“Mangelnde Kenntnisse” oder unbequeme Fakten?

Ganz in der Tradition der Verrisse unseres Buches von FAZ und Tomasz Konicz hat sich nun ein weiterer polnischer Autor zu Wort gemeldet. Thomas Dudek geht es in seiner kürzlich erschienenen Kritik mit der Überschrift “Ihr seid nicht besser!” vor allem darum, vermeintlich “mangelnde Kenntnisse” der Buchautoren aufs Korn zu nehmen. Wir hätten einfach von ukrainischer Geschichte keine Ahnung und würden daher zu ganz falschen Schlussfolgerungen kommen. Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass dem Kritiker vor allem die amerikakritische Stoßrichtung des Buches nicht gefällt. Er möchte stattdessen viel eher die Sowjetunion bzw. Russland kritisiert sehen. Diese Sichtweise ist natürlich legitim – der kritische Blick vieler Polen auf Russland erscheint historisch gesehen mehr als verständlich. Unangenehm am erwähnten Verriss ist allerdings, dass er stark auf Unterstellungen und, mehr noch, auf verfälschendes Zitieren aus unserem Buch setzt.

Darüber hinaus fällt Thomas Dudek, wie vor ihm schon Tomasz Konicz, in seiner Rezeption unseres ersten Buchkapitels durch einen ausgeschalteten Ironiedetektor auf. Er nimmt die satirisch überspitzte “Putinverehrung” auf der ersten Seite für den eigentlichen Kern des Buches. Dazu hatten wir bereits Herrn Konicz erwidert, dass die Ironie am Anfang unseres Buches natürlich eine Provokation der “Putin-Basher” ist, in dem sie genau das artikuliert, was diese nicht hören wollen und zugleich ihren Gegnern unterstellen: eine hemmungslos unkritische Putin-Verehrung.

Dass wir dieser aber eben gerade nicht anhängen, zeigen unter anderem mehrere Passagen der Einleitung, die sämtliche polnischen (und anderen) Kritiker bislang konsequent überlesen. So benennen wir den Kult um Putin in russischen Medien als eine “selbstreferentielle Herrscherinszenierung” (S. 11), erwähnen auch, dass er “den demokratischen Pluralismus einschränkte” und “das Parlament entmündigte” (S. 13), die “Demokratie in eine ‘Demokratur’ verbog”, “dass er Meinungs- und Pressefreiheit einschränkte”, und “nicht nur das Parlament, sondern auch die Justiz durch eine Machtvertikale von oben” lenkt (ebenfalls S. 13).

An dieser Stelle dürften die Grenzen unserer “Verehrung” oder unseres “Schwärmens” eigentlich hinreichend klar geworden sein. Befragt zu seiner Kritik teilt Dudek uns nun jedoch mit, dass wir zwar tatsächlich einige Defizite des heutigen Russlands erwähnten, doch, so der Autor:

“dies ist meiner Meinung nach nichts anderes als ein Kunstgriff, eine publizistische Schutzmauer, um sich vor Kritik der Putinbegeisterung zu schützen”.

So etwas nennt man dann wohl ein hermetisch abgeschlossenes Feindbild. Alles was bei der Argumentation des Gegners nicht in die eigene Sichtweise passt, kann nur als dessen cleverer “Kunstgriff” zur Verwirrung der Anderen gewertet werden … Dass Autoren eines Buches zu einem komplexen politischen Thema womöglich einfach zu differenzierendem Denken in der Lage sind, und demzufolge auch an der Politik Putins Positives UND Negatives entdecken können – für wahr, welch Überraschung!
Weiter gehts auf unserer Website zum Buch putinversteher.info

SSRI ?

Noch ist nichts  Genaueres über den Absturz des German Wings Airbus  bekannt. Wenn sich die bisherige Darstellung bestätigt, dass der Co-Pilot sich und 149 Passagiere absichtlich in den Tod riß, scheint diese Wahnsinnstat aber in ein Muster zu passen. Nämlich die starke Korrelation der ebenso wahnsinnigen und unerklärlichen Amok-Läufe an Schulen, wie sie immer wieder vorallem die USA erschüttern, mit der Einnahme bestimmter Psychopharmaka. Fast alle der jungen, männlichen Täter bei diesen “school shootings” waren zuvor mit  SSRI (“Selective Serotonin Reuptake Inhibitors” – Serotonin-Wiederaufnahmehemmern) – behandelt worden – Antidpressiva,  die die Serotonin-Konzentration im Gehirn erhöhen und zu einer verzerrten Realitätswahrnehmung und Selbstmord,-und Gewaltphantasien führen können. Tausende von Geschichten, die auf SSRI.org gesammelt sind, belegen diese offensichtliche Nebenwirkung der SSRI-Therapie.

