7
Nov, 2015

Rinks & Lechts & Quer & Queer

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weapons-of-mass-destruction-700x4374Über das Phantom einer “Querfront”, in der sich Rechtspopulisten und Pegida-Fans mit Linksradikalen und “Verschwörungstheoretikern” vereinen, wird derzeit wieder viel fabuliert und im Zusammenhang mit einer mißratenen (und zurückgezogenen) Studie zum Thema hatte ich meine 2 Cent zu diesem halluzinierten “Netzwerk” eigentlich schon abgeliefert. In einem Artikel, der in der “Berliner Zeitung” und der “Frankfurter Rundschau” erschien, ist dieser Unsinn jetzt aus Anlass des Rücktritts von Wolfgang Lieb aus der Redaktion der Nachdenkseiten wieder aufgewärmt worden. Wie üblich wird auch hier wieder zusammengerührt, was nicht zusammengehört, um Leute wie etwa  den Nachdenkseiten-Chef Albrecht Müller, den Journalisten Ken Jebsen oder yours truly mit völkisch-brauner Soße zu kontaminieren. Weil Argumente dafür in den Arbeiten der Genannten nicht zu finden sind, müssen sie in freier Assoziation konstruiert werden – was in meinem Fall zu unfreiwilliger Komik führte:

“Der einstige taz-Journalist Mathias Bröckers (61) verkauft heute seine Bestseller über den 11. September 2001 als Terrorwerk der US-Regierung und seine „Ansichten eines Putinverstehers“ an Linken- wie AfD-Anhänger.”

Außer der Altersangabe stimmt an diesem Satz nichts: ich bin nach wie vor Journalist und arbeite (seit 2007) als Berater wieder für den taz-Verlag; Bestseller über den 11. September 2001 “als Terrorwerk der US-Regierung” habe ich nie geschrieben, sondern drei Bücher, die die offizielle Legende des 11.September in Frage stellen, und diese wurden wie auch die „Ansichten eines Putinverstehers“ keineswegs  nur von “Linken- und AfD-Anhängern” gelesen, sondern definitiv auch von Mitgliedern  von CDU/SPD/FDP/Grünen. Sogar dass der eine oder andere Nazi sie in die Hände bekam (und mit Gewinn gelesen hat) kann ich nicht auschliessen. Und somit von Glück sagen, dass der Autor des FR-Artikels den nicht ausfindig gemacht hat, weil sonst…uuuaaah. Nazis lesen Bröckers und verstehen Putin… da ham wir’s mal wieder.

Auch wenn es bisweilen schwer sein mag, Rinks & Lechts & Quer & Queer zu unterscheiden und es sich angesichts von Überschneidungen einen Reim auf die verschiedenen Bewegungen und Gruppen zu machen, mit nur ein wenig Recherche etwa auf den Nachdenkseiten, bei Ken FM oder in diesem Blog könnte man ermitteln, wes Geistes Kind die Macher sind, und Belege, Zitate, Beispiele für ihre Haltung beibringen. Weil sich da aber auf weiter Flur nicht “Völkisches”, “Rechtspopulistisches” oder sonstwie Reaktionäres finden läßt müssen, muss der Rufmord via Kontaktschuld konstruiert werden.  Oder mit schlichten Falschbehauptungen (“11. September 2001 als Terrorwerk der US-Regierung”) ein Extremismus insinuiert werden, der allein den linken wie den rechten Rand begeistert.

Da wundert es nicht, dass nach einer neuen repräsentativen Umfrage 44 % der Deutschen dem Vorwurf “Lügenpresse” zustimmen (aber nur 10 % den anderen Pegida-Parolen) – die meisten Journalisten aber nach wie vor überzeugt sind, dass sie an diesem gravierenden Vertrauensverlust vollkommen unschuldig sind und nur ein paar üble Demagogen der Bevölkerung diesen Unglauben eingeimpft haben. Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen in den “Leitmedien”: dem ist nicht so! Die Leute sind nicht so blöd wie ihr glaubt oder sie gerne hättet. Und ihr werdet sie nicht zurückgewinnen,  wenn ihr euren Medienzirkus weiter “as usual” betreibt und jede Kritik daran als rechtspopulistische Verschwörungstheorie abwatscht. Nicht nur die Massenvernichtungswaffen des Irak waren eine große Lüge, auch Osama Bin Laden und seine 19 Teppichmesser als 9/11-Alleintäter sind eine solche, ebenso wie die Alleinschuld des “Aggressors” Putin am Ukraine-Konflikt. Wer Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will, muss da ran…

Update: Authentischer Linkspoulismus – Ken Jebsens Rede in Plauen ( ungeschnitten auf Youtube )

30
Oct, 2015

Selbst denken nicht erwünscht

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Zu der im Update zum letzten Posting bereits erwähnten Hexenjagd auf den “Verschwörungstheoretiker” Daniele Ganser hat Marcus Klöckner ein Interview mit dem Kultur,- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer geführt, der Ganser zu seinem Vortrag  “Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?”an die Uni Witten eingeladen hat.  Dass die lokale SPD, Grüne und Piraten in einem offenen Brief dagegen protestierten und die Ausladung des Wissenschaftlers forderten markiert einen neuen Tiefpunkt in der Anwendung der einst nach dem Mord an JFK von der CIA empfohlenen Methode,   “Verschwörungstheorie”  als psychologischen Kampfbegriff im Rahmen des öffentlichen Warhnehmungsmanagments einzusetzen. Seitdem reicht der Einsatz dieser Waffe um jeden Diskurs zu beenden und jeden vermeintlichen Vebreiter von Verschwörungstheorien als unseriös und gefährlich erscheinen zu lassen.

Nach 9/11 kam es zu einem Großeinsatz der Diffamierungsvokabel, als GW Bush vor der UNO verkündete:  »Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den Schuldigen.« Seitdem gilt jeder Zweifel an der innerhalb von 45 Minuten festgestellten Haupttäterschaft Osama Bin Ladens als boshafte Lüge, und wer solche Zweifel öffentlich äußert wird als frevelhafter “Verschwörungstheoretiker” diskreditiert und aus dem Verkehr gezogen. Wie einst die “Ketzer”, die an den Dogmen der heiligen Kirche zweifelten, oder wie der langjährige Radiomoderator Ken Jebsen, der zum 10. Jahrestag der 9/11-Anschläge einen solchen Zweifler – yours truly – nicht nur ausführlich im öffentlich-rechtlichen Radio zu Wort kommen lies, sondern dem Gespräch auch noch eine knackige Einleitung  (Happy Birthday Terrorlüge) vorausschickte.

