9
May

Hordenjournalismus

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Mit Nazivergleichen muß man vorsichtig sein, zulässig sind sie nur , wenn irgendwo “Freiheit” und “Demokratie” herbeigebombt werden sollen und zur allgemeinen Mobilmachung der nächste  “Hitler” ausgerufen wird. Da kann man es dann mit Analogien so richtig krachen lassen, wie seinerzeit zum Beispiel Hans Magnus Enzensberger mit Saddam Hussein als  Adolfs “Wiedergänger”. Weniger freundlich aufgenommen – und mit Nazi-Beschimpfungen bombardiert – wird hingegen, wer wie Günter Grass auf die Atomwaffen und die  Kriegsdrohungen Israels hinweist. Dass der Schriftsteller dieses Bombardement als mediale “Gleichschaltung”  bezeichnete wurde ihm umgehend als unkorrekter Nazivergleich vorgeworfen, was Grass zu der Präzisierung veranlasste, es handele sich um “Hordenjournalismus”. Das trifft es in der Tat besser – auch wenn man wie Florian Rötzer in seinem Telepolis-Artikel heute – durchaus auch von Gleichschaltung der Medien sprechenkann.

Vor genau zehn Jahren, im Mai 2002, schrieb ich über dieses Phänomen im Zusammenhang mit 9/11 und  kam zu dem Schluß, dass sich diese “Gleichschaltung” weniger mit raffinierten Zensurmethoden, sondern eher  mit “rudimentären Reaktionsweisen von Primaten”  erklären läßt. Hier ein kurzer Auszug  ( aus  “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.”, S. 263 ff.):

Der Mythos, dass die »freie Presse« in demokratischen Staaten als vierte Gewalt, als Korrektiv politischer Ausnahmesituationen, fungiert, er wurde wohl nie gnadenloser demontiert als in der Berichterstattung nach dem 11. September. »Unabhängigkeit«, »Überparteilichkeit«, »Fairness«, »Objektivität« – diese Insignien, mit denen sich die Medien gern pathetisch schmücken, waren spätestens, als das World Trade Center in Trümmern lag, vollständig begraben. Es wäre freilich naiv gewesen, etwas anderes zu erwarten. Für die Medienwissenschaft ist es schon länger kein Geheimnis mehr, dass schon bei sehr viel unbedeutenderen Skandalen die Standesprinzipien der Presse über Bord gehen. Wie der Publizistikprofessor Mathias Kepplinger am Beispiel einiger Skandale aus der jüngeren Zeit – BSE, Neonazi-Übergriffe, CDU-Spendenskandal – gezeigt hat, neigen die Medien bei unklarer Faktenlage tendenziell zur Übertreibung und Dramatisierung der Ereignisse. Kepplinger führt dies zurück auf die »Art und Weise, wie wir in Situationen mit großer Unsicherheit kommunizieren«. Die dabei ablaufenden Prozesse der Wahrheitsfindung seien weniger rational als gruppendynamisch begründet: »Beschreiben mehrere Personen in einer Gruppe nacheinander ihre Beobachtungen, gleichen sich ihre Urteile schnell an, weil eine Gruppennorm, eine in der Gruppe allgemein akzeptierte Sichtweise entsteht.«

Diesem eher instinktiven Herdentrieb, der im Ausnahmezustand (ganz im Carl Schmitt’schen Sinne) nach einer klaren Freund/Feind-Unterscheidung verlangt – und nicht eine rationale, kritisch-distanzierte Beurteilung der Faktenlage –, ist die frappante Gleichschaltung der Medien nach den Anschlägen zu verdanken. Man braucht bei dem verrufenen Stichwort »Gleichschaltung« deshalb nicht gleich an einen Orwell’schen oder Goebbels’schen »Wahrheits«- und Propanda-Apparat zu denken. Obwohl auch derlei klassische Zensur seit dem 11. September fraglos stattfindet, erklärt sie nicht die nun schon über ein halbes Jahr währende Hingabe der Medien an die offizielle Version der Ereignisse. Das beschwörende, von keinem differenzierenden Gedanken getrübte Wiederholen der Verschwörungstheorie »Bin Laden« ist nicht Legionen von Zensurbeamten geschuldet, die hinter dem Schreibtisch die Nachrichten filtern, sondern der Tatsache, dass wir auch als hoch technisierte und vernetzte Gesellschaft die rudimentären Reaktionsweisen von Primaten nicht abgelegt haben. Das gilt für die Psychologie kleiner Gruppen – wie Reporter, Redakteure, Kommentatoren – und erst recht für die der Massen.

Dass die Medien eine von keinem wirklichen Beweis gestützte Verschwörungstheorie so lange überhaupt als Wahrheit verkaufen können, liegt aber nicht nur an ihrer ungeheuren Verbreitung und Penetrationskraft, sondern vor allem an dem positiven Feedback, auf das sie mit ihrer Botschaft stießen. Wenn schon die Gruppe der bestinformierten, mit differenzierendem Denken vertrauten Berichterstatter und Journalisten völlig verunsichert war von dem unfassbaren Ereignis und sich von der Parole » Osama war’s« hinreißen ließ, ist es keine Überraschung, dass auch die Masse der Medienkonsumenten die Botschaft dankbar aufnahm.

