(This post is also available in English) Im August dieses Jahres erhielt ich ein Schreiben mit der Bitte um Rat bei einem Projekt. Da es sich um ein recht ungewöhnliches Vorhaben handelte – die Gründung einer Glaubensgemeinschaft bzw. Kirche -, baten die Unterzeichner darum, ihre Anonymität zu bewahren, falls ich über die Idee berichten würde. Dies aber sei durchaus erwünscht, “um erste Erfahrungen über die mögliche Akzeptanz zu gewinnen”. Weiter heißt es in dem Schreiben:
“Nachdem nun schon fast 15 Jahre vergangen sind, ohne dass die Verbrechen des 11. September 2001 aufgeklärt und die wahren Täter und Hintermänner ermittelt sind, ist eine solche Aufklärung auch in den kommenden Jahrzehnten nicht zu erwarten. So verständlich und legitim es sein mag, die Wahrheit über 9/11 und eine ordentliche Untersuchung des Massenmordes zu fordern, so illusorisch und unrealistisch ist es leider auch, eine tatsächliche Umsetzung dieser Forderung zu erwarten. Da die offizielle, von Regierungen und Medien verbreitete Legende also weiter Bestand haben wird, macht es aus realpolitischen Gründen wenig Sinn, dagegen weiter argumentativ vorzugehen. Wo Legenden als Realgeschichte etabliert und zur Staatsräson erkoren werden, um auf dieser Basis Machtpolitik zu exerzieren, hat kritische Vernunft ausgedient.
Deshalb wollen wir eine Glaubensgemeinschaft gründen, die sich klar und unzweideutig zur offiziellen 9/11-Geschichte bekennt und die Promotion dieser wunderbaren Ereignisse in den Status soliden, staatlich geprüften Wissens feiert. Weil dabei sowohl die Naturgesetze, wie auch die der Wahrscheinlichkeit, der Logik und des gesunden Menschenverstands teilweise in Frage gestellt werden, haben wir uns (vorläufig) für den Namen “Church Of Free Fall” (C.O.F.F.) entschieden und streben mittelfristig die Zulassung als offizielle Religionsgemeinschaft an.
Dass die C.O.F.F. als eigentlich säkulare “Wissensgemeinschaft” dabei auf Gründungsmythen und Wunder verweisen kann, die hinter denen der etablierten Kirchen kaum zurückstehen, zeigt unser Glaubensbekenntnis im Anhang. Es wurde von der internationalen Sektion des vorläufigen C.O.F.F.-Episkopats erlassen und soll als Grundlage der Gemeinschaft dienen. An weiteren Glaubensgrundsätzen, Dogmen sowie an kultischen Ritualen wird derzeit noch gearbeitet.
Mit dem C.O.F.F.-Bekenntnis ( PDF hier)tragen wir der Realpolitik Rechnung, wie sie auf Basis der pulverisierten WTC-Türme in Sachen Krieg, Überwachung und “Sicherheit” selbstverständlich geworden ist. Statt Kraft durch Nörgeln bezieht die C.O.F.F. Freude durch Affirmation, sie feiert den Wahnsinn der Realität und den gerechten Great War On Terror. Statt sie zu bekämpfen liebt C.O.F.F. die Feinde einfach an die Wand.
Sie können unser Manifest gerne veröffentlichen.”
Was hiermit geschieht: Weiter bei telepolis
UPDATE: Nachdem das C.O.F.F. Glaubensbekenntnis bei telepolis schon scharenweise Proselyten akquiriert und auch der Westend Verlag das “9/11 Unser” freudig veröffentlicht hat (“Holy Shit!”) erreichen uns erste Betrittswünsche, die wir an die Gründungs-Mütter, und -Väter der COFF weiterreichen. Ebenso wie den Vorschlag für eine Hymne, die in der Tat gute Chancen haben sollte, in den Kanon der COFF-Gesänge aufgenommen zu werden: Nach einer alten Weise von Bruder Tom Petty, mit neuem Text und dem bekannten glückseligen Refrain: Free Fallin’ !
UPDATE 2: Nachdem hier weitere Vorschläge für das COFF-Gesangbuch einlaufen sollen diese am Feiertag der geneigten Gemeinde nicht vorenthalten werden – ebenfalls nach einer alten Weise, mit denen die Brüder Gibb seinerzeit die Tanzböden zum Glühen brachten. Nunmehr neu interpretiert von den Free Bees:




