Dylan on JFK: “Murder Most Foul”

“What is the truth, and where did it go?
Ask Oswald and Ruby; they oughta know
“Shut your mouth,” said the wise old owl
Business is business, and it’s a murder most foul”

Bob Dylan hat nach acht Jahren wieder einen Song veröffentlicht, eine wunderschöne 17-minütige Ballade über den Mord an JFK. Hier die Lyrics des singenden Nobelpreisträgers und hier das Buch zum Thema.

PS: Pepe Escobar schreibt dazu:

“This is my simple homage to the Master.
And his cosmic timing – delivering a poignant elegy for a generation that is dying just now.
Talkin’ bout My Generation (The Who). And talk about Knockin’ on Heaven’s Door.
He called out the warmongers when he was a twenty-something.
Now he’s calling out JFK’s killers when he’s 78.
Full circle – with his voice clear as a mountain stream.
A few clues. There are echoes of Walt Whitman and Ginsberg’s “Howl”, of course.
But the cllncher is the Wolf Man. Not the DJ. But a terse reference to Timber Wolf.
Timber Wolf was the CIA code name for Daddy Bush, who was in it as deep as the sinister Allen Dulles.
“When I Paint My Masterpiece” was always one of Dylan’s best songs. That’s what “Murder Most Foul” is: the Masterpiece:

https://asiatimes.com/2020/03/midnight-on-planet-lockdown-dylan-strikes-again/

 

Corona – ein Reality Check

Die Coronavirus-Krise – sie hält die Welt fest in ihrem Zangengriff. Immer mehr Infektionen und Tote, und immer mehr Einschränkungen von Freiheitsrechten. Es wird Zeit, sich mal genauer anzuschauen, was hier eigentlich gerade abläuft. Außerdem: Julian Assange hat sich endlich öffentlich zu Wort gemeldet. Über all das und mehr berichten die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #41 des 3. Jahrtausends!

Coronadämmerung

Nachdem in der Ansprache von Kanzlerin Merkel zur Lage der Desinfektion gewarnt wurde, dass es so ernst sei wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr, gilt Kritik am offiziellen Corona-Narrativ und den Maßnahmen der Regierungen mittlerweile schon als eine Art “Wehrkraftzersetzung”. So nannten die Nazis jeden Zweifel am “Endsieg” und wer ihn äußerte – oder sich via “Feindsender” alternative Nachrichten verschaffte – wurde  bestraft. So weit sind wir derzeit zwar noch nicht, aber die jetzt vorgesehenen und mancherorts schon verordneten Ausgangssperren gehen schon heftig in  diese Richtung. Und sind zudem eher kontraproduktiv: Viren mögen weder UV-licht noch frische Luft, wenn ich im Freien spazieren gehe, ist die Ansteckungsgefahr gleich Null. Das gilt für das Corona-Virus wie für alle anderen viralen Erreger, weshalb zwecks Eindämmung der Infektionsrate allenfalls ein Versammlungsverbot Sinn macht, nicht aber ein Hausarrest für alle.

So sieht das auch die renommierte Virologin Karin Mölling, auf deren Buch über Viren als “Supermacht des Lebens” ich schon hingewiesen habe, um die Unsinnigkeit deutlich zu machen, Viren als “Feind” anzusehen und Krieg gegen sie zu führen. Es gibt von ihnen mehr als Sterne am Himmel – auf 10 hoch 33  wird ihre Zahl geschätzt – und nur 250 sind für das menschliche System schädlich. Dazu zählt auch das Coronavirus, wobei anders als bei dem sehr gefährlichen Ebola-Virus, an dem 90% der Infizierten sterben, Corona deutlich harmloser einzustufen ist. Bei den täglichen Horrormeldungen über weitere Corona-Tote in Italien fehlt ja meist der Hinweis, dass ihr Durchschnittsalter bei 80 Jahren lag und 99% von ihnen an einer oder mehreren chronischen Vorerkrankungen litten.  Wir wissen also gar nicht genau, ob sie wirklich  an oder nur mit dem Coronavirus gestorben sind. Auch dass es sich zu 70 % um alte Männer handelt, die ihr Leben lang unter der stärksten Luftverschmutzung Europas in Norditalien gearbeitet und gelitten haben – also respiratorisch generell gehandicapt waren – wird nicht deutlich gemacht. Und wenn für den 20. März 800 Tote aus Italien gemeldet werden, fehlt der Hinweis, dass dort normalerweise etwa 2500 Menschen am Tag sterben.