 

2
May

OBLadi, OBLada

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Zum Jahrestag des angeblichen Ablebens von Osama Bin Laden läuft der Kalenderschurnalimsus  mal wieder auf Hochtouren, Obama fliegt gar 11.000 Kilometer, um in Afghanistan 11 Minuten lang an den Showdown mit dem Terrorgespenst zu erinnern. Dass  in  Rechtsstaaten Exitus per Kopfschuss kein Schuldbeweis ist, diese Nebensächlichkeit findet in den Würdigungen zum Todestag des Terrorphantoms indessen keine Erwähnung. (Wo kämen wir da auch hin, wenn  “Terroristen” ordnungsgemäß angeklagt und verurteilt werden müßten, da säßen dann in 90 (95, 98 % ?) der Fälle Schlapphüte und  Staatsdiener auf der Anklagebank und dürften wg. “innerer Sicherheit” nicht aussagen.) Aber dann schleicht sich im ehemaligen Nachrichtenmagazin  doch eine Passage ein, die das ganze wohlfeile OBLadi OBLada-Geschwätz desavouiert:

“Belegbare Fakten gibt es tatsächlich kaum. Die Leiche wurde nie gezeigt, ein Foto vom toten Bin Laden bald als Fälschung enttarnt. Mehrere Bücher und Artikel darüber, was genau in jener Nacht in Abbottabad geschah, tun nur so, als seien es originalgetreue Rekonstruktionen der Bin-Laden-Tötung. Demnächst kommen in den USA zwei Spielfilme heraus, auch sie am Ende nur Spekulationen.

So wie die Spielfilme und Dokumentationen über 9/11 insgesamt. Unterschlagen wird dabei, dass in diesem Blog schon am 10.5.2011 exklusiv und zweifelsfrei enthüllt wurde, wie es in der Zentrale des globalen Terrornetzwerks wirklich aussah.

26
Apr

Was gesagt werden muß (3)

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Dass wir den Titel des berühmt-berüchtigten Grass-Gedichts hier zur Serien-Überschrift machen hat gute Gründe, denn es gibt außer Israels Atomwaffen auch noch das eine oder andere Tabu “dessen Namen nicht genannt werden darf” und das den “Weltfrieden” ebenso gefährdet wie der militante Nuklear-Zionismus.  Eines davon haben wir schon gewürdigt, es ist der irrationale und mörderische Krieg gegen Drogen, der unbeirrt weiter geführt wird, obwohl jeder Mensch mit einem IQ über Zimmertemperatur weiß, dass er weitaus mehr Schaden verursacht als verhindert. Als ich Anfang der 90er  das Hanfbuch mit Vorträgen und Diskussionen präsentierte und dabei das Resumeé zog, dass wir eine Legalisierung “in diesem Jahrhundert” wohl nicht mehr erleben würden, kamen regelmäßig Widerspruch und Unglaube aus dem Publikum: jetzt, wo diese geballten Fakten über den Nutzen als Rohstoff und Medizin vorlägen, sei es doch absurd, am Cannabis- Verbot weiter festzuhalten, glaubten damals die meisten Leser. Und absurd ist es in der Tat und heute mehr denn je, was indessen nichts daran ändert, die Verfolgung aufrecht zu erhalten.  Womit wir bei einem dritten Tabu wären, dessen Name nicht genannt werden darf ohne nicht umgehend mit einer “magischen Verfolgungsmarke” ausgestattet zu werden: der Zweifel an der 9/11-Legende. Zwar sind auch hier geschätzte 80-90 % der Bevölkerung überzeugt, dass das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern nicht wahr sein kann – und wer unser jüngstes Buch dazu gelesen hat, weiß, dass es defintiv nicht wahr ist – doch auch das ändert nichts daran, dass jeder Zweifel von den Massenmedien genauso abgebügelt wird wie Grass’ Zweifel an der Friedfertigkeit des israelischen Atomarsenals. Allein: diese Bomben werden nicht friedlicher wenn man sie beschweigt, der Krieg gegen Drogen nicht humaner wenn man ihn als “alternativlos” erklärt und die Zweifel an 9/11 nicht weniger, wenn man  sie als “verrückt” deklariert und Zweifler mit der Verfolgungsmarke “Verschwörungstheoretiker” belegt. Und wenn Prof. Niels Harrit – hier in einer neuen Dokumentation von Dirk Gerhard aka Sitting Bull – etwa herausfindet, dass auf den Röntgenbildern der Lungen von Rettungshelfern des 11.9. nicht nur Asbest-Teilchen, sondern auch “Nanotubes” zu sehen sind, dann kann es sich  dabei um eine Fehlinterpretation handeln, oder um einen weiteren Beleg für die Anwesenheit des Sprengstoffs Nanothermit beim Einsturz des WTC. Aber: es muß aufgeklärt und nicht wegerklärt, recherchiert und nicht ignoriert werden.

1
Apr

Gibt es eigentlich noch “echte” Terroristen?

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Jetzt hat sich herausgestellt, dass auch der Attentäter von Toulouse “möglicherweise” ein Informant des Geheimdienstes   war und noch aus dem belagerten Haus versucht hatte, seinen Kontaktmann anzurufen. Hmmmh. Langsam müßte man ja mal einen Preis für “authentischen Terror” aussetzen, oder, weil man grausame Verbrechen nicht belohnen kann, zumindest ein Gremium einsetzen, das einen aktiven Terroristen ausfindig macht, der NICHT an der Leine irgendeines Dienstes geführt wird – oder einen Terroranschlag, dessen Spuren NICHT auf staatliche Hintermänner und Helfershelfer schließen lassen. Gibt es so etwas überhaupt noch ?  Sind autonome, auf freier Wildbahn agierende Terroristen eine aussterbende Art ? Kommen sie  nur noch als paranoide Psychopathen wie der Broder-Fan Breivik vor ? Oder steckt, wie seit 9/11 hinter jeder brennenden Mülltonne, eigentlich nur und immer wieder “Al Qaida”  dahinter ? Und wenn ja, wie schafft dieses magische Netzwerk diese unglaubliche Ubiquität und Allgegenwart ? Und “radikale Islamisten”, die mit Religion gar nichts am Hut haben ? Ist das noch echter Terrorimsus – ein Bug im zivilgesellschaftlichen System ? Oder schon ein Feature – eingebauter Automatismus, um die Schäfchen in der Church of Fear zu halten ?

