Betr. Schmähkritik

Mit “Schmähkritik” kenne ich mich ein wenig aus, weil ich als Redakteur der taz etliche solcher Verfahren erlebt habe – und die allermeisten wurden im Sinne der Presse,- Meinungs,- und Kunstfreiheit entschieden. Ein bahnbrechendes Urteil erstritt die taz 2002 gegen Kai Diekmann, dem Gerhard Henschel in der Zeitung eine Penisverlängerung angedichtet hatte –  eine eindeutige Schmähung, für die anderen Person mit Sicherheit ein Schmerzensgeld zugesprochen worden wäre. Ein “Bild”-Chef freilich, dessen Blatt permanent den Privat,- und Intimbereich von Menschen zur Schau stellt, müsse selbst eine solche Schmähung hinnehmen, befand das Gericht. Der Rennrodler Georg Hackl dagegen konnte ein Schmerzensgeld einstreichen, nachdem Wiglaf Drostein ihn in der taz  als “rasende Weisswurst, der das Resthirn in die Kufen gerutscht ist” bezeichnet hatte; auch Thilo Sarrazin wurden 20.000 Euro für den Schmerz zugesprochen, dass er in der taz als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur” porträtiert worden war, “dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“.

In diesen Fällen sahen die Gerichte die Grenzen der Satire überschritten und die Betroffenen in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt – und wäre Erdogan deutscher Staatsbürger könnte auch er für die “Ziegenficker”-Zeilen erfolgreich Schmerzensgeld erstreiten. Als Sultan der Türkei kann er das aber nicht – gäbe es da nicht ein Relikt im deutschen Strafgesetzbuch, den § 103, der die Ehre ausländischer Staatsoberhäupter besonders schützt. Wobei die Verfolgung von Verstößen gegen diesen Paragraphen nicht automatisch durch Strafanzeige, sondern nur durch “Ermächtigung” der Regierung erfolgt, was die eher läppischen Verse jetzt zur internationalen Affäre macht. Dass der sogenannte Schah-Paragraph zuletzt nach dem “regime change” im Iran in den 1960ern Anwendung fand, als sich ein von US-Gnaden installierter Diktator, Schah Reza Pahlewi, von hiesigen Karrikaturen ehrverletzt fühlte, jetzt gestrichen werden soll, ist zwar überfällig. Anderseits füllt Erdogan als vom Westen gehätschelter Autokrat und IS-Unterstützer die seit dem Abgang des Schah-Regimes verwaiste Rolle auch ziemlich genau aus – es würde also schon passen. Ein paar Salafisten-Könige, die hier gern als Kopf-ab-Muftis und Kamel-Schänder verspottet werden, hätten auch noch Chancen auf Schmerzensgeld.

Was man ansonsten über die Affäre wissen muß, hat Antonia Baum wunderbar eingefangen:

“Ein bezahlter Rebell wird von einer Institution, die ihn bezahlt und als Rebell installiert hat, gemaßregelt, nachdem dieser, mit Ansage, etwas falsch gemacht hat, das man in der Bundesrepublik Deutschland nicht falsch machen soll. Woraufhin die Regierung öffentlich sagt, dass jener Rebell da wirklich etwas falsch gemacht habe, die Staatsanwaltschaft, weil er mutmaßlich etwas falsch gemacht hat, aktiv wird und die Presse von ihrer Pressefreiheit Gebrauch macht, indem sie darüber streitet, ob der Rebell nun tatsächlich etwas falsch gemacht hat. Und die jungen Menschen Deutschlands (die Zielgruppe des ZDFs) zusätzlich und für nur 17,50 Euro das für das Erwachsenwerden so wichtige Gefühl geschenkt bekommen, ihnen stehe ein echter Rebell vor. Es läuft alles einwandfrei hier.”

Oh wie schön ist Panama

Janosch-Panama-App-2Kaum ist man mal ne Woche offline, läuft der e-Briefkasten schon über, mit Nachrichten vom “größten Leak der Geschichte” – Panama ist überall.  Doch kaum dass man mit Janoschs Bär  “Oh wie schön ist Panama” brummen will, kommt bei der ersten Durchsicht  der News ein heftiger Lachanfall: Putin! Zwar kommt Wladimir der Schreckliche in den 2,6 Terrabyte Daten persönlich gar nicht vor, was freilich  nur und einmal mehr seine Clerverness demonstriert: verschlagen wie der Kreml-Herrscher nun mal ist, benutzt er Strohmänner. Raffiniert ! Weder David Cameron noch Hillary Clinton noch dieser Dödel von Islandpremier sind darauf gekommen. Während Letzterer gleich zurückgetreten, sitzen die beiden Ersteren derlei Peanuts aber locker aus, auch ein paar FIFA-Nasen, die Schoko-Marionette Poroschenko oder der saudische Salafisten-König haben nichts zu befürchten, was man nicht eh schon wüßte: dass sie korrupt sind.