“Wer sich mit 2, 3 ernsten Vorerkrankungen (Kategorie Krebs, Diabetes, Herzschwäche), diversen Pharmadauerpräparaten in den Blutbahnen und 85 Lebensjahren auf dem Buckel auch noch eine Lungenentzündung einfängt, stirbt. Das ist kein Corona-Phänomen, sondern normal,” schreibt der Kollege Sven Böttcher und ergänzt: “Deshalb möchte ich morgen von allen offiziellen Stellen weltweit hören: „Über 80jährige mit drei Vorerkrankungen und frischer Lungenentzündung behandeln wir nicht auf Intensivstationen, die schicken wir zum Sterben nach Hause, denn sterben müssen ja alle. Jüngeren ist es auch wieder gestattet, Sterbenden die Hand zu halten. Und sich zu Trauerfeiern zu versammeln. Auf eigene Gefahr. Alte und gebrechliche Teilnehmer an Trauerfeiern sind auf diese bestehende Gefahr ausdrücklich hinzuweisen. Unsere Intensivstationen und unser medizinisches Personal stehen selbstverständlich jüngeren Corona-Lungenentzündungspatienten weiter offen. Die Mortalitätsrate bei U-80, nicht vorerkrankten Corona-infizierten Patienten liegt derzeit bei etwa 0%.“

So ist es.  Und doch verhalten sich die Regierungen weltweit als ob Corona ein Killervirus mit einer Todesrate wie Ebola wäre, dessen Verbreitung und anschließendem Massensterben  man nun nur noch mit drakonischen Beschränkungen der Freiheitsrechte beikommen kann. Und zwar mit Hausarrest für alle und nicht nur für die wirklich gefährdeten Ü-80 Väterchen und Mütterchen.

Man wird den Eindruck nicht los, dass die Virus-Epidemie, der weltweit bisher täglich etwa 250 alte Menschen zum Opfer gefallen sind (während gleichzeitig weltweit 25.000 junge Menschen jeden Tag an Hunger sterben), jetzt als Trittbrett missbraucht wird, um  autoritative Maßnahmen der Überwachung, Disziplinierung und Kontrolle  der Bevölkerung durchzuexerzieren.”Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet” wußte schon Carl Schmitt und Winston Churchill riet Politikern “niemals eine gute Krise zu  verschwenden”. Dank Corona können  nun die allenthalben als un-souverän, opportunistisch und  korrumpiert wahrgenommenen Regierungen und Politiker als starke, souveräne Akteure unter dem Banner des Gemeinwohls und der “Volksgesundheit” auftreten.

Ich glaube ja nach wie vor nicht an die Großverschwörung von Megaschurken, die mit Corona als Biowaffe die Weltherrschaft erreichen wollen, sondern sehe das neue Virus eher als einen Kurzschluss im biologischen System…der nun mittels “shutdown” das gesamte soziale und ökonomische System erschüttert.  Die Kriegsmetaphern, mit denen die politischen Akteure und nahezu gleichgeschaltete Medien jetzt Angst und Panik vor einem unsichtbaren Feind verbreiten, dem horrende Mortatlitätsraten nachgesagt werden, sind aber völlig fehl am Platze: dem gesunden menschlichen Organismus kann “Sars-CoV-2” kaum etwas anhaben, dem chronisch erkrankten Turbo-Kapitalismus aber geht es ans Eingemachte. Und fast scheint es, als hätte der kleine virale Parasit die großen parasitären Machthaber verzaubert. Plötzlich reden alle von  Solidarität und “unser Herz füreinander” (Merkel),  weltweit werden jahrelang kaputt gesparte  öffentlichen Gesundheitssysteme mit Feld-Lazaretten wieder hochgezogen und selbst ein Donald Trump kommt nicht mehr umhin, 500 Milliarden Dollar Helikoptergeld für ein bedingungsloses Grundeinkommen bereit zu stellen und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle einzuführen. Und keiner fragt mehr wo das Geld für ein “Universal Basic Income” (UBI) denn herkommen soll…

Corona steckt offenbar mit Sozialismus an – und während die westliche “Wertegemeinschaft” wochenlang streitet, ob deutsche Atemmasken in Schweiz geliefert werden dürfen, schickt China Großflugzeuge mit Personal und Material nach Italien und Kuba Ärtzeteams und Medikamente in den (von den USA gnadenlos weiter bombardierten) Irak.  Dies sind mehr als nur symbolische Aktionen und sie zeigen schon die Tendenz, auf der es nach dem von Corona ausgelösten (aber nicht verursachten) globalen Reset weiter gehen wird –  das Motto lautet:  “Kein Kommunismus ist auch keine Lösung”. Der global entfesselte Kapitalismus jedenfalls ist am Ende und wird  in seiner bisherigen Form nicht wieder auferstehen, denn Corona macht definitiv deutlich: das neoliberale Dogma vom “freien Markt”, der alles richten wird, ist eine Fiktion. Ohne staatliches Eingreifen wäre die Blase schon bei der Finanzkrise 2007/2008 geplatzt und der Börsencrash der letzten Woche hätte ohne riesige Stützungsgelder durch die Zentralbanken nicht nur 30-40% der Werte, sondern schon das Doppelte vernichtet. Und die ökonomische Krise hat ja gerade erst begonnen – selbst wenn morgen ein Impfstoff gefunden und die ganze Welt gegen Corona immunisiert wird, kann es nicht so weitergehen Denn der nächste neue Virus kommt bestimmt,  weil Viren die Weltmeister der Mutation sind , und gegen die ökonmischen Folgen der Epidemie sind die neoliberalen Götter – “die Märkte” – schlicht machtlos.