Aus machiavellistischer Perspektive macht es  ja durchaus Sinn, den Terror selbst zu veranstalten und dann  durch seine Bekämpfung und Beseitigung die eigene Macht,- und Kontrollposition weiter auszubauen – alles nach der Methode: “Bereite die Lösung vor und schaffe dann das Problem”, die  schon seit Marcus Crassus (70 v.Chr.) erfolgreich praktiziert wird. Und einen gewaltbereiten, an der Leine geführten inoffiziellen Mitarbeiter pünktlich zum Wahlkampf von der Kette zu lassen, um dann die erfolgreiche “Jagd” auf ihn  zu einer 30-stündigen weltweiten TV-Ereignis zu machen, paßt da ins Muster. Dazu noch ein paar “Al Qaida”-Gerüchte ständig wiederholen – und schon  ist die Bevölkerung wieder auf die Frontlinie im War on Terror und Clash of Civilisations eingeschworen. Der Taliban ist eben überall, auch wenn er ein frustrierter Fremdenlegionär ist.

Die Taliban in Afghanistan allerdings sind keine Terroristen, sondern Freiheitskämpfer, die ihr Land gegen eine Besatzungsmacht verteidigen.   Als Freiheitskampf  findet “echter” Terrorismus nur da statt, wo gegen Besatzungsmächte und Unterdrückungsregime gekämpft  und  Terror für militärisch unterlegene Partisanen das letzte und einzige Mittel ist – die Autobombe  als  “Airforce des kleinen Mannes.” Hinter dem indessen, was im Westen und zuletzt in Toulouse als Terrorismus (und Terrorismusbekämpfung) inszeniert wird, stecken statt des “kleinen Manns” so gut wie immer  der Große Bruder und seine Schlapphüte…

29
Mar

9/11-Pseudo-Wissenschaft

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Gibt es eine “Generation 9/11 ?” möchte die Uni Duisburg erforschen und hat dazu ein Online-Forum eingerichtet. „Mithilfe der Gruppendiskussion wollen wir untersuchen, wie die Erlebnisse vom 11. September gemeinsam erzählt, gegenseitig ergänzt und beurteilt werden“, so der Projektleiter Prof. Carsten Ullrich. Ein durchaus interessantes und lobenswertes Unterfangen, den Befindlichkeiten in Sachen 9/11 mithilfe der empirischen Sozialforschung wissenschaftlich näher zu kommen, sollte man denken – doch was sich  in dem seit Mitte März geöffneten Forum  “Nach 911″   abspielt, hat mit Wissenschaft wenig zu tun, denn sämtliche Beiträge, die Zweifel an der offiziellen Legende äußern, werden umgehend gelöscht. Wie hier und hier  ausführlich dokumentiert. Bei dieser   Studie geht es somit offensichtlich nicht darum, dem weiterverbreiteten Unglauben an die 9/11- Legende auf die Spur zu kommen. Wenn  89,5 Prozent der deutschen Bevölkerung glauben, dass die US-Regierung zu 9/11 “nicht die ganze Wahrhheit gesagt hat” und 38% der unter 39-jährigen, nach einer repräsentativen Umfrage der ZDF Forschungsgruppe Wahlen im Februar 2012 , überzeugt sind, dass die US-Regierung selbst in die Anschläge involviert war – und diese weiterverbreiteten und massiven Zweifel in einer soziologischen Untersuchung über die “Erlebnisse” nach 9/11 schlicht  ausgeblendet bleiben, ist der wissenschaftliche Wert dieser Forschung gleich Null.  Man kann zwar auch zB den Atheismus empirisch untersuchen und dabei alle “Ungläubigen” ausblenden – man erhält dann aber  nicht das Bild einer “Generation”, sondern nur eines darüber, was Gläubige vom Atheismus halten, denn Ungläubige wurden ja  gar nicht befragt. Insofern könnte die Duisburger Studie dann doch noch einen, wenn auch zweifelhaften Wert haben, nämlich zu eruieren, wie sich  die “Gläubigen” – also Menschen, die das Narrativ von Osama und den 19 Teppichmessern als Alleintätern des 11.9.  für die Wahrheit und Realität halten – mit dieser Legende fühlen.

Wie die Bevökerung die Informationen der Medien über das Verbrechen und die Reaktionen der Politik darauf berurteilen, ob und wie die Menschen empfinden, dass 9/11 politisch ausgeschlachtet wird, ob und wie konkret sich die Deutschen  vom “Al Qaida Netzwerk”, vom “Islamismus” bedroht fühlen oder von der Politik der USA usw….. all das sind interessante und wichtige Fragen, die mit den Mitteln der empirischen Soziologie zumindest näherungweise beantwortet werden könnten  – wenn sie wissenschaftlich und vorurteilsfrei an den Forschungsgegenstand heranginge. So aber kann auch  die Duisburger Untersuchung als ein weiteres Produkt der 9/11-Pseudo-Wissenschaft gelten, jenes Expertentums, das mit Nebelkerzen und propagandistischem Geschwalle über das V-Wort nichts anderes im Sinn hat, als dem nackten Kaiser neue Kleider anzudichten.

16
Mar

Vorsicht Verschwörung!