Okay – das Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) hat angekündigt, dass die Enthüllungen noch eine Weile weiter gehen. Putins Pressprecher hatte bereits vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass eine internationale Medienkampagne gegen das Umfeld des Präsidenten in Vorbereitung sei – und angesichts des Umfelds des ICIJ und der Finanzierung der Recherche durch US-Stiftungen liegt der Verdacht durchaus nahe, dass hier neben investigativem Journalismus auch konzertierte Propaganda am Werke sein könnte. Aber nicht, weil bisher keine Amerikaner aktenkundig geworden sind – die können seit je gleich zu Hause in Delaware einen Briefkasten mieten und müssen nicht in ihren Hinterhof nach Panama ausweichen. Der steht auf der Liste der Schattenfinanzplätze derzeit nur auf dem 13. Platz, solange nicht die “Cayman Papers”, die “Hongkong Papers” und die Papiere der Mutter aller Finanzoasen, der City of London Corporation geleakt sind, solange kann die  Liste der Betroffenen nur unvollständig bleiben. Und doch ist selbst ein derartiger limititierter “hangout”  eindeutig besser als gar keiner, denn er  macht er  die Spitze eines Eisbergs sichtbar, dessen Existenz lange bekannt ist – und der ebenso lange totgeschwiegen und umschifft wird. Weshalb in der soeben erschienen ganzen Wahrheit über alles   über “Steuern und Steueroasen” unter anderem  zu lesen ist:

»Steueroasen« sind fast schon ein zu idyllisches Wort für diese Rückzugsorte, die wie einst die Burgen der Raubritter oder die Schatzinseln der Piraten für die Geplünderten und Beraubten uneinnehmbar sind. Und es sind nicht mehr erfolgreiche Zahnärzte oder Besserverdienende, kleine Millionäre wie Uli Hoeneß oder Alice Schwarzer, die ein bisschen Schwarzgeld am Finanzamt vorbei offshore parken, in der Schweiz oder in der Karibik – es sind die Großkonzerne, Multimilliardäre und korrupten Oligarchen, die hier den Wohlstand ihrer Nationen privat bunkern.
»Die Beträge, die in solche Standorte geflossen sind, stiegen von elf Milliarden US-Dollar im Jahr 1968 über 385 Milliarden US-Dollar 1978 und sechs Billionen US-Dollar 1998 auf 21 Billionen US-Dollar im Jahr 2010. Nach konservativen Schätzungen hat die Verlagerung von Geldvermögen von 1968 bis heute somit um das 2000-Fache zugenommen. Nahezu alle großen Konzerne verfügen über Offshore-Zweigunternehmen, mehr als die Hälfte des Welthandels fließt durch diese Steueroasen, fast alle hochvermögenden Privatpersonen besitzen Offshore-Konten, die ihnen steuerliche ›Gestaltungsmöglichkeiten‹ eröffnen.« So summiert John Urry, einer der wenigen Soziologen, die dieses gigantische Schattenreich der globalen Ökonomie erforschen, das Problem ( John Urry, Grenzenloser Profit. Wirtschaft in der Grauzone, 2015).

Dass “Panama” nun dazu führt,  die Schattenfinanzplätzen zu durchleuchten, die Oasen trocken zu legen und die Raubritterburgen zu schleifen, mag ein frommer Wunsch sein – ist aber durchaus möglich. Die Ökonomen Thomas Piketty und Gabriel Zucman haben einen Aktionsplan dafür vorgelegt (Gabriel Zucman, Steueroasen. Wo der Wohlstand der Nationen versteckt wird, 2014). Sie fordern ein internationales Finanzkataster, das die Besitzverhältnisse von Wertpapieren eindeutig registriert. Standorte, die sich weigern, dieser Registrierungspflicht nachzukommen, werden so lange mit Strafzöllen auf ihre Transaktionen belegt werden, bis sich ihre Geheimnistuerei nicht mehr rechnet. In Frankreich brauchte es einst eine blutige Revolution, um Adel und Klerus zu Steuerzahlungen zu zwingen, um dem heutigen Finanzadel an die Brieftasche und an den Briefkasten zu gehn, braucht es hingegen nur ein paar Daumenschrauben…

Dieter Thomas R.I.P.