Anders als im Mittelalter aber läßt sich Kritik an hochheiligen Dogmen heutzutage nicht mehr so einfach aus,- oder abschalten, selbst wenn sie aus dem Mainstream verbannt wird. Jebsen erzielt mit  “Ken FM” mittlerweile höhere Quoten als seinerzeit im RBB (hier ein ausführliches Interview mit ihm dazu), und ich kann – seit ich als angeblicher “Verschwörungstheoretiker” für die Großmedien tabu bin –  keinesweges über mangelndes Publikumsinteresse oder niedrige Buchauflagen klagen.  Ähnliches gilt auch für Daniele Ganser, den man zwar aus den heiligen Hallen der Wissenschaft verbannen konnte, nicht aber aus den Vortragsälen und Bestsellerlisten.

Eben diese Erfolge und die Tatsache, dass die Deutungshoheit der Mainstreammedien passé ist, führen nun offenbar dazu, dass auch ehemalige Sozis und Linksalternative völlig hemmungslos dem CIA-Sprech “Verschwörungstheorie” frönen. Und wenn – wie etwa in Gansers Publikationen  – keine solche Theorie zu entdecken ist, dann wird der Vorwurf über Kontaktschuld hergestellt: hat Ken Jebsen Interviews gegeben, der wiederum ja auch schon mal bei den Montagsmahnwachen aufgetreten ist, wo wiederum auch schon mal dubiose ChemTrail-Gläubige auftraten und Pegida-Fans gesichtet worden sein sollen… also alles klar, alles Nazis, alles neurechte “Querfront”, alles pfui…

Derlei dumpfe Einfalt ist nicht allein auf die NRW- Provinz beschränkt, sondern zieht sich quer durch die Republik und den Blätterwald von FAZ bis taz, die offenbar allesamt den Schuss noch nicht gehört haben. Auch dass nach einer neuen repräsentativen Umfrage 44 % der Deutschen dem Vorwurf “Lügenpresse” zustimmen (aber nur 10 % den anderen Pegida-Parolen) wird wohl nichts daran ändern, dass die bornierten Köpfe in den Redaktionsstuben weiterhin fest daran glauben, dass sie doch alles richtig machen und die Leute, die ihnen nicht mehr glauben, einfach nur bescheuert sind. Weil aber nun einmal jeder, der bereit ist, sich nur für 1- 2 Stunden mit 9/11 zu befassen und selbst zu denken, nicht anderes kann, als in der Story von Osama und  den 19 Teppichmessern eine unermittelte, unbewiesene “Verschwörungstheorie” zu erkennen, muß jeder kritische Blick auf das Verbrechen des Jahrhunderts und das Versagen der Medien tabuisiert werden. Selbst denken ist und bleibt nicht erwünscht…

25
Oct, 2015

Die dunkle Seite von Wikipedia

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(mit Update) Als Online-Nachschlagewerk ist Wikipedia mittlerweile eine Insitituion, die für Online-Recherchen unverzichtbar und wenn es um (natur-)wissenschaftliche Fakten geht in der Qualität gedruckten Enzyklopädien durchaus ebenbürtig ist . Anders sieht es bei politischen und historischen Ereignissen wie etwa 9/11 aus, bei denen die Qualität ebenso wie die Neutralität der Wikipedia-Artikel oft zu wünschen übrig lassen. Warum das so ist, wie der Spin solcher Artikel geschaffen und welche Hierarchien innerhalb der Wikipedia diesen Spin beeinflussen, zeigen Markus Fiedler und Frank-Michael Speer in ihrer Dokumentation “Die dunkle Seite von Wikipedia” – an einem exemplarischen Beispiel, dem Eintrag über den Schweizer Historiker Daniele Ganser. Dieser ist mit Untersuchungen über die Geheimarmeen der NATO hervorgetreten und hat auch die Unstimmigkeiten der offiziellen 9/11-Geschichte und die darauf basierenden Verschwörungstheorien wissenschaftlich erforscht. Dass ihm diese Forschungen in der Wikipedia das Etikett “Verschwörungstheoretiker” eingebracht haben, obwohl er selbst keine solche Theorien verbreitet, sondern dem Wahrheitsgehalt der ihnen zugrunde liegenden Behauptungen nachgeht, kann ich sehr gut nachvollziehen, weil es mir mit meinen Arbeiten zu 9/11 nicht anders erging. Gegen den negativen Spin als “Vertreter von Verschöwungstheorien” in dem  deutschen Wikipedia-Eintrag über mich habe ich nie etwas unternommen (und die Diskussion über meine Aufnahme in die US-Version 2006 eher amüsiert zur Kenntnis genommen), Daniele Ganser aber wollte seine wissenschaftliche Reputation nicht durch diese Diffamierungsvokabel verunstaltet sehen – und versuchte, sie zu korrigieren. Aber er hatte die Rechnung ohne die dunkle Seite dieser vermeintlich freien und offenen Enzyklopädie gemacht…

Update: Gegen einen Vortrag Gansers an der Uni Witten-Herdecke protestiert ein “Bündnis gegen Verschwörungswahn”, getragen von Wittener SPD und Jusos, Wittener Bündnis90/Die Grünen und sogar der ehemals zensurkritischen Piratenpartei NRW. Als Grund für diese Hexenjagd  führen die durchgeknallten Sozis, Grünen und Piraten keine inhaltliche Argumente an, sondern Auftritte und Interviews Ganser in der “Verschwörungstheoretiker-Szene”. Die Uni-Leitung hat sich ebenso wie die Wittener Junge Union und die FDP von diesen Zensurforderungen klar distanziert. Welcher Wahn die linksalternativen Zensoren reitet bleibt mir vollstädnig unergründlich….