Wenn der sympathische, zurückhaltende junge Mann, als der der vermeintliche Todespilot porträtiert wird, ebenfalls mit solchen Pharmaka behandelt wurde, wäre dies möglicherweise eine Erklärung für seine Motive.  Und für den unbegreiflichen Empathieverlust, ein Flugzeug mit 150 schreienden Passagieren gegen einen Berg zu rammen. Eine solche “Zombiefizierung” wird als Nebenwirkung der SSRI-Therapie durchaus beschrieben, hat aber dem weiter wachsenden milliardenschweren Markt keinen Abbruch getan. Wenn sich diese Erklärung bestätigt, sollten derlei Medikamente nicht nur für Piloten “off limits” sein, sondern für junge Menschen überhaupt. Nach dem Highschool-Shooting  in Newton 2012 schrieb ich hier, dass solche Massaker  “erst  “erfunden” wurden, nachdem die SSRI-”Medikamente” auf den Markt kamen. Schnellfeuerwaffen gab es schon viel länger, aber erst seit Mitte der 80er dieser Stoff auf den Markt kam ,werden sie auch an Schulen eingesetzt…”

Verantwortung ohne Willensfreiheit ?

dissIch gehe zwar nicht davon aus, dass sich die Leser/innen dieses Blogs ein wissenschaftliches Grundlagenwerk zulegen werden, das zu einem Preis von 99 Euro in einem Fachverlag erschienen ist, anzeigen möchte ich das Erscheinen hier aber trotzdem. Denn ich freue mich darüber mehr, als wenn Bücher aus meiner eigenen Feder  und nach oft langer und anstrengender Arbeit endlich erscheinen. Denn dieses Mal ist es die Arbeit meines Sohns Boris Bröckers, deren Abschluss wir im Oktober gefeiert haben und die jetzt schwarz auf weiß und für lange Lebensdauer fest gebunden erschienen ist. In der Reihe “FUNDAMENTA JURIDICA – Beiträge zur  rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung” des Nomos-Verlags, unter dem Titel “Strafrechtliche Verantwortung ohne Willensfreiheit”.

Wenn, wie die moderne Neurowissenschaft behauptet, unser Gehirn schon entschieden hat welche Handlung wir begehen – bevor wir glauben, diese Entscheidung selbst zu treffen, wenn also der freie Wille nur eine Illusion ist und unser Handeln quasi ab ovo determiniert ist: dürfen wir dann jemanden für sein Handeln bestrafen ? Diese Frage hat Boris viele Jahre lang erforscht und das Ergebnis, auf 422 Seiten zusammengefasst, liegt jetzt vor. Im Klappentext heißt es dazu:

Gibt es „Strafrechtliche Verantwortung in einer determinierten Welt“? Viele Hirnforscher verneinen dies und plädieren für ein reines Schutzstrafrecht. Doch seit der Antike gibt es Philosophen, die „Kompatibilisten“, die für eine Vereinbarkeit von Determinismus und Verantwortung plädieren und zu belegen versuchen, dass wir auch in einer vollständig determinierten Welt für unsere Entscheidungen und unser Handeln verantwortlich sind. Dagegen bestreiten die „Inkompatibilisten“, dass moralische Verantwortung und Determinismus miteinander kompatibel sind.
Dieses strafrechtsphilosophische Werk wertet die umfangreiche philosophische Literatur zu dem Streit aus und macht sie anschlussfähig für eine rechtswissenschaftliche Diskussion. Die Untersuchung weist damit zugleich die Hirnforschung in ihre Schranken: Ein hirnkompatibles Recht gibt es nicht. Aber es gibt ein Recht, dass begründeten ethischen Grundsätzen und Prinzipien Rechnung trägt und mit der These des Determinismus kompatibel ist.