Nach 9/11 hieß es, dass nichts mehr so ist wie es war, was aber nur halb richtig ist, denn die US-Regierung war ja bestens vorbereitet: sie zog den 200-seitigen “Patriot Act” und das Konzept für einen endlosen “War on terror” fertig aus der Schublade und legte sofort los. Nach Corona  ist aber tatsächlich nichts mehr wie es war, denn die Regierungen reagieren planlos und chaotisch. Grundeinkommen und Krankenversicherung standen mit Sicherheit nie auf Trumps Agenda, wenn sie jetzt als Notmassnahme blitzartig kommen – am 6. April sollen die ersten Schecks ausgezahlt werden – werden die Bürger sich diese Errungenschaft nicht mehr nehmen lassen.  Und sich (hoffentlich schnell) die Freiheiten wieder zurüchholen, die ihnen jetzt mit Verboten, Überwachung und Kontrolle genommen werden.

Auch erschienen auf telepolis

Corona total

Das Coronavirus bringt Europa und die ganze Welt zum Stillstand und krempelt unser Leben um. In dieser Sendung schalten sich die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers aus drei Ländern zusammen um darüber zu beraten, um was es bei dieser Krise geht, welche Hintergründe wir verstehen müssen und was die Zukunft bringt. Außerdem: Chelsea Manning ist frei und die Beugehaftgebühr der US-Regierung verpufft ins Nichts. All das und mehr in Ausgabe #40 des 3. Jahrtausends!

Pandemie von kleinen und großen Parasiten

In meiner Eigenschaft als  konspirologischer Forscher habe ich in den letzten Wochen viele Hinweise bekommen, dass es sich bei  dem Virus „SarCov-2“ nicht um eine natürliche Mutation, sondern um eine Biowaffe handelt. Den eher vagen Indizien dazu bin ich aber nicht weiter nachgegangen, auch wenn es nicht auszuschließen und den üblichen Verdächtigen ein solcher Anschlag zuzutrauen wäre, geben die Fakten dazu wenig her – außer eben Anlass zu Spekulationen. Dass eine wenige Wochen vor dem ersten Ausbruch durchgeführte Simulation namens „Event 201“ – finanziert von der Bill Gates Stiftung – eine globale Corona-Epidemie durchspielte und 65 Millionen Tote voraussagte  – und dies das Vorspiel für den geplanten und inszenierten realen Ausbruch gewesen sein soll, ist mir als Beweis für eine globale Großverschwörung  zu dünn. Es sei denn wir glauben an einen sinistren Dr. No, der von seiner geheimen Insel dieses Virus freigesetzt hat, um die Weltbevölkerung zu reduzieren, die Börsen und die Weltwirtschaft zu crashen und die Weltherrschaft zu übernehmen, denn seinen geheimen Impfstoff bekommen nur diejenigen, die sich ihm unterwerfen. Abgesehen von einem solchen James-Bond-artigen Megaschurken wüsste ich aber niemanden, den ich aktuell zum Verursacher und Sündenbock der Seuche machen könnte. Sie scheint den globalen Kapitalismus sehr viel härter zu treffen als den menschlichen Organismus, was die üblichen Verdächtigen („Finanzelite“, „Militärisch Industrieller Komplex“) als Täter eher ausschließt. Dass die christliche Heilige Corona die Patronin des Geldes und der Schatzsucher ist, mag Zufall sein – die Bekämpfung des Namesvetters der Märtyrerin hat an der Wall Street jedenfalls schon mehr Kapital vernichtet als der letzte große Crash im Jahr 1987. Und dieser Crash war erst der Anfang, denn was der „lockdown“ ganzer Nationen, die weltweiten Quarantäne-Verordnungen und Reisebeschränkungen ökonomisch noch alles anrichten, ist kaum abzusehen. Und wenn die Corona-Krise die  Blase von 200 Billionen an Derivaten platzen lässt, dann schlägt ein Finanz-Meteorit von apokalyptischen Ausmaß ein. Dagegen sind die allgemeinen Hamsterkäufe von Klopapier, die Panik auf der Keramik, wirklich ein Fliegenschiss…

Tendenziell um einen solchen handelt es sich freilich auch bei der ganzen aktuellen Corona-Epidemie, die nach Ansicht von Dr. Wolfgang Wodarg – Lungenfacharzt und Seuchenexperte, ehem. Bundestagsabgeordneter – sogar noch milder verläuft als die üblichen Grippe-Epidemien im Winter. Er beruft sich dabei auf die Letalitätsrate von Erkrankungen, die europaweit erfasst wird und bis Anfang März niedrigere Todesraten ausweist als im Vorjahr. Würde nicht seit kurzem nach dem neuen SarCov-2 Virus gesucht wäre diese Pandemie nach seinen Aussagen gar nicht weiter aufgefallen. Die überfüllten Krankenhäuser in Italien sprechen allerdings eine anderen Sprache und hätten auch ohne Corona Aufsehen erregt.

Mir kommt dieses ganze Ereignis vor wie ein subversiver Wink von Gaia, dem physiologischen System der Erde. Politik und Staaten schalten weltweit in den Krisenmodus und kaum sind ein paar hundert Menschen an der Grippe gestorben werden ganze Länder gesperrt, Massenveranstaltungen abgesagt, die große Wirtschaftskrise droht. Zwar haben die meisten von Corona Befallenen nur einen Schnupfen, die Todesrate freilich wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit 3,5 % angegeben, obwohl die Gesamtzahl der Infizierten gar nicht bekannt ist Dass laut WHO jährlich 5 Millionen Menschen an Luftverschmutzung sterben ist hingegen nirgendwo ein Grund, in den Krisenmodus zu schalten und drastische Maßnahmen gegen diese Gefahren einzuleiten. In China, wo „Corona 19“ zuerst ausbrach und die Luftverschmutzung ein großes Problem darstellt, zeigt sich unterdessen auf den Satellitenbildern erstmals seit Jahren wieder blauer Himmel – die Megamaschine der Industrie und des Konsums ist ins Stocken geraten und schon atmet die Erde auf: ein winziger Parasit zwingt das riesige parasitäre System menschlicher Wirtschaft in die Knie.

Als  Nicht-Lebewesen haben Viren und ihre Informationen ganz entscheidend zur Entwicklung höherer Lebewesen beigetragen. Als frei umherschweifende Informationseinheiten und Meister der Mutationen gehören sie seit 3,5 Milliarden Jahren dazu und sind ebenso unverzichtbar wie die Bakterien. Das erste Biomolekül – die Ribonukleinsäure (RNA) – wurde von seinen Entdeckern „viroid“ genannt, weshalb es keine haltlose Spekulation ist, die Viren als den Ursprung des Lebens und der Evolution anzusehen.Sie sind, wie die Virenforscherin Karin Mölling ihr Buch genannt hat, eine  „Supermacht des Lebens.

Nur weil in unserem Körper ein ganzes Arsenal von Viren steckt, verfügt er über die nötigen Informationen, sich gegen schädliche Eindringlinge zu verteidigen, aber für ein neuartiges Virus wie „Sar-CoV-2“ hält das Immunsystem noch keine Anti-Körper bereit, die das Andocken an menschliche Zellen verhindern. Für Kinder und junge Menschen ist „SarCoV-2“ aber offenbar kein Problem, sie können den Eindringling aufnehmen, ohne dass sich Symptome zeigen – der Wink von Gaia wäre insofern auch an Gruß an Greta: Corona rafft bevorzugt alte Männer (wie den Autor dieser Zeilen) dahin! Das ist zwar tragisch, aber irgendwie auch bezeichnend, denn sie sind es, die für die Krise des Planeten in erster Linie verantwortlich sind und wäre es eine himmlische  Plage – wie die aufgrund des Klimawandels aktuell so extremen Heuschreckenplagen in Afrika – könnte man zynisch sagen, dass von Corona durchaus die Richtigen davon getroffen werden. Wer jetzt Grenzen passieren will, muss sich das Fieber messen lassen und wer welches hat, wird in Quarantäne gesteckt. Aber fiebersenkende Maßnahmen helfen nicht, wenn Lunge, Herz und die anderen Organe weiter geschädigt werden. Das gilt für den von „Corona 19“ befallenen menschlichen Organismus und es gilt für den von homo sapiens befallenen Planeten. Beide können nur heilen, wenn aus den Parasiten Symbionten werden.

Auch als Podcast auf KenFM

Buchvorstellung: Newtons Gespenst und Goethes Polaroid

“Vom Vater hab ich die Statur, des Lebens ernstes Führen/vom Mütterchen die Frohnatur und Lust zu Fabulieren” – so genetisch wie bei Goethe liegt es bei mir irgendwie auch. Und mein vor vier Jahren gestorbenes Mütterchen Elisabeth, das morgen ihren 93. Geburtstag gefeiert hätte,  wäre höchst erfreut gewesen über dieses Buch. “Schreib’ doch nicht immer so schlimme Sachen, du bist doch gar nicht so,  es gibt doch auch so viel Lustiges und Schönes auf der Welt,” hatte sie mich bei meinen Besuchen oft gemahnt. Aber des “Lebens ernstes Führen” und die schlimmen Sachen in  der Welt hielten mich lange davon ab. Bis ich mal wieder, vielleicht zum hundertsten Mal, meinen Lieblingstext von Goethe – das “Fragment über die Natur” – las und endlich der Frage auf den Grund gehen wollte, warum diese Einsichten und Ausblicke mich jedes Mal wieder so begeistern. Und wie es kommt, dass sie auch nach fast 250 Jahren nicht nur zeitgemäß, sondern zukunftsweisend sind.

