Nachdem ich den Roman “Die Rättin” im Frühjahr 1986 mit scharfen Worten (und guten Argumenten) als “gescheiterten Tierversuch” verrissen hatte, nahm Günter Grass das wohl ziemlich übel, denn er verweigerte der “taz” fortan Interviews. Ich fand das ziemlich kleinlich, zumal der Großmeister für sein Werk von den Königspudeln des Feuilletons wie Fritz Raddatz oder Joachim Kaiser gebührend gelobt worden war – da sollte man doch generös aushalten können, von einem kleinen Kläffer auch mal angeblafft zu werden. Wie auch immer – als er Jahrzehnte später “mit letzter Tinte” das Großtabu brach, die Gefahr von Israels Atomwaffen anzusprechen, sprang ich ihm nunmehr als kleiner Blogger zur Seite, nachdem ein Shitstorm sondergleichen über ihn hereingebrochen war. Mit drei hier erschienen Artikeln unter dem Titel “Günter Grass und Lord Voldemort” . Die Sache war ihm wichtig und ihm dürfte klar gewesen sein, dass er sich damit Ärger einhandelt- dass Grass ihn, um der Sache willen, auf sich nahm ehrt ihn. Denn schon ein Blick auf die Landkarte – den von potentiellen Nuklearstützpunkten umzingelten Iran – zeigt das falsche Spiel des Westens. Als ewiger Mahner ist Günter Grass vielen – auch mir – oft auf den Zeiger gegangen, seine letzte große Mahnung aber war richtig und wichtig. Deshalb sei als Gegengift zu allen nachrufenden Naserümpfern hier noch einmal daran erinnert.
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Warum Unfrieden in Europa essentiell für die USA ist
Auf den geopolitischen Klartext von George Friedman vom “Stratfor” – Institut – dass die globale Vormachtstellung der USA nur zu halten ist wenn zwischen Russland und Deutschland Unfriede herrscht – hatten wir unlängst schon hingewiesen. Hier nun nochmals in deutscher Übersetzung Friedman (ab Min. 3:30) und eine “Gegendarstellung” von Wladmir Putin (ab Min. 16:40).
Die endlose Katastrophe
Das Desaster in Fukushima ist fast vergessen, verdrängt und aus den Nachrichten verschwunden, doch diese Katatstrophe ist nicht vorbei – sie ist endlos. Nach wie vor läuft radioaktives Wasser direkt ins Meer und in die Erde und ein Ende ist nicht abzusehen. In einem Web-Comic hat Elisabeth Kmölniger jetzt einen Überblick geschaffen: Die endlose Katastrophe
Faule Eier
Ich bin mir ja machmal unsicher ob ich die kriegslüsterne Dame als “Hitlary” oder “Killary” Clinton beschimpfen soll. Für ersteres spricht aktuell, dass sie als erste im Konflikt mit Russland den bei Kriegspropaganda unvermeidlichen Hitler-Vergleich platzierte, für letzteres, dass in ihrer Außenministerschaft der globale Drohnenterror auf die Tagesordnung rückte. Jetzt könnte auch noch “Dollary” Clinton hinzukommen: Während ihrer Amtszeit hat ihre Familienstiftung 10 Millionen Dollar von ukrainischen Oligarchen kassiert wie das Wall Street Journal berichtete (hinter einer Paywall, hier Auszüge):
In 2008, Mr. Pinchuk made a five-year, $29 million commitment to the Clinton Global Initiative, a wing of the foundation that coordinates charitable projects and funding for them but doesn’t handle the money. The pledge was to fund a program to train future Ukrainian leaders and professionals “to modernize Ukraine,” according to the Clinton Foundation. Several alumni are current members of the Ukrainian Parliament.