Für Interessierte sei hinzugefügt: Der Preis eines Buchs wird vom Verlag festegelegt, weder der Autor noch gar sein Vater haben Einfluss darauf. Das Werk wird aber sicher alsbald in den Universitätsbibliotheken zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Onkel Kerry bringt den Kleinen Ballspielen bei!

Onkel KerryKaum ist man mal ein paar Tage offline, herrscht allenthalben Durcheinander. Eine geschlagene Woche war der Gottseibeiuns weg, Wladimir der Schreckliche einfach wie vom Erdboden verschluckt, kein Auftritt, keine Ansagen, keine aktuellen TV-Bilder – die Westmedien schoben Panik. Wenn Frau Merkel mal eine Woche nicht im Fernsehn auftaucht würde das schon deshalb kaum auffallen, weil jeder ihrer aktuellen Auftritte ohnehin wie aus der Retorte wirkt. Kaum aber vergehen ein paar Tage ohne dass der Ultraböse sein diabolisches Lächeln zeigt, schiebt die Nachrichtenbörse volles Rohr Turkey. Und muß, weil so ein radikaler Putinentzug kaum auszuhalten ist, Fragezeichen- Geschichten erfinden. Haben seine Generäle ihn festgesetzt ? Wohnte er der Entbindung einer heimlichen Geliebten in der Schweiz bei ? In einer von Berlusconi empfohlenen Klinik ? Oder ist er selbst krank ? Vielleicht sogar schwer ? Etwa Krebs?  “Mer waas es net, mer munkelt nur”,  sagt der Hesse – und so wurde, von den Qualitätsmedien abwärts eine Woche lang gemunkelt was das Zeug hält. So sehr, dass selbst die auf Höchsttoleranz justierten Bullshit-Detektoren in den Boulevard-Redaktionen permanent im roten Bereich liefen. Lange wäre das nicht mehr gut gegangen und so hört man geradezu das Aufatmen in den Großraumbüros, wenn Spül-Online heute vermelden kann: “Putin ist wieder da”.

Was wäre, wenn er wirklich weg wäre, malen sich die Pentagon-Strategen ja nicht nur in ihren Träumen aus, sondern arbeiten auch daran. Dass jemand wie George Friedman –  Chef des als “Schatten-CIA”  bezeichneten Thinktanks “Stratfor” – unverblümten Klartext über die geopolitischen Ziele der USA spricht, ist selten genug, weshalb ich das folgende Video zur Ansicht empfehle. Wer in unserem Buch “Wir sind die Guten” die Kapitel  zur Geopolitik – von Mackinder über Brzezinski zur “Full Spectrum Dominance”-Doktrin – gelesen hat, kann die  Ausführungen Friedmans als aktuelle Fortsetzung sehen; wer sich mit der Außenpolitik des US-Imperiums noch nicht näher beschäftigt hat, kann hier zusammengefasst erfahren, um was es dabei wirklich geht – und dass der Cartoon von Gerhard Seyfried keine satirische Übertreibung darstellt, sondern die grausame Realität:

 

Eine bessere Übersetzung sowie ein Link zu dem kompletten Vortrag von Friedman hier

Rohstoffkrieg und Frieden

HiG-CDDass Kriege nicht zur Durchsetzung von “Demokratie” geführt werden, sondern stets Machtinteressen und Rohstoffe im Mittelpunkt stehen, erleben wir aktuell gerade im Nahen Osten ebenso wie in der Ukraine. Auch wenn Fähnchen mit “Freiheit”, “Humanität”, “Vaterland” und anderen knackigen  Parolen geschwungen werden, die Geschichte des Kriegs zeigt, dass es immer um Machterweiterung und Beute ging. Darauf  stieß ich auch, als ich in den 80er Jahren begann, die Geschichte des Hanfs zu erforschen – und herausfand, dass er vor 200 Jahren für das britische Weltreich  genauso wichtig war wie heute das Erdöl für das US-Imperium: ohne Segel und Seile aus Hanf keine globale Seeherrschaft! Weil aber die Anbauflächen auf der verregneten Insel nicht ausreichten, war  dieser Rohstoff Britanniens wichtigster Importartikel und er kam vor allem aus Russland. Weshalb Napoleon im Tilsiter Friedensvertrag mit Russland  1807 den Zaren zu einem Exportstop  verpflichtete, um den Erzfeind England an seiner empfindlichsten Stelle zu treffen. Der Zar aber konnte auf seinen einträglichsten Exportartikel so wenig verzichten wie heute die Saudis auf den Ölexport, er engagierte deshalb amerikanische Frachtschiffe für den Export,  die aber weiterhin  – wie Napoleons Spione schnell herausbekamen – England belieferten. Nachdem Russland auf zwei Abmahnungen aus Paris nicht reagierte zogen die Franzosen gen Moskau – und bekamen am Ende genauso auf die Mütze wie nach ihnen dann der deutsche Kaiser und der “Führer”. Als “memento mori” dieses ersten Rohstoffkriegs gegen Russland schmiedete  ich mit Gerhard Seyfried  die folgenden Verse, die erstmals 1996 im längsten Hanfgedicht der Welt “Hanf im Glück” erschienen ( und demnächst auch als Hörbuch).