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Am 28.2 lief im ZDF die Sendung “Vorsicht Verschwörung” und die Ankündigung machte schon klar, dass dies wieder eine der  Sendungen zu 9/11  ist, die ich mir nicht mehr ansehen kann. Weil der Effekt absehbar ist: nach dem ersten Kopfschütteln, und dem zweiten,  machen sich unweigerlich Empörung und Zorn über den verlogenen Dreck breit, gefolgt von Niedergeschlagenheit, Trauer und anhaltender schlechter Laune.  Zu oft, zumal um den Jahrestag im letzten September herum, hatte ich Ausnahmen gemacht und Beiträge solchen Kalibers angeschaut, in der Hoffnung  auf einen Funken neuer Erkenntnis – oder ein wenigstens ein brauchbares Argument, meine bisherigen Erkenntnisse zu überprüfen oder gar zu revidieren. Aber da kam nichts und wieder nichts,  stattdessen immer dasselbe niveaulose Geschwätz über das V-Wort.  Das will ich mir  mir einfach nicht mehr antun.

Aber zum Glück gibt es depressionsfeste, tapfere Indianer wie Sitting Bull, die sich diesen pseudo-journalistischen Müll  nicht nur gelassen ansehen können, sondern den ekelerregenden Auswurf der Pre$$titutes hernach auch noch auf den Obduktionstisch packen und die Desinformationen haarklein sezieren. Auf dass auch noch der Letzte unter dem medienkritischen Mikroskop erkennen kann, um was es sich  handelt: Propaganda, Desinformation, Lügen. Gäbe es eine Ethikkommission für Journalismus würden die Verantwortlichen  solcher Beiträge -  und  ca. 95 % der gesamten 9/11-Berichterstattung – natürlich  umgehend disqualifiziert. Aber eine solche Aufarbeitung wird wohl erst in 40-50 Jahren geschehen, wenn alle Beteiligten und die meisten Betroffenen schon im Grab liegen und die Historiker der Zukunft anhand sich öffender Archive die Details dieser grandiosen Gehirnwäscheoperation offenlegen. Was schief gelaufen ist kann man freilich jetzt schon feststellen: die Mainstream-Medien haben die Verpflichtung zur Recherche ignoriert und sich zu Stenographen und Lautsprechern der Regierungen degradieren lassen. Und als zumindest einige hellere Köpfe in den Redaktionen merkten, was da läuft, gab es schon kein Zurück mehr -  und so halten sie, wenn sie anständig sind, wenigstens den Mund, oder aber erzählen das Märchen von Osama und den 19 Räubern völlig ungeniert  immer weiter. Weil es sich bei diesem Märchen eindeutig um eine Verschwörungstheorie handelt, für die valide, gerichtsfeste Beweise  nicht vorhanden sind, werden uns Propagandastücke wie “Vorsicht Verschwörung” noch lange erhalten bleiben. Wo ein Märchen als Realität verkauft wird,  muß jede Kritik daran als  irreale Phantasie abgetan werden; und Kritiker als Märchenonkels mit UFO,- Lady-Di oder Bielefeld-Mumpitz in einen Topf gerührt. Anders ist das große Lügengebäude einfach nicht zuhaltern. Uns bleibt da nur die Rolle des kleinen Kindes aus dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider”  und die Feststellung, dass das Osama-Märchen so bar jedes Realitätsgehalts ist wie der Kaiser bei Andersen nackt.

21
Jan

Alles – außer 9/11!

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Nachdem Anfang November das Radio Berlin Brandenburg” (RBB)  seinem langjährigen “Ken FM”-Moderator Ken Jebsen mitten in der Sendung das Mikrophon abgestellt hatte, weil ein paar islamophobe Blogger und ihr Lautsprecher Broder haltlose Antisemitismusvorwürfe geäußert hatten, konnte er zwar kurz darauf wieder auf Sendung gehen – wenige Wochen später jedoch kündigte der RBB das Arbeitsverhältnis,  mit der Begründung, er “hätte sich nicht an Absprache gehalten” und gegen “journalistische Standards verstoßen”.  Das ist Ken Jebsen nach über 10 Jahren und 545 Sendungen ein bißchen zu dürftig, weshalb er jetzt Klage  gegen die Kündigung eingreicht hat.  Er will genaueres wissen. Gegen die Antisemtisimus-Vorwürfe hat ihn der RBB selbst in Schutz genommen, die sind also nicht der Grund für den Rausschmiß, doch welche Standards er ansonsten verletzt haben soll wurde nie konkretisiert.  Was sind die “Standards” einer Rock’n Roll Sendung, die  wie “Ken FM” mit ihrem Mix aus Musik, Glosse, Essay und Satire zum Kult auf “Fritz”-Radio werden konnte ? “Würde man Monthy Python vorwerfen, dass sie historisch nicht korrekt sind ?” fragt  der Moderator, weist aber darauf hin, dass nicht alles in seiner Sendung nur Satire war.