5
Sep, 2015

“September 11 – The New Pearl Harbor”

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Heute zur Einstimmung auf den Jahrestag kommenden Freitag großes Wochenend-Kino: die 5-stündige Dokumentation “September 11 – The New Pearl Harbor” von Massimo Mazzucco. Der Film behandelt nach einem Einstieg zu den Parallen mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 in jeweils kurzen Kapiteln sieben zentrale Aspekte der 9/11 Attacken – Air Defence, The Hijackers, The Airplanes, The Pentagon, Flight 93, The Twin Towers und WTC Building 7. Wer sich nur für bestimmte Aspekte interessiert, findet auf der Website zum Film  eine Übersicht der Kapitel, um sich direkt dorthin zu klicken. Es gibt schon einige gute Dokumentationen zu 9/11, aber diese ist meines Erachtens die beste. Sowohl für Menschen, die sich jenseits der offiziellen Story noch nie mit Thema befasst haben, als auch für Fortgeschrittene, denen die Lügen, Ungereimtheiten und unterdrückten Fakten des 9/11-Reports schon lange aufgefallen sind. Selbst eingefleischte “Truther” wie yours truly –  den zur Beschimpfung mißbrauchten Begriff  “Wahrheitssucher” betrachte ich in Sachen 9/11 ebenso als Ehrbezeichnung wie auch die Diffamierung  “Verschwörungstheoretiker” – können in diesem ausführlich und sorgfältig dokumentierten Film noch einiges entdecken.

Auch nach 14 Jahren kann es nicht darum gehen, dass wir, die Zweifel an der offiziellen Geschichte geäußert und Argumente für diese Zweifel publiziert haben haben, die 9/11-Verbrechen aufklären. Das können nur Staatsanwälte und Richter. Wer aber unsere Bücher gelesen oder diese Dokumentation gesehen hat, und weiterhin behauptet, es hätte mit der offiziellen Erklärung der Attacken schon seine Ordnung und es bestünde kein Grund zu einer Wiedervorlage dieses Massenmords vor einem Gericht, verfügt entweder nur über einen IQ knapp über Zimmertemperatur oder wird durch eine kognitive Dissonanz dazu gezwungen, die erschütternden Fakten einfach auszublenden. Und aus Selbstschutzgründen weiter mit einem riesigen blinden Fleck durchs Leben zu laufen. Da kann letztlich nur ein Psychologe helfen, der diesen Klienten die Angst nimmt als verrückt oder irre diffamiert und ausgegrenzt zu werden, weil sie nicht an das Dogma von Osama und den 19 Teppichmessern als Alleintäter glauben. Sofern es sich bei diesen Klienten um Politiker, Historiker oder Journalisten handelt müssten sie freilich bis zum Abschluss der Kur von ihrer Tätigkeit beurlaubt werden –  wer über einen blinden Fleck oder nur eine Sehschwäche für das zentrale weltpolitische Ereignis dieses Jahrhunderts verfügt, ist für diese Jobs ungeeignet. Denn 9/11 war Auslöser und Begründung für die Serie von Kriegen des “Great War On Terror”, die seitdem ein halbes Dutzend Nationen verwüstet und entstaalicht, mindestens 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet und Millionen mehr zur Flucht gezwungen haben. Oder anders gesagt: wer die aktuellen Flüchtlingsströme verstehen will –  was ja die Voraussetzung ist, die Krise zu beheben und nicht nur an den Symptomen herum zu kurieren – kann über 9/11 nicht schweigen.
Unten das Original des Films, mit deutschen Untertitel hier.

25
Jul, 2015

Darth Vader ganz entspannt

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25.07.15 21:08-Bildschirmkopie

Bei der Operation 9/11 läuft alles nach Plan, da kann man im Büro schon mal ein wenig die Füße  hochlegen…
Nun gäbe es sicher wichtigere, unveröffentliche Bilder vom 11.9.2001 als die 350 Aufnahmen von Bush, Cheney und Mitarbeitern, die das Nationalarchiv jetzt veröffentlicht und auf Flickr eingestellt hat, aber was die “Atmo” im Weissen Haus betrifft, ist dieses hier schon recht aufschlussreich. So relaxed, locker und wenig überrascht wie Dick Cheney haben wohl wenige diesen unfassbaren Anschlag zur Kenntnis genommen…

In “9/11 – Zehn Jahre danach” hatten wir im Kapitel “Auf verlassenem Posten” über das merkwürdige Nichtstun des Verteidigungministers, des Armeechefs und des Vizepräsidenten geschrieben:

Wo aber war, zu guter Letzt, Vizepräsident Richard Cheney – in Vertretung des morgens eine Grundschule besuchenden (Kap. 18) und erst am Abend nach Washington zurückkehrenden George W. Bush für den Verlauf des Tages faktisch »Commander in Chief« und amtierender Präsident?

Legendär ist in diesem Zusammenhang der Bericht von US-Verkehrsminister Norman Mineta, der am Morgen des 11. September mittendrin war, also im Weißen Haus, an der Seite von Dick Cheney. Mineta wurde nach eigener Aussage um 9:20 Uhr in den Bunker-Konferenzraum unter dem Weißen Haus gebracht, wo sich Cheney zu diesem Zeitpunkt bereits aufhielt. (Minetas – wenngleich nicht unumstrittene – Aussage wurde von der Kommission vollständig ignoriert und aus deren Videoarchiv entfernt, kann aber dennoch weiterhin im Netz begutachtet werden.) Richard Clarkes Schilderungen bestätigen indes Minetas Aussagen, jedenfalls grundsätzlich: Laut Clarke war Cheney um zirka 9:15 Uhr im Bunker eingetroffen,was Medienberichte, die sich auf Condoleezza Rice’ Aussagen zu den morgendlichen Abläufen im Weißen Haus stützten, unterstrichen.

Laut Mineta erfuhr nun Cheney im White-House-Bunker von einer Maschine, die sich Washington näherte. Nachdem ein Mitarbeiter dem Vizepräsidenten zum dritten Mal die – abnehmende Entfernung – mitgeteilt und ihn gefragt hatte, ob »der Befehl immer noch« gelte, fuhr Cheney den Überbringer der Nachricht an: »Natürlich gilt der Befehl noch! Haben Sie irgendwas Gegenteiliges gehört?« Das ereignete sich – laut allen Zeugenaussagen – um 9:25 oder 9:26 Uhr, etwa zehn Minuten vor der Pentagon-Explosion.