Mit dem Ende von Clintons Amtszeit im November 2013 waren dann offenbar genug “future leaders” trainiert um mit der “Modernisierung” zu beginnen. Dass Außenminister Stiftungen betreiben und in “regime changes” investieren hat ohne Frage ein Geschmäckle. Zumal Frau Clinton sich ja gerade für den nächsten Präsidentschaftswahlkampf warmläuft, ebenso wie auf der anderen Seite der nächste Bush. Was wieder einmal Gore Vidals Diktum von Amerikas “Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln” in Erinnerung bringt – und die Tatsache, dass die Clintons und die Bushs schon seit der 80ern “dicke” sind. Damals ließ Bush als Vize-Präsident von seinem Adjutanten Ollie North Kokain schmuggeln, um den Terror der “Contras” in Nicaragua zu finanzieren. Als ihr Chefpilot, Barry Seal, nach einer Landung in Mena (Arkansas), mit Säcken voller Drogen und Dollars verhaftet und eingebuchtet wurde, war er nach zwei Tagen wieder auf freiem Fuß – dank einer Verfügung des amtierenden Oberstaatsanwalts von Arkansas, Bill Clinton.
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Dazu paßt die Meldung, dass Premierminister Jatsenjuk in Kiew vor der Abwahl stehen soll – wegen Korruption. Der Sprecher der Petroschenko-Fraktion teilte mit, dazu in der kommenden Woche eine Parlamentskommission einzusetzen. Unterdessen entwickelt sich die “Demokratie” in der Ukraine ganz prächtig: nach einem neuen Gesetz sind russlandfreundliche Filme ab sofort verboten. Demnächst auch Bücher vom Tolstoij, Puschkin et. al.? Wie auch immer: zuerst mal beginnen 700 amerikanische “Ausbilder” mit dem Training der ukrainischen Nationalgarde, darunter auch die braunen Kameraden des Asov-Bataillons, die sich darüber besonders freuen, denn der Startschuß fällt an Hitlers Geburtstag.
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Dass bei dem, was dem erschrockenen Publikum als “Terrorismus” verkauft wird, in der Regel Geheimdienste bis Oberkannte Unterlippe involviert sind, ist ja leider nichts Neues. Der soeben in New York “gerade so eben noch verhinderte” Anschlag von ISIS bestätigt diese Regel einmal mehr. Mit Vorratsdatenspeicherung aber kann so etwas nicht mehr passieren, hat der große Vorsitzende Sigmar Gabriel soeben verkündet: “Hätten wir das bereits zum Zeitpunkt der ersten NSU-Morde gehabt, hätten wir weitere vermutlich verhindern können.” Ja klar, fragt sich nur wer “wir” ist, wenn die, die die Daten speichern dieselben sind, die unter ihren Schlapphüten Glatzen tragen und Nazi-Terroristen fördern…
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Die sich abzeichnende Einigung im Atomstreit mit dem Iran hat in Teheran zu Freudenfeiern geführt und im Rest der Welt zu allgemeinem Aufatmen. Nur Bibi Netanjahu tingelt durch die Talkshows und erzählt, dass damit das “Überleben Israels”, also quasi der nächste Holocaust vorprogrammiert sei. Wie dies, wo doch der Iran in seiner langen Geschichte noch nie ein anderes Land angegriffen hat ? Nach Bibis irrer Zeitrechnung freilich ist Iran seit 30 Jahren nur zwei Jahre von der Atombombe entfernt , Israel also schon gut ein Dutzend mal knapp an der Auslöschung vorbeigeschrammt weil die Iraner das verdammte Ding einfach nicht abwerfen…
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“Ohne Merkel gäbe es keine Russlandsanktionen”, sagt George Soros und fordert Deutschkand und die EU auf, für die Ukraine 50 Milliarden beretzustellen, damit sie für Investoren (wie ihn) attraktiv wird. “Ich stehe bereit. Es gibt konkrete Investitionsideen, zum Beispiel in der Landwirtschaft oder bei Infrastrukturprojekten. Ich würde eine Milliarde Dollar hineinstecken.” Wie in den Jahrhunderten zuvor hat es der Westen vor allem auf die äußerst fruchtbare Schwarzerde abgesehen; Konzerne Monsanto sehen in der Ukraine das Einfallstor für ihr in der EU verpöntes gentechnisch verändertes Saatgut.