Morgen Abend um 19:00 stelle ich das Buch bei der  Goethe-Gesellschaft Bergisch Gladbach vor

Newtons Gespenst und Goethes Polaroid, Westendverlag, 128 Seiten, 15 Euro

Keine taz mehr…

Eigentlich wollte ich einen “polnischen Abgang” machen und nur mit ein paar Leuten aus der 6. Etage kurz auf meine Pensionierung anstossen, aber sie haben mir dann einen Strich durch die Rechnung  und eine Abschiedsparty gemacht: mit Essen und Überraschungsgästen und Reden und Geschenken und Bildern aus 40 Jahren taz-Kollektiv. Auch dieses hier von Paul Langroc aus dem Winter 91/92 (mit meinem Sohn)  als ich die Redaktion nach 12 Jahren verlies um fortan nicht mehr die Texte anderer zu redigieren, sondern selbst mehr zu schreiben.

Als Kalle Ruch, der im Dezember pensionierte Geschäftsführer, mich im Winter 2006 dann fragte, ob ich nicht Zeit und Lust hätte, die Webseite taz.de in Schwung zu bringen, sagte ich zu: für ein Jahr. Dass daraus dann 14 Jahre werden sollten, in denen ich beratend und aktiv an der “digitalen Transformation” des Zeitungsverlags mitarbeitete, war nicht geplant, aber durch die schnelle technische Entwicklung stellten sich jedes Jahr neue Fragen, die angegangen werden mussten und mein Jahresvertrag verlängerte sich stillschweigend weiter. Zwar standen mir bei der Lektüre der Zeitung die kaum noch vorhandenen Haare immer öfter zu Berge und hätte ich noch in der Redaktion gearbeitet wären Ärger und Magengeschwüre kaum ausgeblieben – in den Abteilungen des Verlags aber brauchte ich nicht über Krieg und Frieden diskutieren und die Arbeit machte Spass. Jetzt aber ist es genug. Mit der großen Buch-Dokumentation 40 Jahre taz, die wir im letzten Jahr gestemmt haben, habe ich im Hause noch ein voluminöses Andenken hinterlassen –  in dem am Ende die Hoffnung geäußert wird, dass die taz die Unabhängigkeit und die  ökonomischen Freiheiten, die ihr das Genossenschaftsmodell gewährt, doch endlich wirklich nutzen möge.

Was wir, in den 1980ern, darunter verstanden, hat Helmut Höge schön beschrieben in der gestrigen Ausgabe , die mit weiteren Überraschungen gespickt war, dazu noch eine Hommage von Jan Feddersen im Hausblog – sowie zwei Zeichnungen meiner Lieblings-Cartoonisten, Seyfried und Tom …und am Abend das schöne Fest. Ich war und bin gerührt und verlasse das Projekt, dem ich seit dem Tunix-Kongreß 1978 verbunden bin, mit einem lachenden Auge:

“Jemand musste Julian A. verleumdet haben …”

Der kafkaeske Schauprozess gegen den Wikileaks-Gründer

Einen Tag früher als erwartet sind am Donnerstag die Anhörungen zur Auslieferung Julian Assange an die USA zu Ende gegangen. Der letzte Tag endete im Streit darüber, ob der Wikileaks-Gründer dem Verfahren im Glaskasten oder auf der Bank mit seinen Anwälten folgen darf. Die vorsitzende Richterin am Woolwich Court, Vanessa Baraitser, hatte den Antrag abgelehnt. Ein außerhalb der für schwer gewalttätige Angeklagte vorgesehenen Panzerglas-Box sitzender Julian Assange stelle, so die Richterin, eine “Gefahr für die Öffentlichkeit” dar.

Derartige Einlassungen sind längst nicht die einzigen Schikanen, denen sich Assange in diesem Prozess ausgesetzt sieht, für den das Prädikat “kafkaesk” sehr angemessen scheint – was die Öffentlichkeit allerdings kaum erfahren würde, denn um einen der sage und schreibe 16 Plätze im Zuschauerraum muss man so früh aufstehen wie Craig Murray. Der ehemalige Diplomat und Botschafter hatte sich jeweils morgens um 6 Uhr angestellt, um einen der Plätze zu bekommen – vor allem seinen Reportagen über die vier Verhandlungstage verdankt sich das Wissen über das an Kafka gemahnende Schauspiel dieses Prozesses.