Der Commission Report ließ all diese Fakten links liegen und präsentierte eine ganz neue Version. Denn die Kommission stellte fest, dass Cheney erst um 10 Uhr in den Bunker gebracht worden war. Grundlage dieser maßgeblichen Realitätskorrektur war eine ominöse Secret-Service-Alarmierungs-Timeline – die dann allerdings leider, als »Skeptiker« sie sehen wollten, nicht mehr auffindbar war. Dennoch stellte der Commission Report alle bis dahin gesammelten Aussagen richtig. Oder auf den Kopf, nämlich so:»Ab 10:02 Uhr gingen im Bunker Berichte des Secret Service über ein sich Washington näherndes – mutmaßlich entführtes – Flugzeug ein. Dieses Flugzeug war United 93. … Irgendwann zwischen 10:10 und 10:15 Uhr teilte ein militärischer Mitarbeiter dem Vizepräsidenten und anderen mit, das Flugzeug sei 80 Meilen entfernt. Vizepräsident Cheney wurde um Erlaubnis gebeten, die Maschine angreifen zu dürfen. … Der Vizepräsident genehmigte den Angriff auf die Maschine. Er sagte uns, der militärische Mitarbeiter sei ein paar Minuten später, vermutlich zwischen 10:12 und 10:18 Uhr, zurückgekehrt und habe ihm mitgeteilt, die Maschine sei 60 Meilen entfernt. Erneut habe er um eine Genehmigung zum Angriff gebeten. Der Vizepräsident sagte erneut ja.«

Beachtlich. Der Commission Report verlegt also Cheneys »Umzug« in den Bunker um etwa eine Stunde nach hinten, erklärt den Flug AA 77 zu UA 93 und macht aus »natürlich gilt der Befehl noch!« (also der von Skeptikern vermuteten Stand-Down-Order für die Abfangjäger) einen markigen Befehl zum Abschuss. Einen Befehl, der allerdings passenderweise um 10:15 Uhr keine Folgen mehr haben konnte, da UA 93 bereits zehn Minuten zuvor abgestürzt war.
Eine Stunde mehr oder weniger, das ist natürlich generell und erst recht erdgeschichtlich gesehen keine große Sache, in dem Fall aber doch der Rede wert. Denn an dieser waghalsigen Umdeutung der Realität lässt sich trefflich zeigen, wie gründlich die Kommission (Kap. 2) gearbeitet hat.

Uns bleibt auch hier nur die Bitte um staatsanwaltliche Hilfe. Konfrontieren wir jene, die an diesem Morgen dringend hätten handeln können, ja, müssen, mit den Aussagen von Clarke, Mineta, Rice und so vielen anderen. Am besten auch gleich noch mit denen von Dick Cheney selbst, der am 16. September 2001 im Interview sagte, er habe im Bunker vom Pentagon-Crash erfahren. In genau dem Bunker, im dem er ja laut Commission Report erst eine halbe Stunde später eintraf. Die Kernfrage also lautet: Meine Herren! Wieso wart ihr an diesem Tag alle zu zuverlässig »nicht auf dem Posten«? Und wieso widersprecht ihr euch bei jedem Erklärungsversuch alle, dass sich die Balken biegen?

20
Jun, 2015

Ich bin Verschwörungstheoretiker – und das ist gut so!

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18.06.15 19:09-Bildschirmkopie-2Was Verschwörungen sind ( A und B verabreden sich hinter dem Rücken von C um sich einen Vorteil zu verschaffen), dass sie im Alltag der  Wirtschaft, der  Politik und vor allem im Liebesleben regelmäßig vorkommen und  auf Indizien beruhende Annahmen über  solche Verschwörungen – Verschwörungstheorien – eine rationale vernünftige Heransgehensweise  an dieses alltägliche Phänomen darstellen – diese  simplen, unwiderlegbaren Tatsachen sind aus dem Blick geraten, seit der Begriff “Verschwörungstheorie” als Kampfbegriff in der psychologischen Kriegsführung eingesetzt wird. Nachdem unlängst in der Gesprächsrunde bei Ken FM die Geschichte dieser Aufrüstung eines neutralen Begriffs zur Diffamierungswaffe im Zusammenhang mit dem ungeklärten Mord an John F. Kennedy kurz angeschnitten wurde, habe ich dazu einige Anfragen nach weiteren Informationen erhalten. Pro domo empfehle ich dazu natürlich das Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” , in dem auch das historische Dokument zitiert ist, mit dem die CIA ihren Stationen weltweit  den Begriff empfahl, um die Zweifel an der offiziellen Version des Kennedy-Mords zu kontern – und darlegte, dass es sich bei den Kritikern  der von der  “Warren Kommission” verkündeten Theorie des Einzeltäters Lee Harvey Oswald um “Verschwörungstheoretiker” handelt, Staatsfeinde, die nur von kommerziellen oder kommunistischen Interessen motiviert seien.

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15
Jun, 2015

Lügenpressepanorama

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Dass dem sich kritisch und investigativ gerierenden  NDR-Magazin “Panorama” propagandistischer Pseudo-Journalismus nicht fremd ist, mußte ich schon 2003 lernen, als ich einem Reporter ein 20-minütiges Interview zu dem gerade erschienen Buch “Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11.9.” gegeben hatte. Aus dem landeten dann drei Sätze in einem desinformierenden und  diffamierenden Beitrag , der das  Buch mit dem rechten Gedankengut des “Reichsdeutschen” Horst Mahler zusammenrührte.  Am 22.8.2003 hatte ich hier dazu  notiert:

Noch eine kleine verschwörungstheoretische Anmerkung: Zum Interview mit dem Panorama-Reporter hatte ich mich vor vierzehn Tagen auf dem Hackercamp des Chaos Computer Clubs in Altlandsberg verabredet. Als ich eine Vorbesprechung für den abendlichen Vortrag kurz unterbrach, weil die Fernsehleute angekommen waren, meinten die CCC-Leute: “Panorama? – Du weißt hoffentlich, dass die mit dem Verfassungsschutz zusammenarbeiten…” Da kennen sich die Hacker ein bißchen aus, aber ich nahm die Bemerkung nicht weiter ernst – erst gestern nach dem Beitrag fiel sie mir wieder ein. Von dem NPD-Gründer und Agenten des britischen Geheimdiensts MI-6,  Adolf von Thadden, bis zu dem aktuell vom deutschen Verfassungsschutz unterwanderten Vorstand der heutigen NPD scheint in der Bundesrepublik eine stramme Linie geheimdienstlicher Rechtsaußen-Aktivitäten zu existieren, die sich offenbar auch bis zu einem Typen wie Mahler erstreckt. Denn dass einem derart durchgeknallten  “Reichsdeutschen” in der ARD bereitwillig Sendezeit eingeräumt wird, kann eigentlich nur mit einem dezenten Wink der Schlapphüte zu tun haben. Eine Nebelkerze sollte produziert werden, die ernstzunehmende kritische Fragen zum 11.9. – auch & vor allem zur Rolle westlicher Geheimdienste – bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.