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Ob solches Saatgut angebaut werden darf oder nicht, sollen – wenn T-TIP kommt – nicht mehr die Bürger eines Landes entscheiden, sondern internationale Schiedsgerichte. Wie das im Detail aussehen soll wird – aus gutem Grund – im Geheimen verhandelt, denn mit Demokratie, mit parlamentarischer und rechtsstaalicher Souveränitätet hat das Ganze nichts mehr zu tun. Unterdessen hat Wikileaks das geheime “Kapitel über Investitionen” zur Trans-Pacific-Partnership TTP veröffentlicht, das “Investoren” nicht nur Kompensationen für direkte oder indirekte Enteignungen einräumt, sondern auch “für vorgebliche Verluste von Unternehmen durch soziale Konflikte, Änderungen von Steuergesetzgebungen, Umweltschutz- oder Gesundheitsvorschriften, durch die Investoren ihre Handelsmöglichkeiten und Gewinnaussichten betroffen sehen.”
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Und wie hält man dieses ganze Elend aus ? Musik, Musik, Musik, Musik! Sie wirkt, hat die Wissenschaft jetzt entdeckt, sogar auf unsere Gene. In diesem Sinne: Frohe Rest-Ostern!
Vor 50 Jahren: „How does ist feel…?“
Vor zehn Jahren schrieb ich über ein Musikstück, das um ein Haar gar nicht erschienen wäre und 40 Jahre später zum besten Rocksong aller Zeiten gewählt wurde: Bob Dylans „Like a rolling stone”.
Im Studio A im Obergeschoß des Columbia-Buildings in New Yorks Seventh Avenue nahmen die Top-Stars von Columbia Records ihre Platten auf. Frank Sinatra hatte hier „New York, New York“ und Dutzende weitere Klassiker eingespielt und jüngere Künstler wie Barbara Streisand oder Andy Williams („Moon River“) gerade ihre ersten Hits produziert. Die Musiker, die sich am 15. Juni 1965 dort mit Bob Dylan versammelt hatten, entsprachen nicht dieser amerikanischen Mainstream-Musik, die Columbia groß gemacht hatte. Nach vier Folk-Alben mit Balladen wie „Blowin’ in the wind“ und „The times they are a’changin“ hatte Dylan im April 1965 seinen ersten Rocksong „Subterrean Homesick Blues“ aufgenommen, doch war dieser unterirdische Heimwehblues – eine Litanei,die heute von Historikern als Ur-Musikvideo und Vorgänger des Rap gefeiert wird – nicht im Enferntesten in die Chartränge vorgestoßen, die die Hits dieses Frühjahrs belegten: die Beatles mit „Eight days a week“ und die Rolling Stones mit „Play with fire“. Die britischen Bands hatten dem ur-amerikanischen Rhythm & Blues neues Lebens eingehaucht, doch an den „Majors“ wie der CBS-Tochter Columbia-Records war dieser Trend vorbeigerauscht. Schon 1955 hatte man dem Rock’n Roller Elvis Presley keinen Vertrag gegeben und 1963 auch das erste Beatles-Album abgelehnt. Und dass Bob Dylan an diesem Junitag 1965 mit „Like a rolling stone“ gerade den besten Rocksong aller Zeiten eingespielte, wollten die Plattenbosse nicht hören – jedenfalls nicht sofort.
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Bitte bitte – heiter weiter!
Eine meiner Lieblingsblogs – Fefe – hat heute Geburtstag – und da war natürlich eine kleine Laudatio fällig:
Zehn Jahre sind das jetzt schon, dass ich fast jeden Tag bei Fefe vorbei schaue? Kinder wie die Zeit vergeht. Dabei kommts mir wie letzte Woche vor, dass ich 1981 in der Kulturredaktion der taz hockte und einen Kollegen fragte, was denn da nebenan im Plenumsraum für eine Versammlung losginge: “Irgendwelche Computerfreaks die einen Verein gründen.” Als ich mich später dazu setzte, sprach ein Typ mit blauer Latzhose, der nicht nur aussah wie ein Ökogärtner, sondern auch so sprach, doch es ging nicht um Blumen oder Salat, sondern um Daten, Files, Modems und viele andere Dinge die ich nicht verstand. Dafür verstand ich mich auf Anhieb mit dem Redner, Wau Holland, und bezog von Stund an die Vereinsnachrichten des CCC, die “Datenschleuder”. Auch da verstand ich nur die Hälfte, der Ton und die Haltung aber gefielen mir umso besser – und bald darauf unterwanderte ich das Post-Monopol, schraubte die Telefondose auf und klemmte ein sagenhaftes 1200 kb-Modem an.