Dass jeder Angeklagte das Recht auf Verteidigung und auf die Vertraulichkeit der Kommunikation mit seinem Verteidiger hat, ist ein grundlegendes Element der Rechtsordnung. Wenn einem Angeklagten eine solche Vertraulichkeit nicht gewährt wird, kann von einem fairen Strafverfahren keine Rede mehr sein. Schon gar nicht, wenn die gesamte Kommunikation eines Angeklagten mit seinen Verteidigern abgehört und diese Aufzeichnungen an die Partei des Klägers weiter gereicht werden. Wie genau das im Fall Julian Assange geschehen ist, wird derzeit von einem spanischen Gericht untersucht, gegen der Gründer der Firma “Undercover Global”, die Assange in der ecuadorianischen Botschaft ausspioniert und die Daten an die CIA weitergeleitet haben soll (Britisches Gericht blockiert Zeugenaussage von Assange). Finanziert wurde die Aktion, bei der die Gespräche Assanges mit seinen Verteidigern aufgezeichnet wurden, von dem Großspender Donald Trumps und Casino-Milliardär Sheldon Adelson.

Dies wurde von der Verteidigung Assanges am ersten Tag Anhörung vorgebracht – als eines der Argumente, warum eine Auslieferung des Wikileaks-Gründer abzulehnen ist. Diese ist ausgeschlossen, wenn der Mandant vor dem Gericht, das seine Auslieferung verlangt, kein rechtsstaatliches Verfahren erwarten kann – wovon ausgegangen werden sollte, wenn schon im Vorfeld gegen grundlegende Prinzipien wie die Vertraulichkeit der Verteidigergespräche eklatant verstoßen wurde.

Nicht belegte Behauptungen

Ebenfalls ausgeschlossen wäre eine Auslieferung, wenn das Begehren politisch motiviert ist. Hierfür brachten die Verteidiger Belege vor, die unter anderem zeigen, wie der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, den Trump gerade zum Chef der Geheimdienste ernannt hat, für seinen Chef die Strippen zog, um Julian Assange das Asyl in der ecuadorianischen Botschaft zu entziehen. Der Vertreter der USA führte vor dem Gericht eine Behauptung an, die eigentlich schon 2014 von einer Untersuchung des Pentagon selbst widerlegt worden ist, dass nämlich durch die Veröffentlichungen von Wikileaks das Leben unbeteiligter Personen gefährdet worden sei.

In dem Verfahren gegen Chelsea Manning musste der mit der Untersuchung beauftragte Pentagon-General eingestehen, dass man “kein spezifisches Beispiel” für eine solche Gefährdung oder einen Todesfall nennen könne. In London konnte der US-Ankläger nun auch keine konkreten Personen nennen, die aufgrund von Wikileaks-Publikationen wirklich Schaden genommen hätten. Wo aber kein Schaden ist, ist auch keine Klage und ein Gericht, das eine faire Abwägung zwischen dem Nutzen der “Tat” (der Veröffentlichung von Kriegsverbrechen) und dem in diesem Fall äußerst unspezifischen Schaden zu treffen hat, käme um eine Abweisung der Klage wohl kaum herum.

Womit wir bei dem politischen Schaden wären, den Wikileaks zum Beispiel mit der Veröffentlichung des “Collateral Murder”-Videos oder der Emails des “Democratic National Congress” (DNC), die den Betrug des Clinton-Teams an Bernie Sanders offenbarten, ohne Frage angerichtet hat. Am Image der Weltmacht USA und dem der Kandidatin Clinton, was wiederum zu den politischen Motiven führt, den Wikileaks-Gründer als “Staatsfeind Nr. 1” zu verfolgen und ihn als Nicht-Journalisten zu deklarieren. Dazu führte der US-Ankläger Lewis vor dem Gericht ins Feld, dass “Guardian”, “New York Times” und andere ehemalige Partner von Wikileaks sich von Assange distanziert hätten, weil er die diplomatischen Kabel des US-Außenministeriums unredigiert, ohne geschwärzte Namen ins Netz gestellt hätte.

Diese Behauptung wurde am dritten Tag der Anhörung dann von einem Zeugen der Verteidigung, dem ARD-Journalisten John Goetz widerlegt, der damals für den “Spiegel” mit Wikileaks zusammengearbeitet hatte und klarstellte, dass das Passwort für den Zugang zu den Dokumenten von zwei “Guardian”-Journalisten zuerst in einem Buch veröffentlicht worden war und die diplomatischen Depeschen schon auf diversen Servern kopiert waren, bevor Wikileaks sie dann auch veröffentlichte. Und dass Assange beim US-Außenministerium sofort angerufen und gewarnt hatte, nachdem er von der Publikation des Passworts erfahren hatte.

“Wagt es nicht, jetzt kalte Füße zu kriegen”

Am dritten Tag der Anhörung ging es dann im Wesentlichen um die Frage, ob das britische Auslieferungsgesetz von 2003 oder der 2007 geschlossene Auslieferungsvertrag zwischen USA und UK Anwendung findet. In diesem Vertrag ist in Absatz 4.1. ausdrücklich ausgeschlossen, dass politische Vergehen zu einer Auslieferung führen dürfen. Der Vertreter der USA und auch die Richterin argumentierten nun, dass in diesem Fall aber das britische Gesetz von 2003 in dem “political offense” als Hinderungsgrund nicht erwähnt wird, gelten müsse. Für eine Auslieferung in die USA soll also der entsprechende bilaterale Vertrag ignoriert und das heimische Gesetz angewendet werden?