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1
Mar, 2015

Diskurshygiene in der Konsensfabrik

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“Die Politik predigt Alternativlosigkeit, und die Medien skandalisieren jede Tabuverletzung. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Bürger vom “System” frustriert sind”, notierte unlängst “Die Zeit” und führte zur Erklärung aus: “Offenbar ist im Zuge der Entideologisierung, Entfeindung und Versachlichung der deutschen Politik das Spektrum tolerierter Positionen immer enger geworden. Das betrifft nicht allein die Politik. Denn sosehr die Öffentlichkeit inzwischen allergisch reagiert, wenn “alternativlose” Politik durchgesetzt wird, so sehr hat sich zwischen Politik und Medien eine stille Übereinkunft über legitime politische Vorstellungen gebildet. Und während die Medien seit Jahren die “Langeweile” der Politik bejammern, haben sie zugleich leidenschaftlich die Rolle des Grenzwächters übernommen. Politische Linientreue wird verhöhnt, Grenzverletzung jedoch gnadenlos skandalisiert. Die Medien, die den bleiernen Konsens kritisieren, sanktionieren zugleich seine Missachtung.”

So ist es – und wenn es selbstkrtitisch gemeint ist müßte sich an der “Zeit” so einiges ändern,   wobei es unter fortgesetzter Anwesenheit der transatlantischen Gatekeeper eine “Ausweitung der Kampfzone”, wie sie die Autoren fordern,  wohl nicht  geben wird. Weder bei der “Zeit” noch sonst irgendwo in   den “Leitmedien” genannten Konsensfabriken, deren Produkte bei den Verbrauchern derzeit auf wachsende Skepsis stossen. Und dies umso mehr, wie eine schwarz-rot-grüne Diskurzwalze alles plattmacht und skandalsiert, was sich dieseits und jenseits der Konsensautobahn bewegt. Da werden Großdemonstrationen von Bürgern mit Frustrationshintergrund (“Pegida”) dann komplett als Naziaufmärsche denunziert, Montagsdemos mit alternativ-friedensbewegtem Hintergrund als Zirkus von Verschwörungsspinnern und Reichsbürgern heruntergeschrieben und der allgemeine Unmut über die einseitige Ukraine/Russland-Berichterstattung als perfides Werk von Kreml-Agenten und Putin-Trollen dargestellt. Dies alles im Namen der Aufklärung und der Vernunft, jedoch, so hieß es in der NZZ hierzu:  “Die Aufklärer, die hier auftreten, reden im Gestus strenger Kolonialoffiziere, die ihren noch immer nicht diskurshygienisch stubenreinen Eingeborenen die Leviten lesen, aber auf keinen Fall zuhören wollen.” Und weiter:

“In einer kuriosen Volte geriert sich als faktisch konservatives Establishment, was sich vom Selbstverständnis her eher linksliberal und grün-alternativ fühlt. Der Medienanalytiker Lutz Hachmeister spricht von einem «bürgerlichen Zentrismus», der den deutschen Medienkonsens seit geraumer Zeit präge. Legitime Publizistik darf nach der Überzeugung dieses Juste Milieu nur in den Grenzen seiner Wahrnehmungs- und Urteilsmuster stattfinden. Dabei sind die Konturen der einzelnen Medien ebenso abgeschliffen wie im überwältigenden sozialdemokratisch-ökologischen Konsens der deutschen Politik, an den sich Medien gern anlehnen. Explosive Konfliktthemen werden gern ausgeschlossen, wenn ihre öffentliche Erörterung als «nicht hilfreich» gilt. Polarisierungen werden lieber künstlich erzeugt und in Debatten mit bekannter Dramaturgie übergeführt.”

mediahostilityDiese Grenzen der Wahrnehmungs- und Urteilsmuster sind eng gesteckt, Dissens kläßt der schwarz-rot-grün-liberale Zentrismus nur in homöpathischer Dosierung zu. Über den westlichen Kuschelkurs mit der Marionettenregierung in Kiew und ihren Nazi-Bataillonen darf man zwar die Nase rümpfen, ernsthafte Kritik und gar die Forderung von Konsequenzen aber sind Tabu: das würde “einen Keil ins westliche Bündniss” treiben und sowas geht gar nicht. Weshalb der Putsch in Kiew eben auch keiner sein darf.  Über Sinn und Unsinn der NATO zu diskutieren ist “nicht hilfreich”; ebensowenig wie die von deutschen Standorten koordinierten Drohnenmorde Obamas anzuklagen, weil sie gegen Verfassung und Völkerrecht verstossen;  wer  Aufklärung der 9/11-Verbrechen, der Initialzündung des “Gobal War On Terror”, fordert, ist als Opfer “kruder Verschwörungstheorien”  diskurshygienisch disqualifiziert, wer die internationale Finanzelite und das Federal Reserve-System kritisiert wird in eine Schublade mit Antisemiten und Holocaustleugnern gesteckt. Empörung ist angesagt, wenn das Assad-Regime die eigene Bevölkerung bombardiert, wenn Nethanjahu oder Poroschenko es tun: Bitte weitergehn, hier ist nichts zu sehen!

Von der CSU bis zu den Grünen, von der Seidel,-bis zur Böll-Stiftung zieht sich der konsensuale Einheitsbrei,  die Medien von FAZ bis taz, von Bild bis Spiegel, von ARD bis Super-RTL rühren ihn täglich neu an und dass die meisten Journalisten dann klingen wie Regierungssprecher wundert bei dieser supergroßen Konsenskoalititon dann auch nicht mehr.  Erstaunlich ist aber dann doch, dass sich die deutschen Medien bei ihrer Polarisierung in Sachen Russland offenbar noch päpstlicher als der Papst in Washington geben. Dies ist das Ergebnis einer Studie über die Russland-Berichterstattung in den globalen Medien, die anhand des Verhältnisses von neutralen zu negativen Beiträgen einen “Feindlichkeits-Index” erstallt hat: noch vor den USA ist hier Deutschland Weltmeister. Da die Studie von einem russischen Thinktank erstellt wurde ist ja klar, dass es sich um Kreml-Propaganda handeln muß. Einseitigkeit und vorurteilstriefende Berichterstattung lassen sich unsere Medienmacher ungern nachsagen – “Lügenpresse” sind immer die anderen. Und doch lesen sich die hiesigen Artikel über den bis dato völlig ungeklärten Mord an dem Oligarchen und Oppositionspolitiker Boris Nemzov, als sei Putins Pass im Fluchtauto gefunden worden….

