Da hat der perfide Putin jetzt auch noch das FBI unterwandert und manipuliert in übler Despotenmanier die freien und demokratischen Wahlen in den USA, indem er den offensichtlich unter seiner Kontrolle stehenden FBI-Direktor dazu bringt, zehn Tage vor der Abstimmung die Ermittlungen gegen Hillary Clinton wieder aufzunehmen. Auch die Generalstaatsanwältin wird mittlerweile offenbar von raffinierten Russen gesteuert, denn noch im Juli hatte sie sich diskret mit Bill Clinton getroffen und gleich danach das FBI angewiesen, die Ermittlungen gegen Hillary und die Clinton-Stiftung einzustellen. Jetzt aber lies sie zu, dass ihr FBI-Direktor diesen Brandbrief an das Parlament schickte, nachdem neu gefundene Emails den Verdacht auf weitere Gesetzesbrüche der Kandidatin erhärtet hätten und weitere Ermittlungen notwendig machten.
Mit dem in der Geschichte der US-Wahlen einmaligen Ereignis steht Hillarys House of Cards vor dem Zusammenbruch. Hatten ihre Medienbattalione vor Kurzem noch einen zweistelligen Vorsprung in den Umfragen gemeldet, ist jetzt von nur noch von 2% die Rede, und wenn schon das “War Street Journal” bekundet: “She has built her own career monument of deception and public mistrust” kann man davon ausgehen, dass etwas Erntshaftes im Busch ist – die unsichtbare Regierung beginnt, sich von ihrer Favoritin zu distanzieren. Der als Gegenkandidat in dieser Freakshow aufgebaute Donald Trump ist aber für die Oligarchen genausowenig akzeptabel, glaubt zumindest ein ehemaliger Insider, Ronald Reagans Vize-Finanzminister Paul Craig Roberts: “Vielleicht ist Trump, wie seine Feinde behaupten, nur ein weiterer Schwindel. So wie Obama die Wählerschaft hinters Licht geführt hat. Jedoch greift Trump die Oligarchie so stark an, dass schwer zu glauben ist dass er es nicht ernst meint. Trump bettelt um eine Kugel wie John F. Kennedy, wie Robert Kennedy, wie Martin Luther King oder wie George Wallace. In Amerika werden Dissidenten beiseite geschafft.”
Dass Trump ein wirklicher Dissident ist, darf bezweifelt werden – und eine Kugel bräuchte es gar nicht, ihn zu verhindern. Würde sich Madame Clinton morgen krank melden und Bernie Sanders auf den Schild heben hätte Trump keine Chance. Doch Bernie ist keine Alternative, weil die Masters of The Universe jeden Hauch von Sozialdemokratie fürchten wie der Teufel das Weihwasser ist und nicht ruhen, bis auch der letzte Fleck Erde dem “freien Markt” ihrer neoliberalen Diktatur unterworfen ist. Trump ist da kein wirkliches Hindernis und sorgt allenfalls für Verzögerungen.
Ein weiterer Treppenwitz – nachdem schon der ganze email-Zirkus ja nur ins Rollen kam, weil die zickige Hillary vom Secret Service kein abhörsicheres Blackberry wie Obama bekam und sich deshalb einen privaten Server einrichten lies – ist nun der email-Fund auf dem privaten Computer ihrer engsten Mitarbeiterin und “zweiten Tochter” Huma Abedin, der nur deshalb in die Fänge des FBI geriet, weil Humas Ehemann Anthony Weiner Sexnachrichten mit Minderjährigen austauschte. Diese Leidenschaft des ehemaligen Abgeordneten war nicht nur im Clinton-Lager lange bekannt, auch Trump sprach schon im April 2015 davon, dass Staatsgeheimnisse bei der Gattin eines “Perversen” nicht gut aufgehoben seien. Abedin hatte noch im Sommer unter Eid bekundet, sämtliche Mails ihrer Chefin den Behörden ausgehändigt zu haben.



