Welchen Anteil am Elend hat der Zins?

Anfang des 20. Jahrhunderts stellte der Soziologe Max Weber fest: »Kein normaler Konsument weiß heute auch nur ungefähr um die Herstellungstechnik seiner Alltagsgebrauchsgüter. Nicht anders aber steht es mit sozialen Institutionen wie dem Geld. Wie dieses eigentlich zu seinen Sonderqualitäten kommt, weiß der Geldgebraucher nicht, da sich ja selbst die Fachgelehrten streiten.« An dieser Situation hat sich  in den 100 Jahren, die seitdem vergangen sind, wenig geändert. Dabei reichen eigentlich schon die drei Stunden dieses kleinen Symposions – Christiane Reymann,Herrmann Ploppa, Franz Hörmann und Christoph Pfluger im Gespräch mit Ken Jebsen – um Licht ins Dunkel zu bringen:

Update: Christoph Pfluger, Herausgeber des sehr empfehlenswerten  Zeitpunkt Magazins im Einzelgespräch über sein Buch “Das nächste Geld”.

28 Nebelkerzen

Obama reist nächste Woche mit mit schweren Waffen im Verkaufsgepäck nach Riad und die Saudis drohen mit 750 Milliarden Dollar Liebesentzug, falls in den USA ein neues Gesetz durchkommt, das Gerichtsklagen gegen saudische Regierungsmitglieder im Zusammenhang mit 9/11 zuläßt. Hintergrund ist die geforderte Veröffentlichung von bisher geheim gehaltenen “28 Seiten” des 9/11-Commission-Reports, für die sich vor allem der Senator Bob Graham stark gemacht hat – was uns schon 2011 etwas fishy vorkam, weil es nach “limited hangout” roch. Weshalb sich von dem aktuellen Hype um die  “Saudi-Connection”  der 9/11-Anschläge auch niemand benebeln lassen sollte, denn saudische Agenten wie die späteren “Hijacker” Al-Midhar und Al-Hazmi taten in den USA keinen Schritt ohne den großen Bruder CIA. In “11.9 – zehn Jahre danach” haben wir diese Zusammenhänge ausführlich dokumentiert. So sehr  die Drohung, Prinz Bandar und seine Frau als Geldgeber der “Hijacker” gerichtlich  mit Milliardenstrafen zu erpressen im diplomatischen Armdrücken durchaus  steroidartige Wirkung entfalten könnte, so wenig ist realiter damit zu rechnen. Denn dieser Prinz heißt nicht zufällig “Bandar Bush”, sondern ging bei seinem Kumpel George W. tatsächlich ein und aus. Und diese Kiste macht man doch besser nicht auf, wie schon dieser kurze Auszug (S.84/85) deutlich machen sollte:

“Fassen wir die Akte Khalid Al-Midhar noch einmal kurz zusammen: Seit 1998 wurde das Haus seines Schwiegervaters im Jemen observiert, in dem er ein und aus ging; 1999 wurde er von Omar Al-Bayoumi in Kalifornien empfangen, einem Saudi mit Geheimdienstverbindungen (von dem der Commission Report verharmlosend vermerkt, er sei ein »unwahrscheinlicher Kandidat für klandestine Beziehungen mit islamistischen Extremisten«); im Januar 2000 nahm er an einem Al-Qaida-Planungstreffen in Kuala Lumpur teil, das vom malaysischen Geheimdienst auf Video aufgezeichnet und den US-Behörden übermittelt wurde; er und seine »Studien«-Kollegen in San Diego erhielten über ihren Mentor monatliche Schecks von der Frau des saudischen US-Botschafters Prinz Bandar; im September 2000 nahmen Al-Midhar und Al-Hazmi eine neue Wohnung in San Diego, im Haus des FBI-Informanten Abdussattar Shaikh. Danach reiste Al-Midhar in den Jemen, wo im Oktober 2000 der Anschlag auf das US-Schlachtschiff “Cole” erfolgte, für das sowohl Gäste des safehouse seines Schwiegervaters als auch Teilnehmer des Malaysia-Treffens verdächtigt wurden. Zum selben Zeitpunkt wurde der oberste Terroristenjäger des FBI, John O’Neill, davon abgehalten, im Jemen zu ermitteln und erhielt von Bushs Botschafterin Barbara Bondine Einreiseverbot. Stattdessen wurde Khalid Al-Midhar im Juni 2001 ein frisches Einreisevisum für die USA erteilt. (…) Wir unterdessen fragen uns, ob die Logistik und die Verbindungen des Khalid Al-Midhar nicht sehr stark darauf hindeuten, dass es sich bei ihm um ein »Asset«, einen »IM«, einen Agenten handelte, der in den USA tun und lassen konnte, was er wollte, weil er im Auftrag eines Geheimdiensts unterwegs war. Der zwar auf der Watchlist der CIA stand, weil er engste Verbindungen zu einem Al- Qaida-Nest im Jemen unterhielt, der aber von den saudischen Royals alimentiert und von saudischen Agenten umsorgt wurde und der bei einem FBI-Mitarbeiter zur Untermiete wohnte – kein einsamer Terrorist under cover im Feindesland, sondern ein Agent mit besten Kontakten. Der Autor Lawrence Wright sprach mit einigen der Beamten der FBI-Einheit I-49, die für Al-Midhar und Al-Hazmi zuständig gewesen wäre, hätte sie denn von seiner Rolle erfahren. Dass sie davon nicht erfuhren, so glaubt »mindestens die Hälfte der Jungs im Büro«, hatte damit zu tun, »dass die CIA Al-Midhar und Al-Hazmi schützte, weil sie hoffte, die beiden zu rekrutieren«. Oder, können wir hinzufügen, dass die CIA sie im Joint Venture mit den saudischen Kollegen schon rekrutiert hatte als V-Männer (oder Agents Provocateurs?) in der »Logistikzentrale« von Al-Qaida …”

Betr. Schmähkritik

Mit “Schmähkritik” kenne ich mich ein wenig aus, weil ich als Redakteur der taz etliche solcher Verfahren erlebt habe – und die allermeisten wurden im Sinne der Presse,- Meinungs,- und Kunstfreiheit entschieden. Ein bahnbrechendes Urteil erstritt die taz 2002 gegen Kai Diekmann, dem Gerhard Henschel in der Zeitung eine Penisverlängerung angedichtet hatte –  eine eindeutige Schmähung, für die anderen Person mit Sicherheit ein Schmerzensgeld zugesprochen worden wäre. Ein “Bild”-Chef freilich, dessen Blatt permanent den Privat,- und Intimbereich von Menschen zur Schau stellt, müsse selbst eine solche Schmähung hinnehmen, befand das Gericht. Der Rennrodler Georg Hackl dagegen konnte ein Schmerzensgeld einstreichen, nachdem Wiglaf Drostein ihn in der taz  als “rasende Weisswurst, der das Resthirn in die Kufen gerutscht ist” bezeichnet hatte; auch Thilo Sarrazin wurden 20.000 Euro für den Schmerz zugesprochen, dass er in der taz als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur” porträtiert worden war, “dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“.

In diesen Fällen sahen die Gerichte die Grenzen der Satire überschritten und die Betroffenen in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt – und wäre Erdogan deutscher Staatsbürger könnte auch er für die “Ziegenficker”-Zeilen erfolgreich Schmerzensgeld erstreiten. Als Sultan der Türkei kann er das aber nicht – gäbe es da nicht ein Relikt im deutschen Strafgesetzbuch, den § 103, der die Ehre ausländischer Staatsoberhäupter besonders schützt. Wobei die Verfolgung von Verstößen gegen diesen Paragraphen nicht automatisch durch Strafanzeige, sondern nur durch “Ermächtigung” der Regierung erfolgt, was die eher läppischen Verse jetzt zur internationalen Affäre macht. Dass der sogenannte Schah-Paragraph zuletzt nach dem “regime change” im Iran in den 1960ern Anwendung fand, als sich ein von US-Gnaden installierter Diktator, Schah Reza Pahlewi, von hiesigen Karrikaturen ehrverletzt fühlte, jetzt gestrichen werden soll, ist zwar überfällig. Anderseits füllt Erdogan als vom Westen gehätschelter Autokrat und IS-Unterstützer die seit dem Abgang des Schah-Regimes verwaiste Rolle auch ziemlich genau aus – es würde also schon passen. Ein paar Salafisten-Könige, die hier gern als Kopf-ab-Muftis und Kamel-Schänder verspottet werden, hätten auch noch Chancen auf Schmerzensgeld.