Das trifft auch auf die KenFM-Sendung vom 11.9.2011 zu, für die er mich eine Stunde lang über das neu erschienene Buch zu Thema interviewte - und die er mit einem faktengesättigten Teaser unter dem satirischen Titel “Happy Birthday Terrorlüge” einleitete. Als ich mittags um 14 Uhr das Radio einschaltete und diesen grandiosen Parforce-Ritt des Schnellsprechers Jebsen zum ersten Mal hörte, fiel ich fast vom Stuhl, vor Begeisterung und Ziehen meines nicht vorhandene Huts: besser als in diesen zehn Minuten konnte man den Shitstorm, der uns seit 9/11 als Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern aus allen Medienkanälen ins Hirn geblasen wird, einfach nicht auf den Punkt bringen. Als wir uns zwei Wochen zuvor für das Interview getroffen hatten, waren meine Erwartungen eher gering. Zwar hatte Ken Jebsen vor dem Gespräch das Buch tatsächlich gelesen – was in der Branche keineswegs üblich ist – und sehr präzise Fragen, auf die er mich ausführlich antworten liess, aber aus den vielen Interviews zum Thema 9/11 weiß ich, was hinterher meistens gesendet wird: im besten Fall ein längerer Auschnitt, im schlechten ein paar Fetzen mit abwertender An-und Abmoderation.  Nicht so bei KenFM – hier lief das Interview nahezu  ungeschnitten und nur unterbrochen von Musik. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Zumal nach den Erfahrungen, die ich mit der ARD gemacht hatte, für die ich auf verschiedenen Radiokanälen und Sendern in den 80er und 90er Jahren häufig als Autor tätig war.  In der Wahl meiner Themen für Kommentare, Rezensionen oder Features war ich immer frei, bis es im Spätherbst 2001 hieß: “Du kannst alles machen- außer 9/11!” Ohne dass es ein Direktive der Intendanz gegeben hätte wußten die Redakteure, dass sie Ärger bekommen, wenn sie anderslautende  Meinungen zulassen. Auch wenn  es an dem Dogma der offiziellen Version fundierte Zweifel gab, gerüttelt werden durfte daran nicht.

Dass das nun 10 Jahre danach anders zu sein schien, dass nicht nur meine Recherchen bei KenFM gebührlich zu Wort kamen, sondern auch noch andere kritische Stimmen – und dass der Moderator dies alles in einem zündenden “Happy Birthday”-Kracher zusammengefaßt hatte, gab durchaus Anlaß zur Freude. Die Inquisition, das öffentlich-rechtliche Medien-Mittelalter schien zu Ende, das Tabu, 9/11 anders zu beurteilen als das Weisse Haus, schien gebrochen. Bis der Radiomann, der sich diese Freiheit genommen hatte, gefeuert wurde.  Weil er “journalistische Standards” verletzt hat. Insofern könnte das Verfahren vor dem Arbeitsgericht interessant werden, in dem man hoffentlich mehr über diese Standards erfährt -  und vielleicht auch über die Tatsache, dass die gebührenfinanzierte Meinungsfreiheit nach wie vor und selbstverständlich alles umfaßt – außer 9/11.

12
Jan

Der neue 9/11-Schuldige: Iran

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Kurz vor Weihnachten hat ein Gaga-Richter eines Bezirksgerichts in Manhattan ein Urteil gefällt, das Iran 100 Milliarden Dollar Schadensersatz aufbrummt – wegen Mittäterschaft/Mitwisserschaft der 9/11-Verbrechen. Handfeste Beweise für diese steile Theorie gab es zwar nicht, aber ein paar dubiose Zeugen und “Experten” reichten dem Richter, um sein Urteil zu sprechen. Und den Medien, um die Kriegstrommel  ein bißchen lauter zu schlagen. Für einen unerklärten Krieg, der, wie der höchstwahrscheinlich  vom Mossad ermordete iranischen Atomphysiker zeigt, auch schon mit Bomben geführt wird.
Gleichzeitig wird gemeldet, dass die US-Armee in Georgien im Eiltempo Militärhospitale bauen läßt, was darauf hindeutet, dass noch mehr folgen wird als nur Mordanschläge. Obwohl der US-Verteidigungsminister gestern in der “New York Times” mit seiner Antwort auf die Frage, ob der Iran an Atomwaffen arbeitet, zitiert wird .- sie lautete “No”! -; und obwohl auch schon zwei Sicherheitsberichte  aus den Jahren 2007 und 2010 zu demselben Ergebnis kommen. Aber Fakten – seit den WMD des Irak offensichtlich – tun bekanntlich nichts zur Sache.  Denn die Pre$$titues machen alles mit, was der militärisch-industrielle Komplex vorgibt.  Die gigantischen Umsatzuwächse seit 9/11  können nicht gehalten werden, der Koloss giert weiter nach Futter, also muß in der Church of Fear jetzt von allen Kanzeln gepredigt werden: wer der Feind ist und dass man ihn nur mit Krieg los wird. Und wenn er keine Atomwaffen hat, und auch in zehn Jahren keine haben wird, dann hängen wir ihm medial einfach 9/11 an. Hat bei Saddam  doch auch schon 1a geklappt…

29
Sep

Al CIAda jetzt auch als Hochglanzmagazin

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Nach Tonbandbotschaften, Wackelvideos und Websites setzt die PR-Abteilung von “Al Qaida” jetzt auch auf Printprodukte – und reklamiert in einem Hochglanzmagazin names “Inspire” das Patent und die Alleintäterschaft für 9/11. Dass diese von “Verschwörungstheoretikern” und dem iranischen Präsidenten den USA zugeschoben werden, will man nicht länger hinnehmen.  Schon vor einiger Zeit hatte sich der Pressepsprecher von “Al Qadia” empört darüber geäußert, dass die Tat anderen als denen zugesprochen wird, “die zwei Monate lange in einer Höhle auf dem Boden geschlafen und diese besondere Operation geplant haben”. Hier das Video von ONN:

28
Sep

Kognitive Dissonanzen

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“Geraten wir in diese von den Psychologen als kognitive Dissonanz bezeichnete Gemütslage, reagieren wir reflexartig immer auf dieselbe Weise: indem wir alle Fakten ausblenden, die unsere fundamentalen Überzeugungen ins Wanken zu bringen drohen. Und je größer die Dissonanz, je größer die Gefährdung unserer Überzeugungen, desto geringer unsere Bereitschaft, die unser Weltbild stützenden »Fakten« auch nur in Frage zu stellen. Und 9/11 sorgte für eine gewaltige kollektive kognitive Dissonanz, stumm in der Tiefe der westlichen Gedankengebäude widerhallend, im Schlepp einen unwiderstehlichen inneren Befehl: Don’t go there! Don’t even think about it!