HANFKRIEG und Frieden

Es ist dem Hanf nicht anzusehn,

daß Kriege einst um ihn geschehn.

Weil er gar so wichtig war,

bekriegt Napoleon den Zar!

Denn nur der hänfnen Segel Kraft

sicherte die Seeherrschaft.

Als Rohstoff war er unentbehrlich

und deswegen so gefährlich

in der Hand der Angelsachsen.

Die ließen ihn zuhause wachsen,

doch die paar Fasern auf der Insel

reichten grad für Englands Pinsel,

nicht aber für die Macht auf  See

und den Import von Englands Tee.

King George grübelt auf dem Diwan:

Uns bleibt nur Handel mit dem Iwan!

Dann gibt es keine Nachschubsorgen,

dort gibt es tausende von Morgen

von Hanf in bester Qualität,

den der Zar verkaufen tät.

Schnell ward man einig miteinander

und im Geschäft mit Alexander.

Das ärgerte den Bonaparte

und er sagte sich: Na warte!

Ich werde mit dem Zaren sprechen

und den Nachschub unterbrechen,

das wird Englands Flotte schwächen,

ja, ihr gar das Rückgrat brechen!

Ich werd in Moskau insistieren,

nicht weiter Hanf zu exportieren.

Das wird weiter gar nicht schwer:

Ein Tilsiter Vertrag muß her!

Per Kurier und über Nacht

ward ein Treffen ausgemacht

und man beschloß bei Käs und Wein:

Kein Gramm Hanf nach London rein!

Das war dem Zaren nicht ganz recht,

denn er verdiente ja nicht schlecht.

Nachdenklich kratzt er sein Testikel:

Hanf ist mein Hauptexportartikel!

Englands Geld will ich nicht missen,

bloß Napoleon darfs nicht wissen!

Dem Plan war nicht viel Glück beschieden,

den Rest kennt ihr aus „Krieg und Frieden“

daß Bonapart nach Moskau zog,

weil Alexander ihn betrog.

Es war der Hanf fürs Zarenreich,

was heut das Öl für manchen Scheich

Das lernt man in der Schule nicht,

drum erscheint’s hier als Gedicht,

daß künftig keiner ungeniert

bloß wegen Rohstoff Kriege führt.

So wird um Hanf uns viel verschwiegen

von Hintergründen und Intrigen

es wird gelogen und betrogen,

die Wahrheit wird zurechtgebogen

bis hin sogar zum Hanfverbot,

das heut selbst dem mit Strafe droht,

der in Dorfe oder Stadt

auch nur ein einz’ges Pflänzchen  hat!

(aus: Gerhard Seyfried, Mathias Bröckers: “Hanf im Glück – Das Hohe Lied Vom Hehren Hanf”, Zweitausendeins, Frankfurt 1996, 4. Auflage 2014 Nachtschattenverlag, Solothurn)

Nichts als die Wahrheit

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Wo wir’s doch gerade mit der Diskurshygiene in der Konsensfabrik hatten, kommt die Nachricht aus dem New Scientist, dass Google das Ranking seiner Suche nicht mehr nach Links und Popularität, sondern nach “Fakten” ausrichten will:

“The software works by tapping into the Knowledge Vault, the vast store of facts that Google has pulled off the internet. Facts the web unanimously agrees on are considered a reasonable proxy for truth. Web pages that contain contradictory information are bumped down the rankings.”

