Für die Giftgas-Wochen bei McMedien hat Britanniens durchgeknallter Außenminister Johnson noch mal einen echten Whopper nachgelegt und die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit Hitlers Olympiade 1936 verglichen. Möglicherweise müsse die Regierung Fußballfans aus Sicherheitsgründen anraten das Turnier nicht zu besuchen. Nun haben die Briten, seit sie 1966 mit einem Fake-Tor Weltmeister wurden, seit Jahrzehnten nichts mehr gerissen, wenn es also tatsächlich zu einem Boykott Englands kommen sollte, wäre das fußballerisch kein Drama. Was nun Hitler betrifft, hatte England nicht nur 1936 kein Problem mit einer Olympiateilnahme – wohingegen die Sowjetunion die Spiele damals boykottierte – die englische Nationalmannschaft trat auch noch 1938 im Berliner Olympiastadion an, und salutierte mit deutschem Gruß. Aber Geschichtsbewußtsein ist fraglos zuviel verlangt von dem narzistischen Clown Johnson, der nicht nur frisurentechnisch als Trumps pöbelnder Cousin durchgeht.
Was die Hintergründe der ganzen Affäre betrifft, halten sich die McMedien-Konzerne auffällig zurück. Die Behauptungen und Beschuldigungen der britischen Regierung werden zwar kolportiert und bieten weiteren Anlass zum fröhlichen Russland-Bashing, nachgefragt und recherchiert wird aber nicht. Um zu erfahren, dass Boris Johnson kategorisch lügt, wenn er behauptet, dass das bei dem Anschlag angeblich verwendete Nervengift “Novichok” identifiziert worden sei, muss man den Blog des ehemaligen britischen Botschafters Craig Murray lesen, oder unter dem stets gut informierten Moon of Alabama – oder im Blog des Saker – von sowjetischen Wissenschaftlern erfahren, dass sie einen konkreten Stoff dieses Namens nie entwickelt haben – und der Name “Novichok” von einem in den USA lebenden Ex-Mitarbeiter in die Welt gesetzt wurde. Nicht bei BBC oder Guardian oder gar hiesigen McMedien-Outlets, sondern bei Thierry Meissan muss man sich dann darüber informieren lassen, wie die Skripal-Affäre mit drei kürzlich vereitelten Giftgas-Anschlägen in Syrien zusammenhängt, mit einem entdeckten Depot mit Nervengiften der von u.a. von England unterstützten “moderaten Rebellen” sowie mit der Blitzentlassung des US-Außenministers Tillerson durch Trump:
Die britische Regierung und manche ihrer Verbündeten, einschließlich des Außenministers (Secretary of State) Rex Tillerson, haben versucht, einen kalten Krieg gegen Russland zu starten. Ihr Plan war, einerseits einen Anschlag gegen einen ehemaligen Doppelagenten in Salisbury und andererseits einen chemischen Angriff gegen die “moderaten Rebellen ’’ in Ghuta zu inszenieren. Die Verschwörer wollten das Bemühen Syriens, die Vororte der Hauptstadt zu befreien, und die Unordnung in Russland anlässlich der Präsidentschaftswahlen, ausnutzen. Nach diesen Manipulationen hätte das Vereinigte Königreich die USA angespornt, Damaskus, einschließlich des syrischen Präsidentenpalasts zu bombardieren und die Generalversammlung der Vereinten Nationen ersucht, Russland aus dem Sicherheitsrat auszuschließen.
Allerdings haben die syrischen und russischen Geheimdienste Wind davon bekommen. Sie waren überzeugt, dass die US-Agenten, die einen chemischen Angriff von Ghuta aus gegen Ghuta planten, nicht vom Pentagon abhingen, sondern von einer anderen US-Agentur.
Ich kann nicht weiter nachforschen, ob das so gelaufen ist, es scheint aber auf jeden Fall mehr Sinn zu machen als die Räuberpistole, die der Weltöffentlichkeit von May aufgetischt wird. Ein Motiv für die “Russen”, einen ehemaligen Doppelagenten, der bei ihnen jahrelang im Gefängnis saß, auf derart dilettantische Weise zu “beseitigen”, gibt es schlicht nicht.
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