratzer zu pulverisieren. Und die Untersuchungskommission zur Klärung der Ereignisse legte einen Abschlussbericht vor, der in keinem Punkt einer staatsanwaltlichen Prüfung standhält und von dem sich selbst die Kommissionsmitglieder distanzieren. Und so steht die “Terrorlüge”, die Ken Jebsen zum 10. Geburtstag so treffend würdigte, auch am 12. Jahrestag noch als Wahrheit im Lexikon und in den Zeitungen. Und das nicht, weil seitdem neue, harte Beweise für die Täterschaft Bin Ladens hinzugekommen wären, im Gegenteil, nicht nur die Stürmung der Terrorzentrale  im Mai 2011 und die Entsorgung des angeblichen Haupttäters im Seemansgrab, haben weitere Zweifel an der offiziellen Legende gesät, auch einige neuere Indizien – Paul Schreyer hat sie in einem zweiteiligen Artikel aktuell zusammengestellt – sprechen deutlich dafür, dass für die Ereignisse des 11.9.2001  nicht 19 “Hijacker” mit Teppichmessern  verantwortlich sein können. Wer war es dann ? Nur eine neue Untersuchung kann das klären. Auch wenn ich mir keine Illusionen mache, ein solche noch zu erleben – sie wieder und wieder zu fordern ist und bleibt erste Bürgerpflicht. Denn es geht dabei nicht nur um das, was an diesem Tag vor zwölf Jahren geschah, sondern auch darum, was seitdem mit dem Zauberwort “9/11″ angerichtet wurde und wird – ein unter der Flagge eines permanenten “Krieg gegen den Terror” geführter Krieg gegen die Freiheit und die Demokratie.

19 andere Verdächtige – Abby Martin interviewt Kevin Ryan über sein neues, sehr lesenswertes Buch: “Another Nineteen – Investiagting Legitimate 9/11 Suspects”:

 

 

2
Aug, 2013

Die Handy-Anrufe des 11.9.

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wtcZuletzt hatte es hier  im Frühjahr 2011 eine heisse Diskussion über die echten oder gefälschten Handy-Anrufe aus den entführten Flugzeugen am 11.9.2001 gegeben. Ohne Frage sind diese Telefonate – vorallem die von Barbara Olsen mit ihrem Mann Theodor Olson, dem “Kronanwalt” der Bush-Regierung – eine der zentralen Säulen der offiziellen 9/11-Legende. In unserem Buch hatten wir auf eine dteaillierte Erörterung verzichtet und dazu angemerkt:

“Unter dem Info- und Desinfo-Strich bleibt indes bis heute offen, ob es an Bord von AA 77 überhaupt »Airphones« gab, von denen aus Hauptzeugin Barbara Olson ihren Mann Theodore im Justizministerium hätte erreichen können (nachdem das FBI offenbar die Verwendung eines Handy ausschloss, dank der im Moussaoui-Prozess vorgelegten Auswertungen). Unbeantwortet bleiben ebenfalls skeptische Fragen an die Skeptiker, kulminierend ungefähr in dieser: Falls 9/11 auf jeder Ebene ein gigantischer Verschwörer-Hoax war – wieso machten die genialen Planer ohne Not Fehler wie den, fragwürdige Anrufe von Bord der Maschinen aus schlampig zu inszenieren? Hätten wir nicht ohne diese Anrufe viel weniger Zweifel an der offiziellen Darstellung?Aufgrund der insgesamt gewichtigen Unsicherheiten verzichten wir daher nach gründlicher Prüfung der unsicheren Fakten- und Beweislage im Rahmen dieses Buches auf eine weitere Vertiefung des Aspekts »Anrufe von Bord der Flüge 77 und 93″ (Bröckers/Walther: 11.9. – Zehn Jahre danach, S.296)

Unlängst hat sich nun eine Gruppe von Experten – “Consensus 9/11 – The 9/11 Best Evidence Panel” – der Fakten im Zusammenhang mit diesen Telefonaten nochmals angenommen – und kommt nach der Analyse der Anrufe von Todd Beamer (“Let’s Roll!”) und Barbara Olson  sowie der weiteren Telefonate zu dem Schluss, dass diese nicht stattgefunden haben. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf deutsch. Damit ist die “unsichere Fakten,-und Beweislage”, die uns 2011 von einer eingehenden Befassung mit diesem Punkt abhielt zwar immer noch nicht auf der völlig sicheren Seite, die Belege, die das Panel zusammengestellt hat, unterstützen jedoch die massiven Zweifel an der Authentizität der offiziellen Version.  Und sie zeigen, dass es auch weiterhin in Sachen 9/11 nur ein Forderung geben kann: eine Neu-Untersuchung in der sämtliche Zeugen unter Eid aussagen.

7
Jul, 2013

Wer über NSA spricht kann über 9/11 nicht schweigen.

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Dass das massenhafte, verdachtslose Datenabsaugen, Abhören von Telefonaten und Scannen von Briefpost der “Sicherheit” dient, dass eine solche Totalüberwachung  als “Schutz gegen Terrorismus” unverzichtbar sei, dass das “spätestens nach 9/11″ auch jeder einsehen müßte und  kein rechtschaffener Bürger davon irgendetwas zu befürchten habe… – so in etwa lautet der Bullshit, der uns in oder zwischen den Zeilen der Berichterstattung über den NSA-Skandal derzeit allenthalben verkauft wird. Von  Tatsachen, die vor den Enthüllungen Edward Snowdens nur als paranoide anti-amerikanische Verschörungstheorie abgetan worden wären, heißt es heute, dass sie doch eigentlich selbstverständlich sind und nie ein Geheimnis waren. Insofern bin ich gespannt, wieviele Jahre (oder Jahrzehnte) es noch dauern wird, bis die “paranoide anti-amerikanische Verschwörungstheorie”, dass 9/11 ein Inside-Job war als selbstverständlich und längst bekannt gelten wird. Meine Wette, dass jeder mit einem IQ über Zimmertemperatur, der sich ein paar Stunden mit den Fakten des Anschlags beschäftigt – etwa in diesem Buch – die offizielle Version als Märchen erkennen muß, gilt jedenfalls nach wie vor. Wie schwer es vielen unterdessen fällt, das Märchen von “Osama und den 19 Teppichmessern” als solches nicht nur zu erkennen, sondern auch die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen, zeigt  Paul Schreyers Artikel “9/11, die NATO und der Krieg”  : Eine kritische Diskussion zu den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem kurz danach erklärten NATO-Bündnisfall steht weiterhin aus”

Wenn dem aber so ist – und es ist zweifelos so – dann kann es auch keine kritische Diskussion über die Abhörpraxis der Geheimdienste geben, denn “9/11″ und “Terror” sind die einzige Rechtfertigung für diese Praxis.  Wer über NSA, PRISM und TEMPORA ernsthaft diskutieren will kann über 9/11 nicht schweigen. Deshalb hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung der “9/11 Verschwörungstheorie” – Transkript hier:

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