So heißt es im Nachwort des neuen Buchs über die Schwiergkeit weltbilderschütternde Tatsachen wahrzunehmen – und bei den Diskussionen, die ich in den letzten Wochen bei den Buchvorstellungen hatte, ging es oft um diesen Punkt: dass die Belege, warum 9/11 nur als “inside job” durchführbar war, zwar überzeugend bis überwältigend sind, das man sich das aber dennoch nicht vorstellen kann. Dass “unsere” gewählten Volksvertreter solche Verbrechen begehen, um Kriege durchzusetzen, dass unsere “investigativen” Medien dabei mitspielen und zu Stenografen und Propagandisten verkommen sind, dass wir als Zuschauer systematisch in die Irre geführt, verängstigt und verarscht werden – wenn das wahr wäre, wäre in der Tat nichts mehr wie es war. Und schon gar nicht, wie es sein sollte – da schauen wir am besten gar nicht hin. Gibt schließlich  genug Probleme, da noch an den Basiskoordinaten zu rütteln macht alles nur noch komplizierter. Da halten wir uns doch lieber an das, was sie in der “Tagessschau” erzählen…

Für die  Dokumentation ’9/11: Explosive Evidence – Experts Speak Out’ haben Psychologen und Therapeuten Auskunft über die Schwierigkeit gegeben, erschütternde Fakten zu akzeptieren:

21
Sep

Goldene Nasen

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Zum Standardrepertoire des Abwehrzaubers gegen Kritiker der offiziellen 9/11-Geschichte gehört seit je der Vorwurf der Geldmacherei. Ein schwaches Argument in einer auf Geld und Abzocke basierenden Gesellschaft, wo die wichtigsten Meldungen aus dem Börsencasino noch vor der Tageschau gesendet werden und Bankster, die Geld aus dem Nichts schaffen, als Ehrenmänner gelten, aber dennoch naserümpfend immer wieder vorgebracht: die goldenen Nasen, die sich angebliche “Verschwörungstheoretiker” (die Goldene Propaganda-Palme für den Mißbrauch dieses Begriffs geht zum 10. Jahrestag an das Nano-Spezial von 3-sat)  angeblich mit ihren Publikationen verdienen. So wie Bröckers & Walther, die diese Woche auf Platz 17 der Spiegel-Liste rangieren und damit schon wieder einen Bestseller geschrieben haben. Wohl wahr – aber was ist ein “Bestseller” und was kommt dabei für den Autor eigentlich heraus. Der Kollege Sven Böttcher hat es dankenswerter Weise grad mal vorgerechnet:

Die kleine „Vermittlungsgebühr“, die Autoren an Ihre Verlage und Zwischenhändler entrichten, beträgt 95% des Verkaufspreises. Beim Taschenbuch. Beim Hardcover sind´s nur 90%. Sprich: von den 9,99 €, die der Buchhändler vom Leser kassiert, kommen beim Autor an: 50 Cent. Ein beliebter Autor, der ein einsames Arbeitsjahr mit dem Anfertigen eines schönen langen Textes für 5.000 Leser verbringt, kommt so auf eine Jahreseinnahme von nicht ganz 50.000 Euro, sondern: 2.500 €.

Die goldene Nase des Bestsellerautors sieht auch nicht so viel glänzender aus, denn wer 20.000 Hardcover-Kopien seines beliebten Textes zum Preis von 16,99 € unters Volk bringt, erhält dafür nicht etwa 340.000 €, sondern etwa 34.000 €. Immerhin: der Bestsellerautor könnte sich davon eine gediegene 2-Zimmer-Mietwohnung leisten. Zum Beispiel in Braunschweig. Sofern er keine Kinder hat.

Sein von immerhin 5.000 Menschen gern gelesener Kollege hingegen wird mit seinem Honorar von 2.500 € im Jahr nicht ganz so weit kommen. Sondern muss bei seiner Mutter wohnen bleiben.

Sven schließt daraus (wie viele Verleger) zu Recht, dass Bücher eigentlich viel zu billig sind – und dass auch ein saftige Preiserhöhung allein es für die Autoren nicht richten kann, wenn sich an der Verteilung des Kuchens künftig nicht ebenfalls etwas ändert:  an dem Verhältnis von  90/10 zu Ungunsten der Autoren, die doch die eigentlichen Schöpfer, Urheber, Content-Lieferanten sind. Solange bleiben Goldene Nasen für Dichter, Denker und andere Autoren  absolute Mangelware und die allermeisten dürfen schon froh sein, wenn sie auf 7,50 Euro Mindestlohn für ihre Arbeit kommen…

 

20
Sep

Versicherung verklagt Saudi-Arabien wegen 9/11

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Die Lloyds Versicherung hat eine Klage gegen Saudi-Arabien wegen “Finanzierung der 9/11-Attacken” eingereicht – über 215 Millionen Dollar, die der Versicherer an Geschädigte des Anschlags ausgezahlt hat. Ohne die Finanzierung durch diverse saudische Stiftungen, Banken und Mitglieder der königlichen Familie, so die Klage, sei Al Qaida nicht in der Lage gewesen, die Anschläge zu planen und auszuführen. Die Klageschrift zitiert dabei ausführlich aus den von Wikileaks veröffentlichten Diplomaten-Depeschen, nachdem die offizielle  9/11-Kommission angeblich keine Hinweise auf saudische Unterstützung der Attentäter gefunden hatte. Die Klage wurde in Pennsylvania, dem Absturzort der UA 93 eingereicht.