Das wäre eine weitere kafkaeske Pointe wie sie tragischerweise schon in dem Verfahren wegen des schwedischen Auslieferungsantrags stattfand, als der Richter am Supreme Court die französische Übersetzung des europäischen Auslieferungsgesetzes heranzog, um die Gültigkeit des Antrags zu entscheiden. Dieser war nur von der Staatsanwaltschaft, nicht aber von einem schwedischen Gericht ausgestellt worden und Assanges Anwälte hatten durch drei Instanzen vergeblich argumentiert, dass ein gültiger Antrag von einer “judicial authority” (einem Gericht) und nicht von einem Staatsanwalt kommen muss. In der französischen Übersetzung, wo von “autorité judicial” die Rede ist, seien Staatsanwälte aber eingeschlossen, hatte der Richter dann argumentiert und dem Antrag stattgegeben. Erst dieser absurde juristische Winkelzug, der klar machte, dass es hier nicht um ein ordentliches rechtsstaatliches Verfahren, sondern um einen politischen Prozess geht, veranlasste Julian Assange dann zu seiner Flucht in das Asyl der ecuadorianische Botschaft. Wie die Anhörungen vergangene Woche zeigten, drohen ihm seitens der britischen Justiz noch weitere solche Winkelzüge.

“Jemand musste Josef K. verleumdet haben…” – wie Kafkas Roman begann auch die Verfolgung des Julian A. mit einer Verleumdung. Der Sonderberichterstatter des UN-Hochkommisariats für Menschenrechte, Nils Melzer, hat mit seinen Recherchen dokumentiert, wie aus der Anfrage von zwei schwedischen Frauen bei der Polizei, ob und wie man Assange zu einem Aids-Test veranlassen könne, über Nacht von der Polizei eine Anzeige wegen Vergewaltigung gemacht und an die Boulevardpresse durchgestochen wurde. Mit dieser fingierten Diffamierung nahm 2010 die Schmierenkampagne und die fragwürdige juristische Verfolgung des Wikileaks-Chefs ihren Lauf, die ihn im April 2019 dann in das Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh brachte (“Präzedenzfall für ein repressives Vorgehen gegen investigative Journalisten”).

Dreimal waren die dubiosen schwedischen Ermittlungen eingestellt und wieder aufgenommen worden. “Wagt es nicht, jetzt kalte Füße zu kriegen”, hatten die britischen Justizbehörden per email die schwedischen Kollegen ermahnt, als diese eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens signalisierten. Verhaltensweisen wie diese veranlassten den UN-Beauftragten Nils Melzer dann dazu, von einer “Verschwörung” zu sprechen, mit der die Behörden von drei Ländern (Schweden, USA, UK) versucht hätten, Assange ins Gefängnis zu bringen. Nils Melzers akribischen Recherchen haben nun dazu geführt, dass sein mit zwei Ärzten im Mai 2019 erstelltes Gutachten über die “psychologische Folter”, der Assange im ausgesetzt sei, zumindest von einigen Journalisten und Politikern ernst genommen wird, sodass in den letzten Wochen erstmals seit zehn Jahren halbwegs sachlich und nicht mehr diffamatorisch über den Fall berichtet worden ist.

Die unerhörten Schikanen, denen Julian Assange aber nach wie vor ausgesetzt ist – “Gestern wurde mein Mandant 11 mal mit Handschellen gefesselt, zwei mal nackt durchsucht, in fünf verschiedene Wartezellen gesteckt und seine Papiere wurden ihm weggenommen”, berichtete sein Anwalt Edward Fitzgerald am zweiten Tag – sind aber nach wie vor kein Thema für die Mainstream-Medien.

Dass die Weltmacht USA und ihre offenbar nur auf dem Papier der Rechtsstaatlichkeit verpflichteten Vasallen derart inquisitorisch gegen einen einzelnen Journalisten vorgehen, während die Whistleblowerin Chelsea Manning nach wie vor in Beugehaft genommen wird, weil sie keine Aussagen gegen Assange vor einem geheimen Militärgericht machen will – zeigt deutlich, dass 2020 das Mittelalter mit seinen Ketzerprozessen und Scheiterhaufen noch nicht vorbei ist. Auch wenn die US-Ankläger Assange “nur” für 175 Jahre nach Guantanamo verfrachten wollen.

So viel zum Fortschritt und zur Rechtsstaatlichkeit im “Werte”-Westen. Das Verfahren wird am 18.Mai fortgesetzt, bis dahin wird Julian Assange nach Angaben seiner Anwältin Jennifer Robinson wohl im Gefängnis bleiben.