26
Feb, 2015

Alles außer 9/11

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wtcDie Zeitschrift ÖkologiePolitik hat mich zum Thema Medienmainstream und Verschwörungstheorien befragt.

Herr Bröckers, woher kommt Ihr großes Interesse an Verschwörungstheorien?

Mathias Bröckers: Eigentlich interessieren mich Verschwörungstheorien nicht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass ich selber wild spekuliere und welche aufstelle. Was mich interessiert, das sind von staatlicher Seite verbreitete Verschwörungstheorien – deren Ungereimtheiten und die Methoden ihrer Verbreitung. Und was mich motiviert, das ist die unglaubliche Bereitschaft der Massenmedien, die offiziellen Verschwörungstheorien ohne kritisches Nachdenken zu übernehmen und wiederzugeben.

So wie nach den Attentaten des 11. September 2001?

Ja, genau. Mein Buch widmet sich nur der offiziellen Darstellung der Geschehnisse und zeigt in 38 Kapiteln jeweils eine Ungereimtheit. Und jede würde in einem normalen rechtsstaatlichen Prozess zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens führen. Wer sich nur für wenige Stunden nüchtern und vorurteilslos mit den Lücken, Widersprüchen und Unklarheiten im 9/11-Abschlußbericht beschäftigt, der erkennt, dass die Geschichte, die uns erzählt wurde, nicht wahr sein kann. Doch kann es meiner Meinung nach nicht darum gehen, der offiziellen Verschwörungstheorie neue inoffizielle Verschwörungstheorien entgegenzusetzen. Die „9/11-Truther“ tun das teilweise – und verstricken und zerstreiten sich dabei. Ohne die Macht und die Mittel eines unabhängigen Gerichts kann die Wahrheit nicht ans Licht kommen.

Was sind von 38 Ungereimtheiten die seltsamsten?

 Neunzehn Hijacker mit Teppichmessern schaffen es, vier Flugzeuge zu entführen, die Luftabwehr stundenlang am Boden zu halten und drei Wolkenkratzer zu pulverisieren, obwohl sie nur zwei getroffen haben.  Und der dritte Turm, das WTC 7, stürzt quasi im freien Fall zusammen – das ist schon sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger ist, dass die BBC den Einsturz des WTC 7 schon 20 Minuten vorher meldete und dass die Berechnungen, die den offiziellen Gutachten zum Einsturz der Türme zu Grunde liegen, nicht veröffentlicht werden weil dies gegen die „nationale Sicherheit“ verstoßen würde.

Sie begannen schon am Tag nach den Anschlägen mit einer Artikelserie, die sich kritisch mit den offiziellen Darstellungen befasste. Warum?

Ich wunderte mich, warum schon nach 45 Minuten erstmals der Name „Osama Bin Laden“ und dann immer wieder, irgendein anderer Verdacht wurde nie genannt und nach ein paar Stunden stand der „Täter“ quasi schon fest. Da schien mir etwas faul zu sein, zumal Bin Laden dann in einem Interview zwei Tage später jede Tatbeteiligung explizit abstritt. Kaum glaublich schien mir auch  das wichtigste Beweistsück für den „islamistischen“ Hintergrund der Tat, der Koffer von Mohamed Atta, der zufällig als einziger des gesamten Passagiergepäcks in Boston geblieben war und Beweistücke wie sein Testament, einen Koran und eine Anleitung für das Fliegen von Boeings enthielt. Das schien klar auf eine gelegte Spur zu deuten, denn warum nimmt jemand bei einem Selbstmordattentat sein Testament im Koffer mit ?

Warum wurde die offizielle Darstellung praktisch von allen Massenmedien völlig kritiklos übernommen?

Das habe ich mich angesichts solcher offensichtlicher Ungereimtheiten, die ja jedem Journalisten hätten auffallen müssen, auch gefragt. Dass ihnen nicht nachgegangen wurde hat vermutlich damit zu tun, dass sie  sich in eine Art patriotischen Kriegsrausch versetzt sahen. Dan Rather etwa, der Nachrichtenchef von CBS, meinte damals: „George Bush ist der Präsident. Er trifft die Entscheidungen – und wie es sich für einen Amerikaner gehört: Wo immer er mich haben will, ich reihe mich ein, sag mir nur, wo.“ Eine solche Haltung hat mit unabhängigen Journalismus natürlich nichts mehr zu tun und Dan Rather, später dazu befragt, sagte: „Es beginnt mit einem patriotischen Gefühl in einem selbst.“ Irgendwann finde man sich dann in der Situation, in der man zu sich selbst sage: „Ich weiß zwar die richtige Frage, aber es ist vielleicht jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, diese Frage zu stellen.“ So ging es wohl den meisten Journalisten – auch dem Redakteur eines ARD-Radios, für dessen Sendung ich jahrelang geschrieben hatte und der zu mir sagte: „Du kannst jedes Thema machen, nur nicht 9/11“.  Er wusste, wenn er mich die  „richtigen Fragen“ senden läßt, steht 10 Minuten später die Sendeleitung auf der Matte und macht ihm Ärger und Stress…

Das gesamte Interview  (als pdf) hier.

4
Feb, 2015

Feindbilder und 9/11

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So – jetzt mal bitte 90 Minuten Zeit nehmen und den Vortrag von Daniele Ganser an der Uni Tübingen anhören: “Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001″

24
Jan, 2015

Warum hat die CIA gefoltert?

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Lars Schall hat gestern ein längeres Gespräch mit mir geführt, bei dem es vor allem um den Zusammenhang zwischen dem jetzt auf Deutsch erschienen Folterreport der CIA und der 9/11-Legende ging.