Das “Ministerium für Wahrheit” ist also in der Mache und wir dürfen gespannt sein, was der Suchmonopolist mit seinen Freunden von der CIA  da bastelt. Es wäre ja schon interessant, die wahren  “Fakten” über T-TIP, oder über 9/11 oder über die jüngste “Invasion” Russlands ganz schnell zu finden. Haben die Algorithmen-Wizzards bei Google tatsächlich eine “Fact Check”-Methode entwickelt, die zwischen Behauptung und Tatsachen unterscheiden und  Wahrheits-Wahrscheinlichkeiten berechnen kann ? Natürlich nicht…denn am Ende käme, wie bei Douglas Adams, sowieso nur “42” raus…

“Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners” – Heinz von Foersters Bonmot hatte ich 2002 meinem ersten Buch über die Verschwörungen und Verschwörungstheorien des 11.9. als Antidot vorangestellt, um deutlich zu machen, dass es sich beim Folgenden bei aller Akribie der Recherche nicht um die “Wahrheit” über diese Verbrechen handelt, sondern um eine Interpretation der als “Wahrheit” dargebotenen Fakten. Viele und entscheidende dieser Fakten waren  bei meinem “Fact-Check” durchgefallen – so wie zum Beispiel Hani Hanjour beim Test seiner Flugfähigkeiten, als er sich drei Wochen vor 9/11 eine kleine Cesna ausleihen wollte und nicht einmal eine Acht über dem Flughafen hinbekam, dann aber eine Boeing mit 800 km/h ins Pentagon gezirkelt haben soll. Die Wahrheits-Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei ihm um den Piloten gehandelt hat ging deshalb gegen Null – zumindest bei der Berechnung durch meinen persönlichen Algorithmus. Doch die 9/11-Untersuchungskommission rechnete anders  und benannte Hanjour als Piloten – basierend auf einer Aussage des 182-mal watergeboardeten Khalid Scheich Mohamed .  So steht es als “Fakt” mittlerweile in jedem Lexikon und gilt als historische Realität. Auch für die “Wissensgruft” von Google. Aktuell listet eine Suche nach Hanjour gleich unter dem Wikipedia-Eintrag einen Beitrag des 9/11-archiv.net über die zweifelhaften Flugfähigkeiten des vermeintlichen “Terrorpiloten”. So soll es sein – und bleiben. Nicht nur was die umstrittenen “Fakten” zu 9/11 betrifft, sondern grundsätzlich und überhaupt…

Zum 10. Geburtstag von Google schrieb ich 2008 in der taz:

“Auch wenn mittlerweile ganze Branchen versuchen, sich mit Suchmaschinenoptimierung in der Google-Anzeige nach oben zu manipulieren, lebt und gedeiht Google deshalb, weil es aus der nahezu unendlichen Vielfalt des World Wide Web auf mein Suchwort hin immer noch eine Vielfalt herausfiltert – und keinen Einheitsbrei aus Mainstream und Kommerz. Dass schon die schiere Größe und Marktmacht von Google dafür sorgen wird, dass dieser Brei mehr und mehr wird, dass sich die Firma in China und anderswo auf Zensur-Kompromisse mit Regierungen einlässt, dass niemand wirklich weiß, wie viel NSA, CIA und andere Dienste auf den Google-Servern abzapfen oder manipulieren?Auch kritische Google-Watcher, die solche Thesen vertreten, benutzen natürlich Google, denn kein Konkurrent, auch solche, die mit viel Geld und Getöse gestartet sind, konnte Google bisher das Wasser reichen. Das kann man beklagen oder aber schlicht feststellen, dass sich Gutes eben durchsetzt. Bis es von Besserem abgelöst wird. Und bis dahin werden wir googeln.”

Wenn diese Vielfalt nun durch CIA-geprüfte “Fakten” ersetzt wird, ist es wohl Zeit, es endgültig sein zu lassen…

Putin ist schuld!

