Unter dem Titel: “Die unwahrscheinliche Unperson Ken Jebsen” hat der Wirtschaftsjournalist und Buchautor Norbert Häring das Buch besprochen, das ich mit Ken Jebsen gerade gemacht habe:
“Der Kopf hinter dem erfolgreichen Videoportal KenFM, Ken Jebsen, hat einen sehr zweifelhaften Ruf. Nach einer Auswertung von Twitter-Aktivitäten der Anti-Querfront-Szene ist Ken Jebsen der schlimmste “neurechte” Verschwörungstheoretiker und Antisemit im deutschsprachigen Raum. Weil ich sehr neugierig war, ob daran vielleicht doch irgendetwas Wahres ist, las ich das Buch „Der Fall Ken Jebsen“ von der ersten bis zur letzten Seite. Es lohnte sich.
Als mich Ken Jebsen im Frühjahr zu einem Interview über das Thema meines Buches „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“ einlud, riet mir mein Buchverlag trotz der großen Reichweite des Videoportals KenFM ab. Damit würde ich meiner Positionierung als Autor schaden. Auch ein bekannter investigativer Journalist war sehr skeptisch und riet ab. Jebsen sei ein Verschwörungstheoretiker mit Hang zu durchgeknallten Theorien, wie der Chemtrail-Verschwörung. Ich schaute mir die Website von KenFM, einige Texte und Videos an, und was man auf die Schnelle so im Internet über Ken Jebsen lesen kann. Ich fand nichts, was unseriös auf mich wirkte, dafür sehr viel was darauf hindeutete, dass hier ein unbequemer Zeitgenosse gezielt und kampagnenhaft diskreditiert werden sollte. Die Kritiker führen nämlich selten etwas an, was er sagt oder tut, sondern fast nur angebliche oder tatsächliche Fehltritte oder Defizite von Leuten, mit denen er geredet hat oder auch nur früher mal auf der gleichen Veranstaltung aufgetreten ist. Also sagte ich zu, weil ich es unerträglich finde, wenn Menschen durch vielstimmiges Geraune zu Aussätzigen gemacht werden, zu Unpersonen, mit denen man – bei Strafe eigenen Ausschlusses aus der Gemeinschaft- nicht reden darf.
Jebsen war sehr gut auf das Interview vorbereitet, das etwa 90 Minuten dauerte und soweit ich sehen konnte, ungekürzt auf KenFM erschien. Im Vorgespräch fragte ich ihn, was er von den Chemtrail-Theorien halte. Er sagte, diese Theorien würden ihm immer wieder angetragen, aber weil ihm bisher noch keiner irgendwelche Belege oder starke Indizien präsentierte, habe er noch nichts dazu gemacht. Später erinnerte ich den investigativen Journalisten, mir die versprochenen Links zu Chemtrail-Videos mit Jebsen zu schicken, vergebens.
Umso mehr habe ich das Buch „Der Fall Ken Jebsen“ mit großem Interesse gelesen, das der Journalist Mathias Bröckers auf Basis eines langen Gesprächs mit Jebsen veröffentlicht hat, alle 256 Seiten, damit mir auch kein Hinweise auf problematische Gesinnung Jebsens entgehen würde. Das ganze Buch zu lesen war ein unerwartetes Vergnügen. Jebsen ist ein Mensch mit sehr interessantem Lebenslauf und interessanten Gedanken, die er auch noch in einer lebhaften Sprache ausdrückt. Liest man das Buch, wird sehr deutlich, was für ein Mensch das ist. Ich will ihn für sich selbst sprechen lassen.” Weiter gehts hier.
“Der Fall Ken Jebsen oder Wie Journalismus im Netz seine Unabhängigkeit zurückgewinnen kann” (256 S., 18,00 Euro) ist ab sofort im Buchhandel und direkt beim Verlag erhältlich.