22
Dec, 2014

Vom Niedergang des Journalismus

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PropagandaEinen Essay von Wolf Reiser – “Freiwild – Über Zähmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus”, erschienen in “Lettre International” Nr. 107 und nur gedruckt erhältlich – möchte ich, bevor ich über die Feiertage mal ein paar Tage offline gehe, allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs zur Lektüre empfehlen. Er erzählt aus der Perspektive eines freien Journalisten wie es mit unserer Branche in den letzten Jahrzehnten abwärts ging – und die “Unerbittlichkeit des Adlers” der  “auf die unsortierten Trümmer der Ruinenlandschaft herabschaut” ist ebenso erhellend wie deprimierend. Erhellend weil einem Adlerauge die aktuelle Desinformation und “vorauseilende Gleichschaltung” der Leitmedien in Sachen “Majdanwahn und Klitscho-Hype” natürlich nicht verborgen bleiben kann; deprimierend weil alles in dieser Ruinenlandschaft der Medien so kaputt, so verkommen und so aussichtlos ist, wie Wolf Reiser es beschreibt. Als Alters,- und Branchengenosse, der sich seit 25 Jahren als “Freier”  durchschlägt, habe ich diesen Niedergang genau so erlebt, bis hin zu dem entscheidenden Knacks im System:

“Im Nachinein ist es so, daß mit den ungeklärten Vorgängen von 9/11 der Tod des freien Journalismus einsetzte. Wer auch immer seither der offiziellen Version Zweifel entgegensetzte, landete in der Schmuddelecke des Verschwörungswahns. Wer die Nagelprobe nicht bestand konnte die Karriere als fester wie freier Journalist beenden.”

Ich konnte damals meine bescheidene “Karriere” als Autor bei verschiedenen ARD-Radios freiwillig beenden –  nachdem “meine” Redakteure mir gesagt hatten: “Du kannst alles machen außer 9/11″ – weil ich mich als erster auf genau dieses welterschütternde Thema stürtzte und im Alleingang eine Artikelserie für Telepolis und ein Buch schrieb, das ein internationaler Bestseller wurde. Damit war zwar der Lebensunterhalt als “Freier” für’s erste gesichert, ebenso sicher war aber auch ein  Platz in der “Schmuddelecke des Verschwörungswahns”.  Also nix mehr mit Edelfeder, “seriöser” Journalist und “renomierter” Autor – die neue Inquisition duldet (wie die alte) keine Abweichler. Wie damals etwa auf das Märchen von der Jungfrauengeburt muß heute auf das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern geschworen werden – wer darauf besteht, dass es sich um ein Märchen handelt, fliegt. Weshalb der Springer-Verlag nach 9/11 sicherheitshalber “Die Unterstützung des transatalntischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.” in Vertragswerke aufgenommen hat, damit jeder neu eingestellte Redakteur weiß, um was es bei der “Journalismus” genannten Produktion des Hauses geht. Dass derlei “deformative Betriebsanleitungen” (Wolf Reiser) auch anderweitig existieren ist wahrscheinlich und wenn  sich dann, wie unlängst in einer Umfrage ermittelt, nahezu zwei Drittel der Bevölkerung von den Leitmedien in Sachen Ukraine schlecht oder einseitig informiert fühlen, ist das natürlich kein  Thema in eben jenen Medien. Sie schalten lieber die Kommentarfunktionen ab.

Dass Wolf Reiser keine Lösungen weiß – auch mir fällt außer der Forderung, dass aus Gerüchteküchen wieder Rumorkliniken werden müssen nichts ein – ist kein Drama; es gilt, die Tragödie, deren Trümmer er detailgenau inspiziert und eloquent beschreibt, überhaupt erst einmal wahrzunehmen, anzunehmen, ernstzunehmen. Ich habe deshalb vor zehn Jahren mit diesem Blog begonnen, der zwar überhaupt nichts einbringt, aber mittlerweile im Monat etwa 25.000 Besucher hat, die 100.000 Artikel lesen. Das entspricht ja quasi schon der Gemeinde einer kleinen Lokalzeitung – und wenn dann in der künftigen Digitalen Räterepublik Deutschland so ein kleiner Lokalredakteur aus der Kultursteuer mit sagen wir mal 10 Cent pro Besucher bezahlt wird, müßte man sich um den Journalismus, die Meinungsvielfalt und die politische Willensbildung keine Sorgen machen. Womit wird uns  bei der Empfehlung dieses grandiosen Abgesangs auf eine verwahrloste Branche doch noch mit einer positiven Vision aus der Affäre ziehen. Schließlich ist Weihnachten.  Und schließlich kann – mit Werner Finck  – “unsere Aufgabe nicht in unserer Aufgabe bestehen”, weil wir – mit Wolfgang Neuss – “nie aufhören von unten anzufangen”. All You Need Is Love. Frohes Fest!

19
Dec, 2014

Die erfolterten 9/11-Geständnisse

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300Am 11. Dezember hatte ich schon darauf hingewiesen, welchem eigentlichen Zweck die geheimdienstlich irrelevanten und ineffektiven Grausamkeiten dienten, die der Folterbericht des US-Senats enthüllt, –  der Produktion der 9/11-Legende durch “Zeugenaussagen”: Foltern für die Propaganda – und dazu eine Passage aus 11.9. – Zehn Jahre danach gepostet, über den “Kronzeugen” Khalid Scheich Mohamed (KSM), der nach 183 “Waterboarding”-Sitzungen genug erzählt hatte, um das Narrativ von Osama und den 19 “Hijackern”  als Alleintätern “wasserdicht” zu machen. Neben KSM, dessen “Aussagen” ein Viertel aller Quellenangaben im offiziellen 9/11 Report lieferten, ist der in Guantanamo ebenfalls dauerhaft gefolterte Abu Zubeida der wichtigste Zeuge in Sachen “Al Qaida” – und auch dieser hat seinen Peinigern irgendwann genau das erzählt, was sie hören wollten – auch wenn er nie Mitglied von “Al Qaida” war.