Und wie gerade erst vorgestern mutet an, dass mein Verleger mich aufforderte, im Vorwort zu dem Buch über 9/11, das aus der telepolis-Serie “WTC-Conspiracy” entstanden war, zu erklären, was “Google” und eine “Suchmaschine” ist. Das war 2002, und es handelte sich um ein Buch für Erwachsene. Um die Fragen und himmelschreienden Unstimmigkeiten der offiziellen 9/11-Version des Buchs zu diskreditieren tönten zahlreiche Kritiker damals, das alles stamme “ja nur aus dem Internet” und sei schon deshalb nicht ernst zu nehmen – wie alle “Verschwörungstheorien”.
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Kooperative Existenz
Vor einigen Tagen hat Egon Bahr, einer der Architekten der deutschen Entspannungs-und Ostpolitik, im Deutsch-Russischen Forum eine Rede gehalten. Als ich Anfang März mit ihm sprach – er hatte unser Buch “Wir sind die Guten” gelesen und es, zu meiner großen Freude, für gut befunden – war er sich noch nicht sicher, ob er diese Rede halten würde, falls sich die Lage in der Ukraine weiter zuspitzt. “Auf dem Trümmerhaufen der Ostpolitik will ich nicht mehr reden”, meinte er. Doch “Minsk II” hat zumindest halbwegs gehalten – und Egon Bahr geht davon aus, “dass ein unberechenbarer Gewaltausbruch vermieden werden kann”. Er hat deshalb seine Rede gehalten – über die Verantwortungspartnerschaft mit Moskau und Washington. (pdf).
Ich kann diese wichtige Rede nur allen zur Lektüre empfehlen – wem die neun Seiten zuviel sind: auf Telepolis gibt es eine gute Zusammenfassung – und man kann nur wünschen, dass diese Weitsicht und realpolitische Klugheit in vielen Gehirnen amtierender Politiker ankommt und umgesetzt wird. Auch und gerade wo Deutschland auf den Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zu geht, die Moskau und Washington vor 70 Jahren mit vereinten Kräften erreichten. Nicht nur den Amerikanern, auch den Russen, gebührt dafür unser Dank – und eine besondere Verantwortung sowohl den USA als auch Russland gegenüber. “Die Realität verbietet Antiamerikanismus. Er ist dumm”, sagt Egon Bahr. Doch er sagt auch: “Wie können Russland nicht aufgeben weil es Amerika nicht gefällt.” Und steht mit seiner Forderung zu einer “kooperativen Existenz” durchaus in der Tradition eines anderen großen deutschen Staatsmanns.
“Mangelnde Kenntnisse” oder unbequeme Fakten?
Ganz in der Tradition der Verrisse unseres Buches von FAZ und Tomasz Konicz hat sich nun ein weiterer polnischer Autor zu Wort gemeldet. Thomas Dudek geht es in seiner kürzlich erschienenen Kritik mit der Überschrift “Ihr seid nicht besser!” vor allem darum, vermeintlich “mangelnde Kenntnisse” der Buchautoren aufs Korn zu nehmen. Wir hätten einfach von ukrainischer Geschichte keine Ahnung und würden daher zu ganz falschen Schlussfolgerungen kommen. Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass dem Kritiker vor allem die amerikakritische Stoßrichtung des Buches nicht gefällt. Er möchte stattdessen viel eher die Sowjetunion bzw. Russland kritisiert sehen. Diese Sichtweise ist natürlich legitim – der kritische Blick vieler Polen auf Russland erscheint historisch gesehen mehr als verständlich. Unangenehm am erwähnten Verriss ist allerdings, dass er stark auf Unterstellungen und, mehr noch, auf verfälschendes Zitieren aus unserem Buch setzt.
Darüber hinaus fällt Thomas Dudek, wie vor ihm schon Tomasz Konicz, in seiner Rezeption unseres ersten Buchkapitels durch einen ausgeschalteten Ironiedetektor auf. Er nimmt die satirisch überspitzte “Putinverehrung” auf der ersten Seite für den eigentlichen Kern des Buches. Dazu hatten wir bereits Herrn Konicz erwidert, dass die Ironie am Anfang unseres Buches natürlich eine Provokation der “Putin-Basher” ist, in dem sie genau das artikuliert, was diese nicht hören wollen und zugleich ihren Gegnern unterstellen: eine hemmungslos unkritische Putin-Verehrung.