Von der “Saudi-Connection” der Hijacker ist in unserem neuen Buch ausführlich die Rede, zum 10. Jahrestag wurde sie auch von dem Ex-Sicherheitsberater Richard Clarke und anderen wieder auf’s Tapet gebracht, unter Hinweis auf die 26 geschwärzten Seiten der 9/11-Kongreßuntersuchung in Sachen Saudi-Arabien. Dass 15 der 19 “Hijacker” ihre Visa auf dem US-Konsulat in Jeddah erhielten, obwohl ihre Formulare falsch und teilweise analphabetisch ausgefüllt waren, ist seit langem bekannt – ebenso wie die Äußerungen des Whistleblowers Michael Springman, der in diesem Konsulat in den 90er Jahren häufig gezwungen wurde, untaugliche Visaanträge von verdächtigen Militanten durchzuwinken. Ob auch dies in der 156-seitigen Klageschrift erwähnt wird, ist nicht bekannt – vermutlich aber nicht, denn dies würde die Verantwortung weg von den Saudis hin zu ihrem  großen Bruder USA lenken. Insofern riecht auch diese Klage streng nach “limited hangout” und einer Kampagne, die weltweiten Zweifel an der offiziellen Version ein wenig zu bedienen, indem man mit neuen “Enthüllungen” einen neuen Sündenbock in den Focus schiebt. Dass aber saudische Agenten wie die “Hijacker”  auf US-Boden irgendetwas tun, das von der CIA nicht genehmigt und dirigiert wird, ist äußerst unwahrscheinlich….

13
Sep

Die 9/11 Verschwörungstheorie

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Nach der vollen Dröhnung am Wochenende hier die Kurzzusammenfassung: Alles was sie über die 9/11 Verschwörungstheorie wissen müssen – in weniger als 5 Minuten. Weil James Corbett ein wahrer Schnellsprecher ist, hier das Transskript mit allen Quellen:

Everything you ever wanted to know about the 9/11 conspiracy theory in under 5 minutes.

TRANSCRIPT: On the morning of September 11, 2001, 19 men armed with boxcutters directed by a man on dialysis in a cave fortress halfway around the world using a satellite phone and a laptop directed the most sophisticated penetration of the most heavily-defended airspace in the world, overpowering the passengers and the military combat-trained pilots on 4 commercial aircraft before flying those planes wildly off course for over an hour without being molested by a single fighter interceptor.

These 19 hijackers, devout religious fundamentalists who liked to drink alcohol, snort cocaine, and live with pink-haired strippers, managed to knock down 3 buildings with 2 planes in New York, while in Washington a pilot who couldn’t handle a single engine Cessna was able to fly a 757 in an 8,000 foot descending 270 degree corskscrew turn to come exactly level with the ground, hitting the Pentagon in the budget analyst office where DoD staffers were working on the mystery of the 2.3 trillion dollars that Defense Secretary Donald Rumsfeld had announced “missing” from the Pentagon’s coffers in a press conference the day before, on September 10, 2001. Read more

11
Sep

Zehn Jahre WTC-Conspiracy

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“Verschwörungstheorien reduzieren komplexe Ereignisse auf eine einfache Ursache (Sündenbock) und werden deshalb oft als Mittel der Propaganda eingesetzt”, hatte meine Notiz am Morgen des 11. September 2001 gelautet – für das Kapitel eines Buchs über Verschwörungen und Verschwörungstheorien, das ich einige Monate zuvor begonnen hatte. Anhand historischer Beispiele wollte ich darin in einer Analyse ihrer Struktur und Funktionsweise zu einer Art Meta-Theorie von Verschwörungstheorien kommen, und damit zu einem besseren Verständnis dieses universellen Phänomens. Denn wie Verschwörungen – geheime Absprachen, diskretes Hintergehen, klandestine Aktivitäten – vom Liebes- bis zum Wirtschaftsleben, von zwischenmenschlichen Beziehungen bis zu denen unter Konzernen und Nationen, nahezu überall vorkommen, so häufig (oder noch häufiger) existiert auch der entsprechende Verdacht, die Spekulationen oder Hypothesen einer möglichen Verschwörung, eben Verschwörungstheorien. Nach dem Anruf eines Freunds, dass in New York etwas passiert war, saß ich dann wie alle Welt staunend vor dem Fernseher und vergaß angesichts der kaum fassbaren Ereignisse meine Arbeit.
Die Türme standen noch, als zum ersten Mal der Name Osama Bin Laden als möglicher Täter fiel, der in den folgenden Stunden vom möglichen über den vermuteten zum einzigen Verdächtigen mutierte. Am nächsten Morgen kam er als Hauptbeschuldigter in allen Nachrichten vor – und ich wunderte mich: einerseits ein Überraschungsangriff von kaum vorstellbarer Dimension, und andererseits weiß man umgehend wer dahinter steckt?Mir fiel die Notiz vom Vortag wieder ein, in der “Sündenbock” und “Propaganda” unterstrichen waren. Ich gab den Namen des angeblichen Täters bei Google ein und stieß auf “Who is Osama bin Laden?”, einen Artikel über die Zusammenarbeit Bin Ladens und der CIA, den Michel Chossudovsky gerade online gestellt hatte. Das war das Ende meines bisherigen Buchkonzepts, und der Anfang der Telepolis-Serie “The WTC-Conspiracy”, denn in den folgenden Tagen und Wochen entfaltete sich das, was ich strukturell und historisch untersuchen wollte, aktuell und live auf freier Wildbahn: der unaufgeklärten Verschwörung zu einem Massenmord folgte nahtlos ein unbewiesene Verschwörungstheorie der Schuldigen.”