Paul Schreyer hat heute  auf TP  einen  sehr lesenswerten Artikel über den Spiegel, die Folter und 9/11 veröffentlicht,und dabei ebenfalls auf die oben zitierten Zusammenhänge verwiesen:  “In dieser Woche titelt der Spiegel markig “Die dunkle Seite der Macht – Wie Amerika seine Werte verlor”. Dass aber nicht nur der atlantische Partner, sondern auch das Blatt selbst sich in dieser Hinsicht kritische Fragen gefallen lassen muss, ist im aktuellen Heft kein Thema. Als den beiden Spiegel-Redakteuren Georg Mascolo und Holger Stark im Herbst vor elf Jahren die Resultate von CIA-Folterverhören der angeblichen 9/11-Planer zugespielt wurden, konstruierte das Nachrichtenmagazin daraus eine Aufsehen erregende Titelgeschichte. Auf dem Cover der Ausgabe vom 27. Oktober 2003 prangte in großen Lettern: “Das Geständnis – Was die Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September nach ihrer Gefangennahme den US-Ermittlern verrieten”.”

Das erinnerte mich daran, dass ich zu dieser Coverstory doch schon bei Erscheinen etwas geschrieben hatte , und siehe da, das Netz vergisst nichts – hier ist der Kommentar (noch im Uralt-Webdesign) : Propaganda aus dem Off -Mit seiner Titelgeschichte “Das Geständnis” markiert “Der Spiegel” (27.10.2003) einen neuen journalistoiden Tiefpunkt . Erst knapp ein Jahr später, Ende Juli 2004, konnten die Protokolle, die den Spiegel-Schurnalisten offensichtlich von der CIA gesteckt worden waren, von deutschen Behörden eingesehen werden, die befanden , dass sie “praktisch nutzlos” waren. Das waren sie für eine kriminalistische Ermittlung der Verbrechen in der Tat; nicht aber für ihren wahren Zweck, nämlich eine Legende zu unterfüttern: das Propaganadamärchen von  Harry Plotter und den Teppichmessern des Schreckens.

Ich habe den Folter-Report noch nicht ausführlich studiert und nachrecherchiert, um abschließend darüber zu urteilen (was bei 560 veröffentlichten Seiten von über 6000 ohnehin schwer wird) – Thierry Meissan ist damit schon durch befindet “Der Kongress Bericht über Folter bestätigt, dass al-Kaida am 11. September nicht beteiligt war”.  Dass deswegen nun eine neue 9/11-Ermittlung fällig wird, wäre aber wohl zuviel Vertrauen in den Restbestand des  Rechtsstaats USA, der seine Folterknechte ja auch nicht zu bestrafen gedenkt. Dass indessen dem ehemaligen Nachrichtenmagazin “Spiegel” nicht zu trauen ist, war spätestens am 27. Oktober 2003 klar, als es das erfolterte “Geständnis” als Realgeschichte verkaufte – und es bestätigt dieses Mißtrauen, wenn es heute über die “dunkle Seite”und die verlorenen Werte Amerikas schreiben kann ohne die eigene Mittäterschaft in diesem kriminellen Spiel einzugestehen.

11
Sep, 2014

Happy Birthday Terrorlüge

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Zum heutigen internationalen Tag des investigativen Journalismus, der sich zum 13. mal jährt, hier ein 13-minütige Hörstück, das die Glanzleistungen der “vierten Säule der Demokratie” krachend auf den Punkt bringt….

 

….und hier ein Beitrag, der die Parallelen in der medialen Handhabung von 9/11 und des Ukraine Konflikts aufzeigt: ” “Kritiker der offiziellen Version des 11. September waren und sind dann pauschal “Verschwörungstheoretiker” – je nach Herkunftsland warfen und werfen ihnen Politiker und Medien zudem unpatriotische oder antiamerikanische Einstellungen vor. Pauschal geht es auch gegen die heutigen “Putinversteher”- ein wahrlich würdiger Kandidat für das Unwort des Jahres und ein ähnlich diskreditierender Sammelbegriff (wie “Verschwörungstheoretiker”) für Gegner der aktuellen westlichen Kampagne. Dabei scheint es völlig egal, ob diese Putin selbst ablehnend, zustimmend oder indifferent gegenüberstehen. Wer am konfrontativen Vorgehen von EU, Nato und USA Kritik übt, muss Putin-Fan sein.”

Update: Nachdem “Verschwörungstheoretiker” und “Wahrheitssucher” (Truther) im Zusammenhang mit 9/11 schon zu Schimpfworten geworden sind, warten Tobias Audesch und René König jetzt mit einem neuen Pejorativ auf:  “Anomalienjäger”. Sie werfen mir und anderen Autoren vor, in ihren Büchern zu 9/11 nur Ungereimtheiten der offiziellen Tatversion aufgelistet zu haben, aber keine alternative Darstellung über den Tathergang zu liefern. Dazu kann ich nur sagen: sorry, das ist der Job von Staatsanwälten und Gerichten, die Zeugen vorladen und zurückgehaltene Akten anfordern können, nicht aber von Autoren, die auf öffentlich verfügbares Material angewiesen sind. Wenn sich daraus ein plausibler “Anfangsverdacht” gegen andere als die bezichtigten Täter  ergibt – was bei 9/11 defintiv der Fall ist – ist es in einem Rechtsstaat nicht nur der Job, sondern die Pflicht der Justiz Ermittlungen zu führen. Nicht die Liste der Unwahrheiten und Ungereimtheiten des offiziellen Narrativs, sondern diese Nicht-Ermittlungen sind der eigentliche Skandal.

10
Sep, 2014

9/11 Attacks Were Used as a Pretext for Launching an Imperial Project

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wtcDer Tag der Anschläge vom 11. September 2001 jährt sich zum dreizehnten Mal und angesichts der Tragweite und der Folgen dieses Tags scheint es mir manchmal, dass selbst drei Bücher (siehe rechte Spalte) und zahllose Artikel noch nicht genug sind, um die GROSSE LÜGE anzuprangern, die über die Ereignisse dieses Tages in die Welt gesetzt wurde: das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern als Alleintätern. Die große Lüge war der Auftakt zu einem Projekt, das die Vereinigten Staaten und den Rest der Welt dramatisch verändert hat: mit dem “Patriot Act” verwandelten sich die USA endgültig in einen Polizei,-und Überwachungsstaat, und mit der einseitigen Kündigung des ABM-Vertrags wurde der außenpolitische Grundstein für die aggressive Ausweitung des US-Imperiums, die globale Full Spectrum Dominance gelegt.

Zum Jahrestag hat die iranische Nachrichtenagentur “Fars” hat mir einige Fragen über 9/11 gestellt – das Interview findet sich hier.

 

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