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Zum ersten Mal sind wir vor über 50 Jahren zusammen im Hambacher Wald gewandert – ich als Pimpf und Dieter als Gruppenführer der Limburger “Stadtranderholung”. Und das letzte Mal, als ich ihn und seine Lebens,- und Bühnenpartnerin Hendrike von Sydow vor zwei Jahren auf Gomera besuchte und  Dieter mich einen ganzen Tag lang durch die wunderbaren Schluchten und Wälder seiner zweiten Heimat führte. Als notorischer Schreibtischhocker kam ich kaum hinter her, so fit und dynamisch legte er vor. Dass ihn jetzt ein heimtückischer Krebs in nullkommanix dahin gerafft hat ist ein Schock und die Vorstellung, dass Wolfgang Neuss im Jenseits gleich jubelnd gebellt hat  “Na endlich, Dieter, der Beltz wartet schon, jetzt aber sofort wieder “Fronttheater!”  nur ein sehr schwacher Trost. Wenn Matthias Beltz und Dieter Thomas in den 80ern mit dem “Frontheater” in Berlin auftraten,  gehörten Besuche beim Ungeheuer von Loch Neuss zum Pflichtprogramm  der Kabarett-Fortbildung.

“Dieter Thomas hat den Charme einer ungespülten Kaffeetasse auf dem Tisch einer Wohngemeinschaftsküche” schrieb damals der “Spiegel” über seine Auftritte und die FAZ befand angesichts des Programms “Seniorehippie”, dass die Achtundsechziger in ihrem Scheitern “einfach komischer als die Neunundachtziger” seien. Seine Komik als linkischer, subversiver Clown, seinen Stoff und seine Witze holte er aus dem wirklichen Leben und brachte sie unverstellt auf die Bühne – ob im schrillen Kostüm, ob als genervter Beziehungspartner oder als Althippie mit Hund, Dieter war immer echt. Dafür wurde er geliebt, nicht nur vom Publikum, sondern vor allem von seinen Freunden. Er hatte ein Herz und er trug es auf der Zunge. Und wird als gute Seele deshalb keine Probleme haben auf seiner letzten Wanderung in den Kabarett-Himmel. Wo sich Tumor dann wieder prima mit Humor reimt…

Der Berg ruft…

…mal wieder, und auf diesem Blog ist jetzt für eine Woche Pause. Zuvor aber noch kurz die letzten Bernie-News: Hillary , meldet Associated Press,  ist ziemlich  frustriert,  weil Sanders es zunehmend gelingt, junge Wähler zu begeistern. Da hilft auch nichts mehr, dass der publizistische Arm der Clinton-Maschine, die New York Times,  Bernies Auftritt in der Bronx vor 18.500 Leuten mit zwei Fotos illustriert, die nur ein paar Dutzend Anhänger zeigen. Galt New York  in Umfragen vor einigen Wochen noch noch als absolut sichere Bank für die zweimalige Senatorin  des Distrikts, rückt der Brooklyn-Boy Bernie ihr in den letzten Tagen immer dichter auf die Pelle. Meine Hoffnung, dass er New York gewinnt, hat mir aber der Freund und Kollege Daniel Hopiscker in einer mail etwas geraubt: “Prediction: Bernie wins Wisconsin. Then Hillary wins New York, cause voting machines there have been rigged since Godzilla roamed the earth. Them’s the facts about democracy in America.”

Daniel hat seinerzeit eine Doku über die Wahlmaschinen gemacht, die George W. ins Weisse Haus brachten, kennt sich also aus mit diesem Beschissmus… (Schon mein Held JFK hätte es ja damals nicht geschafft, wenn Papa Joe nicht in Nevada die letzten nötigen Stimmen gekauft hätte.) Da steht Bernie als wirklich Unabhängiger ( er ist ja erst im November in die Partei eingetreten) ziemlich im Regen, selbst wenn er eine Mehrheit der Wähler hinter sich hat.
Dass er für den deep state attraktiver ist als Trump, wie der Autor dieses sehr lesenswerten Artikels andeutet… da bin ich mir nicht so sicher. The Donald mag isolationistische Töne spucken und deshalb eine Gefahr für den militärisch-indsutriellen Komplex sein, aber er ist auch eine loose cannon – wohingegen Sanders zwar keine echte Friedenstaube, sondern eher ein Spatz  ist, aber auf keinen Fall ein Falke wie Killary… Hätte sie und nicht Obama die Primaries seinerzeit gewonnen, läge Damskus heute in Schutt und Asche – Obama stoppte nach dem False Flag Giftgas in Syrien die schon bereistehenden Bomberstaffeln. Und soviel Vernunft traue ich Bernie allemal zu… außenpolitisch würde es also nicht wirklich schlechter mit ihm. Und wenn er zu Haus ein paar sozialdemokratische Reförmchen hinkriegt, das wär doch schon was. Wenn die 0,01 % soviel zulassen – und ihn am Leben….