So fing vor zehn Jahren alles an – und wie es weiter ging steht heute auf Telepolis, in einem Rückblick auf Zehn Jahre WTC-Conspiracy.
Noch mehr dazu, sowie zu dem gesamten Fall, in einem Interview, heute ab 14 Uhr auf Fritz Radio imKEN FM 9/11-special . Ken Jebsen hat die dicksten Klopper schon mal zu einem grandiosen Geburtstagsgruß zusammengefaßt: “Happy Birthday Terrorlüge!” (mp3)

Hier die ganz hervorragende Sendung komplett (leider ohne die kongenial ausgesuchte Musik)  als 2,5 stündiger  Podcast

10
Sep

Kleine Presseschau

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Zum Wochenende gibt es einige Besprechungen und Interviews zu unserem Buch. Die taz bringt auf 20 Sonderseiten Beiträge über die Profiteure von 9/11 und hat auch mich danach gefragt

taz: Mathias, du hast drei Bücher über 9/11 geschrieben, die sich alle gut verkaufen. Bist du ein Profiteur?
Auf jeden Fall. Die offizielle Legende vom 11. September steckt voller Widersprüche, die seltsamerweise die Stars des Investigativjournalismus nicht aufgreifen. Ich hab davon profitiert, dass der Rest der Branche alles mir überlassen hat.

Du schreibst, dieses Nichtbefassen sei einem Phänomen kognitiver Dissonanz geschuldet. Was meinst du damit?
Ich höre bis heute immer wieder: dass die Regierung ihre eigenen Leute umbringt, ist nicht vorstellbar. Wir haben in 38 Kapiteln die Zeugen benannt, die gehört werden müssten, und die Akten, die freigegeben werden sollten. Jedes dieser Kapitel würde in einem normalen Gerichtsverfahren zur Wiederaufnahme reichen. Das passiert hier nicht. Dass die US-Regierung, die westlichen Regierungen und die Medien damit durchkommen, hat mit dieser Dissonanz zu tun: Die Leute wollen sich nicht vorstellen, dass wir nicht mehr von demokratisch gewählten Volksvertretern regiert werden.
Sondern von wem?
Von einer Bande von Oligarchen und Privatarmeen, die Regimewechsel inszenieren und auch Terroranschläge unter falscher Flagge durchführen können.

Weiter geht’s hier.

Letzte Woche in Wien sprach ich mit einem Reporter der Ober Östereichischen Nachrichten aus Linz, der ähnliche Fragen hatte:

Wenn Ihre Mutmaßungen stimmen, dass eine Schattenregierung den 11. September orchestriert hat, dann muss man doch an allem zweifeln, was als Stütze unserer Gesellschaft gilt: Freiheit, Demokratie, etc.
Und dieses Zweifeln macht niemand gerne. Wenn etwas passiert, was unserem Weltbild widerspricht, dissonant ist, dann verdrängen wir es. Wir können uns doch alle nicht vorstellen, dass unsere gewählten Volksvertreter gar nicht die Guten sind, dass sie von Leuten aus dem Hinterzimmer gesteuert werden. Das wollen wir nicht wahrhaben und blenden es aus.

OÖN: Nur Sie blenden das nicht aus?
Ich nehme mir die Freiheit, das nicht zu verdrängen.

OÖN: Wenn es die meisten anderen aber tun, wird den Schattenmännern vom CIA Ihr Buch herzlich egal sein …
Ich bin einmal gefragt worden, ob wegen meines Buches ein Untersuchungsausschuss eingerichtet wird. Das glaube ich natürlich nicht.

OÖN: Hingegen wurden Sie in vielen Medien abgeurteilt.
Wenn man die Botschaft nicht hören will, prügelt man den Botschafter. Das ist eine ganz alte Nummer…

OÖN: Sie haben keine Angst, dass Ihnen die CIA einen Killer schickt?
Das sollen die ruhig machen. Es wäre der beste Wahrheitsbeweis. Dann hätten meine Bücher nicht 100.000 Auflage, sondern zwei Millionen.

OÖN: Allerdings leider erst posthum …
Genau.

Das ganze Interview hier

Matthias Reichelt schreibt in seiner Rezension in der Jungen Welt “über die Angst vor dem Einsturz eines wohlbehüteten und bequemen Weltbilds”.

Außerdem: Die sächsische “Freie Presse” befindet “Ein lesenswertes Buch, mit dem man das Fragen lernen kann”, das Handelsblatt konstatiert “hohe Auflagen mit Verschwörungen”,  der “Standard” in Wien lobt, dass das Buch von Bröckers/Walther “tief blicken läßt”.

“Die offiziellen Erklärungen zu den Anschlägen sind ein Märchen. Was stattdessen geschehen ist und wer die wirklichen Drahtzieher sind, ist eine ganz andere Frage. Eine neue und unabhängige Untersuchung ist deshalb heute, 10 Jahre nach diesem unglaublichen Verbrechen, nötiger denn je”, heißt es abschließend auf TechnoBase.FM

Update: Zum Abschluß noch ein großartiges Hörstück von Ken Jebsen : “Happy Birthday Terrorlüge!” (mp3 hier).  Mitte August hat Ken ein ausführliches Interview über das neue Buch mit mir geführt, das morgen ab 14 Uhr auf Fritz Radio läuft – im KEN FM 9/11-special

Markus Klöckner hat auf Telepolis noch einmal  die Schlammschlacht um “Verschwörungstheorien” analysiert: “9/11: Wie Kritiker zu Zirkusdarstellern wurden”

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