Dass wir dieser aber eben gerade nicht anhängen, zeigen unter anderem mehrere Passagen der Einleitung, die sämtliche polnischen (und anderen) Kritiker bislang konsequent überlesen. So benennen wir den Kult um Putin in russischen Medien als eine “selbstreferentielle Herrscherinszenierung” (S. 11), erwähnen auch, dass er “den demokratischen Pluralismus einschränkte” und “das Parlament entmündigte” (S. 13), die “Demokratie in eine ‘Demokratur’ verbog”, “dass er Meinungs- und Pressefreiheit einschränkte”, und “nicht nur das Parlament, sondern auch die Justiz durch eine Machtvertikale von oben” lenkt (ebenfalls S. 13).
An dieser Stelle dürften die Grenzen unserer “Verehrung” oder unseres “Schwärmens” eigentlich hinreichend klar geworden sein. Befragt zu seiner Kritik teilt Dudek uns nun jedoch mit, dass wir zwar tatsächlich einige Defizite des heutigen Russlands erwähnten, doch, so der Autor:
“dies ist meiner Meinung nach nichts anderes als ein Kunstgriff, eine publizistische Schutzmauer, um sich vor Kritik der Putinbegeisterung zu schützen”.
So etwas nennt man dann wohl ein hermetisch abgeschlossenes Feindbild. Alles was bei der Argumentation des Gegners nicht in die eigene Sichtweise passt, kann nur als dessen cleverer “Kunstgriff” zur Verwirrung der Anderen gewertet werden … Dass Autoren eines Buches zu einem komplexen politischen Thema womöglich einfach zu differenzierendem Denken in der Lage sind, und demzufolge auch an der Politik Putins Positives UND Negatives entdecken können – für wahr, welch Überraschung!
Weiter gehts auf unserer Website zum Buch putinversteher.info
SSRI ?
Noch ist nichts Genaueres über den Absturz des German Wings Airbus bekannt. Wenn sich die bisherige Darstellung bestätigt, dass der Co-Pilot sich und 149 Passagiere absichtlich in den Tod riß, scheint diese Wahnsinnstat aber in ein Muster zu passen. Nämlich die starke Korrelation der ebenso wahnsinnigen und unerklärlichen Amok-Läufe an Schulen, wie sie immer wieder vorallem die USA erschüttern, mit der Einnahme bestimmter Psychopharmaka. Fast alle der jungen, männlichen Täter bei diesen “school shootings” waren zuvor mit SSRI (“Selective Serotonin Reuptake Inhibitors” – Serotonin-Wiederaufnahmehemmern) – behandelt worden – Antidpressiva, die die Serotonin-Konzentration im Gehirn erhöhen und zu einer verzerrten Realitätswahrnehmung und Selbstmord,-und Gewaltphantasien führen können. Tausende von Geschichten, die auf SSRI.org gesammelt sind, belegen diese offensichtliche Nebenwirkung der SSRI-Therapie.
Wenn der sympathische, zurückhaltende junge Mann, als der der vermeintliche Todespilot porträtiert wird, ebenfalls mit solchen Pharmaka behandelt wurde, wäre dies möglicherweise eine Erklärung für seine Motive. Und für den unbegreiflichen Empathieverlust, ein Flugzeug mit 150 schreienden Passagieren gegen einen Berg zu rammen. Eine solche “Zombiefizierung” wird als Nebenwirkung der SSRI-Therapie durchaus beschrieben, hat aber dem weiter wachsenden milliardenschweren Markt keinen Abbruch getan. Wenn sich diese Erklärung bestätigt, sollten derlei Medikamente nicht nur für Piloten “off limits” sein, sondern für junge Menschen überhaupt. Nach dem Highschool-Shooting in Newton 2012 schrieb ich hier, dass solche Massaker “erst “erfunden” wurden, nachdem die SSRI-”Medikamente” auf den Markt kamen. Schnellfeuerwaffen gab es schon viel länger, aber erst seit Mitte der 80er dieser Stoff auf den Markt kam ,werden sie auch an Schulen eingesetzt…”