 

Götter kommen auch vor

Ken Jebsen spricht nicht nur viel und schnell, er liest auch noch viel mehr und offensichtlich noch schneller. Vorletzten Montag bekam er gegen 11.00 mit reitendem Boten unser neues Buch druckfrisch zugestellt, am Mittwoch um 14.00 trafen wir uns dann im Studio zu einem längeren Gespräch darüber. Und er hatte nicht nur den Klappentext gelesen – viele Moderatoren schaffen ja nicht mals das –  sondern das komplette Buch, wie ich an den Anstreichungen bis in den kleingedruckten Anmerkungs,- und Quellenanhang feststellen konnte. Sowie an den qualifizierten Fragen, die er sich auf vier Seiten ausgedruckt hatte und mir dann stellte. Unser Gespräch ist noch nicht online – aber in seiner regelmäßigen Tour d’Horizon “Me Myself & Media”  gibt es bei den Buchtipps am Ende schon eine kurze Empfehlung:

 

Birdie Sanders fliegt…

Seit dem Osterwochenende pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Bernie, Bernie, Bernie! Der Senator gewann die Vorwahlen in Alaska, Hawaii und Washington haushoch und während einer Rede in Portland/Oregon flog ein Spatz auf die Bühne, das Publikum lachte, Sanders unterbrach und der Vogel setzte sich für einen Moment direkt vor sein Mikrofon (Video hier). “Ich weiß, dass das keine Taube ist, aber dieser kleine Vogel steht für den Weltfrieden. No more wars!” Und nicht nur der Saal jubelte, sondern auch die sozialen Medien, in den sich die symbolische Szene in Windeseile verbreitete – und Sanders nicht nur weitere Wählerstimmen zutreiben wird, sondern vermutlich auch dafür sorgt – wie ein Kommentar vermerkte – dass Hillary für ihre nächste Rede wohl schon Tauben gemietet hat…  Als Sven mich vor einigen Wochen, nach den ersten Erfolgen Bernies, auf unserem Blog zum Buch fragte, ob sich Sanders  nicht auf dünnem Eis bewegt, weil ihn ein irrer Einzeltäter aus dem Rennen nehmen könnte, sah ich für einen neuen Lee Harvey Oswald keinen Bedarf, weil über den Kandidaten nicht von den Wählern, sondern letztlich von den Funktionären der Partei entschieden werden, die als “Superdelegierte”  das Wählervotum überstimmen können.  Was sie freilich noch nie getan haben in der Geschichte. Es bleibt also spannend und nachdem einer der zuverlässigsten US-Demoskopen nach den vorliegenden Umfragen voraussagt, dass Bernie alle noch ausstehenden Vorwahlen gewinnen wird, denke ich mittlerweile auch, dass er gefährlich lebt. Zumal Sanders in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl sehr viel deutlicher vor Trump liegt als Clinton – und er wegen massenhafter Kleinspenden mehr Wahlkampfgeld als Hillary akquiriert. Und riesige Stadien für seine Auftritte mieten kann und  – anders als Clinton – Zehntausende meist junger WählerInnen begeistern, was auch die orchestriert auf Clinton/Trump fixierten Leitmedien dazu zwingt, dem “Außenseiter” endlich faire Sendezeit einzuräumen. Was seiner Kampagne für die entscheidenden Abstimmungen in Kalifornien und New York (im April bzw. Juni) weiteren Auftrieb geben dürfte. Und auch wenn Bernie keine echte Friedenstaube, sondern nur ein Spatz ist… man kann nur wünschen, dass er weiter und noch höher fliegt. Und am Leben bleibt…

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Gott und die Welt

Zuerst dachte ich: Oh no, zwei Stunden diesem Ex-Priester und seinem pastoralen Leierton zuzuhören, das schaff ich nicht. Aber dann geschah etwas Erstaunliches: ich war so angetan von diesen ebenso geistvollen wie welthaltigen Ausführungen, dass ich mir das ganze  Gespräch am nächsten Tag noch einmal anhörte. Denn Eugen Drewermann kennt sich als Theologe, Tiefenpsychologe und politischer Kopf überall aus – innen und außen, oben und unten – und er spannt faszinierende rhetorische Bögen: über Gott und die Welt, von Tagesaktualität zur Ewigkeit, von persönlichem Erleben in und nach dem Krieg zur geopolitischen Gesamtlage von heute. Über die Feiertage sollte jede/r  die Zeit haben, sich diese Einsichten und Ausblicke zu Gemüte zu führen. Es lohnt sich – und keineswegs nur, weil hinterher klar ist, dass bei uns eindeutig die falschen Ex-Pfarrer und Pfarrrestöchter am Regierungsruder sitzen….