Was man ansonsten über die Affäre wissen muß, hat Antonia Baum wunderbar eingefangen:

“Ein bezahlter Rebell wird von einer Institution, die ihn bezahlt und als Rebell installiert hat, gemaßregelt, nachdem dieser, mit Ansage, etwas falsch gemacht hat, das man in der Bundesrepublik Deutschland nicht falsch machen soll. Woraufhin die Regierung öffentlich sagt, dass jener Rebell da wirklich etwas falsch gemacht habe, die Staatsanwaltschaft, weil er mutmaßlich etwas falsch gemacht hat, aktiv wird und die Presse von ihrer Pressefreiheit Gebrauch macht, indem sie darüber streitet, ob der Rebell nun tatsächlich etwas falsch gemacht hat. Und die jungen Menschen Deutschlands (die Zielgruppe des ZDFs) zusätzlich und für nur 17,50 Euro das für das Erwachsenwerden so wichtige Gefühl geschenkt bekommen, ihnen stehe ein echter Rebell vor. Es läuft alles einwandfrei hier.”

Oh wie schön ist Panama

Janosch-Panama-App-2Kaum ist man mal ne Woche offline, läuft der e-Briefkasten schon über, mit Nachrichten vom “größten Leak der Geschichte” – Panama ist überall.  Doch kaum dass man mit Janoschs Bär  “Oh wie schön ist Panama” brummen will, kommt bei der ersten Durchsicht  der News ein heftiger Lachanfall: Putin! Zwar kommt Wladimir der Schreckliche in den 2,6 Terrabyte Daten persönlich gar nicht vor, was freilich  nur und einmal mehr seine Clerverness demonstriert: verschlagen wie der Kreml-Herrscher nun mal ist, benutzt er Strohmänner. Raffiniert ! Weder David Cameron noch Hillary Clinton noch dieser Dödel von Islandpremier sind darauf gekommen. Während Letzterer gleich zurückgetreten, sitzen die beiden Ersteren derlei Peanuts aber locker aus, auch ein paar FIFA-Nasen, die Schoko-Marionette Poroschenko oder der saudische Salafisten-König haben nichts zu befürchten, was man nicht eh schon wüßte: dass sie korrupt sind.

Okay – das Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) hat angekündigt, dass die Enthüllungen noch eine Weile weiter gehen. Putins Pressprecher hatte bereits vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass eine internationale Medienkampagne gegen das Umfeld des Präsidenten in Vorbereitung sei – und angesichts des Umfelds des ICIJ und der Finanzierung der Recherche durch US-Stiftungen liegt der Verdacht durchaus nahe, dass hier neben investigativem Journalismus auch konzertierte Propaganda am Werke sein könnte. Aber nicht, weil bisher keine Amerikaner aktenkundig geworden sind – die können seit je gleich zu Hause in Delaware einen Briefkasten mieten und müssen nicht in ihren Hinterhof nach Panama ausweichen. Der steht auf der Liste der Schattenfinanzplätze derzeit nur auf dem 13. Platz, solange nicht die “Cayman Papers”, die “Hongkong Papers” und die Papiere der Mutter aller Finanzoasen, der City of London Corporation geleakt sind, solange kann die  Liste der Betroffenen nur unvollständig bleiben. Und doch ist selbst ein derartiger limititierter “hangout”  eindeutig besser als gar keiner, denn er  macht er  die Spitze eines Eisbergs sichtbar, dessen Existenz lange bekannt ist – und der ebenso lange totgeschwiegen und umschifft wird. Weshalb in der soeben erschienen ganzen Wahrheit über alles   über “Steuern und Steueroasen” unter anderem  zu lesen ist:

»Steueroasen« sind fast schon ein zu idyllisches Wort für diese Rückzugsorte, die wie einst die Burgen der Raubritter oder die Schatzinseln der Piraten für die Geplünderten und Beraubten uneinnehmbar sind. Und es sind nicht mehr erfolgreiche Zahnärzte oder Besserverdienende, kleine Millionäre wie Uli Hoeneß oder Alice Schwarzer, die ein bisschen Schwarzgeld am Finanzamt vorbei offshore parken, in der Schweiz oder in der Karibik – es sind die Großkonzerne, Multimilliardäre und korrupten Oligarchen, die hier den Wohlstand ihrer Nationen privat bunkern.
»Die Beträge, die in solche Standorte geflossen sind, stiegen von elf Milliarden US-Dollar im Jahr 1968 über 385 Milliarden US-Dollar 1978 und sechs Billionen US-Dollar 1998 auf 21 Billionen US-Dollar im Jahr 2010. Nach konservativen Schätzungen hat die Verlagerung von Geldvermögen von 1968 bis heute somit um das 2000-Fache zugenommen. Nahezu alle großen Konzerne verfügen über Offshore-Zweigunternehmen, mehr als die Hälfte des Welthandels fließt durch diese Steueroasen, fast alle hochvermögenden Privatpersonen besitzen Offshore-Konten, die ihnen steuerliche ›Gestaltungsmöglichkeiten‹ eröffnen.« So summiert John Urry, einer der wenigen Soziologen, die dieses gigantische Schattenreich der globalen Ökonomie erforschen, das Problem ( John Urry, Grenzenloser Profit. Wirtschaft in der Grauzone, 2015).

Dass “Panama” nun dazu führt,  die Schattenfinanzplätzen zu durchleuchten, die Oasen trocken zu legen und die Raubritterburgen zu schleifen, mag ein frommer Wunsch sein – ist aber durchaus möglich. Die Ökonomen Thomas Piketty und Gabriel Zucman haben einen Aktionsplan dafür vorgelegt (Gabriel Zucman, Steueroasen. Wo der Wohlstand der Nationen versteckt wird, 2014). Sie fordern ein internationales Finanzkataster, das die Besitzverhältnisse von Wertpapieren eindeutig registriert. Standorte, die sich weigern, dieser Registrierungspflicht nachzukommen, werden so lange mit Strafzöllen auf ihre Transaktionen belegt werden, bis sich ihre Geheimnistuerei nicht mehr rechnet. In Frankreich brauchte es einst eine blutige Revolution, um Adel und Klerus zu Steuerzahlungen zu zwingen, um dem heutigen Finanzadel an die Brieftasche und an den Briefkasten zu gehn, braucht es hingegen nur ein paar Daumenschrauben…

Dieter Thomas R.I.P.

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Zum ersten Mal sind wir vor über 50 Jahren zusammen im Hambacher Wald gewandert – ich als Pimpf und Dieter als Gruppenführer der Limburger “Stadtranderholung”. Und das letzte Mal, als ich ihn und seine Lebens,- und Bühnenpartnerin Hendrike von Sydow vor zwei Jahren auf Gomera besuchte und  Dieter mich einen ganzen Tag lang durch die wunderbaren Schluchten und Wälder seiner zweiten Heimat führte. Als notorischer Schreibtischhocker kam ich kaum hinter her, so fit und dynamisch legte er vor. Dass ihn jetzt ein heimtückischer Krebs in nullkommanix dahin gerafft hat ist ein Schock und die Vorstellung, dass Wolfgang Neuss im Jenseits gleich jubelnd gebellt hat  “Na endlich, Dieter, der Beltz wartet schon, jetzt aber sofort wieder “Fronttheater!”  nur ein sehr schwacher Trost. Wenn Matthias Beltz und Dieter Thomas in den 80ern mit dem “Frontheater” in Berlin auftraten,  gehörten Besuche beim Ungeheuer von Loch Neuss zum Pflichtprogramm  der Kabarett-Fortbildung.

“Dieter Thomas hat den Charme einer ungespülten Kaffeetasse auf dem Tisch einer Wohngemeinschaftsküche” schrieb damals der “Spiegel” über seine Auftritte und die FAZ befand angesichts des Programms “Seniorehippie”, dass die Achtundsechziger in ihrem Scheitern “einfach komischer als die Neunundachtziger” seien. Seine Komik als linkischer, subversiver Clown, seinen Stoff und seine Witze holte er aus dem wirklichen Leben und brachte sie unverstellt auf die Bühne – ob im schrillen Kostüm, ob als genervter Beziehungspartner oder als Althippie mit Hund, Dieter war immer echt. Dafür wurde er geliebt, nicht nur vom Publikum, sondern vor allem von seinen Freunden. Er hatte ein Herz und er trug es auf der Zunge. Und wird als gute Seele deshalb keine Probleme haben auf seiner letzten Wanderung in den Kabarett-Himmel. Wo sich Tumor dann wieder prima mit Humor reimt…

Der Berg ruft…

…mal wieder, und auf diesem Blog ist jetzt für eine Woche Pause. Zuvor aber noch kurz die letzten Bernie-News: Hillary , meldet Associated Press,  ist ziemlich  frustriert,  weil Sanders es zunehmend gelingt, junge Wähler zu begeistern. Da hilft auch nichts mehr, dass der publizistische Arm der Clinton-Maschine, die New York Times,  Bernies Auftritt in der Bronx vor 18.500 Leuten mit zwei Fotos illustriert, die nur ein paar Dutzend Anhänger zeigen. Galt New York  in Umfragen vor einigen Wochen noch noch als absolut sichere Bank für die zweimalige Senatorin  des Distrikts, rückt der Brooklyn-Boy Bernie ihr in den letzten Tagen immer dichter auf die Pelle. Meine Hoffnung, dass er New York gewinnt, hat mir aber der Freund und Kollege Daniel Hopiscker in einer mail etwas geraubt: “Prediction: Bernie wins Wisconsin. Then Hillary wins New York, cause voting machines there have been rigged since Godzilla roamed the earth. Them’s the facts about democracy in America.”

Daniel hat seinerzeit eine Doku über die Wahlmaschinen gemacht, die George W. ins Weisse Haus brachten, kennt sich also aus mit diesem Beschissmus… (Schon mein Held JFK hätte es ja damals nicht geschafft, wenn Papa Joe nicht in Nevada die letzten nötigen Stimmen gekauft hätte.) Da steht Bernie als wirklich Unabhängiger ( er ist ja erst im November in die Partei eingetreten) ziemlich im Regen, selbst wenn er eine Mehrheit der Wähler hinter sich hat.
Dass er für den deep state attraktiver ist als Trump, wie der Autor dieses sehr lesenswerten Artikels andeutet… da bin ich mir nicht so sicher. The Donald mag isolationistische Töne spucken und deshalb eine Gefahr für den militärisch-indsutriellen Komplex sein, aber er ist auch eine loose cannon – wohingegen Sanders zwar keine echte Friedenstaube, sondern eher ein Spatz  ist, aber auf keinen Fall ein Falke wie Killary… Hätte sie und nicht Obama die Primaries seinerzeit gewonnen, läge Damskus heute in Schutt und Asche – Obama stoppte nach dem False Flag Giftgas in Syrien die schon bereistehenden Bomberstaffeln. Und soviel Vernunft traue ich Bernie allemal zu… außenpolitisch würde es also nicht wirklich schlechter mit ihm. Und wenn er zu Haus ein paar sozialdemokratische Reförmchen hinkriegt, das wär doch schon was. Wenn die 0,01 % soviel zulassen – und ihn am Leben….