Dass Ken Jebsen aktuell  zu den meist gemobbten Journalisten im Lande gehört ist eigentlich kein Wunder – er ist einer der wenigen, die noch wirklich ihren Job machen. Der große Rest  klingt ja mittlerweile – nicht nur wenn’s um Ukraine/Russland geht – eher wie Regierungssprecher, Nato-Beauftragte oder McKinsey-Berater, was der verfassungsgemäß vorgesehenen Rolle der freien Presse als “vierter Säule” und Wachhund der Demokratie  nicht mehr entspricht. Aber weil es mit der Demokratie auch nicht mehr so weit her ist, kriegen sie dann für ihre heiße Luft den Medienpreis des Bundestags. Sei’s drum, wir sind ja für Lügenpressefreiheit. Und so lange es noch ein freies Internet gibt können wir uns anderweitig Informationen und Meinungen einholen.  Wie zum Beispiel den folgenden (unter dem O-Ton mit Quellen belegten) Kommentar von Ken FM, der klar macht, dass Putin an allem schuld ist.

 

 

Als Willy Brandt und Egon Bahr 1989 nach Moskau eingeladen wurden, um für ihre Ost-Politik die Ehrendoktorwürde der Lomonossow-Universität entgegen zu nehmen, stellte Brandt dem damaligen Präsidenten der im Zerfall befindlichen UdSSR, Michail Gorbatschow, die Frage, was dieser sich für die Zukunft vom Westen wünschen würde. Gorbatschow, ohne den es die Wiedervereinigung Deutschlands nicht gegen hätte, antworte kurz und auf den Punkt:
VERSTÄNDNIS.
25 Jahre später ist Verständnis für Russland im Westen in etwa so verbreitet wie Güte beim IWF. Es gibt kein Verständnis. Was es gibt ist Undankbarkeit bis unters Dach, und dabei spielt es keine Rolle, wer in Moskau aktuell die Geschäfte führt.
Wäre statt Putin Gorbatschow heute noch oder wieder im Amt, würden die von amerikanischen Think-Tanks unterwanderten „Deutschen“ Mainstream-Medien exakt die selbe Hetzkampagne gegen Moskau fahren.
Um was geht es? Um Bodenschätze. Genau wie im gesamten Nahen Osten. Bodenschätze bedeuten Macht. Wer sie nutzt oder kontrolliert, kann sich Imperium nennen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten sich die USA und die UdSSR die Welt. Man mochte sich nicht. Doch im Gegensatz zur UdSSR hat das System USA überlebt. Mit dem Zusammenbruch der UdSSR kam den USA aber etwas Elementares abhanden. Ein Feindbild. Mit dem 11. September 2001 wurde der Versuch gestartetet, die Russen durch die Islamisten zu ersetzten, nur hat die Sache einen Geopolitischen Haken. Der Islam ist im größten Teil der ehemaligen UdSSR kein Thema und taugt damit nicht als Feind, den man dort finden und bekämpfen müsse.
Ein Vorwand, der im gesamten Nahen Osten nur verschleiern soll, dass es um den Rohstoff Nr. 1 geht. Öl. Was dort jeden Tag passiert, sind schlicht Erdölbeutezüge, wie Dr. Daniele Ganser bestätigt.
Wie kommen die USA nun an die deutlich größeren Bodenschätze auf dem ehemaligen Gelände der UDSSR. Durch Handel? Möglich. Durch Krieg? Warum nicht. Der Turbo-Kapitalismus nach dem Modell der USA gönnt Dritten nicht einmal die Fettaugen auf der Suppe. Er ist ab Werk von krankhafter Gier befallen. Er rafft bis der Arzt kommt und stirbt lieber an Herzverfettung, als dass er die, die er beherrscht oder zu überfallen gedenkt, in Würde leben lässt.
Die USA haben aus ihren Bürgern Sektenmitglieder gemacht. Tag und Nacht wird diesen eingehämmert, GOTT hat uns auserwählt, auf dass wir ausziehen, um der Restmenschheit die Zivilisation zu bringen. Wenn wir dafür töten müssen ist das nur gerecht, denn die, die sich uns entgegenstellen, sind primitiv und nicht geeignet, die Zukunft dieses Planeten mit zu gestalten.
Russen, Moslems, Alt-Europäer, Chinesen, Afrikaner… egal. Alles Halbwilde, die man wegblasen kann. Krieg ausgeführt durch die USA wird als Notwendiges Übel angesehen. Die Kreuzzüge, erdacht im Pentagon, sind eine Form von patriotischem Gottesdienst. Links die Bibel, rechts das Sturmgewehr, und über allem weht die Flagge der USA.