Auf Telepolis erschienen

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Kein Schaden durch Wikileaks

(Mit Updates, unten) Dass jeder Angeklagte das Recht auf Verteidigung und auf die Vertraulichkeit der Kommunikation mit seinem Verteidiger hat, ist ein grundlegendes Element der Rechtsordnung. Wenn einem Angeklagten eine solche Vertraulichkeit nicht gewährt wird, kann von einem fairen Strafverfahren keine Rede mehr sein. Schon gar nicht, wenn die gesamte Kommunikation eines Angeklagten mit seinen Verteidigern abgehört und diese Aufzeichnungen an die Partei des Klägers weiter gereicht werden. Wie genau das im Fall Julian Assange geschehen ist,  das wird derzeit von einem spanischen Gericht untersucht, gegen der Gründer der Firma “Undercover Global , die Assange in der ecuadorianischen Botschaft ausspioniert und die Daten an die CIA weitergeleitet haben soll. Finanziert wurde die Aktion, bei der die  Gespräche Assanges mit seinen Verteidigern aufgezeichnet wurden, von dem  Großspender Donald Trumps und Casino-Milliardär Sheldon Adelson. Dies wurde von der Verteidigung Assanges bei der ersten Anhörung vor dem Woolwich Court in London am Montag vorgebracht – als eines der Argumente, warum eine Auslieferung des Wikileaks-Gründer abzulehnen ist. Diese ist ausgeschloßen, wenn der Mandant vor dem Gericht, das seine Auslieferung verlangt, kein rechtsstaaliches Verfahren erwarten kann – wovon  ausgegangen werden muss, wenn schon im Vorfeld gegen grundlegende Prinzipien wie die Vertraulichkeit der Verteidigergespräche eklatant verstoßen wurde. Ebenfalls ausgeschlossen wäre eine Auslieferung nach geltendem internationalen Recht, wenn das Begehren weniger straferechtlich sondern politisch motiviert ist. Hierfür brachten die Verteidiger Belege vor, die zeigen, wie der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, den Trump jetzt zum Chef der Geheimdienste machen möchte, für seinen Chef die Strippen zog, um Julian Assange das Asyl in der ecuadorianischen Botschaft zu entziehen.

Der Vertreter der USA führte vor dem Gericht eine Behauptung an, die eigentlich schon 2014 von einer Untersuchung des Pentagon selbst widerlegt worden ist, dass nämlich durch die Veröffentlichungen von Wikileaks das Leben unbeteiligter Personen gefährdet worden sei. In dem Verfahren gegen Chelsea Manning musste der mit der Untersuchung beauftragte Pentagon-General eingestehen, dass man “kein spezifisches Beispiel” für eine solche Gefährung oder einen Todesfall nennen könne. In London konnte der US-Anwalt nun auch keine konkreten Namen nennen, die aufgrund von  Wikileaks-Publikationen wirklich Schaden genommen hätten. Wo aber kein Schaden ist, ist auch keine Klage, lautet ein alter forensicher Grundsatz und ein Gericht, das eine faire Abwägung zwischem dem Nutzen der “Tat” (der Veröffentlichung von Kriegsverbrechen) und dem in diesem Fall äußerst un-spezifischen Schaden zu treffen hat, käme um eine Abweisung der Klage wohl kaum herum.

Womit wir bei dem politischen Schaden wären, den Wikileaks mit der Veröffentlichung des “Colateral Murder” Videos oder der emails des “Democratic National Congress” (DNC), die den Betrug des Clinton-Teams an Bernie Sanders offenbarten, ohne Frage angerichtet hat – am Image der Weltmacht USA und dem der Kandidatin Hillary Clinton – und damit wieder bei den politischen Motiven, Julian Assange als “Staatsfeind Nr. 1” zu verfolgen und ihn als Nicht-Journalisten zu deklarieren. Bis Ende der Woche werden die Anhörungen vor Gericht noch fortgesetzt, dann  geht es erst im Mai weiter – bis dahin muß Julian Assange nach Angaben seiner Anwältin wohl im Gefängnis bleiben.

Und die Schikanen hören nicht auf. Am zweiten Verhandlungstag beschwerte sich sein Anwalt Edward Fitzgerald: “Yesterday my client was handcuffed 11 times, searched naked twice, put in five separate holding cells and had his papers taken from him – my concern is that this needless treatment limits his ability to participate.”

Craig Murray hat einen der 16 (!!) Zuschauerplätze und berichtet vom Tag zwei der Anhörungen.

UPDATE: Hier der zusammenfassende Bericht vom 3. Verhandlungstag und der unbedingt lesenswerte Report von Craig Murray

Gute Zusammenfassung der ersten beiden Prozeßtage bei Martin Sonneborn

Craig Murray zum 4. Verhandlungstag

PS: Am Donnerstag 27.2. spreche ich bei den Genusskomplizen in Frankfurt zum Fall Assange, am Sonntag, 1.3., im Kulturzentrum in Esslingen